Beiträge von Trainer E

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    Bisschen Offtopic. Aber früher bestach das Forum durch kontroverse, aber zumeist sachliche Diskussionen, aus denen man bestensfalls etwas für seinen Traineralltag mitnehmen können.

    Jetzt bin ich hier weniger aktiv. Und vermisse es auch nicht. Schade.

    Wenn ich mir Verläufe durchlese, besser überfliege, lerne ich z.B. das Kroatien aufgrund Mentalität, Genetik (?) und so weiter nunmal die Besten sind. Fachlich gibts dazu wenig.

    Achso, ich trainiere einen reinen Jungjahrgang in der B Jugend U17/U16 Bezirksliga. Das ist ja auch sehr wichtig geworden mittlerweile hier. Ob ich mich damit qualifiziere, mich fachlich zu äußern, weiß ich nicht. NLZ Hospitationen bei verschiedenen Bundesligisten habe ich auch machen dürfen. Da wurde auch nie gefragt, ob ich hoch gespielt habe. Da gehts nur um Fachwissen, oder nicht. Anders als hier mittlerweile.

    Unabhängig davon, das es ja auch um das gewinnen und verlieren bei den Spieltagen geht, und sogar in leistungshomogenerer Umgebung, habe ich das Gefühl bei dieser Diskussion, das es sehr viel Meinung bei sehr wenig Ahnung gibt. Um es drastisch auszudrücken, habe ich bei manchen Polemischen Äußerungen bei Facebook und Co, manchmal die Vermutung das der folgende Spruch heutzutage wirklich oft stimmt: Die Dummheit hat aufgehört sich zu schämen.

    Ich bin nun wirklich kein DFB Freund, und die Umsetzung ist wirklich verbesserungswürdig, aber die Richtung stimmt doch endlich. Das es immer noch nicht vordergründig um Lehrmethodik in der Trainingslehre geht, was gerade bei diesem Thema wichtig ist, ist wieder einmal m.e. ein grundsätzlicher Fehler. Wer Horst Wein gelesen hat, merkt das es ein ganzheitlicher Ansatz war. Auch wenn man diesen in Teilen kritisieren mag. Implizite Vermittlung etc.

    Auch was Hannes Wolf und Hermann Gerland da vorführen in den Spielformen Videos und nur auf SSG eingehen,

    mag der Tatsache geschuldet sein, das man die Adressaten nicht überfrachten möchte. Vernachlässigt jedoch trotzdem wesentliches.

    Nur wenn Herr Watzke jetzt polemisch mit solchen Aussagen kommt, sollte er mal selber auf seinen BVB schauen, der ja zum Beispiel schon vor Jahren die Funino Festivals in China etabliert hat, und davon auf seiner Website schwärmt.

    Fakt ist, das den Großteil der Trainer aufregt, das es keine Tabellen mehr gibt. Denn darüber definieren sich nun mal viele. Das es auch für alle sichtbar ist, ist natürlich auch wichtig. Dann kommt das ewige Beispiel das Kinder lernen müssen, mit Sieg und Niederlage umzugehen. Kein Problem, haben Sie ja oft genug bei den Funino Turnieren.

    Intrinsische Moti wird also gefördert.

    Die Kinder wollen gewinnen. Das ist auch gut so. Gibts beim Funino. UND Entwicklung.

    Die Erwachsenen wollen -erfolgreich- sein. Gibts beim -richtigen- Fußball. UND kaum Entwicklung.


    Edit:


    Tolle Argumente noch dazu: Deutschland hat keine Mittelstürmer. Keine Siegermentalität etc. etc.


    Bei den letzten Turnieren, WM und EM waren die heutigen 7,8 jährigen auch wirklich nicht sonderlich erfolgreich, das ist schon richtig. Da konnten Sie wenig Mentalität zeigen. Das haben dann die gezeigt, die -RICHTIGEN- Fußball gelernt haben.

    Es ist nicht nur ein Vertrauensvorsprung.

    Der Ex Profi weiß genau was es braucht um sein Hobby zum Beruf zu machen.

