(E-Jugend, alt) 2 gleich strukturierte Teams - gleiche Probleme zur kommenden Saison (9er-Feld)

  • Ich, bzw. wir haben mit heutigem Blick ein kommendes Problem zur kommenden Saison. Ich möchte gerne Eure Einschätzungen und Tipps hören, nachdem ich die Fakten hier gelegt habe:


    Fakten:
    Es bestehen zwei separat geführte Teams in der alten E-Jugend. Beide sind derzeit mittel gemeldet. Beide haben ca. 6-7 Spieler, die in diese "Stärkestufe" passen. Hinzu kommen in beiden Teams ca. 10 Kinder, die aus unterschiedlichsten Gründen spielschwach einzustufen sind.


    Ich sehe das Problem, dass ich weder zur kommenden Saison mittel oder schwach melden kann.
    Melde ich mittel, überfordere ich die spielschwachen Spieler zum Teil erheblich. Ein Großteil der Kids würde keinen Stich sehen, keine Erfolgserlebnisse sammeln können.
    Melde ich schwach, dann unterforde ich die besseren Kicker enorm, sodass ich stark vermute, dass sich diese Kids nicht weiter entwickeln können, weil die Leistungsreize fehlen.


    Mit den Trainern des anderen betreffenden Teams habe ich meine Ansicht angesprochen. Wir werden uns noch zusammensetzen, um einiges zu durchdenken.


    Es gibt im Verein eine spielstarke Mannschaft des selben Jahrganges. Leider ist das Auskommen mit dem Trainer schier unmöglich, da er werder Teamplayer ist, noch sich an Regeln hält. (So hat dieser z.B. bereits Spieler im eigenen Verein Spieler abgeworben und ist auch derzeit wieder voll im Gange)
    Aus besagten Vorbehalten von mir und auch der anderen beiden Trainer der betroffenen Mannschaft ist eine Zusammenarbeit mit dem Trainer der spielstarken Mannschaft nicht möglich.


    Es drängt sich bei mir eine Lösung auf, möchte aber gerne wissen, was und wie Ihr vorgehen würdet, um den sinnvollen Spielbetrieb der beiden Mannschaften in der kommenden Saison zu ermöglichen. (Bitte lasst die Seitenstränge, mit denen man hier sonst auch locker ein Buch füllen könnte, weg. ;))


    Ich bin gespannt. :)

  • Ist doch ganz einfach...


    Die Starken eurer beiden Mannschaften steckt ihr in das Team des unmöglichen Trainer.


    Danach mischt ihr die beiden anderen Teams und steckt in eine Mannschaft die Mittleren und in die andere die Schwachen. Beim aufteilen solltet ihr nur im Interesse der Kinder handeln. Wenn dein Ego es zulässt...nimmst du freiwillig die schwächere Mannschaft und hast keine Dikussionen mehr um dieses Thema.
    Hört sich ziemlich nach Trainer-Kindergarten auf Kosten der Kinder bei euch an...


    Gruss
    Matthias

  • Dagged :


    Aus Deinen Zahlen ergibt sich, dass beide Mannschaften zur Zeit etwa 12 - 14 leistungsstärkere Kinder und etwa 20 schwächere haben. Daraus lassen sich doch je eine Mannschaft, die höher gemeldet wird mit 12-14 Spielern melden und eine Mannschaft, die in einer unteren Klasse spielt mit dann ca. 20 Spielern. Die erstere Mannschaft könnte man dann bei Spielermangel am Spieltag oder auch regelmäßig um die Spieler der zweiten Mannschaft ergänzen, die dort die meisten Fortschritte gemacht haben oder in der Woche am besten trainiert haben. Sozusagen als Belohnung und zur weiteren Förderung.
    Optimaler wäre sicherlich, bei der Zusammenstellung der Mannschaften auch das 3. Team aus Deinem Verein mit einzubeziehen.
    Einen Verein im Verein darf es nicht geben, so dass es auch nicht notwendig ist, sich gegenseitig Spieler abzuwerben. Entweder setzen sich alle betreffenden Trainer zusammen und stellen gemeinsam die neuen Teams auf, oder der Verein bestimmt, dass der jeweilige Trainer der ersten Mannschaft der Altersklasse den ersten Zugriff hat.
    An erster Stelle bei der Mannschaftseinteilung sollten die Förderung der Kinder und im Einzelfall so es möglich ist auch persönliche Belange wie Fahrgemeinschaften, Freundschaften usw. und damit insgesamt die Begeisterung der Kinder am Fußball stehen.


