Da das meiste auf dem Platz aus dem "Augenwinkel" wahrgenommen wird, spielt das periphere Sehen eine entscheidende Rolle. Das periphere Sichtfeld beträgt bis zu 180° in der Horizontalen. In Stresssituationen verringert sich das periphere Sichtfeld jedoch, was dazu führt, dass Optionen zur Lösung der Situation, nicht gesehen werden. Deswegen müssen Spieler lernen, stressresistent zu werden. Man hat festgestellt, dass erfahrene Sportler stressresistenter sind und grundsätzlich ein größeres/weiteres peripheres Sichtfeld haben als Anfänger, Amateure und Nichtsportler.
Vielleicht zu den sehr guten Ausführungen der Vorredner noch, dass wir, als Trainer, den Stress der Spieler durchaus reduzieren können, indem wir von instruierendem Coaching absehen. Hiermit verringern wir die Anzahl der zu verarbeitenden Informationen erheblich.
Sie wirken auf jeden Spieler, egal ob er sich dem bewusst ist oder nicht. Ich für mich versuche mir dessen in der Trainingsgestaltung, -durchführung und auch -rückbetrachtung jedoch immer bewusst zu sein. Gilt fürs Spiel genauso.
In der Trainingsgestaltung versuche ich deshalb immer u.a. das 3 Aktionen Prinzip einzufordern (Aktion vor ballbesitz, mit ball, nach Ball ). Hört sich simpel an, führt aber dazu, das sich Spieler bewußt werden auch nach den Aktion mit dem Ball, wieder gute Passverbindungen zu schaffen, oder bei Ballverlust entsprechend zu agieren. Ebenso sind alle Spieler gefordert gute Optionen zu schaffen.
