Züchten für den höherklassigen Fußball?

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  • was ist dann bitte ein Spieler, der alle Ausbildungsstufen seines "Dorfvereins" durchlaufen hat, nie woanders war, und sagen wir mal nun 23 Jahre alt ist , und in der 1. Herrenmannschaft selbigen Vereins in der Kreisliga kickt? Ist das jetzt kein Fußballer ? Verwirrung.....


    den habe ich im Rahmen meiner Möglichkeit als Trainer ein vernünftiges Training ermöglicht, und ihm entsprechend seinen
    Möglichkeiten und Ansprüchen das Fussballspielen beigebracht oder verbessert.


    ich geh davon aus, dass wir unter Ausbildung Unterschiedliches verstehen.


    Ich bilde keine Fussballer aus.
    zur Ausbildung gehört das Rundumpaket, bei uns eher den Fussballinternaten zuzuordnen oder den NLZ.


    Ganz stark vertreten ist die Fussballausbildung in Fussballschulen in Brasilien vertreten.


    dort dreht sich alles um die Fussballausbildung, von morgens 7 Uhr bis abends, mit dem erklärten Ziel Profifussballer zu züchten.


    Wir aber bilden doch nicht aus, wir unterstützen Fussballer durch unser Trainingsangebot bei der Ausübung ihres Hobbys besser zu werden.


    das Wort Ausbildung ist für mich im Amteur- und im überwiegenden Jugendbereich einfach zu hoch gegriffen.

  • Hier mal meine Sicht auf das Thema:


    Klugscheissermodus an!
    Wir züchten keine Spieler heran. Züchten hat was mit Genselektion zu tun.
    Das ist passiert bevor die Spieler zu uns in den Verein kommen. Obwohl, bei Günther ???<img)');"" src="http://www.trainertalk.de/fussballtrainer/wcf/images/smilies/happy.gif" alt="" title="fröhlich">


    Wir sind Trainer. Trainer wird häufig übersetzt als Ausbilder, Vermittler, Schulungsleiter.
    Somit sehe ich mich persönlich als Ausbilder der Fußballkinder.


    Das ist aber nicht Alles. Als Fußballtrainer bin auch ein Teil des pädagogischen Umfeldes der Kinder und somit auch pädagogisch tätig. Hier habe ich nicht über die Qualität meiner pädagogischen Arbeit geredet, nur das ich pädagogisch tätig bin.
    Wenn ich pägdgogisch auf die Kinder einwirke, muss ich mich ein gaaaanz klein wenig mit Pädagogik befassen.


    Es gibt in der Pädagogik 3 Thesen, was Pädagogik zu leisten vermag. In Klammern eine super kurze für jeden, so glaube ich, verständliche Erklärung. Details kann man in unendlich vielen Erziehungsbücher nachlesen.


    1. pädagogischer Optimismus (ein Kind kommt als unbeschriebenes Blatt zur Welt und wir können durch Erziehung alles erreichen)
    2. pädagogischer Pessimismus (ein Kind kommt als voll beschriebenes Blatt zur Welt und wir können durch Erziehung nichts erreichen)
    3. pädagogischer Realismus ( ein Kind kommt mit Veranlagungen zur Welt, die wir durch Erziehung fördern können)


    Hier ein Link, der es auch sehr gut erklärt: http://www.lerntippsammlung.de/Erziehung.html


    Zum Thema Druck in der Ausbildung. Wer meint er müsse Druck bei den Kindern aufbauen, damit sie gute Fußballer werden, hat meiner Meinung nach im
    Kinder- und Jugendfußball egal ob Dorfverein oder NLZ nichts zu suchen.
    Als Trainer will ich meine Kinder fördern u. fordern.
    Hier ein Link:
    http://www.kinder-respektvoll-…ller_Erziehung.php?mid=10


    @günther
    so wie im letzten Link beschrieben, haben die 68er versucht zu erziehen. Adler und Dreikurs waren die Vorbilder der damaligen Generation.
    Das diese Art der Erziehung in Deutschland neu war, liegt daran, dass die Bücher und die Lehre dieser Beiden Vordenker im 3. Reich verboten war.
    Für die Opa und Omas der 68er Kinder waren diese Ansätzte gleichbedeutend mit "nicht Erziehung". Was aus heutiger sicht natürlich totaler Quatsch ist.

    Ein Kind trainieren heißt nicht, eine Vase zu füllen, das heißt, ein Feuer anzuzünden

  • Obwohl, bei Günther ???

    in Verbindung mit dem nachfolgenden, musst du mir erklären, versteh nicht was du da rüberbringen willst.