    In Eurem Fall würde ich zusammen mit der Jugendleitung erst einmal die Probleme der Trainer untereinander klären, bevor ich die Mannschaftszusammenstellungen angehe, und mich dort auf eine gemeinsame Linie und ein Miteinander für die neue Saison einigen. Notfalls durch ein "Machtwort" der Jugendleitung.

  • Diese Variante hatte ich auch im Kopf. Jedoch förder eich dadurch das Verhalten des unmöglichen Trainers. Dies möchte ich nicht unterstützen.


    Die schwächeren Kicker zu trainieren, würde mir nichts ausmachen. ;)

  • Dagged :


    Aus Deinen Zahlen ergibt sich, dass beide Mannschaften zur Zeit etwa 12 - 14 leistungsstärkere Kinder und etwa 20 schwächere haben. Daraus lassen sich doch je eine Mannschaft, die höher gemeldet wird mit 12-14 Spielern melden und eine Mannschaft, die in einer unteren Klasse spielt mit dann ca. 20 Spielern. Die erstere Mannschaft könnte man dann bei Spielermangel am Spieltag oder auch regelmäßig um die Spieler der zweiten Mannschaft ergänzen, die dort die meisten Fortschritte gemacht haben oder in der Woche am besten trainiert haben. Sozusagen als Belohnung und zur weiteren Förderung.
    Optimaler wäre sicherlich, bei der Zusammenstellung der Mannschaften auch das 3. Team aus Deinem Verein mit einzubeziehen.
    Einen Verein im Verein darf es nicht geben, so dass es auch nicht notwendig ist, sich gegenseitig Spieler abzuwerben. Entweder setzen sich alle betreffenden Trainer zusammen und stellen gemeinsam die neuen Teams auf, oder der Verein bestimmt, dass der jeweilige Trainer der ersten Mannschaft der Altersklasse den ersten Zugriff hat.
    An erster Stelle bei der Mannschaftseinteilung sollten die Förderung der Kinder und im Einzelfall so es möglich ist auch persönliche Belange wie Fahrgemeinschaften, Freundschaften usw. und damit insgesamt die Begeisterung der Kinder am Fußball stehen.


    In Eurem Fall würde ich zusammen mit der Jugendleitung erst einmal die Probleme der Trainer untereinander klären, bevor ich die Mannschaftszusammenstellungen angehe, und mich dort auf eine gemeinsame Linie und ein Miteinander für die neue Saison einigen. Notfalls durch ein "Machtwort" der Jugendleitung.

    Zum 1. Absatz:
    Genau so stelle ich mir auch die Lösung vor. Jedoch habe ich hier noch Überzeugungsarbeit (andere Trainer, Jugendleiter) zu leisten. :whistling:


    Zum 2. Absatz:
    Das Klären der Differenzen habe ich schon oft angeschoben: Ergebnis: Kindergarten!
    Leider akzeptiert die Jugendleitung den momentanen Zustand. :O

  • wenn die 14 besten sehr zuverlässig sind hast doch schon eine Mannschaft mit einer prima Größe zusammen. Spätestens im Herbst siehst du ja ob es auf lange Sicht mit dem Kader reicht, da könnte man überlegen ob das Leistungsgefälle wirklich allzu stark ist, ob Nr. 15/16 tatsächlich zu schwach sind. Wenn nicht, zieh sie hoch, dann ist der 3.Kader nicht allzu aufgebläht

  • In unserem Verein laufen die Trainer mit den Mannschaften die komplette Jugend durch, sofern die Trainer am Ball bleiben.


    Es kommt seltener vor, dass Teams zusammengelegt werden. Bedenken liegen oft bei den Eltern, die natürlich auch mitgenommen werden sollen, durch eine offene und vernünftige Kommunikation. Letztlich kann dieses aber nur gelingen, wenn auch der Jugendleiter dieselbe Ansicht hat. Leider nimmt dieser sich (sehr) gerne zurück und scheut ein "Machtwort".


