Aufbaukurs Kinderfußball: Von den Allerjüngsten bis zur D-Jugend

  • Die Testfragen sind schon clever konzipiert: Man merkt so gar nicht, wie man das Richtige lernt. Doch wer verbürgt es letztlich? Ich hatte auch einige Fehler bzgl. der für mich grad aktuellen D-Jugend: Kopfball mögen viele noch nicht so gern, daher trainiere ich es auch ungern - war aber falsch. Etliche 11-jährige schießen bei uns bereits mit links genauso stark wie mit rechts, da fand ich die Frage etwas missverständlich formuliert: natürlich soll man weiter beide Füße trainieren lassen, aber "betont" doch eher bei denen, die es noch nicht können - oder ist es so, dass jeder automatisch den schwachen Fuß "diskriminiert", "schont", man daher immer gegensteuern sollte? Und zuletzt: Lauftraining. Ich habe zwar alles richtig angekreuzt, aber nur, da ich wusste, was man hören will ;-) 
    In Wahrheit finde ich Lauftraining nicht verkehrt, habe ich früher schon in der "E" - aber nur zwecks Grundfitness zu Saisonstart im März - auf freiwilliger Basis angeboten, insbesondere für die, die gern Mittelfeld spielen: Wo man eben laufagiler sein muss, um nicht ständig nach Ballverlust mangels Puste vorn stehenzubleiben, was alle anderen im Team und natürlich auch der Trainer nicht so toll finden... In der Schule gehört Laufen auch zum Programm, LA aber wurde im Verein eher weniger besucht. Dennoch: der Erfolg war der, dass so durch "Dranbleiben" viel mehr Duelle gewonnen wurden, viele eher bereit waren, mal auf Verdacht in freie Räume zu laufen und so auch bald Pässe dahin gespielt, also die teambezogene Spielintelligenz gesteigert wurde etc. Klar, gezwungen wurde keiner, aber viele wollten dann mitmachen und beim als Ziel abschließenden Volkslauf lief das gesamte Team der 9- und 10-jährigen die 5 km (nennen die Veranstalter auch Fitnesslauf) durch, bekam ihr Lauf-T-Shirt als Trophäe und war stolz, Einige konnten in der Schule per mehr Lauffreude ihre Sportnote verbessern, wofür sie oder Eltern sich bedankten... Woher also die große Aversion gegen Lauftraining im Fußball - oder betrifft das nur die reine Trainingszeit, da sie dem ballorientierten Training vorbehalten werden sollte? (Dass da in LA einige 9-jährige schon sich in enormen Tempo über 10 km mit von merkwürdigem Ehrgeiz verspanntem Gesicht quälen, finde ich auch bedenklich, zumal sich so das Herz über Gebühr erweitern kann mit gefährlichen Folgen - was da wohl weder Trainer noch Eltern interessiert:?)


    PS Muss dazu sagen, dass ich sehr gern zur Entspannung 5, 6, 7 km laufe und mich immer freue, wenn ich im Spiel dann am Ende mich noch mühelos bewegen kann, wo andere nur noch stehen... Laut empirischer Neurogenese soll viel Laufen auch das Gehirn wachsen und sich beschleunigen lassen, zudem werden so die Gene leistungspositiv verändert, sprich: Laufen macht uns schlauer, so die Gehirn-Wissenschaft! Frage also: ist das außen vor, bewusst o. vergessen bzw. unberücksichtigt?

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

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  • @Kicker


    auch ich kann die Aversion zum Laufen nicht so richtig nachvollziehen.


    kommt wohl noch aus der Zeit, als dies im Training total übertrieben wurde, die Erkenntnis gewonnen wurde, dass es anders gemacht werden sollte und
    auch musste. von einem Extrem halt ins andere.


    wenn ich jedoch nur 2 mal die Woche trainiere, vergeude ich die Zeit nicht mit reinem Laufen, da gibt es ja nicht nur Wichigeres, sondern Laufen ist da ja inbegriffen.


    Wem das jedoch nicht reicht, wer zusätzlich was tun will, auch Ehrgeiz hat mehr zu tun um sich zu verbessern, für den ist das altersmässig
    entsprechend dosiertes Laufen absolut zu empfehlen.
    Schwächere werden dadurch technische Möglichkeiten etwas ausgleichen, technisch starke Spieler werden läuferisch gleichgestellten Spieler
    immer im Vorteil sein.


