Übergang F-Jugend in E-Jugend

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  • Hallo zusammen,


    dies ist mein erster Beitrag hier im Forum. Zu meinem Thema habe ich mich bereits durchs Forum gekämpft. Aber noch kein ähnliches Problem gefunden



    Ich bin seit einem Jahr Trainer der Jahrgänge 2005 und 2006. Unser Verein wurde 2012 wiedergegründet. In unserer Stadt (75 tsd Einwohner) gibt es natürlich so einige Vereine mit den beiden Jahrgängen.
    Zu Beginn war es sehr schwierig eine Mannschaft zusammen zu bekommen. Um ganz ehrlich zu sein kamen Kinder zu uns, die in anderen Vereinen keinen Fuß fassen konnten. Die "guten" Spieler wechseln selten zu einem neuen Verein.
    In der Anfangszeit ( da noch G-Jugend) haben wir auf den Turnieren so unser Lehrgeld zahlen müssen. Nach und nach kamen bessere Spieler zu uns. z.B. Klassenkameraden meines Sohnes oder Freunde.


    Und jetzt kommt`s:

    Ab Sommer müssen die 2005er in die E-Jugend. Da meine Mannschaft aus 15 Spielern besteht ( Sieben 2005er und Acht 2006er ), kann ich sie schlecht nach Jahrgängen Trennen, weil ich keine Mannschaft "vollbekomme"
    Deshalb werde ich erst einmal die Jahrgänge mischen und mit einer Mannschaft in der E-Jugend starten.


    Von den 15 Spielern sind:
    7 (4x 2006 und 3x 2005) wirklich gut, die Trainingsbeteiligung liegt bei den 7 zwischen 90 und 100%, alle sind sehr Ehrgeizig, spielen ständig und überall Fußball, sind Diszipliniert, befassen sich viel mit Fußball (WM, Transfers usw.)
    8 (5x 2006 und 3x 2005) ganz schwache bis schwache Spieler, ganz schlechte Trainingsbeteiligung, wenig Ehrgeiz, machen viel Quatsch (klettern die Tore hoch, wenn ich nicht hingucke, schubsen, beleidigen usw. ), hören schlecht zu, wenn Übungen erklärt und vorgemacht werden. 2-3 von denen kommen alleine zum Training, die Eltern habe ich vielleicht 2 mal gesehen. D.h. keine Hilfe bei Turnieren, Spielen (Platzaufbau)


    Bis jetzt habe ich es so gehandhabt, dass die Kinder die sehr selten zum Training kommen und sich nie abmelden, auch selten zum Spiel kommen dürfen. in der Woche vor den Spielen bekommen die Kinder eine Einladung (Zettel mit Treffpunkt usw.) zu den Spielen. Oft kamen sie nicht, so dass ich nur mit 7-8 Spielern vor Ort war, obwohl ich immer 10 Kinder mitnehme.


    Meine Idee für die neue Saison (sollten nicht noch Kinder zu uns stoßen, so dass wir 2 Jahrgangsmannschaften stellen können):
    Ich werde meine 7 "guten" Spieler bevorzugen und als Stammmannschaft setzten. Für die restlichen 3 Plätze sollen die übrigen Kinder im Training kämpfen bzw. sich durch Trainingsbeteiligung empfehlen.


    Nächste Woche haben wir einen Elternabend und da möchte ich das alles bekanntgeben.


    Und kommt mir bitte nicht mit dem DFB-Ding: Alle Spieler gleiche Einsatzzeit. Entweder verliere ich gute Spieler die immer alles geben oder schwache Spieler, die eh nicht richtig mitmachen oder es nur für die Eltern machen.


    Es kommt sogar vor, dass meine spielstarken Spieler nach Niederlagen weinen und/oder sich beschweren, dass die schwächeren nicht mitmachen und während des Spiels nur rumstehen und Quatsch (Radschläge) machen



    Würdet Ihr genauso handeln?


    Mit sportlichen Grüßen



    Kobi

  • klare Antwort: Nein!


    ich habe bei uns gegen eine ähnliche Mannschaft in der D-Jugend gespielt... Hälfte junger D-Jg, Hälfte älterer E-Jg. Nach zehn Spielen hatte diese Mannschaft in der unteren Staffel 0Punkte, 5 zu 109 Tore, also -104 Tordifferenz. Knappste Spiel gegen uns war ein 0-8, weil ich meine "guten" im Rückspiel nicht habe spielen lassen............


