coke: Richtig - ganz schön viel, oder? Zu Erwachsenen sagt man oft gern, man mache sich Druck immer nur selbst, was etwas unkorrekt ist: eher auch o. oft, etwa, indem man innerlich äußeren Druck an sich heranlässt, davor zurückweicht bzw. Widerstand leistet etc. Wir sind vom Selektionsdruck im Grunde unseres Daseins zumeist aber biologisch entlastet, d.h. befreit. Psychosozial aber wächst vielen der Druck immer mehr über den Kopf, sie wissen damit nicht umzugehen. Schon jedes 4.Kind kennt Migräne, Burnout, auch Depression ist verbreitet. Und nun kommen Trainer u. meinen, die müssten auch noch in der Kinder Freizeit Druck ausüben, per Sichten, Selektieren der für sie Besten, per leistungsbezogenem Aufstellen, per "Fördern u. Fordern", wie es so verbrämt schön heisst? Klar, als Fassade heisst es da gern: wir bereiten so nur aufs Leben vor, weisen die Richtung (unsere!), stimulieren gar positiv Resilienz. Siche3r, aufm Platz gibt es Zeit-, Raum-, Gegner-, Mitspieler-Druck, aber wieso o. wieviel, das kann man als Trainer doch steuern, indem man da auf die Kleinen aufstachelnd herunter schreit "Rauf, rauf!" o. "Druck, Druck!": um die icheigenen Ziele zu erreichen - oder indem man sie einfach spielen, laufen lässt - wie früher beim Straßen- u. Wiesenfußball! Was wäre wohl kindgerechter, was hätten Kinder wohl für sich lieber, falls man sie jemals selbst fragen wollen täte? Man kann es an ihren Augen sehen: wann da Begeisterung blitzt - und wann sie verzweifelt anrennen und "fighten", wie Erwachsene o. schlimmer! Wer nie hinschauen mag, der wird dies auch nie erfahren u. von sich aus gehend den Druck verstärken. Was man wie gesagt sogar per Lob praktizieren kann. Ist man nur laut, penetrant o. aggressiv genug, werden Kinder nie protestieren, nur stumm mitmachen, zu Mitläufer - und nie große Spieler, die in sich zu ruhen verstehen, daher ihre Kraft u. Konzentration beziehen - werden. Und wird immer wieder wer auf sie Druck ausüben, da sie ja unter ihren Möglichkeiten spielen. Schade, schade, finde ich nur.
Was heißt für euch DRUCK (im Sport, Fußball, Leben), bzw. wie sind eure Erfahrungen damit?
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Wir sind vom Selektionsdruck im Grunde unseres Daseins zumeist aber biologisch entlastet, d.h. befreit.
Sind wir das wirklich? Ich glaube gerade in der Pupertät selektiert der Mensch aufgrund des Aussehens. Wäre des nicht der Fall hätte der Mensch nie nach dem "goldenen Schnitt" gesucht. Gerade da,wo die Jugendlichen vielleicht das Selbstbewusstsein verlieren sollte Verein,Mannschaft und der Trainer den Jugendlichen zur Seite stehen.Psychosozial aber wächst vielen der Druck immer mehr über den Kopf, sie wissen damit nicht umzugehen. Schon jedes 4.Kind kennt Migräne, Burnout, auch Depression ist verbreitet
Sehe ich genauso, die Kinder sollen ja auch 3 Sportarten machen, Klavier und Gitarre können, in der Schule gut sein und sich bei "Jugend forscht" präsentieren.
Später sollen die Kinder einen DR. Titel haben, 10 Jahre Berufserfahrung, sich ehrenamtlich engagiert haben und das mit 25.oder indem man sie einfach spielen, laufen lässt - wie früher beim Straßen- u. Wiesenfußball! Was wäre wohl kindgerechter, was hätten Kinder wohl für sich lieber, falls man sie jemals selbst fragen wollen täte?
Ja du hast recht-aber würden die Eltern Kinder zu Trainern geben,die nur spielen lassen ?
Ich mochte beimTraining früher und heute lieber die Übungsformen/Spielformen. Ich möchte mich verbessern und hatte /habe das Gefühl,dass ich das bei einem freien Spiel nicht immer tue.Übrigens eine sehr amüsante Diskussion bei den Kindern nach dem Training als ich fragte wie sie das Training heute fanden (mache ich immer zum Schluss).. Spieler A :"Das Aufwärmen fand ich nicht so gut, im Viereck ist es immer so eng,wir können die tricks/finten doch mal über den ganzen Platz machen.. Spieler B mischt sich ein : Aber im Spiel kannst du doch auch nicht über den ganzen Platz rennen,da stehen wir und der Gegner auf dem Platz- und wenn du die Tricks dann nicht kannst,kannst du auch kein Tor schießen"... so ging es weitere 2-3 Minuten,bis wir uns gemeinsam darauf geeinigt haben beides mal auszuprobieren
(Anbei,das Viereck war nicht zu klein,aber es war natürlich anders als hätten sie unbegrenzt Platz gehabt) -
@KK
Den Ball nehme ich gerne auf. Sprichst z.B. von Zeit-, Gegner- und Raumdruck. Kurz nebenbei: In dieser Reihenfolge würde ich es altersunabhängig aufbauen ( anderes und vor allem sehr weitgehendes, intensives Thema. Besonders was den Bereich Raumdruck betrifft ). Jeder denkt doch sofort ( hoffe ich zumindest
Ach so. Vom Einfachen zum Komplexen. Möglichst Spielnah, damit sie das Erlernte umsetzen können.Da verknüpft man erst mal nichts negatives mit. Und das völlig zu Recht. Erst recht nicht, wenn man die Posts 16 von coke und die Ergänzung von DSV anschaut. Find ich sehr interessant. Wäre schön, wenn wir in der Tat wie vom Threadersteller gewünscht, dies nicht ( ausschließlich ) auf G- E beziehend diskutieren könnten.
