Problematik - Übertraining bei Kindern und Jugendlichen

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  • Als Präventionsmaßnahme gegen das "Übertraining" sind die deutschen Nachwuchsspieler, die das Gymnasium besuchen, angehalten worden, kein Sport-Leistungskurs zu wählen. Die zusätzlichen, wöchentlichen 5 Stunden Sport könnten zu einer Überbelastung führen.

  • Ich finde das gut da wenn die Trainer der Schule nicht eng mit den Leistungstrainern zusammenarbeiten, bringt das zusätzliche Training meist nur Verletzungen aber keineswegs Fortschritte.


    Vorbild sind da eher die Eliteschulen die zumindest versuchen das Training in der Schule abzustimmen auch wenn das nur bedingt mit den Vereinen funktioniert.

  • Der Thread ist zwar schon etwas älter - für mich aber hochaktuell.


    Ich habe mal eine Frage an die erfahrenen Trainer im E-Jugendbereich.


    Wie würdet ihr reagieren, wenn ihr erfahrt, dass ein E-Junioren-Trainer seine Jungs während einer 90 minütigen Trainingseinheit insgesamt 14 Platzrunden laufen lässt (in Paketen zu 3 bzw. 5 Runden). Davon 1 Runde mit 2 kg Medizinball und 1 Runde mit 5 kg Medizinball. Wenn er, darauf angesprochen, dass dieses Pensum viel zu hoch ist und ein Training mit Gewichten im E-Juniorenbereich überhaupt nicht geht, eine Änderung des Trainings zusichert - aber nur kurz darauf der Mannschaft mitteilt, dass wegen eines einzigen Spielers in der Mannschaft nun kein "Konditionstraining" mehr absolviert werden kann und die Kinder nun vermutlich nicht mehr so gut spielen werden.


    Ist solch ein Trainer tragbar ? Oder sollte der Verein sich von einem solchen Trainer trennen (der Nachwuchsleiter ist bereits informiert) ?

  • Hier im Forum gibts Leute, die mit den G-Junioren also Bambinis, also 5-6 Jährigen, bereits 2 mal die Woche, trainieren möchten... :thumbdown:


    Würde mir jedoch eher über die Uebersättigung Sorgen machen und weniger wegen Uebertraining.


    Viele Grüsse
    TRPietro

  • Hier im Forum gibts Leute, die mit den G-Junioren also Bambinis, also 5-6 Jährigen, bereits 2 mal die Woche, trainieren möchten... :thumbdown:

    Solln kleinkinder / Bambinis deiner meinung nach gar nicht Trainieren ?
    Was hat das 2x Wöchentliche Training / Spielstunde mit Bambinis mit dem " Thema " hier zu tun ?
    Ich find nicht das 2 x - 60 min ( wobei von den 60 min mindestens noch 15 abgezogen werden müssen wegen trinkpausen und um eine übung zu erklären ) zu viel ist !!!


    Bei so einem Beitrag sieht man wieder wie wenig kleine Kinder in einem Verein erwünscht sind nur damit eine B Jugend eine Trainingseinheit mehr zu verfügung hat in der Woche !


    Zum Kotzen sollche aussagen :thumbdown:

  • Wie würdet ihr reagieren, ...Ist solch ein Trainer tragbar ? Oder sollte der Verein sich von einem solchen Trainer trennen (der Nachwuchsleiter ist bereits informiert) ?

    14 Runden und dann noch mit Medizinball? Wenn die Beschreibung wirlich stimmt, solltet Ihr Euch um einen anderen Trainer bemühen. Wobei ich nicht mal glaube, dass das alle Kinder überfordert, aber es hat schlicht nichts mit Fussball zu tun, was der Trainer da macht. Dafür wäre mir die Zeit zu schade.


    Hier im Forum gibts Leute, die mit den G-Junioren also Bambinis, also 5-6 Jährigen, bereits 2 mal die Woche, trainieren möchten... :thumbdown:

    Soll das ein Scherz sein?! Wenn's gut läuft, dann trainieren Bambini nicht, sondern die spielen nur. Und das jeden Tag, machmal halt auch im Sportverein.


