EIN Negativbeispiel - E Jugendspiel FPL - in diesem Fall aus dem Fußballkreis Tecklenburg

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  • nein, ich sehe keine notwendigkeit


    Fein. Was aber, siehst du von den FPL-Regeln andererseits bedroht? Will sagen: bloß weil du meinst, man bräuchte die FPL nicht, was sind deine Argumente gegen ihre Einführung?


    hält sich bei uns im 'normalen rahmen' und hat wenn dann eher mit schule/lehre/studium und dem 'erwachsenwerden' zu tun.............


    In der D-Jugend dürften Lehre und Studium noch keine Rolle spielen. Schule evtl. schon, aber meiner Meinung nach kriegen alle motivierten Spieler es hin, die Schule und zwei Trainingseinheiten in der Woche unter einen Hut zu bekommen. In Ausnahmefällen lässt man, wenn eine Arbeit ansteht, mal das Training ausfallen, solange das nicht zur Gewohnheit wird, ist das ja kein Problem. Ich beobachte in meinem eigenen Umfeld einen Zusammenhang von Drop-Out und fragwürdigen Prioritäten und Vorstellungen von Trainings- und Spielbetrieb. Ich kenne einen Verein sehr gut, der aufgrund des bereits im Kinderbereich stark ausgeprägten Erfolgsdenkens zwar stets gut bei Turnieren abschneidet und regelmäßig in den hier noch vorhandenen F- und E-Hallenkreismeisterschaften vertreten ist, der aber gleichzeitig bis zum Ende der E-Jugend gut und gerne 50% Schwund hat, teilweise noch mehr.


    Interessant für einige der Leser mag auch sein, dass eben der Punkt der Hallenkreismeisterschaften (HKM) und der Hallenrunde, in der man sich für die Teilnahme daran qualifiziert, konkret angesprochen wurde, weil sie sich mit den Grundgedanken des KiFu sowie der FPL nicht verträgt: um an der HKM teilzunehmen, muss man praktisch alle Hallenrundenturniere, an denen man teilnimmt, gewinnen, ein zweiter Platz ist noch OK, ab zwei oder einem dritten wird es schon sehr eng. Der Referent bei unserer Schulung hat die Meinung einiger Teilnehmer geteilt, dass dieser Modus nicht passt. Ich bin mal gespannt, wie der anwesende und direkt angesprochene Kreisjugendwart reagieren wird.


    Aber zurück zum Drop-Out. Wie gesagt, ich teile aufgrund meiner Beobachtungen in meinem Umfeld die Behauptung, dass der Drop-Out sich in Richtung jüngerer Jahrgänge verschiebt. Und ich sehe die Hauptursache darin, dass der aktuell am häufigsten anzutreffende Trainings- und Spielbetrieb daran die größte Schuld trägt -- er wird einfach den Bedürfnissen vieler Kinder und Jugendlicher nicht gerecht.


    Dieses Thema möchte ich aber eigentlich nicht weiter vertiefen, ich habe das Gefühl, dass du da eine andere Meinung hast und wir da nicht zueinander finden werden. Was ist aber mit meiner Frage an dich zu den Situationen, die auf den FPL-Karikaturen abgebildet sind? Darauf hast du nicht geantwortet.


    aber in dem zusammenhang interessiert mich doch mal, ob du wirklich denkst, das die einführung der fpl das ausscheiden von jungs ab der c-jugend verhindert? hast du dafür irgendwelche belastbaren zahlen?


    Schaue doch mal hier nach. Aber, wie gesagt, der Drop-Out ist nur einer der Punkte, und dabei nicht der wichtigste. Hauptpunkt ist der, dass die Kinder wieder so spielen können sollen, wie es ihren Bedürfnissen entspricht, und nicht so, wie es den Erwachsenen am besten passt.


    dazu möchte ich anmerken, das 'farir play' schon immer auch teil des fußballsports war/ist ..........[...] weil das so ist, benötige ich da auch keine extra liga für ein 'fairplay'.


    Ich verweise auf meine Frage nach den Karikaturen.


    wenn das in einigen gegenden so gesehen wird, das man so ein 'hilfmittel' wie eine extra liga dafür benötigt, so musst du an die ursachen der 'auswüchse' auf dem platz ran und die liegen nicht im 'gewinndenken', sondern viel mehr in unserer gesellschaft verankert.


    Mag ja sein, auch wenn mir das zu platt und verallgemeinert daher kommt, aber: "Die Gesellschaft" können wir, die wir den Kinder- und Jugendfußball zu verantworten haben, nicht verändern, aber eben in unserem Verantwortungsbereich können wir sehr wohl etwas tun. Und eben deshalb wird die FPL eingeführt, um in dem Bereich, den wir beeinflussen können, etwas zu tun.


    So mal ganz nebenbei: Meine Spieler brauchten die FPL nie. Und viele Mannschaften, auf die wir getroffen sind, auch nicht. Aber einige schon, und zwar mehr als genug. Mir erscheint, Ihr lebt im KiFu-Paradies, wenn es bei Euch nicht bei der Zusammenkunft von Trainern, Jugendleitern oder Eltern auch immer wieder darum geht, welche Mannschaften denn wo und wann wieder Probleme gemacht haben, unmöglich sind, fast einen Spielabbruch verursacht haben, etc. Von sechs von mir persönlich bekannten Jugendleitern konnte ausnahmslos jeder eine ganze Reihe von Geschichten erzählen... Und wir befinden uns hier beileibe nicht in einem sozialen Brennpunkt, unser Kreis befindet sich bezüglich der Kaufkraft seiner Bewohner unter den Top 5.


    gewinndenkend sein und von mir auch anweisungen am spielfeldraand geben kann sich sehr wohl mit einer äußerst faieren einstellung zum 'gegner' und zu seinen schützlingen einhergehen und macht es doch auch bei der großzahl der beteiligten.