    Versuche ohne Wertung zu spielen....oder bis zum Winter nur Freundschaftsspiele gegen F-Linge oder ganz schwache E-Linge.


    Es wird ein harter steiniger Weg....

  • Hallo Addi73,


    danke für deine schnelle Antwort.


    Wir haben mit der F-Jugend ja auch gegen 2005er Jahrgänge gespielt und die 2005er der anderen Mannschaften müssen ja auch hoch in die E-Jugend. Meine 2006er können da sehr gut mithalten. Wir wurden in der mittleren Staffel dritter. Von daher mache ich mir da nicht allzu viele Sorgen, falls wir in der E-Jugend wieder auf diese Mannschaften treffen. Zu mal wir einen sehr sehr guten Spieler zum 01.07. bekommen haben


    Mein Problem ist meine Aufteilung der guten und schlechten Mannschaft. Wie gesagt, spielerisch kann meine A-Mannschaft mithalten. Was mache ich mit den ganz schwachen. Mitspielen lassen und ziemlich sicher sein, dass sie kaum Ballkontakte haben werden und wenn doch, dann schnell wegschießen.

  • Obe guter oder schlechter Spieler, darf und sollte kein Kriterium in der F-Jugend sein.


    aber geht es hier darum? lese ich nicht so.


    es geht doch darum ob Spieler, die unzuverlässig sind, nicht regelmässig zum Training kommen, so wie geschreiben eigendlich gar keine richtige Lust mitbringen ein einigemassen normales Training oder Spiel mitzumachen, die gleichen Einsatzzeiten bekommen sollen, wie die, die absolut zuverlässig sind und immer im Training anzutreffen sind.


    Meine klare Einstellung dazu ist ein deutliches Nein.


    ohne die konkreten Verhältnisse zu kennen, würde ich, und ich hab das auch bei jeder neuen Mannschaft von Beginn an so gemacht,
    3 Regeln bekanntgeben:


    einigermassen regelmässige Trainingsteilnahme
    Zuverlässigkeit zum Spiel einschliesslich Abmeldepflicht
    der Wille, am Training vernünftig teilzunehmen.


    wer das erfüllt, spielt regelmässig, unabhängig vom Leistungsvermögen.
    wer sich nicht daran hält spielt halt auch nur unregelmässig.


    Jedes Kind, kann diese 3 Regeln erfüllen, kann selbst entscheiden ob es zum Spielen kommt oder nicht.


    Ich würde den Kids klar machen, welche Vorteile es für sie hat, sich an diese einfachen Regeln zu halten.


    Wer das nicht will, hat doch eigendlich keine richtige Lust am Fussballspiel, brauch also auch nicht zu spielen.


    Aber nicht mit dem Holzhammer vorgehen, und jedem Kind auch neue Chancen geben. verändertes Verhalten lässt sich schnell im Training feststellen.

  • Genauso ist es Guenter. So war das gemeint.


    Soll ich den Eltern sagen, dass der Sport eventuell nicht der richtige für die Kinder ist? Am besten sind die Eltern, die mehr oder weniger fordern, dass ihre Kinder spielen, da sie Beitrag zahlen.
    Bei mir spielen alle. Aber nur wenn sie auch regelmäßig mitmachen und Spaß daran haben. Bei einigen sehe ich es aber leider nicht. Ich glaube, dass sie es machen "müssen", weil Papa früher auch mal (wenig erfolgreich) gespielt hat.


    Das abmelden klappt auch meistens nur bei den.... ja, wie nenne ich sie denn jetzt? zuverlässigen Spielern.

  • Hi Kobi,


    ist es unser Hobby?
    Ist es der Kinder Hobby oder Pflicht?


    Es war bei mir so: Die Kinder, die ab und zu mal zum Training gekommen sind, haben am Wochenende auch ab und zu mal gespielt.
    Die nannten wir damals, Spaßspieler, glaube ich, ich weiß nicht mehr, mein Co hat den Begriff damals erfunden.
    Sie waren nicht so zuverlässig. Da wir aber alle Kinder und deren Eltern gekannt haben, war es uns möglich zu differenzieren.
    Es ist nicht bei jedem Kind aus dem gleichen Grund , wenn es nicht zum Training kommt.


