Völlig falsche Sichtungskriterien bei der Talent-Auswahl (von LZ/Stp)?

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  • Diese Stützpunkte werden teilweise gnadenlos überbewertet von einigen Eltern (und offenbar auch Trainern). Den letzten Beiträgen ist inhaltlich nur wenig beizufügen, ich möchte sie nur noch einmal bekräftigen.


    - Nachwuchsleistungszentren entsenden ihre Spieler (zumindest hier nicht) nicht mehr in die Stützpunkte
    - Stützpunkte sind oft nur "Best of the Rest" und zur Förderung des Spitzensports nicht geeignet. Sie sind nur Zuführung für die Großvereine.
    - Die Nützlichkeit der Stützpunkte wird gern damit untermauert, dass mehr und mehr Bundesligaspieler am Stützpunkt waren. Ich sehe da aber die Kausalität noch nicht. Sind sie wirklich Bundesligaspieler, weil sie am Stützpunkt trainiert haben? Glaub ich nicht, für mich sieht das eher nur danach aus, dass man da halt fast zwingend mal durchläuft heutzutage, da die Dinger sehr flächendeckend aufgestellt sind.
    - Der Name "DFB" bewirkt tatsächlich bei vielen Eltern immer wieder ein Augenleuchten. Wahnsinn. Hießen die Dinger einfach nur Kreis-Stützpunkt oder Kreis-Auswahl - was realistischer wäre, wäre die Aufregung bei den meisten geringer.
    - Richtig ist: Pro Jahrgang am Stützpunkt geht es maximal um ein bis zwei Spieler, der Rest ist Beiwerk (das natürlich davon profitiert in der Regel). In Mannschaften der LZ ist das noch extremer. Es geht nur um ein bis zwei SPieler, denen man den Durchbruch zutraut, der Rest ist wieder Beiwerk.


    Daher: alles etwas entspannter nehmen. Es ist nicht wirklich wichtig... Die mit richtig viel Qualität setzen sich in der Regel auch durch. Die Wirkung der Stützpunkte ist die, dass die Talente den LZ früher als in der Vergangenheit durchgeführt werden. Mit Beginn der C-Jugend ist die Messe da in der Regel gelesen, merkt man auch daran, dass die Stützpunktmannschaften ab der C-Jugend nur noch vor sich hindümpeln.

  • In den DFB-Statistiken gibt es die Aussage, das 0,5 % der Stützpunktteilnehmer die 1. Bundesliga erreichen. Leider gibt es keine Aussagen darüber, wie sich der große Rest auf die weiteren Profi- und Leistungsligen verteilt. Irgendwer meinte, der Rest schafft es auch ohne Stützpunkt in den Profibereich. Nein, so ist es nicht! Man muß sich dabei vergegenwärtigen, das derzeit eine 5-stellige Zahl an Talenten Jahrgang sich auf den Sützpunkten tummeln. In der 1. Bundesliga gibt es dann jedoch nur 50 - 70 Neulinge! Bei den freigewordenen Plätzen stehen die Talente aber in Konkurrenz zu allen ausländischen Spielern, die auch gerne in der 1. Bundesliga spielen möchten.


    Eigentlich sollte es so sein, dass das Talent bis einschl. D-Jugend im Heimatverein bleibt und auf dem Stützpunkt trainiert wird. Erst ab der C-Jugend sollte eine weitergehende Förderung der besten Talente durch den Wechsel in einen Leistungsverein folgen. Weil sich aber nicht alle daran halten, findet bereits früher eine Selektierung der "Perlen" statt. Ich würde deshalb nicht gleich von einer "B-Auswahl" für die DFB-Stützpunkte sprechen wollen, weil auch die Fluktuation in diesem Alter auf den NLZ sehr groß ist. Denn eine zuverlässige Zukunftsprognose ist in diesem Alter noch nicht möglich. Aber die Wahrscheinlichkeit, das sich unter den vielen Talenten ein paar finden, die den Weg bis nach ganz oben schaffen, ist aus den Bemühungen der Vergangenheit belegt.


    Den Eltern, deren Schützlinge auf dem Stützpunkt mittrainieren dürfen, sind diese Verhältnismäßigkeiten in der Talentaussage nicht bewußt. Unterschwellig wird ihnen auf den Info-Veranstaltungen suggeriert: "dein Kind kann es bei ganz nach oben schaffen", anstatt bereits hier deutlich auf die Euphoriebremse zu treten, wie dies in den Profivereinen geschieht. Denn der Weg dorthin wird sehr schwer werden und die Wahrscheinlichkeit dazu ist deshalb sehr gering. Aber die meisten stolzen Väter und Mutter wären ohnehin auf diesem Ohr taub, weshalb derlei einschränkende Aussagen befliessendlich überhört würden. Leider bleibt auch für die Stützpunkttrainer wenig Zeit, um auf die individuellen Fragen der Eltern eingehen zu können. Ich hoffe, das bei der wissenschaftlichen Analyse über das Thema "Elterncoaching" auch die Notwendigkeit einer besseren Betreuung der Eltern von Stützpunktkindern herauskommt.


    Nun zur Frage, ob die Talente aufgrund ihres 1 x wöchentlichen Stützpunktfördertrainings und gelegentlichem Funktionstagen oder aufgrund Vereinstrainings und Punktspielbetriebs zu Profis heranreifen. Eindeutige Belege gibt es zwar nicht. Dennoch decken sich meine Erfahrungen mit denen von Chris, wonach die weitaus intensivere Förderarbeit in den Leistungszentren stattfindet.


    Tipp zum Schluß: Ich halte es so, das ich bestimmte User auf meine pirvate "Ignorliste" setze! Das schont die Nerven. Denn nicht jeder, der sich hier im Forum anmeldet, möchte durch den Meinungsaustausch sebst dazulernen und kann deshalb auch gut auf meine Kommentare verzichten.

    Einmal editiert, zuletzt von TW-Trainer ()

  • Mir geht es ja bei allem hier nicht um Zahlen (wie dem auf seinen Erfolg ausgerichteten System), sondern die einzelnen Menchen, die Kinder. Erklärt sich so die grundverschiedene Wahrnehmung? Wenn schon 8- o. 10-jährige als ungut, da unnütz aussortiert werden, wird mir eben einfach nur übel. Haben das Kinder verdient, bei uns offenbar ja. Und offiziell redet man vom Fördern - für mich absurd im Sich-missverstehen (mal keine böse Absicht unterstellend, die ich jedoch auch oft in egozentrischer Zielfixierung erlebte, bei der einzelne Kinder als Individuen keine Rolle mehr spielten, nur ihre schnelle, für sich ausgerechnete Leistungswahrscheinlichkeit für den Erfolg). Schade, wenn das Anliegen so wenig verstanden werden will, ich gebe es hiermit zu vermitteln erstmal auf - zu anstrengend bei den massiven Widerständen gegen eine zugegeben radikale Systemkritik.
    (Ignorelisten - das ist wiss. längst untermauert - schützen zuerst davor, sich mit anderen Meinungen aueinanderzusetzen: so bleibt man ganz ungestört im eigenen Sende-Anspruch u. dann im www noch mehr nur unter sich als im realen Leben möglich - mal nachlesen. Ich lese grad die intensiv, die mich nicht "mögen"; jeder weltoffene Geist mit authentischem Sendungsbewusstsein über sich selbst sollte so verfahren: sich stets von anderen herausfordern lassen, nicht verstecken....)


