Beiträge von Trainer E

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    Da das meiste auf dem Platz aus dem "Augenwinkel" wahrgenommen wird, spielt das periphere Sehen eine entscheidende Rolle. Das periphere Sichtfeld beträgt bis zu 180° in der Horizontalen. In Stresssituationen verringert sich das periphere Sichtfeld jedoch, was dazu führt, dass Optionen zur Lösung der Situation, nicht gesehen werden. Deswegen müssen Spieler lernen, stressresistent zu werden. Man hat festgestellt, dass erfahrene Sportler stressresistenter sind und grundsätzlich ein größeres/weiteres peripheres Sichtfeld haben als Anfänger, Amateure und Nichtsportler.

    Vielleicht zu den sehr guten Ausführungen der Vorredner noch, dass wir, als Trainer, den Stress der Spieler durchaus reduzieren können, indem wir von instruierendem Coaching absehen. Hiermit verringern wir die Anzahl der zu verarbeitenden Informationen erheblich.

    Sie wirken auf jeden Spieler, egal ob er sich dem bewusst ist oder nicht. Ich für mich versuche mir dessen in der Trainingsgestaltung, -durchführung und auch -rückbetrachtung jedoch immer bewusst zu sein. Gilt fürs Spiel genauso.

    In der Trainingsgestaltung versuche ich deshalb immer u.a. das 3 Aktionen Prinzip einzufordern (Aktion vor ballbesitz, mit ball, nach Ball ). Hört sich simpel an, führt aber dazu, das sich Spieler bewußt werden auch nach den Aktion mit dem Ball, wieder gute Passverbindungen zu schaffen, oder bei Ballverlust entsprechend zu agieren. Ebenso sind alle Spieler gefordert gute Optionen zu schaffen.

    Ehemalige Nationalspieler bekamen um die Jahrtausendwende verkürzte Trainerlehrgänge.

    Auch damals eine Reaktion auf die schlechten Ergebnisse der Nationalmannschaft oder weil jmd. die 4 er kette im Sportstudio erklärt hatte, dem man nicht soviel Wissen zugestehen wollte. In Italien überraschte um 90 herum ein

    ehemaliger Schuhverkäufer mit neuen Ideen, der zwar erfolgreich im Verein agierte, den man aber argwöhnisch betrachtete, weil er keine sportliche Karriere vorzuweisen hatte. Übrigens immer noch ein lustiges Zitat: Ich wußte gar nicht, dass ein erfolgreicher Jockey früher ein Pferd gewesen sein muß.

    Wie oben beschrieben, werden neue Ideen, sogar nachvollziehbare, belegbare Erkenntnisse nicht ergebnisoffen diskutiert, sondern sich deren sogar teilweise verschlossen.

    H.Wein kommt vom Hockey. Die Reform in den unteren Bereichen der letzten Jahre werden jetzt auch schon wieder diskutiert, was einer gewissen Komik nicht entbehrt. Die 9,10 jährigen von vor 2 Jahren haben allerdings auch bei der letzten WM nicht gut performt, soviel steht fest.

    Die Diskussion nach schlechten Ergebnissen (nicht unbedingt schlechten Spielen) ist nahezu immer die gleiche, und die Lösungen auch. Verkürzt und simplifiziert: Wir brauchen Mittelstürmer. u.a. wahrscheinlich deshalb weil Musiala zweimal den Pfosten getroffen hat.

    Oder auch immer gern genommen :Mit Spanien ist es auch vorbei, siehe die Ergebnisse. (Mal gucken wo Spanien in 3,4 Jahren wieder ist).

    Ursachen oder tiefergehende Betrachtungen machen es auch wirklich schwer. Wenn ein IV zum Beispiel zu spät in den Zweikampf kommt, braucht es defensives 1gg1. Das der IV vllt. total schlecht positioniert ist, schon im eigenen Ballbesitz, interessiert nicht, obwohl naheliegend. Da lieber einfache Lösungen und das raus an die STP, Leitplanken ausgeben und beten das es besser wird.

    An dieser stelle verabschiede ich mich aus dieser Diskussion .

    Das ist doch ein ganz anderes Thema mit der Bezahlung. Aber selbst da sage ich das niemand gezwungen wird den Job zu machen. Angebot und Nachfrage!