    Adler und Dreikurs waren die Vorbilder der damaligen Generation.
    Das diese Art der Erziehung in Deutschland neu war, liegt daran, dass die Bücher und die Lehre dieser Beiden Vordenker im 3. Reich verboten war.
    Für die Opa und Omas der 68er Kinder waren diese Ansätzte gleichbedeutend mit "nicht Erziehung". Was aus heutiger sicht natürlich totaler Quatsch ist.

    nicht die Lehre war damals falsch, hat auch ganz entscheidende positive Veränderungen erreicht.


    wie so oft, wird aber eine Lehre nicht in ihrer Gesamtheit umgesetzt, sondern auch von einem bestimmen Anzahl
    so umgesetzt, dass die Praxis nicht das wiedergibt, was die eigendliche Lehre vorsieht.


    so war es auch in Teilen der 68 Generation, teilweise extreme Umsetzung unter Weglassen von auch in der Lehre Vorgesehenem .



    zu diesem Artikel bekommst du absolute Zustimmung von mir, mit der Empfehlung an Alle, ihn aufmerksam durchzulesen
    und danach zu handeln.


    so geht meine Frau in ihrer Arbeit (in die ich ja automatisch involviert bin) recht erfolgreich auch mit schwierigsten Kindern um.



    Einen Sazt von dir möchte ich hervorheben, weil er voll meine Einstellung trifft, und zwar unabhängig vom Dorf oder Leistungsverein.


    Als Trainer will ich meine Kinder fördern und fordern


    für mich ergänze ich das ; entsprechend ihren grundsätzlichen Vorraussetzungen und ihrem eigenen grundsätzlichen Wollen.


    wer das nun als Ausbildung bezeichen will, kein Problem damit. für mich selbst sehe ich das höchstens ab einer bestimmten Ebene
    gegeben.


    genau wie Bezeichnung Trainer im KIFU vermittelt der Begriff Ausbilder vielerorts eine Kompetenz die einfach allzuoft nicht vorhanden ist.




    ich empfehle unter Elternwissen.com - Erziehung sich etwas näher über Umgang mit Kindern zu informieren.


    sehr vieles davon ist auf den Fussball umzulegen, und kann dort vieles erleichtern.

    Einmal editiert, zuletzt von guenter ()

  • Klugscheissermodus an!
    Wir züchten keine Spieler heran. Züchten hat was mit Genselektion zu tun.
    Das ist passiert bevor die Spieler zu uns in den Verein kommen. Obwohl, bei Günther ???

    Gut das provokative Wort "züchten" bei den Lesern sehr gut ankommt.




    Wenn ich pägdgogisch auf die Kinder einwirke, muss ich mich ein gaaaanz klein wenig mit Pädagogik befassen.

    Meine Rede. Ganz wenig ist das Mindeste, was man/frau mitbringen soll.






    Zum Thema Druck in der Ausbildung. Wer meint er müsse Druck bei den Kindern aufbauen, damit sie gute Fußballer werden, hat meiner Meinung nach im
    Kinder- und Jugendfußball egal ob Dorfverein oder NLZ nichts zu suchen.
    Als Trainer will ich meine Kinder fördern u. fordern.
    Hier ein Link:
    http://www.kinder-respektvoll-erziehen.d?hung.php?mid=10


    Fördern und Fordern war das Slogan der CDU-CSU Fraktion vor paar Jahren als Wahlwerbung. Sie haben damit die Sozialhilfeempfänger und "Ausländer" auf die Zielscheibe genagelt. Deswegen haben diese 2 Wörter eine sehr negative Wirkung an mir. Ich weiß nicht, ob ich dazu sachlich bleiben kann: Ich versuche es:


    Fordern hat schon was Gewalttätiges in sich, wenn es (nicht nur) um die Kinder geht. Fördern hat bei mir auch einen negativen Touch, sodass ich ein Kind "fördere", das selber von wenig bis nix taugt. (Stichwort: z. B. Förderunterricht). Ich bemuttere dieses Kind und für meine Mühe erwarte ich "Leistung" (also fordern). Ich finde, die Wortwahl ist etwas unglücklich ausgewählt. (Ich sehe auch, wie erfolgreich diese Fraktion ihre Messages weitergibt und die bleiben in Gedächtnis). Es gab diese Wortkombination evtl. auch früher, ich weiß es nicht, da ich seit 16 Jahren in diesem Lande lebe).




