Ganztagsschulen kontra Vereinssport----machen Ganztagsschulen den Vereinsnachwuchsfußball kaputt???

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  • Guten Abend,


    heute morgen schallte aus meinem Radio die Nachricht, dass die Ganztagsschule zur verpflichtenden und flächendeckenden Schulform ausgebaut werden soll.


    http://nachrichten.t-online.de…sschule/id_43671910/index



    So weit, so gut. Was vielleicht für die Kinder noch halbwegs in Ordnung seien dürfte, wirft bei mir die Frage auf, ob das unter Umständen für viele Sportvereine, welche Nachwuchsarbeit leisten der Todesstoß sein könnte.


    Was passiert, wenn die Kinder regelmäßig bis um 15 oder 16 Uhr Unterricht haben, bzw. sich bis dahin in der Schule aufhalten?
    Wenn in den ländlichen Regionen noch die Fahrten nach Hause hinzukommen, so wird es wohl nicht mehr möglich sein, ein Kindertraining zu halbwegs kindgerechten Zeiten anbieten zu können. Gibt es (organisatorische) Alternativen zum Training im Verein? Wird sich dann der Sport nur noch im Rahmen der Schulen ausüben lassen?


    Welche Erfahrungen habt ihr mit den Ganztagsschulen (einige gibt es ja schon)?


    Gruß

  • Hallo DSV


    deine Sorgen sind berechtigt


    Auch bei uns war das diese Woche ein grösseres Thema in der örtlichen Zeitung.
    hier wurde von Chancen der Vereine über Kooperationen mit der Schule gesprochen


    auch Vereinsvertreter sind zu Wort gekommen.


    Tendenz: grössere Vereine, die Schulstandort sind, auch schon teilweise Koopreationen mit Schulen haben, sehen hier auch durchaus positive
    Aspekte. kleinere Vereine dagegen erhebliche Nachteile.


    Meine Meinung:


    einfach Scheisse.


    im Dorf gehen Kinder meist auf verschiedene Schulen, Vereinsleben verliert an Bedeutung, wer hat als Ehrenamtlicher um 2, 3 Uhr schon die Möglichkeit in die
    Schule als Trainer zu gehen?
    wer glaubt, dass wenn die Kinder um 5 oder sogar später, nach Hause kommen, nichts mehr zu lernen hätten, und dann noch Lust oder Kraft haben
    ins Training zu gehen der hat keine Ahnung.


    mein Fazit: das dörfliche Vereinsleben, und das nicht nur im Fussball, wird langsam aussterben.


    Aber die Götter, die ich rief:


    Aussage eines Lehrers an der Gesamtschule vor 30 Jahren: meine Kinder werde ich nie auf die Gesamtschule schicken, auch wenn ich dort Lehrer bin.


    Aussage Lehrer von jetzt: Ganztagsschule muss wohl sein, aber auf freiwilliger Basis, denn ich möcht meine Kinder nicht dahinschicken.


    Alternativ sollte der DFB langsam ein Konzept entwickel, das auf Schulmannschaften wie in den USA bezogen ist, dahin geht die Entwicklung.


    hat aber auch Vorteile: gute Fussballer kommen an bessere Schulen.die anderen haben halt Pech. so scheint es im Leben und unserer Gesellschaft zu sein


    Günter

  • Ich kenne eine junge Frau, die hat ein Jahr in Kanada auf einer Highschool gelernt. Dort gab es -so sie- u.a. ein Fußballteam, in dem sie mitspielte. Schrieb sie eine Fünf und schlechter....wußte der Trainer das in dem Augenblick, wo der Lehrer die Note in die Softwear einschrieb. Hier konnte der Schüler, der Trainer und die Eltern in Deutschland direkt sehen, wie die Arbeit oder was weiss ich ausfiel. Wer eine Fünf hinlegte, ....durfte nicht am Training teilnehmen, ...ausnahmslos. Sie kam beim ersten Mal zum Training und der Trainer sagte ihr dann, ....du diese Woche nicht, nicht eher...bis du eine bessere Note bekommst. Das Team war ihr wichtig und deshalb wurde die Note auch bald besser.