    Ich befürchte, du hast die FPL und die Gründe für ihre Einführung noch nicht verstanden... Also noch mal:

    • Die Kinder dürfen und sollen ihre Spiele gewinnen wollen. Trainer und Eltern dürfen sich mit den Kindern über ihre Siege freuen. Trainer und Eltern sollten aber weniger den Sieg ihrer Kinder anstreben als ein tolles, faires und kindgerechtes Fußballspiel.
    • Trainer sollten sich im Kinderfußball mit Anweisungen zurückhalten, Eltern sie ganz unterlassen. Die Kids sollen spielen, sie sollen sich auf dem Platz selbst überlegen, was sie machen sollen und wollen. Wir möchten Spieler formen, die selbstständig Entscheidungen treffen können, anstatt über eine Herde von Robotern zu gebieten.
    • Ja, die 'Großzahl der Beteiligten' ist fair. Aber die Quote an unfairen Mannschaften und solchen, die beim Pflichtspiel nahezu ausschließlich auf den eigenen Vorteil aus sind, für die wenn vielleicht zwar nicht alle, so doch zumindest viele Mittel recht sind, ist doch recht hoch. Meiner Erfahrung nach hat man typischerweise pro Staffel ein bis drei faule Eier. Ich finde, das ist eine nicht unerhebliche Zahl.


    du gibst doch mit der angestrebten fpl-lösung genau den trainern/betreuern die sich vorher schon nicht so recht beherrschen konnten das heft in die hand ein spiel zu ihren gunsten zu lenken-zu leiten-zu kippen.


    Bisher ist es Sache des Schiedsrichters, sie im Zaum zu halten. Oder des Platzvereins. Beides passiert aber äußerst selten, es muss schon extrem werden und fast oder sogar bis in den strafrechtlich relevanten Bereich eskalieren, bis eingeschritten wird. gerade Jungschiedsrichter sind mit solchen Trainern/Betreuern hoffnungslos überfordert. Und dann gibt es noch Schiedsrichter, die eine der beiden Parteien stellt und die teilweise alles andere als unparteiisch sind.. Das ist nun zwar glücklicherweise nicht bei der Mehrzahl der Spiele so, wenn es so schlimm wäre, gäbe es wohl in Deutschland auch schon lange keinen Kinderfußball mehr. Aber, wie gesagt, schildere diese Situation einer x-beliebigen Stichprobe an Kindertrainern und es werden dir alle bestätigen, dass die solche Vorkommnisse bereits mehrfach erlebt haben.


    Die FPL zwingt nun die Trainer zur Kooperation. Macht da ein Trainer partout nicht mit, so mache ich das zur (allergrößten) Not auch nicht und lasse meine Spieler sich alle an der Seitenauslinie hin setzen, bis die Spielzeit abgelaufen ist, und beschwere mich anschließend beim Kreis. Wie bisher auch, nur, dass da die Beschwerde den Weg über den Schiedsrichter nahm. Ich gehe übrigens davon aus, dass diese Verweigerung der Mitwirkung auf großes Erstaunen stoßen dürfte und durchaus wirksam sein könnte. Sicher wird es da eine Verzögerung geben, bis man sich ausgetauscht und wieder geeinigt hat. Wenn es dann aber dazu führt, dass es einen Lerneffekt gibt und die Kids dann noch eine Viertelstunde mit Spaß kicken können, ist es mir das wert.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Anmerken möchte ich, dass der offizielle Grund für den FPL-Betrieb das Fair-Play ist.

    Fair-Play ist ein großer Begriff mit vielen Bedeutungsfacetten.
    Als offizieller Titel ist er einprägsam, klingt wichtig und professionell. Damit ist er ideal als "Überschrift".
    Da "Fair-Play" aber nicht bis in´s Detail selbsterklärend ist, müssen Regeln/ Erklärungen folgen. Je weniger und eingängiger (keep it simple) desto erfolgversprechender.
    Wäre die Charakterisierung der Zielgruppe eine andere, würde sogar eine Regel genügen, nähmlich "handle in Allem kindgerecht".
    Da es aber nunmal ist wie es ist, beginnt man bei den Hauptübeln, die da sind "externe Störeinflüße, interne Störeinflüße, interdisziplinäre Störeinflüße.
    Sind diese etabliert können weitere Differenzierungen erfolgen.


    Als Hauptwirkung sehe ich das "Aufrühren" der "Jugendfußball-Sumpf Suppe". Wertvolle Inhaltsstoffe, die als Sediment zu Boden gedrängt wurden, haben plötzlich wieder die Chance an die Oberfläche zu gelangen und entdeckt zu werden.
    Die Komposition wird wieder sichtbar und kann durch neue Zutaten abgeschmeckt werden.
    Selbst wer nicht so genau hinschauen mag oder kann (schwachsichtig) merkt am Wellengang die Veränderung.


    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die du siehst, eine die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.

  • Erfahrungen


    2 mal in die Zeitphase gekommen, dass die Punktrunde in einer F abgeschafft wurden.


    beider Male das Gleche erlebt.


    heftige Diskussion ums Für und Gegen, anfangs keine sichtbaren Veränderungen beim Spiel auf dem Platz festgestellt, weder bei Spieler, Eltern noch Trainer, es ging
    her wie in der Punktrunde.


    immer wieder auf Trainer gestossen, die ihre eigenen Tabellen führten.


