Beiträge von Headcoach76

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    Hallo und Danke.


    Ich danke Euch erstmal für die Meinungen und Ansichten.


    Ich arbeite dauerhaft im Nachtdienst (22:00 - 6:30 Uhr), werde aber vermutlich einen großen Teil der Elternzeit nehmen, weil es finanziell einfach sinnvoller ist.
    Ich liebe und lebe den Fußball sehr, ich brauche ihn wie die Luft zum Atmen. Meine Frau liebe ich aber natürlich auch sehr.


    Ich habe zwei Co-Trainer, die für alle Entscheidungen und Wege offen sind. Sie haben keine Trainer-Ausbildung und auch nicht die Ambition sportlich durchzustarten. Sie sind Papa in meinem Team und seid vier Jahren ihren Jungs und mittlerweile auch mir zu Liebe dabei. Da die ersten Monate ungefähr in der Saisonvorbereitung liegen werden, ist es natürlich eine schwere Phase, in der der Trainer schon da sein sollte, da hier Grundlagen in vielen Bereichen gelegt werden. Ich denke aber, dass ich das auch als frischgebackener Vater hinbekomme. Natürlich wird es schwer, aber ich werde immer für meine Familie da sein, wenn sie mich braucht, das war ja bisher auch so.


    Ich tendiere also weiterhin zum Weitermachen. Da ich Kleinfeld-Koordinator bei uns bin, kann ich den anderen Trainer gut für eine andere Mannschaft gebrauchen. Und für ein Team in der Spielklasse und mit dem Leistungsstand wird im äußersten Notfall auch ein anderer qualifizierter Trainer zu finden sein.
    Zeit kann ich freischaufeln, wenn ich das Koordinatorenamt zurückschraube. Außerdem habe ich diese Saison schon angefangen Aufgaben (Reise- und Turnierorganisation) im Team zu deligieren, was mit vorher immer schwer fiel.


    Ich werde mit meiner Frau in den nächsten Tagen bestimmt ein abschließendes Gespräch führen, um mit ihr die Möglichkeiten zu besprechen. Auch sie weiß, wie wichtig mir die Traineraufgabe ist; Auch bei Ihr ist es hauptsächlich die Angst alleine vor der neuen Aufgabe zu stehen. Doch so wird es nicht sein.


    Ich danke Euch nochmals für die Meinungen und kann aus ihnen einige Gedanken (ein)ordnen.


    Alles Gut auch Euch weiterhin.
    MfG
    Jens

    Hallo Sportfreunde.


    Ich bin seit meinem 15 Lebensjahr Trainer, habe mittlerweile die B-Lizenz und arbeite im leistungsorientierten (ich mag eigentlich lieber ausbildungsorientierten) Jugendbereich im Kleinfeld. Ich trainiere 3mal in der Woche und habe an nahezu jedem Wochenende mindestens einen Wettkampf.
    Meine Frau hat mich so engagiert kennengelernt, war selber aktiv als Trainern, Betreuerin und Jugendleiterin (keine Angst, nicht alles gleichzeitig). Findet mein Engagement aber insgesamt reduzierungsbedürftig.


    Jetzt sollte ich eigentlich total glücklich sein (bin ich auch), denn wir sind schwanger. Genau in der Sommerpause erwarten wir unser erstes Kind - Klasse Timing, oder ? Das Problem ist nur, ich kann überhaupt nicht einschätzen, ob ich das hinbekomme ein vorbildlicher moderner Vater zu sein und trotzdem noch Trainer mit diesem Arbeitsumfang zu sein. - Das ist sicherlich für Außenstehende noch schwerer zu beurteilen, aber vielleicht könnt Ihr mir ja mal von Euren Erfahrungen berichten, oder einfach mal schreiben, was Ihr so darüber denkt.


    Ich habe mein Team nun in der vierten Saison und würde nächste Saison als U13-Junioren in der höchsten Spielklasse spielen. Darauf habe ich eigentlich bei meiner "Amtsübernahme" damals gehofft und daraufhin gearbeitet. Diese Saison läuft jetzt nicht ganz so gut; In der Vorsaison waren wir in unserer Region kaum zu schlagen und haben tollen Fußball geboten. Die Gründe dafür sind vielfältig (anbahnender Wechsel auf die Oberschule für die Jungs, Abgang eines Leistungsträgers, neue Spielfeldgröße, Spieleranzahl und Spielzeit, Psychische Entwicklung der Jungs [mehr eigenständiges Denken, andere Interessen leben auf], ...). Deswegen habe ich auch so ab und an schon mal mit dem Gedanken gespielt die Jungs abzugeben.
    Nun habe ich auch konkret ein Angebot eines Trainers, den ich für geeignet halten würde, die Jungs zu übernehmen - und ggf. sogar mit dabei zu bleiben. Durch diese konkrete Situation hat sich aber meine Sichtweise verändert - ich habe gemerkt, dass ich das Team momentan eigentlich doch nicht abgeben will. Eine Zusammenarbeit wäre schwer; Ich habe schon zwei Co-Trainer, mit denen ich ein gutes Team bilde.
    Meine Frau fürchtet, dass ich mein Engagement nicht genug eindämmen würde und favorisiert natürlich eine Babypause oder zumindest den Wechsel in den Co-Trainer-Status.
    Mir ist klar, dass ich mich sportlich zurück nehmen muss, aber ich könnte das glaube ich nie aufgeben. Und die Mannschaft abgeben mag ich eigentlich auch nicht.


    So, was meint Ihr dazu ? - Danke für jegliches Feedback.


    MfG
    Jens