Beiträge von Goodie

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    Ich sehe jedoch grundsätzlich eine Spirale, die sich immer weiter dreht. Je mehr Trainer für ihr Hobby bezahlt werden, desto schwieriger wird es, andere dafür zu begeistern, dieses Hobby rein aus Freude und quasi umsonst auszuführen.

    Und warum genau muss ich mich eigentlich für ein "jährliches Grillfest der Trainer" da hinstellen?


    Ich mache das auch seit vielen Jahren vollkommen unentgeltlich. Das vorweg.

    Aber wenn ich sehe, wieviel Geld im Umlauf ist, dann frag ich mich schon warum ausgerechnet bei uns Trainern nichts ankommen soll.

    Für ein viertägiges Trainingscamp 150€? Kein Problem. Das neuste Trikot vom FC Lieblingsverein für 80€? Oma zahlt.

    Musikschule (30 Min 80€ im Monat), Muckibude, Freizeitpark. Überall werden horrende Tarife aufgerufen.


    Ich habs schon oft geschrieben:

    1. Tarife drastisch erhöhen.

    2. die Option schaffen, sich mit Arbeitsdiensten "freizukaufen" (Trikot waschen, Kuchen backen, "Hof fegen und Rasen mähen", Betreuer, Trainer) Es gibt immer was zu tun!

    => endlich eine gescheite Umverteilung: wer sich einbringt zahlt nichts oder weniger, wer sich richtig engagiert bekommt raus und wer nur konsumiert zahlt ein.


    Na ja, bleibt utopisch, ich weiß!



    Im Verein meines Großen haben sie ab der C- Jugend feste Trainerteams.

    Aus der Draufsicht von außen würde ich sagen: klappt gut!

    Ich sehe häufiger Zusammenhänge mit dem Mond. Drei Tage nach Neumond ist Springtide, also der Tag wo sich das Meer besonders weit zurückzieht.

    Ihr könnt mich für nen Spinner halten aber ich sehe da regelmäßig Zusammenhänge.


    Ein mieses Training macht noch keine Krise. Manchmal hilft auch Abbruch des Geplanten und die Kinder fragen, was sie wollen. Zur Not mal ne Runde Schlafkönig. ;)

    Die von Dir angesprochene Flexibilisierung zahlt ja auch auf die mangelnde Commitment-Bereitschaft des letzten Jahrzehnts ein.

    Na ja, also die Überregulierung im organisierten Fußball ist ja wohl mehr als deutlich zu sehen. Strafen weil bei Kinderteams der Trikotsponsor nicht eingetragen wurde?

    Nur eine Wechselperiode im Jugendbereich?

    Jedes olle Freundschaftsspiel gegen FC Nachbarverein in der F-Jugend muss angemeldet sein?



    Beim Volleyball hat sich eine große Runde der Freizeitvolleyballer gegründet. So groß, dass sie irgendwann sogar wieder beim Verband eingegliedert wurde und unter BFS beführt (Breiten- und Freizeitsport). Im wesentlichen orientiert sich alles am Ligabetrieb und dennoch ists anders: netter, lockerer, kein Trikotzwang (gut, das ist beim Kicken echt hinderlich ;-), Mixed, Damen oder Herren, Spieltermine werden zwischen den Gegnern abgestimmt: ein Kreis macht z.B. Dreierturniere einmal im Monat samstags, ein anderer spielt unter der Woche. Keine Schiripflicht, die Spielrunden sind auch mit Auf- und Abstieg organisiert aber sehr viel zugewandter als bei den "normalen" Spielrunden. Spielerpässe gibts aber zum Teil macht die der Staffelleiter selber auf Papierchen. Man muss sich halt entscheiden: richtiger Spielerpass oder Hobbyrunde. Ein Hobbyspieler kann im Ligabetrieb aushelfen und spielt sich ggf fest.



    Vielleicht würde das die 1000 Dorfweltmeistertrainer etwas runter bringen. Ab der C ein Ligabetrieb ab Leistungsklasse/überkreislich und ein Freizeitbereich auf Kreisebene mit deutlich entspannteren Regeln.

    natürlich sind leistungshomogene Gruppen nicht falsch.

