Beiträge von Trainer E

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    Prinzipien haben unmittelbar etwas mit meiner spielidee zu tun.

    Unabhängig von gegner und spielstand sollten sie m.e. den Spielern erleichtern gewisse handlungmuster abzurufen...

    Solche sachen wie: über ballsicherheit konsequent tore erzielen, finde ich eher... naja.

    Was heisst das denn konkret??? Könnte sein, das ich als spielidee habe, aus dem positionsspiel( ballbesitzspiel) geduldig auf offene passfenster( Schnittstelle) evtl. Mit Überlagerung einer seite, geduldig die seite zu überlagern, evt. Wieder in den druck zu spielen, dann zu verlagern und das zentrum zu suchen... muss aber nicht...

    Was wäre denn der umkehrschluss?

    Je allgemeiner ich meine Prinzipien halte, umso weniger sind sie ständig abrufbar.

    Ausserdem ist es schwieriger mein Training danach auszurichten...

    Die reinen Spielformen ohne Spielrichtung dienen ja zb. der situativen Besetzung der freien Räume, ohne -Einschränkung- der Spielrichtung. Die abgeleiteten DFB Erkenntnisse sind eigentlich logisch und unterscheiden sich, in Relation, wohl kaum von Profis.

    Wobei je nach Spielform, man die Häufigkeit ja auch steuert. im 4 Farben 6 gg.2 Rondo z.b. ist es ja ein wesentlicher Unterschied,

    ob ich das frei lasse, Rückspielverbot auf gleiche Farbe, oder zusätzlich noch, generelles Rückspielverbot festlege. Bei ständiger Neuorientierung ist ja häufigerer Positionswechsel, und somit eine höhere Intensität gefordert.

    In SSG ist durch die Vorgabe der Spielrichtung ja eine gewisse Raumbesetzung vorgegeben, dadurch verringert sich die Gesamtdistanz, wobei das auch wiederrum alles von Spielfeldgröße, Setting etc. abhängig ist.

    Artikel ist mir deshalb etwas pauschal. Grundsätzlich ist das logisch nachvollziehbar.

    Wichtiger für Trainer wäre, das bei reinen Positionsspielen mehr das Mindset geschaffen wird, das in SSG angewandt und verfestigt wird.

    Für mich ist Körpertäuschung + Speed mit Richtungswechsel die beste Finte und ohne eine bestimmte Grundschnelligkeit zum scheitern verurteilt.

    Körpertäuschung sehe ich auch so. Gepaart mit einer guten Wahrnehmung (vororientierung) und entsprechender Verarbeitung (Anschlußaktion), muß eine bestimmte Grundschnelligkeit gar nicht zwingend da sein. Die daraus resultierende Handlungschnelligkeit ist m.e. wichtiger um sich den Vorsprung zu verschaffen und die entstandenen Räume effektiv nutzen zu können.

    ich finde immer interessant das fintieren so gekonnt werden soll, und dem eine hohe gewichtung beigemessen wird, aber die Wahrnehmung, wann denn finten angebracht werden sollten( bewegung/Gegenbewegung) gar nicht trainiert wird. Die einfache körpertäuschung ist die mutter aller finten...

    Alles weitere wird jeder der das verstanden hat auch viel selbstständiger ausführen

    Edit: die zidane rolle, perfekt ausgeführt, in den gegner hinein sieht man so oft...schade... da rufen dann die trainer entzückt, egal wieder probieren... trial and error🙈

    Moin Moin, mir ist in den letzten zwei Spielzeiten immer wieder aufgefallen, dass Jugendmannschaften und deren Eltern, während die gegnerischen Spieler enttäuscht und manchmal weinend eine Niederlage verarbeiten, anfangen Lieder anzustimmen, die den Gegner quasi noch den Rest geben. Ich meine Lieder wie "So sehen Sieger aus, schalalalala....".

    Ich persönlich unterbinde es, wenn einer unserer Eltern solch ein Lied anstimmt. Ich mag es nicht.

    Wie Kinder das Spiegelbild Ihrer Eltern sind, sind Spieler das Spiegelbild Ihrer Trainer.

    Wir hatten ein Vorbereitungsspiel gegen einen nahe gelegenen Verein. 0-6 verloren.