    Auch hier gibt man die (Eigen-) Verantwortung ab und begibt sich in die angenehme Opferrolle!

    Du bist nicht einverstanden mit der Bezahlung? Such dir einen anderen Job!

    Du bist nicht einverstanden wie mit deinem Kind im Verein / NLZ umgegangen wird? Wechsel den Verein!

    Die Welt kann sehr einfach sein wenn man Eigenverantwortung lebt!

    Eigenverantwortung meint m.e. auch die eigene Verantwortung gg.über dritten. Die wertevorstellungen ( die Constantin auch benannt hat) auch auf andere zu übertragen, bzw. Missstände zu benennen und versuchen diese, durchaus auch für andere, zu ändern, bzw. Respektvollen umgang, oder in diesem kontext, lernumgebungen in den sich kinder wohlfühlen, einzufordern.

    Mit opferrrolle hat nichts, aber auch rein gar nichts zu tun. Wenn jeder so verfahren würde, würde sich nie etwas zum positiven ändern.

    Im Gegenteil.

    Die Argumentation ist schon etwas erschreckend.

    Ich glaube diese negative Sicht auf das NLZ stammt hauptsächlich von denjenigen Eltern deren Kids es nicht gepackt haben. Ja es ist Kapitalismus und knallharte Auslese. Das weiß man doch vorher. Ist in der Wirtschaft nix anderes. Wenn man irgendwo zur Elite gehören möchte muss man durchs Feuer gehen. Dieses Opferdenken der breiten Masse kotzt mich einfach nur noch an.

    Der Unterschied zur Wirtschaft ist u.a. der, das es sich um Kinder/Jugendliche handelt. Ich denke das muß man nicht näher

    ausführen. Diese Art der Argumentation ist das Grundproblem, warum auch Kinder in -ambitionierten- Vereinen mit dem Fußball aufhören.

    Seid ehrlich zu euch und euren Kindern: ist das nötige Talent wirklich vorhanden? Ist die nötige psychische Belastbarkeit wirklich vorhanden? Ist die physische Basis wirklich vorhanden? Ist der eiserne Wille (beim Kind!!!!) wirklich vorhanden?

    Wenn etwas nicht vorhanden ist, bleibt dem System Profifußball bitte fern. Das ist das beste für alle Beteiligten.

    Frage 1: Das entscheidet erstmal das NLZ bzw. das Probetraining

    Frage 2: Das ist eine Frage inwieweit es zu psychischer Belastung kommt. Wohl von NLZ zu NLZ unterschiedlich

    Frage 3: Das beantwortet ebenfalls das NLZ

    Frage 4: Intrinsische Motivation ist wohl nahezu bei jedem Kind vorhanden, das beim NLZ landet

    Schlußfolgerung : Schwer, bis gar nicht zu beantworten, für Eltern.


    Für Trainer ohne ausreichende Erfahrungen und Einblicke in NLz auch schwierig.

    Die Studie/Quelle zu diesen Zahlen ist doch eben gar nicht genannt worden. Darum geht es ja.

    Es ging und geht um die Behauptung, dass 55 % aller deselektierten Kindern klinische Betreuung brauchen, wegen psychischer Stresssymptome. Obwohl ich mehrfach nachgefragt habe.

    Die Quelle hat doch Pocho1505 angegeben?

    Also Prof. Dr. Arne Güllich erwähnt diesen Wert doch in dem Podcast.


    u.a. hier wird auch die Studie erwähnt, die dem Autoren anscheinend vorab vorliegt.

    Nachwuchsfußball: Das große Aussortieren der NLZs - FuPa

    Ich bin zwar noch beim studieren der quellen, obwohl ich das alles schon mal gelesen habe, aber ich finde es schon starken tobak, gegen jmd. Der sich anscheinend lange damit beschäftigt hat und mit entsprechend mit quellenangaben argumentiert, mit Gegenargumenten zu kommen wie: erscheint mir doch arg hoch, etc.

    Man kann m.e. nicht erwarten, eigene Erfahrungen oder Empfindungen gg. Studien zu stellen, ohne eigene qualitativ nachprüfbare Argumente für seine Position zu liefern.

    Für mich klingt das immer nach: viel Meinung gg. Ahnung.

