Beiträge von Goodie

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    mich verwundern solche Aussagen und ich frage mich woher das kommt. Denkt wirklich auch nur einer, dass so eine Spielstunde auch nur ansatzweise so aussieht wie ein Bambinitraining? Das tuts nämlich nicht.


    Wo also soll das Problem genau liegen, wenn man Eltern und Kleinkindern ein Bewegungsangebot macht? Wenn das Gleiche bei den Turnern angesiedelt ist, sind alle zufrieden. Wenn das beim Fußball ist, kommen zig Bedenken.

    Anders wird ein Schuh drauß: die Angebote in den Turnvereinen (zumindest bei uns) sind ausgebucht mit Warteliste und kicken die Kinder pünktlich mit 3 raus.
    Eine ballorientierte Fassung von Kleinkindersport ist dementsprechend eine sinnvolle Ergänzung.
    Google mal Bewegungslandschaften für Kleinkinder und du bekommst ne Idee. Die "Besonderheit" sind nur die Bälle und eine Hallenhälfte die leer bleibt samt Tor und anderes freies Spiel.


    Das Problem, warum Spieler nach Jahren aufhören, hat wohl eher nichts mit dem zutun, was sie mit drei gemacht haben.

    Es gibt ja Multi-Sport-Angebote: Kindersport-Akademie - Kinder- und Jugendsport | SC Bayer 05 Uerdingen e.V.

    Das "Problem" sind gerne die Kinder, die lieber zum xxx gehen wollen also zum Kisa. (Setze ein: turnen, rudern, Fußball oder sonst was)

    Ich glaube, das hat zum einen mit "Gewohnheit" zu tun aber auch mit "Zusammenhalt und Identität": ich bin Handballer!


    Ich kenne zwei Kinder, die von ihren Eltern dort angemeldet waren und beide fanden es doof. ;)

    Sprache wandelt sich ja alle paar Jahre, genauso wie die Gesprächsthemen. Wenn ich mich da jedes mal reinsteigern würde, welche Jugendworte gerade genutzt werden oder welches Thema gerade untereinander besprochen wird, dann komme ich ja gar nicht mehr zum trainieren.

    Joh und wer damit nicht klar kommt, sollte sich mit Jugendlichen halt nicht in seiner Freizeit umgeben.
    Die Jugend unterscheidet sehr sauber, mit wem sie wie sprechen. Die Jungs, die bei uns ein und ausgehen sind mir gegenüber stehts respektvoll und höflich! Besser als meine eigenen und ich weiß, dass meine auswärts genau so sind.


    Aufm Fußballplatz kann man sich eher geehrt fühlen, wenn man in Jugendsprache tituliert wird. Im Grunde ist das ein Ausdruck von "du gehörst dazu". Wer das nicht möchte, sollte das klar formulieren, dann werden die Jugendlichen auf Abstand gehen. Sprachlich und wahrscheinlich auch emotional. Da sind wir Erwachsene die, die die Distanz festlegen. Ganz einfach.
    Im Verein meines Großen geht der Wechsel von der C in die B mit einem Trainerwechsel einher. Der C-Trainer ist "Kumpel", der B-Trainer eher "Typ Lehrer". Die Jugend hat überhaupt kein Problem damit mit dem C-Trainer rumzublödeln und den B-Trainer respektvoll anzusprechen.

    Digga tönt trotzdem regelmäßig übern Platz.

    sollen schlechte Hotels haben vor Ort usw.

    Ich sag mal so: mein Sohn hat um nen Nachschlag beim Taschengeld gebeten und das in Nahrunsmittel umgesetzt. "Räudig" war das Wort, was er fürs Essen hatte...

    Aber bessere Erfahrungen macht man gerade an der Costa Brava wohl eher selten wenns nicht viel kosten darf.

    Der Verein meines Großen fährt seit geraumer Zeit nach Barcelona mit Euro-Sportring. Meist sind das eher deutsche Turniere, einmal sogar mit Gegnern ausm eigenen Kreis. Es kann also sein, dass man z.B. gegen acht deutsche, ein spanisches und ein niederländisches Team spielt.

    Im ersten Jahr waren sie sehr zufrieden, dieses Jahr auf Grund des Spielmodus (kein Endspiel sondern Dreiergruppen) nicht so.


    Die erste Fahrt ist aber immer ein Erlebnis, oder?

