FC Bayern Probetraining

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  • selbsterlebte Stützpunktsichtung


    die anwesenden Heimtrainer wurden in die Sichtung mit einbezogen. Liste aller Spieler und kurze Einweisungüber einige Schwerpunkte.


    Ergebnis. 5 Spieler standen bei jedem auf dem Bogen, einige mehr bekamen so gut wie keine Stimme, der Rest, die sogenannte Mitte wurden unterschiedlich bewertet.


    dies entsprach auch der Bewertung der anwesenden Stützpunktrainer.


    ausser den Fünfen, wurde alle nochmals zu einem 2. Training eingeladen.


    Spitze und Mitte ergaben anzahlmässig mehr als auf dem Stützpunkt sein sollten.


    auf eigene Verantwortung haben die Stützpunktrainer dann mehr als vorgesehen aufgenommen. einen bestimmten Teil jedoch auf Probe,
    sogenannte Wackelkandidaten, die nicht genommen wurden, wurde versprochen, dass man ihre Entwicklung beobachte und sie nach einiger Zeit
    wieder mal eingeladen werden. was auch geschehen ist.


    für diese Wackelkanidaten und andere Willige, die jedoch noch nicht Stützpunktvorraussetzungen erfüllten, hat der Kreisverband ein zusätzliches Fördertraining
    angeboten. Praktisch ein Auffangbecken, für die, die es bei der Sichtung noch nicht schafften, oder auch für die, die nachträglich doch nicht den Erfordernissen
    des Stützpunktes gerecht wurden. Hierhin konnte ein Verein jederzeit interessierte Spieler hinschicken.


    Jeder Heimtrainer konnte auch nach Absprache ein Spätentwickler im Laufe der Zeit zum Probetraining anmelden.


    Ich fand das Vorgehen der Verantwortlichen äusserst Verantwortungsbewusst gegenüber den Kindern.
    Ich weiss aber auch, dass es auf anderen Stützpunkten in anderen Kreisen nicht so war.


    gg

  • Karl, die Finanzen sind ja sehr relativ. In einem der hiesigen LZ hat mir - als Mentaltrainer, der kostenfrei arbeitete - der Trainer der Bundesliga-U17 erzählt, er bekomme "praktisch nichts". Sein Motiv: Spaß, zeigen, dass er was kann, Karriere. Im letzten Heimverein hatte ich ein sog. Trainertauschprogramm unterbreitet, wobei die m.E. qualitativ besten Trainer im Jahrgang bei uns Trainings machen wollten wie ich bei ihnen, als Abwechslung, zum Austausch, Spaß, aber auch kostenlos. Mir ginge es nicht um Trainer, die Geld wollen, dafür "Scheine" haben, sondern andere Werte im Miteinander aus Begeisterung. Bei Guenter dürfte das zusätzliche Fördertraining für Überschusskandidaten auch unbezahlt gemacht worden sein, einfach aus Liebe zum (Kinder-)Fußball, aber wie er selbst beobachtete: das ist nicht selbstverständlich. Ich meine, dafür bräuchte es eine andere Grundstimmung, mehr Sport(sgeist), weniger Politik zB, einen anderen Fokus: Kindeswohl statt rivalisierende Trainer-Iche etc. Wo die Verhältnisse aktuell durch falsche Werte geprägt sind, ist Veränderung eine Mammutaufgabe, da, wo keine Not bei den Akteuren (Erwachsenen) empfunden wird, von oben stabilisierte Strukturen zählebig sind. Die Frage wäre nun: welche Wertestruktur lebt, gibt der DFB in Wahrheit von oben vor?
    Im hiesigen LZ schlug ich vor, die jährlich ausgemusterten Spieler noch ein halbes Jahr am Training (min. 1mal die Woche) teilnehmen zu lassen statt gleich in die Zweite o. nach außen wegzuschieben, als Chance wie bei guenter's Stp, sich weiter zu zeigen o. bloße Formschwankungen abzulegen - oder als Übergang zum Abgang etc. Im nächsten Halbjahr würden potentielle Neuzugänge 1mal die Woche zum Training eingeladen, um in Ruhe zu sehen, wie sie sich integrieren können o. nicht. Nebeneffekt: mehr Trainingsteilnehmer für Spielelemente. NLZ kenne ich nur von außen, aber grad hier sollte Geld weniger wichtig genommen werden, da die Fanbasis größer ist u. von dort Kompetenz wie im kleinen Verein rein aus "Teilnahmewunsch" mobilisiert werden könnte. Denn "perfekte" Trainings gibt's nicht, ich habe genug Schein-Trainer erlebt, deren Umgang gar nicht so gut o. pädagogisch professionell war, wogegen mancher kostenlos arbeitende Dorftrainer den richtigen Ton weit besser traf, um Jugend zu bewegen, animativ zu motivieren. Daher ist der Finanzrahmen für mich eher künstlich, uU eher eingesteuertes Sponsoren- als Sportlerdenken: wo Geld weniger wichtig, da Sponsoren weniger dominant. Vielleicht würde dies sogar manches im Fußball kurieren, auch wenn's aktuell undenkbar scheint, dass ohne Geld viel gehe... ;)


