Beiträge von Trainer E

    1. Bisher war unser Konzept, in der ersten Hälfte so gut wie gar nicht zu wechseln (es sei denn, ein Spieler bringt gar nichts). Und in der zweiten Hälfte auch im Zweifel die technisch schwächeren auszuwechseln, um die Mannschaft nicht zu schwächen.

    :/Ich würde mal ganz einfach vorschlagen, jedem annähernd gleiche Spielzeit zu geben. so kann jeder Vollgas geben, solange er auf dem Platz ist. (lasse mal die anderen Gründe dafür, bewußt außen vor)

    . Das werde ich dann in der nächsten Saison ändern, indem ich mehr Übungen mache, wo sich die Spieler öfters bewegen müssen. Und dann ggf. auch das Abschlussspiel verlängern.

    Sorry für mich der komplett falsche Weg. Ich wage mal die Ferndiagnose Abschluß Spiel 7 gg. 7. Das noch zu verlängern damit die Kondition besser wird?!? Da stehen doch die -armen- technisch schwächeren, die immer nur in der zweiten HZ randürfen, wahrscheinlich eh nur rum, weil die anderen das -regeln-

    Da erreicht man nichts mit. Viele intensive Spielformen im 3 gg. 3 bis 5gg. 5 schulen doch ohnehin implizit Technik. Bring halt z.b. Passtore auf Feld, die durchspielt werden müssen, wenn man in die andere Hälfte möchte, oder vor Torschuss, oder fürs Umschalten, oder was auch immer, wenn dein Technikschwerpunkt z.b. passen ist. Da kannst Du dir die Iso Übungen getrost sparen.

    Ok ich bringe mal ein Beispiel wie ich umblickverhalten trainiere ohne einen konkreten Schwerpunkt zu benennen. Das findet man hier bereits in anderen Threads in unterschiedlichem Kontext.

    Umblickverhalten mit Blick für den freien Raum, Mitspieler und Gegenspieler.

    Anfangen mit spielnahem Rondo. 12x15 meter Feld. 4+1 gg. 3. 4 auf den Seitenlinien, dürfen nicht angegriffen werden( Schwerpunkt liegt auf Umblickverhalten) plus einen Anspieler in der Mitte, gg. 3 in der mitte. Außenspieler spielen sich den ball zu, innenspieler bietet sich an oder reißt Passwege auf. Bei aktivem Ballgewinn der inneren 3 startet ein 3gg1 in der mitte. nach 6 erfolgreichen zuspielen, ball wieder nach außen. Variationen unendlich möglich. zum Beispiel an 2 Stirnseiten Minitore, farblich markiert. bei ballgewinn Zirkulation der inneren Spieler im 3gg1 bis Trainer farbe ansagt auf das tor wird dann angegriffen und der an der Linie stehende wird mit zum Abwehrspieler (vom 3gg1 zum 3gg2).

    dann z.b. Angriffsrecht spiel. Spielfeld mit EINEM Jugendtor markieren, z.b. 25x 30 im 5 gg. 5.

    3 Minuten. Eine Mannschaft startet mit Angriffsrecht und hat 3 Minuten ALLE bälle. D.h. jeder Einkick/Eindribbeln, jeder Eckball, einfach jeden Ball. Erobert die Abwehrmannschaft den Ball geht es rein ums Ballhalten.(Auffächern, Räume erkennen etc. etc.) Dadurch das man nicht ins Aus spielen kann um Zeit zu gewinnen oder einen Ausball provozieren(da Angriffsrecht ja JEDEN Ball hat) wird hier die Notwendigkeit zum ERkennen des Raums durch die Spielanordnung und die Provokationen geschaffen.


    Danach wechselt das Angriffsrecht und die Mannschaft muß den Rückstand aufholen, startet z.b. mit 0-2.

    Hier sind auch andere Aspekte gut zu coachen(Verhalten bei erhöhtem Zeitdruck bei Rückstand etc.)….

    Wichtig hier das TRainer am Balldepot steht und Verzögerungen vermeidet.

    🤔. Der verlauf hier nimmt langsam groteske Formen an, sorry. Das ich kein kind anderer mannschaften beurteile( z.b. mit dem -unsäglichen- der kann nix🙈) ist klar. Das ich bei der Korrektur (NACH) einer aktion aber darauf achte das meine ansage nicht den gegner betreffen könnte- sorry wir sind hier nicht in wolkenkuckucksheim. Wenn einer einen passweg nicht zustellt- wir kriegen ein gegentor- dann sage ich natürlich nachher- machst du den passweg zu- kriegen wir das tor nicht. Das muss so sein. Auch wenn ich den tollen pass des gegners damit -herabwürdige-.... leute kommt mal runter.

