Kopfsache klar. Aber ausgelöst durch?
Das wäre ja mal genauer zu analysieren um geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Häufig sind ja die Eltern das Gegenteil von hilfreich. Achte mal darauf, mit welchem Mindset die Spieler von ihren Eltern in Empfang genommen werden. Es geht ja nicht eben selten im Auto in die 3. Halbzeit mit Spieltagsanalyse. Sollte hier das Problem liegen, braucht es eher einen Elternabend...
Es könnte aber auch ein diffuses "ungerecht" in den Köpfen sein. Darauf reagieren Kinder in dem Alter sehr empfindlich, so dass sie die nächsten Minuten wie paralysiert sind. Das könnte man z.B. trainieren mit einem Spiel: "Team A führt 2:0". Mach das mal und guck dir die Reaktionen an. Wer packt das Kampfschwein aus, wer motzt/resigniert oder reagiert über? Und beobachte auch, dass diese Ansage ans bevorzugte Team was macht. Mit diesem Mindset geht auch der Gegner ans Werk, wenn er ein Tor gemacht hat.
Wir hatten beim Volleyball immer ein Spiel für den Kopf: wir spielen immer nur die nächsten 5 Punkte. Und wenn der Satz/ das Spiel dann noch läuft, die nächsten 5 Punkte... usw. Jede Phase des Spiels sollte eben die gleiche Wertigkeit bekommen und nicht nur die letzten 5 Punkte.
Beim Fußball ist das ähnlich. Jede Ballaktion ist die nächste, wichtige. Leider verändert sich das Coaching auch mit dem Spielstand.
Die Spieler stehen auf dem Platz und geben gefühlt 100%. Du als Trainer siehst aber nur 60% (gemessen an den Möglichkeiten der Einzelnen). Würde es helfen, wenn man den Spieler sagt: "wir sind nur bei 60%, auf geht's jetzt!"? (oder man gönnt dem Team 80%, fürs Gemüt)