Und daher gleich mal eine Frage an coke:
Du schreibst auf sportwissenschaftlicher Ebene muss der Spieler eine koordinative Aufgabenstellung unter bedrängtem Raum ausführen. Und zwar in einem Atemzug mit Raumdruck/ Gegnerdruck.
Würde mich jetzt sehr interessieren. Ist das vereinfacht zusammen gefasst, Deine Interpretation oder wirklich so sportwissenschaftlich bewusst nicht getrennt ?Ich sehe einen großen Unterschied zwischen Gegner- und Raumdruck. In der Reihenfolge als Steigerung, oder habe ich da was falsch verstanden ?
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mahlzeit,
in anlehnung an die aufkommende diskussion in dem thema "spielintelligenz" möchte ich mal das zitat von @FB als aufhänger nehmen und die sache mit dem "druck" zur erörterung stellen
Zitat Fussballbaron:
"Ich sage immer "Druck" ist nicht das was man macht, sondern das was der
Spieler "empfindet". Unter dieser Prämisse wird jede Diskussion zum
Thema "Druck" ganz anders geführt. "ich sehe das so ähnlich wie @FB und kann aus eigener erfahrung sagen, das mir persönlich etwas mehr Druck bei der einen oder anderen sache ganz gut getan hätte

ob in der schule, bei der lehre, beim studium, beim sport, bei der armee oder im job waren die verantwortlichen, die ein händchen dafür hatten wohldosierten druck auszuüben genau die, die mich weiter gebracht haben, da ich mich ansonsten nicht aus meiner 'bequemlichkeit" heraus selbst weiterentwickelt hätte. die wenigsten (er)kennen doch ihre eigen ressourcen, geschweige denn nutzen sie sie aus.
ich weiss, es gibt immer die ausnahme, aber die große mehrheit benötigt immer "mehr oder weniger strenge anregung" von aussen, quasi druck, um sich weiterzuentwickeln.
wie dieser druck ausgeübt wird, wie er empfunden wird, in wieweit er förderlich, oder schädlich ist, das alles ist doch sehr, sehr individuell und kann doch nicht perse als nur negativ, oder positiv betrachtet werden, sondern gehört immer in einen gewissen kontext.
gruss
Fördern und Fordern oder Unterfordern und Überfordern. Fordern kann Druck entwickeln. Ich würde Druck in positivem und negativem Druck unterscheiden.
Hierbei denke ich an die Möglichkeit des Spielers dem gemachten Druck auch paroli mit körperlichen und geistigen Möglichkeiten entgegentreten zu können. Der Druck muß für ihn machbar sein. Hierzu spielt für mich auch ein, ob Neugierde oder Angst am Druck schnuppert. Ist es die Neugierde die den Bedrückten zum Ziel treibt oder Angst die seine Rute einziehen lässt und Durchfall produziert. Machbar das Ziel oder nicht.
Dazu kommt noch das WIE derjenige der Druck macht den Druck verteilt. Wissen die Spieler das sie dabei -also auf dem Weg zum Ziel- Fehler machen dürfen oder wissen sie genau, dass der Druckgeber ein Arschloch ist und sie bestraft. Wissen sie seine Mimik und Gestik negativ gesehen zu lesen oder wissen sie, dass freundlich lächeln freundlich statt Mistsack bedeutet. Dieser Nährboden bestimmt für mich das Fundament. Das Fundament auf dem ich den Druck im übertragenden Sinne ausrollen kann und dann auch darf, so der Boden stimmt.
Desto mehr Arschloch vorhanden, desto weniger Spieler spreche ich mit dem Druck an....denke ich, denn man spräche dann die Angst an und nicht die Neugierde.
Es ist als wiedermal ein Cocktail. Es ist wie ein Getriebe, verstelle ich an einer Feinschraube ein Rädchen, hat das eine Wirkung durchs ganze Gebälch. Fragt sich also, wo ich wann wie drehe/einstelle und ob ich das grundsätzliche Fundament dafür geliefert habe bzw. liefere.
Ich glaube fest, dass das nur ganz wenige Trainer drauf haben. Leider ist es so, dass nicht ausreichende soziale Kompetenz, zu wenig Fachwissen, die persönliche Note des Trainers als Mensch, falsche Ziele, Schauspielerei in alle Richtungen usw. des einzelnen Trainers, sowie das vom Verein gebotene Fundament (meist kein Konzept, kein Kodex, zu hohe Ziele, keine Ziele, kein Schutz der Mannschaften...sprich Elternschaft steht auf der Seitenauslinie und "drück"...was Spieler und manchmal Trainer beeinflußt)....meinen geschwärzten Satz im Schlußabsatz zulassen.