    Jedoch langsam aber kontinuierlich wurden ein verändertes Verhalten sichtbar.


    Nach einigen Jahren konnte sich keiner mehr vorstellen (ausser dem ein oder anderen Exot) wieder ein Punktrunde einzuführen.


    Es ist doch naiv zu glauben, dass bei Einführung der FPL sich sofort alles ändert. jahrelange eingefleischtes Verhalten plötzlich weg ist, nur weil irgendwelche
    Regeln oder Vorgaben geändert wurden.


    Es braucht doch seine Zeit, bis das Gedankengut der FPL in den Köpfen der Trainer und Eltern angekommen ist.



    Da brauchen hohe Verbandsfunktionäre 10 Jahre Zeit, bis sie sich entschliessen, wohl nicht alle nur aus Überzeugugng, die FPL einzuführen.


    Und nun sollen die Betroffenen, Ausführenden das sofort alles richtig machen?


    Wer auf sofortiges verändertes Verhalten gesetzt hat, brauch sich nicht zu wundern, wenn er enttäuscht wird.


    Veränderungen benötigen Zeit. gebt diese Zeit doch auch der FPL. Und wenn nicht alles von Anfang an richtig funktioniert, braucht man doch nicht gleich den Holzhammer
    herauszuholen.


    Der stetige Tropfen höhlt den Stein, ist hier wohl angebracht. oder ganz einfach: Geduld haben.


    manche Traner sehen sich im Fussball sicherlich als gottähnlich, aber auch der hat die Welt nicht an einem Tag erschaffen.

  • Nach einigen Jahren konnte sich keiner mehr vorstellen (ausser dem ein oder anderen Exot) wieder ein Punktrunde einzuführen.


    ist wie bei meinem Bsp. der "Suppe". Der Appetit kommt beim Essen und der gute Geschmack entwickelt sich gleich mit. :]


    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die du siehst, eine die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.

  • Es ist doch naiv zu glauben, dass bei Einführung der FPL sich sofort alles ändert. jahrelange eingefleischtes Verhalten plötzlich weg ist, nur weil irgendwelche
    Regeln oder Vorgaben geändert wurden.


    Es braucht doch seine Zeit, bis das Gedankengut der FPL in den Köpfen der Trainer und Eltern angekommen ist.


    Jepp, da gehe ich auch mit. Was ich hier jedoch sagen kann ist, dass es eine Saison bereits mit FPL lief. Wir sind entsprechend in Saison 2.


    Was mir fehlt ist, die Kontrolle.


    Es ist doch wohl eher so, dass man wohl eher froh ist, wenn niemand nachfragt. Niemand schaut er und guckt, ob es richtig gemacht wird, niemand. Das liegt einerseits daran, dass die FPL von Anfang an von vielen als Dorn im Auge gesehen wird. Diese Leute sind froh...Trainer wie Eltern...wenn niemand kommt und anmerkt das was falsch läuft....weder in der ersten Phase, noch heute und auch nicht in drei Jahren.


    Ich bin der Meinung, dass hier seitens derer die die Einführung beschlossen haben...nun nach einem Jahr der Schritt 2 kommen muß, ansonsten verläuft das im Sand der Lächerlichkeit!


    Schritt 2 wäre...ein ordentliches Bußgeld im Fall von Mißachtung


    und


    fällt mir gerade noch so ein....ein Koordinator/Koordinatoren...vom Fußballkreis eingesetzt, die sporadisch ohne Anmeldung auftauchen und schauen. Was die dann ahnden oder nicht...steht auf Blatt 2. Wäre ich einer von diesen,...würde hier nun gezahlt, weil einen Schiri weglassen, dafür aber im Doppelpack von der Seitenlinie dirigieren und instruieren + den Doppelschiedsrichter miemen, ist ja schlimmer als vorher.


    Dort wo die bauliche Gegebenheit oder gar Platzmangel auf Grund von Frequentierung von Flächen zur Spielzeit herrscht...da gehe ich nicht mit dem Maßband her und messe nach ob es 10,20 oder 15,40 Meter vom Platzrand bis zur Fanzone sind. Hier hätte ich Fingerspitzengefühl...da wäre ein Bußgeld übertrieben...aber was ich zuerst benannte, wäre einen Denkzettel wert und würde sich mit Sicherheit rumsprechen.


    Sie würden motzen...aber lernen. Ich wüsste wohl wie ich denen beikommen würde.


    Das mit den Koordinatoren werde ich der Person die ich anschrieb noch nachmailen, dass ist aus meiner Sicht eine Pflichtübung für die Zukunft.


    Meine gefühlte Karrenzzeit wäre eine Saison...dann reichts aber auch.


    In Gesprächen mit denen die für die FPL sind stelle ich hier aber auch fest, dass die das so mitlaufen lassen, so richtig interessiert ist da niemand, was für mich weiterer Grund für eine härtere Gangart wäre. Ich schriebs in einem anderen Thread....das System muß/sollte das Konzept schützen....damit die Kinder und ihre Rechte schützen und Verantwortliche vor sich selbst schützen (Ego, Gewinndenken, Desinteresse, Gleichgültigkeit etc.).

  • Wäre ich einer von diesen,...würde hier nun gezahlt, weil einen Schiri weglassen, dafür aber im Doppelpack von der Seitenlinie dirigieren und instruieren + den Doppelschiedsrichter miemen, ist ja schlimmer als vorher.

