Beiträge von Goodie

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    Ich finde dein Verhalten falsch.


    Davon ausgehend, dass es eine "Last" ist, TW zu spielen, müssen die Lasten gleichmäßig verteilt sein. Du suchst dir dann ausgerechnet den raus, der schon länger kein Interesse mehr hat und wunderst dich?
    Ich hätte irgendeinen anderen als erstes genommen und deinen "Kandidaten" beim 3. oder 4. Spiel genommen. Reihum, jeder eins. Warum musste der Junge zwei Spiele rein? Ich glaube, das stört mich am meisten.


    Schnick schnack schnuck im Turniermodus und am Ende gibts einen Gewinner.

    Vielleicht ist das aber nur ein Wording-Problem.

    Ich lese hier immer wieder von der "Ausbildung" im Fußball. Im klassischen Sinne macht man eine Ausbildung nach (!) der Schule um einen Beruf zu erlernen oder um einen Trainerschein zu erwerben. (klare Ausbildungsinhalte mit dem Ziel eine Abschlussprüfungen zu bestehen und ein Zertifikat zu erlangen)


    Gehts nicht beim Sport viel mehr um das "Erlernen"? Und gehts nicht für Trainer darum, den Kindern sein Wissen zu vermitteln und ihnen ein Spiel beizubringen?

    Ich mache doch auch einen Skikurs, ich gehe zur Musikschule, ich nehme Reitunterricht.

    Nix Ausbildung...


    In den Trainerlehrgängen bei denen ich war, wurde immer und immer wieder darauf hingewiesen, dass ein Training Spaß machen muss.


    Wenn du an den Strukturen nichts ändern kannst, bleibt dir ja nur "Augen zu und durch".


    Du solltest dich dringend mit deinen Co-Trainern zusammensetzen und a) eine gemeinsame Linie finden und b) einen Elternabend planen und durchführen.
    Neben den reinen sportlichen Erfolgen gibts ja auch andere Dinge, die ein Team zusammenhalten können: Ein Ausflug etwa oder eine Zeltübernachtung am Platz. Hier lässt man allerdings die Eltern organisieren, wenns gewünscht ist, dann machen die das schon ;)

    Ich weiß nicht, wieviel von dem Programm 2022 noch fortgesetzt wird


     


    Wenn man sieht, dass die Sportanlagen und Breitensportförderung mehr ist als der Leistungssport, dann dürfte das doch die Thesen stützen.


    Ich finde den Beitrag in den Mediatheken auf die schnelle nicht mehr aber da wurde in einem Sportgymnasium gedreht und betont, dass die eben nicht morgens, mittags und abends trainiert würde sondern weniger und gezielter

    Klar, sieht man z.B. den Tennisboom, den seinerzeit Boris Becker und Steffi Graf ausgelöst hatte, dann kann man sich dieser Aussage anschließen. Aber wann hat es das letzte Mal so krasse Auswirkungen gegeben?


    Denn genauso wie lineares TV kaum noch bei der Jugend funktioniert, ist auch im Sport die Identifikation anders geworden. Da feiert man einen Drittligafußballer, der ein "besonderes" Wasser rausbringt. Man schätzt, dass es ca 16.000 Fitnessinfluencer gibt, davon sollen immerhin rund 200 davon komplett leben können. Ganz ohne Sporthilfe oder Medaillen.
    Onlyfans als Finanzierung der Sportkarriere wurde ja bei Olympia auch thematisiert.


    Und wenn ich meine Kinder her nehme, dann interessiert sie Leistung, nicht Nationalität. Und so saß mein Großer fasziniert vor dem TV, hat Eiskunstlauf oder die "Wahnsinnigen" auf den Schanzen und Halfpipes gefeiert. Einfach weil sie was konnten, egal ob Koreaner oder Amerikaner. Einfach weil die Athleten was konnten.


    Was bleibt ist aber, dass Sport zu unserem kulturellen Gut gehört. Wie Theater, Musik, Kunst. Bei allem könnte man sich fragen, wofür wir das brauchen. Aber man kann auch sehen, was passiert wenn's fehlt. Ein kleiner Einblick hatte die C-Zeit ja schon geliefert mit Fußball in leeren Stadien...




    Thomas0815-2 Bist du dann auch für die Abschaffung der Fußballnationalmannschaften? Könnte man ja auch diskutieren, ob wir das noch brauchen...