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Wer sich ein differenziertes Bild über Druck bei Kindern machen will, der sollte mal googeln.
Druch auf Kinder
insbesonders dort:
Verschiedene Formen von Druck auf Kinder
dort wird vieles deutlicher, als wir alle hier mit Diskussionsbeiträgen beitragen könnten
wer Druck ausübt, wie sich Druck auswirkt, welche Kinder besonders Druckempfinlich sind.
vor allem sind die dortigen Veröffentlichen neutral und objektiv und vor allem auch verständlich
einfach mal Zeit nehmen und etwas rumstöbern, würde nämlich mal eine gemeinsame Basis für Diskussionsbeiträge schaffen.
für mich hat nämlich die bisherige Diskussion hier mehr verwirrt als Klärnung gebracht.
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Ja du hast recht-aber würden die Eltern Kinder zu Trainern geben,die nur spielen lassen ?
1. Ballkontroll-Druck, 2. Gegnerdruck, 3. Raumdruck, 4. Zeitdruck (2, 3 u. 4 = räumliche Enge, die 1 oft verhindern lässt), 5. situativer Entscheidungsdruck (mehrere Optionen: allein durchgehen, schießen, 2 Pass-Optionen...), 6. Lautstärkedruck (viele Rufe um einen herum, aber der geniale Pass ist unsichtbar u. artikuliert sich nicht laut), 7. Binnendruck (multiple Ziel- o. Selbst-Vorstellungen, Ängste, Zweifel im Kopf, Erwartungen, oft von Mitspielern o. Trainern stimuliert etc.), 8. Physis-, Psyche- o. Lebensdruck (Gedrücktheit etwa nach schlechter Schulnote, Streit zuhause, Klassenarbeit am nächsten Tag etc.), 9. Fehler- o. Niederlagendruck (wer grad einen Fehler machte, wem wg. Rückstand die Niederlage droht, ist nicht mehr frei fürs Spielerische im Kopf), 10. Visualisierungsdruck (wer ideale Ausführung im Kopf hat, sie aber nicht in die Bewegungspraxis umzusetzen weiß) usw. usw. Wie wird man all diesem Druckmachern Herr bzw. kann, soll man es? Ist nicht Gelassenheit zielführender, indem sie von Innen her prä-stabilisiert, eigendynamisch sich entfaltenden Charakter befestigt, "Marktbereinigung" contra verwirrenden Fehlanreizen zu- u. dabei zu überraschenden Aktionen Fenster offen-lässt?Ich habe die Kids sehr offen einfach spielen lassen: was mich beliebt machte, da sie genau dies wollten. Eltern interessiert dies weniger, die wollten wenn eher nur, dass das Team in den Punkt- o. Turnierspielen gewinnt, was dank Spielfreude o. -flow auch meist geschah. Wer aber zynisch kommentierte, waren die unverständigen Trainerkollegen: na, machst du es dir heute wieder ganz einfach? Na, das reicht ja auch für deine Loser.... Als dann meine "Zweite" (aus 3 Jahrgängen, dh vielen Jüngeren) zB die auserlesene Erste (in der ja all die vorab als gut ausgewählten Talente einsortiert worden waren) 3mal hintereinander gegen die "Loser"-Zweite verlor, wuchs die Zynik über Neid zu Hass heran u. die Trainer der 3 Jahrgangsersten, die mir ja nur ihre Schwächsten zugeteilt hatten, verstanden die Fußball-Welt nicht mehr: die 'frechen Kids', wie das Mixed-Team hieß, sollte wieder zurück auf die Ersten in ihre Jahrgänge aufgeteilt werden, was die Eltern u. ich verweigerten. So wurden wir in die höchste Staffel gesetzt, so dass nun einst als zu schwach aussortierte 2000er bis 1998er zumeist gegen die stärksten 1997er ran mussten - und natürlich nurmehr untergehen, dann mitten in der Saison aufgelöst werden konnten, da wir in Absprache das Antreten verweigerten. Wofür wir, die Opfer kinderfeindlichen Fußballpraxis, Strafe bezahlen mussten! Seitdem bin ich dann zum basiskritischen Korrektiv, zum sog. "Nestbeschmutzer" gegen ein System mutiert, das solch 'Druck' auf zur Kreativität erzogene Kids, also pure Destruktion zulässt, ja per Punktspiele-Praxis Sanktionen zu Tage fördert.
