Hallo,
vielleicht ist es ja ein kleiner Trost, dass es bei den B-Junioren häufig nicht ganz einfach ist, sie zu motieren , immer noch ein kleines Stück besser zu werden. Das liegt wohl nicht allein an der Pubertät, sondern auch in der Veränderung des gesamten Umfeldes. Viele wechseln die Schule, beginnen eine Ausbildung, bekommen neue Freunde. Deshalb fehlt es an einer gefestigten Orientierung und das bekommt man beim Training auch zu spüren.
Doch nun mal der Reihe nach:
1. Kommunikation mit der Mannschaft im Training
Die höchste Aufmerksamkeit für Erklärungen erreicht man dadurch, dass man die Trainingsgruppe im Kreis zusammen kommen läßt. Man sollte darauf achten, richtig zu stehen, damit die Zuhören nicht in die Sonne schauen müssen, sondern auch die unterstützenden Gestiken zu den Erklärungen mitbekommt. Es schadet nicht, die Gruppe vor jeder neuen Übung zusammen kommen zu lassen. Besser weniger, dafür aber intensiver und exakter durchgeführte Übungen.
2. Vormachen und nachmachen lassen
Die simpelste Form der Technikübung ist, sie vorzumachen und dann von den Teilnehmern nachmachen zu lassen. Wer es besonders gut kann, darf es von den Teilnehmern vor der Gruppe zeigen (kleiner Wettbewerb). Auf gar keinen Fall diejenige, die es nicht "gebacken" bekommt in der Gruppe vorturnen lassen und kritisieren!
3. Aufmerksamkeit während der Übung
Gerade bei Anfängern beruht die Ursache für die zögerliche Ausführung einer Übung nicht auf ein Aufmerksamkeitsdefizit, sondern aus Angst davor, die Übung nicht zu "packen" und sich vor den anderen zu blamieren. Um das weitestgehend zu vermeiden, muss zunächst einmal das Vertrauensverhältnis zum Trainer aufgebaut werden. Also viel loben und zunächst auf das Wesentliche achten. Dann sollte man die Gruppe in mehrere Grüppchen aufteilen und sich mit jeder einzelnen Gruppe beschäftigen, um so die Hemmschwelle für das Zutrauen zur Übung zu vermindern. Dazu kann man auch die Gruppe durch Fragen und Kommentieren einbinden. Ein Lob durch Mannschaftskameraden hört sich fast noch besser an als vom Trainer. Ein häufiges Feedback ist für die Anfängerinnen besonders wichtig.
4. (Erfolgs-)Ergebnisse
Die Resultate bei den ersten Freundschafts- und Punktspielen sind nicht für die Spieler, sondern nur für den Trainer wichtig. Er erkennt in den "Echtzeitsituationen", wo es am meisten hapert und welche Fortschritte erzielt wird. Man kann sich Notizen machen und sie Spielsituationen im Training nachstellen, "einfrieren", kommentieren und danach erneut durchführen lassen. Das Erklären, warum das eine richtig und das andere nicht richtig ist, hilft gerade am Anfang für das Verständnis von Fussball. Sie merken so den Unterschied deutlich und können es beim nächsten mal eher umsetzen, als wenn man es so lange üben läßt, bis sie es per Zufall mal richtig machen. Die Cola kann man ergebnisunabhängig für die sportliche Leistung ausgeben.
Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden - ich hoffe, die Tipps können dir ein wenig helfen - nicht einfach aufzugeben, sondern zunächst einmal mit den Mädels eine Berg- und Talfahrt zu erleben.