    Danach kam dann wohl ein großes Feiern mit Derbysieger, Derbysieger etc. (Ich war da noch nicht wieder eingestiegen, wollte eigentlich ein Jahr Pause)

    Paar Monate später in der Meisterschaft dann klar gewonnen... Ein Spieler meinte dann, ob wir das jetzt nicht auch machen sollten. Die anderen meinten dann, das wir sowas nicht nötig hätten. Ich fand gut, dazu nichts sagen zu müssen.

    Mit Anstand zu gewinnen, fällt manchem schwerer als mit Anstand zu verlieren.

    Aber ich verstehe durchaus mein Job so, dass ich die Jungs entwickeln will. Ich meine, die sind mittlerweile in einem Alter, da können sie auch so einfach kicken gehen etc. Wenn sie aber zu meinem Training kommen, gehe ich davon aus, dass die sich verbessern wollen und dem will ich gerecht werden.

    Ich sehe den Widerspruch gar nicht. Beim -einfach so kicken- kicken die jungs doch auch und verbessern sich dabei.

    Wenn Sie dann zum Training kommen, wollen Sie auch -einfach nur kicken- und können das doch auch gern.

    Meine Aufgabe verstehe ich da nur so, das ich Sie gezielt verbessere, indem ich Sie -einfach so kicken- lasse. nur in einem

    von mir vorgegebenen Rahmen innerhalb dessen Sie sich -gesteuert(durch die Rahmenbedingungen) verbessern.

    Das sie da, indem Sie den Raum situativ besetzen, bessere Chancen haben den ball zu bekommen etc, erkennen die schon und nutzen das um zu spielen. Den Spieltrieb,-einfach nur kicken- zu wollen, sollte man sich einfach zunutze machen.

    In meiner jetzigen B Jugend sind drei Spieler(älterer Jhrg.), die wieder ein Jahr ausgesetzt hatten, weil Sie in der Zeit lieber

    einfach nur gekickt haben, weil Ihnen das Training(mit dem Jahrgang darüber) keinen Spaß machte (warum auch immer). Komischerweise sind die in der Zeit nicht schlechter geworden.

    Müssten da nicht mehr gesellschaftliche Themen mit einfließen? (Pädagogik, Didaktik, Integration, gesundheitsbewusstes Leben, Werte, Sozialkompetenz usw.

    In der Diskussion über steigende Kosten und erschwerte Bedingungen zur Zulassung, werden mir auch einige m.e. wichtigere Punkte vergessen. Z.b. wird die Lernmethodik, komischerweise, komplett beiseite gelassen.

    Wenn ich mir dann Themen für die Lehrprobe B Lizenz anschaue, nach dem Motto: technischer Schwerpunkt Innenseitstoß aus Sicht des Angreifers (wo dann jeder die Übungen sofort parat hat, die dazu gehört werden wollen), könnte es auch heißen: Innenseitstoß des Angreifers aus Sicht des Trainers.

    Zu den Zulassungen und Bedingungen: Wichtiger wäre mir da den z.b. B Lizenzwilligen erklären zu lassen, was seine Trainings- und Spielphilosophie denn ist. Das das erst im Laufe der Ausbildung kommt, ist mir zuwenig. Das könnte ja ein erschwertes ZulassungsKriterium sein um da wirklich die Qualität zu steigern. Das ist ein besseres Kriterium als bei einigen Lizenzstufen die Laufbahn zu bewerten. Denn das hört sich nach Jens Lehmann an, der ja die Kompetenz von Nagelsmann im Vergleich zu Lothar Matthäus infrage stellt, da Matthäus ja hoch gespielt habe. Gleichzeitig erzählt er in dem Interview, das er nun nach seiner Trainerausbildung für einen Chefposten bereit sei, in der Bundesliga. Gut, den nimmt kaum einer ernst, aber es zeigt die Denke.

    Das Beispiel von vangaalsnase ist schon richtig, auch auf -unteren- Jugendebenen gibt es individuell sehr starke Spieler,

    denen regelmäßig die Individualität aberzogen wird. Um Beidfüßig agieren zu können, müssen Kinder m.e. so trainiert werden,

    das Sie im Spielkontext die Sinnhaftigkeit(Vorteil z.b. Gegnerfern) erkennen, und es deswegen anwenden(ebenfalls im Spielkontext,) sodaß es sich verfestigt. Vom -schwachen- Fuß zu sprechen und an Hütchen etwas anzutraineren bringt m.e. wenig.

