Abwehr knacken ?

  • Hallo in die Runde, ich bin neu hier und weiß daher nicht, ob das Thema schon mal besprochen wurde...

    Ich habe folgendes Problem: ich habe eine sehr leistungsstarke E2 Jugend, die in der Regel, wenn sie einen guten Tag haben, so gut wie alle Gegner vom Platz fegt. Auch Mannschaften, die einen Jahrgang älter sind, besiegen sie teilweise recht hoch.Im Laufe der Saison haben sich die andern Mannschaften anhand der Tabellensituation natürlich etwas darauf eingestellt (Torverhältnis 49:5).

    Jetzt haben wir das Problem, dass sich in jedem Spiel die gegnerischen Mannschaften komplett mit allen 7 Kindern nur noch hinten rein stellen. Meinen Jungs fällt es unheimlich schwer dann vorm Tor zu agieren, da einfach zu viele Kinder auf einem Haufen. Wir haben weiterhin 20 Torchancen, verwerten dann aber nur 2, weil es einfach zu eng ist. Ich habe alles probiert. Über die außen spielen, klappt ganz gut aber wenn der Ball in die Mitte gebracht wird, bleibt er hängen. Durch die Mitte ist natürlich noch enger.

    Beim letzten Spiel hab ich sie dann angewiesen früher drauf zu schießen auch aus der größeren Distanz. Erfolg mäßig sag ich mal.

    Ich verzweifle da bald dran. Nicht das ich jedes Spiel haushoch gewinnen will, aber die Spiele machen so natürlich kaum noch Spaß.

    Hat jemand vielleicht mal einen Tipp oder kennt das Problem? Vielen Dank

  • Moin Moin,


    Kommt ihr in der Rückrunde in eine neue Gruppe?


    E-Jugend hier:

    Hinrunde: Einteilung nach lokalen Gesichtspunkten

    Rückrunde: Die ersten der Gruppen in eine Gruppe, das obere Mittelfeld in eine Gruppe, das untere Mittelfeld in eine Gruppe, die untersten Mannschaften in eine Gruppe


    Dann ist das ein Problem, was sich zur Rückrunde ja lösen sollte. Ansonsten ist das doch ideal, um die erlernte Technik unter extremen Gegnerdruck im Spiel zu trainieren. Wenn deine Jungs so gut sind, sollte das ja machbar sein und sogar förderlich, wenn der Gegner so das Schwierigkeitsniveau für euch erhöht.


    Ich sehe das Problem nicht so ganz, für eure Entwicklung ideal, wenn man das Feld gegen euch eng macht und ihr nur wenig Platz bei Ballannahmen etc. habt.

  • sehe ich wie Effzeh ... Ist doch super, wenn der schwierigkeitsgrad erhöht wird und die Jungs ins dribbling o.ä. gehen müssen um situationen im 1gg1 zu lösen. du schreibst ja das Ihr immer noch zig Torchancen habt.

    Das Mittel von weit drauf schießen zu lassen, würde ich nicht anwenden. Würde es zum -Erfolg- führen, dann sicherlich nur zum ergebnistechnischen -Erfolg-... Entwicklung bringt das nicht.

    Wenn Deine Mannschaft Spielstark ist, wird das doch zu lösen sein. Und ein 3-2 oder 1-2 macht Kids sicher besser als ein 10-0.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Gegen einen solchen Gegner benötigst du Spieler, die in der Lage sind 1gg1 Situationen für sich zu entscheiden. Denn letzten Endes kannst du nur durch Passspiel auf so engem Raum kaum Übezahlsituationen kreiren, welche dann zu Torchancen führen. Andererseits glaube ich kaum, dass die gegnerischen Teams taktisch so versiert sind, dass deine Jungs konsequent gedoppelt werden.


    Ermutige deine Jungs also mutig offensive Zweikämpfe zu führen, insbesondere in der Nähe des gegnerischen Tores, auch auf die Gefahr hin den Ball zu verlieren.