    Wenn ein Kind oder mehrere Kinder immer wieder fehlen, sollte man evtl. auch mal die Eltern anspechen, warum ist es so?
    Muss das Kind bei der Tante geparkt werden, wenn die Mama und Papa arbeiten (Schichtarbeit)?
    Sind die Eltern geschieden (20 % der Elterne sind in der BRD geschieden), sodass die PArteien sich gegenseitig sperren, ärgern, daruenter leidet das Kind?
    Hat das Kind schulische Probleme, sodass die Eltern ihm den Sport Strafmittel benutzen?
    ETC ETC ETC


    Wenn wir hier im Lande den ganzen Kinderfußball systematisiert haben, müssen wir auch mit den oberen Themen systematisiert umgehen. Also nicht nach Lust und Laune, würde ich mal sagen.


    Gruß,
    Uzunbacak

  • Eine wichtige Aufgabe von Betreuern im G und F Jugendbereich, ist die Vermittlung von Spaß an Bewegung und die Kinder sollen Fußball als ihren Lieblingsport erfahren. Wenn jemand zu mir kommt zeige ich ihm,wie toll der Sport sein kann.
    Gehe kritisch in die Analyse und frage dich, wieso sie unkonzentriert sind. Denn das eine führt dann zum anderen.
    Kannst du die Gruppe teilen und adäquat betreuen? Bist du alleine?


    Ich verstehe dich sehr gut. Du hast Kinder, mit denen kannst du gut Fußball arbeiten. Mit denen kann man sogar Siege einfahren. Da sind die anderen wie ein oder zwei Schritte zurück und stören nur. "Wieso sind die nicht auch so"...


    Also welche Ziele hast du/Verein?
    Welche Ziele soll KiFu in dem Alter haben?
    Was wollen die kids?
    Was können die Kids?



    Wie schrieb addi73 - ein steiniger Weg...

  • Hallo Kobi, das ist jetzt schwer von Außen zu beurteilen. Zuallererst stimmte ich der Handhabe von guenter zu, da finde ich mich auch wieder. Dann wäre aber die zweite Frage: Waren diese unzuverlässigen Kinder von Anfang an so, oder sind sie es erst geworden, nachdem sie vielleicht ein-/zweimal nicht spielen durften. Und die nächste Frage wäre, wie mein Vorschreiber geschrieben hat: Wie schaut dein Training aus? Normalerweise dürften die Kinder gar keine Zeit zum Quatsch machen habe und immer beschäftigt sein. Dass einer mal aus der Reihe tanzt okay, aber gleich so viele? Sind deine Gruppen zu groß? Gibt es bei dir z.B. "klassische" Übungen, wie alle in einer Reihe anstellen und Torschuß? Dann wäre es klar, wo das Problem liegt. Denn das wäre den Kinderns aufgrund der langen Wartezeiten zu lange. Vielleicht kannst du noch weitere Infos liefern.

  • Erst einmal Danke für eure Antworten.

    Also welche Ziele hast du/Verein?
    Welche Ziele soll KiFu in dem Alter haben?
    Was wollen die kids?
    Was können die Kids?

    Ziele Verein: Da der Verein ziemlich neu ist, versuchen wir eine Jugend aufzubauen. Wir nehmen alle Kinder auf, die beim Probetraining Lust auf Fußball bekommen haben. Egal ob gut oder nicht.
    Ziele KiFu: Ich möchte, dass jeder Spaß an der Sache hat und gerne zum Training kommt. Die Grundlagen sollten denen auch beigebracht werden.
    Was die Kids wollen: Da haben wir das Problem: Die "guten" wollen trainieren um die Spiele zu gewinnen. Ohne dabei den Spaß zu verlieren. Die "schwächeren"
    Können: Die einen haben Ehrgeiz, entwickeln sich spielerisch immer weiter und sind den "schwächeren" fußballerisch Welten voraus. Es sind kleine "Straßenfußballer". Sie spielen immer und überall Fußball. Ob`s in der Schule ist, oder in den trainingsfreien Tagen. So erzählen es zumindest die Eltern. Was ich denen auch glaube. Wenn es bei den Kindern in der Schule ärger gibt, dann gibt es Fußballverbot von den Eltern. Und das zieht.
    Bei den schwächeren ist seit 2 Jahren kaum eine Entwicklung zu erkennen. Lustlosigkeit beim Training. Bei Spielen nehmen sie kaum teil, da sie gegen die besseren hoffnungslos unterlegen sind.





    Ich mache das Training alleine. Falls ich am Wochenende arbeiten muss, springt mal ein Vater ein.