    Zu den Norwegern kann ich noch beitragen, dass sie die Jugendarbeit generell umgestellt haben: keine Tabellen bis 13 Jahre, späte Spezialisierung, rel. wenig Training im Kinder- und Jugendalter. (Hier hatte ich mal einen Bericht der Biathleten gesehen) Norwegen-2022

    Wir hatten vor Jahren mal ein Bambini rausgeworfen, dass häufiger andere Kinder gebissen hat, ohne Vorwarnung, ohne erkennbare Vorgeschichte. Wir haben die Forderung an die Eltern gerichtet, dass sie bleiben und aktiv beim Training aufs Kind aufpassen müssen. Wollten sie nicht: Auf Wiedersehen!


    Bei allem sozialen Engagement hat alles seine Grenzen. Vor allem gilt es auch die Grenzen der Engagierten zu wahren. Wenn wir die nicht schützen, schmeißen die Trainer immer schneller hin und es wird immer schwerer, die Trainingsgruppen zu versorgen.

    Auf den Po schlagen muss echt nicht sein, aber sonst hinterer Rücken sollte dafür auch funktionieren, oder?

    also nur noch mal zur Klarstellung: bei diesem Spiel steht man sich gegenüber. Man wehrt ab und versucht zu treffen. Hier gehts um schnelle Beine, kleine Sidesteps... Man kommt maximal an die Seite ran und ganz gewiss tritt sich nicht gegenseitig in den Allerwertesten (überspitzt gesagt). Wer da Sorge hat, kann einfach mal einen Selbstversuch mit einem gleich großen Partner machen.
    Den Rücken finde ich dann mal gar nicht geeignet denn da sitzen die Nieren.

    Ich finde, du bist auf einem guten Weg. Deine Trainingsgruppe ist sehr groß aber im Umgang mit Kindern gibts in meinen Augen nichtsl zu meckern.


    Wenn man sich mit der Entwicklung von Kindern, Erziehung und Gehirnentwicklung befasst, dann stolpert man über das 3-Gehirne-Modell. Vereinfacht gesagt gibt's das Reptiliengehirn, das limbische Gehirn und der Neokortex.


    Das Reptiliengehirn ist das "älteste" und der schnellste Teil des Gehirns. Hier werden instinktive Funktionen zum Überleben gesteuert. Wenn alls ok ist ist auch das Reptiliengehirn im Ruhemodus. Wenn nicht, dann wird das logische denken blockiert, es bleiben: Flucht, Kampf oder Totstellen. Menschen agieren hier impulsiv, ohne Planung.

    Wenn man sich das kindliche Gehirn wie ein Gebäude vorstellt, ist hier der Keller.


    Im limbischen System sind Emotionen, Erinnerungen und soziales Verhalten abgelegt, die Fähigkeit mit anderen in Kontakt zu treten, Bindung aufzubauen. Hier findet lernen statt. Es werden Belohnungen verarbeitet oder Frustration. Hier ist das Erdgeschoss.


    Der Neokortex kann abstrakt und logisch denken, kann Empathie, Kreativität, bewusste Entscheidungen, Liebe, Problemlösungen und Anpassungefähigkeit. Es ist groß und mächtig aber relativ langsam. Hier wäre also das Obersgeschoss.

    Blöd nur, dass beim Menschen das Haus erst mit ca 25 Jahren wirklich fertig ist. Das OG ist bei Kindern noch im Bau. Schon da aber noch nicht ganz fertig.

    (Und in der Pubertät bricht gefühlt manchmal das Treppenhaus zusammen)


    Nun muss man eigentlich nur noch wissen, dass man zwar von der einen auf die andere Etage gehen kann, man aber nicht durchs Haus brüllt.



    Jetzt haste also einen Spieler, der im Keller tobt und seinen Mitspieler attackieren will. Instinktiv, schnell, ungeplant.

    Natürlich muss man diese Situation sofort unterbinden und das Kind ins Erdgeschoss bringen. Im Keller kannst du es nicht erreichen. Wenn du dort auf ihn einschimpfst, wird es weiter im Keller bleiben und weiter kämpfen.