    Ich sehe das ganze übrigens nicht ganz so wie die beiden Kollegen über mir. Auch im Kleinfeldfußball gibt es vier Spielphasen die es zu trainieren gilt. Und bei so einer Spielweise liegt der Fokus für euch ausschließlich auf "Eigener Ballbesitz". Das ist zu wenig. Spieler müssen auch lernen in Umschaltsituationen handlungsschnell zu agieren. Und wenn der Gegner die Bälle nur wegkloppt, dann gehen diese Situationen naürlich flöten.

    Macht Testspiele gegen stärkere Mannschaften aus. Achtet dabei aber darauf, dass der Gegner wenigstens einigermaßen versucht Fußball zu spielen.

  • Eine andere Alternative wäre, dem Gegner mal bewusst Luft zum Atmen zu lassen. TW hat den Ball? Alle Mann zurück in die eigene Hälfte und den Gegner kommen lassen. Dann den Ball erst in der eigenen Hälfte erobern und ab die Post.


    Dass Ballbesitzfußball stinklangweilig langweilig ist, hat uns ja die WM vortrefflich bewiesen. ;)

  • Auch im Kleinfeldfußball gibt es vier Spielphasen die es zu trainieren gilt. Und bei so einer Spielweise liegt der Fokus für euch ausschließlich auf "Eigener Ballbesitz". Das ist zu wenig. Spieler müssen auch lernen in Umschaltsituationen handlungsschnell zu agieren.

    Hey,

    wir sind uns generell glaub ich in sehr sehr vielen Punkten einig, ich finde deine Beiträge wirklich gut und interessant. Auch den Beitrag finde ich gelungen und diskussionswürdig.


    Auch ich finde, die Jungs müssen die 4 Phasen schon trainieren. Das Spiel ist ein Training.

    Wenn der Gegner den Ball in der Phase "eigener Ballverlust" nur wegpöllt....

    a) kann ich dann so schnell auf voll aktives Gegenpressing umschlagen, dass ich es schaffe den langen, hohen Schuss sofort abblocke?

    b) oder das ist für E-Jugendliche zu anspruchsvoll und gelingt nicht. Hier gebe ich jedoch zu bedenken, dass ein schwacher, aber auch ein durschnittlicher Spieler nicht jeden Ball weghauen kann. Es fängt an, wenn der Ball nicht auf den starken Fuß zurollt. Viele Spieler nehmen den Ball an, um den starken Fuß für den "langen Schlag" zu verwenden. Hier ergibt sich also ein Zeitgewinn, um schnell drauf zu gehen und den Befreiungsschlag schon im Keim zu unterstützen.

    Kommt der Ball springend auf den starken Fuß, treffen viele E-Jugendliche den Ball mit dem ersten Kontakt auch nicht gut, sodass der Ball irgendwohin springt und der Umschaltmoment quasi von neu beginnt und es gilt, den Ball schnell zu erobern.


    Letztlich natürlich nicht ideal, das ist mir klar, aber da kann man dennoch viel rausholen finde ich.


    Das mit den Spielen gegen starke Gegner ist völlig richtig! Die Phase "gegnerischer Ballbesitz" scheint ja tatsächlich kaum vorzukommen

  • Für mich sind das die alten Fehler!!!

    E Jugend.... wieso instruiert hier... bezogen auf das Eingangsstatement... ein Trainer dieser Altersgruppe, dass sich sein Team hinten reinstellt?


    Wieso überlegt der Threaschreiber, was zu tun ist?


    Wieso instruiert er seine Spieler über außen zu kommen?


    UND letztlich erhält er auch noch Tipps, statt ihm zu erklären, was richtig wäre?


    Richtig wäre für diese Altersgruppe, das 1:1 I'm Angriff zu forcieren, egal was der Gegner macht, egal wie das Spiel ausgeht. Ist das so schwer?

  • Für mich sind das die alten Fehler!!!

    E Jugend.... wieso instruiert hier... bezogen auf das Eingangsstatement... ein Trainer dieser Altersgruppe, dass sich sein Team hinten reinstellt?

    E-Jugend? Da haben wahrscheinlich 90 % der Spieler ein Smartphone und ziemlich wahrscheinlich auch fussball.de drauf. Also kennen die Kinder die Tabellensituation und reagieren schon von alleine. Da muss gar kein Trainer im Spiel sein...

