Private Fußballschulen

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  • Dein Sohn wird in jedem Fall, bei einem DFB-Stützpunkt Zusatztraining erhalten und mit grosser Wahrscheinlichkeit auch von NLZ-Scouts dann beobachtet werden und/oder von den SP-Trainern empfohlen werden. Mach dir keine Sorgen, dass dein Sohn "unentdeckt" bleibt...er ist ja bereits bekannt. Mein Sohn hat nie eine private Fussballschule besucht, nur mehrmals an dreitägigen Fussballcamps teilgenommen. Diese bieten eine Abwechslung hinsichtlich des Mannschaftstrainings, auch wird das Kind von anderen Trainern beurteilt, es ist immer gut ein Feedback von "neutraler" Seite zu bekommen. Natürlich wären die Leiter und Trainer schlechte Kaufleute würden sie dir nicht empfehlen zwecks Verbesserung der Fähigkeiten regelmäßig die Fussballschule zu besuchen. Ich erachte es aber für wichtiger, dass ein talentiertes Kind in einem angemessenen Umfeld trainiert, das Niveau also einigermassen homogen ist. Mein Sohn fing im Dorfverein mit knapp 4 Jahren an. Dann Wechsel zum 10 km entfernten Stadtverein, dort ein Jahrgang höher gespielt (als RAE-Benachteiligter hinsichtlich Geburtsmonat). nach weiteren 2 Jahren zu einem Leistungsverein ohne NLZ-Zertifizierung (40 km Entfernung, Fahrdienst durch Eltern)) )...Zus ab U11 einmal Training im DFB-SP. Während der U12 kamen dann diverse NLZ-Vereine auf uns zu..Entscheidung zugunsten des nächst gelegenen, 40 Km. Der zeitliche Aufwand (Fahrten zum Training war die ersten Jahre sehr hoch. Jetzt wohnt er im Internat und besucht die "Partnerschule" des NLZ. Spätestens ab U15 muss ein NLZ-Spieler nahezu alles dem Fussball unterordnen.....dazu noch die Fehlzeiten in der Schule (Lehrgänge etc.)...vergiss das mit dem Zusatztraining, achte darauf, dass er im regulären Training und Spiel gefordert wird....Der Ernst des Lebens kommt früh genug. Alternativ kommt das DFI in Bad Aibling in Betracht...Internat mit fussballerischer Ausbildung und der Möglichkeit bei dem Talent entsprechenden Vereinen zu trainieren und zu spielen....Kostet aber was)))....es werden auch Stipendien vergeben für Hochtalentierte, habe ich gelesen...Evtl. kann User Zodiak dir weiterhelfen.

  • Bleiben wir bei dem Beispiel Antritt...

    Jedes Fangenspiel ist dafür geeignet und kindgerecht. Ich wette, das kommt in eurem Training vor!

    Hallo Goodie, ja es kommt vor. Aber auch beim Thema Antritt kann man sicher "optimieren", indem man sich zu Beginn der Bewegung klein macht usw... mir ist aber natürlich bewußt, daß diese Details wenn überhaupt erst später eine Rolle spielen, deshalb möchte ich dem auch keine zu große Bedeutung beimessen.

  • Hallo Goodie, ja es kommt vor. Aber auch beim Thema Antritt kann man sicher "optimieren", indem man sich zu Beginn der Bewegung klein macht usw... mir ist aber natürlich bewußt, daß diese Details wenn überhaupt erst später eine Rolle spielen, deshalb möchte ich dem auch keine zu große Bedeutung beimessen.

