Beiträge von Trainer E

    Zur Argumentation Funino ist eine Selektionsmaschine, die es den bösen NLZ erleichtert die wirklichen Toptalente zu finden und herauszufiltern.

    Ja wenn das so wäre, ist es doch ein Gewinn für uns alle. Erstmal wären die Verweildauern in den NLZ länger(Talentprognose einfacher).

    Zweitens wären diese Talente dann ja ohnehin förderungswürdig, was für einen Dorfverein nicht zu leisten ist, und bevor Sie vom leistungsorientierten Verein der Region abgeworden werden, wo Sie auf Ihrer Position versauern, lasse ich Ihnen doch lieber Ihre Topförderung. Also eigentlich sind die Contra Argumente Funino für uns -normalen- Trainer doch Pro Argumente.

    Also wenn wir von dem Beispiel ausgehen, dass Funino vor allem als Scoutingtool genutzt werden würde. Wonach würdet ihr schauen? Am besten auch mit ungefähren Alter dazu.


    Danke!

    Die -Spielintelligenz- wird ja vor allem durch Funino geschult. Bedeutet unter anderem ja die Faktoren Wahrnehmung, Verstehen, (richtiges) Entscheiden, schlußendlich Ausführung.

    Man sieht das bei vielen Schnellen, richtigen Entscheidungen, in Punkto, wann gehe ich ins Dribbling, wann spiele ich ab, wann schließe ich ab, in welche Räume starte ich (Freilaufverhalten vor Ballaktion)/Anlaufverhalten defensiv).

    Das hat alles viel mit Vororientierung zu tun. Das gehört nicht hier zum Thema, ist aber interessant. Was ist eigentlich Vororientierung.

    Wie schule ich das -nach-(z.b. ab D )? Dazu muß ich die Faktoren berücksichtigen und die ins Training bringen. Wesentlicher Faktor ist z.b. das Umblickverhalten. Ein ganz einfacher Punkt, der auch in -späteren- Jugenden relativ einfach (dauert nur länger) zu trainieren ist.

    war off Topic, sorry

    Du solltest auch sehen, dass längst nicht jedem der Weg in ein NLZ offen steht weil es schlicht familiär nicht zu schaffen wäre, die Wege zu weit, der Aufwand zu groß... Stützpunkte sind ja auch gerade deshalb flächendeckend entstanden. Wir hier in NRW haben ja an jedem zweiten Laternenpfahl ein Stadion aber in Sachsen-Anhalt? oder in Baden-Würtemberg? Da will ich sehen, ob jedes talentierte Schwarzwälder nach Freiburg gekarrt wird. Wohl kaum.

    in NRW gibt es neben dem Ruhrgebiet aber auch viele Regionen mit 80km+ zum nächsten nlz;)

    Aber man muss bedenken, dass das Kind auch gegen andere ältere Kinder von anderen Vereinen spielen muss und da fällt es eher nicht auf und wird eher gebremst. Und man muss hier ganz klar an das Kind denken und nicht an das Ergebnis. (Damit meine ich nicht den TE, sondern die Fälle aus meiner Umgebung bei einigen Vereinen die die Kinder bei älteren spielen lassen, nur weil der eigene Jahrgang nicht so gut ist. Traurig, dass die Eltern das mitmachen und sich damit nun brüsten, dass ihr Kind bei den älteren spielt).


    Ich würde das Kind eher unten lassen damit es sich dort in Ruhe entwickeln und verbessern kann, und als Alternative kann man es ja ab und zu bei den älteren mittrainieren oder mitspielen lassen.

    Generell gebe ich Dir recht. Allerdings ist es so, das sich begabte Kinder mit hoher Eigenmotivation, die bewußt hochgezogen wurden, auch gegen Kinder anderer Vereine

    durchsetzen können und auch in diesem Vergleich auffallen!!!!

    Jetzige D1 -2008er und spielbestimmend auch bei 2006ern Gegnern.

    Sicher ein bestimmender Spieler auch in der Kreisauswahl und da auch im Vergleich gg. andere STP.

    Natürlich gibt es auch Ausnahmen, wo das eine Kind in jedweder Hinsicht den gleichaltrigen überlegen ist, aber so ein Kind wäre schon lange von einem NLZ-Team geholt worden.

    Nein. Sicher nicht. In einer Kreisliga zu den Besten zu gehören und Kandidat für ein NLZ ist noch ein himmelweiter Unterschied.