    Wenn einer einen gegner durch unsinniges dribbling und nochmal dribbling oder was auch immer lächerlich machen will ( und kein lerneffekt durch fehler eintritt) und dadurch ein tor verursacht- freue ich mich doch nicht das er was -probiert-... das bringt ihn auch nicht weiter. Natürlich bespreche ich da optionale möglichkeiten und sage nicht das hat der gegner aber toll antizipiert... 🙈🙈🙈🙈

    Ein Training dieser Art ist körperlich und besonders geistig sehr fordernd. Talentierten Kindern macht aber gerade das Riesenspaß.

    Das ist ein ganz wesentlicher Punkt. Es werden nicht alle gleich darauf anspringen, bzw. nach einem Jahr extrem weit sein.

    Im Prinzip macht man m.e. nach dadurch alle besser, aber die -begabten- eigenmotivierten machen noch größere Sprünge.

    Ich habe einen Schreihals nach dem Spiel mal gefragt, ob er glaubt, daß seine Kinder das toll finden, von ihm bepöbelt zu werden, wenn sie Fehler machen.

    Antwort : Die Kinder lieben mich und ich bin das größte Vorbild für sie.

    Das ist ja das Dilemma: Trainer haben eine Vorbildfunktion und werden als Vorbild wahrgenommen.

    Die Kids werden sich auch untereinander schön bepöbeln und das wahrscheinlich gut finden.

    Auch -geniale- Trainer die mitkicken und Ihre Kids -alt- aussehen lassen und den Zampano machen müssen, werden als

    Vorbilder wahrgenommen. Auch Trainer die Schiris bepöbeln und die Schuld nur bei anderen suchen etc. etc.

    Er hat also Recht damit. Außer das die Kinder Ihn -lieben-.(das verwechseln viele leider. Menschen die in Abhängigkeitsverhältnissen stehen, lieben nicht die, deren Machtposition sie Fürchten, Sie fürchten sich) Die Kinder fürchten sich genauso vor Ihm und seiner Machtposition.

    Vorbild ist er aber trotzdem, denn so möchten die Kids auch werden und Ihre Macht gegenüber schwächeren ausleben. (Sozialisation)

    Wers mag. Mein Sohn würde unter solchen Spezialtrainern nicht eine Einheit verbringen!

    Leider finden viele Eltern das auch noch gut.

    Beim Pfingstturnier gegen tlw. höherklassige Gegner ist mir aufgefallen, dass die Gegner

    - noch einen Tick schneller in den Bewegungen,

    - noch einen Tick schneller in den Gedanken

    - noch geiler auf den Ball

    - noch viel viel spielintelligenter sind.

    Ohne eine Ferndiagnose wagen zu wollen. -noch einen Tick schneller in den Gedanken- bedeutet handlungsschneller, und bedingt alle anderen von die genannten Punkte. Wer sich z.b. früher bewegt, wirkt schneller (und ist im gesamtkontext der -aktion- auch)

    Das bedingt spielintelligenz. Die wiederrum bedingt verschiedene Faktoren, wie z.b. Vororientierung. Das wiederrum bedingt Umblickverhalten.

    Alle Spielformen, die hohen Gegner-Raum- und Zeitdruck enthalten, fördern Handlungsschnelligkeit. Denn Raum Zeit und Gegnerdruck

    bewirken vor allem eins - Entscheidungsdruck.

    Hohen Entscheidungsdruck erzeugt man also in dem man diese Faktoren in seinem Training ständig einbringt und -klassische- Fehler

    vermeidet. wie zu große Spielfelder, oder Entschleuniger, wie z.b. Einwurf anstatt schnelles Eindribbeln, Einkicken. Trainerseitig z.b. wichtig am Balldepot zu stehen und ständig die Bälle zum schnellen weiterspielen zuzuspielen.

    Wenn ich bei manchen Trainings manchmal zuschaue, die haben dann ein 5 gg. 5 auf kleinem Spielfeld . und dann läuft einer 20 Sekunden um den Ball zu holen, da ordnet sich die Mannschaft wieder ganz gemütlich- Ziel verfehlt....

    Man kann das dann an die jeweilige LEistungsstärke anpassen, kognitive Faktoren einbauen(immer gut) um z.b. das Umblickverhalten ballferner Spieler zu schulen etc. etc. etc.

    Vom Coaching sollte man grad bei hohem Entscheidungsdruck nicht instruieren und Entscheidungen vorwegnehmen.

    Klassische -Ansagen- wie :Kopf hoch sind m.e. Unsinn. Hat ein Spieler etwas Zeit, rufe ich z.b. : Wo ist der Raum? (von H.WEin geklaut)

    damit der Spieler den raum -sucht, kopf hat er dann automatisch hoch, und entscheidet frei für Dribbling oder Pass....