    Perfekt beidfüßig ist bei der Mannschaft die ich bis ältere C trainiert habe, einer. Da sprach der (neue U14) STP Trainer dann beim ersten Training davon, das er den Vorteil habe, das er auch unter Druck selbstverständlich den linken Fuß benutzen würde (nur ist der Linke eigentlich der -starke-)...

    Will mit dem Beispiel nur sagen, das es wirkliche Beidbeinigkeit kaum gibt, die aber dann genauso eine -Inselfähigkeit- ist, da es

    u.a. die Handlungs/aktionsschnelligkeit extrem begünstigt.

    Auf der anderen Seite bringt es mehr perfekt mit einem Fuß zu sein und eine Spielsituation schnell erfassen zu können, als beidfüßig zu sein, und eine mäßige vororientierung unter Druck zu haben, weil massig Trainingszeit in die Beidfüßigkeit investiert wurde.


    Dem anderen schließe ich mich nur an. U9 und NLZ ist für mich extrem fragwürdig.

    Jetzt gibt es mehrere Möglichkeiten:

    - Ich belasse es bei einer Mannschaft und setze einfach nur die Besten ein.

    - Ich belasse es bei einer Mannschaft und wechsle die Spieler durch, d.h. ich mische gute und schlechte Spieler.

    - Ich teile die Mannschaft in zwei kleinere Mannschaften und mische gute und schlechte.

    - Ich teile die Mannschaft und mache eine gute für die offzielle HKM und eine schwächere für die freiwilligen Turniere.

    Falls in der D schon Jahrgänge bei euch gemischt werden gibt es noch eine weitere Möglichkeit.

    Einfach nach Jahrgängen deine Mannschaften einteilen.

    Habe ich bei der stadthallenmeisterschaft vor paar Jahren mit einer C mal gemacht. Da waren 4 Vereine. 3 mit je 2 Teams. 1 mit einem Team gemeldet.

    Ergebnis war folgendes: Wir landeten von den 7 auf Platz 3 (älterer Jhrg.) und Platz 4.

    Unser älterer Jahrgang punktgleich mit den beiden vor uns. Die beiden vor uns aufgrund Torverhältnis da Sie Ihre eigenen schwachen Teams zweistellig abgeschossen haben.

    Bei uns haben halt auch alt gg. jung voll gespielt. (3-1).

    Nach kurzer Entäuschung, haben unsere gemeinsam das Ergebnis gefeiert. Bei den anderen waren halt die -schwachen- gedemütigt.

    Man will auch durch die diversen Fortbildungsmöglichkeiten auf den einzelnen Lizenzstufen erreichen, dass die Lizenzen an sich aufgewertet werden und nicht mehr jeder Hirni mit einer B-Lizenz zu einem Landes- oder Verbandsligisten rennt und meint er könne da jetzt trainieren.

    Naja, der -Hirni- mit der B Lizenz müßte ja erstmal den Job bekommen, und dafür ist ja immer noch der Verein zuständig, diesen auch zu vergeben.

    In Zukunft wird der -Hirni- dann nicht mehr auftauchen, sondern die hochqualifizierten, die sich der ambitionierte Landesligist gar nicht mehr leisten kann. Der Landesligist, der viel Geld in die Jugend steckt und eigene Spieler ausbildet, und deswegen finanziell eben nicht so doll ausgestattet ist.

    Und bestenfalls sich selbst die -Hirnis- im Jugendbereich als Trainer herangezogen hat. Und die waren eventuell sogar noch erfolgreich.

    Diese Hirnis gibts dann nicht mehr, da hast Du wohl recht.

    Das sehe ich generell genauso. Der Verein bestimmt das immer noch und hat, hoffentlich, einen besseren Überblick über das große ganze.

    Grundsätzlich würde ich jedoch, auch aus Vereinssicht, den höheren Jahrgang empfehlen, anstatt einen Vereinswechsel.

    dafür müssten jedoch mehrere Voraussetzungen erfüllt sein. Zum einen, das der Spieler auch im höheren Jahrgang zu den spielbestimmenden Spielern gehört, als auch die Zusammensetzung die -älteren- Teams.

    Das ist hier natürlich, ohne näheres Wissen, gar nicht zu beurteilen.