    PS: Um die persönlichen Mutmaßungen zu befriedigen: mein Sohn sollte schon vor 2 Jahren ins LZ-Team, wollte aber lieber bei seinen Freunden kicken. Dass er dort nichts o. Falsches lernte, wie die LZ-Trainer mit sagten! (auch schon letztes Jahr), daran bin ich leider unschuldig, auch wenn mancher dies gern so sähe, damit das Weltbild weiter passt u. die Kritik diskreditierbar ist. Mein Sohn wechselt - trotz zs. 3 Jahren Ent/Verlernen - im Sommer ins LZ, da es leider vor Ort nicht mehr so weiter gehen kann. Er wurde also genommen, auch wenn das eigentlich keinen was anginge. Ich könnte auch Trainer dort werden, mache es aber bewusst nicht (da mir z.Z. die Nerven fehlen). Schade dass es den Mutmaßungen nur darum: ums Persönliche (wen zu diffamieren) geht, mehr nicht gesehen wird. Ich gebe es daher erst mal auf: Erkenntnis benötigt Interesse, wie schon Habermas sagte. Man muss bereit sein, für eine Ansichten fair, mit Worten zu streiten, nicht Kritische Stimmen auf ignore stellen. Mit den Kriterien kommen wir so nie weiter. Danke dennoch für die Aufmerksamkeit u. alle Versuche, das offenbar Unverstehbare zu verstehen! Ich habe so vieles tiefer verstanden u. weiß nun besser, wieviel Abwehr es gibt, womit man rechnen sollte, wenn man es wagt, für Kinder (die für mich bei uns real eben ganz unten rangieren) die Stimme zu erheben: dass nur die eigenen Kinder zu "schlecht" seien. So einfach it das, wenn man Kritik ignorieren dürfen will? Echt schade!

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

    3 Mal editiert, zuletzt von Kicker ()


  • Wenn schon 8- o. 10-jährige als ungut, da unnütz aussortiert werden, wird mir eben einfach nur übel. Haben das Kinder verdient, bei uns offenbar ja.

    Von was wird man denn aussortiert, wennman nicht zum Stützpunkt eingeladen wird? Und warum sind alle Nicht-Stützpunkt-Spieler für Dich unnütz und ungut?
    15 sind dabei und die anderen 300 sind es halt nicht. Findest Du es verwerflich, zu den 300 zu gehören?


    Die 300 dürfen durchaus weiter Fußball spielen. Es ändert sich nichts für sie.

  • Es nützt doch nichts, mir die Worte im Mund rumzudrehen. Wofür wird denn gesichtet, wer gut u. zu schlecht sei? Nützt das den Kindern, werden die auch nur gefragt? Natürlich kann jeder auch ohne Förderung weiter spielen, wo hätte ich denn das Gegenteil behauptet? Wir wissen doch alle hier, worum es in der Sache geht, da muss man doch nicht so tun, als würde ich meinen, ohne Stp dürften talentierte Kids gar nicht mehr kicken. Es geht nicht darum, wer was wie findet, sondern ums speziell selektive Fördern (das doch wohl real gibt): wer wird dafür von Sichtern verworfen, wer warum auserwählt! Das war mal mein (eigentlich doch recht spannendes) Thema hier, nicht "ich"... Wieso wird das Thema letztlich im Ergebnis "ignoriert" (ich ja nicht/werde es unfreiwillig)? Und: es sollte ich was ändern - für alle Kinder. Ist diese Forderung so gefährlich, so unbillig?

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  • Nee, Kicker. Du sprichst von "Aussortieren".
    Da wir wissen, wie Du mit der Sprache umgehen kannst, liegt es nahe, dass Du diesen Begriff bewusst benutzt.
    Es wird auch nur gesichtet, wer z.Zt. gut ist. Niemand sichtet, wer zu schlecht ist.


    Ich finde nichts Negatives daran, nicht zum Stützpunkt eingeladen zu werden. Natürlich ist es schön, wenn man eingeladen wird. Aber wenn nicht, dann halt nicht.
    Wenn Du möchtest, dass jeder Spieler eine Förderung bekommt wie er sie im Stp. bekäme, wird´s aber schwierig. Natürlich sind die Trainer dort besser qualifiziert als die meisten von uns. Ein mindestens gleichwichtiger Punkt sind aber auch die Mitspieler, also die Trainingspartner, dort.


    In einem anderen Thread erzählst Du uns, dass Dein Sohn zum LZ wechselt. Jetzt verstehe ich gar nichts mehr. LZ ist ja nu noch ein paar Nr. höher als Stp. Da geht die Selektion ja erst richtig los. Meinen wir eigentlich das gleiche, wenn wir LZ sagen? Es gibt im Gebiet des NFV vier LZ, nur drei davon sind bei Profivereinen, einer von den Dreien hat den LZ-Etat für die neue Saison halbiert.

  • Woher habe ich dies Wort wohl zitiert? Noch eine nette Gechichte zum Abschluss, die dann Vorurteile auch gut bestätigt: auch mein jüngster war beim LZ-Talenttag. Es sichtete der Trainer des älteren Jg und lud ihn zum Training eines Jahrgangs ein, nannte aus Stress aber die Uhrzeit seines Trainings. So kamen wir eine halbe Stunde zu pät u. der trainierende Co-Trainer schickte uns nur weg. Beim nächsten Mal der 1.Trainer: Wir haben schon 4 Auswahlpieler neu, das wird noch richtig Geprächsstoff liefern, die anderen (Trainer) würden sich sehr wundern, aber wir... - mein Sohn, ach so, nein, den brauche er nicht mehr (ist ja keine Auswahl, also wohl per se schlechter, zu schlecht), wir könnten wieder gehen, o. zur Zweiten, da vielleicht kann er sich qualifizieren... wie trotzdem mitmachen, um nur mal zu sehen, wie gut die LZ-Spieler seien? No chance, wir sind doch keine Micky-Mouse-Verantaltung! Dass sie gerade dies sind (im traurgen sinn), wo ein Trainer Spieler einlädt, denen andere dann das Mitmachen doch (aus ihren Selektionsmotiven heraus) verweigern, das habe ich lieber nicht gesagt: wäre ja nur der beleidigte Papa des nichtgenommenen Spielermaterials gewesen, nicht der Rede wert, wo alle so wichtig u. erfolgreich sind.
    Da mein anderer Sohn genommen wurde, hoffe ich, dass das keiner dort liest u. man nun beleidigt wäre - schließlich kann er zwar auch woanders spielen, dort wird aber eben auch "anders" gespielt/trainiert.... Wenn alle so tun, als ginge es da nur um Kinder, ihre Talentförderung - ich kann das nicht mehr hören! Man schaut ja nicht mal hin, verspricht heute dies, morgen gilt nichts - worum es da geht, it mir zumindest klar. Dennoch: Alternativen gibt es nicht, also kann man da nur schweigen, hier aber: hier kann man doch so was wenigstens mal bereden, wenn man damit schwer fertig wird, ohne nur reflexhaft sofort als beleidigter Papa unfähiger Kids abgetan zu werden, oder? Klar, die etwaige Schere geht fürs Kind nun weiter auf... (LZ it auch nicht gleich LZ, nur so am Rande.) So, habe fertig, schade um unseren KiFu, sag ich nur!