    Ich werde versuchen, die Verantwortlichen durch sportliche Argumente von meiner Ansicht zu überzeugen, die Teams zusammen zu legen. Alles andere, so meine Ansicht, endet in größerer Frustration diverser Kinder, die unter- oder überfordert werden.


    Hoffentlich ist dies im Sinne der Kinder möglich ?(

  • Naja, ein Trainer- bzw Teamwechsel kann manchmal sehr gut sein. Neue Impulse, soziale Fähigkeiten etc. Auch Fussballerisch, wie in eurem Fall ist es bestimmt gut, denn leistungshomogene Mannschaften bringen viel mehr und sind wesentlich besser zu trainieren. Und keiner ist über bzw unterfordert. Alle profitieren.


    Der DFB beispielsweise sieht ab der D alle 2 Jahre einen Trainerwechsel vor, davor darf es auch mal 4 Jahre sein

  • Heute war nach der Trainersitzung eine Sitzung der betreffenden drei Mannschaften. Alle Trainer waren vor Ort.


    Es wurde darüber gesprochen, was nun zur neuen Saison denn gemacht werden könnte. Alle Seiten waren sich einig, dass eine Aufteilung der Teams in verschiedene Spielstärken sinnig wäre. Eine Vermischung wird aber derzeit nicht angestrebt, da man die Teams nicht auseinander reißen möchte. Das war vor allem der Wunsch eines Trainers.
    Ich fände es grundsätzlich sinnig, die Teams, und damit die Kids, nach Spielstärke zusammenzusetzen.


    Da es rasch auf den Schwerpunkt der Mitarbeit und der Kommunikation untereinader kam, wurde es rasch laut, vor allem vom anderen Trainer. Ich durfte mir Beleidigungen und persönliche Vorwürfe, die zum Teil unter die Gürtellinie gingen, anhören.
    Ich habe versucht sachlich zu bleiben, was mir -aus meiner Sicht- relativ gut gelang.


    Nachdem die Diskussion sehr persönlich wurde, indem mir weitere Dinge vorgeworfen worden, die leider komplett aus der Luft gegriffen wurden, um von anderen Dingen abzulenken, meinte der Jugendleiter, dass wir alles vergessen sollten, was bis jetzt geschehen ist und zukünftig zusammen arbeiten sollten.
    Möglich, dass dies der optimale Fall sein sollte, aber die Dinge die heute und in den letzten Wochen geschehen sind, werde ich nicht als ungeschehen abhaken (können/wollen). Der unmögliche Trainer nahm und nimmt sich wieder ein Mal enorme Sonderrechte heraus, ließ mich mehrfach überhaupt nicht aussprechen, beleidigte und griff mich verbal zum Teil übel an.


    Da vom Jugendleiter nur der Vorschlag kam, wir sollten ab nun alle "Friede-Freude-Eierkuchen" spielen, also einfach alles vergessen, ohne die Dinge aufzuarbeiten und die verbalen Angriffe nicht aufhörten, habe ich nach vorheriger Andeutung zum Jugendleiter, die Sitzung verlassen.


    Ich wurde nicht vernünftig & mehrfach nicht zu Wort kommen lassen und wurde weiter angegangen. Ich bin über das Verlassen der Sitzung nicht stolz, aber ich habe mich in dem Moment nur gefragt, was ich hier eigentlich mache. Eine Diskussion, die einhergehend mit der Aufarbeitung alter Probleme, geführt werden sollte, eskalierte. Es wurde nicht sachlich sondern höchst emmotional "gestritten", mit völlig verhärteten Fronten.


    Da der Jugendleiter und der Jugendkoordinator dabei saßen und sich lediglich alles anhörten und ich mich enorm zurück gehalten habe, auch was Unterstellungen in meine Richtung angingen, habe ich es für richtig erachtet, mich selbst aus der Situation zu befreien, um es nicht eskalieren zu lassen. Ich habe ihn persönlich nicht angegriffen.


