Fußball Trix

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  • TW-Trainer:


    Ich denke, dass wir uns hier einig sind. Nur muss ich z.B. in F o. E - Jugend auch manchmal mit vermeintlich brotloser Kunst leben können, weil die Kinder sich ausprobieren wollen, ohne gleich von einem gewinngeilen Trainer runtergemacht zu werden.
    Des Trainers Aufgabe ist es, die Spieler nach und nach entdecken zu lassen, wann der Zweikampf eine Lösung sein kann und wann besser ein Pass gespielt wird. Dazu gehört auch die Erfahrung von Erfolg und Misserfolg durch die Kinder.


    Gruß Karl

  • TW-Trainer:


    Ich denke, dass wir uns hier einig sind. Nur muss ich z.B. in F o. E - Jugend auch manchmal mit vermeintlich brotloser Kunst leben können, weil die Kinder sich ausprobieren wollen, ohne gleich von einem gewinngeilen Trainer runtergemacht zu werden.
    Des Trainers Aufgabe ist es, die Spieler nach und nach entdecken zu lassen, wann der Zweikampf eine Lösung sein kann und wann besser ein Pass gespielt wird. Dazu gehört auch die Erfahrung von Erfolg und Misserfolg durch die Kinder.


    Gruß Karl


  • Mit Trix im klassischen Sinne können im modernen Spiel kaum Spiele entschieden werden, denn man möchte den Zweikampf vermeiden, weil der Ball im Passspiel schneller und besser zur gegnerische Tor getragen wird! Hier kommt es meist lediglich darauf an, den entscheidenen Zweikampf zu gewinnen!

    Der 1. und der 2. Satz dieser Aussage widersprechen sich. Der Ball wird durch Passspiel besser nach vorne getragen. Das sehe ich auch so. Irgendwann möchte ich dann aber auch mal ein Tor erzielen. Und dem Abschluss geht dann aber in den meisten Fällen ein oder mehrere Zweikämpfe voraus. Insofern können Trix (oder altdeutsch Finten) durchaus das Spiel entscheiden.


    Wir haben gestern (besonders in der 1. HZ) ein Top-Beispiel für diese Aussage gesehen. Mit 2 Ballberührungen und kurzen Pässen wurde der Gegner dominiert. Wieviele Pässe waren es vor dem 3:0, ohne dass der Gegner den Ball berührte?
    Aber: Die Tore wurden gerade NICHT durch dieses Spiel eingeleitet. Da kam dann eine kurze oder sogar längere Einzelaktion ins Spiel.


    Aber noch ein weiterer Aspekt:
    Du wirst in den seltensten Fällen auf dem Platz den Front-flip-to-switch-over-head-heel-kick (cooles Wort, ich habe mir die Szene 3 x angesehen bis ich mir das Ding merken konnte...) in einer Spielsituation anwenden können. Wenn Kids scharf darauf sind soetwas zu beherrschen und den zu Hause im Garten üben, bekommen sie ganz nebenbei noch mehr: Ballgefühl/Ballkontrolle. Gerade im unteren Jugendbereich ist das für mich ein zentrales Thema.

  • Follkao
    Gemeint ist: nach Balleroberung soll das Spiel breit und tief gemacht werden. Dadurch will man unnötige Zweikämpfe (im mittleren Spielfelddrittel) vermeiden. Durch den Gewinn eines finalen Zweikampfs kommt es dann zum hoffentlich erfolgreichen Torabschluß! Die Spanier können auch mit ihrem "Ticki-Tacki" gänzlich ohne Zweikampfgewinn hin und wieder zum Torabschluß kommen. Aber soweit sind wir noch nicht! Außerdem finde ich ein Spiel auch langweilig, indem es keine Zweikämpfe gibt! Nur mag ich keine Zweikämpfe, die ohne irgendeine Idee geführt werden. Natürlich muß man im unteren andere Maßstäbe setzen. Dennoch darf man die Förderung der Spielintelligenz nicht gänzlich vernachlässigen! Spätestens in der E-Jugend sollte schon etwas wert darauf gelegt werden.