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

    Einmal editiert, zuletzt von Kicker ()

  • Eigentlich sollte es so sein, dass das Talent bis einschl. D-Jugend im Heimatverein bleibt und auf dem Stützpunkt trainiert wird. Erst ab der C-Jugend sollte eine weitergehende Förderung der besten Talente durch den Wechsel in einen Leistungsverein folgen. Weil sich aber nicht alle daran halten, findet bereits früher eine Selektierung der "Perlen" statt.

    Mich würde mal interessieren, wo du das im Konzept findest?
    Das viele "Dorftrainer" und auch die Stützpunkttrainer dieses Märchen verbreiten, hat wohl eher damit zu tun, dass sie ihre Perlen (aus EIgennutz, das eigene Team ist dann ja besser) gerne bis zur U13 behalten. Denn bei den meisten Vereinen, wird nach der D-Jugend der Trainer gewechselt, d.h. in den älteren Jahrgängen gibt es feste Trainer für die C-, B- oder A-Jugend, das "MItgehen" mit dem Jahrgang von den Minis endet in der D-Jugend.
    Hier "verlieren" die Trainer also ihre Spieler sowiso, weshalb sie, den Wechsel danach als optimal verkaufen.


    Im Konzept des DFB habe ich dies nicht gefunden ( habe aber keine Lust im aktuellen Papier nochmal zu suchen). Im Gegenteil, dort steht, dass die talentiertesten Spieler unter besten Bedingungen ausgebildet werden sollen. Und die höchste Stufe in der Ausbildung des DFB (zumindest in Altersstufen, wo die Jugendnationalelf noch nicht existiert), haben nun mal die NLZ, die STützpunkte sind per Konzept des DFB, lediglich Zulieferer der NLZ.



    @kicker


    Du haust hier ja ganz schön auf die...
    Du schreibst, dass dein SOhn ins NLZ wechselt. Gut mag sein.
    Du schreibst, dass das NLZ dich ebenfalls wanstellen will/wollte als Trainer. Da habe ich gewisse Zweifel.


    Überlegen wir mal: Niedersachsen: NLZ:
    - Hannover 96 (halte ich für unglaubwürdig)
    - Wolfsburg (auch sehr unwahrscheinlich, schon gar nicht überhalb der U10)
    - Braunschweig, sind die überhaupt ein richtiges NLZ? (erfüllen die alle Bedingungen? VOr einem Jahr jedenfalls noch nicht) Gut, hier kenne ich mich nicht so aus, außer, dass Eintracht Braunschweig sicherlich keine bessere AUsbildung anbietet, als andere gehoben Jugendvereine ala TeBe, Essen oder Ulm, eher schlechter.
    - VfL Osnabrück (k.a. ob die nen NLZ haben, allerdings ist die Jugendarbeit ganz gut, beginnt aber erst mit der U13). Kann mir daher nicht vorstellen, dass du dort Trainer werden solltest.
    - Werder Bremen (liegt in Niedersachsen). In den Bereich des NLZ, wärst du sicherlich nicht als Trainer gekommen, allerdings hat Werder auch BReitensportmannschaften, wie C4 oder D5.
    - HSV, siehe Werder Bremen.


    Habe ich einen Verein vergessen? Klär mich auf, ich komme nicht aus Niedersachsen.


    Mich brennt es ja wahnsinnig, zu erfahren, ob du wirklich so ein dicker Fisch bist, wie du behauptest, oder ob du ein Dampfplauderer bist?
    Ich habe gute Kontakte in den Großteil obiger Vereine, also nenn mir doch den Verein (gerne auch per pm) der so schlecht sichtet und der dich als Trainer will? Ich wurde ziemlich schnell herausfinden, ob die überhaupt offene Stellen im NLZ hatten, die sie neu besetzten mussten, und Kandidaten suchen mussten...

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • Sir Alex
    Eine altersgemäße Trennung zwischen NLZ und Stützpunkt wirst du so auch nicht im DFB-Konzept finden, weil der DFB den vereinseigenen NLZ so keine Vorschriften machen kann.