Die Überzeugung, dass kinderfreundliche mentale Förderung ihre Eigendynamik zu Leistungssprüngen stimulieren könnte, aber blieb, auch wenn die Kraft zur Durchsetzung im Fußballbetrieb verschwunden ist, leider: ich bin zu ner Art Foren-Troll zusammengeschrumpft, komme mir so jedenfalls nurmehr vor, und ich gestehe: voll Argwohn, Wut, Widerwille. Aber ehrlich: nicht um meiner selbst willen, denn ich bin längst glücklich zum Tennis gewechselt, um der Kinder willen, denen Freiheit im Spielerischen zu oft versagt, nur der fremde Druck im Herzen bleibt. Oft würde ich ganz unmännlich in all den Männerbünden, die vor Ort über den KiFu herrschen, nur am liebsten losheulen - ein Eingeständnis, das nicht leicht fällt, aber wahr ist: es wird so viel kaputt gemacht u. ich Einzelner fühl mich grad auch bei den eigenen Kids nur so völlig ohnmächtig, dass mir mitunter schon suizidal dies ganze Leben verleidet ist, auch da alles nen Deja vu zur eigenen Kindheit, so ohne Fortschritt, daher scheinbar sinnlos ist - daher meine Reaktion, wenn "Druck" auf Kids so gepriesen wird

PS: Individuell mag es Kinder gegeben, die - zB da bereits Multimedia-süchtig - gewissen Druck durchaus benötigen, um in Gang zu kommen, aber "trainiert" wird im Fußball eben als u. im Team. Kein Trainer kann mal eben in 1,5 Stunden 15 o. 20 Kinder fürs Leben per genau ihnen entsprechendem Druck formen, prägen, 'schleifen', auch noch ohne jede Ausbildung: dies zu glauben, wäre ja sehr vermessen...
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für mich hat nämlich die bisherige Diskussion hier mehr verwirrt als Klärnung gebracht
Das ist doch immerhin was, prima, wo "einfach machen" die übliche Devise ist. Und indem du nachforscht, setzt die Selbstreflexion auch schon 'mächtig' ein. Sprichwort: (das heilige) Rom wurde nicht an einem Tag erbaut... Man kommt aus dem Suchen (Wissen-Nachfragen, dh nämlich echt modern: zu wissen, dass man nichts weiß) nie heraus, falls man sich der Weis- bzw. Wahrheits-Liebe verschreibt

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1. Ballkontroll-Druck, 2. Gegnerdruck, 3. Raumdruck, 4. Zeitdruck (2, 3 u. 4 = räumliche Enge, die 1 oft verhindern lässt), 5. situativer Entscheidungsdruck (mehrere Optionen: allein durchgehen, schießen, 2 Pass-Optionen...), 6. Lautstärkedruck (viele Rufe um einen herum, aber der geniale Pass ist unsichtbar u. artikuliert sich nicht laut), 7. Binnendruck (multiple Ziel- o. Selbst-Vorstellungen, Ängste, Zweifel im Kopf, Erwartungen, oft von Mitspielern o. Trainern stimuliert etc.), 8. Physis-, Psyche- o. Lebensdruck (Gedrücktheit etwa nach schlechter Schulnote, Streit zuhause, Klassenarbeit am nächsten Tag etc.), 9. Fehler- o. Niederlagendruck (wer grad einen Fehler machte, wem wg. Rückstand die Niederlage droht, ist nicht mehr frei fürs Spielerische im Kopf), 10. Visualisierungsdruck (wer ideale Ausführung im Kopf hat, sie aber nicht in die Bewegungspraxis umzusetzen weiß)
manchmal denke ich, was müssen Menschen für verdammte Spießer sein, um all diesen Zeugs zu analisieren und dann die Microteile optimieren wollen. Da frage ich mich dann, ob das dieselben sind, die im Urlaub noch vor dem Frühstück das Handtuch auf die Liege legen, um dann erst am späten Nachmittag davon Gebrauch zu machen? Vorteile erringen um jeden Preis. Manche können nicht anders.
Oder haben diese Aspekte die Menschheit erst so richtig weitergebracht?
Bei uns im Verein geht derzeit jedenfalls das große Ringen um die Pfründe (wer welches Team, welche Spieler........) los. Im Kinderfußball !
Du denkst es geht um die große Kohle! Schlimm!dass mir mitunter schon suizidal dies ganze Leben verleidet ist
das ist es aber dann auch wieder nicht wert. Da würd ich doch glatt zum Tennis wechseln
, oder Bogenschießen........
Schönes Wochenende! -
@Kicker
ja, ich gehöre zu denen, die es einfach machen. für mich ist Fussball halt eine einfache Sache, ich muss nicht alles wissenschaftlich belegt haben, muss nicht alle psychologische Erkenntnisse kennen und anwenden. Ich benutze da lieber meinen klaren Menschenverstand, verbunden mit ein wenig Hintergrundwissen, den positven und negativen eigenen Erkenntnisse durch selbst Erlebtes, und vor allem einem normalen Umgang mit Kindern.
Ergebnis sind 5 Jahrzehnte eigenes Fussballspielen, 2 Söhne die dauerhaft und mit Lust beim Fussball sind, über 2 Jahrzehnte Trainertätigkeit., und mich immer noch freue am Wochenende in die Niederungen des Fussball zu gehen.
Ich habe nur mein persönliches jetzt beschrieben, damit du mal den Vergleich stellen kannst, wie es bei dir im direkt persönlichen Umfeld (eigene Zufriedenheit und die deiner Kinder im fussball) in Vegleich stellts, mit deiner Betrachtungsweise und Erwartung an den Fussball.
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Ich habe mich in meiner Trainertätigkeit, auch als Elternteil, denn zu Hause besteht ja die gleiche Problematik, weniger mit der Ursache des Drucks beschäftigt, sondern bei mir hatte eindeutig eine andere Prämisse Vorrang:
Wie nehme ich Kindern den Druck weg, wie helfe ich ihnen mit diesem Druck umzugehen, bzw wie leite ich diesen negativen Druck in eine positive Richtung..