    Günter
    Mit dem Erwerb der "Fussball-Bundestrainer-Fernseh-Lizenz" nach Beendigung der aktiven Laufbahn ist man berechtigt, auch die deutlich höher spielenden Akteuere kritisch aufs Korn (ggf. auch mit einigen Schlücken Gerstensaft) zu nehmen! Da ist es doch selbstverständlich, seine Aussagen dadurch zubekräftigen, dass man früher viel besser war! :thumbup:

  • Für mich ist das ein und dasselbe. Günther, wie definierst Du die Begriffe denn?


    wie gesagt meine persönliche Definition. ohne Anspruch auf allgemeingültige Definition.


    zur Verdeutlichung versuchs ichs mal ganz einfach auszudrücken


    Finten: Körpertäuschungen, Antäuschungen, Ziel ist immer, den Gegner ins Leere laufen zu lassen sich sich selbst in einen Vorteil


    Trixen: komlizierte Dinge mit dem Ball machen, bei denen sich manch anderer die Beine verwickeln würde viel seltener zielgerichtet
    man könnte auch sagen : Trixen um des Trixen Willens


    Finten sollte, für mich auch muss, man beherschen


    Trixen kann man können, man muss es nicht, garantiert jedoch kein Nachteil


    gg





    -

    • Offizieller Beitrag

    Günter,


    für mich waren Finte und Trick immer identisch, jetzt dein gute Unterscheidung, was soll denn das? :)


    Ich hab mal nachgeschaut und auf die Schnelle das gefunden ;) :


    Die Finte ist ein Süßwasserfisch und gehört zur Familie der heringsartigen Fische
    Tricks ist ein tragikomischer Spielfilm von Ridley Scott
    Der Trick ist ein pfiffiges Kunststück
    Trick ist der deutsche Name eines der drei Neffen von Donald Duck, siehe Tick, Trick und Track


    Dann bin ich aber darüber gestolpert, dass "Trick" aus dem Englischen kommt und ein "Streich" mit "Trick" übersetzt wird. "jemanden hereinlegen - jemanden hinters Licht führen" = "to trick so."
    Ich folge also Oliver und bin froh, dass ich nicht komplett umdenken muss. :rolleyes:


    Hier benutzen wir ja "Trix", ist das denn was anderes als "Trick"?

  • @Uwe


    Soccerdrills - Fussballtraining Tricks/Finten


    "Der Begriff Finten gibt besser wieder, als der Begriff Tricksen.


    Finte = Täuschung des Gegners. Wir vermitteln eine Aktion, die wir ja nicht ausführen wollen.
    Wir spielen Theater, die Realität sieht anders aus.


    Trick= beschreibt mehr den geschickten Umgang mit dem Ball, dabei muss nicht bedingt ein Gegenspieler getäuscht werden."



    Was nun?


    natürlich besser und deutlicher beschrieben als ich. Kommt aber doch wohl auf das Gleiche raus.


    wenn nun hier Trix angesprochen wird, stellt sich für mich die Frage,ob wir überFinten oder Tricksen reden, oder beides gleichzeitig.
    für die Trainingsinhalte finde ich die Unterscheidung schon nicht ganz unbedeutend.



    gg

  • Ich habe gemäß meiner "neueren Philosophie" (sehr viel Dribbeln trainieren, keine Passtaffeten etwas angelegt an Dirk Coerverfan (nicht ganz, aber etwas in die Richtung) in jeder Trainingseinheit meiner F bis zur E (2.Jahr momentan) mehrere Finten (allerdings angefangen mit einfachen Drehungen etc= trainieren lassen !


    UND ICH HABE NIE (!!!!!!!!!!!!!!!!!) den Kindern verboten dies im Spiel auszuprobieren !