    Dennoch möchte ich die Steilvorlage von Follkao gerne aufnehmen, um Aspekte ins Spiel zu bringen, die eine solche Trennung zuminindest in den meisten Fällen für sinnvoll erachten lassen. Gehen wir also ein paar Jahre zurück, also der ehemalige Kultverein des SV Meppen am Rande des finanziellen Ruins fünftklassig vor sich hindümpelte und kramfthaft nach Strohhalmen suchte, mit denen man auf sich aufmerksam machen konnte.
    Ein ehemaliger Profi hatte die Idee, wie seinerzeit bei ihm sollten 1-2 Jahrgänge besonders gefördert werden, damit sie später einmal, wie 1987 beim SV Meppen mit Eigengewächsen in die 2. Bundesliga aufsteigen. Weil man damit gar nicht früh genug anfangen kann, nutzte er seine Kontakte als Kreistrainer und den Stützpunkttrainern, um die besten Talente im Umkreis abzuwerben. Rasch wuchs der Kader auf über 20 Kinder an, die teilweise sogar aus dem benachbarten Niederlanden kamen. In der Kreisliga (höher gehts beim NFV in der D-Jugend noch nicht) hatte man keine Konkurrenz mehr, denn man hatte die Gegner um ihre Leistungsträger beraubt. Also wurde die Parole ausgegeben, das nur ein zweistelliger Sieg keiner Niederlage gleichkommt. Wer sich die Mühe machte, um sich solche Spiele anzuschauen, mußte mit dem Kopf schütteln. Da wurde pausenlos der Ball in den gegnerischen Strafraum hineingedroschen. Dort standen die Stürmer und warteten auf Fehler der gegnerischen Abwehr, die dann mit Abstaubertoren ausgenutzt wurden. Die Verteidiger und der Torwart bekamen hin und wieder mal einen Rückpaß, aber man hätte sie auch ganz weglassen können, ohne das es aufgefallen wäre. In den Medien wurde nun eifrig darüber berichtet, welch großartige Förderarbeit beim SV Meppen gemacht wurde. Man geriet jedoch etwas in Not und begab sich auf die Suche, wie man denn das Ganze noch Toppen könnte und als Vorstufe zum wirklichen Leistungsfussball ab der C-Jugend verkaufen konnte. Schließlich fand man Verbündete in Norddeutschland und man gründete ohne Billigung des NFV die "wilde Landesliga". Hier wollte man sich außerhalb der Spieltage treffen, um "auf Augenhöhe" um Tore und Siege zu kämpfen.
    Nachdem in der ersten Saison alle "Gegner von der Platte" geputzt wurden, kam ein weiterer Fussballdinosaurier aus dem Emsland auf die Idee, das Ganze zu kopieren. So lockte auch der TUS Lingen die Talente. Hier erging es den Talenten noch schlimmer. Denn weil der TUS sich sportlich nicht für die Kreisliga qualifiziert hatte, wurde in der Kreisklasse Gegner um Gegner mit noch deutlicheren zweistelligen Ergebnissen niedergerungen. Auch hier mußte man den Eltern der Talente mehr bieten und so beschloß man gegen Nachwuchs-Teams der Proficlubs Testspiele auszutragen. Die Kosten dafür hatten allerdings die Eltern zu tragen, denn auch beim TUS waren die Vereinskassen längst geplündert.
    Der Druck aus den umliegenden Dorfvereinen wurde immer größer. Es begann damit, das sich Trainer weigerten mit ihren Teams zu Punktspielen anzutreten, weil sie keinen Sinn in diesen Kampf David gegen Goliath sahen. Auch der TUS wurde nicht mehr zu Pokalturnieren eingeladen und zusehends isoliert. Was aber das schlimmste an der Sache war: das Konzept durch eine sehr frühe Förderung im Verein die Talente noch effektiver zu fördern, ging nicht auf! Leider entwickelten sich die meisten Talente nicht so weiter, wie man es erhofft hatte. Dort, wo die Eltern mit etwas Fussballsachverstand ausgestattet waren, wurden Konsequenzen gezogen und die Talente beim niederländischen Nachbarn Twente Enschede in die Jugendabteilung übergeben. Hier konnten sich fast alle prächtig entwickeln, weil es dort bereits ab der D-Jugend eine Landesliga gibt, in der 4 -5 mal wöchentlich trainiert und am Wochenende Punktspiele "auf Augenhöhe" stattfinden.
    Beim SV Meppen und dem TUS Lingen intensivierten sich die Kontakte zu den beiden Stützpunkten, denen auch nicht entgangen war, das die jahrelange Förderarbeit für die Katz ist, wenn nicht in den Vereinen eine fussballerische Entwicklung mit Augenmaß stattfindet. Schließlich einigte man sich gemeinsam mit weiteren Trägern auf die Einrichtung eines NLZ, wo "handverlesene Talente" aus dem Emsland ab der C-Jugend gefördert werden sollen. Selbst Werder Bremen beteiligte sich zunächst finanziell, später auch mit Know-How am Projekt, um ein Zeichen zu setzen, das das Emsland "Werder-Land" ist, denn man hatte sich darüber geärgert, für emsländische Akteure in den Reihen von Twente zukünftig Millionen hinblättern zu müssen. Auch war ihnen nicht entgangen, das kaum noch ein NFV-Auswahl-Jahrgang ohne emsländische Talente von Twente auskam und selbst der DFB-U 17 Coach Steffen Freund Gefallen an den emsländischen Talenten gefunden hatte. Twente hatte demonstriert, was man aus Talenten machen kann, wenn man es richtig anpackt!
    Das emsländische NLZ läßt sich grob so beschreiben: Eine Abwerbung in der D-Jugend gibt es nicht mehr! Erst ab der C-Jugend werden die Talente (meistens Stützpunkt-Kinder) unter der Regie des SV Meppen - Emsland Jugendleistungszentrums gefördert. Dort gibt es für die C, B, A und U 21 jeweils eine Leistungsmannschaft. Damit die anderen Breitensport-Spieler des Vereins keine Nachteile erfahren, dürfen die verpflichteten Talente ausschließlich in der Leistungsmannschaft spielen. Für den Fahrdienst ist gesorgt. Mittlerweile gibt es auch einen Kunstrasenplatz, auf dem bei schlechten Wetter trainiert und gespielt werden kann. Die Trainer sind die gleichen wie vorher, was weder als Vor- noch als Nachteil gelten kann, denn die Ligen sind auch zunächst auch die Gleichen geblieben.
    Über ein paar Dinge macht man sich als Außenstehender so seine Gedanken, denn es werden sehr große Hoffnungen in dieses NLZ gelegt:
    1. Es fehlt ein für die gesamte Jugendausbildung gültiges Taktikkonzept. (Soll jetzt aber wohl mit dem neuen NLZ-Leiter kommen)
    2. Es fehlt für die Spieler des erweiterten Kaders Spielpraxis (Das Konzept sollte auf Dauer auf 2 Mannschaften pro Jugendgruppe erweitert werden, damit es durchgängiger wird) Dazu würde es eines
    weiteren Ausbau`s der Infrastruktur bedürfen
    3. Basierend auf das unter 2. geschilderte Problem ist die Fluktuation und die Fixierung auf Saisonziele noch zu groß.


    Natürlich braucht es ein paar Jahre, bis sich Erfolge abzeichnen. Eine Verschlechterung zum vorherigen Zustand hat es nicht gegeben. Die C-Jugend wurde sogar, wenn auch knapp, Landesliga-Meister. Warum man allerdings nicht an der Relegation zur Regionalliga teilnehmen möchte, erschließt sich derzeit meinem Kenntnisstand.


    Es wurden die richtigen Konsequenzen aus dem fehlgeschlagenen D-Jugend-Vereinskonzept gezogen und es wurde "Kirchturmdenken" überwunden. Denn Zweck der Förderung ist es nicht (allein), für den SV Meppen ausreichend Nachwuchs zu fördern, sondern auch für den Profibereich mit entsprechender Infrastruktur Talente zu fördern, die sonst ans Ausland verloren gehen bzw. mit viel Geld zurück gekauft werden müssten. Zwar wechseln nach wie vor die Toptalente nach Twente, das soll sich aber schon bald ändern. Nunmehr ist aber auch FC Groningen auf diese Schiene aufgesprungen, nachdem Emmen sein Jugendleistungszentrum weiter landeinwärts verlagert hat.


    Das Emsland gilt als eines der am dünnsten besiedelten Gebiete Deutschlands. Weil es jahrelang von den umliegenden Proficlubs vernachlässigt wurde, nahmen sich schließlich die niederländischen Nachbarn den darin vorhandenen Talente an. Sie konnten eindrucksvoll belegen, wie man Talentförderarbeit "richtig macht", dann auch ohne Erfolgsrezept schaffen sie es Jahr für Jahr Toptalente ans oberste Niveau heran zu führen, während in den deutschen Talentschmiede immer nur nach Stichtagsergebnissen geschaut und mit nervösem Daumen gleich rauf und runter entschieden wird. Für die einheimischen Talente sollte sich das Ganze positiv entwickeln und den Verantwortlichen auf Deutscher Seite die Augen öffnen, sinnvolle Förderarbeit zu betreiben.


    Noch ist es zu früh ein Fazit zu ziehen, weil nach der ersten Saison weitere Anpassungen vorgenommen werden. Dies ist dann auch einer der Gründe, warum es (noch) kein Förderzentrum für die weiblichen Talente gibt. Denn im vergangenen Jahr gab es eine Kooperation zwischen Vicotria Gersten (2. Bundesliga Frauen) und dem SV Meppen. Seitdem können begeisterte Frauenfussballfans auch Profi-Frauenfussball schauen. Die anderen Frauen- und Mädchenmannschaften spielen und trainieren weiterhin in Gersten. Als besonderer Erfolg dieser gemeinsamen Anstrengungen ist dann auch der Aufstieg der B-Juniorinnen in die neue Bundesliga zu werten. Denn auch hier gibt es Synergieeffekte durch den Know How Transfer und der insgesamt etwas professionelleren Arbeit.