    Ich versuche das Training schon in zwei Gruppen zu unterteilen.


    Beim Training fangen wir immer mit einem kleinen Spiel (fangen, ticken etc.) zum aufwärmen an. Da machen ja die meisten gut mit.
    Dann gibt es ein Schwerpunktthema. z.B. Torschuss. Bei einem Tor und einem Torwart gibt es selbstverständlich Wartezeiten. Wobei ich immer versuche noch einen Parcour mit einzubauen, damit mehrere Kinder gleichzeitig in Bewegung sind.
    Zum Abschluss ein Spiel.


    Es sind auch immer die selben 4-5 Kinder, die sich daneben benehmen.
    Ich glaube nicht, das es am Trainingsaufbau liegt. Die Kinder merken, das sie viel schwächer als andere sind und dem entsprechend ist der Einsatz.




    Die meisten Kinder/Eltern sind leider schon immer unzuverlässig bzw. unregelmäßig beim Training gewesen. Termine oder Arbeit sind der Grund. Das verstehe ich ja auch. Ich will und kann die Eltern auch nicht zur regelmäßigen Teilnahme der Kinder am Training zwingen.
    Dann spielen die Kinder leider auch nur jedes zweite oder dritte Spiel oder werden mal zu Turnieren nicht eingeladen. Die Enttäuschung ist dann groß.


    Es soll nicht so klingen, als wenn ich die schwächeren loswerden will. Falls ich Hilfe bekommen würde, dann würde ich auch die schwächeren trainieren.


    Bald ist Elternabend. Ich werde den Eltern klar machen, dass die Aufstellung sich aus Trainingsbeteiligung und Einsatz ergibt. Die Regeln mit dem abmelden werde ich auch bekannt geben. Wer unentschuldigt fehlt, spielt nicht.

  • Ich glaube, dass du am Training noch etwas feilen kannst. Versetz dich mal in die Lage der Schwächeren. Sie wissen, dass sie nicht mitkommen und fühlen sich deswegen wahrscheinlich selber schlecht und leben es dann in "Quatsch machen" aus. Versteh auch, dass sich nicht jedes Kind gleich schnell entwickelt und auch nicht die gleiche Konzentrationsgabe hat. Vielleicht ist bei deinen "Schlechten" auch ein Spätstarter dabei. In diesem Alter kannst du noch gar nichts sagen. Es ist deine Aufgabe als Trainer das Training für alle deine Kinder interissant zu machen, auch für die Schwachen. Bau halt dann zwei Parcours auf vor deinem Torschuß und gebe die Wahlmöglichkeit durch welchen man dribbelt...so haben auch die "Schwächeren" was davon...und vergiß vor allem nicht zu loben. Ich geh immer vom Können des Spielers aus. Macht der Spieler für seine Verhältnisse was gut, wird er gelobt. Wenn ich den Besten als Maßstab nimm, dann erhalten 90% kein Lob. Mach es dir mal zur Aufgabe z.B. drei Woche ein Training zu gestalten, dass auch auf die Schwächeren ausgelegt ist, lob sie viel, bezieh sie richtig mit ein. Schau mal, ob du Fortschritte siehst. Und denk daran: Die Kinder können nichts für ihre Eltern. Ich kann dich verstehen, dass die unzuverlässige Eltern nerven, aber deswegen muß das Kind nicht darunter leiden und darf nicht mit. Nimm gerade solche Kinder auch mit, denn die sind ja sonst doppelt bestraft. Eltern keine Zeit und Trainer auch nicht.

  • Zitat@kobi

    Zitat

    Bei einem Tor und einem Torwart gibt es selbstverständlich Wartezeiten.

    Habt ihr nur 1 Tor ? Du schreibst, dass Du 15 Spieer in der Mannschaft hast. Dann hast Du also auch 15 Torleute zur Verfügung !
    Also wenn es nur am fehlenden 2. Tor liegt, dann schnellstens ein 2. besorgen. Andere Möglichkeit, Wartezeiten zu vermeiden wäre, die Trainingsgruppe zu teilen.
    Setzt natürlich eine gewiss Disziplin in der Mannschaft voraus, aber das ist Sache des Trainers.