    PS: In der aktuellen Oldenburger Uni-Info gibt es (neben einem Interview zum brüchig werdenden "Bild des Fußballsports als einer Arena echter, hegemonialer Männlichkeit") dazu einen Bericht zum Gast Prof. John Hatie und seiner wegweisenden Theorie, was über Lernerfolge von Schülern entscheide: zuerst die "Diagnosekompetenz" der Lehrer, die in der Ausbildung zu verankern sei, aber nicht ist. Übertragen auf KiFu trifft dies genau die sog. Sichterei. Wenn schon Lehrer nach 7 Jahren Uni-Ausbildung kaum reelle Diagnosekompetenz haben, wie kann man sie dann einfach Trainern mit C-Lizenz zuschreiben, die grad mal 100 Stunden abgesessen haben, in denen Pädagogik kaum Thema ist? Daher ist es nicht nur mein Eindruck, dass Sichten vor allem Anmaßung entspringt und jeder, der pädagogisch ausgebildet ist, wüsste, mit wieviele Fragezeichen jedes Sichtungsergebnis behaftet bliebe, dh in Klartext: es kann gar nicht kindgerecht o. fair sein. Daher muss ein darauf zentral aufgebautes Selektionssystem relativer Unsinn sein, pädagogisch. In Wahrheit ist es eine aktualitätsgetriebene Leistungsschau, keine Talentsichtung und das langfristige Basisinteresse eben stark durch Ehrgeiz der Erwachsenen oder monetär geprägt, zum Schaden der wahren Talente als bloßer verborgener Potentiale. Fürs einzelne Kind hat dies uU dramatische Folgen, die aber in geldbestimmten Strukturen nicht auffallen o. eine große Rolle spielen dürfen...

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

    2 Mal editiert, zuletzt von Kicker ()

  • @kicker:


    Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich hier nicht mehr durchsehe, was Du konkret willst. Ich habe eine für mich vermeintlich einfache Frage gestellt und dafür eine einfache Antwort erwartet. Nach Deinem Beitrag weiss ich immer noch nicht, wie Du im konkreten Fall sichten würdest.

  • Es war auch wg. der nur vermeintlichen, in Wahrheit paradoxen Frage parabolisch formuliert: wer Unsichtbares sichten soll, darf sich kein Urteil zutrauen, muss dessen Vermögen an die zurückgeben, deren Selbst es betrifft. Über ihnen kann er zwischenmenschlich eben gar nicht wirklich, nur sich etwas anmaßend stehen. ich kann sie daher auch nicht auf ihr Team hin bewerten o. auswählen wollen wie ein Richter über ihre verborgenen Leistungsqualität, Potenziale, Talente. Die, die sich dies pragmatisch zutrauen wie beim FCB, wissen insgeheim sicher auch um ihre Fehlbarkeit, haben unter der Oberfläche andere Motive o.ä. Ich würde da nicht mitmachen, bestenfalls so wie in guenter's Stp verfahren. Wärst du also mein Boss, würdest von mir dies verlangen, würd ich Nein sagen.

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  • Tja, die Hundeschule mit Strichliste (wie bei Werder erlebt) wird Kids eben mE nicht gerecht. Sichten oder Nicht-sichten, das ist hier also die Frage ;)

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  • Nicht-sichten, das ist hier also die Frage ;)


    die Angtwort ist doch wohl logisch.


    Natürlich keine Sichtung mehr. jedes Kind hat doch den Anspruch und auch das Recht gleich intensiv gefördert zu werden.


    Also zurück in die Vergangenheit, wo noch nicht gesichtet wurde, und jedes Kind gleich (zumindest im jeweiligen Verein) gefördert wurde.