    Ich denke tatsächlich, dass manch ein Verein sich noch umschauen wird. Ich denke, dass ein Verein bald nur noch für Erwachsenensport oder Sport bis zu einem bestimmten Alter und dann ab einem bestimmten Alter interessant und überhaupt möglich ist. Da kommen Veränderungen mittelfristig auf die Vereine zu.


    Genau bei diesem Gedanken habe ich in einem anderen Thread mal geschrieben, dass man im Fußball nicht immer alles so streng und nach diszplinarischen Dingen regeln sollte. Es sollte ein Funbetrieb mit wenigen sinnvollen Regeln sein, ....es muß soviel Spass bringen, dass es den Jugendlichen die Sache "Verein" soviel wert ist, dass sie für diesen Spass kommen wollen. Wer da auf leistungsdenkende Breitensporttrainer die wie Möchtemalgernmagaths am Rand stehen usw.. trifft, der wird sich dann nicht nur einer anderen Sportart zuwenden, sondern beim Schulfußball auf seine Kosten kommen.


    Hier sind Vereinsspitzen gefragt und es ist noch ein Argument oben drauf, endlich in den Vereinen - seien sie auch noch so klein - Strukturen einzuflechten, die es ermöglichen, bestimmte Trainer nicht an die Kinder zu lassen bzw. sie schnell wieder entfernen zu können. Gruß Andre

  • sondern beim Schulfußball auf seine Kosten kommen


    Wo findet denn der signifikant statt? Es ist doch eher so, dass Sportstunden ausfallen und dann müssen die Lehrplaninhalte durchgezogen werden und die sind nicht nur Fußball o.ä.


    Du kannst USA/Kanada nicht mit Deutschland vergleichen was Sport und Schule betrifft. Das sind völlig andere Strukturen (mit vor und Nachteilen. Letzteres gerade im High-School Sport).

  • Das positive an Ganztagsschulen ist aber doch, dass die Kinder danach den Kopf frei haben für ihre Hobbies. Hausaufgaben und Lernen ist dann bereits erledigt. Um 16 Uhr solte jedes Kind zuhause sein und kann um 17 Uhr (oder später) zum Training.

  • Das alles sind für mich Alibiausreden und sonst nichts. Manche Junioren Bambini, G ... sind gar nicht betroffen und ich glaube nicht das 1. Klässler, 2. Klässler von 8-17 Uhr in der Schule sind von Mo-Fr das ich nicht mind. einmal 1,5 Stunden Training machen kann.



    Wenn ich jetzt in meiner D-Jugend schaue wo viele auf dem 8 jäjrigen Gymi sind, komisch genau das sind die mit der besten Trainingsbeteiligung und die auch noch was anderes dazu - nebenher machen.



    Klar ist das viel mit zusätzlich lernen etc. aber ist so das da Mo, Die und Do den ganzen Tag Schule ist. Wir haben leider Die und Fr dann Training ist auch nicht ideal Dienstag kommt der Grosse um 17 Uhr von der Schule heim, ich 17:12 von der Arbeit und 17:30 ist 10 km weiter Training. Er muss also bereits Abfahrtsbereit fertig sein. Es geht. Noch dazu wo gerade an diesem Dienstag in der letzten Vormittagsstunde schwimmen und Mittags 2 Stunden Sport also 3 Stunden Sport an diesem Tag sind.



    Nur wo ein Wille ist ist auch ein Weg. Und mit lernen lass ich mir da eh nicht kommen. Sorry klar ist es viel zu lernen und Schule hat Vorrang nur wenn Kind um 07:30 außer Haus geht und 17 Uhr daheim ist glaub ich nicht das es nach 9,5 Stunden auf den Beinen gleich wieder über die Bücher sitzt und lern ist ja gar nicht in der Lage was aufzufassen von daher geht das schon mit Training wenn die Umstände auch nicht ideal sind.