    Das Du die Einsatzzeiten nach Trainingsbetiligung vergibst, damit gehe ich mit. Ich halte nichts davon, Unzuverlässigkeit noch zu belohnen. Diese Regel würde ich noch einmal deutlich gegenüber den Eltern kommunizieren. Abgesehen davon sind für mich die Kinder, was die anteilige Spielzeit betrifft, absolut gleich zu behandeln, egal welche Spielstärke sie momentan besitzen.
    Was die Unzuverlässigkeit oder Lustlosigkeit der Kinder betrifft, muss man hinterfragen, woran diese liegt. Ist es das für sie uninteressante Training ? Hier ist der Trainer gefragt. Reizt der Fussball sie grundsätzlich wenig und ich kann dies auch als Trainer nicht ändern, so dürfte es ihnen auch nichts ausmachen, weniger zu spielen. Nur zum Spiel erscheinen und nicht trainieren funktioniert nicht.


    Meist ist es ja in kleineren Vereinen auch so, dass die Eltern ihre Kinder zu den Auswärtsspielen fahren. Wie ist das bei Euch mit den Eltern, die sich nicht blicken lassen ? Wer soll deren Kinder mitnehmen ?

  • Kobi


    Du hast dich für den Trainerjob entschieden, ohne wirklich zu wissen, was dich erwartet?


    Der User Rasenschach hat es auf die wesentlichen Punkte reduziert. Ich möchte es gern noch um: "was möchtest du" ergänzen.


    Aus der Beschreibung deiner Situation geht hervor, dass du dringend einen Trainerkollegen brauchst, der dich zuverlässig unterstützt. Sinnvoll sind sicher auch Kurzseminare in deiner Näche über das Training in deinem Altersbereich. Denn dort bekommst du jede Menge Infos fürs Training und den Spielen.


    Insbesondere sind in dieser Altersgruppe die relativ kurzen Konzentrationsintervalle kombiniert mit einem ständigen Bewegungsdrang zu nennen. Viele kurze Übungen in kleinen Gruppen mit unterschiedlichen, altersgerechten Inhalten und teilweise unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden in der Trainingsgruppe führen zum Spaß am Fussball und zum Spaß an der Leistung.


    Dein Training und deine Art mit Kindern und Eltern umzugehen entscheiden schließlich darüber, wie hoch die Priorität zum Fussball ist. Ist sie hoch, dann ist auch die Trainingsbeteiligung hoch und die sportlichen Erfolge eine logische Folge daraus. Sollte sie niedrig sein, solltest du gemeinsam mit einem erfahrenen Trainer deines Vertrauens (im günstigsten Fall mit dem Jugendleiter) und 1 - 2 Elternvertreter die Ursachen dafür ergründen.


    Wenn also in Kürze ein Elternabend ansteht, dann nehme auch die Eltern etwas stärker in die Verantwortung. Sie wollen, das ihre Kinder Spaß am Fussball entwickeln. Doch ohne ihre ausreichende Unterstützung ist das nicht möglich.


    Damit komme ich zum Schlußpunkt! Was willst du? Kann es sein, dass du dich im Verein mit deinen Problemen alleine gelassen fühlst?

  • Habt ihr nur 1 Tor ? Du schreibst, dass Du 15 Spieer in der Mannschaft hast. Dann hast Du also auch 15 Torleute zur Verfügung !

    Da haste Recht. Klingt logisch :] . Ich wollte damit sagen, das sich Wartezeiten nicht vermeiden lassen.


    Andere Möglichkeit, Wartezeiten zu vermeiden wäre, die Trainingsgruppe zu teilen.

    Bei den Übungen trenne ich schon meistens nach Leistung. So erhoffe ich mir, das die schwächeren dadurch motivierter werden, wenn sie gegen gleichstarke Erfolgsergebnisse feiern können.



    Meist ist es ja in kleineren Vereinen auch so, dass die Eltern ihre Kinder zu den Auswärtsspielen fahren. Wie ist das bei Euch mit den Eltern, die sich nicht blicken lassen ? Wer soll deren Kinder mitnehmen ?

    Tja, die Eltern lassen sich in der Tat nicht blicken. Einer hat mich mal angerufen und gefragt, warum sein Sohn nicht so oft spielt. Ansonsten habe ich keinen Kontakt zu denen. Keine Antworten auf Nachrichten.
    Die Kinder spielen dann meistens bei Heimspielen. Evtl. werden sie von befreundeten Eltern mitgenommen (eher selten).


    Bin ja mal gespannt, ob einer von denen zum Elternabend erscheint.