    Mein Sohn hat am Anfang seiner F-Zeit intern das Team gewechselt. Er hatte seinerzeit einen 1a gezielten Rückpass auf den TW gespielt. Klar, beim alten Trainer galt: der TW spielt mit.

    Kannte der andere Trainer aber nicht und bekam massiv die Krise. Dann hat er meinen Sohn runtergenommen und hat ihm erklärt dass man den Ball doch immer nur in das Tor vom Gegner schießen darf und dass er das eigentlich wissen müsste. :D Mein Drops - mit großem Bruder gesegnet - wusste in dem Moment gar nichts mehr zu sagen und stand stocksteif da.


    Natürlich hat man immer ein paar, die es können aber deshalb darf man sich nicht beirren lassen. Das Verständnis des Miteinanders kommt von ganz alleine. Da muss man nicht "von Paul zu Leon, weiter zu Tim" üben.

    unbedingt rangeln&raufen ins Training einbinden, zum Schutz derer die sonst umgerempelt werden.

    Die Sache hat nämlich zwei Seiten: die drei, die es können sind ja nur ein Part. Die die es noch nicht können, können dererlei "Attacken" auch nicht abwehren. Denn egal, welche Haltung ihr dazu einnehmt, ihr könnt das Verhalten der Gegner ja nicht beeinflussen aber die Kinder entsprechend stärken.


    Rangeln&raufen ist zugleich Krafttraining und echt anstrengend. Also sorgsam dosieren. Neben den eher statischen Übungen sollte man auch Schulterkontakt und Schieben im stehen/gehen/joggen/laufen ohne und mit Ball ausprobieren.

    Außerdem 1vs1 Spiele wobei beide aufs gleiche Tor abschließen sollen.

    genau so, wie Stefan schreibt.
    Kollektivstrafen gehen gar nicht und wenn das funktioniert ist das Zufall. Du brauchst nur 1-2 verhaltensoriginelle Kinder und schon klappt das nicht mehr. Und in so ziemlich jedem Mütterforum erfolgt der Rat, dass man Kinder mit ADS und ähnlichem beim Fußball anmelden soll, damit diese ausgelastet sind.

    Ist es nicht selbstverständlich, dass ein Training orientiert an den Möglichkeiten des Teams ambitioniert ist? Ambitioniert und machbar. Dann brauchst du auch kein Etikett wie Leistung oder nicht.


    Ich plädiere nur dafür, die Kinder abzuholen. Was wollen die? Wollen sie ein drittes Training oder streng nach Trainingsbeteiligung aufstellen? Regeln mit den Kindern gemeinsam definieren und dann auch auf Einhaltung pochen: Pünktlichkeit, Einsatzwillen etc...

    das ist leider vollkommen üblich. Und wenn du einen Spieler hast, der eh gerne hinten spielt, wird der wahrscheinlich erst recht nicht nach vorne geschickt.

    Mein Großer ist so einer und der spielt aktuell, in der B(!)-Jugend sein erstes Jahr vorne.


    Nur wenn man auf jeder Position mal gespielt hat, wird sich auch Verständnis für die jeweiligen Aufgaben aufbauen.

    Es wird immer der Blick der Kids eingefordert bei Funino, beim Thema messbare Spielergebnisse gilt das meist nicht als Argument...

    Doch natürlich sind Spielergebnisse ein wichtiger Bestandteil - auch und gerade aus Kindersicht.

    Aber müssen die Kinder in der E-Jugend wirklich wissen, dass sie "nur" in der Kreisklasse 5 einsortiert sind? Das ist Erwachsenensprech.

    Ich habe auch eine dritte E eingeführt, damit Kinder die neu sind oder noch nicht so weit, dort auch spielen können, damit wir perspektivisch tatsächlich genug Kinder für 2x C irgendwann haben und damit die Aussicht, wieder eine B und später eine A zu stellen.

    Geht man es so an, spricht gar nichts dagegen. Wer keine Lust auf eine dritte hat, andererseits sich nicht reinhängen mag, hat halt Pech und kann auch zur Jugendfeuerwehr oder in den Schachclub wechseln.


    Aber auf der anderen Seite muss die Frage erlaubt sein, warum sich Trainer Kinder, die kommen durch Bankdrücken vom Angebot "Fußballspiel am Wochenende" ausschließen. Die Vereinsbeiträge sind für alle gleich, die Spielzeiten sollten es zumindest annähnernd auch sein. Kommt mir jetzt bitte nicht mit Stopuhr o.ä.