    Denk mal an all die Skills wie Mentalität, Ernährung bzw Einstellung zum Leben. Faktoren wie Vereinswechsel, Berater und so vieles mehr. Davon hat der Laptop Trainer null Ahnung. Und die sind MINDESTENS so wichtig wie Taktik etc. Der Profi bleibt Vorbild für die Jungs (sage ich aus eigener Erfahrung).

    Wenn ein Trainer schnell vermittelt, wie seine Spielidee ist, wie er das umsetzen möchte, welche Handlungsweisen etc. dafür erforderlich sind, daraus resultierend welches Training erforderlich ist, und die Spieler merken, das es funktioniert, ist es völlig unerheblich ob der Trainer ein Profi war, oder mal Oberliga gespielt hat und nun Jugend Bezirksliga trainiert. Optimalerweise hast Du 2,3 in der Mannschaft, die Fußball verstehen und wie Trainer denken, und dann Meinungsverstärker sind. -Weiche- Faktoren wie Mentalität werden nicht verordnet, sondern entstehen optimalerweise aus der Mannschaft heraus, aus gemeinsam formulierten Anliegen, bzw. Zielen.

    Dazu muß man kein Profi gewesen sein, sondern fachlich top und fähig Spieler zu führen.

    Das Profil Trainer hat wenig mit dem Anforderungsprofil Spieler zu tun.

    Um es mal überspitzt mit A. Sacchi zu sagen:


    "Ich habe nicht gewusst, dass man erst ein Pferd gewesen sein muss, um Jockey zu werden."

    Ich habe solche Prinzipien gebetsmühlenartig vor jedem Spiel gebracht und auch trainiert (z.B. "Spiel über außen" oder "die dritte Ecke darf ruhig mal kurz sein":rolleyes:). Im Spiel ist das dann meist wie weggeblasen. Da kommt dann doch noch der Pass vor das eigene Tor oder es wird immer nur durch die Mitte gespielt.

    Ich denke man sollte (Spiel)Prinzipien nicht mit Vorgaben verwechseln. Prinzipien sind Handlungsoptionen, die unabhängig vom Gegner, Spielstand etc. angewandt werden sollten. Die Sinnhaftigkeit sollte über das Training, möglichst implizit vermittelt werden, damit sich ein Mindset bildet. D.h. das das Training so aufgebaut ist, das diese Prinzipien klaren Nutzen bringen, der erkannt wird, und dann von den Spielern genutzt wird.

    Ein Beispiel: tiefe Bälle blocken (Def.) , bzw. bei ungeordnetem Gegner (Umschaltmoment) tiefe suchen.

    Hier bietet sich ein quadratisches Feld an in dem in der Mitte ein 4gg4 gespielt wird, mit je zusätzlich 2 Spieler pro Team auf den Stirnseiten. Punkte werden über das Zuspiel von Stirnseite zu Stirnseite erzielt. Mit Prov. Regeln kann man das noch zusätzlich verschärfen.

    Das geht über das Setting klar in Richtung dieser Prinzipien. Wird das z.b. gut gemacht, kann man das auch mal anhalten und an einem positiven Beispiel verdeutlichen.

    Ein Prinzip dessen Nutzen nicht erkannt wird, ist schwierig zu vermitteln, oder einzufordern.

    Nächstes Jahr spielen wir wieder in der Kreisliga in der A-Jugend, aber dann wird es mit der Kreismeisterschaft wohl eher nichts und wir melden in einer schwächeren Staffel.

    WEnn es ohne die in der mit der Meisterschaft nichts wird, kannst Du doch trotzdem 3ter oder 4ter eventuell werden. Warum dann in einer schwächeren Staffel melden?

    Der andere Verein spielt in der Bezirksliga, sie wechseln also quasi aus der Kreisliga in die Bezirksliga.

    Dann ist das, unabhängig von der Art und Weise, die man sicher kritisch sehen kann, ja absolut verständlich.

    Noch dazu wenn es sich um die besten Spieler handelt. Wenn nicht jetzt nochmal höher spielen, wann dann?