    @günther
    so wie im letzten Link beschrieben, haben die 68er versucht zu erziehen. Adler und Dreikurs waren die Vorbilder der damaligen Generation.
    Das diese Art der Erziehung in Deutschland neu war, liegt daran, dass die Bücher und die Lehre dieser Beiden Vordenker im 3. Reich verboten war.
    Für die Opa und Omas der 68er Kinder waren diese Ansätzte gleichbedeutend mit "nicht Erziehung". Was aus heutiger sicht natürlich totaler Quatsch ist.


    Nicht-Erziehung findet in unserer Gesellschaft auch statt. Ob es jetzt an 68er Bewegung oder eher an der akuten Lustlosigkeit der Eltern liegt, kann ich nicht 100 prozentig sagen. Evtl. nehmen die Leute nur das "Einfachste" für sich daraus.



    Gruß,


    Uzunbacak

  • ich geh davon aus, dass wir unter Ausbildung Unterschiedliches verstehen.


    ich denke, wir haben nur unterschiedliche Bilder im Kopf.
    Mein Ausbilder in mind ist mehr "groovie" als deiner, glaub ich.
    Aber daran soll´s nicht scheitern :thumbup:


    @ Dirk
    das fand ich in deinem Link beachtenswert

    Zeit wird´s :!:


    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die du siehst, eine die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.

  • @uzunbacak


    zum begriff fördern….
    beim fördern geht es nicht nur um hilfestellung für weniger begabte, sondern ebenso um hilfestellung für begebate.


    bei uns im verein haben wir nochmal ein fördertraining für die die sehr begabt sind, dort werden sie nochmal speziel gefordert, weil sie sonst unterfordert sind, durch das normale trainingspensum.
    man kann also förderung so oder so verstehen und auslegen.


    wenn natürlich fordern auf einer basis stattfindet die mehr verlangt als jemand zu leisten im stande ist, kommen wir zur überforderung, was dann auch keine förderung mehr darstellt. :D

  • zum begriff fördern?.
    beim fördern geht es nicht nur um hilfestellung für weniger begabte, sondern ebenso um hilfestellung für begebate.

    Also doch, Ich war sehr voreingenommen den Begriffen gegenüber.


    bei uns im verein haben wir nochmal ein fördertraining für die die sehr begabt sind, dort werden sie nochmal speziel gefordert, weil sie sonst unterfordert sind, durch das normale trainingspensum.
    man kann also förderung so oder so verstehen und auslegen.


    Natürlich. Es ist auch sehr gut, dass man die Begriffe auch sehr positiv verstehen kann.


    Gruß,


    Uzunbacak

  • Warum gibt es eigentlich so viele Freizeitmannschaften, Leute die sich auf dem Bolzplatz treffen, Betriebssportgruppen... die sich treffen, um "nur" zu kicken? Die wollen nicht trainieren, um besser zu werden, ihnen macht es einfach Spaß, gemeinsam Fußball zu spielen, mit einem Ball auf zwei Tore. Wie toll ist das Gefühl, wenn der Ball ins Netz fliegt und die Freiheit, mal vorn und mal hinten und mal überall spielen zu können, die Dynamik, mal acht Tore hinten zu liegen und dann wieder mit fünf zu führen und das Gefühl, nachher total ausgepowert zu sein...
    Ich glaube, dass es viele Kinder und Jugendliche gibt, die diese Dinge im Verein suchen. Weil ihnen Fußball so viel Spaß macht, melden sie sich im Verein an. Und dann ... wird im Training gar nicht viel gespielt, sondern ständig irgendwelche Übungen gemacht. Und wenn gespielt wird, dann mit festen Positionen. Und ständig greift der Trainer ein und will die Spieler steuern. Und wenn man einen Fehler macht, wird man von Trainern und Mitspielern angemotzt. Das alles im Namen der Ausbildung. Und dann hört der junge Mensch mit dem Vereinsfußball auf, spielt lieber "freizeitmäßig" und erzählt noch seinen Kumpels, dass Fußball im Verein keinen Spaß macht.
    Ich glaube, dass das keine Seltenheit ist. Und ich bin der Meinung, dass der Vereinsfußball im Breitensport (nicht nur im Kinder, sondern auch im Jugendfußball!) die Pflicht hat, den Spielern diesen Spaß zu erhalten.

  • Das war das beste Statement von Koeppchen. Eine schöne Ergänzung zu meiner Botschaft. RESPEKT
    Kollege....ich bin verblüfft 8) ...prima

  • koeppchen


    deine Beobachtungen sind durchaus zu bejahen.
    deine Schlussfolgerung, dass dazu im wesentlichen die Trainingsinhalte verantwortlich sind, kann ich dir nicht zustimmen.
    sicherlich spielen sie eine Rolle, aber es gibt andere wichtigere Faktorn für mich.


