Beiträge von Goodie

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Ich sag ja: Dreierspieltage mit verkürzten Spielzeiten, das dritte Team pfeift. Und zwar die Spieler selber. Von mir aus auch mit 2 SR aufm Platz, 2-4 Linienrichter, 2 bei den Trainern. Dann haben viele was zu tun.


    Dann können sich alle mal überlegen, ob sie das Schiedsgericht und später dann die eigenen Kinder beleidigen (lassen)

    beim Volleyball gibts in einigen Kreisen in der Jugend Dreierspieltage. Jeder spielt gegen jeden (nur zwei Gewinnsätze) und das dritte Team pfeift. (Übrigens zumeist die Kinder selber)
    Wäre auch beim Fußball denkbar...

    1.
    Warum hat ausgerechnet der Fußball Probleme Trainer zu finden?

    Viele andere Sportarten haben eine ungleich höhere Einstiegshürde bei den Trainern als Fußball. Das kann im wesentlichen erstmal "jeder der Bock hat".
    Das ist beim Fechten, Sportschießen, Eiskunstlauf, Rudern oder beim Volleyball ganz anders. Und weil das so ist, wissen so ziemlich alle Sportler, dass man was zurückgeben muss. Trainer rekrutieren sich hier immer aus den Aktiven, nie aus fachfremden Eltern.

    In meinem Volleyballverein war es üblich, dass aus jedem Erwachsenenteam drei Spieler einen Schirischein machen müssen und mindestens einer ein Jugendteam zu trainieren hat. Hätte eine Mannschaft das nicht zusammenbekommen, wäre das Team nicht gemeldet worden.


    Natürlich hat man beim Fußball viel mehr Kinder- und Jugendteams als in den Randsportarten und man kann ja auf Fachfremde ausweichen (so bin ich ja auch in den Bambinibereich gestolpert). Generell glaube ich aber dass ALLE das Problem haben Trainer zu finden.
    Das Ehrenamt ist auf dem absteigenden Ast, die Ansprüche steigen aber im Breitensportverein soll alles schön billig bleiben. Dabei haben Eltern häufig gar kein Problem viel Geld auszugeben (Kampfsportschulen, Musikschulen, Fußballcamps und Bezahltraining)

    Und bei den Spieltagen trifft man immer seltener auf Kollegen denn auf Gegner. Also im Wortsinn. Da wird rumkrakelt schon bei den Bambinis.


    Wer hat auf diese Gemengelage schon Lust!?


    Zum Bezahlen hab ich ja folgende Haltung:

    Ab einem gewissen sozialen Standing kann man die Menschen mit Geld nicht motivieren. Wer im Beruf steht, vielleicht Familie hat, den kann man mit 20€ pro Trainingseinheit sicher nicht locken. Der hat entweder Lust drauf oder nicht.
    Aber bei jungen Leuten sieht das ganz anders aus. Die wollen neben Schule und Studium was dazu verdienen. Da könnte das sicher ziehen.

    weiß nicht. Ich habe als Organisatorin eines solchen Turniers mal einen Trainer sofort zur Ordnung gerufen und ihm angeboten, abzureisen. Das hat geholfen.

    Vorausgegangen war bei der kurzen Besprechung der Trainer der Hinweis, dass wir nach Fairplay Regeln agieren und da steht, dass die Trainer das Spiel gemeinsam und ruhig begleiten. Gleich im ersten Spiel, quasi beim ersten Ballkontakt ging das Gebrülle los. Ich bin sofort dazwischen gegangen und siehe da: der Trainer hatte die Gelegenheit, mal andere Erfahrungen zu machen.

    Im westdeutschen Verband gilt:


    Man muss auch die Motivation des anderen Vereins hinterfragen. Was außer Abwerben sollte der im Sinn haben?

    Ich würde es genehmigen aber gleichzeitig darauf hinweisen, dass die Aufstellung maßgeblich von der Trainingsbeteiligung abhängt. Dann kann sich die Familie überlegen, was ihr wichtiger ist. Wenn sie sich dennoch für das externe Training entscheiden, werden sie sowieso einen Wechsel vorbereiten. Das wären jedenfalls meine Gedanken.

    das ist ja ein großes Dilemma... wenn die Trainer endlich Erfahrung gesammelt haben, ggf. ruhiger geworden sind, das Training besser, dann kommen sie zur Erkenntnis, dass Sohn mal nen anderen Trainer braucht und hören auf. Das ist total schade, allerdings auch nachvollziehbar. Wenn man dann nochmal mit einem Jahrgang starten würde, wäre das ideal...

    Eigentlich könnte ein einheitliches Auftreten ein Prestigeobjekt für Nachhaltigkeit werden, wenn man die Klamotten konsequent durchreichen würde. Gerade Jacken, Regenjacken aber auch Shirts sind immer für ne zweite oder dritte Runde gut. Ein jährlicher Trödelmarkt zum Ende des Sommers wäre doch nahezu perfekt, sich kostengünstig (wer mag) einzukleiden. Dann müsste man nur endlich mal aufhören, sie zu individualisieren. Es gibt Namens- und Textiletiketten, die man reinkleben kann (falls jemand nun wieder bemängelt, dass man sie nicht auseinanderhalten kann.).