    Nun sitze ich zu Hause, ärgere mich etwas, dass ich aus der Sitzung gegangen bin. Andererseits war die Situation und Stimmung nicht würdig, sich sachlich zu unterhalten. Der JL hatte wohl mehr Interesse, die Sitzung rasch zu beenden, weil es spät wurde.


    Nun habe ich Probleme mit einem Spielervater, mein ehemaliger Mittrainer, der Politik und Gerüchte hinter meinem Rücken führt und nun diese bescheidene Situation hinter den Vereinskulissen.


    Ich spiele gerade mit dem Gedanken, mich aus dem Jahrgang zurück zu ziehen. Zum einen stünde ich den Kids nicht im Wege, weil eine fehlende Zusammenarbeit der Trainer untereinander auf die Kosten der Kids gehen würde, zum anderen wäre ich die unsägliche Situation los.
    Andererseits überlasse ich dem unmöglichen Trainer das Feld, und, was für mich noch wichtiger ist, ich gebe mein Team auf. Jedoch ist auf Dauer der Zustand für mich nicht zu ertragen.


    Vom ehemaligen Trainerkollegen bin ich persönlich tief enttäuscht und deshalb sehr traurig. Vom JL bin ich enttäuscht, da die bestehenden Probleme mit dem unmöglichen Trainer nicht angegangen werden, sondern "hingenommen" werden. Ich fühle mich gerade wie ein abeknickter Zweig. :(


    Nun sitze ich da und mache mir Gedanken ....


    Seit guten 12 Jahren betreibe ich mein Hobby. Nun könnte ich echt Hilfe benötigen.
    Nur sehe ich sie nicht oder sie ist schlicht nicht da? Könnte Ihr mir ehrlich schreiben, was Ihr denkt?

  • Ich sehe momentan bei mir ähnliche Probleme am Horizont. Daher habe ich auch schon überlegt, was die Konsequenz sein könnte, wenn die durch die Jugendleitung herbeizuführende Entscheidung komplett dem zuwider läuft, wie ich es sehe.


    Nun hast Du eine ganz wichtige Sache genannt, die auch für mich bei jeder Entscheidung im Mittelpunkt steht: Bin ich bereit mein Team aufzugeben?


    Gerade bei der Konstellation, dass man als Trainer eine Mannschaft grundsätzlich durch sämtliche Jugendklassen betreut, bedeutet auch, dass einem die Kinder mehr oder weniger ans Herz wachsen.
    Dies zeigt Dir dann letztlich auch, wie emotional man in die Sache eingebunden ist und welche Gefühle das bei einem auslöst. Für mich wäre es daher undenkbar die Kinder alleine zu lassen. Die Kinder verlassen sich auf ihren Trainer und daher sollte man nur dann sein Team aufgeben, wenn es wirklich wichtige Gründe dafür gibt. Doch was "wirklich wichtig" ist muss jeder für sich selber entscheiden.

  • Update:
    Der Streit mit dem einen Trainer wurde durch Gespräche mit dem Verein (Jugendobmann & Jugendausschuss) "geklärt". Ein Gespräch mit allen an einem Tisch war nicht möglich und wäre wohl wieder eskaliert. Die Lösung sieht nun (vorerst) so aus, dass der (laustarke) Trainer und ich, uns ignorieren sollen. :/ Für mich stellt es zwar eine unbefriedigende Lösung dar, aber seit einer Woche ist wenigstens Ruhe. Dabei möchte ich diese Situation belassen.


    Die neue Strukturierung der Teams habe ich nun mit den beiden zugänglichen jungen Trainern (Jugendliche) neu aufleben lassen. Beide Jugendliche trainieren, wie ich, eine mittelstarkes Team mit deutlichem Leistungsabfall der Kids. Es sind auch einige neue Kinder im Team. Bei mir, wie bei den beiden anderen Trainern.
    Der (lautstarke) Trainer wird außen vor gelassen.


    Ich habe den beiden jugendlichen Trainern vorgeschlagen, deutlich mehr zusammen zu entwickeln. Dabei steht für mich der Versuch einer Zusammenlegung beider Teams in homogene Mannschaften im Vordergrund.
    Ich bin der Überzeugung, dass beide Teams, und somit jedes Kind, in ihrem Habitat, also der Spielstärke, sich besser entwickeln, als in den jetzt bestehenden, hinsichtlich der Spielstärke gemischten Teams.