    Das man durch diese Spieler eine Kreismeisterschaft gewinnen kann, ist sicher so, zeigt aber auch das Niveau der Kreisliga. Dem einzelnen der Top Spieler, die das dann gewährleisten, bringt es sicher mehr sich mit Spielern und Gegnern zu messen, in denen mehr gefordert ist, als individuelle Fähigkeiten, z.b. im Torabschluß oder 1gg1, oder was auch immer

    Nächstes Jahr spielen wir wieder in der Kreisliga in der A-Jugend, aber dann wird es mit der Kreismeisterschaft wohl eher nichts und wir melden in einer schwächeren Staffel.

    Ist denn der Verein in die die Jungs wechseln wollen ein Bezirksliga Verein, oder spielen die dann da auch Kreisliga?

    Dennoch wünsche ich mir bei einigen Trainingsübungen mehr Motivation. Bei Spielformen sind die immer wie im Krieg und geben 200%.

    Eigentlich ist es doch relativ einfach. Trainiere einfach nur in Spielformen. Dann in solchen, die deine -Probleme- in den Fokus stellen.

    Um mal beim Pressing oder Gegenpressing zu bleiben, zb. in Felderwechselrondos die Fokus auf Pressing und Gegenpressing und gemeinsames Agieren automatisch beeinhalten. Die Spielformen mit Spielrichtung(toren) sind dann eher dazu da, ein grundsätzliches Verhalten(mindset) zu transferieren (Nutzen erkannt-Erkenntnis genutzt).


    reines Konditionstraining ja nein? Ich habe das Gefühl, dass wir die meisten Gegentore in den letzten 15 Minuten bekommen

    Das hätte sich damit auch erledigt. In Spielformen wird fußballspezifische Ausdauer mehr als ausreichend trainiert.

    Auch bei unserer Stürmerin muss ich mir etwas überlegen. Sie vergibt zu viele Chancen und sieht potenzielle Assists nicht. Ich glaub ich werde sie mal ins Mittelfeld oder auf die RV Position stellen damit sie sich mehr an der Chancenkreierung beteiligt und nicht nur die Vollendung übt.

    Wer Chancen vergibt, hat diese.

    Vielleicht einfach mal gelassener werden und Spielern Selbstvertrauen geben.

    Ist zwar nur ein Zahlenspiel, aber letztes Jahr im 4-3-3 die 3 offensiven (einer spielte letztes Jahr allerdings noch 8er)

    9 tore, 5 Tore, 1 Tor. Viel zuviele Chancen vergeben.

    Dieses Jahr 20 Tore, 24 Tore, 16 Tore. (noch 4 Spiele ausstehend)

    Und da reden wir von einer B Jugend und keiner U11.

    Für die Entwicklung von Spielern ist der Trainer verantwortlich. Für die Entwicklung von -Spielintelligenz- ebenfalls.

    Ich finde das vollkommen normal, das ab der B eventuell schon ältere C Spieler -Ambitionen- haben höher zu kicken,

    und sei es nur aus der Kreisliga a in die Bezirksliga oder Landesliga in der Jugend, wenn Sie das Zeug haben( und das ist in der B zumindest m.e. zu -erahnen-) später Landesliga oder Verbandsliga, evtl. Oberliga zu kicken.

    Neben dem Training ist es in der Kreisliga auch eintönig für einige Spieler, wenn nur 3,4 Mannschaften daran interessiert sind, Fußball zu spielen.

    Da meist nur über die -extreme- NLZ und Profiambition gesprochen wird, ich kenne einige die gern Landesliga, bzw. Verbandsliga spielen wollen, darüber machen die sich mit 15,16 durchaus dann Gedanken. Fakt ist dann, das es aus der Kreisliga Jugend sehr schwer wird, en Übergang zu den Senioren zu schaffen.

    Ich finde das viel realistischer und sinnvoller, als den 9 jährigen, dessen Vater meint, er erkenne Profitalent, und der deshalb meint -höher- spielen zu müssen.

    Bei uns sind auch 3 Spieler angesprochen worden von 3 Vereinen (von einem sogar offiziell mit schriftlicher Anfrage).

    Bei denen sehe ich das genauso, das es evtl. sinniger ist eine oder sogar 2 klassen höher zu trainieren.