    Und denk daran: Die Kinder können nichts für ihre Eltern. Ich kann dich verstehen, dass die unzuverlässige Eltern nerven, aber deswegen muß das Kind nicht darunter leiden und darf nicht mit. Nimm gerade solche Kinder auch mit, denn die sind ja sonst doppelt bestraft. Eltern keine Zeit und Trainer auch nicht.

    Das ist in der Tat blöd, Nela. Die Eltern deren Kinder immer beim Training sind, fragen sich und mich auch, warum die spielen, die selten da sind. Mit selten meine ich, von 12x Training im Monat sind sie 3x da.


    Gestern war habe ich bei einem anderen Verein beim Training einer E-Jugend zugeguckt. Mir sind die Augen fast ausgefallen. 8o
    Der Trainer hat die Jungs um den gesamten Platz laufen lassen. Der letzte musste die gesamte Mannschaft (10 Kinder) überholen und dann im Sprint um den ganzen Platz und sich vorne wieder einreihen. Dann durfte erst der nächste los. Das ging fast 45 min so. Der Torwart (etwas korpulenter) ist zwischendurch zusammengesackt. Und der feine Trainer stand in der Mitte des Platzes, Hände nach hinten verstreckt, und hat die Jungs angeschrien.


    Man kann es auch übertreiben.


    Da bleibe ich lieber bei den Wartezeiten als die Kinder in dem Alter so zu verheizen

  • Gestern war habe ich bei einem anderen Verein beim Training einer E-Jugend zugeguckt. Mir sind die Augen fast ausgefallen. 8o
    Der Trainer hat die Jungs um den gesamten Platz laufen lassen. Der letzte musste die gesamte Mannschaft (10 Kinder) überholen und dann im Sprint um den ganzen Platz und sich vorne wieder einreihen. Dann durfte erst der nächste los. Das ging fast 45 min so. Der Torwart (etwas korpulenter) ist zwischendurch zusammengesackt. Und der feine Trainer stand in der Mitte des Platzes, Hände nach hinten verstreckt, und hat die Jungs angeschrien.

    Hi,
    ich frage mich gerade, ob der Trainer auch 45 Minuten am Stück laufen kann. Solche Jungs habe ich gerne. Echte Kerle, nicht? :cursing: Fürchterlich.
    Gruß,
    Uzunbacak

  • im Kinderfußball sind Trainer nicht hauptsächlich dazu da um gegebene Fakten zu verwalten und daraus die bestmöglichen Ergebnisse zu kreiren.
    Wir betreuen zu anfangs (da zählt F/E auch dazu) eine logischerweise "unperfekte" "Menschleintruppe".
    Durch die richtigen Anreize und ein lernförderliches "Klima" sollen möglichst alle Kinder Entwicklungsschritte machen.
    Die Guten sollen besser werden, und die, welche anfangs zurücklagen sollen im Laufe der Jahre Defizite aufholen und Stärken ausbauen.
    Alle müssen dabei lernen "Teamplayer" zu sein.
    Ganz dick hinter die Ohren schreiben sollte sich das ein neu gegründeter Verein, der vor kurzer Zeit noch um jedes Mitglied bangte
    Wie sollten die Ziele des Vereins hier lauten und welchen Typ Trainer bräuchte es dafür?


    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die du siehst, eine die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.

  • Damit komme ich zum Schlußpunkt! Was willst du? Kann es sein, dass du dich im Verein mit deinen Problemen alleine gelassen fühlst?

    Ganz klares JA!!


    Wie gesagt, der Verein ist neu und baut gerade seine Jugendabteilung aus. Die jetzige E-Jugend hat den Verein verlassen. (Wir waren bereits der dritte Verein, also eine Wandertruppe). Somit haben wir einen 2005er/2006er Jahrgang und eine B-Jugend.
    Der Vorstand ist auch neu. Bis jetzt wurde die 1.Herren erfolgreich gepusht (Durchmarsch in die Bezirksliga). Jetzt ist die Jugend dran und ich bin sehr zuversichtlich das wir in einigen Jahren alle Altersklassen abdecken.


    Was ich will:
    1. Leistungsgerecht Mannschaften
    2. Dem entsprechend genügend Spieler um 2 Mannschaften zu melden.
    3. Kinder, die gerne zum Fußball kommen und nicht , weil die Eltern es möchten


    der Rest ergibt sich von selbst

  • Mahlzeit,


    jeder kleinere Verein hat doch das Problem, dass es große Leisungsunterschiede in
    den Teams gibt. Hier ein paar Tipps die mir spontan einfallen und bei mir gut funktioniert haben:




    - Für das
    Abschlussspiel bilde immer mal wieder „gute“ und „schwächere“
    Mannschaften und lasse die jeweils untereinander spielen.



