Endlich Vater... aber wie geht es weiter beim Fußball ?

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  • Hallo Sportfreunde.


    Ich bin seit meinem 15 Lebensjahr Trainer, habe mittlerweile die B-Lizenz und arbeite im leistungsorientierten (ich mag eigentlich lieber ausbildungsorientierten) Jugendbereich im Kleinfeld. Ich trainiere 3mal in der Woche und habe an nahezu jedem Wochenende mindestens einen Wettkampf.
    Meine Frau hat mich so engagiert kennengelernt, war selber aktiv als Trainern, Betreuerin und Jugendleiterin (keine Angst, nicht alles gleichzeitig). Findet mein Engagement aber insgesamt reduzierungsbedürftig.


    Jetzt sollte ich eigentlich total glücklich sein (bin ich auch), denn wir sind schwanger. Genau in der Sommerpause erwarten wir unser erstes Kind - Klasse Timing, oder ? Das Problem ist nur, ich kann überhaupt nicht einschätzen, ob ich das hinbekomme ein vorbildlicher moderner Vater zu sein und trotzdem noch Trainer mit diesem Arbeitsumfang zu sein. - Das ist sicherlich für Außenstehende noch schwerer zu beurteilen, aber vielleicht könnt Ihr mir ja mal von Euren Erfahrungen berichten, oder einfach mal schreiben, was Ihr so darüber denkt.


    Ich habe mein Team nun in der vierten Saison und würde nächste Saison als U13-Junioren in der höchsten Spielklasse spielen. Darauf habe ich eigentlich bei meiner "Amtsübernahme" damals gehofft und daraufhin gearbeitet. Diese Saison läuft jetzt nicht ganz so gut; In der Vorsaison waren wir in unserer Region kaum zu schlagen und haben tollen Fußball geboten. Die Gründe dafür sind vielfältig (anbahnender Wechsel auf die Oberschule für die Jungs, Abgang eines Leistungsträgers, neue Spielfeldgröße, Spieleranzahl und Spielzeit, Psychische Entwicklung der Jungs [mehr eigenständiges Denken, andere Interessen leben auf], ...). Deswegen habe ich auch so ab und an schon mal mit dem Gedanken gespielt die Jungs abzugeben.
    Nun habe ich auch konkret ein Angebot eines Trainers, den ich für geeignet halten würde, die Jungs zu übernehmen - und ggf. sogar mit dabei zu bleiben. Durch diese konkrete Situation hat sich aber meine Sichtweise verändert - ich habe gemerkt, dass ich das Team momentan eigentlich doch nicht abgeben will. Eine Zusammenarbeit wäre schwer; Ich habe schon zwei Co-Trainer, mit denen ich ein gutes Team bilde.
    Meine Frau fürchtet, dass ich mein Engagement nicht genug eindämmen würde und favorisiert natürlich eine Babypause oder zumindest den Wechsel in den Co-Trainer-Status.
    Mir ist klar, dass ich mich sportlich zurück nehmen muss, aber ich könnte das glaube ich nie aufgeben. Und die Mannschaft abgeben mag ich eigentlich auch nicht.


    So, was meint Ihr dazu ? - Danke für jegliches Feedback.


    MfG
    Jens

  • Als zwiefacher Vater antworte ich dir hier einmal ganz persönlich:


    Es ist so, dass wenn du ein eigenes Kind hast, dieses dir sehr wichtig wird, wichtiger als du dir das jetzt vorstellen kannst. Bei Mütter ist das sogar so, dass der Ehemann an die Stelle Nr. 2 in deren Leben rückt, so sehr lieben sie ihre eigenen Kinder in aller Regel. Die Natur hat das so eingerichtet und das ist auch sehr gut so, finde ich.