    • Falsch im Jugendfußball ab der C ist zum Beispiel, dass die Anzahl der Spielerwechsel begrenzt ist (bei uns 4) und die immer gleichen Spieler erstmal draußen sitzen. Trainer müssten verpflichtet werden, alle Spieler mindestens die Hälfte der Spielzeit einzusetzen.
    • Falsch ist, dass ausgerechte die B Jugend - die erste Schritte in Richtung Alkohol trinken tun - Sonntags morgens spielen! Halleluja wäre das leicht zu ändern.
    • Falsch ist, dass die Einteilung in die Ligen fürs gesamte Jahr gilt statt halbjährlich umzusortieren. Und Jugendteams können nicht aufsteigen wenn der Jahrgang drüber nicht gut besetzt ist (Meldeligen würden helfen). Auch zwei Teams eines Vereins dürfen nicht in eine Leistungsklasse. Alles wenig im Sinne der Spieler
    • Falsch ist, dass sich Trainer anpöbeln, Schiris beleidigt werden, Spieler untereinander respektlos sind, Spieler von ihren Trainern angeschrien werden und sich Eltern nicht benehmen. Wenn es dann noch auf einer anderen Sprache als deutsch ausgetragen wird, wirds noch fieser.
    • Falsch ist, dass Trainer in Lehrgängen auf die neuen Möglichkeiten, Chancen und Optionen eingeschworen werden und anschließend mit der Kippe im Mund kundtun: "alles schwachsinnig, ich mach das wie immer"
    • Falsch ist, dass Trainer mit dem Verhalten von Pubertieren überfordert sind, nix so läuft wie sie es sich vorstellen und das Training immer schlechter wird. Dann stellen wir immer noch die Bravsten in die Innenverteidigung, weils ja sonst keiner machen will und die meckern wenigstens nicht.
    • Falsch ist, dass "Heimschiris" in den Kreisklassen die Gegner gnadenlos verarschen.

    Hab ich was vergessen?


    Gegen all diese Phänomene dürfte in der B oder A Kleinfeldspiele oder Nebenplätze wohl kaum die Lösung sein. Spätestens wenn Team a mit 20 und Team b mit 12 Spieler da steht, bist mit der Logik am Ende.

    und ein 4 Jähriger dem das einfach so vorgemacht wird hat jetzt nicht so einen starken Willen, das er nicht entsprechend geschult werden kann.

    Sorry, aber das ist Quatsch!

    Kinder im Kindergartenalter ignorieren dich einfach wenn sie was nicht wollen!

    Natürlich gibt's Kinder, die alles an Input aufsaugen und das machen sie dann auch schon mit vier. Und das sind wahrscheinlich auch die, die besser werden als andere. Aber andere Kinder sind total schnell frustriert wenns nicht so klappt und stecken schnell auf.

    Ich habe immer schon den Papas der Bambinis gesagt, dass sie im Garten die Beidfüßigkeit einfordern sollen... obs fruchtet? keine Ahnung.

    Mädchen sind eigentlich sehr "Regeltreu". Daher vermute ich, dass sie trotz allem nicht so richtig wissen, was sie machen sollen.

    Versuche mal folgendes Bild:


    Ihr hab gedanklich ein Gummiband zwischen euch. Das muss stets locker gespannt sein. Das heißt, ihr braucht immer einen gewissen Abstand, der auch flexibel ist aber man darf nie zu nah oder zu entfernt von der Mitspielerin sein.

    Was war das denn gestern für ne erste Halbzeit. Hui, das hat Spaß gemacht zuzuschauen. Dass das noch nicht durchgängig klappt, in meinen Augen geschenkt. Da muss der Gegner ja auch "mitspielen" oder sich eben überrennen lassen. Aber wenns in diese Richtung weiter geht: Super

    Mal aus Sicht der Trainerkinder...