    Noch dazu ist im Normalfall ab Volltagsschule, D-Jugend eh später Training da die Plätze davor mit Bambini, G,F ... belegt sind noch dazu die Trainer berufstätig sind.



    Alles andere sind für mich Ausreden. Und wenn ich Dienstag um 17:30 Training hab und Mi eine Arbiet schreibe dann weiss ich das und bin am We oder Mo Abend fit das ich Dienstag vorm zu Bett gehen nur noch wiederholen muss selbst wenn kein Training wäre weil Dienstag Abend nach Ganztagesschule eh nicht produktiv für die Arbeitsvorbereitung am folgenden Tag wäre.



    Jeder kennt seine Termine und der Vereinssport schadet mit Sicherheit nicht wenn man den ganzen Tag die Schulbank gepfetzt hat. Unabhängig das die wo nichts machen auch nicht lernen sondern PC , Playstation ... spielen.



    Kurzum die wo wirklich wollen und zum Sport stehen die bleiben weiter dabei und die wo dann mit dieser "Ausrede" Abmeldung kommen die sind von ihrem Sport eh nicht überzeugt und würden über kurz oder lang dem Verein - dem Sport verloren gehen weil die Leidenschaft und das wirkliche Interesse am Hobby Fussball fehlt. Und das ist unabhängig von der Ganztagesschule.

  • Bis dieser Unsinn irgendwann mal umgesetzt wird, werden meine Kinder hoffentlich aus der Schule raus sein.




    Zitat Otto:



    Zitat

    Das positive an Ganztagsschulen ist aber doch, dass die Kinder danach den Kopf frei haben für ihre Hobbies. Hausaufgaben und Lernen ist dann bereits erledigt. Um 16 Uhr solte jedes Kind zuhause sein und kann um 17 Uhr (oder später) zum Training.


    Das sind vielleicht Deine Erfahrungen. Meine lauten anders. Da sind dann zwar in derRegel die Hausaufgaben gemacht..., aber frage nicht wie!Gelernt werden muß trotzdem noch. In ländlichen Regionen kommen noch unangemessen lange Fahrzeiten von und zur Schule dazu. ... 16.00 Uhr zu Hause... - von wegen. :tongue:



    Das schlimme ist doch, dass hier in Deutschland jeden Tag irgendein Affe das Maul aufreisst und sich in den Medien mit irgendwelchen konfusen Ideen wichtig macht. Und schon sind wieder Diskussionen im Gange, die von den eigentlichen Problemen ablenken. Letztlich ist doch wohl festgestellt worden, dass der hohe Ausländeranteil am schlechten Abschneiden bei der Pisastudie ein Hauptgrund ist.

  • Sehe es prinzipiell genauso wie NF


    Auch bei mir im Team (1.D) sind von 16 Kindern bereits 5 auf dem Gymnasium, davon 4 bereits seit der 5. Klasse. Trotzdem sind gerade das die Spieler, die die besten Trainingsbeteiligungen haben und die sogar 3x die Woche trainieren würden, wenn ich es anbieten könnte. Hingegen gibt es manche Grundschüler (jetzt 6. Klasse) die oftmals wegen der Schule fehlen. Find es generell richtig, lieber mal für die Arbeit zu lernen, aber es ist schon seltsam, dass die Jungs vom Gymnasium noch nicht einmal abgesagt haben, weil sie für eine Arbeit/Test usw. lernen müssen.


    Übrigens hat Otto einen ganz wichtigen Punkt angesprochen. Ich habe es bisher auch so verstanden, dass bei Ganztagsschulen keine Hausaufgaben mehr anfallen bzw. dass diese während der Schulzeit gemacht werden.