    Babys und Kleinstkinder haben noch keinen festen Schlafrythmus, auch wenn sie 20 Stunden am Tag schlafen, sodass diese ständige Aufmerksamkeit fordern. Anstrengend sind auch die, die mit 1 3/4 gerade Laufen lernen und selbst du als sportlicher Typ große Probleme bekommst, da schnell hinterher zu kommen, bevor das Kleine die Straße erreicht hat.


    Jeder muß da selbst eine Entscheidung für sich selbst treffen, aber das (Fußball-)Leben ist sehr lang. Ich würde zwei Jahre lang kürzer treten, danach kann das Kind schon mit anderen zusammen etwas spielen, kommt vielleicht in den Kindergarten ..... alles wird etwas entspannter.

    [b][color=#990000]"Absolvent der SOCCERDRILLS-ONLINE Kurse BASIS, Ki-Fu und JUGEND-FU."

  • Ich würd's nicht aufgeben. Familie ist gut und schön - ich habe auch zwei Jungs. Aber Du gibst Deine Individualität damit nicht auf. Lass irgendwas anderes weg was Dir nicht so wichtig ist, zieh Dein Ding aber durch. 3x + 1WK ist nicht sooo viel. Ich hab schon andere Sachen gemacht trotz Familie. Du musst das nur organisiert kriegen. Lass Fernsehen weg, einfach so auf der Couch rumliegen weglassen, was weiß ich weg lassen. Wenn ihr vorher viel Sex gehabt habt, dann sparst Du da eh viel Zeit in Zukunft und kannst stattdessen die Trainingseinheiten vorbereiten :) :)


    Lass aber das nicht weg was Du liebst. Du bist besser drauf, Du bist ausgeglichen und hast mehr Nerven für die Familie - die wirst Du brauchen. Unter'm Strich ist das besser für alle. So nen genervten Alten kann keiner brauchen und will auch keiner. Sorge nur dafür, dass Deine Frau auch mal die eine oder andere Stunde für sich hat. Ganz alleine. Dann passt das normal. Du existierst eh nicht mehr in der Form für Deine Frau wie Du das gewohnt bist.


    Mach auf jeden Fall noch die nächst Saison. Das war Dein Ziel. Zieh es durch. Mit dem Team. Die Chance mit genau den Jungs das zu machen kommt nie wieder. Höre dann vielleicht auf. Dann wenn es am schönsten ist. Aber nicht vorher. Du wirst es bereuen. Ausserdem kann dein Kind keinen Vater gebrauchen der kurz vor'm Ziel abbricht.


    Schwanger sein ist schon schön und gut und alle freuen sich. Hura! Hura! Im Endeffekt wird sich Dein Leben schon ganz schön ändern. Also bleib Dir selbst treu.


    Versteh mich nicht falsch: Ich liebe meine Familie über alles. Ich möchte mich deshalb aber auch nicht verleugnen. Ich rate jedem der mich fragt, das ebenfalls nicht zu tun.


    Herzlichen Glückwunsch übrigens.

  • Ich stelle mir gerade vor, dass GC mit meiner Frau verheiratet wäre, meine Frau ihre Einstellung hat wie sie jetzt ist und du erzählst ihr genau das, was du gerade locker von dir gegeben hast. Ich sage dir was, ....das würdest du nicht überleben -grins-.


    Also wenn ich mich in die Situation versetze, so sage ich dir als Vater von drei Jungs die Fußball spielen:


    1. Nach der Geburt sind es ungefähr 2 Monate, bis ihr Euer neues Leben so gestaltet habt, dass es wieder normal wirkt.

    2. Würde ich meinem Co.-Trainer bitten, mir in diesen 2 Monaten tüchtig den Rücken zu stärken. Z.B. weil er ein Training in der Woche auf jedenfall -in Absprache- allein halten wird.


    3. Wenn dein Kind zufällig auch Fußballer werden sollte, so würden bis dahin vorraussichtlich 4 bis 6 Jahre vergehen. Deine heutige Mannschaft hätte dann auch mal verdient, einen neuen -hoffentlich genauso guten Trainer- kennenlernen zu dürfen. Man muß nämlich dann auch mal loslassen können.