    Nach einiger Zeit automatisieren die Spieler das. Und zwar das Umblickverhalten. Und kein Automatisieren der Optionen, die bleiben frei.

    Ihr könntet den frei gewordenen Termin doch zum gemeinsamen Kicken nutzen. Da kämen deine Kids zumindest auf ihre Spielzeit.

    das mache ich ohnehin! nur hätte ich bei frühzeitiger absage ein FS spiel organisieren können... ist eben saisonabschluss.

    in der d1 ist dann ein -richtiges- spiel schon wichtig.

    Ich wollte mal was anderes als Funino vorschlagen, damit es nicht wieder heißt, dass es für Funino-Jünger der heilige Gral ist... Nichtdestotrotz: Die Funino-Varianten haben diesen Effekt auch

    :). den satz wollte ich auch noch schreiben....

    Das oben beschriebene 3-Aktionen-Modell ist ein Grundsatz, der auch einer Übungsform die Intensität einer Spielform geben kann.
    Beispiel: Du möchtest das offensive 1:1 mit Torabschluss trainieren. Darf der defensive Gegenpart den gewonnen Ball wegbolzen, ist die Aktion vorbei. Soll er aber den gewonnen Ball in einem Kontertor/Dribbeltor unterbringen, ist die Aktion nicht vorbei. Ggf. gibt es sogar die Chance zum Rückgewinn.

    exakt so:thumbup:. auch das könnte man mit Zonenspiel in eine Spielform wandeln, wobei die Zonenspieler wechseln sodaß jeder ins offensive 1gg1 etc. kommt und die Intensität hochgehalten wird, über die Zonen aber auch -verschnaufen- möglich ist. (Belastungssteuerung)

    Mal -anderer- Frust. Gestern abend sagt der Gegner vom letzten Saisonspiel am Samstag ab.

    Wegen des örtlichen Schützenfestes bekämen Sie keine Mannschaft zusammen. Der macht das direkt offiziell mit der Bitte das Spiel für uns zu werten. Kein Trainer meldet sich bei mir. Nun hatten wir in der Rückrunde schon diverse -Problemgegner-. Einmal mit zuwenigen angereist(spiele ich auch mit weniger-ganz klar!). Einmal Verletzung(nehme ich natürlich Spieler von mir runter -ganz klar). Einmal heillos überfordert (probiere ich zu korrigieren Positionsrotation etc. Endstand dann in Absprache -frei- eingetragen/ brauch kein 20-0 oder so für mein Ego).

    Was mich an der Absage also ärgert. Ich bin sicherlich bekannt dafür, das ich mit weniger Spielern spiele nur damit die Kids spielen können. Außerdem reise ich auch ohne Auswechselspieler an und stelle meinen besten MF-Spieler ins Tor, weil eben die Torhüter nicht können, auch wenn es ein -Spitzenspiel- ist. Verliert man eben mal.

    Schlimm ist dabei nur, das ich auf der einen Seite Kindern Spielzeit nehme, aus Fairplaygründen, und andere lapidar absagen weil, höchstwahrscheinlich 2,3 -gute- fehlen, und damit MEINEN Jungs Spielzeit nehmen!!!

    Zumal ich kaum glaube, das das Schützenfest 2 Tage vorher terminiert wurde||

    der erste offizielle Termin ist übrigens um 15h bei diesem Schützenfest. Spiel wäre um 13h gewesen (und vorverlegen bei 3 Rasenplätzen ist bei uns kein Thema).

    Hinspiel ging 5-1 für uns aus. war super fair, alles gut. hatten Chancen satt, schönes spiel insgesamt. die waren etwas unterlegen, haben aber immer versucht mitzuspielen.(wurden aber von Ihrer starken E1 unterstützt die nun zeitgleich spiel haben:/)

    Habt ihr da mal Beispiele für solche Spielformen, die diesbezüglich Sinn machen?

    fast alle spielformen in der hohe Intensität besteht und Unterbrechungen minimiert sind. (3-3 bis 5 gg 5)

    Beispiel Altersklasse ältere E, oder D:

    Umschaltspiele.

    Angriffsrechtspiele (Mannschaft spielt 2,3,5 Minuten auf Angriffsrecht auf ein Tor, defensive auf Ballbesitz).

    Fußballspezifische Kondition sollte jedem geläufig sein. Ich kenne keinen Fußballer, der im Spiel 10 Minuten im gleichen Tempo läuft.

    Aber ich kenne zig Trainer die 10 Minuten Trainingszeit mit rundenlaufen verschenken.