    Allerdings ist es jetzt nicht so, dass alle immer die Gegner austricksen können; aber es ist deutlich besser, wie bei meinen früheren Teams;
    vor allem kann fast jeder den Gegner zumindest ins leere laufen lassen...


    Ich würde es genauso wieder machen.

  • Keine Ahnung ob das relevant ist, aber für mich sind:
    FINTEN vor allem (Standard-=Täuschungen wie Uebersteiger, Schuss antäuschen oder auch nur mal reine Gewichtsverlagerung oder ein angetäuschter Blick oder Spielzug. Primäres Ziel der Finten ist möglichst effektives Ausspielen des Gegners.
    TRICKS sind für mich aber immer auf den einzelnen Spieler bezogen, sind in der Regel keineTäuschungen, sondern man überrraschen den Gegner durch mehrmaliges, ungewohntes Handling des Balls.
    Primäres Ziel der Tricks ist Show.
    Wo aber FINTEN aufhören und TRICKS anfangen wird kaum haarscharf zu definieren sein.

  • @FB


    Meinung ist ja ziemlich identisch.
    Natürlich ist der Übergang fliessend.


    Gab ich im Training vor, einen Schwepunkt beim Abschlussspiel auf Finten (ich sprach von Täuschen und vortäuschen)


    ergab sich eine ganz andere Spielweise als wenn alle mögliche Trickserei, die sie konnten, einforderte.


    Ansprachen können natürlich differenzieren, die Hauptsache, die Kids wisse was gemeint ist.


    gg


  • wenn nun hier Trix angesprochen wird, stellt sich für mich die Frage,ob wir überFinten oder Tricksen reden, oder beides gleichzeitig.
    für die Trainingsinhalte finde ich die Unterscheidung schon nicht ganz unbedeutend.

    Vielleicht werden die Begriffe auch regional unterschiedlich genutzt. Ist der Zidane-Trick ein Trick oder eine Finte...?
    Das, was Du als Trick siehst, nennt man heute wohl eher Freestyle oder Ballakrobatik. Für mich hat ein Trick auch das Ziel, mit dem Ball am Gegner vorbeizukommen und ist demzufolge dasselbe wie eine Finte.

  • Ich stelle mir folgende Frage:
    Was müssen meine von mir ausgebildeten Kinder und Jugendlichen können, wenn sie im Seniorenbereich ankommen und dort auch einen Platz bekommen sollen?
    Welche Fähigkeiten muss ich schulen.
    Laut DFB: Technik, Taktik, Kondition
    Finten gehören laut DFB zum gegnerüberwindenden Dribbling.
    Finten werden somit niemals zum Selbstzweck geschult.
    Aus meiner Sicht ist das Schulen der Finten somit für folgende Schwerpunktthemen geeignet.
    Technik: Dribbling
    Taktik: Wann, wie und wo kann ich mich mit welchen Finten im 1 gegen 1, 1 gegen 2, und 1 gegen 3 im offensiven Bereich durchsetzen?
    Wie muss ich einen Gegenspieler andribbeln? Mit welcher Geschwindigkeit dribbel ich ihn an? Mit welchem Tempo besetzte ich den frei gewordenen Raum? Was mache ich mit dem Ball in dem gewonnenen freien Raum?
    Kondition:
    1. Explosiver Antritt (Schnelligkeit) nach der Finte.
    2. Krafterwerb durch das Trainieren des explosiven Antritts.
    3. Koordination: Durch die Schulung der Finten werden folgende koordinativen Fähigkeiten extrem eingefordert:
    Gleichgewichtsgefühl, Rhytmusfähigkeit, Orientierungsfähigkeit, Reaktionfähigkeit. Antizipation, Kopplungsfähigkeit.
    4.fußballspezifische Grundlagen Ausdauer. Durch extrem viel Wiederholungen.
    Mentale Eigenschaften: Stärkung des Selbstvertrauen, Erhöhung der Kreativität, Verantwortung übernehmen, Erzeugung von mutigen Spielern.
    Dadurch sind die Finten für mich bis einschließlich C-Jugend das am häuigsten genutzte Koordinations-, Kraft-, Schnelligkeits- Dribbel-, Taktik und Mentaltraining.
    Und das geniale ist, das dieses Training auch immer Spaß bringt.
    Ab der B-Jugend (2.goldene Technik-Lernalter) gehört die Perfektionierung der Finten bei mir zum Dribblingtraining.


