Wenn Schiedsrichter streiken!

  • Nachdem die erste Antwort unter das Schlagwort Affekt fällt hier noch mal eine etwas ruhigere Antwort.


    Was ist so schlimm daran in den untersten Spielklassen die Vereine aufzufordern die Spiele mit Schiedsrichtern aus dem eigenen Verein zu besetzen? Ich sehe gerade in unserem Verein das dies mit die besten Sr sind welche nachkommen. Und zum Thema Parteiisch ist es doch so das gerade in den untersten Klassen der SR immer eine oder mehrere Beziehung zu einer der beiden Mannschaften ghat. Seien es nun Arbeitskollegen, Freunde, ehemalige Mitspieler oder anderes. Vor diesem Hintergrund müsste wohl jedes zweite Spiel "parteiisch" geleitet werden. Oder eben die allermeisten SR haben es im Griff sich davon nicht leiten zu lassen da sie es auch heute schon schaffen. Ich sehe also das Risiko hierbei nicht höher als bisher. Zusätzlich bleiben dem Verein ja weiterhin alle Möglichkeiten der Meldung usw. welcher er heute auch hat.



    Einen großen Vorteil sehe ich darin das Verein endlich beginnen müssen die SR zu schützen denn wenn sogar eigene Schiedsrichter auf heimischen Platz nicht mehr wollen dann läuft etwas verkehrt. Wer es also nicht schafft die eigenen spiel zu besetzen trägt selbst die Verantwortung.


    Das ganze Gerede vom Schutz der Spieler, Wettbewerbsverzerrung usw. zeigt für mich eigentlich nur das hier bereits sehr viel im argen liegt. Natürlich möchte jeder Spieler einen Fairen Schiedsrichter. Hier habe ich jedoch den Eindruck das der SR erst einmal als BuhMann eingestuft wird und es dann seine Aufgabe das Gegenteil zu beweisen. Für den Schutz der Spieler ist schließlich nicht der SR verantwortlich sonder jeder einzelne Spieler und darüber die Trainer und Verantwortlichen der Vereine.


    Gruß
    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

  • FPL wird auf jeden Fall als Lösung scheitern wenn es um Aufstiege und Abstiege geht.


    Hier mein nicht so ganz ernst gemeinter Ansatz, das SchRi-Problem in der Kreisliga zu lösen:
    Die technologische Lösung, finde ich, ist in Reichweite - Elektroschockhalsbänder, die dir ein Paar Volt durch den Körper pusten wenn dein Maxpuls 70% erreicht oder so. Die Halsbänder werden dir am Eingang angelegt :-)
    Wenn zu wenig Schiedsrichter da sind, könnte ja auch der Sanitäter pfeifen - hätte den Vorteil, dass er schneller am Ort das Geschehens ist, wodurch die Sicherheit der Spieler besser gewährleistet wird. :-)
    Und wenn man schaut wie viele Polizisten die Fans in der Bundesliga begleiten, dann könnte man die Wachtmeister doch an die Seitenlinie stellen als Linienrichter. Wenn in der Kreisklasse ein Polizist an deiner Linie entlang patrouilliert ist des emotionsgeladene Unkultur-Volk bestimmt relaxter. :-)


    Denke immer das undenkbare!
     :rolleyes:

  • Ein Interview mit einem Schiedsrichter in der Augsburger Allgemeinen, das mich aus vielerlei Hinsicht nachdenklich stimmt.

    Er reduziert das gesamte Thema svhon sehr stark auf den Ausländerfaktor. Das gefällt mir nicht. Zumal er selbst wohl sogar positive Beispiele rein ausländischer Mannschaften erwähnt.

    Er berichtet früher habe es dicke Strafen gegeben. Gibt es die heute denn nicht mehr?

  • Natürlich ist das einseitig, aber ich kann das als Schiedsrichter zu 100% bestätigen.

    Natürlich sind es auch Deutsche, aber in den allermeisten ! Fällen sind es immer dieselben Gruppen und Mannschaften.

    Es sind anscheinend viele deutlich emotionaler und können jene Emotionen aber nicht im Zaun halten.


    Das fängt leider schon in den Jugendmannschaften an.


    Und natürlich gibt es auch andere Fälle, in unserem Kreis wurde eine muslimische Mannschaft als Fairste ausgezeichnet, allerdings sind das eher Ausnahmen.


    Man darf davor nicht die Augen verschließen, weil wir in Deutschland leben.

    Wir müssen da Ordnung reinbekommen und allgemein mehr Respekt auf dem Feld.

  • Da gehts doch nicht im Gene...oder gibts da wissenschaftlich belegtes?!


    Da gehts wohl eher um Bildung und am Ende wohl um Chancengleichheit darauf (Sarazin). Das wäre ein politisches Thema. Deshalb schlage ich vor, das hier eher nicht zu vertiefen. Für mich steht fest, dass man das politisch lösen muss und nur so lösen kann. DAS werden wir hier alle aber nicht mehr erleben. Ich finde die Reaktion der Schiedsrichter super. Nach meinem Geschmack würde ich die Saison sogar beenden oder den Verein komplett - nach so einer krassen schwachen und restlos dämlichen Aktion gehirnamputierter Schwachköpfe - rausschmeissen und die konkret Beteiligten für immer - neben den strafrechtlichen und zivilrechtlichen Konsequenzen - sperren!!!

  • Schon bitter, wenn es solche Ausmaße schon bei den Jugendmannschaften gibt. Zuletzt selbst einen Spielabbruch (Schiri hat nach Beleidigungen abgebrochen) erlebt. Das Ende vom Lied: Der Schiri ist die Ärmste Sau, das betreffende Spiel wird wiederholt. Die Beleidigungen waren wohl nicht massiv genug und er hätte das anders regeln müssen (gut, das hätte er sicherlich, aber muss man sich alles gefallen lassen?). Und dann wundern sich manche, dass kaum noch jemand als Schiri pfeifen möchte..

  • Wer im Raum Augsburg Schiedsrichter werden will: bfv.de

    Neulingskurs mit e-learning und einem Präsenzwochenende

    An sich eine tolle Sache, ich verstehe aber das Thema mit dem e-learning nicht ganz. Hier (und ich den DFB weit) ist die Schiedsrichterausbildung an einem Wochenende möglich. Daran ändert sich auch hier nichts.


    Was ist also der Nutzen bzw. Mehrwert dieses Angebots?


    Gruß

    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)