    Beide Trainer konnten an meiner vorgetragenen Idee viel Gutes sehen. Ich habe in dem Gespräch jedoch gleich herausgehört, dass der Aspekt, welche(r) Trainer die ausgewogene Mannschaft trainiert, von grundlegender Entscheidung sein wird.


    Ich habe mich mit der Frage natürlich auch befasst. Es hat, wie immer, Vor- und Nachteile, egal ob ich mich für die eine oder andere Mannschaft entscheiden würde, vorausgesetzt, ich könnte einfach selbst entscheiden.
    Ich bin hin- und hergerissen. Einerseits könnte würde ich die schwächeren Kids trainieren, jedoch reizt mich sehr, ein stärkeres Team zu führen. Dies wird den beiden anderen Jungtrainern ähnlch gehen. Wo und wie findet man nun eine gute Lösung?


    Ich liste einfach mal einige Gedanken (ohne Prioritäten) auf, die mir dabei so durch den Kopf gegangen sind. Vielleicht könnte Ihr mir weitere oder zu den genannten Aspekten Anregungen geben ;) :


    - Trainerscheine
    - Erfahrung im Trainerwesen
    - zur Verfügung stehende Zeit (im Hier und Jetzt, sowie auch mittelfristig; Thema Schule, Studium, ...)
    - konzeptionelles Arbeiten
    - altersgerechtes Training / Training mit Konzept und "Sinnhaftigkeit"
    - Ansprüche der Trainer


    für das spielschwache Team:
    1. Die Entwicklungen sind besser zu sehen, mehr Trainerfreude, wenn die Kids auch mitziehen.
    2. Die Schnittmenge an möglichen Überschneidungen mit dem (lautstarken) Trainer sind sehr gering


    für das ausgewogene Team:
    1. etwas mehr zur Leistung bezogeneres Team, das aus meiner Sicht mittelfristig auch als starkes Team spielen könnte.
    2. anspruchsvolleres Coachen, Förderung und Fordern der etwas besser talentierten Kids.


    Diese Punkte sind nicht abschließend.


    Um diese neue Struktur auf die Beine zu stellen, wäre es sicherlich sinnvoll, wenn ich mich als Trainer zurücknehme, den beiden Jugendtrainern den Vortritt lasse, um diese grundlegende Frage, an der vermutlich alles scheitern könnte, zu entscheiden. Jedoch laufen wir mit dem Jahrgang mit, sodass ich vermutlich dann die schwächeren Kids langer (immer?) trainieren würde. Der Gedanke gefällt mir nicht so sehr, da in diesem System jeder seinen platz finden muss: Die Kids wie auch die Trainer.


    Daher die Frage, wie soll man dieses nur angehen?


    Würde es an der Frage der Trainer scheitern, würde es unkoordiniert und für fast alle Kids sportlich unbefriedigend laufen. Zudem würde die Zusammenlegung (vermutlch) nur auf zwei Jahre verschieben. Eine ähnliche Situation wird höchstwahrscheinlich wieder auftreten, wenn es von 9er-Feld auf 11er-Feld geht.


    Was tun?
    Wie entscheiden?




    - wer trainert die ausgewogene Mannschaft, wer die spielschwache?
    -

  • Für mich gibt es 2 rationale Gründe die Jugendlichen zum besseren Team zu stecken.
    1) tun sich junge Trainer deutlich schwerer damit noch bei Adam und Eva anzufangen, da sie die Inhalte der besseren Teams aktiv am sich erfahren haben, im Gegensatz zum Geradeauslaufen lernen. Dadurch können sie diese Inhalte deutlich leichter umsetzen.
    2) wenn die Jungtrainer direkt ne Gurkentruppe bekommen haben die vielleicht nach einem Jahr keine Lust mehr und dann werden die schwächeren niemals Fußball spielen lernen


    Klar juckt es in den Fingern, aber du musst das ja nicht immer machen. Theoretisch kannst du in 1-2 Jahren wieder eine neue Truppe übernehmen

  • @ 16er:
    Deinen Punkt 1 kann ich nachvollziehen.