    Aus meiner Sicht sind die besten Fußballer der Welt, genau die, die dass kreative gegnerüberwindende Dribbling beherrschen.
    Allerdings brauche ich um einen Dribbler auszubilden mindestens 10 bis 12 Jahre. Als Trainer brauche ist eine hohe Frutstrationsgrenze.
    Denn wer das gegnerüberwindende Dribbling ausbildet, wird in den Anfangsjahren kaum Siege einfahren.
    Abspieler kann ich mir an jeder Straßenecke holen, die gibt es wie Sand am Meer.
    Aus einem Dribbler einen Abspieler zu machen erfordert es nur wenige Worte. Um aus einem Abspieler einen einigermaßen guten Dribbler zu machen, sind Worte zwecklos.

    Ein Kind trainieren heißt nicht, eine Vase zu füllen, das heißt, ein Feuer anzuzünden

    • Offizieller Beitrag

    Den Begriff "Trix" gibt es so gar nicht, den wird es nur aus wettbewerbsrechtlichen Gründen geben, googeln kann man den gar nicht, jedenfalls nicht in dem Zusammenhang.


    Günter, stimmt, ich war schon mal schlauer, ist aber schon etwas her. Trotzdem vielen Dank, ehrlich gesagt hatte ich das schon längst verdrängt.


    Ich glaube der Begriff "Trick" hat "Finte" schon längst geschluckt. Der Zidane-Trick kann also auch eine Zidane-Finte sein, oder umgekehrt. Der "Trick" wird ja auch als "Täuschung" übersetzt und er hat es nicht verdient als brotlose Kunst dargestellt zu werden. Den Ball mit der Sohle am Gegner vorbeiziehen und wahrscheinlich ist das Tunneln auch ein Trick und das ist hohe Fußballkunst. Bei der Finte ist die Bewegung wohl komplexer, siehe Zidane-Trick, der eigentlich Finte heißen müsste, oder heißt er dann Trick, wenn er ohne Gegenspieler ausgeführt wird?


    Eigentlich spielt es keine Rolle ob Trick oder Finte, entscheidend ist doch das es nicht brotlose Kunst ist. Ein Spieler kann vor einem Gegenspieler 20x die Schere ausführen, wenn er Glück hat schläft der Gegenspieler ein. Dann ist es eigentlich ein Trick, kann aber auch eine missglückte Finte sein.


    Finten oder Tricks kannst und musst du als Spieler erlernen, aber allein das reicht nicht. Der Spieler muss die Kreativität besitzen, die Dinge zu machen, die in der aktuellen Situation passen. Dazu gehört eben nicht nur die Schulung des Bewegungsapparates, auch der Kopf muss immer einbezogen werden. Lassen wir doch mal die Spieler vor oder während eines Tricks in die Hände klatschen oder einen Namen rufen. Es können auch auf bestimmte Farbreize oder Zurufe Aktionen durchgeführt werden, Antritte, langsames und schnelles Dribbling.