    Es ist viel schlauer, es ins EG zu bringen, es beruhigen, Bindung herstellen und eine Aussicht auf Belohnung definieren. "Hauen und Schubsen sind verboten. Du entschuldigst dich jetzt und dann darfst du wieder mitmachen". Im Keller verpuffen diese Worte. Reflex ist vielleicht: 'da greift man mal ordentlich durch' und verbannt das Kind vom Spiel. Nur: Lernen kann das Kind im Keller nicht, also wird sich das Verhalten wiederholen.


    Was zur Wahrheit gehört: viele Menschen wissen nichts von diesen Mechanismen. Und manche haben es gehört, finden es aber "neumodischen Kram" und tönen: "es hat uns auch nichts geschadet".


    Und so labern alle land auf land ab zig mal entnervt das gleiche an die Kinder und Jugendliche hin und wundern sich, dass alles an den Lütten abprallt.


    Aber wenn Verbindung da ist und Interesse, dann entsteht ein Sog, der alle mitzieht.

    Kann man doch ganz einfach kalkulieren:

    1:20 hin
    0:10 vorher da sein
    1:30 Training
    1:20 zurück

    macht unterm Strich 4:20

    Davon ausgehend dass Training um 20 Uhr ist (klingt ja eher nach Erwachsenen) musst du also um 18:30 aus dem Haus und bist um 23 Uhr wieder da. Essen vorher, kochen auch.
    Der Tankwart knöpft dir dafür im Monat ungefähr 280 € ab. Der Versicherung musst du zusätzliche 25.000 km melden und nach spätestens zwei Jahren brauchste neue Reifen und einen Ölwechsel. Das alles sollte eine manierliche Entlohnung in anderes Licht rücken.


    Ich bin der Meinung, dass da schon SEHR viel Enthusiasmus beisammen sein muss, um so was zu machen!

    alle Rangelspiele sind super und kombinieren Kraft und Balance. Man muss nur die Regeln gut kommunizieren, sonst kann das eskalieren. Also dass man sich nur treffen und nicht weh tun soll zum Beispiel. Und darauf achten, dass die Teams körperlich ausgeglichen sind.


    Zu zweit:

    • an die Hände fassen und den anderen über eine Linie schieben und/oder ziehen
    • das gleiche Schulter an Schulter
    • oder Rücken an Rücken.
    • im Vierfüßlerstand dem Partner auf die Hände patschen.
    • Zwei gegenüber versuchen sich gegenseitig auf den Po zu hauen.
    • einer liegt auf dem Boden, der andere quer drüber, der untere soll sich umdrehen, der obere verhindert das.
    • beide Einbeinig versuchen den anderen aus der Balance zu schubsen.

    Cool down: wer steht am längsten auf einem Bein (wenn's zu lange dauert: Augen schließen lassen)

    C-Jugend? Da würde ich (noch) über die Eltern gehen. Dass sich 1-2 Erwachsene erstmal selber ein Bild machen (falls nicht schon geschehen) und dann auf Augenhöhe mit dem Trainer reden um ggf. Gründe oder Verbesserungspotentiale auszuloten.

    Heute ärger ich mich über die gewinnorientierte Herangehensweise von gestern.

    Ich war als Eltern mal Zuschauer von einem solchen Vorgehen (Volleyball- Qualiturnier). Obwohl, hier war es noch viel extremer als das von Lindmann beschriebene...
    Die besten haben von Anfang an durchgespielt, 6 Spiele lang, ein Junge durfte ab und zu rein, zwei weitere gar nicht. Das ganze Turnier nicht. Und was ist passiert? Im Halbfinale lagen die Nerven schon blank und im Finale waren die Jungs stehend ko! Und haben (im Grunde vollkommen unnötig) verloren.


    Wären sie vielleicht gar nicht ins Finale gekommen, wenn alle gespielt hätten? Vielleicht. Aber wäre unterm Strich ein besseres Ergebnis möglich gewesen? Sicher!
    Da das Ziel "Qualifikation" hieß, wäre es allerdings nicht schlechter geworden als nicht geschafft.

    Ich würde es anders angehen: geh mal ein paar Wochenenden zu den Spielen in deiner Umgebung und der passenden Altersklasse und achte drauf, welcher Trainer/Team dich von der Art her anspricht.

    Den Trainer kannste dann sicher nach dem Spiel freundlich anquatschen. Frag am Besten nach einer Hospitation. Dann ist klar, dass du zwar lernen möchtest aber niemanden aus dem Amt kicken.
    Falls es menschelt, werden sie dich dann schon von sich aus fragen ob du bleiben möchtest.