    Womit mal wieder bewiesen wäre, dass früher doch alles viel besser war.


    "Geh fott, dau mit deinem neimodischen Zeich" (gehe weg, du mit deinem neumodischen Zeug) , Heinz Becker lässt grüssen, war die Aussprache
    eines Vorstandsmitgliedes auf Veränderungsgedanken. Also lassen wir das und zurück in die Vergangenheit.
    Aber auch damals hatte schon Darwin absolut recht. Also auch nicht das Wahre.


    was nur tun? Auswandern oder anderes Hobby suchen.


    etwa Diskutieren hier im Forum, da wird jeder gleich gefördert und nicht aussortiert.


    gg

  • guenter: Darwin's Selektion der Besten wird ja grad per Sichten praktiziert, nur oft rein äußerlich. Genau so ging man schon immer vor: schauen wir uns mal das Material an, picken uns oberflächlich erfolgversprechendes raus. Eitlen Eltern etwas Honig um den Bart schmieren, dann tun sie, was uns nützt. Zeit, dass sich mal echt was verändert, statt ewiggestriges Denken in neuen Gewändern für neu und natürlich "gut" zu verkaufen! Auf dass unabhängig objektivere Kinder- statt Erwachseneninteressen zuerst kämen! Du glaubst, ein FCB möchte per Talentshows selbstlos Kinder fördern? Na denn, wird wohl so sein! ;)

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  • Der Vergelich hinkt bestimmt, aber dennoch kommt mir folgende Situation in den Sinn:


    ich habe als D1 Trainer in einem Verein die Kinder aus der E Jugend kommend ein paar Monate vor Saisonende für die kurzfristig danach stattfindenen Aufstiegsrunde "sichten" / aussuchen müssen, da die Aufstiegsrunde imemr mit den neuen "Jahrgängen" stattfand, auch wenn die folgende Saison erst nach den Sommerferien beginnt.


    Dass hieß, dass ich in relativ kurzer Zeit die Spieler rauspicken "musste", die für den Kader der Aufstiegsrunde (vermutlich = D1 neue Saison). An sich nichts besonderes, habe ich 3 Jahre lang hintereinander machen müssen (in den anderen Jahrgängen C B A ist das nicht so "krass", hier musste ich Spieler aus der alten D1, der alten D2 der E1 und E2 rauspicken/eine Mannschaft bilden).


    Das hieß, dass im Schnit pro Team ca. 2-6 Spieler "in Frage" kamen.


    Ich war "natürlich" immer der BUHMann für die Spieler, die ich nicht auswählte.


    Natürlich habe ich die jeweiligen Trainer ihr Statement abgeben lassen/Empfehlungen usw.
    Aber schlussendlich habe ich entschieden, da ja sehr kurzfristig (es ist natürlcih was anderes, wenn man aufnehmende Spieler für einen neuen Kader aussucht, oder hier erst mal kurzfristig ein team zusammenstellt; die Tür der D1 war ja nicht zu für die anderen Spieler).


    Worauf ich aber hinauswill, war die Argumentation eines Vaters:


    Am Anfang dieser "Sichtungszeit" meinte er, dass sein Sohn sicherlich dabei sein wird, weil dieser ja Bestandteil der E1 (extrem "erfolgreich" als Team gewesen , aber nur dank 4 guten Spielern (anderes Thema)).


    Er sah seienn Sohn also stark genug.


    Als man (ich, der alte E1 Trainer) sagen musste, dass er nicht zur Aufstiegsrundenmannschaft gehören wird, hat er dies
    irgendwie eingesehen, dass sein Sohn nicht so stark ist.
    Aber dennoch gab es Kritik, diesmal geändert:
    "Aber das auseinanderbrechen der E1 ist sozial scheiße etc. man macht die Kinder unglücklich".


    Hätte ich sein Sohn dabei genommen, wär ihm das sicherlich nicht so in den Kopf gekommen, dann hätte er es als sinnvoll angesehen...


    Also wird, wenn man nicht stark genug ist (bzw der Sohn) das ganze an sich in einem anderem Licht gesehen.