    Also hier sehe ich ein Problem. Zum einen ist mir nicht bekannt dass Verhaltensweisen präzisiert sind. Was sind denn minimale Hinweise von der Seitenlinie? Wann genau müssen die Trainer bei Schiedsrichterentscheidungen helfen?


    Ich kenne da deine Interpretation, und werde wahrscheinlich wieder eine leicht andere haben. Das ist jetzt aber gar nicht so wichtig. Da kannst du aber nicht einfach ein Ordnungsgeld verhängen, dass müsste im Einzelfall vor der Spruchkammer verhandelt werden, mit Zeugen, weil da im Zweifel Aussage gegen Aussage steht. Habe jetzt nicht das Problem so krass gesehen bei den Spielen der FPL die ich beobachten konnte. Nur glaube ich nicht, dass die Jugendausschüsse der Kreise das stemmen könnten.


    Hier muss sich primär das Denken der Beteiligten ändern. Strafen wie sie dir vorschweben halte ich für wenig zielführend und vor allem für schwer durchsetzbar.

  • Tirus,


    http://www.fairplayliga.de/Dow…ung%20FPL%20allgemein.pdf
    http://www.fairplayliga.de/DFB…dordnung%20Mai%202013.pdf


    mir ist es so geläufig, dass die Trainer in einer gemeinsamen Coachingzone stehen. Gem. den Angaben im Link...haben die ebend weder massiv zu instruieren, noch den Schiedsrichter zu miemen, es sei denn die Kinder einigen sich nicht!


    1. Hier -bei dem Spiel das ich sah- war keine Coachingzone für Trainer zu erkennen, was ich nur benenne...nicht gravierend fand


    2. Die Trainer instruierten jeder für sich zuviel....was ich nicht ahnden würde....viel oder wenig ist relativ und zumindest haben sie nicht geschimpft...was ich löblich fand...wenn es auch ein armseliges Trainerlob ist, sorry.


    3. BEIDE Trainer riefen so gut wie jede Regel ein...."AUS....Einwurf....ABSCHLAG....Ecke, FOUL" und das ohne auch nur drei Sekunden zu warten, ...ohne auch nur im Ansatz zu schauen, was die Kinder tun oder nicht tun. Nichts tun....und darüber einig sein -selbst bei einem Regelverstoß- wäre auch eine Regelung der Kinder.


    Genau hier würde ich zumindest die Trainer ansprechen...als Verantwortlicher (der ich ja nicht bin)...mindestens gelbe Karte und spätestens bei einem weiteren Verstoß würde ich das Verfahren einleiten, damit der Verein die Strafe zahlt. Diese Trainer...so nett sie auch sein mögen...haben es nicht im Ansatz verstanden oder sich nicht im Griff. Dabei würde ich ihnen zukünftig gern helfen, sehr gerne sogar 8)


    Durchsetzbarkeit von Strafen....wenn die, die es entscheiden sich einig sind...käme eine Sanktion schnell in den Strafkatalog. Danach läuft das wie sonst auch, kein Problem. Hierbei interessiert es dann nicht mehr, wer wie was wo meint...der Betroffene macht seinen Fehler, fällt auf...und der Verein zahlt. Dadurch entsteht ein Handlungsdruck des Vereins der auf Unterlassen des Trainers drückt. Unterläßt der nicht...wird er nicht mehr lange Trainer sein...selbst in Zeiten des Trainermangels und das fände ich in den hartnäckigen Fällen prima...da sehe ich überhaupt kein Problem, ist mein täglicher Arbeitstag. Schön ist was anderes...es ist für mich halt erforderlich und ich würde es halt so anfassen. Das wäre die Abschreckung und der Schutz...den die Kinder und die Regeln und das Konzept benötigt...vielleicht sogar gerade bei Einführung...könnte man auch drüber nachdenken und nichtmal die Karrenzzeit belassen. :?:

    Einmal editiert, zuletzt von Andre ()

  • Ok, das klingt anders als ich es verstanden habe und ist mMn nen vernünftiger Handlungsablauf. Schwierig wirds dann trotzdem wenn die Verfehlungen nur leicht und nicht klar ersichtlich sind, da wirds kritisch.


    Bei der Durchsetzbarkeit der Strafen habe ich eine andere Meinung. Höhere Strafen sind kein Garant für verändertes Verhalten. Klar überprüfbare Regeln, Coachingzone, Fanabstand können überprüft werden. Aber sobald das Verhalten der Personen Gegenstand der Strafe wird, kommste da um eine Verhandlung nicht drum rum.


    Trotzdem sollte vermehrt (von mir aus auch zusätzlich zu härteren Strafen) die Aufklärung und das Positive in den Vordergrund gestellt werden. Denn bei den meisten Eltern und einigen Trainern mit denen ich bei FPL spielen geredet habe waren die Intention und eventuellen Vorteile dieses Spielbetriebs nicht angekommen.

