Zunächst einmal muß nach selbst auf Basis nahezu gleicher Aspekte nicht zwangsläufig zum gleichen Ergebnis kommen, weshalb mein Respekt auch denen gilt, die glaubhaft versichern, dass sie auf Basis ihres Gewissens zu einer anderen Entscheidung gelangt sind. Das Leben schreibt so viele Wahrheiten, da wäre es törricht nur an Eine zu glauben.
So respektiere ich auch, dass du ein generelles Problem darin sieht, den Fussball als Wettbewerbsform ohne Schiedsrichter (wie beim Kifu bei den Bambini und der F-Jugend) stattfinden zu lassen. Dennoch siehst du den KiFu nach vereinfachten Regeln generell als wünschenswert an.
Ich wollte damit sagen, ich bin da ganz weit weg, für jede Spielsituationen ein Rezept aus der Tasche ziehen zu können. Denn wer ehrlich zu sich ist, der wird zugeben, dass sich darunter ein beträchtlicher Teil an "Bauchentscheidungen" befindet.
Jedoch geht es im konkreten Fall um Entscheidungen im Kinderfussball von Trainern, deren Kenntnisse sich noch im Entwicklungsstadium befindet. Da sehe ich es von Vorteil, wenn diese Trainer gemeinsam mit ihren Teams entscheiden, wer beginnt und wer eingewechselt wird. Denn Mitentscheidung zu dürfen bzw. Mitentscheiden zu lassen hat ansich bereits eine Qualität, die dem Fairneß-Gedanken im Fussball positiv entgegen kommt, da sie andere Meinungen respektiert und akzeptiert. Die Auswüchse des Kinderfussballs entstanden nach meinen Erfahrungen erst, als grob fahrlässig Gegner mißachtet wurden, wobei die sportliche Rivalität deutlich überschritten wurde.