    Hoffe es ist rüber gekommen, was ich meine

  • Karl, darauf hatte ich längst vernünftig geantwortet, ohne dass ich die Gründe jedem offenlegen müsste. Man könnte sich ja auch mal seinen Teil selbst denken: 1. Möchte unser Sohn gern mal reinschnuppern - soll man es ihm verbieten? 2. Wenn Selektion allbestimmend ist, kann man sich ihr gar nicht verschließen, außer man will seinem Kind aller Chancen berauben. 3. Diese Anpassung ist naturgemäß noch kein Einverständnis (zB auch bei den Theorien zu sog. Memen nachlesbar). 4. Wer sich erst gar nicht immer mal wieder vor Ort informiert, kann nicht mitreden, also ist Info ein Muss. 5. mehr schenke ich mir, aber mit Moral hat das nun doch gar nichts zu tun, oder? Moral gibt es im Sport ohnehin praktisch nurmehr auf PR-Papier ;)


    @sasch: hätte man nicht einfach die Kids selbst fragen können, wer es verdient hätte? So wär ich zuerst vorgegangen, hätte zudem fließende, offene Grenzen gehabt per erlaubtem Aushelfen. Auseinanderbrechen ist sicher auch schon ein Negativfaktor für Kids...

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  • @Kicker
    das geht/ging aus folgenden Gründen nicht:
    1. es waren Spieler aus 4 Teams (jüngerer Jahrganh D aus der D1, und D2, und älterer E Jahrgang aus E1 und E2), die sich untereinander ja gar kaum kennen; daher entfällt zumindest eine Eigene Einschätzung auf Bezug des gesamten zur Verfügung stehenden Spielern (ca. 35-40).
    2. wäre derartige Selbtseinschätzung sicherlich noch weniger objektiv, wie man denkt, bzw von den Trainern.
    3. indirekt konnten sich Spieler, die nicht mitmachen wollten, sich selber "ausschließen" durch einfach nicht zum "Sichtung"Training kommen o.ä.
    4.Dazu kam ja dass in der E 7er Feld war, und in der D 11. Also gibt es im 11er Feld Pos. die es in der E nicht gibt. Demnach ist ein Vergleich aus sicht der Kinder ja noch schwieriger.


    Das NegativErlebnis auseinanderbrechen ist aber leider sooo nicht zu umgehen, wenn man bis zur E vornehmlich nach Jahrgängen teilt, und ab der D nach vermeintlich "Stärke" einteilt.


    Auserdem ändert sich ja eh der Kader, wenn mehr Spieler po Team gebraucht werden.

  • @sasch: Sicher berechtigt, aber ich beschrieb ja auch nur ein Ideal: Kinder einzubeziehen, da die Wahrheit aufm Platz liegt. Sie merken schon ganz gut live, wer wie spielt, aber natürlich fehlt der Überblick aus der Distanz, die Erfahrung etc. Aber ein Signal, ihr bestimmt, redet mit, nicht wir allein, gibt Kindern ein Gefühl für Demokratie, interaktiv ...

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  • also die kinder wurde nicht in eine Reihe aufgestellt und dann hie0 es: du ja , du nein, etc.


    Es fanden immer Gespräche , auch im einzelnen statt.
    inkl. teilw. Eigeneinschätzungen etc.


    Demokratie in so einer Sache ist ja an sich nicht möglich. Aber ein Verständnis insg. sollte dem Kind auch ein
    besseres Gefühl geben...

  • Ok, Demokratie ist in der Realität immer ne Mogelpackung. Aber noch besser, als wenn gleich nur einer für alle diktiert, was Sache ist: denn so muss man zumindest äußerlich Zugeständnisse machen. Bei der 1.Sichtung unseres damals 7-jährigen (der sich leider auf der Fahrt zweimal übergeben musste u. 5 Minuten zu spät kam) für die Kreisauswahl lief es so ab, dass alle ein bisschen gegeneinander spielten, rumschossen, 1mal nen Dribbelparcours durchliefen - fertig. Dann mussten alle zur Mitte kommen: 2 Drittel wurden namentlich aufgerufen, dürften zur 2.Runde kommen, den Rest ließ man stehen und ging oberwichtig nach draußen eine rauchen. Auch wir Eltern wussten von nichts, daher standen die Jungs noch ca. ne Minute, dann flossen die ersten Tränen. Später bei Werder war's erstmal super, aber was mir auffiel: im Team unseres Sohnes kamen punktgenau 2 Trainersöhne weiter, die von Haus aus eben selbstbewusster waren und so aufspielten. Denn man schaute halt nur auf die Zufallsleistung im Moment. Na ja und zum Dritten dann im hiesigen LZ hatte der Heimtrainer unserem Sohn vorher noch schön eingeredet, dass er ja nur vorbei schieße, gar nichts könne, bis unser verunsicherter Sohn gar nicht mehr zum Testspiel wollte, zu dem er doch extra eingeladen worden war, da man ihn beim Probetraining gut genug fand. Er versagte dann kläglich, als Vater sah man eben, dass er völlig neben sich stand, Angst vor werweisswas hatte. Auf dem Leistungsblatt stand dann nur: ängstlich, kein Einsatz, mehrfach den Ball kaum getroffen - die tieferen Gründe interessierten keinen. Daher war ich enttäuscht, er sowieso, nicht aus Eitelkeit. Daher bin ich gegen bloß äußerliches Instantan-Sichten u. voreingenommen.