Klar muss ich da auch die Ursache des Drucks kennen, woher er kommt, dazu benötige ich aber kein wissenschaftliches Hintergrundwissen, sondern macht meine Augen und Ohren auf.
Den Druck, den Kinder zum Training und Spiel mitbringen, steht absolut in keinem Vergleich zu dem Druck, den ich als Trainer mal ausgeübt haben mag (schliesse mich da nicht aus). aber den von mir ausgeübten Druck konnte ich schnell wieder in die richtigen Bahnen, ohne Nachwirkungen; leiten. Einfacher zu händeln, als der ureigene Druck des Kindes oder vom Elternhaus her, da muss man als Trainer schon ein sensibles Gespür haben.
Und ich konnte in vielen Fällen durch relativ einfache praktische Massnahmen, die mir als Trainer zur Verfügung standen,,Abhilfe schaffen
Manch einer, der als Gärtner keine Chance zur Einstellung bekommt, ist in der praktischen Arbeit besser, als der einstellende Gärtnermeister. (Botschaft musste jetzt sein, Arroganz steht schliesslich jedem zu)
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guenter: Es ist jedoch menschlich, dass jedermann es zuerst für sich selbst einfach machen will - und das ist für Heranwachsende dann da eine Riesengefahr, wo jemand unausgebildet u. wenig selbstreflexiv von sich ausgehend alles mit seiner "Macht" anordnet u. durchsetzt. Denn Heranwachsen heisst: Sich-selbst-verinnerlichen! Jeder kennt die stets vom kleineren Part sehr leidvoll erlebten, später etwa schriftstellerisch verarbeiteten Vater-Sohn-Konflikte als Ergebnis eines väterlichen "Sich-es-einfach-machens" - das eben es oft grad den Kindern unter viel schädlichem Druck enorm schwer macht, zu sich selbst zu kommen. Tendenziell ist diese Sozialfigur auch im KiFu wirksam, die späteren Folgen sind auch im Grunde bekannt, nur selten anerkannt o. rational-offen zwischen Ich und Du diskutiert: Dropout, Fangewalt, Suchtverhalten. Wer sein dieserartiges Leiden artikuliert, wird ganz schnell von genau denen, die das Sagen alleinig zu haben beanspruchen, nach unten, gegen den kleineren, schwächeren, zu passivem Leiden verurteilt bleiben sollenden Widerpart "Druck ausübend" abgeblockt, ausgegrenzt: in seinem Widersprechen per se kaltgestellt, bis er sich dann so hundeelend fühlt, dass er sich selbst als minder- o. unwert nurmehr dem fremden Wunsch gemäß ver-, tot-schweigt - außer irgendwo böte sich eben die Gelegenheit, (gern aus einer Menge heraus o. hinterhältig) zu(rück)zuschlagen, wobei es dann oft egal wird, gegen wen man schlägt, Hauptsache einmal irgendwo Wirkung erzielen u. sich des (im eigenen Triebleben) aufgestauten DRUCKes entledigen, sich entladen...
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@Kicker
nirgendwo habe ich erwähnt, dass ich es mir einfach gemacht habe.
Ich hatte aber keine utopische Vorstellungen und Ziele, sondern nur das Machbare und das was ich selbst zu leisten war. Bei beidem sind auch Grenzen gesetzt, die mir schon bewusst waren.
Andere hätten sicherlich höhere Ziele gehabt, mehr leisten können, aber mir hats gereicht, aber meine Art als einfach gemacht zu bezeichnen, weise ich doch stark ab.
Und wenn ich heute von inzwischen Erwachsenen und heranwachsenden Jugendlichen die Rückmeldungen bekomme, und die kommen bei mir immer wieder mal, dass sie sich gerne an die Zeit mir als Trainer erinnern, ich sehe was aus ihrer sportlichen Entwicklung geworden ist und wenn Eltern kommen und bedauern, dass ich nicht länger Trainer bei ihren Söhnen war, dann hat das für mich persönlich Aussagekraft und für mich Bestätigung für meine Tätigkeit im nachhinein, die ja oft während der eigendlichen Trainertätigkeit selten kommt.
"der Ochse ist jetzt fett" hätte mein Oppa gesagt.
Ich bin halt nicht der Typ, der von den neuesten Erkenntnissen schwärmt, dies als der Weisheit letzter Schluss gesehen wird, von dem, was alles machbar wäre.
Ich beurteile halt immer danach, was letztendlich hintenrauskommt, im Fussball für das einzelne Kind, die Mannschaft und auch für den Verein. denn erst dann kann man beurteilen, ob das was man gemacht hat richtiger als falsch war.
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mahlzeit,
Servus,ich habe mich gerade eingeloggt und das Thema gesehen. Ich habe die restlichen Postings nicht gelesen.
Druck empfindet und macht man. Diesen Spüren natürlich beide Seiten.
Wenn ich einen Baum habe, den ich "erziehen" soll, dann muss ich manchmal -mit Druck- einen Ast höher stellen, oder den Körper gerade stellen, oder sogar umplatzieren. Ich finde, die "Erziehung" an sich hat was "Gewaltiges". Es geht immer dahin, wo der Erzieher es hinwill oder hinkann, und was der Schützling kann.
