Hallo Fan-Gemeinde,
leider finde ich hier kein Suche-Schaltfläche, ob die Frage eventuell
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Mit welcher Lektüre oder Video-Material kann man Verteidiger erlernen?
MfG Olli.
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Mit welcher Lektüre oder Video-Material kann man Verteidiger erlernen?
MfG Olli.
Hier mal zwei kurze Videos, falls du sowas suchst:
http://de.uefa.com/traininggro…652311.html?autoplay=true
Anmerkung zum zweiten Link von st84
Bei Minute 1:35 erklärt Philipp Lahm, dass man sich als Aussenverteidiger auf eine bestimmte Art (hier entgegen des Uhrzeigersinn, statt mit dem Uhrzeigersinn....meine Worte) zum nach innen/zur Mitte durchbrechenden Angreifer dreht. (mitdreht).
Nochmals erklärt:
Bei dieser Geschichte spiegelt er sich als linker VT....der auf den rechten Angreifer trifft, welcher nach aussen durchbrechen sollte/bzw. dahin abgeleitet werden soll, aber unverhofft als Angreifer zur Mitte zieht....so habe ich es verstanden, so sieht man es im Video....ich hoffe ich habe es richtig gesehen.
Dann dreht sich Philipp nicht mit den Augen zum Ball im Uhrzeigersinn mit dem nach innenspielenden/zur Mitte ziehenden Angreifer mit, sondern dreht sich um die eigene Achse entgegen des Uhrzeigersinns und erklärt das für richtig. Wenn ich das also so richtig gesehen habe, ist genau das meiner Ansicht nach falsch von ihm.
Ich bin der Ansicht, dass das "falsch" ist, was er sagt. Lehrbuchmäßig drehe ich mich mit der Laufrichtung des nach innenziehenden Angreifers mit (also im Uhrzeigersinn mitdrehen),
statt mich gegen den Uhrzeigersinn um meine Achse zu drehen -wie er es im Clip zeigt-, und kommentiert ...weil....ich hier einen Bruchteil der Sekunde den Gegenspieler nicht mehr sehen kann. Dreht er zum Zeitpunkt wo ich ihn nicht mehr sehe erneut ....dann wieder nach aussen....ist der mit Sicherheit weg oder durch. Gruß
Hallo André,
ohne mir das Video ansehen zu können,(iPhone geht kein Flash) denke ich, dass es um folgendes geht. Wenn er ihm die Aussenbahn anbietet, steht er mit seiner rechten Schulter vorn. Geht der Angreifer jetzt doch nach innen, muss er eine viertel Drehung machen gegen den Uhrzeigersinn um Richtung Tor zu kommen. Dreht er anders rum, muss er eine Dreiviertel Drehung machen. Das kostet erheblich mehr Zeit, da ist der Augenblick des Sichtverlustes zu vernachlässigen.
Wie gesagt, habe das Video nicht gesehen, aber so bringe ich es meinen Spielern bei.
Gruß Alex
Das kostet erheblich mehr Zeit, da ist der Augenblick des Sichtverlustes zu vernachlässigen.
Andre, Alexbonn hat Recht.
mach diese Übung mal selbst mit dir als Verteidiger, und du erkennst sofort den Vorteil. natürlich nicht statisch, sondern aus der Laufbewegung heraus-
gg
Andre gibt die Lehrmeinung des DFB wieder. Auch auf dem Lehrgang zum Trainer C-Breitenfußball wurde genau dieser Punkt thematisiert und die Lahmsche Vorgehensweise als falsch dargestellt. In den Unterlagen des DFB wird diese Drehrichtung übrigens explizit als Fehler bezeichnet. Ich hänge die entsprechenden Seiten aus "Fußball von Morgen 4 - Modernes verteidigen" mal an. Problematisch an Lahms Vorgehen ist, dass der Verteidiger Gegner und Ball aus den Augen verliert und für einen kurzen Moment orientierungslos ist. Ein geschickter Angreifer würde in exakt diesem Moment den Durchbruch über außen wählen, würde also im Rücken des Verteidigers außen entlang sprinten. Der Verteidiger bemerkt das erst spät, denn er erwartet ja, den Angreifer nach seiner Drehung innen. Da ist aber keiner. Er muss jetzt die Drehung abbrechen und sich wieder anders herum drehen. Oder er dreht sich weiter und vollführt eine Piruoette.