    Ein Spieler der handlungsschnell, technisch stark und über eine ausgeprägte Vororientierung verfügt, ist bei mittelmäßiger Grundschnelligkeit kein NLZ Kandidat. Der ist aber fast allen gleichaltrigen im Kreis weit überlegen, weil er durch obige Faktoren trotzdem schnell wirkt (und das situativ auch wirklich ist)

    Diese Spieler sind bei gleichaltrigen absolut unterfordert. das es davon nicht zig gibt, ist klar.

    Hi,

    relativ schwierig. schlag ihm einfach deine mithilfe vor, ohne fachliche Kritik zu üben.

    also weniger nach dem Motto: die Kids haben lange Wartezeiten, weil du die Übung falsch machst, oder der Inhalt ist auch in spielformen vermittelbar

    sondern mehr nach dem Motto: ich habe auch die Probleme mit den standzeiten gehabt, zu zweit ist es vllt einfacher zu händeln.

    sagt er dann ja, dann könnt ihr euch ja gemeinsame ziele fürs Training überlegen und du bringst deine Tipps und Tricks ein, damit es -runder- läuft. wird er dann als hilfe anstatt -kritik- verstehen, ist also m.e. eher der konstruktive ansatz

    In dem Monolog sagte ich auch, dass mir meine Zeit zu schade ist, wenn die Kinder machen was sie wollen. Dann lies ich sie noch 1-2 min. für sich alleine

    Das habe ich auch mal gemacht, Fjugend damals.. 1-7 bei einem Turnier verloren, unnötig hoch. Ich sah auch ein -Einstellungsproblem -

    Da habe ich einen Monolog gehalten und gesagt, dafür sei mir die -zeit zu schade-.

    Als ich dann zu den Eltern ging, sagte jemand: genau richtig, die müssen auch mal ne- harte Ansage- kriegen.... :huh:

    Als ich das hörte habe ich die Kids zusammengeholt und mich bei Ihnen entschuldigt....

    Eine Grundordnung mit 4er-Kette (z.B.. 2-4-2, 4-3-1) ist auch in diesem Alter mMn obligatorisch.


    Hängt ganz vom Stand der Spieler ab und was ich provozieren will. ein 3-2-3 provoziert eher viele 1gg1 zum Beispiel.

    Zur Gruppentaktik etc.

    Das hängt immer ganz von der Mannschaft ab. Ich kann nicht bei flacher Eröffnung des Gegners hohes Anlaufen fordern, wenn

    keiner situativ erkennt (oder zu spät), das ich dann die Passwege zustelle.

    Ich würde beim ersten Training kurz deine Beweggründe ansprechen warum du da bist und was sich der Verein davon erwartet.

    Was du dir von der Mannschaft erwartest, Spielregeln festlegen wie

    -->respektvoller Umgang, offene Kommunikation, Pünktlichkeit, Ab - und Zusagen zu Trainings und Spieltagen, dein Zugang zu Fußball, Spielidee, alle fangen bei Null an, usw.

    Und dazu würde ich immer ein Anliegen (nicht unbedingt ein -Ziel-) formulieren. Und zwar mit der Mannschaft. Z.b. Wofür soll unser Fußball in der Rückrunde(planbarer Zeitraum) stehen? z.b. hohes Pressing, dadurch schnelles Umschaltspiel, was auch immer. Das ist auch auf jedes Niveau -runterbrechbar- in niedrigen Klassen ist schnelles spiel eben langsamer als schnelles Spiel in hohen, aber im Vergleich zum Niveau immer noch -schnell-. Darauf baust Du Dann dein Training auf (wir brauchen dafür xy, deshalb trainieren wir zy viel in kleinen Spielformen, Spielausschnittstraining, was auch immer). Bei ersten sichtbaren ERfolgen (in Form von Spielerischer Entwicklung) wird Akzeptanz dann immer mehr steigen.

    Für mich ist wichtig, egal welcher Altersklasse (ab D), welche LEistungsklasse, das man erkennt, wofür steht diese Mannschaft (fußballerisch).

    Das ist auch für Spieler wichtig. Identifikation steigt, Akzeptanz steigt, Motivation steigt.

    ich glaube das -volllabern- meinte let1612 weil Du von einer halben Stunde schriebst.

    Ich bespreche JEDES Spiel beim nächsten Training. Ca . 2-3 Minuten. Und zwar so: Zum Spiel letzten Samstag, was ist euch aufgefallen?

    Dann erzählen die und ich versuche auf die Probleme hinzulenken. So kommen die m.e. langsam zum reflektieren Ihrer Leistung. Vor allem was positiv umgesetzt wurde vom Training. schafft doch Akzeptanz der Inhalte und Kids merken das das Training viel bringt und sie besser werden!