    Zudem kommt hinzu, das der -unterforderte- Spieler in der E Jugend, aus meiner Erfahrung oft der Spieler ist, der

    aufgrund einiger Eigenschaften (Schnelligkeit, Torschuß, Dribbling, whatever) in der E Jugend heraussticht. In der höheren

    Jugend wird er dann eventuell positionsspezifisch eingesetzt und andere fußballerische Eigenschaften werden gar nicht mehr gefordert, bzw. gefördert.

    Nach einigen Jahren wundert man sich dann, das der Spieler keine Entwicklung genommen hat. Dabei hat man das selbst zu verantworten.

    Will sagen, auch der Trainer und das Training in der -älteren- Mannschaft sind ein Entscheidungskriterium um einen Spieler auszubilden und voranzubringen. Ich würde behaupten, vielen Trainern und Eltern fehlt das Wissen, einzuschätzen ob sich ein Wechsel in eine höhere Jugend überhaupt langfristig lohnen kann.

    Die reine Anzahl geschossener Tore in einer Jugend sagt überhaupt nichts aus.

    Wie gesagt, das ist allgemein, und nicht unbedingt auf diesen Fall bezogen

    Die absoluten Überflieger brauchen den STP eh nicht. Das ist eine kurze Durchgangsstation. Die werden spätestens in den Wochenschulungen an den Sportcentren -entdeckt- und da macht auch der überambitionierte -Leistungsverein- dann nichts mehr.

    Was meinst Du den mit Wochenschulungen an den Sportcentren ?

    Die STP -Wochenschulungen- ( 3 Tage) . In NRW z.b. je nach Verband in den Sportschulen Wedau oder Kaiserau.

    Wie gesagt, du hast anscheinend ein großes Problem mit Deinem STP. Man kann das natürlich, ohne Kenntnis der Umstände, nicht bewerten.

    Ich würde das viel relaxter sehen. Auf der einen Seite sehe ich den STP gar nicht als SO entscheidend mit dem einmaligen Fördertraining pro Woche. Das gibt vllt. dem einen oder anderen die Chance auf ein Zusatzprogramm bei dem man sich mit stärkeren messen kann. Spielt der dann Kreisliga und einmal pro Woche reicht Ihm das, ist das doch ok. Wenn er meint er müsse mehr gefördert oder gefordert werden, wird es Ihn eh woanders hinziehen.

    Vom Training ganz abgesehen, das ich jetzt nicht so empfinde, das es den Spielern den großen Entwicklungssprung bringt.

    Das Spieler von Vereinen angesprochen werden, ist doch ganz normal. Fühlen Die sich in den Vereinen wohl, ist denen das auch relativ egal.

    Die absoluten Überflieger brauchen den STP eh nicht. Das ist eine kurze Durchgangsstation. Die werden spätestens in den Wochenschulungen an den Sportcentren -entdeckt- und da macht auch der überambitionierte -Leistungsverein- dann nichts mehr.

    Bei mir schon !!! Das ist extreeeeeeeeeeeeeem wichtig ! Ich habe es erlebt das der STP bei uns das Thema völlig gnorierte. Er ist dami beschäftigt die Spieler an den Stützpunktverein zu vermitteln und von den Stammverein weg zu ziehen sodass dieser in der BOL spielen kann. Außerdem wird eine Vermittlungsquote angestrebt an die umliegenden NLZ. Sorry den Vorwurf an den Breitensport kann ich auch nicht teilen, da es eben bei uns nicht so gemacht wird und auch in den umliegenden Nachbarvereinen auch so nicht gemacht wird außer bei 2 Vereinen die müssen dicht machen weil ihnen die Spieler abhauen.

    Also ich habe ja mittlerweile begriffen, das Du den STP nicht magst. Ich kritisiere auch gern die Trainingsmethodik und das Auswahlverfahren teils, denke aber das ich das doch noch differenziert sehe.

    Bei Dir wirkt das teilweise so, als ob Du irgendein persönliches Problem mit irgendjemand bei Deinem STP hast.

    Ich habe noch nie etwas von Vermittlungsquoten gehört. Bzw. gibt es Statistiken darüber, weil die STP Spieler ja auch in der DFB Datenbank sind. Falls dieser Verein, ein KOOPverein eines NLZ ist, kann ich mir gar nicht vorstellen, das für die der STP noch so wahnsinnig wichtig ist, weil die dann eh mehr als 2 mal die Woche trainieren, und der STP seine Wichtigkeit per se verliert.

    So kenne ich das jedenfalls.

    Übrigens sind die STP angehalten den RAE schon zu beachten!