  • Darüber, wie exakt die Trainer sich beim Spiel verhalten sollen, gibt es leider tatsächlich keine einheitliche Meinung. Bei uns in der Schulung hat der Referent sogar vorgeschlagen, dass die Trainer sich darauf einigen, dass jeder in einer der beiden Hälften über das Spiel wacht. Mir ist da wieder deutlich zu viel Einflussnahme der Trainer auf das Spiel der Kinder dabei, rechne ich doch damit, dass viele meiner Kollegen sich in ihrer Halbzeit letztlich als Schiedsrichter betätigen werden. Ich bin durchaus dafür, die Kinder auf grobe Regelverletzungen hinzuweisen, oder sich einzumischen, wenn sich falsche Verhaltensweisen häufig wiederholen oder an Intensität zunehmen. Aber das sollte, wie ich finde, wohldosiert stattfinden. Mir fällt dazu bspw. ein, dass 'meine' F2-Spieler neulich so gut wie alle Einwürfe nach unten auf den Boden warfen, sie hielten den Ball einfach so lange fest, dass er nicht mehr nach oben, sondern stattdessen mit Wucht nach unten flog. Da habe ich nach dem fünften oder sechsten solchen Einwurf mal unterbrochen und den Kindern erklärt, dass der Ball beim Einwurf


    Leider trauen viele Trainer ihren Kindern aber nicht zu, eigenständig Fußball zu spielen. Natürlich sieht man bei F-Junioren Fehler, jede Menge sogar. Viele Trainer und Eltern packt dann sogleich der Drang, diese Fehler abzustellen. Ich will da erst einmal gar keine Absicht unterstellen, weder gut noch böse, es ist halt ein Bedürfnis. Aber eben diesem Bedürfnis sollten weder Trainer noch Eltern nachgeben, bzw. es nur in den wenigen Fällen tun, die es wert sind, die Kinder bei ihrem Spiel zu stören. Also eigentlich in den seltenen Fällen, die dazu führen, dass sie längerfristig mehr Spaß haben.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Mir fällt dazu bspw. ein, dass 'meine' F2-Spieler neulich so gut wie alle Einwürfe nach unten auf den Boden warfen, sie hielten den Ball einfach so lange fest, dass er nicht mehr nach oben, sondern stattdessen mit Wucht nach unten flog. Da habe ich nach dem fünften oder sechsten solchen Einwurf mal unterbrochen und den Kindern erklärt, dass der Ball beim Einwurf


    ugenau DAS hat dich dann als trainer nicht mehr zu interessieren...............in der dfb-jugendspielordnung steht doch, wenn ich mich nicht irre, eindeutig drinne, das 'falsche einwürfe' nicht zu ahnden sind...........


    sowas kannst du ja dann beim training üben.


    jedoch ist die spielordnung auch irgendwie nur halbherzig geschrieben, denn grade beim thema einwurf wird drauf verwiesen das in der e-jugend durch den SPIELLEITER der einwurf unter erklärung erneut ausgeführt werden soll, jedoch stand glaube ich ein paar absätze weiter, das ja das spiel ohne schiedsrichter nach möglichkeit auch in der e-jugend noch anwendung finden soll. also gibt es gar keinen spielleiter, der da erklärend einwirken könnte............



    gruss

  • letzten Samstag


    1 Stunde (halt Fahrer) vorm Spiel auf dem Platz. Zeit genug sich mal das Spiel auf dem Nebenplatz (Kleinfeldanlage)
    anzuschauen. anscheinend 2 E-Jugendmannschaften.


    2 etwa gleichstarke Mannschaften. Zuschauer ca 6 m vom eigendlichen Spielfeldrand entfernt, verhalten sich anfeuernd
    und sehr gesittet, keinerlei Pöbeleien oder ähnliches.


    Trainer relativ ruhig, greifen aber immer wieder mal hinweisgebend ein.


    2 m hinter einem Tor steht eine Person, die sich jedoch absolut unfauffällig verhält.


    der Schiri, offenschtlich einer der Trainer, gefiel mir am besten. 3 Pfiffe in einer Halbzeit, 1 mal Tor, 1 mal klares Hand-
    spiel, bei dem der Speler jedoch weiterspielen wollte, und 1 mal Auss gepfiffen, als der Ballführende weiter-
    spielen wollte, die anderen aber alle stehenblieben.


    Ansonsten hielt der Schiri sich aber deutlich zurück, obwohl das Spiel heiss umkämpft war.
    bei Bällen, die leicht im Auss waren, die Spieler aber weiterspielten hielt er sich zurück und liess weiterspielen.


    für mich ein optimaler Schiri im Kinderfussball.


    insgesamt ein Jugendspiel, das einem neutralen Zuschauer wie ich es war, in seiner Gesamtheit einfach gefallen hat und
    für mich eigendlich Vorbildcharakter hatte.


    die Überraschung kam nach dem Spiel, als ich mich mit einem der Trainer unterhalten hatte.


    sinngemäss:


    schönes E-Jugendspiel, tolle Athmosphäre, aber die Jungs waren doch körperlich etwas schwach


    Antwort: das war ein F-Jugenspiel (!)


    aber ihr spielt doch FPL, wieso mit Schiri`?


    Antwort: wir Trainer kennen uns gut, haben schon einige negative Erfahrungen gemacht und haben uns auf
    dieses Vorgehen geeinigt.


    so in etwas mein Gespräch.


    wären alle Spiele in der Vergangenheit so gelaufen, wäre de FPL überflüssig.


    nun fordert Andre Kontrollen zur Enhaltung der Regeln.


    Folge wäre eine Bestrafung gewesen, weil einmal die Zuschauer nur 6 m vom Spielfeldrand entfernt, mit Schiri gespielt wurden,
    sich jemand beim TW aufgehalten hat und die Trainer sich nicht immer in der Coachingzone befanden, die es nicht gab.


    sture Festhaltung an Regeln, obwohl es ein vorbildliches Jugendspiel von allen Beteilgten war?


    mir auch klar, dass dies wohl ein Extremfall war, aber kann man Regeln nicht auch mal Regeln sein lassen,
    wenn es eindeutig zum Vorteil der Kinder ist?


    und ich habe schon viele Spiele im Kinderfussball erlebt, die ähnlich abgelaufen sind. natürlich auch andere.