    ... gesunde Einstellung. :thumbup: was mir nochmal einfiel, wenn Dein Sohn in dem älteren JG. nicht gefordert wird, kann man es bei entspr. Entwicklung auch mal 2 JG. darüber bei eurem Verein evtl. mittrainieren. Vorausgesetzt es sind Trainer da, die das zu steuern wissen. Da kann man dann bewußt die Belastung und Intensität steuern und der Junge bleibt erstmal im Verein und gewohntem Umfeld. Wie gesagt das steht und fällt mit dem -Trainermaterial- (sorry für den Ausdruck). Kenne ja die Gegebenheiten bei euch nicht, und wie sehr versucht wird, Talente auch im Verein zu fördern. Bei uns im Verein ist letzten sommer einer direkt in die U13 eines zweitligavereins gewechselt. Davor fand 8 Jahre lang -nur- das Training bei uns und eben Kreisauswahl/Stützpunkt statt. Das Talent war also auch durch uns nicht zu -verhindern- und hat sich letztenendes durchgesetzt. Es waren auch 2 Angebote von Erstligavereinen da.

    Ich bin irgendwie ein Fan davon, nicht zu früh zu wechseln. Kinder haben irgendwann auch SChulwechsel und andere Gründe, die alle in eine Sozialisation mithinein spielen. Bei -leistungsorientierten- Vereinen wird gerade in jüngeren Jahrgängen viel gesiebt, wo es gar nicht notwendig wäre, weil die Entwicklung so noch nicht abzusehen wäre, aber es ist eben ein Erfolgsdruck da, der das anscheinend nötig macht.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Dein Sohn wird in jedem Fall, bei einem DFB-Stützpunkt Zusatztraining erhalten und mit grosser Wahrscheinlichkeit auch von NLZ-Scouts dann beobachtet werden und/oder von den SP-Trainern empfohlen werden. Mach dir keine Sorgen, dass dein Sohn "unentdeckt" bleibt...er ist ja bereits bekannt. Mein Sohn hat nie eine private Fussballschule besucht, nur mehrmals an dreitägigen Fussballcamps teilgenommen. Diese bieten eine Abwechslung hinsichtlich des Mannschaftstrainings, auch wird das Kind von anderen Trainern beurteilt, es ist immer gut ein Feedback von "neutraler" Seite zu bekommen. Natürlich wären die Leiter und Trainer schlechte Kaufleute würden sie dir nicht empfehlen zwecks Verbesserung der Fähigkeiten regelmäßig die Fussballschule zu besuchen. Ich erachte es aber für wichtiger, dass ein talentiertes Kind in einem angemessenen Umfeld trainiert, das Niveau also einigermassen homogen ist. Mein Sohn fing im Dorfverein mit knapp 4 Jahren an. Dann Wechsel zum 10 km entfernten Stadtverein, dort ein Jahrgang höher gespielt (als RAE-Benachteiligter hinsichtlich Geburtsmonat). nach weiteren 2 Jahren zu einem Leistungsverein ohne NLZ-Zertifizierung (40 km Entfernung, Fahrdienst durch Eltern)) )...Zus ab U11 einmal Training im DFB-SP. Während der U12 kamen dann diverse NLZ-Vereine auf uns zu..Entscheidung zugunsten des nächst gelegenen, 40 Km. Der zeitliche Aufwand (Fahrten zum Training war die ersten Jahre sehr hoch. Jetzt wohnt er im Internat und besucht die "Partnerschule" des NLZ. Spätestens ab U15 muss ein NLZ-Spieler nahezu alles dem Fussball unterordnen.....dazu noch die Fehlzeiten in der Schule (Lehrgänge etc.)...vergiss das mit dem Zusatztraining, achte darauf, dass er im regulären Training und Spiel gefordert wird....Der Ernst des Lebens kommt früh genug. Alternativ kommt das DFI in Bad Aibling in Betracht...Internat mit fussballerischer Ausbildung und der Möglichkeit bei dem Talent entsprechenden Vereinen zu trainieren und zu spielen....Kostet aber was)))....es werden auch Stipendien vergeben für Hochtalentierte, habe ich gelesen...Evtl. kann User Zodiak dir weiterhelfen.

    interessanter Lebenslauf deines Sohnes, Gratulation :thumbup:


    Der Wechsel zu dem Leistungsverein ohne NLZ-Zertifizierung hat einiges an zeitlichem Aufwand gekostet. Dein Sohn müsste dann so 10 Jahre alt gewesen sein, also habt ihr euch auch ziemlich früh für aufwendige Fahrten entschieden, hat der Stadtverein dann von der Qualität der Mitspieler und Gegner nicht mehr ausgereicht oder waren noch andere Gründe für den Wechsel ausschlaggebend ? ansonsten muss man sagen, vorausgesetzt dein Sohn fühlt sich im Internat wohl, alles richtig gemacht, Klasse :)

  • ... gesunde Einstellung. :thumbup: was mir nochmal einfiel, wenn Dein Sohn in dem älteren JG. nicht gefordert wird, kann man es bei entspr. Entwicklung auch mal 2 JG. darüber bei eurem Verein evtl. mittrainieren. Vorausgesetzt es sind Trainer da, die das zu steuern wissen. Da kann man dann bewußt die Belastung und Intensität steuern und der Junge bleibt erstmal im Verein und gewohntem Umfeld. Wie gesagt das steht und fällt mit dem -Trainermaterial- (sorry für den Ausdruck). Kenne ja die Gegebenheiten bei euch nicht, und wie sehr versucht wird, Talente auch im Verein zu fördern. Bei uns im Verein ist letzten sommer einer direkt in die U13 eines zweitligavereins gewechselt. Davor fand 8 Jahre lang -nur- das Training bei uns und eben Kreisauswahl/Stützpunkt statt. Das Talent war also auch durch uns nicht zu -verhindern- und hat sich letztenendes durchgesetzt. Es waren auch 2 Angebote von Erstligavereinen da.

    Ich bin irgendwie ein Fan davon, nicht zu früh zu wechseln. Kinder haben irgendwann auch SChulwechsel und andere Gründe, die alle in eine Sozialisation mithinein spielen. Bei -leistungsorientierten- Vereinen wird gerade in jüngeren Jahrgängen viel gesiebt, wo es gar nicht notwendig wäre, weil die Entwicklung so noch nicht abzusehen wäre, aber es ist eben ein Erfolgsdruck da, der das anscheinend nötig macht.

    ja, die Option steht tatsächlich auch im Raum, allerdings nicht bei unserem Verein, sondern bei einem stärkeren Verein in der Gegend. Wir hatten da auch eine Anfrage und bereits ein Probetraining und es hat ganz gut geklappt. Einzig und allein die Tatsache, daß es sich um ein eingeschweißtes Team mit mehreren Auswahlspielern handelt, was die Integration (auch aufgrund vom Altersunterschied) erschwert, hat uns bisher davon abgehalten. Mein Sohn war zwar ganz zufrieden, aber für mich ist wirklich das Wichtigste, daß er auch glücklich bleibt. Das Ganze ist aber auch noch nicht vom Tisch.

  • Wenn er denn im NLZ angenommen würde, hätte er/ihr ca 3-5 Mal die Woche die weite Fahrt.

    Auch die Fahrten zu. Auswärtsspielen sind weiter, zusätzlich die Turniere. Das sollte man sich sehr gut überlegen für diese Altersklasse. Was sagt denn die Mama oder andere Familienmitglieder falls vorhanden?

  • Wenn er denn im NLZ angenommen würde, hätte er/ihr ca 3-5 Mal die Woche die weite Fahrt.