    Punkt 2 passt nicht so richtig. Die beiden trainieren ja schon seit gut 2 Jahren ihr Team. Sie sind also nicht ganz so grün hinter den Ohren.


    Zudem gehen wir ja mit den Kids mit, sodass sich meine Situation ja nicht wirklich ändern wird bis wir in der A-Jugend angekommen sind, es sei denn, bei den Jungs ergibt sich mal etwas anderes. Dann jedoch bleibe eine Trainerstelle trotzdem offen, wenn ich das Team dann wechseln würde.


    Wie man es dreht, es bleibt schwierig.

  • Wir hatten das gleiche Problem. Bei uns trainieren die Mannschaften gleichzeitig und wir wechseln uns als Trainer ab. 2-3 Wochen die Stärkeren, dann die Schwächeren. Zu den Spielen sind wir möglichst immer beide da. Erfordert natürlich viel Absprache und ein einigermaßen einheitliches Vorgehen.

  • Die Jungtrainer haben nun doch überraschend gegen eine Zusammenlegung gestimmt. Es deutet vieles darauf hin, dass sie lieber mit dem jetzigen Team spielen wollen, anstatt unter Umständen das schwächere Team zu trainieren. Nach dem Motto: Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.


    Somit muss ich in Klausur gehen, um auszutüfteln, wie ich den nun gegebenen Zustand am Besten nutze.

  • Dagged :


    Den Jungtrainern kannst Du es nicht übel nehmen, dass sie nicht die schwächere Mannschaft trainieren wollen. Du möchtest es ja auch nicht..... 8) 
    Das meine ich auch nicht negativ. Es ist so, wie du schreibst, - auch der Trainer muss sich bei seiner Aufgabe wohlfühlen.
    Ich selbst würde kein Problem damit haben, die schwächeren Kinder zu trainieren. Auch und gerade hier kann man sich beweisen. Nur mit unzuverlässigen Kindern und Eltern hätte ich ein Problem, bzw. diese dann mit mir. Sie würden sich dann entsprechend umstellen müssen oder wären nicht mehr dabei. Das wäre dann mein Anspruch, den ich in einem solchen Fall auch sofort offen darlegen würde.

  • Mir kommt das ganze etwas "komisch" vor. Zum einen mäckelst du dem "lautstarken, ehrgeizigen" Trainer seine Einstellung vor, fehlende Zusammenarbeit, Abwerbung usw.
    Und dann hast du an sich die Chance in zwei Mannschaften etwas anderes zu bewegen, andere Werte zu vermitteln, zwei jugendliche Trainer zu schulen und du lässt diese Chance verstreichen, weil ihr irgendwie auch nicht offen reden könnt. Veränderungen fangen im Kleinen an, erfordern viel Überzeugungsarbeit bzw. Hartnäckigkeit. Wenn ihr Drei es jetzt hinbekommt die zwei E-Jugenden zu managen, könnt ihr das, was ihr dort als Maßstab legt mit in die nächsten Jahre nehmen. Das betrifft sowohl den Umgang mit den Eltern, als auch die Beurteilung der Kinder. Etwas wirr ausgedrückt, ich versuche es mal anders.


    Wenn ihr jetzt, aus welchen Gründen auch immer, wieder drei E-Jugenden formt, die ganz exakt getrennt sind, dann gehen doch die Eltern und Kinder davon aus, dass dies der Standard bei euch ist. Wenn dann noch zwischenmenschliche Probleme hinzukommen und jeder sein eigenes Süppchen kocht, wird es für euch in den nächsten Jahren schwierig in den kommenden Jahren etwas anderes entwickeln zu wollen.


    Gut, der E1 Trainer ist mal raus. Aber warum packt ihr nicht die E2 und E3 im Training zusammen, habt dort die schöne Möglichkeit verschiedene Traiingsgruppen zu bilden, mal die Stärkeren miteinander, mal gemischt usw. Bildet zwei Stämme, bei Spielern, bei denen es eindeutig ist, wo sie spielen werden. Also die wesentlich stärkeren in die E2 und die wesentlich Schwächeren, aufgrund der Einsatzzeiten in die E3. Für alle anderen würde ich das System offen halten. Und Spieler mal da und mal da spielen lassen.