Aber "Druck" muss angemessen sein, biege ich den Ast zu hart, ist er gebrochen, er ist nicht mehr zu retten. Biege ich zu wenig, bringt es gar nix, kostet nur meine Zeit.
Bei den Menschen funktioniert es ähnlich aber mit Unterschieden, da wir z. B. miteinander sprechen können.
Aber als Trainer/Betreuer, müssen wir mit Kindern / Schützlingen immer etwas vorsichtiger umgehen, wenn wir Druck ausüben wollen/müssen. Wir sollten ihnen helfen, da wir uns ja auch sprachlich verständigen können, mit ihnen reden, nochmals reden, noch mal reden, ihnen schildern, was die Konsequenz wäre, wenn er/sie so weiter machen würde, was passieren könnte, etc.
Speziell zum Trainersein: Wegen Druck kommen manche Jungs zu uns, da mehr Druck auszuüben, wäre falsch. Da müssen wir in der Lage sein, uns hinein zu versetzen und sollen Bescheid wissen, wie wir uns damals gefühlt haben. Da wirs bereits vergessen haben, können wirs nicht so beurteilen. DA hilft schon ein Buch darüber zu lesen um sich selber daran zu erinnern, und dann alles etwas besser zu machen.
DSV Du hast auch geschrieben, Du hast Militärdruck erlebt, das ist wohl das Äußerste, was man erleben kann. Ich habe ihn auch lange Zeit erlebt. Ob es mir was gebracht hat, kann ich sagen, ja, es hat mir was gebracht, aber auch was weggenommen. Es gibt an einer Medaille eben mindestens 2 Seiten.
Wie im Physik, wenn Du irgendwo "drückst" wird woanders eine Beule entstehen. Es ist zwar gut, dass ich jetzt super diszipliniert bin und zuverlässig, aber ich habe dadurch wichtige Gefühle verlernt: Wurschtigkeitsgefühle zum Beispiel. Dieses speziell hilft gegen Burn-Out zum Beispiel
Da musst man nicht das Militär als Bespiel nehmen, oder die Lehre, wo das Leben richtig hart ist. Uni ist schon ein Schritt in die richtige Richtung. Da kann man sich auch entfalten, ohne den ständig präsenten Druck.
Da das Thema super kompliziert ist, lasse ichs mal jetzt so stehen und schreibe vorerst nichts und lese die Beiträge.
Gruß,
Uzunbacak
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@uzun: Das Baumbeispiel macht's deutlich - wo wer Druck ausübt, den Zögling in den Schatten stellt, um selbst besser im Licht zu stehen, seiner Wurzel das Wasser abgräbt, muss der Baum sich anpassend verbiegen o. schnell umorientierend mit aller Kraft neue Quellgründe aufsuchen, oder er geht irgendwann ein, zugrunde. Sicher kann man Kindern gegenüber mit diesem Prinzip "spielen", sie unter den von sich selbst als Maß u. Meister her ausgeübten Druck in die für nützlich erachtete Richtung zwingen, aber wer soll da profitieren, wessen Ehrgeiz o. Renditewunsch erfüllt werden? Sollen Eltern zu solch Experimenten nur passiv wegschauen u. schweigen - auf Abstand gehalten gegen das als Nachwuchs eigene "Fleisch und Blut" indifferent in die Rolle bloßer "Fans" als Randfigur im Trainerrevier degradiert, wobei die Fans wie auch erwachsen mündige Spieler Trainern da, wo es professionell zugeht, ja oft grad die Hölle heiß machen, statt deren Rollen-Hoheit blindlings zu akzeptieren? Jeder, der anderen, gar Kindern sagt, Druck sei 'erzieherisch' gut für sie, weiß meist gar nicht viel pädagogisch übers Erziehen u. hat selbst diesen Druck auch nicht - da redet es sich dann gefährlich leichthin...
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ich lass mal das leben raus und beschränke mich auf fußball:
was bewirkt druck ohne talent und ohne ehrgeiz?
zerstört druck den spass, behindert die leichtigkeit und lässt eine blockade zu?
oder braucht es druck um 100% rauszuholen?welchen druck kann es allgemein beim breitensport kinderfußball geben?
darf es den überhaupt geben? mal von reinem match und "spielsituationen" durch gegner etc. mal abgesehen.
das ist aber wohl nicht gemeint oder?wer übt druck beim fußball aus? trainer, verein, eltern, freunde, lehrer?
wenn ich im letzten spiel der saison, bei der es um nichts geht, das team nicht weiter anspreche, verliert sie es.
machen wir die übliche ansparache mit aufgabenverteilung und zielvorgabe, haben wir bessere chancen zu gewinnen.
ist das druck? warum ist das so? -
@uzun: Das Baumbeispiel macht's deutlich - wo wer Druck ausübt, den Zögling in den Schatten stellt, um selbst besser im Licht zu stehen, seiner Wurzel das Wasser abgräbt, muss der Baum sich anpassend verbiegen o. schnell umorientierend mit aller Kraft neue Quellgründe aufsuchen, oder er geht irgendwann ein, zugrunde. Sicher kann man Kindern gegenüber mit diesem Prinzip "spielen", sie unter den von sich selbst als Maß u. Meister her ausgeübten Druck in die für nützlich erachtete Richtung zwingen, aber wer soll da profitieren, wessen Ehrgeiz o. Renditewunsch erfüllt werden? Sollen Eltern zu solch Experimenten nur passiv wegschauen u. schweigen - auf Abstand gehalten gegen das als Nachwuchs eigene "Fleisch und Blut" indifferent in die Rolle bloßer "Fans" als Randfigur im Trainerrevier degradiert, wobei die Fans wie auch erwachsen mündige Spieler Trainern da, wo es professionell zugeht, ja oft grad die Hölle heiß machen, statt deren Rollen-Hoheit blindlings zu akzeptieren? Jeder, der anderen, gar Kindern sagt, Druck sei 'erzieherisch' gut für sie, weiß meist gar nicht viel pädagogisch übers Erziehen u. hat selbst diesen Druck auch nicht - da redet es sich dann gefährlich leichthin...