    Nur dann bin ich irgendwann als Spieler in der Lage, in Bruchteilen von Sekunden eine Entscheidung zu treffen. Warum ist es eigentlich so schön, wenn ein Spieler den Zidane-Trick beherrscht, ihn dann im jedem dritten Spiel zeigt und auch noch ohne Gegenspieler? Man kann das gut erkennen, ob eine Finte eine kreative Grundlage hat, oder ob sie antrainiert ist, sogar bei den Profis. Bitte jetzt nicht falsch verstehen, das Trainieren von Finten ist auch ein Stückchen Motivation und deshalb wichtig. Es ist nicht wichtig, ob ich eine oder zehn Finten kann, wichtig ist sie im richtigen Moment einzusetzen.

  • Zitat Dirk Coerverfan:

    Zitat

    Abspieler kann ich mir an jeder Straßenecke holen, die gibt es wie Sand am Meer.
    Aus einem Dribbler einen Abspieler zu machen erfordert es nur wenige Worte. Um aus einem Abspieler einen einigermaßen guten Dribbler zu machen, sind Worte zwecklos.


    Wir liegen absolut auf einer Wellenlänge. Einem Trainer wie Dir würde ich meine Söhne ohne Bedenken anvertrauen.
    Leider gibt es noch viel zu viele Trainer, die das anders sehen und Dribblings sowie Finten ( in ihren Augen "Gefummel" ) schon in den untersten Altersklassen durch negative Kritik, schlimmstenfalls durch bestrafende Auswechslungen unterbinden und viel zu früh Passspiel durch Provokationsregeln im Training erzwingen.
    Dort, wo es vielleicht deshalb geschieht, weil der Trainer selbst keine Finten drauf hat, kann ich nur Empfehlen, einige zu erlernen. Nur zum Zweck des Vorführens ist es nicht so schwer. Und im Spiel anwenden muss man sie als Trainer ja selbst nicht.

  • Aus meiner Sicht sind die besten Fußballer der Welt, genau die, die dass kreative gegnerüberwindende Dribbling beherrschen.
    Allerdings brauche ich um einen Dribbler auszubilden mindestens 10 bis 12 Jahre. Als Trainer brauche ist eine hohe Frutstrationsgrenze.
    Denn wer das gegnerüberwindende Dribbling ausbildet, wird in den Anfangsjahren kaum Siege einfahren.
    Abspieler kann ich mir an jeder Straßenecke holen, die gibt es wie Sand am Meer.
    Aus einem Dribbler einen Abspieler zu machen erfordert es nur wenige Worte. Um aus einem Abspieler einen einigermaßen guten Dribbler zu machen, sind Worte zwecklos.


    Das würde ich so nicht unterschreiben. Mir ist die Einteilung Dribbler vs. Abspieler zu eindimensional. Und es ist mitnichten so, dass gute Abspieler an jeder Strassenecke zu finden sind, zumindest wenn man als "Abspiel" nicht nur Sicherheitspässe im Auge hat. Und ehrlich gesagt bin ich auch nicht sicher, was schwieriger zu lehren bzw. zu erlernen ist.


    Aber ich kann zustimmen, wenn Du meinst, dass ein gut ausgebildeter Spieler beides beherrschen muss, Dribbling und Abspiel. Die richtige Mischung macht's.


    Grüße
    Oliver

  • Finten gehören laut DFB zum gegnerüberwindenden Dribbling.
    Finten werden somit niemals zum Selbstzweck geschult.


    das entspricht genau meinen Vorstellungen.


    genauso wie deine ganzer Beitrag.


    deshalb bezeichnete ich das Trainieren von Finten als ein Muss in der Jugendarbeit.
    Natürlich gehört dazu auch das ständige Auffordern zum Umsetzen imSpiel.


    Wie man nun das bezeichnet, was nicht zielgerichtet sondern dem Selbstzweck dient, ob Tricks, Fummeln, Freestyle oder sonstwas
    bezeichnet ist mir ziemlich egal. Mir ging es um den Unterscheid, denn beides in einen Pott werfen kann zu Meinungsirtümern
    führen.