  • Das positive an Ganztagsschulen ist aber doch, dass die Kinder danach den Kopf frei haben für ihre Hobbies. Hausaufgaben und Lernen ist dann bereits erledigt. Um 16 Uhr solte jedes Kind zuhause sein und kann um 17 Uhr (oder später) zum Training.


    Genauso sieht das aus Otto! Der Begriff Ganztagsschule scheint hier manche derart verschreckt zu haben, dass sie sich nicht mit der Materie befasst haben. Im Osten gab es auf Grund der Berufstätigkeit beider Eltern zum Beispiel schon immer den Hort, der nach der Schule besucht wurde und in dem die Hausaufgaben erledigt wurden. Auch eine Art Ganztagsschule, wenn man so will, da es dort auch zusätzliche Freizeitangebote gibt. Abholen der kids regelmäßig auch frühestens 16 Uhr möglich, danach direkt zum Training. Fußball oder was auch immer.


    Nun gibt es Aufschreie wegen einer sogenannten "Ganztagsschule", die ich so nicht nachvollziehen kann. Das sind eben auch nur zusätzliche Angebote zum Lernen, Hausaufgaben oder andere Sachen. Wo ist das Problem? Wie mein Vorposter schon schrieb, ist es für Gymnasiasten dann ab der 5. Klasse (!!!) besonders hart, alles unter einen Hut zu kriegen, bei dem Pensum, was in der Schule dann absolviert werden muss.

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    „Wer Jogginghosen trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“
    Karl Lagerfeld

  • Ich verstehe die ganze Panik vor dem Ganztag nicht. Bin Jg. 67 und seit der 5. Klasse auf einer Ganztagsschule gewesen. Zeit für Fußball und anderen Sport war trotzdem immer, trotz 30 bis 45 min. Schulweg. Mein Sohn kommt jetzt in die 5. und wird ebenfalls eine Ganztagsschule besuchen. An den langen Tagen gibt es dort keine Hausaufgaben und die meisten Kinder sind froh, wenn sie nach dem langen Tag ihren Bewegungsdrang ausleben können.

  • Unsere Hauptschule im Dorf hat Ganztagsbetrieb. Die Schüler werden im nahe gelegenen Vereinsheim unseres Vereins in der Mittagspause verköstigt. Danach haben sie die Möglichkeit die Sportanlage zu nutzen, sprich es wird mittags schon gekickt. Keines der Kinder, die auf dieser Schule sind, kommt aber deshalb seltener zum Training als andere Kinder. Hier wirkt sich die Ganztagsschule eher positiv auf den Fußball aus.


    Unsere Grundschule hat ebenfalls einen offenen Ganztagsbetrieb. Viele Kinder bleiben dort bis 16 Uhr. Trotzdem kommen sie zum Training. Als Eltern spricht man schließlich auch miteinander und von der Unvereinbarkeit von Ganztag und Fußball habe ich noch nichts vernommen. Auch als Jugendleiter höre ich davon nichts. Mir ist persönlich kein Fall bekannt, dass Kinder wegen der "Ganztagsschule" aufgehört haben. Ich kann daher nicht erkennen, dass da wirklich so ein großes Problem sein soll.


    Kinder die um 13 Uhr Schulschluss haben, sind mit Schulweg, Mittagessen und Hausaufgaben auch nicht wesentlich früher fertig als Ganztagsschüler, wenn überhaupt.


    Dem letzten Absatz von Karl kann ich durchaus in einigen Punkten zustimmen. Das Abitur nach 12 Jahren führt z.B. dazu, dass die mittlere Reife am Gymnasium nun schon nach der 9. Klasse (Abschluss der Mittelstufe) erreicht wird, die Schulpflicht aber erst nach 10 Jahren endet. Dass das niemandem vorher aufgefallen ist, ist unglaublich und wie damit konkret umzugehen ist, weiß scheinbar auch niemand.