    Freizeitmannschaften spielen in unserer Region sogut wie keine nennenswerte Rolle mehr, Betriebssportmannschaften die regelmässig spielen ebenfalls nicht., Treffen zum Bolzplatzspielen so ab A-Jugend-Alter aufwärts, allerhöchstens
    im Uni-Gelände, oder im Schwimmbad.


    Trotzdem hören viele junge Fussballer mit dem Vereinsfussball auf, oder spielen nicht in den Klassen, die sie leistungsmässig spielen können.


    3 Beispiele:


    Studend geht freiweillig aus einer Verbandsligamannschaft ind die 2. Mannschaft des Vereins in die A-Klasse


    Selbständiger, gleicher Verein, einer der Besten, geht den gleichen Weg


    Auszubildender, kommt der der A-Jugend ist auf dem Sprung in die 1. Mannschaft, geht aber auch in die 1. Mannschaft


    alle 3 sind begeisterte Fussballer, sie können aber, ob sie wollen oder nicht, die Zeit nicht aufbringen 4 mal die Woche (in der Vorbereitungszeit 5 mal ins Training zu gehen.


    also gehen sie 1 oder 2 mal ins Training, spielen in der Zweiten, gehören dort noch zu den Besten und sind zufrieden.


    viele Trainer haben Vorstellungen und Ansprüche, die nicht dem entsprechen auf welchem Niveau sie tätig sind.


    da meinen Trainer selbst in den alleruntesten Klassen 3 mal die Woche Training ansetzten zu müssen,
    A-Jugendtrainer in der Staffel ebenfalls 3 mal die Woche Training.


    viele wollen spielen (siehe bei euch Freizeitmannschaften) können aber nicht die Zeit aufwenden, an den geforderten Trainingseinheiten teilzunehmen, also hören sie auf, oder werden unzuverlässig.


    ist es erforderlich dass A-Jugendliche in der untersten Staffel zeitlich aufwendiges Training betreiben müssen?


    ist es erforderlich, dass Aktiven-Mannschaften einen zeitlichen Trainingsaufwand haben, den viele gar nicht aufwenden können, oder auch nur wollen.


    warum sind ab bestimmten Klassen, und das fängt schon ziemlich weit unten an, bestimmte Berufsgruppen kaum noch vertreten sind.


    warum hat eine gute Bezirksligamannschaft (die Klasse unter Landesliga), die nur 2mal die Woche trainiert eine sehr starke
    Trainingsbeteiligung, sowohl von der Anzahl der Spieler, wie auch deren Regelmässigkeit?


    für mich wissen viele Trainer nicht, auf welcher Ebene sie sich bewegen, welche Ansprüche sie befriedigen müssen.


    die Vorstellungen vieler Trainer und den Bedürfnissen und den Möglichkeiten der jeweiligen Mannschaft gehen oft weit auseinander.


    Ich kenne viele junge Fussballer, die durchaus bei entsprechendem Trainingsaufwand 2-3 Klassen höher spielen könnten,
    einige wollen nicht, aber die meisten können nicht den dort erforderlichen Aufwand betreiben.


    wir haben das System der unterschiedlichen Klassenstärken, jeder hat die Möglichkeit seinen passen Weg zu finden,
    aber die kleineren Vereine einschl. ihrer Trainer sollten mal einige Stufen mit ihrem Anspruch runterfahren.


    Ich kenn viele Spieler die aufgehört haben, die gerne Sonntags gespielt hätten, auch gerne 1 oder auch 2 mal ins Training gehen wollten, denen aber alles mehr einfach zuviel war.


    die auch kein hochqualifiziertes Training erwarteten, sondern ein Training, das so gestaltet ist, dass sie gerne hingingen.



    gleiches ist sicherlich auch vielerorts im Jugendbereich, auch beim KIFU anzutreffen.



    ich finde die Nachwuchsarbeit des DFB Top. mir ist bei dieser bekannten Pyramide jedoch allzuviel die Blickrichtung an dei Spitze ausgerichtet, viel zuwenig beachtet, dass eine sehr hohe Anzahl, sich einfach nur auf der unteren Ebene bewegen möchte.


    dafür den DFB nun verantwortlich zu machen ist mir zu billig, ich sehe da eher die Verantwortung der Vereine und der Trainer, die sich auf der unteren Ebene bewegen. Mir wollen sich da allzuviele verwirklichen, da ihnen die Qualifikation für höheres abgeht.