    Auch die Fahrten zu. Auswärtsspielen sind weiter, zusätzlich die Turniere. Das sollte man sich sehr gut überlegen für diese Altersklasse. Was sagt denn die Mama oder andere Familienmitglieder falls vorhanden?

    mir ist das bewußt und ich würde das nur machen, solange er selber das will, das darf meiner Meinung nach aber gerne noch 2-3 Jahre warten ;) ich bin auch jemand, der in diesem Bereich nichts erzwingen würde. Sollte seine Qualität nicht ganz ausreichen, er ständig auf der Kippe stehen, zu den schlechteren Spielern gehören usw...dann lohnt sich der Aufwand meiner Meinung nach nicht und dann würde ich ihm auch davon abraten. Die Mama hat selber Leistungssport gemacht mit vielen Reisen in ganz Deutschland und sieht das weniger problematisch, aber sie muss ihn ja auch nicht fahren ;)

  • interessanter Lebenslauf deines Sohnes, Gratulation :thumbup:


    Der Wechsel zu dem Leistungsverein ohne NLZ-Zertifizierung hat einiges an zeitlichem Aufwand gekostet. Dein Sohn müsste dann so 10 Jahre alt gewesen sein, also habt ihr euch auch ziemlich früh für aufwendige Fahrten entschieden, hat der Stadtverein dann von der Qualität der Mitspieler und Gegner nicht mehr ausgereicht oder waren noch andere Gründe für den Wechsel ausschlaggebend ? ansonsten muss man sagen, vorausgesetzt dein Sohn fühlt sich im Internat wohl, alles richtig gemacht, Klasse :)

    Hallo, vielen Dank! Mein Sohn wäre noch länger bei dem Stadtverein geblieben, er spielte dort einen Jahrgang höher. Aber die Mannschaft war so gut, dass der Jugendleiter entschied, das Team solle komplett einen Jahrgang höher spielen, was für meinen Sohn bedeutet hätte gegen fast 3 Jahre ältere Jungs zu spielen. Er war damals 7. Ihm gefällt es im Internat und das Leben wie er es jetzt hat, sehr gut. Natürlich gibt es Fehlzeiten in der Schule wegen Lehrgängen (Spanien) und LS-Reisen (Portugal), aber er bekommt es gut hin. Voraussetzung für diese Art von Heranwachsen ist die Fokussierung auf das Wesentliche...Nachmittage herumdaddeln oder mal abends fort, geht maximal Samstag nach dem Punktspiel oder in den Ferien. Ein harter Weg, der den Jungs viel abverlangt...mit ungewissem Ausgang!

  • Hallo, vielen Dank! Mein Sohn wäre noch länger bei dem Stadtverein geblieben, er spielte dort einen Jahrgang höher. Aber die Mannschaft war so gut, dass der Jugendleiter entschied, das Team solle komplett einen Jahrgang höher spielen, was für meinen Sohn bedeutet hätte gegen fast 3 Jahre ältere Jungs zu spielen. Er war damals 7. Ihm gefällt es im Internat und das Leben wie er es jetzt hat, sehr gut. Natürlich gibt es Fehlzeiten in der Schule wegen Lehrgängen (Spanien) und LS-Reisen (Portugal), aber er bekommt es gut hin. Voraussetzung für diese Art von Heranwachsen ist die Fokussierung auf das Wesentliche...Nachmittage herumdaddeln oder mal abends fort, geht maximal Samstag nach dem Punktspiel oder in den Ferien. Ein harter Weg, der den Jungs viel abverlangt...mit ungewissem Ausgang!

    Wäre schön, wenn er für die ganze Arbeit belohnt wird. Aber ich denke, ein Spieler einer U-Nationalmannschaft hat eine höhere Wahrscheinlichkeit auf einen Profivertrag, wünsche ihm viel Glück :thumbup:

  • Er wird doch heute schon belohnt (während der Schulzeit in fremden Ländern Fußball spielen, was willst du mehr als Jugendlicher?) - und ich würde auch eher von Disziplin anstatt von Arbeit sprechen.

    Und ein Studium durch Fußball zu finanzieren anstatt zu "kellnern" oder sonstigem, ist ja auch nicht schlecht :)

  • Hallo zusammen,


    es ist nun circa ein Jahr vergangen und ich wollte mal über die weitere Entwicklung berichten. Die Fußballschule macht eine sehr gute Arbeit, die Trainer sind sehr kompetent und haben meinen Sohn definitiv weitergebracht. Die Fahrten sind zeitlich überschaubar und werden meistens für Hausaufgaben, Buch lesen usw. genutzt.