    Ich habe nur subjektive Erfahrungen mit einem nlz, seit 2017, kann sehr viele kritikpunkte jedoch teilen.

    Psychische Störungen finde ich auch win wenig übertrieben. Zudem kann man in allen Lebensbereichen "versagen", nicht nur exklusiv im NLZ. Daraus lernt man idealerweise und weiter geht's.

    Ich bleibe dabei das Kernproblem sind die Eltern (wenn es soweit kommt).

    Wir haben den Vergleich BvB und ambitionierter Verein. Da muss ich sagen der Druck im ambitionierten Verein ist deutlich höher :)

    Das hängt mit den Trainern zusammen.

    RAE ist ein Problem aus meiner Sicht bei Trainern die jedes Spiel gewinnen wollen. Bei den Stützpunkten habe ich da allerdings sehr gute Erfahrungen gemacht.

    In der leistungsklasse beim bvb ist der druck sicherlich geringer als beim ambitionierten verein. Im nlz sieht das schon anders aus.


    Versagen kann man sicherlich in allen lebenslagen. Die frage ist nur inwieweit man damit umgehen kann und wie es empfunden wird. Wenn es nämlich als versagen empfunden wird, beim nlz aussortiert zu werden, dann gibt es ohnehin ein Problem. In punkto selbstreflektion und verarbeiten solcher Erlebnisse ist ein 15 jähriger sicherlich weiter als ein 12,13 jähriger. Das hat allein Gründe die in der Entwicklung begründet liegen( Erwachsenen- vs kindheits ich)

    Die Glaubwürdigkeit der NLZs würde für mich massiv steigen, wenn sie erst ab U13/U14 anfangen würden, Mannschaften zu haben.


    Der Trend zurück zu U9/U8 teilweise ist einfach nur nervig und verdreht vielen völlig bekloppten Eltern völlig den Kopf.

    ... und das kommt erschwerender weise noch dazu

    Das mit dem "hochziehen" sehe ich eher skeptisch.


    Oft ist es so, dass die Kinder dann eher die Mitläufer sind.

    Wenn man -hochzieht- sollte, abgesehen von der körperlichen Komponente die stimmen muß, auf jeden Fall sichergestellt sein, dass der Spieler in dem älteren Jahrgang ebenfalls zu den besten Spielern gehört. Aber eben zu den Besten (mehrzahl).

    Und nicht an Unterforderung im Training -leidet-

    Alles andere ist fahrlässig.


    Davon ab ist ein spielen in höheren Klassen in der altersgerechten Jugend sinniger. U.a. ist das der Tatsache geschuldet,

    das in Kreisligen und auch teils Bezirksligen ein Fußball gespielt wird, der oft nur auf 1,2 Ergebnisbringer ausgerichtet ist,

    und somit größtenteils weniger förderlich für begabte Kicker ist. Wechsel in NLZ ist ja ausgiebig hier besprochen. Das das nicht verfrüht erfolgen sollte, ist m.e. klar.

    Um das zu simplifizieren und trotzdem hohen fokus auf die Aufgabenstellung zu haben, könnte man auch einfach 2 verschiedene Aufgaben, im normalen 5 gg.5 auf 2 tore, bestimmen. Dribbellinien außen, mitte des Feldes.

    1 Mannschaft muß über Dribbellinien außen in Angriffshälfte kommen, andere Mannschaft muß über Mitte (innerhalb der beiden Linien) eröffnen (Egal wie). So hat man automatisch einen Zentrumsfokus in der Eröffnung(bei einer Mannschaft) und bei Ballgewinn Möglichkeiten über die Außen zu Dribbeln. Wahrscheinlich wird auch dadurch das Dribbling sinniger, da man erstmal keinen hoch stehen hat, da man ja das eigene Tor verteidigen muß.

    Gedanken darüber, wieviel ein Tor zählt muß sich dann kein Spieler machen.

    xG ist eines der Modelle, das die höchste Relevanz für den Ausgang von Spielen hat. Je mehr Spiele, desto näher kommt das Modell an die Realität. Über eine Ligasaison bildet xG die Spielergebnisse sehr gut ab, bei einem kürzeren Turnierformat hat man mehrere Ausreißer.


    xG sagt ja gerade etwas über die Qualität der Chance aus (das wurde ja bereits erwähnt), nicht jedoch, welcher Spieler diese Chance hat. Nebenbei gibt es unzählige Untermodelle von xG, manche versuchen das auch mit einzubeziehen, welcher Spieler eine Chance hat.