    Nicht durch hochqualifizierte Trainingsgestaltung sondern Reduzierung des Anspruchsdenken der Beteiligten beim Dorfverein erreichen wir weniger Abgänge.

  • mal ne frage guenter warum meinst du muss man sich eher an denen orientieren die keine zeit und auch nicht wirklich wollen, anstatt an denen die zeit haben und wollen?


    ich habe bisher erlebt das die meisten jugendliche aber auch unsere spieler der ersten, froh sind wenn sie die möglichkeit haben 3 mal die woche kommen zu können, hängt es nicht auch oder eher von der art und weise des trainers und seiner art zu trainieren ab, wie die beteiligung sich gestaltet?!


    wer keine zeit hat hat keine zeit abends, da ist es eigentlich fast egal ob man 1 mal oder 3 mal trainiert wer bis 20 schaffen muss, kann so oder so nicht kommen oder wer andere wichtige verpflichtungen hat.


    bei uns in der ersten gibt es spieler die nur einmal können die sagen das und dann ist das auch ok. wer aber im etwas gehobenem bereich mitkicken will muss eben auch die zeit dafür haben. da muss man doch nicht ab beispielsweise verbandsbereich, die trainingszeiten verringern.


    jeder muss sich doch das suchen was zu seinen möglichkeiten passt und wenn die sich entscheiden aufzuhören dann soll es so sein, man kann es doch nicht allen recht machen, oder?


    weiss aber auch nicht was schlecht am hochqualifizierten training sein soll wo man eben speziellere inhalte trainiert und auf etwas hinarbeitet, hat ja auch jeder die einfache wahl will ich das oder eben nicht.
    wenn der trainer hochqualifiziertes training anbieten kann, ist das doch normalerweise gut für die spieler.
    solange der trainer seine spieler nicht überfordert, sollte man sich doch freuen über anspruchsvolles training.

    4 Mal editiert, zuletzt von Gringo ()

  • Freizeitmannschaften spielen in unserer Region sogut wie keine nennenswerte Rolle mehr, Betriebssportmannschaften die regelmässig spielen ebenfalls nicht., Treffen zum Bolzplatzspielen so ab A-Jugend-Alter aufwärts, allerhöchstens
    im Uni-Gelände, oder im Schwimmbad.


    Guenter, entweder lebst du auf Helgoland;-)))....oder du liegst hier falsch. Es mag dein Eindruck sein, das dem so ist wie du beschreibst, aber hier -Kleinstadt mit 7 Fußballvereinen in den zur Gemeinde gehörenden Vorstädten- gibts geschätzt mehrere Dutzend Freizeitmannschaften. Die erhalten hier oftmals Hallenrestzeiten...also Zeiten die keiner sonst wollte. Das läuft dann über den/einen Verein, der Verein stellt die Zeit dann an diese Mixedteams zur Verfügung. Ich kenne allein vier Herrenteams die sich einmal wöchentlich zum lockeren Kick in der Halle treffen. Ich selber erhielt auch mal eine Hallenzeit und wir waren im Abschluß cirka 20 Leute im Alter von cirka 9 Jahren bis 50 Jahre und spielten mit einem Futsalball...so das Albert...mein dicker Nachbar, auch mal einen Ball geradeaus spielten konnte;_)))). In einem anderen Fall ist es ein Handballtrupp, der Fußball spielt. Das wird aber eher nicht laut und offen erzählt, weil die Stadtverantwortlichen das so nicht mitbekommen dürfen/sollten. Weiter gehts zu einigen Truppen -oftmals auch Ausländer oder auch dort Mixedteams- die sich auf dem Dfb-Minifeld treffen und/oder auf den Vereinswiesen, zum Ärger des Platzwartes und dazu gesellen sich noch die, die in Betriebsmannschaften kicken und dann gibts noch die organisierte Stadtliga....wo sich viele nicht mehr mit den Ligabetrieb und dem Stress einiger ehrgeiziger Trainer abgebende...teilweise sehr gute Kicker treffen. Die trainieren so gut wie nicht....spielen ihre Spiele und jeder spielt...was er kann (es gibt keine Bankdrücker).


    Trotzdem hören viele junge Fussballer mit dem Vereinsfussball auf, oder spielen nicht in den Klassen, die sie leistungsmässig spielen können.


    Genau, und das hat Gründe. Teilweise sind die Gründe beim Verein zu finden, teilweise sind es Gründe, die der Verein/die Vereinsleute (Trainer) nicht zu vertreten haben und teilweise liegts am Spieler selbst. Oftmals ist es ein Cocktail...da kommt eins zum anderen.