    Grundsätzlich sollte man seiner Mannschaft m.e. immer in den Spielformen auch das 3-Aktionen Modell klar machen und aktiv einfordern. Aktion vor Ball(Freilaufverhalten offensiv/Anlaufverhalten-Passwege zu- defensiv), Ballaktion(aktiver Ballgewinn defensiv/ Pass-Dribbling-Abschluß offensiv) , Aktion nach Ball (Freilaufverhalten offensiv bei gelungen, Nachsetzen bei mißlungen etc etc)

    WEnn die Kids das verinnerlichen wird die Einheit intensiv.

    Belastungssteuerung ist hier wichtig.

    Meßbar wird das ganze indem z.b. bei den Angriffsrechtspielen die Spielzeit nach einigen Monaten problemlos gesteigert werden kann (Kids fordern das sogar ein).

    bis einschließlich d jugend fussballspezifische Kondition. Intensive spielformen etc. Meine jungs sind noch NIE eine runde gelaufen... fitteste mannschaft in der liga behaupte ich... können immer noch in den letzten 15 Minuten zusetzen... intensive spielformen mit vielen sprints und freilaufverhalten (gemäßigtes tempo je nach Situation) reichen nicht nur aus- sondern sind effektiver als jedes reines konditionstraining

    Meine beiden Jungs hatten den Multikickball von Derbystar.

    Er ist ihnen schnell langweilig geworden.

    Für meinen Geschmack Gimmicks.

    In der gleichen Zeit könnte man auch den Ball gegen eine Wand kicken, was natürlichere Abläufe ergibt.

    sehe ich auch so. wobei es immer gut ist, sich in der -Freizeit- vielseitig zu beschäftigen.

    mein sohn holt sich vom daffy board über die koordinationsleiter, kleine tore bis zum federballnetz für Fußballtennis etc. alles mögliche raus um sich zu beschäftigen, wenn keiner zum Bolzplatz mitkommt.

    ich kann die Vielfältigkeit immer gut nachvollziehen, wenn ich abends den garten aufräumen darf :|:)

    Ohne Dir etwas konkretes dazu sagen zu können. Ich hätte jetzt die gleichen Nachfragen wie Follkao gestellt.

    und aus deinen Antworten folgenden Tipp abgeleitet. Halte im Training die Intensität durch Spielformen hoch. Iso Übungen generell

    fördern noch diese Unkonzentriertheiten.

    Wähle Spielformen die zum gewünschten Ziel Provozieren ohne das Verhalten explizit einzufordern. Dribbel bis zum Hütchen, fintieren und dann schuß ist zb. fester Verteidiger in einer Zone in der es zum 1gg1 zwangsweise kommt.

    Ist aber nicht der heilige Gral(zumal ich Deine Kids nicht kenne), nur aus meiner Erfahrung ist gerade bei Kindern die -lernresistent- sind, der beste Weg Inhalte implizit zu vermitteln (also bei anderen auch- aber hier besonders effektiv).

    Das kannst halt schwer in einer Spielform Trainieren aber zum Warm-Up geht das locker. Jedoch alles ab U11 aufwärts, vorher bringt es nicht viel.

    ja hört sich generell auch nicht schlecht an und werde ich auch mal ausprobieren.


    Umblickverhalten trainiere ich mit Stoppsignalen und Augen zu in sämtlichen Spielformen mit hohem Entscheidungsdruck. Bei Stop schließen alle Jungs die Augen.

    zu einem gehe ich hin und halte Ihm die Augen zu. Alle anderen dürfen dann wieder auf machen. Dann zeigt und sagt der mir die Mitspieler und Gegenspieler und evtl. freien Räume an.

    Das hat folgenden Effekt:

    - Spieler wenden Umblickverhalten an, da Sie in der Stopsituation die richtige Lösung haben wollen

    - Wiederholungen sind wichtig, da anfänglich das als Streß empfunden wird, auch wenn man es locker -verkauft- und dadurch anfangs bei manchen Spielern durchaus die Ausführung leidet.(Ablenkung) Es wird aber relativ schnell verinnerlicht.

    - über Positiv Beispiele (Spieler kann nahezu alle benennen) kommt eine Motivation für die anderen hinzu, das -auch zu können- (Vergleichen) ähnlich wie beim Technikerwerb

    Zur Argumentation Funino ist eine Selektionsmaschine, die es den bösen NLZ erleichtert die wirklichen Toptalente zu finden und herauszufiltern.

    Ja wenn das so wäre, ist es doch ein Gewinn für uns alle. Erstmal wären die Verweildauern in den NLZ länger(Talentprognose einfacher).

    Zweitens wären diese Talente dann ja ohnehin förderungswürdig, was für einen Dorfverein nicht zu leisten ist, und bevor Sie vom leistungsorientierten Verein der Region abgeworden werden, wo Sie auf Ihrer Position versauern, lasse ich Ihnen doch lieber Ihre Topförderung. Also eigentlich sind die Contra Argumente Funino für uns -normalen- Trainer doch Pro Argumente.