  • Im Grunde hast du Recht, dass ich im Gegenpressing auch einen langen Ball verhindern kann. Um mich jetzt dazu wirklich altersspezifischzu äußern bin ich aber vom U10 Fußball zu weit weg bzw. weiß ich zu wenig über die Tatsächliche Qualität der Mannschaft.


    Allerdings:


    Negatives Umschalten ist ja nicht nur Gegenpressing. Es gibt ja auch ein "danach". Wie verhalte ich mich wenn der Gegner das Pressing ausspielen konnte und evtl. in Über-/Gleichzahl auf mich zurennt? Auch wenn das bereits Gruppentaktaktisch ist, so ist es doch wichtig auch in diesen Situationen früh Erfahrungen zu sammeln. Das gehört für mich zur Entwicklung von Spielintelligenz.


    Da ich Andre 's Beitrag gerade sehe:


    E-Jugend heißt nicht "Schwerpunkt offensives 1 gegen 1". Das defensive 1gegen1 ist hier gleichberechtigt. Und wenn mein Gegner nunmal alle Bälle weghaut, trainiere ich kein Defensivverhalten.

    Selbstverständlich wirkt sich die Spielweise des Gegners auf die Entwicklung der Spieler aus. Im Fußball geht es immer darum auf Verhaltensweisen/Aktionen des Gegners zu reagieren. Und je besser diese Verhaltensweisen sind, umso schwieriger wird es für meinen Spieler hier gute Lösungen zu finden...und ich behaupte, dass das dann zu einer Weiterentwicklung führt.

  • Es nennt ja kein Mensch bei der E-Jugend Gegenpressing. Aber ein E-Jugendlicher wird den eigenen Antrieb haben einen Ball nach Ballverlust direkt zurück zu holen. Dies kann man doch fördern.


    Und wie ich oben schrieb, habe ich doch den Hinweis gegeben, dass es sich doch super anbietet, so technische Inhalte unter hohem Druck im Spiel zu trainieren. Wo liegt hier ein Fehler Andre ?


    Der Fehler liegt beim gegnerischen Trainer, der seine Jungs hinten reinstellt. Aber wie Goodie schon schreibt, teilweise werden die Jungs das selber wissen...wir spielen gegen den Tabellenführer...ich bin ja Bayern-Fan, wie machen es die Gegner, wenn ich Bayern gucke, die stehen nur hinten drin...

    Ja so läuft es doch heutzutage...Smartphone etc. mit 6 Jahren...mit allen Konsequenzen


    Wir kommen wieder zum Punkt der ganzheitlichen Ausbildung zurück, der hier ja schon im Threat "Übungs- oder Spielform" diskutiert wird. Da habe ich an mehreren Punkten deutlich gemacht, dass ich der Meinung bin, dass man unbedingt in Spielformen trainieren sollte. Das Spiel am Wochenende stellt für mich eine weitere Trainingseinheit dar, in der eine Spielform absolviert wird. Natürlich möchte ich, dass die Jungs nach Ballverlust direkt versuchen den Ball zurück zu holen, natürlich möchte ich Möglichkeiten aufzeigen...wieder mal wird viel verteufelt, schwarz/weiß denken etc....:wacko:

  • Wenn der gegnerische einzelne Spieler, der sich instruiert (dumme totsünde eines Trainers für diese Altersgruppe) hinten reinstellt und es dann noch schafft einem drückend Angreifer mit Ball diesen davon zu entfernen und die Pille wegzukloppen, dann hat der Angreifer dieser Altersgruppe noch Bedarf am Angriffsspiel im 1:1!


    Ferner kann ich über Spielformen in Verbindung mit Provokationsregeln dazu stimulieren (statt instruieren///grenze diese Begriffe mal bewusst voneinander ab, da sie im krassen Gegensatz zueinander stehen)....das sie über Spielwitz und Spuelintelligenz dazu kommen, z. B. den tödlichen Pass in eine Schnittstelle zu spielen.


    Ich habe zwei Themen wo die ach so starke E2 offensichtlich Defizite hat... benannt.