    1. sie sind die besten (das ist wirklich ein interessanter Effekt und ganz häufig so. Die Eltern der Mitläufer sieht man so gut wie nie am Seitenrand) und fehlen so gut wie nie (logo, die Eltern achten schon drauf, weil sie ja selber hin müssen) Wenn man aber mal sehr selbstkritisch ist, dann haben auch diese Kinder manches mal echt überhaupt keine Lust, wollen im Planschbecken bleiben, mit Freunden weiter spielen. Eine Absage, wie man sie dann von anderen Kindern erhält, gibts hier nie.
      Also ich bin auch selbstkritisch genug, meinen Sohn in Zeiten der Elterntrainerschaft öfter als einmal mit seinen Wünschen übergangen zu haben. Es ist Training, basta.
      Aber ist das immer im Sinne der Kinder oder darf es hier auch mal die güldene Ausnahmen geben?
    2. sie werden vor und nach dem Spiel sicher noch lange mit ihren Vätern darüber sprechen (müssen). Ich finde das extrem anstrengend. Alle anderen sprechen noch kurz mit ihren Eltern drüber und dann gehts ab zur Oma (oder so)
    3. sie werden ständig bevorzugt. Ersnthaft, dass das nicht gut für die Persönlichkeitsentwicklung ist, sollte klar sein.
    4. Sie sind die besten, dürfen aber nicht einen Jahrgang höher. Denn das ist es, was ein neutraler Trainer wohl mit seinen besten in einem gut geführten Verein macht. Bis zur E, machmal auch noch in der D ein übliches Verfahren, dass die 1-2 besten einen Jahrgang hoch gehen.

    Wo sind die Vorteile für die Kinder bei eurem Vorgehen?


    Ich sag dir (durchaus etwas überspitzt mit einem Augenzwingern), wie es weiter geht,

    E-Jugend: es spielen die vier besten + TW, zwei sind ganz ok, zwei sitzen auf der Bank. Den Rest nominiert man besser gleich gar nicht, die kommen inzwischen eh nur noch sporadisch und das ist ja auch irgendwie besser so. Dann wechselt man die zwei mittleren mit den Auswechselspielern, die Spiele werden gewonnen, alles ist gut. Ihr werden Dorf-E-Jugend-Weltmeister. Glückwunsch. Man klopft euch auf die Schulter

    D-Jugend: es spielen wie gehabt die vier besten +TW, die zwei ok, die zwei von der Bank. Nun sitzen auf der Bank: die Bienenforscher/Resterampe. Es steht 2:2 aber ihr müsst noch tauschen. Das Spiel geht mit 2:5 verloren. Warum wohl? Es gibt Diskussionen, die erfolgsverwöhnten Eltern tuscheln. Man spricht darüber, sich neue, bessere Spieler zu suchen.

    C-Jugend: Der Verein muss leider aufgeben. Die zwei besten sind letzte Saison in ein Leistungsteam gegangen, die beiden anderen wollten mal "was anderes sehen". ein paar andere haben schon vor zwei Jahren aufgehört - bringt ja nix.
    Aber wie soll man mit nur noch 12 Spielern auf dem Großfeld zurecht kommen, denn die Trainer sind auch weg. Der Jahrgang ist futsch.


    Mein Lösungsansatz? Sprecht mit dem Verein, einen weiteren, unabhängigen Trainer zu bekommen. Fragt ggf. bei den Mitläufereltern und bittet um Hilfe. Lasst die zwei besten einen Jahrgang hoch gehen, so sie es wirklich drauf haben. Sie sollten die Möglichkeit haben, sich könnensgemäß zu entwickeln.


    Wechselt nach jedem Spiel den Trainer der 1.und 2 Mannschaft am Seitenrand. So kann man immer noch 50% der Spiele der eigenen Kinder sehen.

    Lasst bewusst die stärkeren auch mal zu Hause. Vier Turniere? dann bleibt jeweils einer einmal oder gar zwei mal zu Hause. So einfach. Der Trainer kommt auch alleine klar mit seinem Sekretär.


    Wenn du jetzt sagt: jaha, du hast leicht reden, dann sage ich: haben wir so durchgezogen. Wir haben den Sohn zur Oma gebracht und sind mit dem Team aufs Hallenturnier. Du kannst dir sicher vorstellen, wie stinkig das Kind war aber die Erfahrung fand ich durchaus wichtig; für alle, für uns, für ihn, fürs Team. Und wenn du sieht, sie knatschig das Kind ist, bekommst du auch ein Gefühl, wie sich die anderen Kinder fühlen, wenn sie nicht mitdürfen.

    Suche mit angenehmen Trainern den Kontakt und besprich Trainingsspiele auf Augenhöhe für alle. Man kann auch mit den schwächeren gegen den Jungjahrgang des eigenen Vereins spielen.

    also üblicherweise hast du im F-Jahrgang (und auch noch bei ner E) Zugänge, die einfach sowieso kommen. Du kannst dich getrost von dem Gedanken verabschieden, dass es jedes Jahr so ist wie letztes Jahr. Verfolgt man ein paar Teams über Jahre, so sieht man klar den Wandel: Kinder kommen und gehen, aus ganz unterschiedlichen Gründen.