    So ist es. Der xg wert bildet neben dem wert auch nicht die mentale Verfassung ab, vereinfacht ob man 1-4 zurückliegt oder 8-1 führt und bereits 5 tore gemacht hat( deren xg wert 0,1 war) . Es ist m.e. ein vereinfachter wert( jedenfalls der dem TV Zuschauerpräsentiert wird,) damit niederlagen oder Siege erklärbar gemacht werden können und man darüber diskutieren kann.

    Es gab auch mal den packing wert. Der wurde so simplifiziert und damit massentauglich gemacht, das er sich selbst überflüssig gemacht hat. Der Hintergrund oder die grundidee war aber gar keine schlechte.

    Eine ballbesitz Statistik bewerte ich doch auch danach in welchen räumen das stattfindet.

    Bei den xg ist es möglich das eine mannschaft komplett unterlegen ist aber mehr xg hat weil die mannschaft einen langen ball durchgebracht hat.

    Das hat alles nichts, oder sehr wenig, mit dem -guten- oder - schlechten- spiel einer mannschaft zu tun. Noch weniger mit dominanz. Grade bei einem Turnier

    Ganz Konstuktiv:

    Was kann man machen, um Zweikampfstärke/Durchsetzungsvermögen zu trainieren:?


    Spielformen in klein(st) en Spielfeldern. "Scheiß" auf Zusammenspiel, Zweikampf/1gg1/zweite Bälle sind Trumpf. Sieht nicht toll aus diese Spielform, aber na und?

    (Und natürlich nicht kleinlich pfeiffen.)

    Bis dahin konnte ich der Argumentation sehr gut folgen. Die Schlußfolgerung teile ich nicht. Ein Zweikampfintensives Spiel

    sollte das Zusammenspiel und die Struktur im Ballbesitz(Zusammenspiel) nicht ausschließen.

    Rondos mit fester Feldzuteilung (ein Feld -gehört- rot, eins -blau-) vereinen z.b. beides. Das -kein Ausbrechen aus beherrschten Räumen- z.b. gibt schon Zweikampfintensität aus dem Setting vor.

    Zum Zweikampfverhalten an sich gehört m.e. immer die Orientierung (z.b. Def. habe ich eine Absicherung etc. etc.) aus dem sich

    eine sinnhafte Aktion ergibt.

    Wenn es zu kompliziert ist, muss ich es vereinfachen. Statt 5 min einreden auf Nixblicker vom Haare-raufenden Trainer würden sie bei mir 3 min ganz simpel anfangen, dann die nächste Teilanweisung und nach 5 Min dann die Endform...

    Ein (über)fordernde Spielform hat ja per se ersteinmal nichts mit einer langen, ausufernden Erklärung zu tun, sondern mit einem hohen Anspruch, der durch die Gegebenheiten vorgegeben ist.

    Das ist auch ein großer Unterschied zu Ablauforientiertem Training in Iso formen, da hier der Anspruch durch viele Erklärungen Hütchengegner künstlich geschaffen wird

    Auch wenn das abgedroschen klingt, wird es nicht falscher. Spielformen haben immer einen Wettbewerbscharakter,

    der den Spielern, neben den Lerneffekten unter R,Z, Gegnerdruck, auch Spaß macht und die Konzentration oben hält.

    Halte das Grundprinzip vom leichten zum schweren ein. Überlege dir, wie eine vereinfache Variante deiner Übung aussehen könnte und starte damit. Wenn das dann läuft, ergänzt du nach und nach Aufgaben und Schwierigkeitsstufe.

    Da halte ich mal gegen. Halte das Prinzip nicht ein, sondern trainiere mal eine Spielform, die Deine Jungs eben (noch)nicht beherrschen. Zum einen gibt es durchaus Belege für Lernerfolge (NLP), zum anderen, in Deinem Fall, wirst Du zeigen können wo Ihr/Du hinwollt (Beispiel Raumbesetzung ein schweres 4/6 Felderschach etc. etc.).

    Nach 2,3 Wochen machst Du das dann nochmal. Wird dann viel besser laufen.