    Die Gründe:


    Teamfindung: Die Spieler und die Teams werden wesentlich stärker zusammenwachsen, denn es gibt viele Spieler, die in beiden Teams spielen und so lernen sich die Jungs ganz von alleine kennen. Du wirst sehen, dass dann auch die E3-Spieler der E2 zuschauen und anders herum. Das kann für die Zukunft nur positiv sein.


    Förderung: Ich habe schon oft beobachtet, dass schwächere Spieler durchaus davon profitieren, wenn sie auf den ersten Blick überfordert werden.So wird ein schwächerer Spieler, der in einer guten Mannschaft spielt davon profitieren, da ihn diese Jungs da mitnehmen. So spielen diese z.B. bessere Bälle. Diese kommen zielgerichteter beim schwächeren Spieler an, so dass dieser mit diesem Ball auch was anfangen kann. Bei schwächeren Mitspielern kriegt er den Ball schon schlechter zugespielt und hat hier eine schlechtere Ausgangslage. Oder punkto Laufwege. Auch hier sind normal die stärkeren Spieler besser und gehen z.B. bei einem Doppelpass den richtigen Weg. Durch diese visuelle Veranschaulichung im Spiel lernt der Schwächere automatisch. Doch natürlich ist der Schwächere in diesen Spielern "überfordert". Er lernt zwar, kann aber nicht mithalten, da auch die Gegner stärker sind. Dies gleicht sich aus, in dem er im nächsten Spiel wieder gegen schlechtere spielt. Nun kann er sein Erlebtes umsetzten und feiert auch selber wieder Erfolgserlebnisse.


    Entwicklung: Jugendliche Spieler haben ja oft auch mal Durchhänger. So kann man diese Spieler dann mal ein paar Einsätze in der E3 gönnen, damit sie wieder zu sich selber finden und wieder Selbstvertrauen erhalten. Man muss sie dann nicht zwangsweise in der E2 spielen lassen und sie dort für ihre "schlechte" Leistung kritisieren.


    Eltern: Auch die Eltern werden geschult. Sie lernen, dass im Fußball die Mannschaft im Vordergrund steht und nicht der Einzelne. Und das es nicht wichtig ist, wo das Kind spielt, sondern dass es wichtig ist, dass es etwas lernt und Spaß hat. Natürlich hängt dieses Erlernen der Eltern auch wesentlich von der Vermittlung durch die Traienr ab.


    Also Dagged du hättest eine wunderbare Aufgabe vor dir liegen, wenn du denn willst. Du kannst dem Jugendleiter usw zeigen, dass es andere Wege im Jugendfußball gibt und das man als Team weiterkommt, wie als Einzelner. Dies gilt sowohl für die Spieler, als auch für die Trainer.

  • Also....ich bin der heutigen Meinung, dass


    -die Wahrheit im versteckten Gewinndenken und/oder auch...in den Schulterklopfern der Gegenüber zu finden ist und das bei sachlichstem ehrlichsten Spiegelblick!


    Diejenigen die "Trainer" bewerten sind die Vereinsverantwortlichen und vor allem die Eltern und erst dann die Spieler. Im Gro kann man sagen, dass die Eltern hier die größte Stimme haben. Sie sind es, die "Trainer" beeinflussen...meiner Meinung und Erfahrung entsprechend.


    D.h....das Trainer sich unbewußt von jemandem bewerten lässt, der im Prinzip von den Ausbildungsthemen und dem ganzen Drumherum etwas weniger als kein Wissen hat.


    D.h....die gefühlte Anerkennung für den empfänglichen Trainer findet nicht in der F/E/D/C/B/A 2,3,4,5,6 statt, sondern gefühlt eher in der ersten Mannschaft der jeweiligen Jugend und tendenziell gestaffelt...immer hin zum vorderen Team.


    Sogar die Kinder beeinflussen den Trainer, denn jedes Jahr gibt es die gleiche Diskussion. WER geht in die z.B. F EINS ...wer leider leider nur in die F DREI usw.. Sofort kommen vereinzelte Eltern und schlagen Krawall. Das sind die gleichen Eltern, die auch das Hauptschulkind auf das Gymnasium haben wollen!!!!!!!!!!!