    Beispiel: Bei 12 Spielern bilde z.B. zwei 3er Teams mit den
    sechs „stärksten“ Spielern und zwei 3er Teams mit den „schwächeren“ und spiele
    auf zwei Feldern 3:3. Auch Partnerübungen oder 2:2 Übungen funktionieren so. -> -> Die
    Stärkeren fordern sich mehr, die Schwächeren haben auch Erfolgserlebnisse. Das funktioniert in aller Regel super.


    - kein Spieler darf zwei Tore hintereinander schießen.


    - Tor mit Vorlage zählt doppelt - Alleingänge nur einfach.


    - sag einem guten Spieler (Geheimplan!!), dass er heute auch dem dicken Paul mal einen "auflegen" soll. Das finden die dann auch cool (".. ich bin Klasse, dass der Trainer mir das sagt...") und der dicke Paul hat ein Erfolgserlebnis und stört weniger. Ist doch klar, dass die Jungs die zum hundertsten Mal vom Superstar ausgedribbelt werden keine Lust mehr haben und Blödsinn machen.
    - Im Abschlusspiel -> ganz wichtig: Tempo/Spielfluss reinbringen: Einschuss statt Einwurf, keine Ecken, keine Abstoss -> kostet alles nur Zeit in der die Jungs auf dumme Ideen kommen. Geht der Ball ins Aus schießt der Trainer direkt einen neuen Ball ein oder ein Spieler fungiert als Ballsammler und/oder Einschießer".


    Guckt ihr hier: -> http://www.youtube.com/watch?v=kfsUW8J77sI
    - Abschlussspiel nur in kleinen Gruppen 3:3, maximal 4;:4 !!!. Ein Turnier mit drei Mannschaften à 4 Spielern, ist besser als ein 6:6.



    Im "richtigen" Spiel: Wenn ein Spieler bei mir im Spiel 3 Tore erzielt hat, sage ich ihm das alle weiteren nicht "mehr zählen" und nur noch eine Vorlage zählt. Ist natürlich Quatsch, aber funktioniert
    - Wenn Deine Mannschaft hoch führt, gib das Ziel aus, dass möglichst viele Spieler ein Tor schießen sollen. Ich hatte letzte Saison ein Spiel in dem alle 10 Spieler Torschützen waren. Da haben sie bis zum Schluß versucht auch dem dicken Paul noch einen aufzulegen. War Klasse, hat mich aber ein Eis für alle gekostet.
    - in etwa weißt du doch wie stark dein Gegener ist: Gegen die starken Gegner nominierst du die Guten - gegen Schwächer halt die Schwächeren. (Ich nehme immer nur 10 mit und die anderen haben spielfrei. Abwechselnd natürlich.)


    Da könnte ich noch lange weiterschreiben...


    Und wenn ich ein Buch empfehlen kann:
    Horst Wein: Spielintelligenz im Fußball.


    Tausnedmal hier empfohle, aber was besseres gibt es nicht. Mehr braucht man im Prinzip nicht. Am besten als E-Book, dann kann man leichter sein Training am PC vorbereiten.
    Soviel fürs Erste.....
    Grüße
    KR













  • Kobi


    Als junger Verein geht man sicherlich vorurteilsloser an die Details. So ist es normal, dass man sich in den Gründerjahren zunächst einmal im Freizeitangebot finden muß. Jedoch einen Verein mit dem Ziel zu gründen, die 1. Herrenmannschaft so schnell wie möglich in den Leistungsbereich zu führen, kann bedenkenswerte Nachteile haben. Je nach Liga und Verband wird für den Seniorenbereich ein sportlicher Unterbau verlangt. Wo die Jugend nur als Mittel zum Zweck der Senioren-Ligazugehörigkeit gebraucht wird, ist fraglich, ob sich die Verantwortlichen auch wirklich um die Rahmenbedingungen für die Jugend kümmern. Darum sollen sich gefälligst Jugendleitung und Trainer kümmern.