    Dazu gesellt sich noch ein drittes E Thema, nämlich das sichere Dribbling, 4. Das technisch gute Passpiel.


    Alles Themen aus der Individualtaktik.


    Fussballerisch Antworten/Lösungen aus dem Bereich der Gruppe Taktik und Mannschaftstaktik gehören hier nicht hin.


    Ihr sollt Ausbilden und Euch daran bemessen und nicht am Ergebnis oder Sieg.


    Wer das nicht schafft, sollte ab der B Jugend, ev. C Jugend trainieren, sorry.

  • Hat jemand vielleicht mal einen Tipp oder kennt das Problem?

    Meine Mannschaft war in der vergangenen Saison in einer ähnlichen Situation, allerdings als Altjahrgang. Während sie als Jungjahrgang überwiegend Platz hatten (Gegner spielten gegen die "Kleinen" häufig sehr offensiv), standen die in der vergangenen Saison fast alle Gegner sehr tief und setzten auf Konter und lange Bälle.

    Für meine Mannschaft war es komplettes Neuland gegen fast ausschließlich defensive Gegner zu spielen. Sie taten sich mit dem wenigen Raum auch oft schwer. Da ich Fernschüsse weder trainiert noch gefordert hatte, versuchten sie (wie gewohnt) spielerische Lösungen zu finden. Das endete häufig mit unzähligen Pässen selbst noch im Strafraum, bis dann irgendein Gegner den Ball dazwischen bekam. Ferner führte es dazu, dass wir fast sämtliche Gegentore durch Konter bekamen.

    Somit ergaben sich folgende Lernziele: defensiv = Konter verhindern, offensiv = spielerische Lösung auf engem Raum finden und aktive Einbindung des Keepers beim Spielaufbau.

    Offensiv habe ich viele Spielformen auf engen Feldern trainiert. Das sah am Anfang ziemlich gruselig aus (Spielertraube wie bei den Bambinis). Also habe ich die Situationen immer wieder eingefroren, Fragen gestellt. Sie kamen von allein drauf, dass sie sich den wenigen Raum meist selbst noch kleiner machten. Dazu natürlich ganz viele 1 gegen 1 Übungen. So fanden sie schließlich im Spiel oft ganz tolle Lösungen, mal über Passspiel, mal über Dribblings.

    Diese Saison nun wieder Jungjahrgang gegen zumeist Altjährgänge. Körperlich deutlich unterlegen, aber spielerisch teilweise sogar besser.

  • Andre das thema dribbling hatte ich angesprochen wie Effzeh m.e. auch. Uns beiden sind die Ausbildungsziele denke ich klar... das du immer pauschal allen ergebnisorientung etc. Etc unterstellen musst, nervt mich ehrlich gesagt, dein missionarischer Eifer in allen ehren... auch wurde angeführt das ein 1-2 besser sein kannals ein 10-0.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Alles Themen aus der Individualtaktik.


    Fussballerisch Antworten/Lösungen aus dem Bereich der Gruppe Taktik und Mannschaftstaktik gehören hier nicht hin.

    Zähle ich nicht durchgehend auf, dass die Individualtaktischen & technischen Inhalte hierdurch super weiter gefördert und verbessert werden können...?


    Und ich sagte doch...ich würde meiner Mannschaft nie sagen "heute müsst ihr ein gutes Gegenpressing" spielen. Aber den Jungs sagen, dass sie versuchen sollen den Ball so schnell wie möglich wieder zurück zu erobern...ist das falsch? Ich finde es kindgerecht, die natürliche Veranlagung den Ball zu jagen zu fördern...


    Du erwähnst in deinem Beitrag auch den Schnittstellen-/Gassenpass....ein taktisches Mittel....soll man doch nicht trainieren?...Ich denke/hoffe (und falls nicht wird es jetzt ja klargestellt) dass wir die taktischen Begriffe gegenüber den kleinen ja nicht verwenden, sondern alles kindgerecht in Spielformen verpacken. Das ich dem F-Jugendlichen nicht das Gegenpressing erkläre ist doch logisch.