    Da steht dann der Trainer mit großen Augen und diejenigen die von ihrem Naturell eher dann nicht den Mund aufmachen...gehen unter. Der Teil der Trainer der wie Graf Kux aus der Anstalt schreitet....schweigt und spielt Herrn Unantastbar.


    Beide und die unerwähnten der "Mitte" haben eines gemeinsam: Sie sind so...und das versuchte ich zu erklären...beeinflusst. Die Threadschreiberin...die jungen Trainer der anderen Mannschaft...die Vereinsverantwortlichen (die hier sehr schwach sind, weil dem Schreitrainer dort hätte ich durch die Blume gesagt....das er ab tomorrow die "Fresse" zu halten hat, anstonsten könnte er gehen und nix anderes"!!!)


    DAS alles kann man sich sparen, ...wäre so nicht möglich...würde humaner verlaufen...wenn man denn -wie so oft auch auf andere Themen bezogen....-


    EIN KONZEPT und einen EHRENKODEX schriftlich hätte.


    Da stünden nämlich die regelnden Maßnahmen u.a. genau für diese Dinge drin.


    Da stünde drin, wie die Teams zusammenzustellen wären, ...welche Trainer (z.B. der qualifizierte Trainer mit Schein) welche Mannschaft trainierte...und und und....


    ....so dass du als Trainer das nicht regelst und auch nicht die Eltern (die bei einem Konzept auch diskussionslos zur Kenntnis nehmen müssten, warum Filius wo zu spielen hat und fertig!) und der Vereinsverantwortliche, sondern das Konzept würde es vorgeben.


    Es KÖNNTE so einfach sein, aber nein, aber nein....tztz.


    Unter dem Strich und das ergänzend als konkrete Antwort zur Frage der Threadschreiberin:


    1. Für mich wäre -so das Konzept es nicht regelt- derjenige der Team 1 führen würde. Nicht weil er der bessere sein wird, sondern weil es eine Regelung wäre.


    2. Sind es die hinteren Teams die viel schwieriger zu trainieren sind. Sie sind die viel größere Herausforderung für den interessierten Trainer. Die Talente verzeihen die dicksten Trainerfehler...meistens jedenfalls.

  • Da würde ich rein konzeptionell im Verein was ändern. Auf Dauer stumpft man doch total ab. Man benötigt immer neue Impulse und Strukturen.


    Auch alle Trainer haben Stärken und Schwächen. Somit werden einige Bestandteile der fußballerischen Entwicklung nie adäquat ausgebildet.


    Wir fahren seit Jahren gut damit, dass wir zumindest die leistungsorientierten Teams (D1, C1, B1 und A1) mit den selben Trainern besetzen.


    Alle auf ihre verschiedenen Arten gute Trainer, die sich durch mehrjährige Arbeit etabliert haben und auch dann eine erste Mannschaft bekommen. Wir sind beileibe kein Leistungsverein (Immer so höchste Kreisliga bis Bezirksliga) aber das System hat sich bewährt.


    Aber da jeder Trainer trotz Jugendkonzept andere Stärken und Steckenpferde hat, bekommen die Spieler so eine breite Palette beigebracht bis zu den Senioren.

  • Dagged :


    Den Jungtrainern kannst Du es nicht übel nehmen, dass sie nicht die schwächere Mannschaft trainieren wollen. Du möchtest es ja auch nicht..... 8) 
    Das meine ich auch nicht negativ. Es ist so, wie du schreibst, - auch der Trainer muss sich bei seiner Aufgabe wohlfühlen.
    Ich selbst würde kein Problem damit haben, die schwächeren Kinder zu trainieren. Auch und gerade hier kann man sich beweisen. Nur mit unzuverlässigen Kindern und Eltern hätte ich ein Problem, bzw. diese dann mit mir. Sie würden sich dann entsprechend umstellen müssen oder wären nicht mehr dabei. Das wäre dann mein Anspruch, den ich in einem solchen Fall auch sofort offen darlegen würde.

    Nach einigen Tagen der Überlegung hätte ich damit auch kein Problem (mehr) gehabt. Eine Zuverlässigkeit und ein Wollen zum Trainieren der Kids vorausgesetzt.