    Ich würde mir von einem Kontrolleur, der nie so nah am geschehen sein kann, nicht gerne vorschreiben lassen,
    in welcher Form es bei mir am besten ablaufen kann. Habe dazu aber immer die Zusammenarbeit mit den
    anderen Trainern gesucht (der war nämlich nicht mein Feind, sondern Mitstreiter)
    , was anscheinend anderswo doch stark vernachlässigt wird, zumindest mein Eindruck.


    Regeln hin, Regeln her, sind sich beide Trainer einig, wirds ein vernünftiges Spiel, sind sie es nicht, wird das auch durch
    strengste Regeln und deren Kontrollen nicht sein.


    Bestrafungen ändern nämlich nicht nur bei Kindern wenig, auch bei Erwachsenen ändern sie nicht ihre Grundeinstellung.

  • DSV und guenter
    In Eurem Umfeld scheint es zu laufen und die Negativbeispiele sind wohl nur Ausreisser. Deswegen kann ich Eure Einstellung zur FPL bzw. die Skepsis darüber voll und ganz nachvollziehen. Ich finde auch gegenteilige Meinungen dazu wichtig und richtig.
    guenter sagt in vielen Themen völlig zu Recht, dass man auch immer die unterschiedlichen Voraussetzungen der Diskutierenden beachten sollte. Nun, in unserem Fußballkreis sind diese Voraussetzungen folgende: In G und F wird hier seit Jahren auf dem Feld und in der Halle in einer Punktrunde mit Hin- und Rückspiel eine Kreismeisterschaft ausgespielt. Alles mit Schiri. Tabellen sind öffentlich. Das ist der Ist-Stand hier.


    Meine damalige Truppe ist mal bis zum Endspiel der Hallenkreismeisterschaft gekommen. Warum schreibe ich das hier ? Weil dadurch deutlich werden soll, dass ich aus erster Hand berichte und nicht nur vom Zuschauen oder Hören-Sagen. Nach dieser damaligen Hallenrunde habe ich ernsthaft überlegt, alles sofort hinzuschmeissen ! Das Training mit den Kindern fand ich klasse und ich hab mich auf jede TE gefreut. Der Spielbetrieb auf Feld und in der Halle hat mich jedoch zum Schluss nur noch genervt und regelrecht angek...Oft hab ich mich gefragt, warum ich mir und "meinen" Kindern das eigentlich antue.
    Die Erfahrungen von damals haben bei mir zur festen Erkenntnis und zum Entschluss geführt, nie wieder eine Mannschaft in diesen Altersklassen zu betreuen. Ich könnte hier jetzt aus diesen Jahren noch und nöcher Beispiele aufführen. Vom ganz normalen Wahnsinn aus dem Bereich der Kinderfußballtaktik "Männer nehmen", "hinten dicht machen", "ihr müsst tiefer stehen" usw. oder verbalgesteuerter Technik "Schieß", "Lauf", "Abspielen" usw. bis zu Vätern neben dem Pfosten, die "mal eben" kurz vor der Linie den Ball anhielten, Kabinenansprachen bei der ich aus der Nebenkabine jedes Wort deutlich verstehen konnte und und und.
    Kam Gott sei Dank nicht jedes WE vor. Aber die Negativerlebnisse wirken jetzt noch in mir nach. Es waren einfach zu viele. Wie ihr seht gibt es also sehr wohl Gegenden, wo Veränderungen dringend notwendig sind.


    Dabei ist es mir im Grunde egal, ob da nun FPL oder sonst was drauf steht. Bin für jeden Vorschlag dankbar. Da sich aber auf offiziellem Wege hier nichts getan hat, bin ich mit einigen Gleichgesinnten einen anderen Weg gegangen. Habe ich schon hier im Forum erwähnt, aber ihr werdet bei diesem Thema im Sinne der vielen neuen mitlesenden Eltern/Trainer damit leben müssen, dass ich das immer mal wieder aufführe -).


    Fußballcamp im Sommer für fünf Tage a 8 Stunden. 100 Kinder aus dem Umland, die sich teilweise vorher gar nicht kennen. Nachmittags Turnier in etwa 3 Stunden mit zwischenzeitlicher Obstpause. Mannschaften werden jeden Tag neu gelost. Teilweise mit gemischten Jahrgängen also jüngere E bei F und ältere E bei D. Alles null Problemo. Die Kinder sind mit Feuereifer dabei, da man ja schließlich Meister, DFB-Pokalsieger, Weltmeister usw. werden kann. Die sind voll im Wettkampfmodus ! Bei den Spielen gibt es keinen Schiri. Da steht ein Erwachsener am Rand und fertig. Eltern/Bekannte und Verwandte schauen von der Tribüne aus zu. Ab und zu muss man gerade bei E/D ein Heißsporn kurz an den Rand holen. Ich rede hier also von ca. 15 Stunden Kinderfußball in Turnierform mit Kindern und Eltern, die diese Form des Fußballs nach FPL Regeln teilweise das erste Mal kennen lernen. Erzähle mir also keiner das das nicht möglich ist.


    Ist nur ein ganz kleiner Tropfen auf dem heißen Stein, den wir da machen. Bin ich mir sehr wohl bewusst drüber. Die Kommentare der Kinder geben uns aber Recht. Alles andere ist uns unwichtig. Ich weiß auch von Vätern, die das ins Lächerliche ziehen.
    Unsere Jungtrainer aber stehen voll hinter dieser Idee und wenn wir alten S..... mal nicht mehr aktiv sind, füllen die das mit Leben. Dann brauchen auch wir hier keine verordnete Einführung der FPL oder sonst was mehr.


