Kleingruppentraining - Lieblingsübungen/-spielformen für Detailcoaching

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  • Hallo zusammen,


    mein Co-Trainer und ich haben diese Woche mit dem gemeinsamen Training unser kommenden U15 begonnen (14 2008er/U13; 12 2007er/U14). Nach der ersten Kennenlernwoche möchten wir die Zeit bis zu den Sommerferien nutzen um gezielt Schwerpunkte im Detailcoaching bei Basistechniken zu setzen, damit alle auf einen vergleichbaren Leistungs- und Wissensstand kommen. Dazu haben wir verschiedene andere Vereinstrainer als Unterstützung an Bord, sodass wir jede Einheit idR min. drei Trainer sind.


    In Kleingruppen werden wir dann im Detail an folgenden Schwerpunkten arbeiten (je 3x / eine Woche mit einer weiteren Woche bzw. drei Einheiten flexibel):


    I. Passtechniken (Passschärfe; Innenseite (einfacher, größere Fläche); Fußspitze des Standbeins zeigt in Zielrichtung; Standbein neben dem Ball; Knie angewinkelt; Bein schwingt durch; Fußgelenk fest; Ball in der Mitte treffen; Fußspitze angezogen; Blickkontakt; Anspiel auf den gegnerfernen Fuß; Passempfänger gibt durch Körperhaltung/Kommando vor; Passwinkel, Passlinie)

    II. Dribbeltechniken (Tempodribbling / raumüberwindend: (Außen-)Spann, Fußspitze zeigt nach unten; Gegnerüberwindend / ballhaltend)

    III. Schusstechniken (Innenseitstoß ; Vollspannstoß ; Außenrist ; (Flugbälle) ; (Kopfballtechnik))

    IV. Erster Kontakt/Finten/Wenden (KÖRPERTÄUSCHUNG, ÜBERSTEIGER/SCHERE, SCHUSSFINTE, RIVELINO/STEPOVER, ZIDANE, CRISTIANO CHOP, ELASTICO, MATTHEWS TRICK, RAINBOW, ABKAPPEN INNEN/AUßEN, CRUYFF-TURN, SOHLENZIEHER (Auswahl…); Körperschwerpunkt verlagern (-> Gegner glaubwürdig täuschen); Tempo nach Finten verschärfen („explodieren“))


    Jeder Trainer wird 30-45 Minuten stationsweise eine Kleingruppe à 5-7 Spieler coachen.


    Stand jetzt trainieren wir noch kontaktfrei, die Hoffnung ist jedoch, ab der nächsten Woche normal zu können (SH). Demntsprechend planen wir aktuell zweigleisig.


    Habt ihr Lieblingsübungen oder -spielformen, die sich für Detailcoaching zu den Schwerpunkten eignen? Hauptsache viele Wiederholungen, klarer Schwerpunkt (so cool 3g3 Funino ist, wäre es mir beim Schwerpunkt Passspiel selbst bei entsprechendem Coaching ohne weitere Provokation zu wenig, insbesondere im Hinblick auf Wiederholungsfrequenz) - und gerne darf es auch Spaß machen. Je mehr sich die Stationen unterscheiden, desto spannender natürlich auch als Spieler, solange das Thema klar trainiert wird. :)


    Bin gespannt auf eure Ideen! :)


    (kurze Anmerkung: Sind ordentliches Kreisniveau und werden kommende Saison Kreisliga spielen... mit einem Auge nach oben schielend)

    "Football is a simple game. Twenty-two men chase a ball for 90 minutes and at the end, the Germans always win."

    - Gary Lineker

  • Das klingt nach einer ziemlich durchdachten Planung. Diese Technikdetails coachen wir auch in jeder zweiten Woche mit einem klaren Schwerpunkt pro Einheit, die Jungs können total davon profitieren, einfach mal zu lernen, worauf sie bei bestimmten Bewegungen achten sollten. Und dazu eignet sich das kontaktlose Training in den Kleingruppen super, es ist halt immer nur die Frage, wie man es verkauft. "Kleingruppentraining mit Techniktraining" klingt nun mal besser als "jetzt dürfen wir schon wieder keine Zweikämpfe machen".