    Dazu passend ist es m.e. wichtig, klare Anliegen zu benennen (wir wollen Spielen wie Liverpool o.ä). Keine Ziele( wir wollen 3ter werden, daran scheitert man möglicherweise). Die Arbeit an Anliegen ist kontinuierlich.

    Dazu gehört die Spielidee klar zu formulieren, und dadurch greifbar zu machen, das Spielformen auch vom Trainingsanhalt einen Bezug aufweisen

    Das Grätschen in gewissen Situationen zum Spiel gehören kann ist wohl unbestritten.

    Für mich persönlich ist es aber gar keine Frage, das im Jugendbereich bis C, oder sogar B zu verbieten.

    Der einfache Grund ist, das es gar keiner besonderen Technik bedarf, ein Sliding Tackling im z.b. B Jugend Bereich zu bestreiten. Das ist wirklich keine hohe Kunst. Die Kunst ist hier eine gute Wahrnehmung der Situation zu haben.

    In den unteren Jugenden braucht es deshalb ersteinmal ein, in dem Fall defensives, Raumbesetzen, ein Abschätzen der Situation etc. etc. Erlaube ich nun das Grätschen, wird hier sogar ein Lernprozess verhindert, weil das Grätschverbot automatisch eine bessere Positionierung zum Gegenspieler verlangt. Es ist also eher sogar ein Mittel, eine bessere Positonierung einzufordern, ähnlich wie ein Verbot hoher Bälle, wenn ich ein besseres Freilaufverhalten, Passverbindungen etc. erzwingen will. Unabhängig davon, ob Grätschen nun zum Spiel gehört.

    Der weitere Punkt ist, das eine Ausbildung die eine gute Positionierung zum GG.Spieler fördert, auch in höheren Jugenden das Grätschen -erleichtert- da es nur im Notfall als Lösung bereit steht, und dann auch als diese erkannt wird.

    Ein TW Trainer hat mal gesagt: Wer ständig fliegt, steht zu oft falsch.

    Das heißt nicht, das die Flugparade unsinnig ist, sondern erst einmal ein gutes Stellungsspiel wichtig ist.

    Übertragen habe ich das auch immer so gesehen: Wer ständig grätscht, steht zu oft falsch.

    Unabhängig von den Vorteilen der Spielfortsetzung, etc. etc.

    Zum Warmlaufen habe ich die gleiche Meinung wie Goodie .

    Wir hatten ein Funino-Feld und 2 Dribbling- / Passfelder aufgebaut. Auf dem Funino-Feld habe ich 4 gegen 4 spielen lassen und der Rest der Truppe hat Dribbling und Passen geübt. Beim Dribbeln und Passen konnten wir so agieren, damit keine Warteschlagen entstehen.

    Hierzu wäre es eine simple Möglichkeit, einfach ein zweites Feld aufzubauen und die Minitore durch Pass/oder Dribblingtore zu ersetzen. Das hätte den gleichen Schwerpunkt, aber in einer spielform.

    Möchte man das intensivieren, dann wechselt die Siegermannschaft dann als Gegner auf das -richtige- Funinofeld.

    Natürlich sollte jede Mannschaft am Ende auch auf die Minitore gespielt haben.

    Im Schwerpunkt Passen, wäre dann evtl. auch das Funinofeld so aufgebaut, das die Tore 1,2 Meter hinter dem Feld stehen.

    Evtl. in folgenden Einheiten zum Zentrum eingedreht/weggedreht oder mit ähnlichen Variationen.

    Mit ständigen Veränderungen bedient man nicht nur den differentiellen Ansatz, sondern schafft auch Dauer auch höhere Aufmerksamkeit und mit der Zeit schnelleres Verständnis für komplexere Spielformen.

    Für mich ist, Intuitiv richtige Entscheidungen zu treffen, der Punkt situativ richtig entscheiden zu können.

    Das setzt voraus, das man einem großen Pool von Vorraussetzungen hat, um überhaupt eine Entscheidung intuitiv treffen

    zu können.

    Konkret: Wenn ich z.b. im Moment des Ballbesitzes, Orientierung suchen muß oder den Mitspieler/passverbindung etc., benötige ich Zeit. In diesen Sekundenbruchteilen reduzieren sich die Möglichkeiten der -richtigen- Entscheidung erheblich.