    Laufen, sollte für mich Ergänzung, aber nicht anstelle des üblichen Trainings angesehen werden.


    gg

  • wenn ich jedoch nur 2 mal die Woche trainiere, vergeude ich die Zeit nicht mit reinem Laufen, da gibt es ja nicht nur Wichigeres, sondern Laufen ist da ja inbegriffen.


    Klar, deshalb sprach ich auch vom LA-Training: Fußball ist Fußball, kein Lauftreff, Kinder kommen natürlich, um mit Ball zu laufen, um ihn zu bekommen, zu behalten. Aber Standfußball ist auch keiner! Klar: freiwillig, zusätzlich! Auch mal ohne Ball laufen anzubieten, kann zeigen, wie Laufen als Bewegung Spaß bringt. Das Problem beim Laufen seh ich nicht nur, aber gerade für Kinder zB auch bei der Atmungs- bzw. allgemeinen Körperkontrolle: viele laufen da schon mal in vielerlei Hinsicht falsch! Zum einen teilen sie sich ihre Luft o. Kraft falsch ein, Tempowechsel sind Problem, Traben als Stabilisierung will auch erlernt sein; dann haben sie oft Fehlstellungen des Fußes, setzen ihn falsch auf, bewegen sich zu hektisch oder unruhig etc. Wer lernt, den Ball abzuspielen, bevor er völlig außer Puste ist, ihn dann notwendig verliert, ohne nachsetzen zu können, erspart sich viel Frust und Gemotze der Mitspieler. Aber es muss trainiert werden als Selbstgefühl. Das alles 1mal korrigiert kann viel Erfolgserlebnis beim Laufen bringen usw. Und grad Schwächere können sich so beliebter im Team machen, wenn sie immer zur Stelle sind, wo andere schon mangels Luft aufgegeben haben. Daher hab ich immer den Tipp als Angebot gegeben, neben schnellerem Abspiel läuferisch stärker zu werden, um sich erstmal als Defender zu etablieren: grad Kindern reicht's 5- o. 6mal zu trainieren, schon haben sie in ihrer Leistungskraft ihr Quantensprung-Erlebnis! ;)

  • Kicker, du denkst viel zu viel nach ;-)


    Das Laufen soll mit Ball erfolgen, denn das ist viel motivierender und fußballspezifisch und Standfußball erzeugt man damit nicht, Gründe hat guenter genannt. "Richtiges" Laufen üben, dazu wird sowohl im Grundkurs als auch im Kinderkurs zum Beispiel auf die Wichtigkeit des Lauf-ABCs verwiesen. Leider sprengt es jeglichen Rahmen, um noch geanuer darauf einzugehen, dann müsste zum Thema "Richtig Laufen" ein ganzes Seminar angeboten werden.
    Insbesondere im Grundkurs gibt es viele Links, die vielleicht nicht jeder häufig besucht. Wer sich die Inhalte dort intensiv anschaut, kann bis ins Detail viele weitere Infos aufnehmen.


    Übrigens .. die Frauen sind in den Kursen richtig stark und intensiv dabei. Es war auch eine Frau, die den Grundkurs als erster Nutzer bestanden hatte.

  • motivierender und fußballspezifisch


    Ok, denk ich noch mal nach ;-) Jetzt bitte nicht ganz ernst nehmen: ich weiß schon, dass man Kinder da abholen muss, wo ihr Interesse liegt: beim Spiel mit Ball. Unterschätzen wir sie aber nicht, wenn wir meinen, in der D würden sie noch nicht verstehen, worauf es ankommt: aufs "fußballspezifische" Laufen ohne Ball? Ich habe da halt andere Erfahrungen schon in der E gemacht. Und mein 11-jähriger war beim letzten Turnier ganz enttäuscht, dass nicht er zum besten Spieler gewählt wurde: obwohl er ständig nicht nur vorn mit seinem Spielpartner die Tore machte, meist per Auflegen, sondern auch mit Turbo hinten die Bälle "ohne" laufend holte. Sein da zum besten Spieler gewählter Mitspieler hatte zwar am Ende 2 Tore mehr gemacht, war aber immer lässig vorn stehen geblieben, ließ sich die Bälle zuspielen, um dann cool ausgeruht per Haken gut auszusehen. Da ich auf Laufarbeit stehe, fand ich es nicht nur als Vater auch ungerecht, dies lauffaule Verhalten zu belohnen und zu bestätigen ;)