    Ich meine damit Dinge wie Positionsspiel, Bewegung ohne Ball, Freilaufen, Strafraumbesetzung, Raumaufteilung, wann verlagere ich das Spiel auf die andere Seite, wann starte ich den Lauf in den Tiefe, wann komme ich besser dem Mitspieler entgegen und biete mich kurz an etc. Also im Prinzip grundlegende Dinge, die zum Fußball spielen einfach dazu gehören, aber nicht unmittelbar etwas mit Ballbehandlung zu tun haben.

    Aus der Problemstellung die Du beschreibst, ergeben sich ja Trainingsinhalte, die trainiert werden sollten um ein -Mindset- zu schaffen. Freilaufen ,Raumaufteilung, Positionsspiel etc. etc. Also Räume erkennen und nutzen, Passverbindungen schaffen (bedingt individualverhalten Deckungsschatten lösen etc.) etc. etc.

    Dann ziehst Du das Fazit:

    Genau, das deckt sich mit meinen Beobachtungen. Darüber hinaus habe ich die Erfahrung gemacht, dass Spielformen, bei denen auf Tore/Minitore gespielt wird, einfach besser funktionieren, als reines Ballhalten, egal ob Überzahl/Unterzahl oder mit gleich großen Teams. Bei stärkeren C-Jugendteams mag das zwar funktionieren, aber meine Spieler lassen dann den notwendigen Ehrgeiz vermissen bzw man hat wieder das Problem, dass sie den Sinn der Übung und die Absicht dahinter gar nicht erst kapieren. Es geht hier wahrscheinlich wirklich eher um dieses "spielerische Lernen", wie man es vor allem auch im F- und E-Bereich handhabt. Allerdings ist es halt nicht einfach, wenn wie gesagt das eigentliche goldene Lernalter schon überschritten wurde und bestimmte Verhaltensweisen auf dem Platz intuitiv noch nicht sitzen

    Ich würde für mich das gegenteilige Fazit ziehen. Nämlich eine hohe WDH Zahl der oben genannten Inhalte über Spielformen ohne Spielrichtung, bei denen ständig gefordert Passfenster zu öffnen (durch lösen aus Deckungsschatten etc) und dadurch Passverbindungen zu schaffen, sowohl für den Passempfänger als auch schon für den nächsten etc. Implizit schult man dabei

    -nebenbei- Spiel über den Dritten etc. etc.

    Die Sinnhaftigkeit zu erklären sollte kein Problem sein, und jedem in dem Alter vollkommen verständlich. Eine Verbesserung und somit ein Nutzen erkennen-Erkenntnis nutzen ist darüber eigentlich schnell zu vermitteln. Damit ist dann der Transfer ins Spiel auch nicht mehr schwierig.

    Das richtige Verhalten auf dem Spielfeld! Das trainieren Profis auch jeden Tag. Warum soll es einem Amateurtrainer anders ergehen.
    Es ist harte Arbeit für den Trainer erstmal angesagt und immer wieder mit zig Wiederholungen und Frustation verbunden.

    Überzahlspiele (Rondo) in verschiedenen Formen hilfen den jungen Kickern sehr. Wer will schon freiwiliig in die Mitte und auch noch vielleicht eine Doppelrunde. Jeder Spieler in deinem Team muss wissen was seine Aufgabe ist auf dem Spielfeld. Bedenke aber das alles hängt auch ein wenig vom Spielniveau deiner Kicker ab und erwarte erstmal wenig. Wenn Du wirklich die Jungs verbessern willst, muss du als Trainer sehr viel Muße und Schweißblut investieren.

    Bei Rondoformen wie oben gesagt, gehe ich ja konform. Das unsägliche -Schweinchen in der Mitte- vermittelt meiner Meinung nach wenig. Das es auch die Senioren machen und die Profis (zum lockeren Aufwärmen) heißt nicht das es in der Jugend sinnvolle Verhaltensweisen vermittelt.

    Zum einen ist es auf den Außenpositionen statisch. Zum anderen schafft es eine Belohnung für unkontrolliertes -ballberühren- , und somit ein, für mich, völlig falsches Belohnungssystem.

    Für mich sollten Rondoformen/Spielformen immer das 3 Aktionen Prinzip beeinhalten (bewegung/positionierung)vor ball, mit ball, nach ball.

    Trainingsbeispiele hat vangaalsnase ja angeführt.