    Gerne möchte ich noch ein abschließendes Wort für die strittige Arbeit der Talentbeurteilung sagen. Es ist für die Sichter und/oder Trainer eine schwere Aufgabe bereits früh ein Talentpotential zu erkennen, weshalb die Irrtumsrate sehr hoch ist. Dies liegt auch darin begründet, das man die Talente nicht auf ihre sportlichen Leistungen reduzieren kann, sondern als Individuen ganzheitlich betreut werden müssen. Diese Aufgabe kann nicht allein, sondern nur in der gemeinsamen Verantwortung des gesamten sozialen Umfelds getragen werden. Selbst dann, wenn die untrüglichen Talentmerkmale später bestätigt werden, ist die Wahrscheinlichkeit, es bis in die oberste Spitze zu schaffen, sehr gering. Eigentlich wäre alles Nichts oder es gäbe noch andere Ziele als die 1. Bundesliga und die Nationalmannschaft? Auch Eltern der Talente können sich nicht aus der Pflicht stehlen, neben ihren Träumen und Wunschvorstellungen sich auch mit real erreichbaren Zielen ihrer Kinder auseinander zu setzen. Dazu brauchen sie vielleicht Hilfe, die z.B. übers Elterncoaching erreicht werden kann.

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  • Wie kann man so ins Privat-Persönliche abdriften? Ich hatte nur (leider) F. daraufhin geantwortet, nun willst du weiter machen: wozu? (Andere als Person abkanzeln, um sich selbst zu erhöhen, so der Rhetorikratgeber?) Also laut F. kennst du nicht mal die NLZ richtig (oder?), außerdem schrieb ich LZ! Unterschied nun erkannt? THEMA sollten hier aber die (falschen/richtigen) Sichtungskriterien sein, die Frage danach, nicht wo mein o. dein Sohn spielen... BITTE zum Thema (da meinetwegen nach Stp, NLZ, LZ differenzieren)!


    PS: Mein Kind ist auch erstmal nach dem Talenttagen zum Training eingeladen. Ich weiß, dass man noch an 2 o. 3 Kindern "dran" ist, die schon seit 3 jahren in Auswahl/Stp sind, dort also genau daraufhin (genormte Kriterien, auf die es Trainern ankommt?) trainiert wurden, was "man sehen will". Kommen die, dürfte mein Sohn wieder draußen sein: wenn nicht auch die Biografie u.ä. beachtet wird! So erklärt sich meine o.g. Frage dann auch: wer nicht gut genug ist, ok, der kommt nicht rein, wer aber nur 3 Jahre lang miese Trainer (die nicht mal selbst Fußball spielen können, dafür aber wie die Löwen für den Sieg schrieen, Kids runtermachten bei Rückständen statt etwas lehren zu können...) hatte, der muss ja nicht auf ewig schlechter sein, bleiben wie die, die gute u. zudem noch den Stp als Förderung hatten. Würden die im Stp nicht reell weiter gebracht, machte er keinerlei Sinn, also sollte mir bitte keiner aberwitzig erzählen, es sei alles ganz egal, mein Sohn sei nicht biografisch im Nachteil, da er ja im Dorfverein u. auf der Wiese spielen konnte... Würde ich Trainer o. was Größeres sponsern, wäre ein "Kriterium" in einem der beiden hiesigen LZ erfüllt, er käme dort rein; aber diese "Kriterien" sollen hier nicht Thema (gehörten aber in einen realistischen K-Katalog mit rein) sein, die kennt man längst, doch: wie schaffen es Kinder selbst? Kenne da eins, das für mich der beste ringsum wäre (daher vermittelte ich ihm 3 Probetrainings im LZ), hat aber nie eine Chance bekommen, Gründe: Papa ist Hartz-4, der hielt seinen Sohn für den Größten (fragte den LZ-Trainer, wieviel man für sein Kind zahle, wo dessen Konkurrentenvater 5.000 Euro mitbrachte an "Spende"), Training nur im Dorfverein (spielte dort 2 Jahrgänge über dem eigenen, war da aber immer Stärkster!) usw. Heute spielt der schon (wie Papa) Fußball vor allem auf der Playstation, Talent hinüber: Schicksal o. Systemversagen...? Ich finde es nur z.T. schon erschreckend, wie manche Kinder abwerten, aburteilen, in deren Obhut man Kinder zu geben meint. (In einem anderen Thread sind sich alle einig: 11/12-jährig Problemfälle rauswerfen, dazu hat man ja die Macht, fertig und gut ist...) Nachvollziehbare Kriterien scheinen eben bei der Auswahl gar nicht so wichtig, man kriegt sie nirgends transparent an die Hand: was dann doch mich (als bloßen Papatrainer, kein "Profi im Stp/LZ": da würde ich nicht funktionieren, schnell quersteuern u. rausfliegen, daher nehme ich Offerten nicht an) im Verdacht relativer Willkür bzw. dass es nicht wirklich zuerst ums Talent selbst geht (sondern seine Verwertung zum Nutzen Dritter) bestätigt, oder?

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  • Die (hohe) Irrtumsrate ist das, worum es mir geht: die Wahlkriterien können die ja erhöhen o. verringern! Die Kehrseite vom Irrtum ist die (fürs aus dem Vollen schöpfen könnende System wie jeweilige Individuen - mir wichtiger!) verpasste Chance. Darüber könnte man sich mal Gedanken machen: sammeln, abwägen, differenzieren, bewerten (je nach Gesichtspunkt: Kind, Trainer...) etc., oder? Ich kenne die ("untrüglichen")nicht genau...

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • Wie kann man so ins Privat-Persönliche abdriften? Ich hatte nur (leider) F. daraufhin geantwortet, nun willst du weiter machen: wozu? (Andere als Person abkanzeln, um sich selbst zu erhöhen, so der Rhetorikratgeber?) Also laut F. kennst du nicht mal die NLZ richtig (oder?), außerdem schrieb ich LZ! Unterschied nun erkannt? THEMA sollten hier aber die (falschen/richtigen) Sichtungskriterien sein, die Frage danach, nicht wo mein o. dein Sohn spielen... BITTE zum Thema (da meinetwegen nach Stp, NLZ, LZ differenzieren)!