  • Der bald zehnjährige Sieger des letzten Kölner Altstadtlaufes und vierzehnfache Sieger innerhalb eines Jahres bei anderen Läufen in seiner Altersklasse (1 bis 2 km) - und in denen bis zu zwei Altersgruppen darüber - übt wie folgt für seine Veranstaltungen: Er geht zwei Mal die Woche 90 Minuten zum Fußballtraining und am Wochenende zum Spiel oder Turnier.

  • @ Kicker,


    legt ihr wirklich Wert auf die Wahl zum besten Spieler. Dann solltest Du mal genauer hinschauen, wie so etwas abläuft. Ich als Trainer habe keine Zeit und keine Lust bei einem Turnier auf solche Dinge zu achten. Der Zettel bleibt leer, bis er abgegeben werden muss. Dann wird meist durch ein Elternteil eine nummer eingetragen. So gewinnt die Wahl schon mal der "Kleinste", der "Niedlichste" oder ein Mädchen, einfach weil sie das einzige Mädel war. Ich selbst halte von diesen "Wahlen" und Einzelauszeichnungen überhaupt nichts, weil fussball ein Teamsport ist und beispielsweise der beste Torschütze nur glänzen kann, wenn er gute Mitspieler hat.

  • Karl , Guenter


    ich halte da auch gar nichts von. Ich war noch nie auf einem Turnier, wo der beste Spieler ausgezeichnet wird. Und ich war schon auf vielen hier in der erweiterten Gegend.
    Einige wenige zeichnen noch den Torschützenkönig und den besten Torhüter aus. Torschützenkönig ist ja klar, beim besten Torwart könnte man dann, wenn man es ernst nähme, lange diskutieren.
    Ich brauchs nicht, und das vermittle ich auch meinen Spielern.


    Solche Auszeichnungen brauche ich nicht, weil ich weiß:
    Meine Spieler sind die Besten, mein Tormann ist der Beste, egal wie es ausgeht. :D

    "Multiple exclamation marks,' he went on, shaking his head, 'are a sure sign of a diseased mind."
    Terry Pratchett

  • Ich halte auch nichts von der Auszeichnung einzelner Spieler. Aber paulwurf_mauli, wie du schon sagst, der Torschützenkönig lässt sich ja leicht ermitteln. Wenn man den besten Torhüter nun als den Torhüter der Mannschaft mit den wenigsten Gegentoren definieren würde, dann wäre er genauso einfach fest zu stellen. Es sei denn, bei der betreffenden Mannschaft würde auch im Tor rotiert. ;)

  • Karl : Das weiß ich ja. Es geht dabei aber nicht um uns oder das Dass, sondern die Kinder - und denen ist das enorm wichtig - bzw. das Was: eine mögliche Akzentverschiebung bei der faktisch nunmal oft vorgenommenen Wahl... . Ob man Einzelne wie in der BuLi den Torschützenkönig aus allen herausheben, was man da vermitteln sollte: eine andere Frage. (Im Training gestern fühlte sich der am WE erwählte Beste gleich wie der Star, stand wieder nur vorn rum - klasse Bestätigungs-Effekt!) Aber es passiert bei uns ständig, meist steht nur der beste Schütze im Fokus, ab und an bei tollen Paraden der Torwart oder ein technisch versierter Dribbler oder genialer Passgeber (natürlich in die Spitze) - und dann hört es schon auf. Das sind dann Signale für alle Kinder, worauf es ankommt: Tor machen, Tor verhindern, Schluss! Ok, im Ergebnis ist dem so, wenn dann aber im Spiel viel Zurücklaufen o. Laufen in freie Räume nichts mehr zählt, unterbleibt, keinen Spaß mehr macht, muss man sich halt nicht wundern, oder? Plötzlich aber leidet das Spiel aller deutlich darunter. Würde nun mal Laufarbeit belohnt, sähe es vllt anders in Kindern aus (in der D wohlgemerkt, nicht in der G!): ?