Ich persönlich folge dem DFB: man sollte den Gegner und den Ball nicht aus den Augen verlieren. Dabei ist es extrem wichtig, dass man flink auf den Beinen und reaktionsschnell ist, sowie dass man schnell starten kann und einen explosiven Antritt hat.
Weil's gerade dazu passt:
Aogo hat gestern beim 0:1 der Franzosen nicht gut ausgesehen. Er macht dabei die Drehung nach außen, der Angreifer zieht nach innen und ist durch. Siehe die ersten 30 sec. von http://www.youtube.com/watch?v=5tJsgoUO-Zg
Grüße
Oliver
Weil's gerade dazu passt:
Aogo hat gestern beim 0:1 der Franzosen nicht gut ausgesehen. Er macht dabei die Drehung nach außen, der Angreifer zieht nach innen und ist durch. Siehe die ersten 30 sec. von http://www.youtube.com/watch?v=5tJsgoUO-Zg
Grüße
Oliver
Da hat der Fehler bereits vor dem Spiel begonnen.
Das Ganze sieht aber sehr sehr leger und sehr sehr unentschlossen, fast unterschätzend aus. Geschieht Ihm Recht.
Taktisch war da alles falsch, bedingt aber durch die mentale Vorbereitung. Den Tempowechsel hat dieser ja erst ein Jahr später mitgekriegt...
das hat doch wohl nichts mit der der Drehung zu tun, sondern wohl eindeutig mit der Geschwindigkeit.
da hätte sich der Verteidiger drehen können wie er wollte.
man kann natürlich jede Aktion, so deuten, wie es einen in den Kram passt.
gg
Und warum hat er schlecht ausgesehen? Weil ihn Badstuber bildhaft allein auf weiter Flur ließ. Aogo bietet Debuchy dann nicht die Außenbahn an (was Zeitgwinn zum Stellen der Abwehrkette gebracht hätte). Als Entschuldigung für Aogo kann man geltend machen, dass die IV + Doppel-Sechs sich in der ganzen Szene schlafmützig verhalten hat.
Wie Alex schon sagte: Dreht er sich nun im UZS muß er einen Schritt mehr machen und verliert minimum zwei Meter. Schaut euch mal den wachsenden Abstand von Badstuber zum Ballführenden an - bei so schnellen Außen kann man sich doch nicht so entblößen?! Das hat Thomas Müller auch präzise im Interview erkannt ("keine Disziplin in der Rückwärtsbewegung").
Auch Löw hat das sauber analysiert: Die Abstände von der Abwehrreihe bis Klose waren viel zu groß - da kann ein Euroliner locker nen Wendekreis ziehen... ![]()
Desweiteren: Bei der EM wird a) Aogo mangels Schnelligkeit und schlechter Flanken nicht spielen und b) würde er da mehr "Armeinsatz" bringen (diese Unart darf ich bei vielen D-Jugendgegnern gehäuft "bewundern"! Stichwort: Taktisches Foul).
Ja, der Fehler ist ganz sicher der fehlende Antritt bei Aogo. Er verliert aber just in dem Moment die Tuchfühlung zu seinem Gegenspieler als er sich nach außen dreht. Böse Zungen behaupten, dass er sich in diesem Moment entscheiden hat, lieber den SR-Asisstenten zu decken.
Dennoch glaube ich, dass er konkret in dieser Situation sich besser nach innen gedreht und den Laufweg nach innen zugemacht hätte.