    PS: Mein Kind ist auch erstmal nach dem Talenttagen zum Training eingeladen. Ich weiß, dass man noch an 2 o. 3 Kindern "dran" ist, die schon seit 3 jahren in Auswahl/Stp sind, dort also genau daraufhin (genormte Kriterien, auf die es Trainern ankommt?) trainiert wurden, was "man sehen will". Kommen die, dürfte mein Sohn wieder draußen sein: wenn nicht auch die Biografie u.ä. beachtet wird! So erklärt sich meine o.g. Frage dann auch: wer nicht gut genug ist, ok, der kommt nicht rein, wer aber nur 3 Jahre lang miese Trainer (die nicht mal selbst Fußball spielen können, dafür aber wie die Löwen für den Sieg schrieen, Kids runtermachten bei Rückständen statt etwas lehren zu können...) hatte, der muss ja nicht auf ewig schlechter sein, bleiben wie die, die gute u. zudem noch den Stp als Förderung hatten. Würden die im Stp nicht reell weiter gebracht, machte er keinerlei Sinn, also sollte mir bitte keiner aberwitzig erzählen, es sei alles ganz egal, mein Sohn sei nicht biografisch im Nachteil, da er ja im Dorfverein u. auf der Wiese spielen konnte... Würde ich Trainer o. was Größeres sponsern, wäre ein "Kriterium" in einem der beiden hiesigen LZ erfüllt, er käme dort rein; aber diese "Kriterien" sollen hier nicht Thema (gehörten aber in einen realistischen K-Katalog mit rein) sein, die kennt man längst, doch: wie schaffen es Kinder selbst? Kenne da eins, das für mich der beste ringsum wäre (daher vermittelte ich ihm 3 Probetrainings im LZ), hat aber nie eine Chance bekommen, Gründe: Papa ist Hartz-4, der hielt seinen Sohn für den Größten (fragte den LZ-Trainer, wieviel man für sein Kind zahle, wo dessen Konkurrentenvater 5.000 Euro mitbrachte an "Spende"), Training nur im Dorfverein (spielte dort 2 Jahrgänge über dem eigenen, war da aber immer Stärkster!) usw. Heute spielt der schon (wie Papa) Fußball vor allem auf der Playstation, Talent hinüber: Schicksal o. Systemversagen...? Ich finde es nur z.T. schon erschreckend, wie manche Kinder abwerten, aburteilen, in deren Obhut man Kinder zu geben meint. (In einem anderen Thread sind sich alle einig: 11/12-jährig Problemfälle rauswerfen, dazu hat man ja die Macht, fertig und gut ist...) Nachvollziehbare Kriterien scheinen eben bei der Auswahl gar nicht so wichtig, man kriegt sie nirgends transparent an die Hand: was dann doch mich (als bloßen Papatrainer, kein "Profi im Stp/LZ": da würde ich nicht funktionieren, schnell quersteuern u. rausfliegen, daher nehme ich Offerten nicht an) im Verdacht relativer Willkür bzw. dass es nicht wirklich zuerst ums Talent selbst geht (sondern seine Verwertung zum Nutzen Dritter) bestätigt, oder?


    Auch nach deinem nächsten Statement komme ich beim Lesen deiner Beiträge zu folgender Erkenntnis:


    Du bist ein ewig nörgelnder Vater, genau so einer, den wir alle kennen und "lieben". Du würdest gerne durch deinen Sohn, die Fussballkarriere erleben, die du selbst nicht geschafft hast.


    Nur im Unterschied zu vielen anderer Vater, der gleichen Sparte, hast du versucht deine gute Bildung linguistisch so elegant (man könnte auch aufgeladen meinen) zu verpacken, dass du erst einmal blendest, da du dich so von "deinesgleichen" abhebst, dass die echten Beweggründe bzw. Inhalte deiner Posts vom Leser nicht so klar wahrgenommen werden. Ich unterstelle dir sogar, dass dies nicht zufällig geschieht, sondern genauso von dir beabsichtigt ist.


    Nichts desto trotz bleibt, wenn man deine Worte mal auf den Inhalt reduziert, dass du teilweise großen Kokolores von dir gibst.


    Dinge argumentativ zu bearbeiten, die du in deinen Postungs "verzapfzt", dazu habe ich ehrlich gesagt keine Lust. Das ist teilweise erstens offensichtlich, zweitens interessiert es dich eh nicht (das willst du ja gar nicht hören) und drittens glaube ich, dass du einige DInge sogar selbst besser weißt, aber trotzdem anders darstellst.




    P.S.: Du wirfst mir vor, mich zu erhöhen, um dich abzukanzeln. Dabei ist genau das eigentlich dein Stilmittel. Sicherlich besser versteckt und auf höchstem linguistischen Niveau, aber durch eben diese bewußte Wahl einer überladenen, elitären Sprachweise, willst du doch dem Gegenüber subtil vermitteln, dass du der Erhabene bist und inhaltlich mehr Substanz zu bieten hast.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • Ach noch etwas, vielleicht bist ja du der Grund, warum dein Sohn (deine Söhne) nicht in die Mannschaften kommen, die du dir erträumst.


    Ich kann nur für mich sprechen, aber wenn ich schon weiß, dass die Verplichtung eines Kindes zur Folge hat, dass das Gesamtpaket einen stets besserwissenden, unzufriedenen Vater beinhaltet, der permanent Brände abseits des Spielfeldes legt, dann würde ich diesen Jungen ganz sicher auch nucht aufnehmen. Nichtmal, wenn es der neue Messi ist.
    Das wird ganz schnell ein Flächenbrand, was zur Folge hat, dass die Ausbildung aller Kinder leidet.


    Leider kann man manchmal Kinder nicht unbeachtet ihrer Eltern betrachten. Aber meine lange Trainerkarriere hat mich gelehrt, manchmal kann man einen Jungen nicht aufnehmen, obwohl an diesem selbst alles stimmt. Aber man muss das Gesamtpaket sehen.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • @Kicker:
    Nur mal Interessenhalber: Was ist der Unterschied zwischen einem Nachwuchsleistungzentrum und einem Leistungszentrum?
    Ist das nicht ein und dasselbe?


    Und wenn dir das Angebot gemacht worden ist, dass du dort trainieren sollst, hast du doch sicher zumindest die B-Lizenz. Daher finde ich es schade, wenn ein solch ausgebildeter Trainer nicht zumnidest eine Mannschaft mit seinem Wissen befruchten kann und sich gegen ungerechte und schlecht trainierende Vatertrainer ob seines Fachwissens, gepaart mit deinen, wie du selbst schriebst, überragenden Fähigkeiten als Dozent, durchsetzen kann.
    Woran kann es in deinem Fall liegen, dass niemand im Fussball deiner Region diese unglaubliche Perspektive für die Kinder erkennt?

  • Sir Alex
    Erst mal Dank für deine klaren Worte!


    Ich sehe den Hauptzweck dieses Forums darin, das alle am Fussball Interessierten und vornehmlich im Jugendbereich aktiv oder passiv handelnden Personen eine Diskussionsplattform haben, aus der sie ihren persönlichen Nutzen ziehen können. Wenn dabei kontrovers diskutiert wird, dann habe ich solange kein Problem damit, das man seine Argumente auf sachlicher Basis austauscht. Denn manchmal gibt es eben mehr als nur eine Lösung. ich habe allerdings ein Problem damit, wenn wie in den letzten Wochen sehr viele Themen dadurch zerredet werden, indem aus den persönlichen Erlebnissen Verallgemeinerungen abgeleitet werden. Auch drängt sich mir an dieser Stelle die Frage auf, ob es besser ist, sich über die wenigen positiven Veränderungsmöglichkeiten zu unterhalten oder lieber über die vielen Negativen, die Fortschritte verhindern?


    Aus den vorgenannten Gründen würde ich mich freuen, wenn der User zunächst einmal innehält, seine Gedanken für einige Wochen sortiert und wir in der Zwischenzeit das eine oder andere Thema sachlich weiter diskutieren könnten.