  • tobn


    Ja, das wäre natürlich einfach messbar, in den meisten Fällen aber unzutreffend.
    Ein Torhüter kann ganz leicht keine Gegentore bekommen, wenn die Abwehr schon alles abräumt. :D

    "Multiple exclamation marks,' he went on, shaking his head, 'are a sure sign of a diseased mind."
    Terry Pratchett

  • die Kinder - und denen ist das enorm wichtig


    verallgemeinert und deine Sichtweise.
    Gegenbeispiel: Sohn kommt aus Fusssballcamp mit Pokal für den auffälligsten Spieler: "Da Papa,kannst du wegstellen". Am Montag beim Aufräumen in die Hände
    gefallen. Frage: Was soll ich damit tun? Antwort: Mir egal, kannste wegwerfen.


    ich weiss, dass viele Spieler (Eltern noch mehr) geil sind auf diese Auszeichnung.
    3 Spieler von 60 Kinder werden hervorgehoben. Super Kinderfussball.


    stattdessen gabs Pokale für die am weitesten angereiste Mannschaft, für die zahlenmässig stärkste Truppe, und den Fair Play Pokal, den aber fast immer die
    Mannschaft empfangen hat, die als schlechteste abgeschnitten hat (andere sagen dazu Trostpreis)


    ansonsten gab es Bälle für alle Mannschaften, natürlich für den Turniersieger einen etwas besseren, zur Zeit aktuellen.


    im G undF-Bereich Medaille oder Minipokal für Alle, das kam an.


    vor allem im Kinderfussball sollte immer die Mannschaft und nie ein Einzelner im Vordergrundstehen. diese Verantwortung ist ein Aufgabenfeld von Trainer und Veranstalter.


    Wer 20 Tore geschossen hat, und daraus nicht seine eigene Befriedigung findet brauch auch keinen Pokal um diese zu finden.da läuft eh was schief.

  • der Torschützenkönig lässt sich ja leicht ermitteln

    Bei uns spielt z.T. bis in die "D" hinein JEDER auf JEDER Position, inklusive Torwart. So schiessen wir zwar regelmässig als MANNSCHAFT die meisten Tore, haben aber damit kaum jemals den Torschützenkönig.
    Kein Problem für uns. Wollte das hier nur loswerden um zu zeigen, dass Torschützenkönige nur dann eruiert werden wenn entweder ALLE Mannschaften mit festen Stürmern spielen oder ALLE Mannschaften gleichmässig rotieren, und ALLE Spieler die gleiche Spielzeit haben !

  • Wir gehen jährlich an ein Turnier wo der Schütze jedes ZEHNTEN Tors einen Preis erhält. Da immer zwei Spiele gleichzeitig gespielt werden kann man da drauf auch nicht so ohne weiteres spekulieren.
    Ich persönlich fand die Idee noch gut Torschützen nach dem Zufallsprinzip auszuzeichnen.

  • In der "G" und "F" spielen wir grundsätzlich ohne Nummern weil wir damit die ewigen Diskussionen wer welche Nummer tragen darf vermeiden wollen.
    Schöner Nebeneffekt ist, dass wir an Turnieren weder die Namen der Kids kommentiert bekommen, Eltern sich nicht über gewisse "Nummern" auslassen können und auch das Thema Torschützenkönig geht uns damit am A... vorbei.
    Aus Sicht des Kinderfussballs ist das wohl fair und gut so.
    Einzig den Spielern fehlt irgend was. Nummern gehören ihrer Meinung nach zu Fussball wie Schiedsrichter und Trinkflasche.

  • Uwe


    Richtig gut fand ich es, einen kurzen Ausblick für die Aufgaben im unteren Jugendbereich zu gestalten. Besonders interessiert habe ich selbstverständlich die Anmerkungen zum "Kindertorspieler" gelesen und möchte dazu meinen Senf abgeben.