    Aber bevor das hier wieder eine Grundsatzdiskussion wird: du möchtest durchaus auch Technikbesprechungen machen und "von der Pike auf" (haha, das passt ja super) lernen? Also auch Trockenübungen durchführen und diese langsam mit Bewegung und Gegnerdruck steigern?

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • [...]


    Aber bevor das hier wieder eine Grundsatzdiskussion wird: du möchtest durchaus auch Technikbesprechungen machen und "von der Pike auf" (haha, das passt ja super) lernen? Also auch Trockenübungen durchführen und diese langsam mit Bewegung und Gegnerdruck steigern?

    Jein... Aktuell bin ich am Überlegen ob es sinnvoller ist, mit hinführendem Fragen einmal die wesentlichen Coachingpunkte am Anfang des Trainings herauszuarbeiten, oder ob der Übertrag durch individuelles Coaching und Anwendung in den Kleingruppen höher ist (dann ggf. mit Rekapitulation am Ende des Trainings).


    Grundsätzlich sollte in der U15 einiges schon mal gehört worden sein. Andererseits geht es auch genau um die Spieler, die diese Details noch nicht mitbekommen haben und/oder nicht bewusst umsetzen (können). Plus Strategien für die zwei, drei Bewegungslegastheniker, die man im Breitensport nun einmal auch dabei hat.

    Letzlich soll jeder Spieler das Training dafür nutzen können A) die Coachingpunkte einmal bewusst zu hören, um selbst zu wissen, worauf man achten kann und B) Gelegenheit haben, die Aspekte von Bewegungsabläufen in hoher Wiederholungszahl auszutesten - ohne dass es langweilig/repetetiv wird und idealerweise mit Steigerungen auch innerhalb der Übung. Ich denke, wir werden die drei bis vier Kleingruppen auch nach möglichst homogenem Leistungsstand zusammenstellen.


    "Trockenübungen" vll. eher individuell bzw. da, wo es sinnig ist (spontan fiele mir Schusstechnik: Vollspanstoß ein), gerne schon alles in Bewegung. Optimal wäre eine grundlegende Form, die man dann durch Gegnerdruck u.ä. steigern kann (hängt ja auch etwas davon ab, ob wir mit Kontakt trainieren dürfen).

    ___


    Um noch einmal zur Ausgangsfrage zurückzukommen: Was sind eure Lieblingsübungen (zu den fettgedruckten Schwerpunkten), in denen man diese Details gut coachen kann und hohe Wiederholungszahlen mit Steigerungen des Schwierigkeitsgrades möglich sind?

    (Richtig cool wäre das, was auch den Spielern selbst Spaß macht - bspw. Steigerung zu Pass Champions League, anstatt einfach nur durch die Hütchentore in Zweiergruppen Pässe zu spielen)

    "Football is a simple game. Twenty-two men chase a ball for 90 minutes and at the end, the Germans always win."

    - Gary Lineker

  • Eine meiner Lieblings-"pandemie"-übungen zum Passspiel:


    Es gibt drei Zonen:
    -Eine Zone in der sich die Tore befinden, die für die Spieler aber tabu ist. (ca.10m)

    -Eine Verteidigungszone (5m)

    -eine Corona-Schutzzone (1,5m; kann man für reines Kleingruppentraining ohne Abstandsgebot auch weglassen.)

    -eine Ballbesitzzone (Größe egal, die Spieler müssen eh vorne an der Linie agieren um Punkten zu können.)


    Breite: Je nach Können der Spieler 10-15m


    Die zwei Spieler (A) mit Ball spielen sich den Ball zu und versuchen diesen in eines der Minitore zu passen. Tore zählen nur, wenn sie nicht über Kopfhöhe erzielt werden (d.h. die Verteidiger eine Chance haben diesen abzufangen). Die Verteidiger versuchen durch Verschieben die Minitore zu blocken. Nach einer definierten Zahl an Wdh. werden die Aufgaben getauscht.


    Coachingpunkte:
    Offensiv: Technik (offene Stellung, Pass in der vorderen Fuß uvm.)