    Neuen Spielern sage ich in Spielformen erst einmal, sehr platt, nehmt die erste Idee. Einfach um u.a. klarzumachen, das überhaupt eine Idee da sein muß, bevor ich in Ballbesitz komme. Das bedingt wiederum, das man Prinzipien wie in dem Fall das 3 Aktionen Prinzip(vor, mit, nach ballbesitz) verinnerlicht. Das wiederum bedingt ein Scannen des Feldes VOR der Ballaktion, da ich mich ja in freie Räume bewegen muß um Passfenster zu schaffen (lösen aus Deckungsschatten etc.)


    Diese Voraussetzungen schaffe ich in Spielformen. Wie schon oben bei Vorrednern erwähnt, ohne viel zu instruieren,

    in möglichst angemessenen Räumen, um auch Enscheidungshandeln und somit Aktionsschnelligkeit zu fördern.

    Wichtig ist m.e. hier eine Fehlertoleranz zu haben, und nur bei wiederkehrenden Fehlern explizit einzugreifen.

    Meiner Meinung nach ist das grundsätzliche situative Handeln, oder entscheiden, hier auch besser in Spielformen ohne Spielrichtung zu vermitteln.

    Somit ist das für mich schon trainierbar, aber nur in komplexen Situationen, aus denen ständig neue Herausforderungen entstehen.

    Kreatives Malen wird ja auch nicht über -malen nach zahlen- vermittelt.

    Ein Beispiel: ob ein spieler den ball mit dem falschen fuss nimmt oder nicht, und ob es der spieler merkt, oder nicht, ist eine frage der lehrmethodik.

    Das weiss nicht jeder spieler von sich aus selbst.

    Deshalb ist eben eine sache der lehrmethodik. Erkennt ein spieler den nutzen, nutzt er eher die erkenntnis. Dafür sind Unterscheidungen zwischem - schwachem fuss- oder gegnerfernem fuss wichtig. Gegnerferner fuss und direktes feedback ist halt in spielformen direkt gegeben. Hier setzt dann auch Coaching ein.

    Der - richtige fuss - ist so ein Beispiel was mich auch total nervt. Was heisst das denn konkret?

    Vllt. Ist der richtige fuss auch der perfekt ausgebildete gegnernähe( inselfähigkeiten)...

    All das ist nur in spielformen erkennbar und förderbar.

    Ich persönlich gebe gar keine Kommandos sondern höchstens allgemeine hinweise.

    Ansonsten höchstens nach der aktion.

    Alles andere habe ich im Training zu erledigen.

    In der Tat, in der Wahrnehmung von vielen -auch mitunter von eigenen Co. Trainern, das kenne ich auch- ist eben die Person der bessere Trainer, der permanent mit genauen Anweisungen Einfluss auf das Spiel nimmt und im Grunde jeden Spielzug

    Das korreliert direkt mit dem Training. Im Training das ohne eigene Entscheidungen der Spieler auskommt, sind (Handlungs-)Anweisungen doch fast notwendig, da Abläufe trainiert werden, die ohne Zeit, Raum oder Gegnerdruck auskommen. Die Entscheidungsfindung im Training sowie im Spiel übernimmt der engagierte Trainer, der es sowieso am besten weiß.

    In der Halbzeit fragt mich eines der Kinder, warum ich keine Anweisungen gebe, das hätte ihnen zuletzt geholfen

    Was vielleicht durchaus richtig ist, denn es hilft wirklich, wenn man gewohnt ist, nach Anweisungen zu handeln(nicht auf euren Konkreten Fall bezogen).


    Interessant finde ich, wenn man diesen Trainern zuschaut, ist, das die Spieler kaum kreative Lösungen finden.

    Was natürlich irgendwie (eine )logische Folge ist.

    Das einfachste Mittel ist es wohl, hohe Bälle in einigen Spielformen zu verbieten.

    Bietet sich entwicklungstechnisch (räumliches sehen) ohnehin an. Außerdem wird jeder schnell erkennen, das abstände und Passverbindungen kürzer sein müssen und Räume flexibler besetzt werden müssen. Ganz ohne darüber zu sprechen.

    Wenn nicht, erreicht man das über eine kurze Fragestellung und der Nutzen wird sofort klar, sobald das umgesetzt wird.