  • ugenau DAS hat dich dann als trainer nicht mehr zu interessieren...............in der dfb-jugendspielordnung steht doch, wenn ich mich nicht irre, eindeutig drinne, das 'falsche einwürfe' nicht zu ahnden sind........... sowas kannst du ja dann beim training üben.


    Ich verstehe nicht, worauf du hinaus willst. Dass falsche Einwürfe nicht zu ahnden sind, steht jetzt bereits in der Spielordnung, mit der FPL hat das nichts zu tun. Außerdem ahnde ich falsche Einwürfe in keiner Weise, sondern erkläre den Kindern, nachdem sie denselben Fehler einige male wiederholt haben, dass sie gerade etwas falsch, also nicht regelkonform machen, und wie es richtig geht. Dann wird der Einwurf wiederholt, fertig. So läuft das heutzutage mit guten Schiedsrichtern übrigens auch ab, wenn der Einwurf gar zu falsch ist, dann lassen sie ihn auch wiederholen. Und die richtig guten Kinderschiedsrichter erklären es den Kids auch noch auf kindgerechte Art.


    jedoch ist die spielordnung auch irgendwie nur halbherzig geschrieben, denn grade beim thema einwurf wird drauf verwiesen das in der e-jugend durch den SPIELLEITER der einwurf unter erklärung erneut ausgeführt werden soll, jedoch stand glaube ich ein paar absätze weiter, das ja das spiel ohne schiedsrichter nach möglichkeit auch in der e-jugend noch anwendung finden soll. also gibt es gar keinen spielleiter, der da erklärend einwirken könnte............


    Wo finde ich denn diese Spielordnung?

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Ach, DSV, hast du auch noch vor, in irgendeiner Form auf die Fragen, die ich dir gestellt habe, zu antworten? Oder hast du vor, weiterhin immer nur vereinzelte Sätze aus meinen Posts heraus zu picken und zu kommentieren?

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Nun, in unserem Fußballkreis sind diese Voraussetzungen folgende: In G und F wird hier seit Jahren auf dem Feld und in der Halle in einer Punktrunde mit Hin- und Rückspiel eine Kreismeisterschaft ausgespielt. Alles mit Schiri. Tabellen sind öffentlich.


    tobn


    genau das ist für mich der Knackpunkt.


    bei uns hier ist es besser, als ich oftmals in diesem Forum anderswo mitbekomme, auch wenn es hin und wieder auch
    mal bei uns zu kritisierende Vorfälle gibt.


    und der Grund dazu liegt für mich eindeutig auf der Hand: in der G wurde hier noch nie um Punkte gespielt,
    in der F seit so 15 Jahren nicht mehr.


    und dort, wo es Rasenplätze gab, die Zuschauer diesen nicht betreten durften, sich also hinter der üblichen Barriere
    aufhalten mussten, egal ob 5 oder 20 m entfernt, wurde halt noch eine Schippe drauf gelegt.


    hier hätte es einer FPL nicht bedurft, um ein verbessertes Verhalten zu bewirken.


    Für mich eigendlch traurig mitzubekommen, dass es überhaupt einer FPL bedarf, um die 2 einfachsten Regelungen durch
    den Verband zu erreichen.


    ich rechne es der FPL und seinen Machern hoch an, dass sie in diesen unbelehrbaren Kreisen ein gewisses Umdenken
    in den Köpfen in die Wege geleitet haben, auch für mich unbegreiflich wie lange das dauert.


    Ich brauche keine FPL war anfangs meine Meinung, die sich änderte als mir klar wurde (hier durchs Forum) dass anderswo
    Verhätnisse vorherrschen, die in unserer Gegend (Verband Saarland und Rheinland) als vorsinntflutlich gelten.


    Nicht alles hier ist immer zum Besten. Auch hier hört man immer wieder mal von Vorfällen, aber das geht
    schon in Richtung Einzelfälle.


    das wird auch bei der FPL so sein. egal, welches System, welche Regeln, Aussreisser wird es immer geben,
    wir sind halt nur handelnde Menschen und keine programmierten Roboter.


    der Fussball lebt nicht nur durch seine Vielfältigkeit, er hat auch durch diese seine Probleme.


    gg


  • tobn


    genau das ist [...]


    Hmm, dein Zitat stammt von Steini, nicht von mir. Bei uns ist es nicht ganz so steinzeitlich, wenn auch bei weitem noch nicht so progressiv wie bei Euch im Saarland. So gibt es in der F zwar keine Tabellen, aber mehr als genug erfolgsorientierte Mannschaften. Es steht auch nirgendwo, warum es keine Tabellen gibt, außer den paar nichtssagenden Worten: "zum Schutz der Kinder." Darunter kann sich ja nun jeder vorstellen, was er will. Die Feldrundengruppen werden zufällig zusammen gestellt, bleiben aber die ganze Saison so, d.h. es gibt weder eine Quali zu Beginn der Saison noch eine Anpassung der Gruppen nach der Hinrunde.