Sehr sehr kompliziertes Thema.In der Türkei hieß es bis vor 50 Jahren, als man den Buben für die Lehre bei einem Meister abgegegen hat: "Hier ist mein Sohn, das Fleisch gehört Dir aber die Knochen mir".
Damit hat man gemeint, dass der Meister ihn körperlich züchtigen kann solang es sich nur um oberflächliche "Schäden" geht, (also Rote, Blaue Flecken), die man auf der Haut (Fleisch) sehen kann.
Knochen gehören mir, bedeutet dann, dass der Meister ihn nicht ernsthaft verletzen darf, dass er krankenhausreif geschlagen wird oder gar ein Organ verliert.
Also eine harte Zeit für unsere Verständnis, würde ich sagen.Im Grunde genommen reflektiert es aber das Ganze sehr sehr gut.
Natürlich sind die Eltern keine Zuschauer, wenn es um die Ausbildung ihrer Kinder geht. Sie solltens nicht sein.
Gewisserweise sind sie aber einverstanden, dass die Lehrer, Trainer, andere Ausbilder diese Kinder "erziehen". Die Frage ist, wie weit sie gehen sollen/dürfen.
Wenn wir uns -intensiver- damit beschäftigen, können wir natürlich dann fragen, für wen es in der ersten Linie nützlich ist, ob die Eltern es beurteilen können.
Ob fürs Kind oder für den Trainer nützlich sein soll?. (Gute Frage allerdings).
Meine Antwort: Eine Ausbildung soll in der ersten Linie natürlich dem Kind nützlich sein. Keine Frage. Ob es bei den Trainern so ist, ist eine andere Frge, iost definitiv vom Trainer abhängig.In richtiger Weise (nach meinen werten) kann ich nur mein eigenes Kind "richtig" erziehen.
Jede/r hat sein Konzept, wie er das macht. Ob er Druck verwendet, oder nicht.
Wie weit das Kind von der Umgebung "erzogen" werden darf, ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich.
Dieses Thema ist nicht ganz diskussionsfähig, wenn die Diskussion sachlich sein soll. Jede/r hat andere und ganz unterschiedliche Ansichten.Gruß,
Uzunbacak -
@FB
ich identifiziere mich mit deinem Beitrag.
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@Uzun: "Das Fleisch gehört dir, der Knochen mir" - tja, dies Motto beim Ab-Geben des Frischfleisches passt in meine Wahrnehmung des KiFu-Betriebs u. wäre wohl nach dem Geschmack des aktuellen "System Fußball" da, wo es um renditeträchtige Talentobjekte geht. Denn: wir machen das schon, also Eltern, geht auf Abstand, ihr habt hier eh nichts mehr zu sagen. Viele kleine, unausgebildete Breitensporttrainer aber verwechseln nun zudem sich mit jenen immerhin in etwa fachkompetent-selbstreflexierter wie per Erfolg im Ergebnis kontrollierter dem System vor- u. zuarbeitenden 'Profi-Trainern', stellen auch sich dann auf solch Sockel der Unnahbarkeit: Ich bin der Trainergott und du - niemand! Und da schließlich nahezu kostenlos (schnell da, wo eigener Ehrgeiz o.ä. Motive im Vordergrund des Engagements verwechselt mit: sozial) gearbeitet wird, hat man dann vereinsseitig 100% Rückendeckung von oben: denn auch diese KiFu-Trainer halten ja vice versa den Vorständen den Rücken frei, damit die sich in ihrer Präsenz/Aufmerksamkeit voll auf ihr Steckenpferd u. mediales Aushängeschild: die 1.Herren konzentrieren dürfen, der Unterbau als geregelt vernachlässigt werden kann... Da ich dies nun x-mal vor Ort live erleben wie zu Passivität verurteilt erdulden, über unsere Kids mit erleiden musste, meine zynische Vorstellung dieser nicht zwingend überall vorhandenen, aber stets vom wegschauenden DFB doch ignorant ermöglichten Strukturen, von denen sanktioniert, die bequem nichts wissen wollen, die sich in ihren Positionen in Amt u. Würde genießen. Also gibt's natürlich auch hier Druck: nach unten, gegen jedes Aufbegehren von der Basis her, sofern es sich nicht wenigstens systemkonform zu verkaufen bereit zeigt, für mich eher faule Kompromisse (was ich da meine, weiß man, wenn man mich kennt) absegnend, so eben keinerlei Druck auf die Verantwortungsspitze mehr machen wollend. So funktionieren System nämlich stets: Druck von oben nach unten ausübend, umgekehrt aber blockierend.