    Nur kann ich mir vorstellen, dass ich einer E-Jugend sage, heute erobern wir den Ball so schnell es geht zurück, wenn wir ihn verlieren sollten und ein Spieler dann sagt "Also spielen wir Gegenpressing so wie mein BVB". Dann würd ich ihm rechtgeben, aber da nicht weiter drauf eingehen.


    Wir diskutieren meiner Meinung nach grad aber über minimale Unterschiede, wir sind uns einig, dass die Spieler technisch nicht in der Lage scheinen 1 gegen 1 Duelle auf engem Raum zu lösen ggf. sogar 1 vs. 2, obwohl sie doch anscheinend deutlich besser sind...............

    Aber genau durch den tiefstehenden Gegner wird dies ja gefördert, solange ich natürlich auch verlange, dass sie die 1vs.1 Duelle suchen. Zudem wird grad die Technik Ballan- und mitnahme super geschult. Habe ich wenig Platz, ist der Ball direkt weg, wenn ich hier unsauber bin...also wird das automatisch und unbewusst (!) trainiert!

  • Ich bin da weitestgehend bei Andre

    Ich kann mir schon vorstellen, wie diese Spiele bei Euch aussehen. DerGegner steht ab 15m vor'm eigenen Tor und Ihr findet kein Durchkommen.
    Eigentlich hab ich's nicht so mit den Vergleichen zum Profifußball. Aber hier passt's einfach: Guardiola lässt Pässe spielen bis zum Abwinken. Aber wenn er mal ein Tor erzielen will, braucht(e) er trotzdem Messi, Ribéry, Robben oder Sané. Mit Passspiel kann man ein Spiel kontrollieren. Wenn man ein Spiel aber gewinnen will, braucht man gewonnene 1:1-Situationen.
    Deine Aufgabe in dieser Altersgruppe ist es, einen technischen, individualtaktischen und spielintelligenten Bauchladen zur Lösung unterschiedlicher Spielsituationen zu vermitteln. Auch wenn Gruppentaktik nicht Dein Ziel ist, wird die Vermittlung von Spielintelligenz oft zu gruppentaktischem Verhalten führen. Kinder, die Funino spielen, entdecken z.B. oft den Gassenpass und das Hinterlaufen, ohne die Begriffe jemals gehört zu haben.
    Ein weiterer Tipp ist:
    Frag die Kinder, wie man das lösen kann. Frag sie welches Verhalten Eurerseits, es dem Gegner erleichtert, auf diese Weise gegen Euch zu verteidigen. Simuliere diese Situationen im Training und frag die verteidigende Mannschaft, warum es leicht war, so zu verteidigen. Wenn Du gezielt fragst, kommen sie auf die richtigen Antworten. Und dann kommst Du zum 2. Schritt und fragst, die angreifende Mannschaft, was sie anders machen kann.

    Und jetzt noch etwas aus der Praxis: Bei solchen Spielen ist ein Standard oft der Eisbrecher, denn Du bekommst Ecken in rauhen Mengen. Nein, Du musst deswegen noch keine Ecken trainieren. Aber Du kannst auch da die Kreativität der Kinder ausnutzen.

  • Matze1905 : Welche Lösungsmöglichkeiten und Spielsituationen werden den Kindern im Training angeboten? Welche Erfahrungen können die Kinder dort sammeln? Nur das kann ich aus meiner Sicht am Wochenende auch verlangen.

    Trainer E : obwohl ich z.B. im älteren Jahrgang F-Jugend bisher noch kein 5x2m Tor im Training benutzt habe und keinen Weitschuß trainiere, haben meine Kinder diese Lösungsmöglichkeit am Wochenende selbstständig ausprobiert (ohne Torerfolg). Warum auch nicht? Auch Weitschüße können im Fußball Spiele entscheiden - übertrieben gesagt, würde ich die entwicklungstechnisch nicht verteufeln.