  • den persönlichen Erlebnissen Verallgemeinerungen abgeleitet werden.


    dieses und auch sonstige Einzelfälle


    sich über die wenigen positiven Veränderungsmöglichkeiten zu unterhalten oder lieber über die vielen Negativen, die Fortschritte verhindern?


    die wenigen positiven Veränderungsmöglichkeiten haben dem Fussball ja gerade eine ständige Weiterentwicklung gebracht,
    und so wird es auch in Zukunft sein, alles Negative nur anprangern bringt keine Weiterentwicklung .


    gg

  • @ Beitrag 61 (Chris) und 62 (TW Trainer)....hoffe das ich nicht auf der Liste stehe :]


    Unser Stützpunktleiter hat mal im Zusammenhang eines Endspiels seiner U 14 in der Zeitung geäussert, dass die individuelle Klasse seiner Spieler besser sei, als die seines aus dem Ruhrgebiet kommenden Gegners. WIR sind hier absolut ab vom Schuß und ländlich und somit stehen die willigen Talente auf der Matte des Stützpunktes versammelt. Im Gegensatz hierzu hat das angereiste Stützpunktteam andere hochtalentierte Spieler nicht beim Stützpunkt spielen, sondern z.B. bei Bochum, Schalke oder Dortmund...Essen was weiss ich.


    Nach der C...werden die Stützpunktspieler die nicht in "Leistungsvereine" vermittelt werden konnten...zurück in die alten Vereine wechseln. HIer hat man eine sogenannte Regionalauswahl gebildet, wo die besten der nichtvermittelten Spieler aus -ich glaube- drei ehemaligen Stützpunkten zusammenfasst. Die trainieren nur einmal in zwei Wochen und fahren zu Turnieren und Freundschaftsspielen gegen den VFL Osnabrück oder auch gegen Dortmund`s B 1 usw..


    Auf meine Frage an den hiesigen super netten Stützpunktkoordinator und den Trainer dieses Teams wurde mir erklärt, dass das eine noch nicht ausgereifte Sache sei....die irgendwo inoffizielle -weil sinnig...was das verhindern von abhandengehenden Talenten angeht- Sache sei.


    Ich erzähle das hier, weil .....es einer großer Unterschied ist, ob es sich um einen ländlichen Stützpunkt handelt oder um einen aus einem Ballungsgebiet, der umzingelt ist von größeren "Leistungsvereinen". Dieser Satz stammt aus meiner subjektiven Wahrnehmung...so schätze ich das jedenfalls ein.


    Richtig ist auch, dass die Eltern hier maßlos hineininterpretieren. Genau diesen Zahn ziehe ich denen bald auf einem Elternabend. Ich werde in der kommenden Saison fünf Stützpunktspieler bedienen, aua.


    Da hätte ich darüber hinaus mal eine Frage an TW-Trainer:


    Eine Mutter eines Stützpunktspielers erzählte mir neulich, dass ihr Sohn in der Klasse fünf des hiesigen Gymnasiums ziemlichen Schulstress habe. Dazu Musikunterricht und Montags Stützpunkt, Dienstag und Freitag bei mir Training. Da ich selber Vater bin....ich -wie erklärt- den Stützpunkt nicht als großes Sprungbrett für Jedermann, sondern nur für ganz wenige halte....ich die Arbeit dort jedoch sehr gut finde.....


    .....ließ ich mich darauf ein, ihr anzubieten, dass -für den Fall das der Junge fertig ist, kaputt ist etc....lernen muß etc.....ein Training bei mir schludern dürfe...entsprechend das Dienstagtraining. Ich riet ihr, darüber absolut die Klappe zu halten, weil ich natürlich weiss, was der Stützpunkttrainer dazu sagen würde.


    Was sagst du dazu....ok....oder sollte ich ihr raten, den Stützpunkt zu verlassen?


    Der/die Stützpunkttrainer sind gute Trainer die gute Arbeit leisten. Ich schaue mir das regelmäßig an...sie arbeiten nach den Broschüren Dfb (Infomaterial). Dabei sind das nette Leute und die Jungs spielen in ihrer Leistungsgruppe, was nicht für jeden Spieler im Stützpunkt auf dem Land so ist.


    Ich habe vorraussichtlich zwei Spieler der fünf, die sich etwas von der Leistungsgüte der anderen Spieler in meinem kommenden Team abheben....die anderen 3 Stützpunktspieler spielen ähnlich stark, wie viele andere Nichtstützpunktspieler...meine Meinung.


    Ich selber glaube....ähnlich gut wie die Stützpunkttrainer zu trainieren...ein starkes Team zu haben....was ich nicht bieten kann, ist das überörtliche Spiel.


    Im Prinzip müßte ich -so meine Einschätzung richtig wäre- den Eltern sagen, das der Stützpunkt für ihren Schützling nur noch einen Pluspunkt hat....sie spielen Überörtlich...und wenn das Kind/Ihr Sohn hier sowas von willig ist zum Fußball und morgens schon dribbelnd zum Frühstück kommt....der ländliche Stützpunkt hier durch das überörtliche Spiel den Vorteil bietet, das der Junge bei diesen überörtlichen Spielen gesichtet werden könnte.


    Wer von diesen Stützpunktspielern -die bei mir trainieren- nicht willig wäre, später weit mit dem Auto zu fahren....der könnte seinem Kind den Stützpunkt hier...auf Grund der von mir geschilderten Umstände dem Stützpunkt unter diesen Vorraussetzungen doch besser den Rücken zuwenden. Hätte das vorraussichtliche Plus...das Sohnemann bei zwei Trainings mehr Zeit für sich hätte und den Fußball eher als Lust, statt als Frust empfände, richtig? Gr. Andre

  • Andre
    Zu deiner 1. Frage: Ich hoffe, das Derjenige sich angesprochen fühlt. Sonst kann ich auch nichts machen! Du bist es jedenfalls in meinen Augen nicht.


    So, nun zu den einzelnen Punkten.


    Mit dem supernetten Stützpunktkoordinator meinst du sicherlich den Stützpunktleiter. Denn DFB-Stützpunktkoordinatoren gibt es nur 3 bei NFV und die lassen sich eher selten blicken.


    Trotz regelmäßiger Fortbildung der Stützpunkttrainer, bei denen auch die von dir angesprochenen Fragen diskutiert werden, gibt es auch den indiviudellen Faktor der Beurteilung. Wenn glaubwürdig versichert werden kann, das schulische Leistungen der einzige Hinderungsgrund für das gelegentliche Fehlen beim Stützpunkttraining ist, dann sollte das schon O.K. gehen. Schließlich muß man dabei bedenken, das dieser Spieler einen Talentausbildungsplatz besitzt, der dann für ein anderes Talent blockiert ist.


    Ich gebe dir recht, wenn du sagst, das in der Provinz häufig nur der Stützpunkt für die eine Möglichkeit bietet, auf höherem Niveau 1 x wöchentlich zu spielen. Allerdings kann sich ein Talent ebensogut in einem Verein entwickeln, wenn es über die bereits mehrfach beschriebenen Eigenschaften verfügt. Nur in ganz wenig Fällen erkennt man überragendes Talent. Aber es ist ein Trugschluß zu meinen, das wären dann die Talente, deren Weg nach ganz oben schon vorprogrammiert sei. Denn die meinen Ex-Profis antworten auf die Frage nach dem Talent im Kindesalter sinngemäß, das es viele gab, die mehr Talent hatten, aber nur die sich durchsetzen konnten, die sich durch nichts aus der Bahn werfen ließen. So ist auch mein Kommentar über eine ungewisse Talentprognose im unteren Jugendfussball zu verstehen.