    So, nun kommen wir zu deinen konkretisierten Wünschen:


    zu 1. und 2. Mannschaften nach Leistungsvermögen aufteilen


    Diese Aufteilung in Teams ist im unteren Jugendbereich immer mit großer Sorgfalt zu treffen. Man sollte die Wünsche der Kinder, mit Freunden zu kicken in die Erwägungen einbeziehen, statt nur nach dem Leistungsvermögen einzuteilen. Allerdings gibts im E-Jugend-Bereich noch sehr viele Mannschaften im engeren Umkreis, weshalb es generell möglich sein sollte, jeweils in Staffeln zu spielen, wo man jeweils auf Augenhöhe mit den Gegnern spielen kann.


    Aber ihr solltet zunächst einmal das Ziel haben, pro Team 2 geeignete Personen als Trainer zu finden. Geeignet ist nicht unbedingt Derjenige, der nach der Frage des Jugendleiters nicht schnell genug einen Schritt zurück macht! Er sollte Fussballgrundkenntnisse besitzen, ein großes Herz für Kinder haben und sich gerne mit kindgerechtem Fussball beschäftigen. Weil er im unteren Jugendbereich mehr der Kümmerer als der Trainer ist, sind rein leistungsorienteirte Trainer hier fehl am Platz!


    zu 3.
    Mach dir klar, dass dein Einfluß trotz abwechselungsreichen, altersgerechten Training und fürsorglicher Führung bei den Kindern begrenzt ist. Wenn sich der Wunsch der Eltern nicht mit dem Interesse des Kindes am Fussball deckt, dann wird das Kind (meist in der D-Jugend) diesen Wunsch äußern und sich ein anderes Hobby suchen. HInzu kommen die Kinder, denen Fussball anfangs noch Spaß machte, jedoch später andere interessante Hobbies gefunden haben. Das ist beides O.K., weil sich Kinder ausprobieren wollen und selbst dabei Erfahrungen sammeln müssen.


    Davon hast du zwar noch nichts als E-Jugend-Trainer, wo du auch solche Kinder in deiner Trainingsgruppe hast. Wenn man jedoch weiß, dass man nicht in jedem Fall die Erwartungen der Kinder erfüllen kann, so mag das bei der Entscheidung helfen, diese Kinder einfach mitmachen zu lassen! Natürlich kann man ggf. mit den Eltern auch daraüber sprechen, ob auch sie das Gefühl haben, dass sich das Kind nicht beim Fussball wohlfühlt! (Ich habe mal vor vielen Jahren einige Eltern und Trainer mit ihren vermeintlichen Torwarttalenten wieder nach Hause geschickt, als mir einige Kinder auf die Frage, wenn den freiwillig und gerne zum Torwarttraining komme, verneinten. Selbst, als ich den Erwachsenen erklärt habe, dass sie doch nur die Begeisterung der Anderen stören, weil sie doch selbst gar keinen Spaß daran hätten, gab es zunächst Verwunderung. Aber natürlich konnte ich das nur machen, weil ich die Rückendeckung vom Verein hatte.)

  • - sag einem guten Spieler (Geheimplan!!), dass er heute auch dem dicken Paul mal einen "auflegen" soll. Das finden die dann auch cool (".. ich bin Klasse, dass der Trainer mir das sagt...") und der dicke Paul hat ein Erfolgserlebnis und stört weniger. Ist doch klar, dass die Jungs die zum hundertsten Mal vom Superstar ausgedribbelt werden keine Lust mehr haben und Blödsinn machen.


    Im "richtigen" Spiel: Wenn ein Spieler bei mir im Spiel 3 Tore erzielt hat, sage ich ihm das alle weiteren nicht "mehr zählen" und nur noch eine Vorlage zählt. Ist natürlich Quatsch, aber funktioniert
    - Wenn Deine Mannschaft hoch führt, gib das Ziel aus, dass möglichst viele Spieler ein Tor schießen sollen. Ich hatte letzte Saison ein Spiel in dem alle 10 Spieler Torschützen waren. Da haben sie bis zum Schluß versucht auch dem dicken Paul noch einen aufzulegen. War Klasse, hat mich aber ein Eis für alle gekostet.
    - in etwa weißt du doch wie stark dein Gegener ist: Gegen die starken Gegner nominierst du die Guten - gegen Schwächer halt die Schwächeren. (Ich nehme immer nur 10 mit und die anderen haben spielfrei. Abwechselnd natürlich.)


    könnte ich geschrieben haben. funktioniert bestens. Ergebnis optimal.