    Taktik (Geduldiges Laufenlassen des Balles, aber zielstrebiges Nutzen von Lücken; Augen auf die Verteidiger; Breite Position etc.)


    Defensiv: Tiefenstaffelung (Details!); Intensität;


    Man kann hier mMn sehr gut auf technische Details im Passspiel eingehen, ohne dabei zu "unterkomplex" zu werden. Die Spieler müssen zwar (teilweise recht anspruchsvolle) Entscheidungen treffen, haben aber keinen Gegnerdruck und können nur bei sehr sauberer Ausführung Punkte erzielen.

  • Ähnlich wie die Übung von Constantin , aber mit Verlagerungen in zwei Richtungen und einem größeren Feld:


    Der Spieler muss beide Tore verteidigen, wird der Ball verlagert, muss er quasi zum anderen Tor laufen. Viel umschalten und für die Spieler draußen gilt es, die Verlagerung vorzubereiten und dann blitzschnell zu treffen.

  • Bussfallgott : Ich habe meine Probleme in dem Alter (C-Jugend) mit technischem Detailcoaching. Die meisten sind da in der Pubertät (teilweise extremes Größenwachstum und damit einhergehend Proportionen, die nicht mehr so gut passen. Das harmonisiert sich danach wieder). Die hat Auswirkungen auf die Koordination (Stichwort: überschießende Bewegungen). Deshalb bin ich der Meinung, dass es in dem Alter andere Schwerpunkte gibt, die dem Entwicklungsstand der Jugendlichen gerechter werden.


    Constantin : Übung finde ich gut. Allerdings würde ich zu 3 Toren tendieren und die von dir positiv verkaufte Linie (Ballbesitzzone) finde ich negativ für ein normales Verhalten (v.a. mit der Coronaschutzzone)


    Charles De Goal : wie verhalten sich die Spieler bei dir in der Übung? Meine würden nur das Tor zustellen und keine Bewegung in Richtung Ballbesitzer machen. Verhinderst du das mit Punkte für Pässe bei den Äußeren?

  • Ähnlich wie die Übung von Constantin , aber mit Verlagerungen in zwei Richtungen und einem größeren Feld:


    Der Spieler muss beide Tore verteidigen, wird der Ball verlagert, muss er quasi zum anderen Tor laufen. Viel umschalten und für die Spieler draußen gilt es, die Verlagerung vorzubereiten und dann blitzschnell zu treffen.

    Und warum lässt Du nicht ein normales 4-vs.-2-Rondo spielen, wobei es einen Punkt gibt, wenn ein Pass von Stirnseite zu Stirnseite gelingt (also durch die Schnittstelle der Verteidiger)? Was sollen die Tore? Sie unterbrechen doch nur den Spielfluss und der Verteidiger hat sie ständig im Weg.

  • vangaalsnase : wie löst du bei deiner Form den Coronaabstand von 1,5m der beiden Verteidiger? Mit einem Quadrat oder Kreis in der Mitte? Oder mit 2 Hälften? Oder ist das dafür nicht vorgesehen?


    Die Tore unterbrechen den Spielfluss. Sind allerdings für manche Spieler auch ein Motivationsvorteil gegenüber einem Passpunkt. Und die Tore stehen manchmal im Weg, aber im Spiel stehen manchmal auch Gegenspieler im Weg - Tore könnten auch einen Zielspieler simulieren. Bin mal auf die Begründung von Charles De Goal gespannt.

  • Charles De Goal : wie verhalten sich die Spieler bei dir in der Übung? Meine würden nur das Tor zustellen und keine Bewegung in Richtung Ballbesitzer machen. Verhinderst du das mit Punkte für Pässe bei den Äußeren?

    Sie haben ja gar nicht die Aufgabe, eine Bewegung richtig Ballbesitzer zu machen. In der Mitte geht es eigentlich um nichts anderes als umzuschalten oder zu antizipieren, was die Ballbesitz-Gruppe vorhat. Erkenne ich, dass der Ball gleich rübergeht, kann ich schon auf die andere Seite laufen und dort das Tor zumachen.