  • let1612 ja ist doch toll. Es ging um das -anordnen- von solchen Dingen wie der TE das beschrieben hat.. sorry das ich das nicht in epischer Breite erklärt habe. War m.e. aber zu verstehen, das ich es nicht -verbieten- würde. Ausser es wird als einziges mittel selbstständig angewandt und wirkt dem entwicklungsziel entgegen.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Meine Mannschaft war in der vergangenen Saison in einer ähnlichen Situation, allerdings als Altjahrgang. Während sie als Jungjahrgang überwiegend Platz hatten (Gegner spielten gegen die "Kleinen" häufig sehr offensiv), standen die in der vergangenen Saison fast alle Gegner sehr tief und setzten auf Konter und lange Bälle.

    Für meine Mannschaft war es komplettes Neuland gegen fast ausschließlich defensive Gegner zu spielen. Sie taten sich mit dem wenigen Raum auch oft schwer. Da ich Fernschüsse weder trainiert noch gefordert hatte, versuchten sie (wie gewohnt) spielerische Lösungen zu finden. Das endete häufig mit unzähligen Pässen selbst noch im Strafraum, bis dann irgendein Gegner den Ball dazwischen bekam. Ferner führte es dazu, dass wir fast sämtliche Gegentore durch Konter bekamen.

    Somit ergaben sich folgende Lernziele: defensiv = Konter verhindern, offensiv = spielerische Lösung auf engem Raum finden und aktive Einbindung des Keepers beim Spielaufbau.

    Offensiv habe ich viele Spielformen auf engen Feldern trainiert. Das sah am Anfang ziemlich gruselig aus (Spielertraube wie bei den Bambinis). Also habe ich die Situationen immer wieder eingefroren, Fragen gestellt. Sie kamen von allein drauf, dass sie sich den wenigen Raum meist selbst noch kleiner machten. Dazu natürlich ganz viele 1 gegen 1 Übungen. So fanden sie schließlich im Spiel oft ganz tolle Lösungen, mal über Passspiel, mal über Dribblings.

    Diese Saison nun wieder Jungjahrgang gegen zumeist Altjährgänge. Körperlich deutlich unterlegen, aber spielerisch teilweise sogar besser.

    Danke das klingt genau wie bei uns :-) JA werde noch mehr Zweikampf, 1:1 und Überzahlspiel trainieren... bleibt mir nix anderes übrig...

  • Matze1905 : Welche Lösungsmöglichkeiten und Spielsituationen werden den Kindern im Training angeboten? Welche Erfahrungen können die Kinder dort sammeln? Nur das kann ich aus meiner Sicht am Wochenende auch verlangen.

    Trainer E : obwohl ich z.B. im älteren Jahrgang F-Jugend bisher noch kein 5x2m Tor im Training benutzt habe und keinen Weitschuß trainiere, haben meine Kinder diese Lösungsmöglichkeit am Wochenende selbstständig ausprobiert (ohne Torerfolg). Warum auch nicht? Auch Weitschüße können im Fußball Spiele entscheiden - übertrieben gesagt, würde ich die entwicklungstechnisch nicht verteufeln.

    Natürlich machen wir viele Zweikampfübungen und Überzahl-Unterzahlübungen. Auch im Kleinfeld wird viel trainiert. die Situation stellt sich aber erst die letzten 2-3 Spiele so dar, weil sich langsam die Tabelle entwickelt. Die ersten 4 Gegner sind ins "offene Messer gelaufen" und haben versucht mit zu spielen, Ergebnis Zweistellige Ergebnisse für uns. Die folgenden Gegner jetzt stellen sich jetzt alle hinten rein zur Schadensbegrenzung,. Daher ist das jetzt quasi Neuland für die Jungs.

    Fernschüsse habe ich nur bestimmten Kindern, die das auch können, angewiesen. Ein Tor viel auch aus der Distanz, aber das ist für mich nicht der Lösungsweg, wir wollen ja Fußball spielen lernen und nicht draufbolzen.

    Zu deiner Frage noch natürlich haben wir wenn wir jetzt im Training das Abschlussspiel machen diese Situation nicht, da die Teams gleichstark sind in der Regel. Auch daher einfach ungewohnte Situation.

    Naja noch zwei Spiele dann ist erst mal Winterpause und wir können danach das Training anpassen in der Vorbereitung!