    Jetzt zu sagen: nee, ich habe "meine" Kinder, ist wirklich zu kurz gegriffen.


    Ich finde eine Trainingsgruppe zwischen 12 und 16 ideal. Das kommt auch immer auf die Zuverlässigkeit der Kinder an, wie groß ein Kader sein muss.

    Welche Ansprache wäre in diesem Fall die passende wegführende, damit er wieder einen Sinn darin finden kann?

    Habt ihr paar knackige Sätze für mich?

    also ich weiß nicht. Ein Junge, der den Frust einer langen Verletzung hinter sich hat, gepaart mit dem Gefühlschaos der (vor)Pubertät ist wohl kaum mit ein paar knackigen Sätze zu motivieren.


    Ich würde eher mal rausfinden, was ihn genau hemmt? Vielleicht will er lieber was anderes machen? Vielleicht hat er Angst vor erneuten Schmerzen. Vielleicht gabs doofe Sprüche in der Kabine... Das ist aus der Ferne unmöglich zu beantworten.

    Wenn jemand wenig zum Training kommt... warum ist das so?

    Wenn jemand schon sehr wenig Trainingsminuten hat, wird er auf der Ersatzbank dann den Rückstand an Trainingsminuten aufholen?

    Die Einstellung ist sehr löblich aber hier darf man bei Pubertieren nicht verkennen, dass es für die, die immer da sind, sehr frustrierend ist, wenn sie von ihrem Einsatz so gar nicht profitieren. Es gibt ja auch Spieler, die Kinoverabredungen sausen lassen, weil Training ist.


    "Ich bin erstmal auf der Bank aber klar, ich konnte ja am Donnerstag nicht ins Training" ist ein Satz, der durchaus ins Repertoire eines Spielers ab 12 Jahren gehören könnte.

    Und noch etwas:

    Eltern bezahlen in ehrenamtlich geführten Vereinen sicherlich nicht dafür, dass der Junge einen Anspruch an Spielzeit hat.

    Hier würde ich mal sehr energisch widersprechen wollen... Alle Spieler zahlen den selben Beitrag. Natürlich haben sie dann auch ein "Recht" auf die gleiche Leistung. Oder anders herum gefragt: warum nehmen sich Trainer raus, Spieler durch Nichtnominierung und Bankdrücken schlechter zu stellen? Mit welchem Recht? Vor welchem Hintergrund?

    Und wenn du Erfolg im Sinne von Ergebnis mal gedanklich rausnimmst, sollten dir schon sehr bald die Argumente ausgehen.


    Wenn du einen Spieler annimmst, dann lass ihn spielen. Wenn du jemanden nicht spielen lassen willst, dann nimm ihn nicht an.

    diese Diskussion beschreibt aber leider mal wieder nur den Idealzustand, den wenige aufgeklärte Trainer, die sich hier austauschen auch versuchen oder komplett umsetzen.


    Die Realität sieht leider ganz anders aus! Und das nicht nur im eigenen Verein sondern auch bei den Gegnern. Ich suche seit wirklich langem nach einem Verein im erträglichen Radius für meinen jüngeren Sohn (inzwischen C-Jugend Altjahrgang) Aber wirklich überall ists das gleiche: alle Trainer bölken rum, motzen die Kinder an wenns nicht läuft, wechseln maximal zur Halbzeit oder gar noch später.


    Das auszuführen wäre ein Fall für den Frustabbau aber ich beobachte und lerne schon immer... Der STP-Trainer meinte auf die Frage: "wo läuft es eigentlich richtig gut" als Antwort: "hier im Kreis? Nirgendwo!"


    nero: guck dir den Trainer aus dem unterklassigen Verein bei Spielen an. Bevor du nicht weißt, wie er dort agiert, würde ich die Frage nach einem Wechsel noch nicht stellen.

    Interessanter Ansatz.

    Ich kann mich zwar nicht erinnern, dass Schule bis 12 ging (1980er) aber mir fehlt wirklich der Zusammenhang mit dem Gedanken von Dirk, die Kinder muskulär umprogrammieren zu wollen.

    Entwicklungsstörungen wie beschrieben sind ggf. einen eigenen Strang wert.