    Grüße
    Oliver

  • UK1967
    Aus Deiner Fragestellung merkt man ja schon, welche Antwort Du erwartest. Und nach den Informationen, die Du uns bietest, kann man das auch so sehen.
    Aber wie sind denn die Rahmenbedingungen? Steht ein Nachfolger parat? Hat der JL sich schon selbst ein Bild gemacht und/oder ggf. mit dem Trainer gesprochen?


  • Wie mann's auch nimmt... Du hast einfach zu wenig Ahnung um zu verstehen was ich meine.
    Ich hingegen habe keine Zeit, Dich zu belehren...


    Bye Bye


    TRPietro


  • Der Trainer hat einfach keine Ahnung...
    Ausbilden (falls er nicht zu arrogant ist, sich verbessern zu lassen) oder Entfernen.
    Sorry... lieber alle E-Junioren nach Hause schicken und kein Trainer als ein Trainer der eine halbe Straftat begeht...

  • Das einzige was hier wirklich interessant wäre, wären FAKTEN: Hat die jemand ?
    Mein persönliche, nicht objektive Erfahrung ist z.B. die, dass von Grund auf kleinere Spieler in der Regel sowohl mehr Freude an intensivem Training haben und zudem belastbarer sind als grössere Spieler. Damit wäre natürlich statistisch "belegt" dass diejenigen welche mehr gemacht haben als andere am Schluss (immer noch) Kleiner sind als ihre grösseren Kollegen.

  • Unbestritten und belegt ist die Tatsache, dass überall in Europa Menschen, trotz zunehmender psychischer (Leistungsdruck + Komplexität), physischer (Fitnesswahn, Pendeln, Party) Belastung und immer schlechterer Ernährung im Verlauf der Zeit trotzdem immer grösser werden.

  • Im Vergleich zu den physischen Belastungen z.B. beim Kunstturnen oder Kampfsport sind wir im Fussball ziemliche "Weicheier". Und das ist gut so und damit auch beste Werbung für Fussball: ein Sport der so komplex und vielseitig ist, dass man Kids nicht schon im zarten Alter durch stupiden, körperlichen Drill einseitig verschleissen muss.
    Spielintelligenz, Kognition und Mentales schlägt die reine Athletik um Längen, zumal Letzere - im Gegensatz zu den erstgenannnten Eigenschaften - jederzeit "nachgeholt" werden kann.

  • @FB


    Mag sein, das die kleineren Spieler mehr Spaß am Fussball haben. Leider wird ihnen der spätestens mit der Selektion für den Auswahlbereich genommen, weil man sich bei gleichem Talent meist für den größeren und etwas älteren Spieler entscheidet. Fakten und Zahlen nachzulesen im Beitrag: "Wer zu spät kommt, den bestraft der DFB". Sicherlich wird man auch beim Surfen nach Begriffen wie RAE-Effekt oder reale Agent effect weitere Informationen bekommen.


    Dennoch stimme ich dir in einem Punkt zu! Wenn es Kinder in diesem Alter gewohnt sind, täglich ein paar Stunden zu spielen, warum sollte dann mehr als 1 x Training pro Woche für Bambini und F-Jugend so "eingebürgert".


    Weil die Kinder aber mit den "Füßen" abstimmen, entscheiden sich manche dafür, auch beim älteren Bruder mitzutrainieren. Andere sagen sich hingegen: 1 x Schwimmen und 1 x Fussball ist genau richtig und dann gibt noch die "Winston Churchill-Typen". Die dürfen zwar noch nicht Zigarre rauchend in der Badewanne sitzen und jedem mit "no sports" erklären, dass zu viel Bewegung schadet, aber ihnen reicht ein gelegentliches Kicken als Maßstab vollkommen aus, um sich mit Freunden beim Fussball zu treffen.