    Follkao


    ob es regionale Unterschiede bei der Verwendung von Begriffen gibt, kann ich nicht beurteilen.
    meine Definition beruft sich auch auf Soccerdrills, und das ist ja wohl nicht regional aufgestellt.


    gg
    gg

    • Offizieller Beitrag

    meine Definition beruft sich auch auf Soccerdrills, und das ist ja wohl nicht regional aufgestellt.


    Da wäre ich mir nicht sicher. Wie viele Bezeichnungen gibt es für "Jugendleiter" oder noch schlimmer, die Bezeichnungen der Alterskassen. Im Seminar sind wir schon dazu übergegangen bei "E-Jugend" "E-Jugend (U10/U11)" zu schreiben, sonst wissen User aus dem Ausland nicht immer sofort, wer gemeint ist und müssen ständig wieder nachschauen. Die Bezeichnung "Kleinfeld" ist zwischenzeitlich auch ein riesiges Problem.


    Dies sind einfache Beispiele, im Detail kann es durchaus schlimmer sein, muss aber nicht. Es gibt aber eine ganz gute Fußballersprache, immer darauf verlassen kann man sich nicht. Irgendwann wurde ich mal darauf hingewiesen, dass der "Spielführer" derjenige ist der das Spiel führt, dies muss nicht zwangsweise der "Kapitän" sein, oder dass ein Schieben des Balles über die Torlinie kein "Torschuss" ist. Eine "Schere" ist ja auch kein "Übersteiger", oder doch? Es gibt nicht nur regional verschiedene Unterschiede, auch von Trainer zu Trainer. Insofern müssten viele Begriffe erstmal einheitlich definiert werden. Da gab es schon die merkwürdigsten Missverständnisse, manchmal ok, manchmal auch aus Unwissenheit.


    Natürlich gehört dazu auch das ständige Auffordern zum Umsetzen imSpiel.


    Nein, eben nicht ständig dazu auffordern. Du meinst es auch nicht so, könnte aber falsch verstanden. Wenn du dazu aufforderst, könnte die passende Situation schon längst vorbei sein. Wenn der Spieler eine Finte einsetzt weil sie jetzt passt, hat das eine ganz andere Dimension, als wenn er sie einsetzt, weil das Spiel bald vorbei ist und er aufgefordert wurde sie umzusetzen.


    Ich stimme Dirks Beitrag auch zu, nur das "Wann, wie und wo kann ich mich mit welchen Finten im 1 gegen 1, 1 gegen 2, und 1 gegen 3 im offensiven Bereich durchsetzen?" gefällt mir nicht gut. Es gibt einige Grundsätze, aber keine Universallösung wann ich welche Finte einsetze, dies ist immer situationsbedingt. Ich glaube auch nicht, dass Dirk das so pauschal meint, zur Schulung von Finten gehört immer die Schulung der Kreativität dazu.
    Erst den statischer Ablauf trainieren, aber dann immer wieder zusätzliche und andere Reize schaffen, nur so werde ich es auf Dauer erreichen, dass Finten für die Spieler kein Selbstzweck sind, sondern nur dort eingesetzt werden, wo sie angebracht sind. Dirk schreibt ja im Zusammenhang "gute Dribbler" von einer Entwicklungszeit über viele Jahre. Beginne ich mit der Entwicklung der Kreativität in jungen Jahre, werde einige Spieler Dinge tun, von denen sie gar nicht wussten, dass sie sie können. Bleibt das statisch, sind sie irgendwann leicht auszurechnen.


    Finten werden selbst von Weltklasse-Spielern nur ganz dosiert eingesetzt, es sei denn sie spielen für die Galerie. Wer Xavi mal m Training gesehen hat, weiß was er drauf hat mit dem Ball. Es gibt viele die behaupten, er muss sich hinter Ronaldo nicht verstecken. Im Spiel sieht man davon wenig. Viele Finten die Namen von Weltklasse-Spielern sind nicht antrainiert, sie sind einfach situationsbedingt entstanden.