    Dann hättest du die Zeit, die neue Mannschaft zu übernehmen bzw. mitzutrainieren.


    Zudem könnte ein weiteres Kind hinzu kommen und da würden bei mir die Uhren von vorn losgehen. Da wächst man rein. Man sollte nur ebend nicht an alten Sitten festhalten.


    Zuerst kommt die Familie
    dann lange nichts
    und dann der Fußball


    ansonsten riskierst du eine Menge.


    Dabei gebe ich GC dennoch ein Stück weit recht, ....man muß sich deswegen nicht aufgeben, aber deine Frau hat das so ja auch nicht verlangt. Viel Spass für die Zukunft, dat wird gut und keine Bange,... ;) Gruß Andre

  • Naja bis zum Kinder kriegen ist es bei mir noch nicht gekommen, allerdings hab ich in den letzten 14 Monaten 2 beziehungen in den Sand gesetzt, bei 2xTraining und 1x Wettkampf. Allerdings kommen bei mir noch besch. . . eidene Arbeitszeiten dazu. Von 4.00 uhr bis 16.00 Uhr und umgekehrt. nur ein freies WE im Monat. Naja das ganze war ziemlich belastend für die Frauen glaub ich.


    Wenn deine Freundin sagt du sollst es nicht komplett aufgeben, dann versuche doch eine Zeiteinteilung zu finden in der du dann auch viel Zeit für Frau und Kind hast. Vor allem den ich dsas die ersten 1-2 Monate wichtig sind, da dann meines wissens viel ungewohnte Arbeit anliegt.
    Such doch am besten das Gespräch mit Frauchen wie sie sich die zeiteinteilung vorstellt!

  • Du bist Bäcker? Da wäre es sinnvoll eine Bäckerin zu heiraten. ;) Gruß Andre


    ...Sie sprachen soeben mit dem Pärchenberater Andre Ananas :D

  • Hi Jens..


    ich schreibe jetzt mal aus meiner Sich und der meines Mannes.


    Wie schon GeCo oben geschrieben hat, ist eine Mutter-Baby Beziehung eine Andere, als eine Vater-Baby Beziehung.
    Ich rede jetzt hier nicht vom Kind...sondern wirklich vom Baby.
    Am Anfang ist es so...das Du nicht vom Baby sondern von Deiner Frau benötigt wirst...vor allem dann...wenn Sie etwas Pause braucht., und das braucht sie...um neue Kraft zu tanken.
    Es kommt natürlich auch darauf an, was Du beruflich machst...bzw. Wie Deine Arbeitszeiten sind?!


    Wenn Du Schicht arbeitest...ist es auf jeden Fall besser...als wenn Du von Morgens bis Abends unterwegs bis...und dann auch noch auf dem Platz...das wird dann vorprogrammiert kritisch werden.


    Dann kommt es natürlich auch darauf an...wie sehr Du den Fußball lebst?!
    Wenn es ein Teil in Deinem Leben geworden ist...wirst Du es vermissen.


    Also, ich hätte und möchte keinen Mann zu Hause haben...der unzufrieden ist...
    Da würde ich es lieber in Kauf nehmen...das er einige Zeit weg ist...aber wenn er zu Hause ist, zufrieden, ausgeglichen, Freude am Kind und dem zu Hause hat.


    Was und wie Ihr es macht...
    Wichtig, miteinander reden, reden ,reden...
    Und...Ihr werdet es schon richtig machen, da bin ich mir ganz sicher!