    Gegen die Begriffsdefinition "Kindertorspieler" habe ich eigentlich nichts einzuwenden. Kinder in diesem Alter spielen nun einmal gerne. Was läge da näher, als es ihnen in spielerischer Form zu vermitteln? Allerdings sollte man dann auch gleich hingehen und die anderen Position modern zu beschreiben! Wie wäre es mit linker Außenverteidigungsspieler oder Mittelstürmerspieler? Ne, klingt nicht gut oder? Also darf man sich in Richtung Ausbildung wieder auf den Kern der Positionsaufgaben beziehen, in der der Torwart der letzte Verteidiger seinen Kasten bewacht. Wenn er das nicht mehr auf der Linie, sondern deutlich davor macht, um noch schneller Angriffe einzuleiten, dann deutet dies schon auf eine Veränderung seiner Aufgaben hin.


    Wie denn, kommt jetzt noch mehr? Da wäre noch das Üben von ordentlich weiten Abstößen oder Abschlägen bei unseren Jüngsten! Ordentlich reicht erst mal! Dafür sollte bei jedem Training ausgiebig Zeit dafür verwandt werden, dem Keeper zunächst einmal die beidfüssige Ballverarbeitung zu vermitteln. Wenn er sich dann richtig auf den Beinen halten kann, dann wird`s zeit, sich richtig hinzulegen und zu -werfen! Sonst landet der Kleine immer wieder seiner schwachen Seite auf den Ball und das "Aua" geht auch seinem Trainer irgendwann auf den Senkel. Auch weiß der Dreikäsehoch noch nicht, dass es sehr weh tut, wenn er die Fingerchen in Richtung entgegenkommenden Flugball richtig und das runde Leder sich bei der Kontaktaufnahme als Kanonenkugel erweißt. Also erst einmal üben, dass der Kleine seine Patscherchen nach unten, oben oder zur Seite richtet. Für den schmerzlosen Niedergang des deutschen Nachwuchskeepers beginne man am besten in der Sitzpositon. Dann ist der Weg nach unten auch nicht zu weit! Wer allerdings meint, das beidfüssige Training wäre irgendwie doch nicht so wichtig, dem schlägt der wehmütige Kinderprotest entgegen, wenn sich der Kleine beim Abwehrversuch auf dem Weg in die Horizonte das eigene Knie höchstselbst in den Magen rammt, als wolle der mit seiner Körperhaltung nun wieder in den Mutterschoß zurück!


    Wer glaubt, gleich mit der zweiten und dritten Lektion zu beginnen, der wird den Frust seiner Keeper ernten, die sich irgendwie nicht für diese Aufgabe fit genug fühlen. Auch, weil sie selbst das Gefühl haben, häufig wie ne Bleiente auszusehen! Dann muß der dicke Paule wieder ran, bei dem sowieso niemand etwas anderes erwartet und die Suppe auszulöffeln, die die Trainer eingebrockt haben! :rolleyes:

  • @ kicker,


    Bewertungen bestimmter Leistungen sind nicht immer gerecht. Wenn ich mich an der Wahl zum besten Spieler beteiligen müsste, würde eine rein läuferische Leistung bzw. der Einsatzwille eines Spielers z.B. nicht ausreichen, um mich zu überzeugen. Zum Glück muss ich mich aber nicht beteiligen. Es lohnt sich auch einfach nicht, sich über eine Nichtberücksichtigung aufzuregen. Und auch Kinder müssen lernen, dass sie, obwohl sie sich selbst als Beste sahen, andere eben eine andere Meinung hatten.

  • guenter : Ein Problem ist, wenn immer die gleichen Akzente und Kriterien gelten, dass auch immer die gleichen Kinder gewählt werden. Da kannte ich auch einen Torwart, dessen hochengagierte Trainer im Winter bei 8 Turnieren waren und der alle 8mal zum besten TW gewählt wurde: dem waren die Pokale egal, business as usual. Andere hätten sie enorm motivieren können, aber die erhielten nie etwas, da sie wohl nicht so spektakulär hielten, nicht so gute TW-Trainings o. soviel Praxis hatten etc. Aber so ist das ganze System nunmal gestrickt, dass immer dieselben hervorgehoben werden. Dass viele auch nicht sehen, was mannschaftsdienlich und so vielleicht wichtiger als der Abstauber vorn ist, daran muss man sich bei diesen Wahlen natürlich gewöhnen...