Neue Prinzipien werden erst ohne Gegnerdruck vermittelt um dann entweder in sog. spielgemäßen Übungsformen oder Spielformen mit Spielrichtung vertieft zu werden. Rondos, Positionsspiele und Spiele in reduzierten Räumen ohne Torabschluss kennt man beim DFB, oberhalb der D-Jugend, kaum.
Ehrlich gesagt, habe ich nur die Prinzipien überflogen und daraus, wahrscheinlich den falschen Schluß gezogen,
das sich hier einige, für mich, widersprechen. Kann ich ohne Erklärung, und ohne die Spielidee zu kennen, natürlich nicht beurteilen.
Obiges Zitat finde ich aber wichtig. Genau das ist ein wichtiger Punkt. In Spielen ohne Spielrichtung wird zudem noch ein grundsätzliches Mindset vermittelt, wie Räume zu besetzen sind, lösen aus Deckungschatten, Passverbindungen Schaffen, Abstände etc. etc., die es wesentlich einfacher machen übergeordnete Prinzipien in Spielformen zu vermitteln.
Wenn der Querpass die beste Option ist sollte man ihn benutzen. Das wird in einer Übungsform jedoch nicht passieren, da der gestellten Situation alle Dynamik und Varianz fehlt. Dazu kommt noch, dass explizites Üben bei unzureichenden Fähigkeiten negatives Coaching provoziert. Niemand möchte konstant auf Fehler angesprochen werden. Für mich ist dieses ständige Zergliedern von den einfachsten Prizipien jedoch vor allem ein Armutszeugnis für die deutsche Trainingskultur.
Genau diese grundsätzliche Dynamik und Varianz macht es den Spielern eben in der Folge einfacher, Prinzipien umzusetzen wie -tiefe schaffen und suchen im Umschaltmoment-.
Das ist, wie so oft, eben auch eine Frage der Lehrmethodik
Ein ganz wichtiger, subjektiver Punkt ist dabei aber m.e. vor allem, das hierbei Spieler die das grundsätzliche Mindset haben, sich gegenseitig coachen und Prinzipien vermitteln. Vor allem in der Trainingspraxis die fern vom Idealwert ist sehr wichtig. (wechselnde Trainingsbeteiligung etc. etc. )