  • also, aus meiner sicht und mit meiner erfahrung: mach pause, kümmere dich um dein kind und fang später wieder an! ganz klar und eindeutig!


    erstens: die babyzeit ist auch aus vatersicht klasse und bei soviel training und vorbereitung nach der arbeit wirst du vieles nicht mitbekommen, isso!


    zweitens: gerade im ersten jahr sind die frauen ganz besonders sensibel und fühlen sich mit der neuen situation voll überlastet. wenn du dich dann rausziehst, gibts krise, ganz bestimmt.


    drittens: du hast dann ein eigenes kind und die anderen müssen dann zurücktreten. fällt schwer, aber ist wichtig.


    ich habe damals meine beiden söhne von der geburt an betreut, zweimal, habe alles geregelt und gemanagt, war selbständiger grafiker.
    viel gemacht, viel erlebt, war aber heilfroh, wenn meine frau nach hause kam und mir den kram auch mal abgenommen hat.
    später dann, kita usw. entspannte sich das ganze bis zur schule und den eintritt in den verein mit meiner trainervaterkarriere.
    aber auch jetzt, wo ich ja mit beiden söhnen etwas gemeinsam mache, fühlt sich meine frau oft allein, gerade wenn man am samstag 5 stunden für fußball unterwegs ist.
    da gibts oft diskussionen und ein geben und nehmen. aus dieser erfahrung heraus, meine ich, die prioritäten verschieben sich in richtung eigener kinder und familie.
    fußball ist gut und wichtig, ist aber nur die schönste NEBENSACHE der welt.

  • Hallo und Danke.


    Ich danke Euch erstmal für die Meinungen und Ansichten.


    Ich arbeite dauerhaft im Nachtdienst (22:00 - 6:30 Uhr), werde aber vermutlich einen großen Teil der Elternzeit nehmen, weil es finanziell einfach sinnvoller ist.
    Ich liebe und lebe den Fußball sehr, ich brauche ihn wie die Luft zum Atmen. Meine Frau liebe ich aber natürlich auch sehr.


    Ich habe zwei Co-Trainer, die für alle Entscheidungen und Wege offen sind. Sie haben keine Trainer-Ausbildung und auch nicht die Ambition sportlich durchzustarten. Sie sind Papa in meinem Team und seid vier Jahren ihren Jungs und mittlerweile auch mir zu Liebe dabei. Da die ersten Monate ungefähr in der Saisonvorbereitung liegen werden, ist es natürlich eine schwere Phase, in der der Trainer schon da sein sollte, da hier Grundlagen in vielen Bereichen gelegt werden. Ich denke aber, dass ich das auch als frischgebackener Vater hinbekomme. Natürlich wird es schwer, aber ich werde immer für meine Familie da sein, wenn sie mich braucht, das war ja bisher auch so.


    Ich tendiere also weiterhin zum Weitermachen. Da ich Kleinfeld-Koordinator bei uns bin, kann ich den anderen Trainer gut für eine andere Mannschaft gebrauchen. Und für ein Team in der Spielklasse und mit dem Leistungsstand wird im äußersten Notfall auch ein anderer qualifizierter Trainer zu finden sein.
    Zeit kann ich freischaufeln, wenn ich das Koordinatorenamt zurückschraube. Außerdem habe ich diese Saison schon angefangen Aufgaben (Reise- und Turnierorganisation) im Team zu deligieren, was mit vorher immer schwer fiel.


    Ich werde mit meiner Frau in den nächsten Tagen bestimmt ein abschließendes Gespräch führen, um mit ihr die Möglichkeiten zu besprechen. Auch sie weiß, wie wichtig mir die Traineraufgabe ist; Auch bei Ihr ist es hauptsächlich die Angst alleine vor der neuen Aufgabe zu stehen. Doch so wird es nicht sein.


    Ich danke Euch nochmals für die Meinungen und kann aus ihnen einige Gedanken (ein)ordnen.


    Alles Gut auch Euch weiterhin.
    MfG
    Jens

  • Also, ich hätte und möchte keinen Mann zu Hause haben...der unzufrieden ist...
    Da würde ich es lieber in Kauf nehmen...das er einige Zeit weg ist...aber wenn er zu Hause ist, zufrieden, ausgeglichen, Freude am Kind und dem zu Hause hat.