    Es ist sicherlich eine gute Idee, wenn du den Eltern von Stützpunktkindern gemeinsam mit denen, deren Kinder dort keinen Platz gefunden haben, sachliche Informationen über die Stützpunktarbeit geben kannst. Das kommt leider manchmal zu kurz auf dem Stützpunkt. Denn wie Chris schon richtig gesagt hatte: der Stützpunkt sollte nicht überbewertet werden!


    Als nächstes beschreibst du den Leistungsvergleich von Stützpunktteams der beiden älteren Jahrgänge. Das ist in der Tat eine Sache, für die der DFB noch keine passende Lösung gefunden hat. Denn die ganzen systematischen Sichtungen finden nur für die beiden unteren Jahrgängen statt. Eigentlich sollte dann der Sprung in den Leistungsbereich geschafft sein. Es gibt aber auch Spieler, die sich erst später entwickeln und deshalb noch keinen neuen Verein auf sich aufmerksam machen konnten. Dass die Stützpunkttrainer nunmehr auf Eigeninitiative für diese Spieler Leistungsvergleiche anstreben, um neue Wege zu suchen, ist deshalb eine prima Sache.


    Eltern den Rat zu geben: wenn sie nicht bereit sind weite Wege zu fahren, dann sollten sie das Kind gleich den Stützpunkt verbieten, halte ich für nicht optimal! Das mag evl. noch ein Druckmittel für Eltern eines talentierten Jungen gelten, bei den Mädchen wirst du aber häufig ein Nein als Antwort erfahren. Hier sind es nicht selten Trainer oder andere Eltern, deren Kind in der Kreis oder Teilbereichsauswahl gefördert wird, die als Fahrdienst uneigennützig einspringen. Dieses Thema ist auch eher dafür geschaffen, zwischen Eltern und Stützpunkttrainer direkt zu klären. Dennoch gebe ich dir insofern recht, als das es schwierig wird, wenn beide Eltern berufstätig sind oder aber andere (z.B. finanzielle) Gründe dagegen sprechen. Was aus einem Talent wird, liegt weitaus mehr am Talent, als an seinem Umfeld!


    Den Stützpunkt zu verlassen kann ich derzeit eigentlich nur den Torwarttalente empfehlen. Die werden zunächst nach recht seltsamen Kriterien, die teilweise (z.B. Körpergröße) gar nicht durch die Stützpunkttrainer beeinflußt werden können, ausgesucht.
    Doch auf dem Stützpunkt werden die Keeper für Statistenrollen nur dann gebraucht, wenn pausenlos in Feldspielerübungen aufs Tor gedroschen wird. Und während sich die Feldspieler so langsam warm schießen, steht der kleine Keeper frustiert im Kasten, weil er längst erschöpft ist und so weder geistig noch körperlich in der Lage ist, für die jeweilige Aktion sein Können zu beweisen oder sich in irgendeiner Weise weiterzuentwickeln. Hierfür könnte man auch einen "DFB-Dummi" ins Tor stellen. Einzig die koordinativen Übungen zu Beginn einer Trainingseinheit oder wenn gerade mal wieder für eine Demo-Einheit trainiert wird, haben einen Nutzen für die kleinen Keeper. Aber für 20 Minuten ist der Weg zum Stützpunkt dann meist doch zu weit.


    Stützpunkt-Teilnahem gilt als Qualitätsmerkmal für viele größere Vereine (ausgenommen die NLZ der Profivereine). Deshalb werden dort Stützpunktkeeper bevorzugt genommen. Wenn diese sich allerdings gegenüber den eigenen Keepern nicht sportlich durchsetzen können, landen sie rasch wieder beim Heimatverein. Nur die wenigsten versuchen dann noch einen zweiten Anlauf. Denn wer einmal hoch hinaus wollte und tief gefallen ist, verliert an Selbstvertrauen. Andererseits gelangen auch mittelmäßig veranlagte Keeper durch positives Feedback der Stützpunkttrainer auf einen Karriereweg, den sie vermutlich ohne diese Unterstützung in frühen Jahren nicht gewagt hätten. Wird dann zum richtigen Zeitpunkt, der inidividuell anders ist, in einen gut geführten Verein gewechselt, dann bestehen gute Chancen zur Weiterentwicklung.


    Jedes TW-Training im Verein (und sei es durch B-Jugend-Keeper) ist dem Stützpunkttraining für Torleute nach dem DFB-Konzept vorzuziehen. Dort gibt es nämlich keines! Spätestens bis zur Winterpause haben das auch die Kids geschnallt. Wenn dann nicht die Eltern darauf bestehen, will ein Teil der Torhüter nicht mehr hin. Manche hören nach dem Frust auf oder wechseln sogar die Sportart. Es wurde an anderer Stelle beklagt, das ab der C Jugend häufig andere Keeper im Tor stehen, die nach kurzer Zeit bereits bessere Leistungen zeigen. Hier findest du eine der Ursachen dafür!


    Erst, wenn die Keeper auf den Stützpunkten fehlen, wird der DFB bemerken, das Fussball eine Mannschaftssportart ist, bei der auch die Keeper eine Rolle spielen. Erst, wenn die Ausbildungslücke erkannt wird, ist Besserung zu erwarten und es werden endlich geeignete TW-Trainer für die Stützpunkte beschäftigt. Denn auch dort gibt es für die förderungswürdigen TW-Talente keine Zeit zu vertrödeln!


    Ich hoffe, ich habe die Fragen einigermaßen nachvollziehbar beantworten können?


  • Ich selber glaube....ähnlich gut wie die Stützpunkttrainer zu trainieren...

    Na das nenn ich mal gesundes Selbstvertrauen... :D


    Ich kann die Meinung, dass der Stützpunkt nur Sinn macht, wenn er zur Profikarriere führt, nicht teilen.
    Ein guter Fußballer möchte so hoch spielen, wie es eben geht. Das ist doch erstmal nachvollziehbar.
    Natürlich landet nur ein minimaler Bruchteil (<1% ?) der Stützpunktspieler in den Profiligen. In der Regionalliga, in der Oberliga und in der Landesliga dürften es aber reichlich sein. Und wenn der Stp. dazu beiträgt, dass die oberen Amateurligen gut ausgebildet sind, ist das auch ein Wert. Na ja und so ganz für lau spielen die Spieler da auch nicht. Wenn Spieler in der Oberliga sozusagen mein Studentenjob ist, ist das bestimmt nicht schlechter als kellnern oder Kisten im Lager schleppen. ;)
    Die meisten Stützpunktspieler werden ein Training wie im Stützpunkt im Verein nicht bekommen können. Das liegt aber nicht daran, dass der Trainer zu schlecht ist, sondern daran, dass ihre Mitspieler nicht so stark sind.
    Also: Wer in den Stützpunkten den Schritt zur Profikarriere sehen will, liegt meistens falsch. Wer darin die Vorbereitung auf höherklassigen Amateurfußball sieht, liegt oft richtig.