    Grundsätzlich sehe ich es auch so, das akustische Signale nur helfend sein sollten. (z.b. dreh auf, wenn kein gegnerdruck).

    Zuviele Informationen beschränken den ballbesitzenden Spieler nur in seiner Entscheidungsfindung. Grundsätzliche Prinzipien helfen davon ab, jedem Spieler seine Entscheidungsfindung zu vereinfachen, sowohl dem ballbesitzspieler als

    auch dem potentiellen Passempfänger. (z.b. Tiefe Suchen im Umschaltmoment) dann erfolgt optimalerweise direkt der Blick tief und der Lauf in diesen Raum ebenfalls.

    Mit dem Jongliertest wird meines Wissens nicht das Jonglieren geprüft, sondern das koordinative Grundniveau.

    Der Jongliertest ist, unabhängig von der Sinnhaftigkeit bezüglich der Bewertung, auch sehr lustig.

    Es soll abwechselnd links rechts jongliert werden und dabei die 8 gelaufen werden..

    Ich habe mal beobachtet, wie es einem Spieler zu langweilig wurde und der dann links rechts per Knie eingestreut hat, der Test wurde sofort unterbrochen, da die Vorgabe ja per Fuß war. Fand ich sehr amüsant. Der DFB möchte kreative Spieler.

    Die Spomo tests laufen für die DFB Datenbankspieler halbjährlich. Es ist vorgesehen, das der Trainer die Ergebnisse bespricht. Deshalb gibt es extra eine Kommentarspalte auf den Ausdrucken. Das wird kaum gemacht, da die STP Trainer zum Teil selber einsehen wie unsinnig die Tests sind. Zum Teil finden auch Tests Ende November und Anfang Februar statt, sodaß hier die Entwicklung der Winterpause gemessen wird. ^^

    Unabhängig davon gibt es nur einen objektiven Wert bei den Lichtschrankentests(Antritt, 20 meter).

    Tests wie -Ballkontrolle- sind regelmäßig überhaupt nicht aussagekräftig, weil z.b. ein Spieler den Ball nicht stoppt beim 6ten Kontakt oder sonstiges. Auch ist die Übungsanordnung schon kurios, da man, nach Aufdrehen, sofort weiter passen muß.

    Tests wie das Dribbling werden von Spielern, die automatisch gegnerfern dribbeln, auch -schlechter- absolviert.

    Selbst die Lichtschrankentests berücksichtigen ja nicht die Wahrnehmung, sodass ein Handlungs- und aktionsschneller Spieler auf dem Spielfeld, in einer komplexen Situation, -schneller- ist. Beim Hundertmeterlauf sähe das dann anders aus.


    Mir erschließt sich nicht, wie man das Training nach Testergebnissen anpasst.

    PapaGKratos Ich wünsche Dir, oder vielmehr Deinem sohn nlz trainer die eine andere Einstellung haben als Du es anscheinend hast.( falls dein sohn denn auch die chance im nlz bekommt) Ich kenne zwar nur einige nlz trainer persönlich, aber die würden sich eine solche eltern Einstellung niemals wünschen..

    Vergleichen macht unglücklich heisst es ja.

    Das ist wohl richtig.

    Vergleichen kann auch glücklich machen.

    Dann ist es leider meist ein abwertendes Vergleichen.

    Ansonsten macht Vergleichen vllt. Dankbar. Diese Menschen schweigen aber eher still....

    Die Jugendspiele empfinde ich ohnehin als sehr kurz. Wenn man einen Spieler dann mal paar Minuten reinwirft, was bringt das?

    Ggf bekommt man da paar Ballkontakte.

    Ich bin ein Verfechter des Leistungsprinzips. Die besten sollen überproportional viel spielen sofern sie denn auch gut trainieren.

    Dieses "wir versuchen alle glücklich zu machen " passt nicht in mein Verständnis von leistungsorientiertem Fussball.

    Wir sollten, und das ist mein Verständnis von fussball, wenigstens die glücklich machen, deren Potential einschätzung noch schwer möglich ist.

    Um genau diesen gerecht zu werden.