    Ich möchte hier Stella etwas wiedersprechen. Was ist, wenn Frau gern tanzt, Bowlt, Partys, Fitnessstudio, Ulraub in der Karibik, Sonnenbank, Nagelstudio und und und.....und wenn sie das nun nicht mehr bekommt, dann ist sie ja unzufrieden. Da müßte "Mann" dann ja zu Hause bleiben, damit sie ihr Leben wie vorher weiter leben kann, damit sie nicht so gefrustet zu Hause rumläuft.


    Es kann nur ein Kompromiss sein, ist das für mich unfair und ...meine Dame würde das niemals mit sich machen lassen und ich kann das auch einsehen, was ja nicht heisst, dass ich auf alles verzichten muß. Der Kompromiss ist natürlich nicht nötig, wenn einer der Partner damit kein Problem hat. Beim Fragesteller war es aber so, dass die Frau es schon jetzt anmerkte .....Zitat: ...Meine Frau fürchtet nun....usw.. Sie hat offensichtlich damit ein Problem und das kann ich gut verstehen.


    erstens: die babyzeit ist auch aus vatersicht klasse und bei soviel training und vorbereitung nach der arbeit wirst du vieles nicht mitbekommen, isso!


    Diese Zeit sollte man als Mann aktiv mitnehmen, denn sie kommt nie wieder und sie ist sehr schnell vorbei.


    Ich bin jedenfalls sau glücklich darüber, dass ich drei Ärsche hunderte Male gesäubert habe. :):);) 8)....und das nimmt Zeit in Anspruch. :thumbup:

  • @ Andre...


    Verstehe jetzt nicht warum Du meine Meinung so ins lächerliche ziehst.
    So ein Vergleich ist für mich absolut hirnrissig...und nicht nachvollziehbar...


    Na ja...Jens kann sich selber seine Meinung bilden!

  • Ich bin jedenfalls sau glücklich darüber, dass ich drei Ärsche hunderte Male gesäubert habe. :) :) ;) 8)....und das nimmt Zeit in Anspruch. :thumbup:

    Wir nahmen Trockenmilch, da brauchte man noch abstauben.

    [b][color=#990000]"Absolvent der SOCCERDRILLS-ONLINE Kurse BASIS, Ki-Fu und JUGEND-FU."

  • Also bei mir ist es noch (lange?) nicht soweit; aber wenn meine Freundin Schwanger werden sollte, haben wir uns darauf geeinigt, dass ich eine Jugendmannschaft trainieren "darf" (2-3x die Woche Training) und selber noch was in der Kreisliga kicken (oder , wie momentan als Spielertrainer).
    Also untern Strich seeehr großzügig von Ihr.


    Ich glaube aber auch, dass es so sein muß, dass es Zeiten geben MUSS, dass der Vater alleine beim Kind/Baby ist, und die Mutter etwas macht, was ihr Spaß macht.


    Als 3. MUSS man versuchen hier und da mal termine zu finden, wo man als Paar etwas unternimmt !


    Damit der "Ausgleich" bzw. der "Abstand" da ist !

  • Hallo Headcoach,



    als selbst zweifacher Papa kann ich Dir sagen, dass es für Dich nichts wichtigeres geben wird als Dein Kind, wenn es mal da ist. Das iss einfach so und kommt automatisch. Du wirst auch schnell merken, dass Du jetzt noch relativ viel Leerzeiten (also Zeit fü Müßiggang) hast, auch wenn Du es jetzt nicht glaubts. Die musst Du später verstärkt nutzen. Wenn alles mal eingespielt ist (locker bleiben) wirst Du sehen, dass Du vieles zusammen unter den Hut kriegst, was Du Dir jetzt gar nicht vorstellen kannst. Im Zweifel iss natürlich klar, wo Du reduzieren musst und das können nicht die eigenen Kinder sein. Aber Du wirst das schon gebacken bekommen. Mit eigenen Kindern ist es insgesamt leichter, als oft so dahin gesagt wird. Und in vier Jahren wirst Du dann Mini-Trainer deinees nachwuchses....