Grüße
Oliver
Die Abstände im deutschen defensiven Mittelfeld sind zu Beginn der Aktion eindeutig zu groß. Dann machen sowohl Badstuber als auch Aogo Fehler: Badstuber rückt viel zu weit heraus und öffnet so den Raum hinter sich. Betrachte ich den Ort des Geschehens, man sieht im Fernsehbild den Sechzehner noch nicht, hätte er das lieber nicht machen sollen und stattdessen versucht, zu verzögern und auf die Sechser zu warten. Aogo agiert dann tatsächlich stümperhaft. Gestern hatte ich ihn noch in Schutz genommen, aber wenn ich mir das Video angucke, so ist eindeutig zu erkennen, dass er so fest damit rechnet, dass der französische Rechtsaußen die Linie entlang ziehen wird, dass er schon Tempo dorthin aufnimmt und die Innenbahn dadurch öffnet. Er müsste genau das Gegenteil machen, d.h. die Innenbahn zu stellen und den Angreifer nach außen drängen. Als der Franzose dann, wie eingeladen, nach innen aufs Tor zieht, hat Aogo schon zu viel Tempo, um noch im Uhrzeigersinn zu drehen.. Die bereits allenthalben gemachte Analyse ist natürlich richtig: in dieser Situation sind die Lücken, die die deutsche Mannschaft dem Gegner bietet, einfach viel zu groß.
Ja, der Fehler ist ganz sicher der fehlende Antritt bei Aogo. Er verliert aber just in dem Moment die Tuchfühlung zu seinem Gegenspieler als er sich nach außen dreht. Dennoch glaube ich, dass er konkret in dieser Situation sich besser nach innen gedreht und den Laufweg nach innen zugemacht hätte.
Man kann erkennen, dass der Franzose in dem Moment, in dem er den Ball bekommt, direkt in Richtung des deutschen Tores orientiert ist. Und exakt in diesem Moment befindet sich Aogo zwischen ihm und dem Tor. Aber Aogo ist schon in Bewegung, er macht regelrecht Platz. Er hat eindeutig zu früh, das heißt bei noch zu großem Abstand zum Gegenspieler Tempo nach hinten aufgenommen. Und so macht er den Weg zum Tor auf. Er hätte stattdessen in einem deutlicheren Bogen anlaufen müssen, so dass er, wenn der Franzose den Ball bekommt, sich nur relativ knapp vor diesem befindet, und ein Durchbruch nach innen unmöglich ist, ohne in den Mann hinein zu laufen.
Ach da schlafen ja alle.
Der Stürmer lenkt den Gegner nach Aussen, was richtig ist für das Pressing... der linke Mittelfeldspieler macht da schon mal die Linie nicht zu, so dass der Pass in Tiefe ermöglicht. Der zentrale Mittelfeldspieler steht ebenfalls zu weit forne... dieser sollte ja den linken Mittelfeldspieler absichern, steht aber mit diesem in gleicher Höhe. Da ist es eigentlich schon geschehen... Aogo und die zwei Innen Verteidiger schlafen später dann ebenfalls mit.
Kurz; An diesem Tor ist die ganze Mannschaft schuld. Ich sehe da eine totale passivität... wie gesagt; Kopfsache.
Günter, zum Beitrag 7
Lahm`s Variante ist nicht falsch....aber ungünstiger!
das 1:1 in der Defensive ist mein Steckenperd. Über den Flügel, durch die Mitte, im Rücken des Angreifers, nahe vorm Tor, weiter weg vom Tor in allen Facetten mit allen Tipps (Ball anschauen, auf Fußballen, schnell drauf zu und passend langsamer werden, Körperhaltung, sogar nach hinten eine kleine Sichel laufen und aufmachen....das 1:1, das 2 Angreifer gegen einen VT, damit der VT geschult wird und und und.
Der VT der sich um seine Achse dreht....ist in dem Fall, dass er gegen einen schnellen dribbelstarken Trixer antritt -sagen wir einem Robben- mehr benachteiligt, wenn der das so macht....wie Lahm meint. Ein Raubtier im Rücken ist tödlich. In dem Augenblick, wo der Angreifer die Richtung unerwartet wechselt und wo er sich dann ohne Blick auf den Ball weg und um die eigene Achse dreht....ist er verloren, wenn der Angreifer genau in diesem Augenblick wieder die Rtg. wechselt.