    Potentiale auszuschöpfen hat nämlich auch etwas mit leistungsorientierung zu tun. Nämlich jedem in einer lernumgebung, in der er sich wohlfühlt zu ermöglichen, sein maximales Potential auch abrufen zu können. Mit aufgaben an denen er wachsen kann, mit vorbildern an denen er sich orientieren kann.

    Dieses- Leistung bringen -denken, sonst bist du ein loser, oder es fehlt denen halt mentalität, ist mir total zuwider. Jeder gute trainer ist sich m.e. bewusst, das er kinder entwickelt, und genau deshalb trainer ist.

    Ich meine das nicht in Bezug auf den Aufwand, sondern in Bezug auf die monetäre Motivation.
    In jeder Sportart muss man viel Aufwand betreiben, wenn man ihn auf höchtmöglichem Niveau betreiben will.
    Ein talentiertes Schwimm- oder Fechtkind hat aber nicht im Kopf, damit einmal reich zu werden. Vielleicht träumen diese Kinder und deren Eltern von einer Olympiateilnahme - aber nicht von Millionenverdiensten.
    Eltern von talentierten Fußballern fragen aber, wann das Kind wechseln muss, um eine Profichance zu haben...
    Im Tennis mag man tatsächlich ab und zu ähnliche Motivationen finden.

    Das Fechter- oder Schwimmer Kind hat auch selten die Motivation, oder den Traum hauptberuflich Fechter zu werden.

    Und auch die Eltern träumen selten davon, das Ihr Kind damit seinen Lebensunterhalt verdient. Hauptsächlich wird der Aufwand aus der Liebe zur Sportart gerne betrieben und die Intrinisische Motivation sorgt evtl. dafür diesen Sport auf höchstem Niveau auszuüben.

    Davon ab, ist es mit 12 oder 13 auch relativ unsinnig schon einen Berufswunsch zu äußern oder dem Kind vorzugeben.

    Beim Fußball ist das etwas anders gelagert, aus den bekannten Gründen. Hier müssen Kinder sich auch mit den (unerfüllten) Wünschen von Eltern auseinandersetzen, und Ihren Beruf -quasi- schon wählen. Alleine das Kindern mit 12,13 schon -fehlende- Mentalität(welche denn?) unterstellt wird (eine Denk- und Verhaltensweise), ist für mich total befremdlich.

    Auch geht es hier oft ums -schaffen- oder -scheitern-, und beides wird mit Eigenschaften zusammengebracht, die objektiv schwer messbar sind.

    Wenn ein Kind im Dorfverein glücklich ist, und jeden Wechsel, trotz vllt. großer Begabung, ablehnt um dann in der Landesliga mit den Kumpels zu kicken, dann hat es meiner Meinung auch die richtige -Mentalität-.

    Wenn die Eltern solcher Kinder dann, ob der Angebote, zu einem Leistungsklub drängen, oder ins NLZ, dann haben diese, für mich, eben nicht die richtige -Mentalität-.

    Und ich glaube hiervon gibt es auch zu viele Beispiele.

    Vorne agiert man oft mit dem Rücken zum Tor, kann aber in viele Aktionen mutiger und Risikofreudiger gehen, weil es eine Absicherung für Ballverluste gibt

    Das ist so und würde ich auch nicht bestreiten, das innerhalb des -Grundgerüsts- die Positionsrotation ok ist.

    Unabhängig davon, welches -System- man spielt, ist es jedoch im 6gg6 mit 2 etwas besseren Spielern möglich,

    einfach zu gewinnen, mit nur einem sehr guten (oder vielfach körperlich überlegenem) reicht es oft auch schon.

    Oder mit einem TW der einfach mitspielt.

    Deshalb ist es in dem Alter, ergebnistechnisch, m.e. ohnehin keine Systemfrage.

    Eine Diskussion über ein -System- in der E Jugend halte ich für relativ überflüssig, bzw. viel zu hoch aufgehängt. Es ist eh nur ein Grundgerüst.