    In der Hallenrunde gibt es ab der jungen F Turniere, bei denen am Ende Punkte nach Platzierung gesammelt werden, die zehn Mannschaften, die am Ende der Hallenrunde die meisten Punkte gesammelt haben, spielen dann die Hallenkreismeisterschaft aus. Daher ist die Hallenrunde bereits ab der jungen F absolut gnadenlos, da wird dann ggf. auch der Underdog des Turniers von den beiden stärksten Mannschaften mal so richtig abgeschossen, weil ja auch das Torverhältnis für die Endplatzierung entscheidend sein kann (und immer mal wieder auch ist, da wegen der oft sehr kurzen Spielzeit (z.B. acht Minuten) und dem Dotzefilzball torlose Unentschieden gar nicht so selten sind).


    Ab der E gibt es dann die Tabellen und gleichzeitig eine Pokalrunde mit K.O.-System, wie beim DFB-Pokal. Einmal verloren und man ist raus. Und ab der älteren E gibt es dann über den Kreisklassen noch die Kreisliga. Die Zugehörigkeit zur Kreisliga wird dabei vererbt, d.h. es spielen die Teams in der Kreisliga, deren Vorgänger dort spielten und nicht abgestiegen sind.


    Ach ja, und bereits in der G wird im 6+1 gespielt. Scheinbar sollte wohl das 4:4 für die Bambini in der nächsten Saison eingeführt worden, in der Verlautbarung über die Einführung der FPL kam dann aber die Info, dass das 4:4 nicht kommt, sondern es beim 7:7 bleibt. Ich hatte vom 4:4 bis dahin noch gar nichts gehört. Vielleicht war es aber ein Thema in der Jugendleitersitzung, keine Ahnung. Bei uns im Verein gibt es beim Informationsfluss leider auch deutlich Luft nach oben...


    Ansonsten hast du aber vollkommen recht. Ich kenne auch so einige Mannschaften, wenn es nur sie gäbe, dann bräuchte kein Mensch die FPL. Da war man sich immer einig, alles super freundschaftlich und kollegial, und das trotz hart, aber eben fair ausgetragenen Spielen von auch ansprechendem Niveau (zumindest auf Kreisebene). Aber es gab halt, wie ich DSV schon schrieb, eigentlich pro Gruppe auch immer ein paar Teams, die man in der Pfeife rauchen konnte. Da war man froh, wenn die Spiele rum waren und hatte eigentlich gar keine Lust auf das Rückspiel. Und es war eigentlich immer so, dass es da hauptsächlich die Erwachsenen waren, die problematisch waren. Problematische Kinder mit problematischen Erwachsenen habe ich schon oft genug erlebt, Kinder, die in Ordnung waren, mit problematischen Erwachsenen gab es ein, zwei mal, problematische Kinder ohne problematische Erwachsene hingegen nie. Deshalb finde ich die Grundidee der FPL auch so richtig: den Kindern ihr Spiel wieder geben, die Erwachsenen da ein gutes Stück weit raus holen.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Ich glaube auf gar keinen Fall daran, dass es in Guenters Kreis anders ist, als es woanders auch ist.


    Er wird auch nicht öfter schauen als ich.
    Nicht alles kommt in die Zeitung, wird Publik.
    Oftmals sind die kleinen Dinge die sich dann entwickeln.
    Zudem ist es so, dass ich vielleicht -wegen meiner Einstellung...einer anderen noch feinfühligeren Einstellung- viel eher die Alarmglocken angehen lasse.


    Gerade drum wäre es mir wichtig, dass es ausnahmslos einen allgmeingültigen Standard gibt.


    Darüber hinaus auch die Anmerkung, das es denen, die ohnehin kein Problem damit haben, doch eigentlich kein Problem sein dürfte, das Regelwerk zu achten...dürfte für die kein Problem sein!

  • mahlzeit,


    wie es scheint gibt's dann bei guenter und bei uns noch sowas wie 'die insel der entspannten'.


    eine eigene g-jugend runde gibt es hir in der weiteren umgebung erst gar nicht und die lütten spielen bei den f-jugendlichen mit, wo es auch keine separate altersstrukturierung ind f1 und f2 gibt.


    gespielt wird seit ein paar jahren in einem turniermodus (um das verhältnis von fahrwegen und spielzeit vertretbar zu halten), bei dem es - oh schreck- sogar noch tabellen gibt, die zwar nicht weiter pressetechnisch veröffentlicht werden, jedoch für eine halbwegs leistungsadäquate zusammensetzung der zweiten turnierrunde sorgen soll.


    es wird auf etwas verkleinerten spielfeldern mit 1:5 gespielt, es gibt schiedsrichter und begeisterte eltern, mitfiebernde trainer und auch wenn es für viele nicht vorstellbar ist, es gab bislang KEINE VORFÄLLE und sogar fröhliche kinder die mit freude fußball spielen................




    Darüber hinaus auch die Anmerkung, das es denen, die ohnehin kein Problem damit haben, doch eigentlich kein Problem sein dürfte, das Regelwerk zu achten...dürfte für die kein Problem sein!


    richtig! und da wir das machen, benötige ich kein neues regelwerk, da das alte völlig ausreichend ist........................jedenfalls in unserer ländlich geprägten gegend.

    Wo finde ich denn diese Spielordnung?


    auf der dfb-seite


    gruss

  • DSV:


    Dann kann ich Euch nur gratulieren. Dann wird Euch ja die Einführung der FPL glücklicherweise überhaupt nicht stören, da ihr ja jetzt schon keine Probleme habt und nach den Prinzipien handelt.

  • DSV:


    Dann kann ich Euch nur gratulieren. Dann wird Euch ja die Einführung der FPL glücklicherweise überhaupt nicht stören, da ihr ja jetzt schon keine Probleme habt und nach den Prinzipien handelt.

    :).......wir handeln nicht nach den 'prinzipien'.................wir spielen einfach fußball :)