    Mein Ältester hat -wie berichtet- den Verein nun verlassen. Er beginnt eine Ausbildung und wußte, dass er nun bei den Herren angekommen in der Vorbereitungszeit viermal die Woche plus Testspiele erscheinen sollte. Macht er das nicht komplatt mit, säße er auf der Bank. Geschissen, so er und wörtlich: "Die können mich am Arsch lecken die Idioten!"...und tschüssi. Ein Spieler, der von dem Bruder (Stützpunktkoordinator) des bekannten Herrn Hrubesch gesichtet wurde, aber auf die große Karriere dann doch keinen Bock hatte. Ein Spieler der relativ untrainiert mit trainierten Spielern aus der Landesliga und Westfalenliga ohne erkennbaren Unterschied mitspielte...als Beidfuß.


    Mein Mittlerer...ein Jahr Landesliga Stamm gespielt....Angebote aus der Westfalenliga...hat keinen Bock auf dreimal/viermal Training die Woche. Gemacht hat er es...das war ihm zuviel. Er will ein gutes Abi machen und gern kicken und Ende. Wenns dem Trainer nicht passt...das ich nur zweimal zum Training komme...und das auch in der Vorbereitung...also wenn er es wagt mich nicht mindestens eine Halbzeit einzusetzen...dann kann er mich mal, dann höre ich ganz auf....so er. Lieber Trainer, suchs dir aus...wie möchtest du es haben falls du mitliest;-)))). Garantiert ist, das er es durchzieht mit dem Aufhören, Papas Sohn halt.


    viele wollen spielen (siehe bei euch Freizeitmannschaften) können aber nicht die Zeit aufwenden, an den geforderten Trainingseinheiten teilzunehmen, also hören sie auf, oder werden unzuverlässig.


    Ja, sie hören auf. Sie setzen heute Präoritäten. Sie haben das träumen aufgehört und sich andere Ziele gesetzt. Diese Ziele unterscheiden sich von den Zielen des Kreisliga C, B oder A Trainers und ich erwähne mal auch noch den Bezirksligatrainer dazu!


    Frage ich mich halt, was besser ist


    a)eine Zitrone auszuquetschen um mitzuhalten?
    b)eine Zitrone reifen zu lassen, bis sie vielleicht von selbst platzt?


    Ich kenn viele Spieler die aufgehört haben, die gerne Sonntags gespielt hätten, auch gerne 1 oder auch 2 mal ins Training gehen wollten, denen aber alles mehr einfach zuviel war.


    Ja, ....Spiele z.B. einer B Jugend, die Sonntags um 11 Uhr stattfinden. B-Jugendliche die bis 15.30 Uhr oftmals Schule haben, meistens für ein schlechtes Abi richtig kämpfen müssen (eigentlich Realschüler, aber Mutti möchte den Bankdirektor schonmal buchen), für ihre Freizeitkosten zusätzlich Jobben müssen und Samstags die Sau 10 Meter von der Kette lassen. Und dann steht da der ehrgeizige Kreisligatrainer und läßt um 09.30 Uhr am Sonntag treffen, Anstoß 11 Uhr, aua.


    Statt die Minis, F und E....am Sonntag um die Zeit spielen zu lassen, weil die stehen ja bei Mama sowieso schon um 6 vor dem Bett....nein, diese Idee die schriftlich weitergegeben habe....wurde abgelehnt; Bitteschön, dann erntet den Mist den ihr bestellt habt ;)


    .....nur mal so aus dem Nähkästchen geplauscht... :) (mit der Portion Gleichgültigkeit und auch Ironie bis Schadenfreude, sorry)


    P.S. Unter dem Strich ärgert mich die wenig in die Zukunft gedachte Gegenwart. Ich nehme das einigen Trainern übel, dem System Schule und der dazugehörigen Politik auch und ein bischen bin ich mit der Feiermentalität der heutigen Jugend überfordert bis ...davon enttäuscht. :!:

  • mal ne frage guenter warum meinst du muss man sich eher an denen orientieren die keine zeit und auch nicht wirklich wollen, anstatt an denen die zeit haben und wollen?

    das habe ich nicht geschrieben. mir als Trainer wäre 2 mal die Woche mit 90% Beteiligung wichtiger, als 3 mal die Woche mit 70%


    die meisten Spieler in den untersten Klassen haben keinen Bedarf an vielen Trainingstagen, deshalb tummeln sie sich ja auch dort.

    jeder muss sich doch das suchen was zu seinen möglichkeiten passt und wenn die sich entscheiden aufzuhören dann soll es so sein, man kann es doch nicht allen recht machen, oder?