    Aber wenn ich einen Kader habe, in dem ich immer mal welche zu Hause lassen muss, dann kann ich das schon so machen, dass auch die Starken daheim bleiben, etwa bei Spielen gegen schwächere Gegner. Selektion über die Nominierung aber wer am Spieltag dabei ist, spielt auch vernünftig und nicht 10 Min.

    Man muss auch berücksichtigen, dass die Familien durch den Spieltag einen Orgaaufwand haben und das soll sich ja irgendwie "lohnen".


    Start dieser Debatte war dieser Satz:

    Zitat

    Gestern die Meisterschaft verspielt. Direkt danach haben 3 Spieler aufgehört. Zwei wegen zu wenig Einsatzzeit. Hab sie in allen Spielen etwa 10 bis 20 Minuten spielen lassen. Beide schaffen es nicht im Spiel etwas produktives zu schaffen. Beide kommen zwar immer zum Training, fangen aber ab der Hälfte an zu fragen wann endlich vorbei ist. Wieso verlangen sie da mehr Spielzeit? Hatte gestern 4 Spieler auf der Ersatzbank. Die einen zwei haben ständig eine Einwechslung gefordern, die anderen beiden haben ruhig gewartet. Ihr könnts euch denken wen ich öfter eingewechselt hab und wer protestiert hat...


    Ein Vater konnte sich nach dem Spiel eine Beleidigung mir gegenüber auch nicht sparen.


    So viel Wirbel und negative Energie obwohl die Mannschaft die Beste Saison ever gespielt hat. Mit 5 Siegen aus 7 Spielen in der mittleren Leistungsklasse in unserer Region.



    Meine Signatur meine ich übrigens ernst.

    Ich habe meine Spieler, egal in welchem Jahrgang, egal in welcher Sportart in Gedanken immer nach Fähigkeiten gedrittelt.
    Und von jedem Drittel haben welche angefangen und welche auf der Bank gesessen.

    Angenommen, du hast (ohne TW) sechs Feldspieler, dann nominierst du neun . Dann sitzt eben aus jedem Drittel erstmal einer auf der Bank. Und die Wechsel laufen auch innerhalb der Drittel-Gruppen. Ein starker rein, ein starker raus. Ganz einfach.

    So schwächt man sein Team nicht durch die Wechsel sondern hat eine über die gesamte Spielzeit eine (nahezu) gleichstarke Truppe aufm Feld.

    Und du kannst reagieren, wenn das Spiel auf des Messers Schneide steht oder schon mit 8:0 entschieden ist.


    Bei den Bambinis habe ich übrigens in den ersten Spielen einen Schwerpunkt bei den schwächeren gehabt, weil diese Kinder gerne nach zwei Spielen keine Lust mehr haben. Dann sind die besseren noch fit und können die restlichen Spiele rocken.


    Übrigens haben mich das vor Jahren die 12 Jährigen bei Volleyball gelehrt. Ich selber war noch als Trainerin unerfahren und wollte die Meinung der Spieler zur Einstufung in die Ligen hören. Der Verein drängte auf Leistungsklasse (hier spielt nur die obere Hälfte der Tabelle eine Rückrunde, die untere hat dann Pause). Ich war unsicher ob das ne gute Idee ist.
    Ich habe sie also gefragt:
    melden wir höherklassig, dann kann es sein, dass Spieler nicht eingesetzt werden können, wenn Spiele sehr eng sind.

    Oder melden wir in der unteren Liga. Da gehts um nix, alle spielen und wenn dann mal ein Spiel deshalb verloren geht, dann ist das so.

    Antwort: alle sollen spielen, wir sind doch Freunde!

    Das Problem wird dann nämlich sein, dass Deine Leistungsträger auch irgendwann keine Lust mehr darauf haben, wenn sie die Hälfte des Spiels auf der Bank sitzen und gehen, und damit ist dann wirklich niemandem geholfen.

    Da halte ich mal gegen, dass spätestens in der C-Jugend die besten höher spielen wollen und eh gehen, das kann man nicht verhindern. Den Dropout wegen Bankdrücken hingegen schon. Am Ende steht man mit der Methode ohne C-Jugend da.


    Da muss man nur mal bei Fußball.de die Teams in den Jahrgängen durchzählen. In der D siehts noch ganz manierlich aus, in der C wirds dann dünn