    Mein Sohn (9) ist dadurch auch tatsächlich in den Blickpunkt der Scouts eines NLZ´s gerutscht und hat an einer Sichtung teilgenommen. Daraufhin wurde er in einen engeren Kreis aufgenommen und weiter gesichtet. Nun ist er in der Endrunde für die Mannschaft ab Sommer.


    Leider ist er trotz viel Talents manchmal dem Druck bei entscheidenden Spieltagen noch nicht so gewachsen und seine Leistung schwankt. Von sehr guter Leistung bis sehr schlechter Leistung haben wir alles gesehen. Den Scouts ist das natürlich auch nicht entgangen und so schwanken auch diese verständlicherweise und sind noch nicht vollständig von ihm überzeugt. Er wird jetzt noch ein paar Trainingseinheiten bekommen um sich zu beweisen.


    Das Selektionsprinzip ist ihm natürlich durchaus bewusst und wiegt schwer, somit kann ich mir nicht vorstellen, dass er dieses Druckgefühl in Zukunft so einfach abschalten kann. Ich stelle mir nun deshalb die Frage, ob ein Wechsel ins NLZ unter diesen Umständen zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt sinnvoll für ihn oder ob seine spielerische Entwicklung dadurch eher gehemmt wird.


    Die Trainer im NLZ sind sehr kompetent und nett, dennoch denke ich dass er zumindest zu Beginn in der Hierarchieordnung eher am unteren Ende stehen würde. Wie ich schon früher geschrieben habe ist er schon eher sensibel und spürt ganz genau wieviel Vertrauen die Trainer ihm entgegenbringen. Die Alternative wären zwei leistungsorientiere Vereine in unserer Umgebung, die sich schon lange um ihn bemühen und bei welchen er sicher sehr viel Zuspruch und Anerkennung erhalten würde. Das Training im NLZ schätze ich aber hochwertiger ein und das ist auch der Grund, warum wir diesen Weg bisher gegangen sind.


    Vielleicht steht oder stand jemand vor einer ähnlichen Entscheidung oder hat ähnliche Erfahrung gemacht und kann was darüber schreiben.

  • soljos


    Warum lasst ihr denn nicht alles so wie es ist?


    Mein Eindruck aus der Ferne:

    Der Junior entwickelt sich prächtig, fühlt sich wohl, hat so oder so eine zusätzliche Einheit mehr aufgrund der Fußballschule und die NLZs haben ihn auf dem Schirm.

    Meiner Meinung nach haben die das dann in ein, zwei Jahren auch noch, denn er verlernt das Kicken ja nicht.

    Stützpunkt kommt jetzt ja auch noch hinzu ab Sommer = eine weitere qualifizierte Einheit pro Woche, wo er sich zunächst zurecht finden muss und dann beweisen kann.


    Also warum nicht einfach so belassen?


    Gerade bei "Kopfkindern" (also sensible und zunächst das Umfeld zurückhaltend begutachtende Kinder (hab auch ein Exemplar zuhause)) finde ich es extrem wichtig, sie in ruhigen Fahrwassern gedeihen zu lassen.

  • Leider ist er trotz viel Talents manchmal dem Druck bei entscheidenden Spieltagen noch nicht so gewachsen und seine Leistung schwankt. Von sehr guter Leistung bis sehr schlechter Leistung haben wir alles gesehen. Den Scouts ist das natürlich auch nicht entgangen und so schwanken auch diese verständlicherweise und sind noch nicht vollständig von ihm überzeugt. Er wird jetzt noch ein paar Trainingseinheiten bekommen um sich zu beweisen

    Meine erste Wahl wäre ein Verein, in dem ein 9 jähriger keinem Druck gewachsen sein muß, und seine Leistung immer bringen kann, weil er befreit aufspielen kann.