    UK1967
    Hier stellt sich weniger die Frage nach der Häufigkeit des Fussballtrainings, sondern nach den Trainingsinhalten! Wie du jedoch schreibst, hast du nur irgendwie davon gehört, weshalb sich der geneigte Leser sträubt, ob es vielleicht Kommunikationsschwierigkeiten bei der Informationsweitergabe gegeben hat. In der "Blödzeitung" findet man sowas ja täglich! Man kann das Thema gerne vertiefen, jedoch dann auf Basis eigener Beobachtungen.

  • UK1967
    Aus Deiner Fragestellung merkt man ja schon, welche Antwort Du erwartest. Und nach den Informationen, die Du uns bietest, kann man das auch so sehen.
    Aber wie sind denn die Rahmenbedingungen? Steht ein Nachfolger parat? Hat der JL sich schon selbst ein Bild gemacht und/oder ggf. mit dem Trainer gesprochen?


    Das mit dem Nachfolger ist mehr oder weniger das Problem. Vermutlich wie in jedem zweiten Verein. Und ja, der Jugendleiter hat sich auch schon ein Bild gemacht (Kinder befragt, etc.)
    Das Hauptproblem meinerseits ist nicht so sehr der Vorfall an sich - das könnte man, wenn es ein Einzelfall wäre notfalls vergessen - sondern die Tatsache, dass er keine Einsicht zeigt, dass so etwas im E-Jugendbereich nichts zu suchen hat. Damit besteht aus meiner Sicht die Gefahr einer ähnlichen Situation in näher Zukunft.

  • Jugendabteilung


    Zum Glück nehmen wir in der Schweiz die Thematik Drop Out sehr ans Herzen.
    Dabei wurde erwiesen, dass die Meisten B-Junioren die aufhörten, bereits Bambini oder F-Jugend spielten. Solche die erst in der D-Jugend oder E-Jugend mit Fussball begonnen haben, hören weniger auf. Es wird davon ausgegangen, dass man im B-Alter einfach aufhört, weil man irgend wan UEBERSAETTIGT ist.
    Uebersättigt bedeutet nicht Uebertrainiert...


    Nein, ich möchte für die grösseren Junioren bestimmt nicht mehr Platz schaffen auf Kosten des KIFU's.
    Dies ist zeitlich auch nicht möglich, weil A-Junioren oder B-Junioren, kaum um 17.00 Uhr oder sogar Früher, mit Trainings beginnen können. Also hätten solche Teams bei einer Reduktion der Trainingseinheitn der KIFU - Teams, keinen Vorteil. Dies bedingt durch lange Schulzeiten oder mittlerweilen auch wegen der Ausbildung. Ich trainieren mit meine B-Junioren, Montags um 18.30 Uhr und schon dann kommen die Jungs ganz knapp. Stell Dir mal vor, ich würde zu KIFU-Zeiten (also so um 17.00 Uhr) mit Training beginnen? Vermutlich würde ich alleine aufm Platz stehen.


    Du meinst, dass die Kids, bei weniger Trainingseinheiten des Vereins, sowieso aufm Bolzplatz gehen würden. Viele würden das... und genau das möchte ich!
    Dort können Sie frei spielen, ohne Uebungen, ohne das irgend ein Trainer Ihre Fantasien eingrenzen.


    Viele Grüsse
    TRPietro

  • Ich glaube nicht das B jugendspieler deswegen aufhören weil sie in der G oder F Jugend bereits 2 x die Woche Trainiert haben ! ( sry aber das kann mir keiner erzählen das es daran liegen sollte )


    Vllt liegts eher daran das ab der C Jugend "meistens" 3x die Woche für 1,5 std Trainiert wird und die Freundin dabei zu kurz kommt oder der Leistungsdruck ab der C Jugend einfach zu hoch wird gerade in den etwas größeren Vereinen ( Ich meine jetzt keine Profivereine )


    Gruss

  • Jugendabteilung


    Du kannst glauben was Du willst...
    Das mit dem Drop Out ist so wie beschrieben und nicht anders. Es ist Fakt. Es ist erwiesen und ich finde die blöde Statistik nicht mehr... Schade!
    Es ist auch so, wenn man nur 2x / Woche trainiert. Irgendwan kommt alles zu Kurz und zwar auch dann, wenn man nur 1x trainiert. Kurz; Irgendwann hats man gesehen und macht halt was anders und hört mit Fussball auf.

