Beiträge von Goodie

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    Wir haben Turniere immer ehrenamtlich und kostenlos gemacht (das ist hier auch vollkommen üblich) und haben uns durchs Catering und ggf. einer kleinen Tombola finanziert. Es blieb auch immer was übrig. Aber das schmitzt wenn die Ansprüche steigen.

    Bei meinem letzten Bambinispielfest, welches ich organisiert habe, habe ich beim weggehen gehört, wie sich Kinder und Eltern der Gäste darüber unterhalten haben, dass es mies war, weil es weder Medaillen noch Gummibärchen gegeben hätte. Ein normaler Spieltag!

    Der DFB schickt in regelmäßigen Abständen Fragebögen durchs Land. Die werden dann ausgewertet, sind aber in meinen Augen wenig aussagekräftig, außer vielleicht für ne hübsche Powerpointpräsentation mit den neusten schicken Folienanimationen.


    Hier könnte man echte, ungefilterte Meinungen von der Basis erhalten. Daher kam der Gedanke auf.

    Kopfsache klar. Aber ausgelöst durch?

    Das wäre ja mal genauer zu analysieren um geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten.


    Häufig sind ja die Eltern das Gegenteil von hilfreich. Achte mal darauf, mit welchem Mindset die Spieler von ihren Eltern in Empfang genommen werden. Es geht ja nicht eben selten im Auto in die 3. Halbzeit mit Spieltagsanalyse. Sollte hier das Problem liegen, braucht es eher einen Elternabend...


    Es könnte aber auch ein diffuses "ungerecht" in den Köpfen sein. Darauf reagieren Kinder in dem Alter sehr empfindlich, so dass sie die nächsten Minuten wie paralysiert sind. Das könnte man z.B. trainieren mit einem Spiel: "Team A führt 2:0". Mach das mal und guck dir die Reaktionen an. Wer packt das Kampfschwein aus, wer motzt/resigniert oder reagiert über? Und beobachte auch, dass diese Ansage ans bevorzugte Team was macht. Mit diesem Mindset geht auch der Gegner ans Werk, wenn er ein Tor gemacht hat.



    Wir hatten beim Volleyball immer ein Spiel für den Kopf: wir spielen immer nur die nächsten 5 Punkte. Und wenn der Satz/ das Spiel dann noch läuft, die nächsten 5 Punkte... usw. Jede Phase des Spiels sollte eben die gleiche Wertigkeit bekommen und nicht nur die letzten 5 Punkte.
    Beim Fußball ist das ähnlich. Jede Ballaktion ist die nächste, wichtige. Leider verändert sich das Coaching auch mit dem Spielstand.


    Die Spieler stehen auf dem Platz und geben gefühlt 100%. Du als Trainer siehst aber nur 60% (gemessen an den Möglichkeiten der Einzelnen). Würde es helfen, wenn man den Spieler sagt: "wir sind nur bei 60%, auf geht's jetzt!"? (oder man gönnt dem Team 80%, fürs Gemüt)

    Einer hatte mal geschrieben, Gedächtnisprokoll:

    „Ich weiß nicht warum, aber ich sehe euch vor mir, wie langhaarige, linke, kiffende Bombenleger!“

    Ich hatte geantwortet, „langhaarig“ kann er weglassen.

    Darauf einen Matetee. 😂

    Wir sind aber auch Revoluzzer...

    Überleg mal:

    Du trainierst seit mehreren Wochen mit allen Spielern deiner Mannschaft als Lernziel eine Finte.

    Von dem sprachlichen Mittel des Beispiels haste aber schon mal gehört, oder?
    Wie ein individuelles Ziel aussehen könnte und ob man es benutzt, entscheidet der TE. Es war ein Vorschlag.


    Ich berichte nur von meinen Erfahrungen. Besagter Jahrgang ist inzwischen in der B-Jugend. Seinerzeit spielte man hier noch 7vs7 mit 4er Bällen, in sofern gab es andere Ziele. Unsere Coachings zielten darauf ab, Spielfeste mit vollkommen überforderten Gegnern (4 mal im Halbjahr in der exakt gleichen Zusammensetzung) für beide Seiten zu einem halbwegs erträglichen Event zu machen. Das heißt, wir haben unsere Kinder möglichst intelligent eingebremst. Intelligent in dem Sinne, dass auch unsere Spieler noch einen Trainingseffekt hatten.

    Wir hatten auch einen Jahrgang, der den anderen voraus war. Statt Finten hatten wir das Augenmerk auf Beidfüßigkeit gelegt. (Seinerzeit hatten die Kinder noch mit 4er Bällen gespielt, da waren Finten echt noch quatsch)


    Statt: "schießt viele Tore" könnte man ja individuelle Ziele fürs nächste Spiel rausgeben: Fred, du versuchst ein Tor mit links; Otto und Karl, ihr zeigt mir heute drei Finten; und Jungs, ich möchte mindestens 4 Doppelpässe sehen.

    Ich sag ja: Dreierspieltage mit verkürzten Spielzeiten, das dritte Team pfeift. Und zwar die Spieler selber. Von mir aus auch mit 2 SR aufm Platz, 2-4 Linienrichter, 2 bei den Trainern. Dann haben viele was zu tun.