Vorteilhafter ist es, wenn er im Rückwärtslaufen "umschlägt"...dh. sich mit ständigem Blick auf den Ball der wechselnden Richtung des Angreifers mitdreht.
Damit ihm aus dieser Vorgehensweise kein Nachteil entsteht, läuft er schließlich rückwärts.....was nur die guten Spieler unter Druck auch so machen. Die müssen schnell rückwärtslaufen, wiederum auf dem Fußballen und dabei haben sie eine Diagonalstellung der Beine, wobei der Oberkörper mit leicht nach vorn gebäugten Kopf in Ballrichtung zeigt. Ist schlecht zu beschreiben, aber ich weiss wovon ich spreche.
Ich praktiziere das beim eigenen Spiel selber und habe es entsprechend getestet unter Echtzeit. Das ist einfach klasse, wie sehr man sogar stärkere Spieler damit gut händeln kann....wenn man es verstanden hat.
Das schlimme daran ist, dass soviele Trainer davon keine Ahnung haben, obwohl das für mich die oberste Präorität in der D hat. Ich schule das regelmäßig auf verschiedene Arten wieder und wieder und es belegt bei mir ungefähr 40...vielleicht 50 Prozent der Trainings. In anderen Trainings ist es das 1:1 in der Offensive...wobei ich da ja meist auch VT benötige, die dieses Thema dann auch wieder versteckt und nicht als aktuelles Thema schulen.
Wer das nicht beherrscht, wird immer ein Risikopatient in der Defensive sein! Genau diese Leute sind es, die für viele Konteraktionen incl. ihres Trainers verantwortlich sind. Da spreche ich vor kurzem mit einem 24jährigen, der in der Bezirksliga spielt und der schaut mich an, ....nachdem ich ihm das mit zwei Flaschen Bier erklärte, die ich strategisch auf dem Stehtisch verschob....."Das ist gut! Das hat mir bis jetzt noch kein Trainer so erklärt"...ist das nicht armselig?
Das 1:1 in der Defensive ist nicht nur zur Balleroberung wichtig, sondern ein zweiter wichtiger Punkt ist der Zeitgewinn für die anderen Mitspieler. Insbesondere beim 1 VT gegen 2 Angreifer ist der Zeitgewinn an Eins und die Balleroberung an zwei. Da gehen z.B. die meisten VT direkt an den Ballführenden, statt zuerst leicht schräg an den mitlaufenden zweiten Angreifer zu laufen....dabei Blick auf den Ball des Ballführenden....dann, wenn man den nichtballführenden im Deckungsschatten hat, ...rüberziehen und den Ballführenden via Ballablaufen angreifen unter starker Tempoaufnahme.
Will mich ja nicht loben, aber beim Trainerlehrgang war das zur D Thema und bei 10 Angriffen habe ich als VT gegen zwei Angreifer auf einem nur 5 Meter breiten Feld 10 mal den Ball ins Seitenaus schießen können,....klappt prima!
Ha, ...herrliches Thema ![]()
Hallo nochmal,
also was das Deutschland Spiel angeht, hat das glaube ich wenig zu tun mit der "Lahmchen Drehung". Er läuft auf ihn zu und biegt nach links ab, sehr optimistisch. Jetzt ist er natürlich völlig daneben und würde wahrscheinlich sich noch ein Bein brechen, wenn er sich rechts rum drehen würde. Naja, sein wir mal ehrlich, so wie der spielt hat er in einer Nationalmannschaft nichts zu suchen. Natürlich ist der Abstand zwischen Mittelfeld und Verteidigung viel zu groß um vernünftig zu verteidigen. Fragt sich, warum die Abwehrkette so tief steht?
Andre
Ich lehre das bereits in der E Jugend. Kann deine Erfahrung nur bestätigen was richtiges Verteidigen angeht. Alleine die richtige Rückwärtsbewegung auf den Fußballen ist bei vielen Spielern, auch älteren Jahrgangs, Neuland. Ich habe das C Jugendlichen erklärt und auf die schnelle gezeigt. Erst waren sie recht ungläubig und dachten, was will der alte Mann von uns? Dann habe ich den schwächsten Spieler genommen, ihm gezeigt wie es geht und gegen den Besten 1:1 spielen lassen aufs Tor. Oh Wunder, aber als die Diva nicht durchkam und sich ein ums andere mal den Ball vor der Nase hat wegschnappen lassen, waren alle heiß darauf, es auch zu lernen.