    Eigentlich ist das eine Übung für die Äußeren, um das Spiel zu verlagern und den Verteidiger zu täuschen.


    Wir haben das Anfangs mit einem Dreieck in der Mitte gemacht, durch das der Ball gespielt werden musste.


    Steigerung ist dann, dass der Ball nach z.B. 15 Pässen in einem Tor landen muss, andernfalls war der Ballbesitz nicht erfolgreich. Bei dem Dreieck kann man die Regel einführen, dass mindestens jeder z.B. 15 Pass durch das Dreieck gehen muss.


    Wir sind eine gute C1, deshalb ist das sicherlich schon gehobenere Klasse als eine D-Jugend. Aber wenn die Mannschaft den Ball gut und schnell laufen lässt und verlagert, kann man da wirklich tolle Situationen kreieren. In der Mitte ist es halb wirklich nur Laufarbeit, beim Dreieck wird es ein bisschen spielerischer.

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • Verstehe nicht ganz warum der situative pass auf schnittstelle durch den aufbau verhindert wird, wodurch die spielnähe sowohl dem innen als auch den aussen genommen wird🤔.

    Warum werden dabei situative Entscheidungen ( die sicher höheren anspruch an kognition etc. Haben) weggenommen?

    Und was hat dann die passbegrenzung mit z.b. 15 pässen zu sagen? Wenn der innenspieler perfekt antizipiert, in der relativ simplen aufgabenstellung?

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Na und? Hab ich an irgendeiner Stelle geschrieben, dass eine besonders spielnahe Übung ist oder sein soll?


    Ich möchte, dass die Spieler den Ball zirkulieren lassen und im richtigen Moment den Pass in die Mitte spielen. Außerdem Spielverlagerungen auf engem Raum spielen, wenn das Tor zu ist. Der Verteidiger muss eben die Tore oder das Dreieck in den Deckungsschatten nehmen.


    15 Pässe, damit der Ball nicht minutenlang herumgespielt wird ohne auch nur auf das mittlere Tor zu gucken. Ist eben eine Steigerung mit Zeitdruck.

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • Ok. Danke für die erläuterung. Das ist dann eben trainerzentriert, und die situative Entscheidung im spielnahen kontext hat dann keine relevanz.

    Ohne die beiden tore in der mitte und der regeländerung wie von vangaalsnase vorgeschlagen wäre die 15 passregel unnötig sowie auch das, daraus resultierende, minutenlange drumherum spielen. Trotzdem würde Zirkulation gefordert wenn die mitte zu ist. Würde nur höhere kognitive Anforderung an die aussen stellen und mehrere aufgaben an die innen ( tiefenstaffelung etc.)

    Deine Erklärung habe ich schon verstanden. Nur die intention dahinter nicht wirklich, ausser das du keine spielnähe möchtest.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

    2 Mal editiert, zuletzt von Trainer E ()

  • Trainer E und Charles De Goal Wollt Ihr jetzt dieses Fass hier auch wieder aufmachen? Ihr habt dahingehend halt unterschiedliche Trainingsphilosophien und dementsprechend auch andere Vorstellungen daran, wie eine Übung auszusehen hat...


    let1612

    Ja, also grundsätzlich ist meine Übung natürlich eine Corona-Geburt, dementsprechend gibt es diese Zone. Umgekehrt hast Du natürlich Recht, hat diese Begrenzung im normalen Training wahrscheinlich eher Nachteile. Durch ihren Aufbau akzentuiert die Übung halt bestimmte Schwerpunkte und Verhaltensweisen. Wenn man die "Ballbesitzzone" auflöst, müsste man wahrscheinlich noch an anderen Stellschrauben drehen um das wieder auszubalancieren.

    Das mit den drei Toren ist finde ich eine gute Idee, in der Praxis hatte ich jetzt aber nie das Bedürfnis da eins hinzustellen. Für die Spieler hätte das auch nicht wirklich einen Vorteil: Wenn ich die Lücke zwischen den Verteidigern "erzeugen" kann, dann nehme ich das ballferne Tor, wenn ich longline spielen kann, das Ballnahe. Viel mehr Optionen gibt es hier ja nicht wirklich.