    Dann können sich alle mal überlegen, ob sie das Schiedsgericht und später dann die eigenen Kinder beleidigen (lassen)

    beim Volleyball gibts in einigen Kreisen in der Jugend Dreierspieltage. Jeder spielt gegen jeden (nur zwei Gewinnsätze) und das dritte Team pfeift. (Übrigens zumeist die Kinder selber)
    Wäre auch beim Fußball denkbar...

    1.
    Warum hat ausgerechnet der Fußball Probleme Trainer zu finden?

    Viele andere Sportarten haben eine ungleich höhere Einstiegshürde bei den Trainern als Fußball. Das kann im wesentlichen erstmal "jeder der Bock hat".
    Das ist beim Fechten, Sportschießen, Eiskunstlauf, Rudern oder beim Volleyball ganz anders. Und weil das so ist, wissen so ziemlich alle Sportler, dass man was zurückgeben muss. Trainer rekrutieren sich hier immer aus den Aktiven, nie aus fachfremden Eltern.

    In meinem Volleyballverein war es üblich, dass aus jedem Erwachsenenteam drei Spieler einen Schirischein machen müssen und mindestens einer ein Jugendteam zu trainieren hat. Hätte eine Mannschaft das nicht zusammenbekommen, wäre das Team nicht gemeldet worden.


    Natürlich hat man beim Fußball viel mehr Kinder- und Jugendteams als in den Randsportarten und man kann ja auf Fachfremde ausweichen (so bin ich ja auch in den Bambinibereich gestolpert). Generell glaube ich aber dass ALLE das Problem haben Trainer zu finden.
    Das Ehrenamt ist auf dem absteigenden Ast, die Ansprüche steigen aber im Breitensportverein soll alles schön billig bleiben. Dabei haben Eltern häufig gar kein Problem viel Geld auszugeben (Kampfsportschulen, Musikschulen, Fußballcamps und Bezahltraining)

    Und bei den Spieltagen trifft man immer seltener auf Kollegen denn auf Gegner. Also im Wortsinn. Da wird rumkrakelt schon bei den Bambinis.


    Wer hat auf diese Gemengelage schon Lust!?


    Zum Bezahlen hab ich ja folgende Haltung:

    Ab einem gewissen sozialen Standing kann man die Menschen mit Geld nicht motivieren. Wer im Beruf steht, vielleicht Familie hat, den kann man mit 20€ pro Trainingseinheit sicher nicht locken. Der hat entweder Lust drauf oder nicht.
    Aber bei jungen Leuten sieht das ganz anders aus. Die wollen neben Schule und Studium was dazu verdienen. Da könnte das sicher ziehen.

    weiß nicht. Ich habe als Organisatorin eines solchen Turniers mal einen Trainer sofort zur Ordnung gerufen und ihm angeboten, abzureisen. Das hat geholfen.

    Vorausgegangen war bei der kurzen Besprechung der Trainer der Hinweis, dass wir nach Fairplay Regeln agieren und da steht, dass die Trainer das Spiel gemeinsam und ruhig begleiten. Gleich im ersten Spiel, quasi beim ersten Ballkontakt ging das Gebrülle los. Ich bin sofort dazwischen gegangen und siehe da: der Trainer hatte die Gelegenheit, mal andere Erfahrungen zu machen.

    Im westdeutschen Verband gilt:


    Man muss auch die Motivation des anderen Vereins hinterfragen. Was außer Abwerben sollte der im Sinn haben?

    Ich würde es genehmigen aber gleichzeitig darauf hinweisen, dass die Aufstellung maßgeblich von der Trainingsbeteiligung abhängt. Dann kann sich die Familie überlegen, was ihr wichtiger ist. Wenn sie sich dennoch für das externe Training entscheiden, werden sie sowieso einen Wechsel vorbereiten. Das wären jedenfalls meine Gedanken.

    das ist ja ein großes Dilemma... wenn die Trainer endlich Erfahrung gesammelt haben, ggf. ruhiger geworden sind, das Training besser, dann kommen sie zur Erkenntnis, dass Sohn mal nen anderen Trainer braucht und hören auf. Das ist total schade, allerdings auch nachvollziehbar. Wenn man dann nochmal mit einem Jahrgang starten würde, wäre das ideal...

    Eigentlich könnte ein einheitliches Auftreten ein Prestigeobjekt für Nachhaltigkeit werden, wenn man die Klamotten konsequent durchreichen würde. Gerade Jacken, Regenjacken aber auch Shirts sind immer für ne zweite oder dritte Runde gut. Ein jährlicher Trödelmarkt zum Ende des Sommers wäre doch nahezu perfekt, sich kostengünstig (wer mag) einzukleiden. Dann müsste man nur endlich mal aufhören, sie zu individualisieren. Es gibt Namens- und Textiletiketten, die man reinkleben kann (falls jemand nun wieder bemängelt, dass man sie nicht auseinanderhalten kann.).


    Wenn neue Trikotserien eingekauft werden, werden die alten übrigens als Trainingsshirts an die Spieler ausgegeben. Wie gesagt, nur die Trikots werden vom Verein/Sponsor bezahlt, Hosen und der Rest muss gekauft werden.


    Man könnte auch Kleinanzeigen nutzen, in dem man in den Titel immer FC Knickfuß mit einträgt und könnte so passende Klamotten günstig finden.


    Ich habe noch mal drauf geachtet: selbst die Kleinsten kommen zu 80% mit Vereinsklamotten.