    Rondo mit 4 Farben im 6 gg.2 ist für mich beispielsweise auch eine schöne Rondoform, in der man schrittweise über Regeln wie: zuerst frei, dann Anspielverbot gleiche Farbe, dann Rückspielverbot allgemein; die Situative Raumbesetzung und vieles mehr deutlich machen kann

    Am einfachsten und fairsten, ohne das Kinder in f,e,d, etwas groß merken, ist nicht nach einem 6-0 nach 5 minuten zu reagieren,

    sondern vllt. einfach von Anfang an (meist kennt man doch die gegner oder kann die einordnen) die Mannschaft so aufzustellen, auch in der Positionsrotation, das es erst gar nicht so deutlich wird. Das kann man m.e. als Trainer schaffen. So gibts auch für die eigene Mannschaft einen Lerneffekt. Kann dann trotzdem vllt. 8-1 oder ähnlich ausgehen, wobei ich das je nach Klasse und Alter gar nicht so extrem sehe. Ich habe auch Spiele in der E Jugend erlebt, bei denen es zur Pause 5-1 stand und das 6-7 ausging.

    Hier die Fortsetzung (und hoffentlich das Ende der Geschichte): Wir haben heute 3 Punkte am grünen Tisch bekommen, die uns natürlich auf dem Rasen lieber gewesen wären. Aber es hat sich herausgestellt, dass die Vermutung richtig war: Das Spiel sollte verlegt werden und Corona war da ein willkommener (aber nicht zulässiger) Grund. Es gab dann natürlich keine Nachweise und der Staffelleiter hat die Wertung vorgenommen. Wäre ja auch noch schöner, wenn man damit durchgekommen wäre.

    Schön das es geklappt hat.

    Nur sind Spielverlegungen ja an der Tagesordnung wenn bei einem Verein schon der Topspieler nicht da ist.

    Erfährt man dann von den Schulkollegen und Nachweis ist schwer zu erbringen, ob gleichzeitig noch 4 andere verletzt waren.

    Habe ich mich mittlerweile mit abgefunden. Spieler von Vereinen -dieser Sorte- wechseln dann aber auch gern und sind in Vereinen mit anderer Praxis willkommen. Sind dann eben nicht die Topsspieler aus diesen Vereinen, aber Spieler die man grad in älteren Jugenden gut als Verein gebrauchen kann.

    Malikinho ich glaube er hat Dich gar nicht angegangen. ist immer noch etwas offtopic, aber ich bin generell auch bei Sir Alex

    Übrigens die Finte, die am gewinnbringendsten eingesetzt wird im Spiel. Persönlich subjektive Meinung!

    Edit: auch die am simpelsten zu vermittelnde , wenn Kinder in Bambinizeiten mal Fangen spielen im Training. transfer zum Fußball mit Ball ist da gar nicht schwierig darzustellen und die Nutzenerkenntnis ist sofort da.

    Einer meiner Spieler ältere D Jugend, bekommt den Ball und geht mit Geschwindigkeit ins Tempodribbling oder gegnerfernes Dribbling. Er schafft es auch sich so viel Platz zu verschaffen, das er den Gegenspieler überwinden könnte. Nur in dem Moment kappt er ab und sucht einen Mitspieler...
    Jetzt meine Frage: Welche Spielsituationen kennt ihr, wo das Rausnehmen des Tempos bzw. das Abkappen vor dem Gegenspieler sinnvoll ist. Bzw. was könnte den Spieler veranlassen, nicht doch den Schritt hinter den Gegenspieler zu machen, um ggf. auf das Tor zu schiessen oder eine andere Anschlusssituation einzuleiten.


    Ich hoffe mein Anliegen ist verständlich.

    Danke vorab.

    Ferndiagnose ist da schwierig. eine Möglichkeit könnte sein, das die Vororientierung und damit das Verständnis für den Raum einfach fehlt. D.h. die Möglichkeit zum Dribbling wird erkannt, wenn der Gegenspieler näher kommt fehlt dann die Orientierung bzw. Erkenntnis ob es sinnig ist ins Dribbling zu gehen. Dann könnte es sein, das er abkappt und sich zeit schafft sich zu orientieren, indem er den mitspieler sucht.

    1 gg 1 übungen würden in dem Fall nicht viel weiterhelfen, weil die mögliche Passverbindungen(ob da oder eben nicht) nicht ablichten können.