  • Constantin : das mit Corona habe ich verstanden und ist aus meiner Sicht gerade ein MUSS. Ich habe ja ähnliche Spiele in meinem Corona Training gemacht und ich habe festgestellt, dass das 3. Tor zu mehr Kommunikation bei den Verteidigern führt. Mit 2 Toren und 2 Verteidigern fühlt sich jeder automatisch für das auf seiner Seite verantwortlich und es braucht praktisch keine Kommunikation. Bei 3 Toren geht das nicht mehr so einfach und meine Spieler haben dann mehr kommuniziert - und das finde ich dann einen Vorteil für die Spieler.

  • Constantin
    Du hast ja schon ein paar wichtige Erläuterungen gebracht (u.a. Corona-Geburt), daher noch 2-3 Gedanken (keine Verbesserungsvorschläge!), mit denen man das Spielprinzip noch etwas variantenreicher gestalten könnte.


    1. Das Spielfeld nach unten nochmal spiegeln, sodass auch A im Rücken ebenfalls eine leere Zone und zwei Minitore hat (Bedinung für die nächsten Punkte). So habe ich automatisch eine richtige Spielsituation (ähnlich wie bei Rückschlagsportarten).

    2. Hinter die jeweiligen Torlinien noch einen zusätzlichen Spieler stellen. Je nachdem wie intensiv das Spiel für die beiden vorne ist, könnte man hier etwas verschnaufen. Alternativ könnten diese Position auch zwei Trainer übernehmen. Ziel: Fehlschüsse auf das Minitor vom Gegner können direkt durch einen Rückpass in die vordere Zone einen Gegenangriff einleiten. Ziel: Intensität hochhalten und Überraschungseffekte ausnutzen. Anspiele aus dem Rücken verarbeiten und dann in die andere Richtung Spielfortsetzung.


    3. Die leere Zone bei A kürzer machen als bei B (macht Seitenwechsel erforderlich). Die Torschüsse/Torpässe von B dürfen aber dann nicht in der Zone von A mit den zwei Spielern aufkommen. Die Zone muss also durch einen kurzen "Flugball" überspielt werden und der Ball darf erst wieder in der leeren Zone aufkommen. Ziel: Varianz im Spiel und Schuss/Passverhalten.


    4. Jetzt beziehe ich mich auf deine Zeichnung (müsste dann auch gespiegelt werden): Zentral direkt hinter der Schutzzone ein kleines "Passfeld" markieren (unterhalb von B2). A könnte dann in das Passfeld eine Art kurzen "Stop" spielen. Zählt als Tor, wenn der Ball zum liegen kommt (funktioniert wahrscheinlich nicht auf Kunstrasen). Erläuft B den Ball, haben sie das Angriffsrecht. Ziel: Zusätzliches Ballgefühl bei A fördern. Situationen und freie Räume erkennen, die Verteidiger im Augen behalten und Unaufmerksamkeiten ausnutzen. B muss immer wachsam sein, ggf. parallel im Feld verschieben und kann nicht nur auf der hinteren Linie ihrer Zone "kleben" (ich vermute, dass das einige Spieler machen) und müsste vermutlich immer leicht versetzt stehen. Dadurch enstehen wieder neue Passmöglichkeiten für die Angreifer.

  • So, jetzt komme ich mal zum Antworten. Danke schon mal für den Input :D


    [...]Ich habe meine Probleme in dem Alter (C-Jugend) mit technischem Detailcoaching. Die meisten sind da in der Pubertät (teilweise extremes Größenwachstum und damit einhergehend Proportionen, die nicht mehr so gut passen. Das harmonisiert sich danach wieder). Die hat Auswirkungen auf die Koordination (Stichwort: überschießende Bewegungen). Deshalb bin ich der Meinung, dass es in dem Alter andere Schwerpunkte gibt, die dem Entwicklungsstand der Jugendlichen gerechter werden. [...]