    genau das habe ich doch aufgeführt, dass jeder die Möglichkeit hat, sich nach seinen Möglichkeiten zu orientieren.


    bei uns in der ersten gibt es spieler die nur einmal können die sagen das und dann ist das auch ok. wer aber im etwas gehobenem bereich mitkicken will muss eben auch die zeit dafür haben. da muss man doch nicht ab beispielsweise verbandsbereich, die trainingszeiten verringern.

    klar ist ab einer gewissen Klasse ein höherer Trainingaufwand erforderlich. zumindest bei uns wird einer mit 1 mal Training in keiner Verbandsligamannschaft spielen.


    ich habe mich doch deutlich auf die untersten Klassen bezogen, dort wo der kleinste Dorfverein oder viel 2. Mannschaften spielen.



    die Trainingsinhalte sind entsprechend den jeweiligen Klassen doch gar nicht so schlecht, die Ansprüche der Spieler sind auch nicht so hoch, wie das hier manchmal gesehen wird.


    Es sind Ausnahmefälle, wo es so schlecht ist, dass sich dadurch Spieler verabschieden.

  • Fazit...bezogen auf mein letztes Statement: ist schon scheisse wo der Anspruch und Ehrgeiz vom kleinen Kreisligatrainer hinführt. Man verzichtet letztlich auf richtig gute Kicker....die bereit sind zweimal die Woche ...auch in der Vorbereitung...zu kommen, weil man nicht über seinen Schatten springen kann und nicht in dee Lage ist, die Modalitäten des Jahres 2014 anzunehmen, um dies letztlich mit seinem Ego und eigenen Ansprüchen in Einklamg zu bringen? Ich meine fragen darf man ja mal.

  • ... die sich treffen, um "nur" zu kicken? Die wollen nicht trainieren, um besser zu werden, ihnen macht es einfach Spaß, gemeinsam Fußball zu spielen, mit einem Ball auf zwei Tore. Wie toll ist das Gefühl, wenn der Ball ins Netz fliegt und die Freiheit, mal vorn und mal hinten und mal überall spielen zu können, die Dynamik, mal acht Tore hinten zu liegen und dann wieder mit fünf zu führen und das Gefühl, nachher total ausgepowert zu sein...


    Guten Morgen,


    ich weiß nicht, wie oft solche Jungs/Mädels zusammenkommen und Fußball spielen, aber Anhaltspunkt finde ich toll. Ich habe mit solchen Jungs sonntags gekickt. Ganz zufällig anfangs, danach sind wir öfters zur gleichen Zeit zusammengekommen und haben zusammengekickt.


    Ich finde, es ist ein toller Punkt, da die jungen Menschen u.a. auch dieses Ziel vor Augen haben: Zusammenkommen und zusammenspielen.


    Als meine Jungs 7-8 Jahre alt waren, war ich öfters sonntags als Aufsichtsperson dabei gewesen und das habe ich "etabliert", sodass diese fast jeden Sonntag zusammengekickt haben.


    Ich bin mir sicher, dass mehr als die Hälfte mit diesem Gefühl zum Verein kommen. Das würde ich auch so formulieren aber nicht beweisen.


    -Frage: was bringt es einem 12-13 Jährigen bei einem Leistungsverein zu spielen, wo er die Jungs herum gar nicht leiden kann?


    -Hat dieser Versuch überhaupt ein Chance?


    Ich habe bei meinen Fußballer-Jungs erlebt, der eine ist zu dem Leistungsverein gegangen, die anderen zu einem anderen, und manche zu einem dritten. Freunde bei dem neuen Verein zu haben, war ein sehr wichtiges Argument dabei. Für die Eltern geht es evtl. um was anderes, aber bei diesen Jungs um die Freundschaft, wie der guenter in anderem Thread geschrieben hat, mit Freunden zu albern, einfach schöne Zeit zu verbringen. Alles andere ist zweitrangig. Jedenfalls bei den 12-13 Jährigen, die ich kenne ist es so. Evtl. wird es mit 16-17 alles anders aussehen. Ich berichte dann.........



    Gruß,


    Uzunbacak

  • Fazit...bezogen auf mein letztes Statement: ist schon scheisse wo der Anspruch und Ehrgeiz vom kleinen Kreisligatrainer hinführt. Man verzichtet letztlich auf richtig gute Kicker....die bereit sind zweimal die Woche ...auch in der Vorbereitung...zu kommen, weil man nicht über seinen Schatten springen kann und nicht in dee Lage ist, die Modalitäten des Jahres 2014 anzunehmen, um dies letztlich mit seinem Ego und eigenen Ansprüchen in Einklamg zu bringen?

    es sind nicht die Modailiäten in 2014. diese Modalitäten gibt es schon länger. mir kommt vor, dass das für dich etwas neu ist,
    ich beobachte diese Entwicklung schon sehr lange.