    Kids kennen das und erzählen gern auch von den Problemen, da Sie wissen das es eh keinen -drauf- gibt. Da gibt's genauso Selbstkritik,

    also wenn ich Zuviel wollte was gar nicht so schnell umzusetzen war. (spieler x kommt für y und z tauscht Position mit w auf dessen Position dann x geht und z auf y Position:/:/:/;):/).

    Einspruch, euer Ehren! Ich glaube, dass die Bewahrer von althergebrachtem immer die größten Feinde von Innovationen sind. Vieles "Neumodische" wurde zunächst abgelehnt oder sogar bekämpft.

    ich weiß. Ich denke Du hast die Intention dieses Satzes aber verstanden;-)

    Julian Nagelsmann und Sandro Schwarz als Experten für Kleinfeldfußball und Sachwalter des Breitensports.

    Hm:/ Warum nicht? Sind doch auch Experten. Die haben sicherlich Ahnung von Trainingsmethodik und Ausbildung.

    in als Missionar bezeichneter Professor, der das bisherige System pauschal als Talent-Vernichtung bezeichnet und damit in voller Absicht der überwiegenden Mehrzahl aller bisher ehrenamtlich tätigen KIFU Trainer einen Schlag ins Gesicht versetzt. Der akademische Stellenwert einer derartigen Aussage geht aus meiner Sicht gegen Null.

    Braucht doch keiner beleidigt sein, oder sich angesprochen zu fühlen, wenn man ein -System- kritisiert.

    Außerdem, wenn jemand mit neuen Ideen kommt, liegt es in der Natur der Sache, das er davon überzeugt ist, und ein gewisses Sendungsbewußtsein hat.

    Der kann ja schlecht sagen, gut, bisher war alles top, aber ich wills mal anders machen, hier guckt euch das vllt. mal an, bitte, eventuell, wenn jemand zeit hat....

    Deshalb braucht doch keiner den beleidigten spielen.

    Als das Telefon erfunden wurde, waren die Rauchzeichenjungs ja auch nicht sauer, weil Ihre Methode der Nachrichtenübermittlung überholt war.


    bin ebenfalls etwas gefrustet. In der Hinrunde habe ich den Kids gesagt, das wir auf Rückrunde hinarbeiten und da richtig schönen Fußball spielen werden, wenn alle mitziehen. Das haben die Jungs größtenteils mit viel Freude gemacht. Manche Defizite kann ich in einem halben Jahr nicht ganz aufarbeiten. Staffel mit 6,7 guten 7 eher schwachen Mannschaften, davon 5 richtig -guten-. Hinrunde 3 mal (verdient)verloren 1 Unentschieden gg. die -schweren- Gegner. Rückrunde 1 Niederlage 0-2 (zurecht und zu niedrig, die spielen richtig schönen Fußball)

    und 2 Unentschieden mit viel Pech für uns. Samstag der letzte -schwere- Gegner. Leider viele Ausfälle zu guter Letzt auch der -letzte- Tw.

    Feldspieler rein. 3 SChüsse aufs Tor, alle drin, alle zum Teil locker haltbar, keiner macht dem TW einen Vorwurf, erstmal positiv. Wir schaffen das 3-3 (0-2 und 1-3 zwischendurch) und sind in der letzten Viertelstunde hochüberlegen. Neben einem klasse TW, treffen wir noch 2 mal den Pfosten und einmal die Latte. 2 mal davon trauen sich die Jungs mit super Direktabnahmen.

    Gefrustet bin ich, weil die Jungs sich nicht belohnt haben, und das zum 3ten mal bei einem Unentschieden in der Rückrunde.

    Da kann ich Sie noch so sehr für ein super Spiel loben. Da taten Sie mir einfach leid....

    feu92 ja. dein Beitrag widerspricht meinem Post nicht!

    natürlich haben diese Spieler den inneren Drang besser zu werden.

    Ich merke nur an, das viele Eltern Ihre Kinder unterfordert glauben, Ihre Unzufriedenheit projezieren, und die Kids diese Unzufriedenheit mit IHREN MITSPIELERN(ich werde ja nicht gefordert) als Ehrgeiz interpretieren.

    Dabei ist intrinsische Motivation ein besserer Ratgeber, an eigenen Defiziten zu arbeiten, als andere für ein Stocken in der Entwicklung verantwortlich zu machen.

    Ja alles, weitgehend, richtig im Kifu…

    So mache ich das. aus anderen Gründen zum Teil, aber ja, die komplette Ausbildung ist wichtig.