    Ich verstehe was du meinst, sehe das allerdings etwas differenzierter. Klar ist, dass es keinen Sinn macht, entwicklungsabhängige Bewegungsdefizite durch Wiederholung auszugleichen zu versuchen. Mir geht es aber darum, dass alle die wesentlichen Bewgungsabläufe/Details kennen (gleicher Wissensstand in der neu zusammengesetzten Truppe) und Gelegenheit haben, diese anzuwenden und auzutesten. Ich habe nicht vor, einen Spieler der vor lauter Wachstumsschüben kaum geradeauslaufen kann, zum perfekten Vollspannschuss unter Gegnerdruck zu drillen. :)

    Detailcoaching ist mMn nicht altersabhängig, der -körperliche- Entwicklungsstand muss dabei, sowie bei der Übungswahl aber natürlich berücksichtigt werden.


    [...] Wollt Ihr jetzt dieses Fass hier auch wieder aufmachen? Ihr habt dahingehend halt unterschiedliche Trainingsphilosophien und dementsprechend auch andere Vorstellungen daran, wie eine Übung auszusehen hat. [...]

    Kurz zu der Diskussion. Schnittstellenpässe sind zwar grundsätzlich wünschenswert weil spielnah, müssen aber in dieser Rondoform mit anderem Schwerpunkt (verlagern) doch nicht unbedingt drin sein. Ein kleiner Coronavorschlag zur Güte: Drei/vier Tore nach außen geöffnet, dazwischen befindet sich ein VT. Dieser kann immer ein Tor sperren (z.B. durch berühren des rechten Pfostens). Außen werden Pässe gespielt um dann auf eiun freies Tor abzuschließen. Klappt und macht Spaß. :)



    Und ein allgemeines Update zur Ausgangsfrage: In SH dürfen wir ab kommender Woche wieder mit Kontakt trainieren (bis 20 Spieler unter 18 oder zehn Erwachsene). :love::love::love:


    Gibt es also noch Lieblingsübungen (und neu, wuhu:) -Spielformen fürs o.g. Detailcoaching? :)

    "Football is a simple game. Twenty-two men chase a ball for 90 minutes and at the end, the Germans always win."

    - Gary Lineker

  • Und warum lässt Du nicht ein normales 4-vs.-2-Rondo spielen, wobei es einen Punkt gibt, wenn ein Pass von Stirnseite zu Stirnseite gelingt (also durch die Schnittstelle der Verteidiger)? Was sollen die Tore? Sie unterbrechen doch nur den Spielfluss und der Verteidiger hat sie ständig im Weg.

    Momentan wird in ca. 70% der Vereine in 5er-Gruppen ohne Körperkontakt trainiert. Deshalb ist ein Rondo 4 gegen 2 nicht möglich, da dafür 6 Spieler benötigt werden und Zweikämpfe stattfinden können.


    Wenn wieder normales Training möglich ist, bin ich ein großer Fan vom 4 gegen 2 mit Doppelrunde bei einem Pass durch die Mitte. Nur momentan können das viele nicht anbieten, da sie sonst gegen geltende Verordnungen verstoßen.


    Und wie ich schrieb: Alternativ ein Dreieck aus Hütchen durchspielen, dann sind keine Tore im Weg und man hat einen Spielfluss.


    Ich bin es allerdings langsam Leid, dass unter meinen Beiträgen meine Philosophie und Kompetenz von dir und Trainer E in Frage gestellt werden. Ich lese den Unterton sehr wohl zwischen den Zeilen und finde das nicht in Ordnung. Wenn du ein Problem hast, melde dich gerne per PN und wir klären das. Aber ich möchte mich nicht ständig in den Threads für meine Ansätze rechtfertigen müssen und mir sagen lassen, dass ich sowieso alles falsch mache. Danke im Voraus!

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • Hab mir gestern ein neues Spiel ausgedacht. Der Flankenkönig. Ich habe dazu 5 Felder gebaut in der man die Flanke reinbringen muss, Spieler steht im 16er - wird frontal angespielt und dann läuft er und ab der Linie wird die Flanke dann geschoßen. Ziel - je nach schwierigkeitsgrad der zu treffenden Position gibts Punkte.