    Natürlich ist es auch eine psychische, faszinierende Qualität, wenn ein Kind zum FCB-Probetraining und ohne Selbstzweifel oder Hemmungen aufspielt, als wäre es dort zuhause und der Stärkste. Dennoch erinnere ich mich noch an die Schulzeit, wo ich ein hypernervöses Mathe-Ass in der Klasse hatte, der fast jede Arbeit total verhaute, obwohl er besser als alle anderen war. Damals lachten wir ihn alle aus, dass er so "blöd" sei, verstanden sein Drama nicht. Schulpsychologen waren damals noch nicht "in", so ging er irgendwann als Versager von der Schule ab. - Mir scheint (anhand der "Fußball-Sichtungs-Karriere" unseres Sohnes), dass es evtl. so einige Kinder gibt, die am Ende als Versager dastehen, da sich keiner näher für sie, ihre Probleme interessiert, alle nur auf die Erfolgsgewissen schauen, als würden sie auf Pferde wetten. Doch gibt es auch Sensiblere, nicht nur Robuste - und jene sind oft kreativer! Manch vermeintlich lahmer Gaul wäre uU auch ein Siegerpferd, wenn man ihn mal öfter streicheln, besseres Futter o. passende Hufeisen gönnen würde!?

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • @Kicker :und ich bleib dabei , ich finde es wird von Dir verallgemeinert !
    Unser Sohn (definitiv ruhig, kein Großmaul) ging zum Probetraining , ging zwei Wochen später wieder zum Probetraining, 2 Wochen später wieder ... ich glaube dies ging schon so 5 oder 6 mal so , so dass ich ihm schon sagte, er solle sich da bloss keine Hoffnungen machen. Dann wurden ein paar wenige in das Mannschaftstraining beordert, und schlussendlich nach 2 mal Mannschaftstraining bekam er seine Zusage .


    Nun kommen in "seine" Mannschaft Probekinder und die meisten Kinder sieht man mehr als ein mal , auch über längere Zeiträume.... von daher behaupte ich mal, dass diese "drastische" Sichtung wie von Dir geschildert , nicht einfach verallgemeinert werden kann .


    Keine Ahnung ob das überall so ist, aber irgendwie stört mich echt, dass hier alles so schwarz geredet wird ...

  • Wuerd mich ja jetzt doch mal interesieren ,wie das andere sehen.Ist das Probetraining meines Sohns jetzt so mustergueltig oder ist es doch eher so wie Kicker beschreibt...kann ja auch sein,dass ich verallgemeinere .... :?:

  • Zitat @kicker:

    Zitat

    Du glaubst, ein FCB möchte per Talentshows selbstlos Kinder fördern? Na denn, wird wohl so sein!


    Wo wurde je bestritten, dass der FCB dabei eigene Interessen verfolgt und was ist verwerflich daran ?


    Ich denke auch, dass die Trainer wissen, dass sie nicht unfehlbar sind. Aber wer ist überhaupt unfehlbar.


    Von demokratischer Abstimmung durch die Kinder bei der Auswahl halte ich überhaupt nichts. Die hat dort absolut nichts verloren. Ausserdem: Du glaubst doch wohl selbst nicht, dass es bei Kindern keine Mauscheleien, Absprachen, Neid, Bevorzugung etc gäbe.

  • Wuerd mich ja jetzt doch mal interesieren ,wie das andere sehen.Ist das Probetraining meines Sohns jetzt so mustergueltig oder ist es doch eher so wie Kicker beschreibt...kann ja auch sein,dass ich verallgemeinere .... :?:



    @Baer
    ich kann dich beruhigen, Kicker vertritt hier eine persönliche Meinung recht extrem. diese Meinung wird jedoch hier von keinem so geteilt.


    gg