Die selbstbezüglich-systemische Förder-Strategie geht da heute gern über einkalkuliert 'nur' seelische, unsichtbar mögliche Schäden: bist du zu schwach, ist es zu stark. Auf die im Schatten, die als Loser-Ausschuss scheitern, kaputt gehen u. dann aussortiert werden wie Müll, schaut 'man' nicht, nur auf die glänzenden Stars von morgen, mit denen 'man' sich als Fan so gern identifiziert. Irgendwie schmeckt mir aber dies gängige Druckmachen verdammt bitter, wo von einst lebendig fußballbegeisterten Kids mental ausgeweidet nurmehr Knochengerüste übrig bleiben sollen. Daher bin ich Revolutionär statt Reformist: Stachel im Fleische derer, die sich gern ganz oben, über alle anderen und zumal Kinder hinstellen: hab schon zu viele im Charakter zurecht-verbogene Kinder mitansehen müssen: und das macht mir Druck, von innen, vom Gewissen her...
PS: Obwohl doch die ÖR-Medien ständig werben: Eltern, schaut hin, was euer Kind macht (bzw. mit wem es sich trifft, umgeht), scheint dies im KiFu als ne Erbsünde zu gelten. Jedenfalls behandeln mich die Trainer unserer mitunter frustriert mit hängenden Köpfen vom Platz schleichenden Jungs stets so, wenn ich mal nach nem üblen 1:13, 0:8 o. 0:4 zuletzt versuchte, ihnen per objektiv auch sie (die stets den Kids nur danach noch verzählen, was die verkehrt machen, wer Schuld sei) mal einbeziehender Fehleranalyse aufzuzeigen, woran dies liegen könne - Majestätsbeleidigung. Und was sagte dann einer zu mir wörtlich: da bin ich ganz Diktator. Dem ist nichts hinzuzufügen, so geht's zu mit dem Druck im System, jedenfalls bei uns - soll, darf, kann sich dies nie ändern? Es macht mich alles unendlich traurig, was da so passiert. Ich rate heute bekannten Eltern ab, ihre Kleinen zum Fußball zu schicken u. werbe für Tennis, Musik, Kunst - soweit ist es mit mir einst Fußballverrückten schon gekommen, aber: ohne dass ich schon aufgäbe, den Kids, die Fußball lieben, da raus zu helfen - irgendwann...

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Wir hatten letztes Wochenende ein Spiel, das mich doch etwas nachdenklich gemacht hat hinsichtlich des (notwendigen ?) Einwirken des Trainers im laufenden Spiel auf seine Mannschaft. Ich bin eher ruhig veranlagt, bin mir auch sicher das dies seine Vorteile hat. Im Grunde können meine Mädels spielen, ohne das Fehler zu lautstarken Kommentaren führen. Allerdings kommt von mir auch keine intensive Motivation, ich lasse mehr oder weniger erst mal viel so laufen.
Der letzte Gegner hatte einen Trainer, der dafür bekannt ist, sehr viel 'Alarm' zu machen. 2 x 30 min extrem intensive und lautstarke Unterstützung seiner Mannschaft (draaauuuuf, kooooommmmm), es gab keine Minute Ruhe am Platz. Allerdings, das muss ich sagen, es gab von ihm keine negativen Äußerungen gegenüber seiner Mannschaft, er hat seine Mannschaft (im positiven Sinn ?) permanent 'angespitzt. Und, es hat funktioniert. Die Mädels waren sehr kampfstark, gingen ständig drauf und kämpften wirklich 60 Minuten was sie konnten. Sie machten auch nicht den Eindruck, von ihrem Trainer sehr eingeschüchtert oder verängstigt zu sein.
Muss man doch lauter sein ? Unterstütze ich meine Mannschaft nicht genug wenn ich nicht auch lautstark 'dagegenhalte' ? Mache ich da sogar einen Fehler, wenn ich zu leise bin ? War das jetzt positiver Druck oder sollte man des trotzdem lassen ?
Das Spiel ging übrigens 1:1 aus, meine Mädels haben auch ohne Schreierei dagegen gehalten (wollen eben auch nicht verlieren, ohne dass der Trainer laut wird, schon aus Eigeninteresse. Eins meiner Mittelfeld-Mädchen hat sehr defensiv gespielt, fast einen dritten Verteidiger, obwohl ich ihr mehrfach zugerufen habe, sie solle sich weiter nach vorne orientieren, da wir in der ersten Halbzeit kaum Druck nach vorne bekommen. In der Halbzeit habe ich sie gefragt, warum sie nicht weiter nach vorne geht. Antwort: Ich will nicht das die ein Tor schießen. Einer anderen habe ich in der Halbzeit den 'Auftrag' mitgegeben, unsere Angriffe in der Mitte mitzulaufen. Nachfrage von ihr: was ist wenn ich dann nicht schnell genug zurück komme ? Zeigt m.E. das die Kinder sich selbst schon genug Druck machen und keine Fehler machen wollen).
Trotzdem hat mich das Ganze nachdenklich gemacht, muss/sollte man als Trainer manchmal laut sein, läßt man sonst seine Mannschaft gegen 'intensiv' betreuende Trainer im Stich ?