    Ich möchte keinem die Illusionen hier nehmen, aber viele werden eine andere Sichtweise bekommen, wenn ihr jetztigen
    Kinder mal über 20 Jahre alt sind.


    Trotzdem wird derjenige, der sich rechtzeitig auf bestimme Gegebenheiten im Fussball einstellt, sich in ihm wohlfühlen können.

  • Die Modalitäten haben sich sehr geändert seit.....der Euroeinführung hat sich in Relation zum gleichen Zeitfenster vor dem Euro alles sehr verteuert....ausser Elektronik....nur kaufe ich wenige Toaster die Woche. Entsprechen teurer ist Freizeit und Fun. Da dann mitzuhalten...mithalten zu wollen ist aufwendig...man arbeitet...geht jobben....Eltern geben oft weniger, weil mehr nicht geht und das, wo Freizeit teurer ist u. Verzicht oftmals zu Ausschluss führt..Dazu noch G8...und und und. Das gabs so in dieser Intensität vor diesen Veränderungen meiner Ansicht nach nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Andre ()

  • Servus,
    die letzten Beträge vom Sonntag intensivieren das Thema, was gut ist.
    Natürlich ist es wichtig, das man auf was verzichtet, wenn man mit was anderem anfängt. Man hat nicht unendliche Ressourcen/Zeit.


    Wenn G8 super stressig ist oder allgemein die Schule selbst sehr stressig ist, wie förderlich ist es, den Kindern noch mehr stress machen, sodass die Kinder besser werden müssen, in diesen jungen Jahren.
    Da kommt die Anfangsfrage wieder : Darf das Hobby Stress machen?
    Oder sollte das Hobby nicht den Stress wegmachen, den die Kinder duch Schule bekommen (Andere Quellen, Pubertät, Freund/in, etc)?


    Bei sovielen Kindern, aus denen keine Bundesliga Spieler werden, hats einen Sinn bei dem, was wir machen, dass wir die Kinder fördern und fordern? (Ich hacke mal doch an den Begriffen).
    Muss ein Jugendbetruer / Trainer / Übungsleiter mit so einem Ernst an die Sache ran gehen?


    Gruß,
    Uzunbacak

  • Bei sovielen Kindern, aus denen keine Bundesliga Spieler werden, hats einen Sinn bei dem, was wir machen, dass wir die Kinder fördern und fordern? (Ich hacke mal doch an den Begriffen).
    Muss ein Jugendbetruer / Trainer / Übungsleiter mit so einem Ernst an die Sache ran gehen?

    Das habe ich gestern bei mir (als Trainerneuling) auch festgestellt. Ich habe mich fast ein Monat lang richtig intensiv mit dem Thema Trainingsinhalte und Durchführung auseinander gesetzt, fast schon
    "professionell". Als ich dann gestern zum ersten mal auf dem Platz als Trainer stand habe ich gemerkt das dass keinen Sinn macht und habe das Training total locker durchgeführt, die Trainingsinhalte
    aber versucht ernst zu vermitteln. Ich bin jetzt auch nicht so ein Typ der total Autoritär rüberkommt, eher dass Gegenteil - ich glaub mich würde man als "Kuschelchef" bezeichnen.


    Ich glaube Kompromisse zwischen Trainer und Spielern zu schließen ist das wichtigste. Darauf eingehen was Kinder gerne trainieren möchten und dafür passende Übungen bereitstellen. Das funktioniert,
    denke ich mal, nicht bei jeder Trainingseinheit aber man sollte es halt nie aus den Augen verlieren. Die Kids haben mich gestern auch ganz vorsichtig gefragt ob sie im Testspiel und bei den Übungen
    "zaubern" dürfen, was ich ausdrücklich bejaht habe.


    Ich denke bei den Vorgehensweisen kommt es aber auch stark auf die Spielklasse der Mannschaft an. Je höher diese Spielen, desto konzentrierter und ernster kann oder sollte man das Training gestalten.
    Die Spieler gehen auch je nach Leistungsklasse anders an die Sache ran, könnte ich mir jedenfalls vorstellen. Wenn ich in meiner Jugend bei Bayer Leverkusen oder sonst wo gespielt hätte, hätte Fußball
    auch einen ganz anderen Stellenwert im Leben als wenn ich in der Kreisklasse spiele, dementsprechend geht man selbst als Spieler auch anders damit um.