    Man kennt ja nicht das Niveau und kann es relativ schlecht bewerten aus der -Ferne-.

    Hier trainieren, da spielen- ab und zu zum aushelfen ok. auf dauer nicht förderlich m.e.

    Was ich hier vermehrt lese und mir immer wieder auffällt: Es wird viel von Ehrgeiz gesprochen und in dem Zusammenhang mit

    -Unterforderung-. Also sollte der Ehrgeiz gefördert werden.

    Ich kann damit so recht nichts anfangen, nehmt es mir nicht übel.

    Mir ist intrinsische Motivation lieber, die beobachte ich bei Kids, die aus sich heraus besser werden wollen. Bei diesen Kids,

    ich trainiere selber ein paar, glücklicherweise, wird das Verlangen, besser zu werden, nicht auf andere projeziert.

    Das Glück und die Spielfreude derer hängt nicht davon ab, das es eventuell zu schlechte Mitspieler gibt, und Sie dadurch nicht -weiter (wohin?) kommen. Ich halte das in der Altersklasse von der wir sprechen schon für bedenklich von Unterforderung zu sprechen.

    Ich habe 2008er Kids, die auch mit relativ -spielschwachen- zusammenspielen, die aber niemals auf die Idee kommen würden,

    mit den besten zusammenspielen zu -müssen- weil Sie sich unterfordert fühlen.

    Die, mir bekannten, Kids die als -ehrgeizig- bezeichnet werden, sind Kinder deren Eltern Ihre Erwartungshaltung auf Ihr Kind projezieren.

    Trotzdem erreicht man mit Stärkenförderung mehr als mit dem "ständigen Herumhacken" auf Schwächen.


    Messi ist kein Kopfballungeheuer - hättest du ihn als Kind in die IV gestellt?

    Oder lieber sein Dribbling gefördert?

    ich habe keine messi in meiner Mannschaft.

    Nur ein paar einigermaßen -begabte- jungs, die im Moment keine guten Stürmer und keine guten Verteidiger werden sollen, sondern gute Fußballer. Spezialisierung erfolgt viel später. Messi ist übrigens ein gutes Beispiel. der ist in kleinen Spielformen ganzheitlich ausgebildet worden. der hat zig Zweikämpfe auch defensiv geführt, die ihm in der offensive geholfen haben. Das hat ihn keinen Deut schlechter im Dribbling gemacht.

    ich habe eh dazu geschrieben, dass man auch an den Schwächen arbeiten soll

    nur konzentriere ich mich eher auf die Stärken eines Spielers...

    Und das halte ich im Kifu für grundsätzlich falsch.

    WEnn einer bei mir Probleme mit den Zweikämpfen hat und meint er wäre ein -offensiver- dann lernt er in der Abwehr wie wichtig es ist

    Zweikämpfe zu gewinnen. Und das kann sogar Spaß machen, wenn man es richtig vermittelt und nicht als Strafe -verkauft- sondern als Zugewinn...

    Und das auch wenn das mein -bester- Stürmer ist ....

    Goodie

    Ich kann nicht für alle hier anwesenden Männer sprechen, jedoch verzichte ich darauf in der Öffentlichkeit zu singen um meine Mitmenschen zu schützen.

    Wurde mir auch so von meiner Frau empfohlen. ^^

    Komisch von meiner auch... Außerdem singt meine Frau im Chor, Montags.

    1. Habe ich damit pro Familie meinen Teil beigetragen

    2. Muß ja irgendeiner unseren Sohn vom Stützpunkt abholen und das fällt -leider- ja immer auf Montags

    Eine passfreudige Dribbelmaschine mit eiskaltem Torabschluss finden wir eher nur bei Mannschaften alá Barcelona..

    … das ist aber kein Grund im Jugendfußball das nicht zu trainieren. Es geht auch generell NICHT darum ein guter Passspieler oder ein

    guter Dribbler zu werden, sondern die Situation zu erkennnen, wann ein Dribbling und wann ein Passpiel notwendig ist.


    Die technischen Voraussetzungen sollten ja ohnehin Ausbildungsziel sein.

    Der Dribbler soll weiter an seinen Tricks, der Technik und der Schnelligkeit arbeiten.

    Die Passmaschine an der Übersicht, dem Passspiel und der Ballannahme.

    Dann ist der Dribbler ja weiterhin schlecht aufgestellt, wenn er nicht erkennt, wann er durch sein Dribbling einen Raum für einen pass geöffnet hat.

    sorry, das ist doch genauso ein Argument wie: Du machst den starken Fuß nur schwächer, wenn Du den schwachen trainierst....