    Bei den Worten DRUCK und 9 jährigen kriege ich immer Bauchschmerzen.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • kann die Argumentation nachvollziehen und ich denke auch so. Das ist auch der Grund, warum wir ihn trotz etlicher Abwerbversuche der umliegenden Leistungsvereine immer noch im Dorfverein spielen lassen. Allerdings ist der Unterschied zwischen ihm und seinen aktuellen Mitspielern mittlerweile viel zu groß geworden. Deshalb bin ich zunehmend der Ansicht, dass er bei einem Leistungsverein in der Gegend besser aufgehoben wäre, um sich so langsam an mehr Gegnerdruck und Tempo im Spiel zu gewöhnen.

  • Das Selektionsprinzip ist ihm natürlich durchaus bewusst und wiegt schwer, somit kann ich mir nicht vorstellen, dass er dieses Druckgefühl in Zukunft so einfach abschalten kann. Ich stelle mir nun deshalb die Frage, ob ein Wechsel ins NLZ unter diesen Umständen zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt sinnvoll für ihn oder ob seine spielerische Entwicklung dadurch eher gehemmt wird.

    Generell mal zu Deinem Sohn, oder besser, zu Spielertypen wie Deinem Sohn. (denn ich kenne deinen Sohn gar nicht und eine Ferndiagnose steht mir deshalb gar nicht zu).

    Ich denke aus ein paar Jahren KIFU Erfahrung und ein bißchen Erfahrung und Einblick bei einem (gutgeführten) NLZ, sowie eigenen Erfahrungen beim STP mittlerweile folgendes.

    Der Spielertyp talentiert und sensibel wird oft falsch gesehen. Bei Kids, die z.b. in -wichtigen- (was ist wichtig?) Spielen

    Ihre Leistung nicht abrufen, wird oft der Stempel aufgedrückt- ist dem Druck nicht gewachsen. Auch beim Stützpunkt z.b.. Da sollte man doch mal konkret nachfragen: Welchem Druck?!? Selektionsdruck? Erwartungsdruck? Und wer bestimmt den -DRUCK-?

    Ein Guter Trainer läßt sicher kein KIND Druck verspüren. Aussagen wie: Damit müssen die umgehen können sind totaler SChwachsinn.

    Die Trainer müssen mit solchen Kids umgehen können. Oft sind grade die sensiblen die kreativen, die sich nur entfalten wenn Sie sich wohlfühlen. Wenn auf LEhrgängen neben der sozialen Kompetenz von Vermittlungskompetenz geredet wird, ist das alleine eine Frage wie ich meine Erwartung an ein solches Kind vermittle.

    Die Kinder sind oft mit hoher intrinsischer Motivation ausgestattet und scheitern selten an sich selbst, sondern kapitulieren bei zu hohen ERwartungen, und spielen Fehlervermeidungsfußball...

    Ein guter Trainer sollte das erkennen.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Meine erste Wahl wäre ein Verein, in dem ein 9 jähriger keinem Druck gewachsen sein muß, und seine Leistung immer bringen kann, weil er befreit aufspielen kann.

    Bei den Worten DRUCK und 9 jährigen kriege ich immer Bauchschmerzen.

    jaa, absolut. Ich muss aber noch erwähnen, daß von der NLZ-Trainern keinerlei Druck ausgeübt wurde. Natürlich weiss er aber, dass die etwas schlechteren Spieler nicht aufgenommen werden, daß ist vermutlich Druck genug. Was mich verunsichert ist folgender Konflikt: einerseits bekommt er im NLZ Top-Training, was meiner Meinung nach deutlich besser ist als das in seinem Heimatverein und das würde mich für ihn sehr freuen; andererseits habe ich Sorge, dass er sich in diesem Umfeld zuviel Druck selber auferlegt und damit belastet ist.