  • zur B, spätestens zur A kommts zur Kür und die ist Pflicht!


    -kommen die vielen Gymnasiasten in der Schule dazu, Leistungskurse zu wählen
    -kommt man nach 12 Jahren Schule in das Abiturjahr
    -die Schulzeit ist gem. am Stundenplan meiner beiden älteren Söhne viermal die Woche bis 15.30 Uhr + zusätzliches Lernen + Termine wie nachliegend benannt
    -dazu gehen viele nebenbei Jobben und in der Firma sagt man feste Termine zu
    -und richtig, viele habe eine Freundin
    -und man bewirbt sich, was Zeit in Anspruch nimmt
    -und andere die nicht ins Abi gehen, die gehen zur Ausbildung in den Betrieb und arbeiten bis ???, vielleicht sogar im Schichtdienst (ausser Nachtschicht ist alles möglich)
    -dazu die ein oder andere Verpflichtung zu Hause (Gehöft...was weiss ich)


    schauen wir dann mal herüber zum Verein


    -ein Trainer steht da auf dem Platz; entweder im modischen Adidastrainingsanzug mit Mercedessternchen drauf oder im Jogginganzug mit runder Kugel zwischen Gürtelschnalle und Doppelkinn.


    BEIDE wollen MEISTER werden UND AUFSTEIGEN!


    Beide haben nicht vor Freund der Jungen zu werden, erkennen deren Stress nicht, bauen entsprechend keine Brücken. Was zählt ist ihre persönliche Zielsetzung die in den meisten Fällen nicht die des Teams ist, da die andere Präoritäten gesetzt haben.


    Man setzte mindestens 3 Trainings die Woche....überzieht die Trainingszeiten...ist sauer weil wiedereinmal nur 60 Prozent der Leute beim Training waren....man quält sie mit Steigerungsläufen, wo die Jungs nach ihrem Tag und ihrem Ziel (kicken...gut spielen...Aufstieg und Meisterschaft ja...soweit ein minderer Aufwand dazu auch reichen würde!) so richtig bock drauf haben.


    WARUM hören viele Läufer wieder auf zu laufen....las ich in einem Buch, das die "Lauffibel" heisst?


    Antworten: Immer gleiche Strecken, zu hohe eigene Erwartungen was Gewichtsreduzierung angeht, falsches Laufzeug/Schuhe, zu langes Laufen, zu schnelles Laufen, ....in alter Manier....Endspurte.


    Das Gehirn verbindet mit der Tätigkeit Laufen etwas negatives, man freut sich nicht mehr drauf und es schläft ein. Anderes wird wichtiger.


    Das ist für mich parallel zum Fußball. Der Trainer der zuviel fordert -letztlich zur Befriedigung seines Ego in Verbindung mit seinen Zielen.


    Würde der Trainer seine Ziele umstricken, wären es Ziele die den Jungs zu gute kämen, statt total gegen diese zu arbeiten, was Konflikte pur bedeutet.


    Mein Beispiel hier steht aus meiner Einschätzung für ganz ganz viele dort draussen. Wundert es jemanden, dass die Jungs unter diesen Vorraussetzungen, ...bei diesem Fundament ihrer Arbeit, ihrer Schule, ihrer Freundin, den wirklich wichtigen Dingen den Vortritt geben. Wundert es jemand das sie dem Miesepeter (Trainer) mit seinen meist dämlichen Sprüchen und Ausbrüchen wo sie sich einfach Fremdschämen entgehen wollen? Mich nicht!