    Viel Glück,



    FG

  • Noch ein Nachschub:



    Ich kann mich dunkel an meine Zeiten als Nichtpapa erinnern: Jeden Tag nach der Arebit bevor meine Frau heimkam habe ich mich eine Stunde auf die Couch gelegt. Glotze an, einnicken. Optimales Programm: Tour de France mit dem Hubschraubergeräusch als sanftes Einnickploppern im Hintergrund....Wau!



    Würde allerdings defintiv nicht mjehr tauschen!

  • Beim Fragesteller war es aber so, dass die Frau es schon jetzt anmerkte .....Zitat: ...Meine Frau fürchtet nun....usw.. Sie hat offensichtlich damit ein Problem und das kann ich gut verstehen.


    Jetzt lass doch das Kind erst mal kommen. Dann kann man erstmal weitersehen. Solche Aussagen müssen noch gar nix heißen. Bei den beiden Schwangerschaften meiner Frau war es so, dass sie während dieser Zeit eine völlig Andere war. Extrem kurze Zündschnur, tief drin ein klein wenig Zweifel und "Ängste" und dementsprechend nicht zu gebrauchen. Für mich galt: Maul halten und durch. Hinterher war das Ganze wieder normal.

  • Hallo Headcoach,



    ich bin nun 31 Jahre und seit meinem 5. Lebensjahr mit Fussball unterwegs. Ich lebe quasi für den Fussball. Seit gut 10 Jahren bin ich, nach 2 Kreunzbandrissen, Jugendtrainer. Im Sommer 2005 habe ich eine neue Mannschaft übernommen, mit dem Ziel aufzusteigen. Gute Vorbereitung gehabt usw. Im September wurde meine Frau Schwanger. Im Dezember erfuhren wir, dass es gleich 3 auf einmal werden. Somit war klar, dass ich diesen Trainerjob nicht weiter machen kann. So musste ich im Februar 2006 aufhören. Das habe ich natürlich auch getan. Jetzt ist es sicher etwas anderes, ob man direkt 3 auf einmal bekommt. DIe Frage ob ich weiter mache, stellte sich bei 3 natürlich nicht. Es war die erste Zeit meines Lebens ohne Fussball. Aber meiner Frau war da schon klar, dass ich wieder auf den Platz zurückkehren werde, es war nur die Frage, wann!?


    Ende 2008 bekam ich eine Mail von meine Ex-Club, ob ich die die Mannschaft vor dem Abstieg bewahren kann, ob es meine familiere Situation es zulässt (Sie waren zwischenzeitlich aufgestiegen). Ich rief aus dem Büro meine Frau an und sie reagierte so toll "mach das, ich weiß, dass du wieder auf den Platz musst). Ich fing in der Tat wieder an, allerdings war mein Ziel, ich gebe bis zum Sommer alles, versuche den Abstieg zu vermeiden und dann widme ich mich wieder der Familie. Aber "Puste Kuchen". Schnell hatte ich wieder "Blut geleckt", den ich konnte die Mannschaft vor dem Abstieg retten. In der Zeit sah meine Frau und ich, dass es funktionierte. Familie, Beruf, Fussball. Und ich machte weiter. All das wäre aber mit diesem Aufwand den ich betreibe, nicht möglich, wenn ich nicht eine Frau hätte, die mich da unterstützt. Und ich habe bis heute nicht das Gefühl, dass meine Frau und meine Kinder (heute fast 5) zu kurz kommen. Im Gegenteil, wenn es das Wetter es zulässt, ist meine Familie mit am Platz. Beruflich bin ich Bürokaufmann und bin um ca. 17 Uhr zuhause.


    Ich würde schauen, wie sich die Situation mit Frau und Kind entwickelt. Ich denke, dass man trotz einem Baby sein Hobby nachgehen kann.



    Alles gute!



    Grüße


    Timo