    Wenn neue Trikotserien eingekauft werden, werden die alten übrigens als Trainingsshirts an die Spieler ausgegeben. Wie gesagt, nur die Trikots werden vom Verein/Sponsor bezahlt, Hosen und der Rest muss gekauft werden.


    Man könnte auch Kleinanzeigen nutzen, in dem man in den Titel immer FC Knickfuß mit einträgt und könnte so passende Klamotten günstig finden.


    Ich habe noch mal drauf geachtet: selbst die Kleinsten kommen zu 80% mit Vereinsklamotten.

    Schlimmer finde ich, dass einige Spieler in der B "auf einmal" ohne gescheites Repertoire an An- und Mitnahme auf dem Platz stehen und sich wundern. Sicher, viele lernen es "nebenbei" aber eben nicht alle.
    "Was haben die eigentlich in der E-Jugend gelernt", rauft sich so mancher Trainer die Haare.


    Nur sieht das ja dann keiner mehr der Trainer aus F- und E-Jugend.

    ich würde wohl mit dem Jungen zusammen an seinem Smartphone (würde mich wundern wenn er noch keins hat) die Weckfunktion aktivieren mit der Uhrzeit "10 Min. von losgehen" und ihn animieren, alleine zu kommen.


    Ein neunjähriger kann die Verantwortung dafür schon übernehmen, zumal wenn der Platz für ihn alleine erreichbar ist.

    Im Verein meines Großen ist das so gelöst: es gibt jedes Jahr das Angebot eines Sets, bestehend aus Hose, Hoodie, Trainingsanzug, T-Shirt und Stutzen, aus dem man auswählen kann was benötigt wird. Dies wird von den Familien gekauft und auf Wunsch mit Initialien personalisiert.

    Hose und Stutzen müssen vorhanden sein, der Rest ist optional aber gewünscht. (Preise sind aber auch vollkommen i.O). Bei den jüngeren Jahrgängen ists gemischt was die Klamotten beim Training angeht, die älteren kommen komplett im Vereinsoutfit.


    Trikots werden für den ganzen Verein zentral gekauft und den Jugendteams zugeordnet. So hat man jedes Jahr ein anderes Trikotset mit passenden Größen.

    Hilft ja auch nix, wenn der Tim nen tüchtigen Wachstumsschub hat und im kleinen Trikot ausschaut als ob er seinem kleinen Bruder die Klamotten geklaut hat.


    Noch besser fände ich, wenn die Personalisierung konsequent entfallen würde und man einen Secondhand-Tag einführen würde. So könnten erhaltene Klamotten an jüngere durchgereicht werden. Mich stört auch die fehlende Nachhaltigkeit. Das bezieht sich aber nicht unbedingt auf die Trikots, sondern auf das Gesamtpaket aus Jacken, Hoodies, Shirts, alles was so im Umlauf ist.



    Zur Wahrheit gehört aber auch, dass ich in einem anderen Verein mal versucht hatte, die Klamotten einzusammeln und einen Trödel anzuzetteln. Fanden alle erstmal gut, ist aber vollkommen versandet und wurde schon von den Trainerkollegen nicht wirklich unterstützt.

    Ich hatte vor Jahren mal ein Kind, dass zu 100% ungeeignet war für den Sport. Er war 13, als ich mir ein Herz genommen habe und mit ihm direkt gesprochen habe: "Kalle, der Ball und du, ihr werdet doch in diesem Leben keine Freunde mehr, oder? Willst du nicht mal schauen, ob du eine Sportart findest, die besser zu dir passt?" Damals hab ich ne offene Tür eingetreten. Er sagte sofort: ja, ich würde gerne segeln.

    Mega!


    Leichtathletik, Rudern, Schwimmen, Turnen, Parcours... überall findet man Mannschaftsgefüge abseits vom Ball

    Echte Führungsspieler in der Pubertät können auch komplette Nervensägen sein. Haste den Gedanken schon mal gekaut?


    Teambuilding im Sinne von: Was läuft gut? Was gefällt euch? Warum kommt ihr her? Welche Ziele verfolgen wir eigentlich (und da kann zum Beispiel auch rauskommen, dass alle gleich viel Spielzeit bekommen sollen) und wie können wir sie erreichen? Welchen Strafenkatalog brauchen wir? Was können wir verbessern?


    Ich bin der Meinung, dass man sich pro Saison ruhig mal 2x2 Std. zusammensetzen kann...


    Außerdem: wie soll die Kommunikation auf dem Platz aussehen? Viele Trainer rufen nur: redet miteinander.

    Aber welche Kommandos gibt es, wann werden sie eingesetzt? Wer sagt wem was und warum? Hilft dir, wenn dein Nachbar dir was sagt? Welches Kommando hilft dir wann?


    Ich glaube, hier setzen "Außenstehende" gerne zu viel Vorwissen voraus.