Erschreckend, wenn man so etwas sieht, in dem Alter!
Zur anfangs besprochenen Drehung würde ich sagen, ist es natürlich sehr Situationsabhängig und einstellungssache. Einer der besten deutschen Abwehrspieler praktiziert es so und ist damit sehr erfolgreich. Richtig angewandt sehe ich persönlich darin einen großen Vorteil.
absolut keinen Widerspruch zu dem, was du geschrieben hast.
trotzdem gibt es 1:1 Variationen, die anders aussehen. ich kann keinen Bezug auf die Lahm-Situation nehmen, da ich die nicht kenne.
es ist auch immer etwas schwierig bestimmte situationen deutlich verständlich zu beschreiben. ich versuchs trotzdem.
RA mit Ball aan Aussenlinie, mittleres bis hohem Tempo
LVT mit im Laufduell seitlich nach vorne ca 1 m versetzt.
RA zieht nun nach innen. nach deiner Version muss nun LVT im Laufen voll abstoppen, 3/4 Drehung im Uhrzeigersinn.
nach meiner Version macht er lediglich 1/4 Drehung nach links im gleichen Lauftempo und hat LVT wieder in einen für ihn günstigen Position.
was ist denn nun besser?
es gibt halt viele 1:1 situationen, und nicht alle sind auf gleiche Art lösbar.
anders sieht es natürlich aus, wenn ich den Stürmer stellen kann, die Laufgeschwindigkeit reduzieren und somit in die Rücklauf bzw. Seitlauflauf komme.
gg
Alles anzeigenes ist auch immer etwas schwierig bestimmte situationen deutlich verständlich zu beschreiben. ich versuchs trotzdem.
RA mit Ball aan Aussenlinie, mittleres bis hohem Tempo
LVT mit im Laufduell seitlich nach vorne ca 1 m versetzt.
RA zieht nun nach innen. nach deiner Version muss nun LVT im Laufen voll abstoppen, 3/4 Drehung im Uhrzeigersinn.
nach meiner Version macht er lediglich 1/4 Drehung nach links im gleichen Lauftempo und hat LVT wieder in einen für ihn günstigen Position.
Ich bin der Meinung, dass der LV die innere Linie auch im hohen Tempo so zu machen sollte, dass der RA eben nicht nach innen ziehen kann, ohne mit dem LV zusammen zu stoßen oder den Ball zu stoppen. Wenn man als Verteidiger einen Angreifer bei hohem Tempo nach innen ziehen lässt, hat man ja schon fast verloren, da man anschließend von außen angreifen muss, wogegen der Angreifer aber leicht den Ball abschirmen kann, ohne seine Laufrichtung zum Tor verändern zu müssen. Oder man kreuzt im Rücken des Angreifers, wobei man viel Tempo verliert und/oder die Berührung des Angreifers von hinten und ein verwarnungswürdiges, wenn auch im Einzelfall sogar unbeabsichtigtes Foul riskiert.
Deshalb ist es ja so wichtig, dem Angreifer eben eine Seite zum Durchbruch anzubieten und ihm andererseits den Durchbruch auf der anderen Seite nahezu unmöglich zu machen. Hat man das als Verteidiger richtig gemacht und versucht der Angreifer dann doch den Durchbruch auf der Seite, die ihm nicht angeboten wurde, so muss der Angreifer eigentlich fast schon mit einem kollidieren, oder so viel Tempo raus nehmen, dass man sich in seine neue Bewegungsrichtung drehen kann, ohne den Blick vom Ball zu lösen. Es ist ein ungewohnter Bewegungsablauf, aber man kann ihn antrainieren, und er ist dann, nach meiner Erfahrung, tatsächlich effektiver.