    Eine Formation in der B Jugend beispielsweise, ist für mich auch nur ein Grundgerüst zur grundsätzlichen Raumbesetzung, das sehr fluide funktioniert, je nach Spielidee und Spielphilosophie. Bspw. kann ein 4-3-3 ein relativ defensives System sein, je nachdem wie ich gegen den Ball agiere und ob daraus nun ein 4-5-1 wird etc. Im Spiel selbst kann ich die Idee haben wie ein AV off. agiert, wer dann absichert etc. etc. Kurz gesagt, es geht um Raumbesetzung, die von den Spielphasen abhängt.

    Idealerweise habe ich ausgebildete Spieler die nicht in starren Systemen Abläufe trainiert haben, sondern Spieler mit einem grundsätzlichen Verständnis für Raum, Zeit, Gegner, Mitspieler etc. Kurz gesagt, die schnell wahrnehmen und verstehen können um dann zu entscheiden und auszuführen. Positionsrotation ist ok, wenn allerdings nur Abläufe auf Positionen gefragt sind, ensteht niemals ein grundsätzliches Mindset. Da ist mir der -offensive- der sich fallenläßt, weil der defensive geht, lieber, weil ich für den dann auch nicht das defensive Denken übernehmen muß.

    Womit wir beim Funino, in dieser Altersklasse, wären und der Rückkopplung zum Training.

    Funino wird m.e. oft falsch verstanden. Vor allem im Training. Vielfach wird der Ball in die Mitte geworfen und gespielt. Optimalerweise vllt. noch ohne große Instruktionen und mit Fragetechnik zur impliziten Vermittlung. Das ist schon mal grundsätzlich besser als Schlangestehen und Staffelpassen.

    Funino hat m.e. aber immer, für mich, eine weitere Intention gehabt. (Unsere B Jugendspieler haben mit Funino, allerdings auch anderen Spielformen ohne Spielrichtung, schon vor Jahren, in der F angefangen)

    Dazu gehört auch ein grundsätzliches Spielverständnis zu schaffen. Wenn wir mal beim Funino Feld bleiben nur 2 Beispiele.(sehr simplifiziert)

    Passen nur nach hinten: Ziel: Raum für Dribbling erkennen und nutzen. Sub: Absicherung und Freilaufen im Rücken(für späteren Jugenden würde man das nennen: Gegenpressingstruktur schon im Ballbesitz, auch wenn das natürlich hier zu hoch aufgehängt ist)

    2. Mannschaft gewinnt wenn jeder ein Tor erzielt hat: Ziel: Jeder spielt automatisch auch mal eine defensive Absicherung.

    Sub: ähnlich oben.

    Außerdem wird der Assist aufgewertet etc.

    Mit einem Funino Feld ist mehr anzufangen als das reine Spiel auf 4 Tore. (Ballhalten gegen Torerzielung etc. etc.)


    Also ob ich nun ein 3-3 spiele oder Tannenbaum, oder sonstwas, ist m.e. unwichtiger als ein grundsätzliches Spielverständnis ALLER Spieler.

    b.t.w. Mittlerweile geht mir auch der Satz oder das Prinzip: Alle greifen an, alle verteidigen, irgendwie auf die Nerven.

    Dann braucht man sich über Rudelbildung nicht zu wundern. Ohne Bezug zu Ballnähe, Tornähe, Raum ist das nämlich totaler Schwachsinn.

    Alle anderen Mannschaften hatten feste Torhüter (bei uns wurde durchgewechselt), alle anderen konnten sicher einen Anstoß machen (wir nicht, war bei Funino ja nicht gefordert und daher auch nicht trainiert), alle anderen hatten feste Positionen auf dem Feld (wir nicht, spielt im Funino ja nicht die größte Rolle).

    Hättet Ihr draußen gespielt, hätten die anderen Mannschaften sicher auch bessere Einwürfe gemacht. Außerdem hätten die anderen wahrscheinlich auch bessere Standards getreten oder sogar mal ein Kopfballtor erzielt.

    Wie die von Dir zitierten Sachen alles keine F Jugend Sachen, und generell reine Ablaufgeschichten, die gut, im Sinne von ERgebnis, funktionieren können, aber eben den Spielern auf Dauer nichts bringen.