  • ich denke auch, dass die ganztagsschule eher positiv zu bewerten sind. hausaufgaben, lernen und essen ist meistens erledigt, wenn die jungs dann nach hause kommen.
    das ist sonst oft ein problem, wenn die eltern beide berufstätig sind. da müssen dann teilweise die ha nach dem training gemacht werden, vom vernünftigen essen und trinken vorm training mal ganz abgesehen.
    ich habe einige jungs auf gesamtschulen, die dieses prinzip haben und viele andere auf gymnasien, die zwar offiziell keine ganztagsschulen sind, letztendlich aber auch teilweise 8 oder 9 stunden anbieten.
    nur ohne essen und hausaufgaben oder lernen vorort. was ist also besser?


    der eigentliche killer, der dir dein training kaputtmachen kann sind in diesem alter konfiunterricht und entsprechende fahrten und veranstaltungen. das geht über zwei jahre und ist oft echt unerträglich...

  • mahlzeit,


    wie es scheint, ist das mal wieder eine problematik des "tolles föderalismus" im bildungswesen :(


    wer wie ranwie eine ganztagsschule quasie neben dem sportplatz hat, ist wohl in einer sehr komfortablen lage. ich bin mir aber nicht sicher, wie viele das so haben. in den ballungsgebieten macht sich das wohl auch eher weniger problematisch bemerkbar, wenn die kids um 16uhr aus der schule kommen. in reinen ländlchen gebieten, in denen es sowieso schon weniger kinder gibt sieht das wohl etwas anders aus.


    in diesen gebieten sehe ich auch die möglichkeit nicht so gegeben, das man den fußball in die schulen bringt, da man einfach nicht genug kinder der einzelnen jahrgänge für eine mannschaft im wettkampfbetrieb zusammen bekommt.


    Violet Hammer


    sicher war es früher ganz normal, das die kinder bis zur 4.klasse in den hort gegangen sind. aber das ganze system war ja auch darauf ausgelegt, eine vereinbarkeit von schule und sport hinzubekommen. bei uns war training immer zu kindergerechten zeiten um 15uhr. die trainer wurden dazu von den betrieben bezahlt freigestellt und fast jedes größere dorf hatte eine schule, welche bis zur 10.klasse ging. schulschluß war in der regel auch spätestens um 14uhr.


    heute ist ja zum teil auf der ganztagsschule (jedenfalls die, welche ich kenne) am nachmittag noch unterricht, auch wenns eher 'nebenfächer' sind. hausaufgaben müssen sehr oft trotzdem noch gemacht werden. die kids sind also nicht mit allem fertig und haben den kopf frei.


    gruß

  • Gegenbeispiel:


    6.45 Uhr Haus verlassen (10 Min. Fusswege zum Bus) Hauptschule mit Realschulzweig 15 km entfernt, Bus fährt über Dörfer Kinder einsammeln


    kein fussballplatz bei der Schule, lediglich kleine Schulturnhalle


    Ganztagsschule Ende 16.30 Ankunft im Elternhaus 17.30 Uhr


    Hausaufgaben sind gemacht, aber wie, sogar abgehakt, aber vieles falsch.


    Hausaufgaben müssen neu gemacht werden, zuvor wird aber der gelernte (?) Stoff nochmals durchgekaut, da am Morgen in der Schule nicht richtig verstanden.


    vielleicht sollte das einem egal sein, hauptsache gemacht


    klar gibt es Vorzeigeganztagsschulen, die sind auch material- und personalmässig super ausgestattet. aber nicht der Normalfall


    warum soll die Ganztagsschule Pflicht werden ? weil sie sich auf freiwilliger Basis nicht durchsetzt!!


    hier geht es um Ideologie, benachteiligte Kinder die kein ordentliches Elternhaushaus haben und sonst eh nur auf der Strasse rumlungern.


    anstatt hier mal kreative Lösungen zu suchen, werden hier Wege zugunsten von Minderheiten und zu Lasten der Anderenbeschritten.


    die, die laut nach Bürgerbefragung geschrien haben, erlebten in Hamburg ja ne eichtig schöne Pleite.


    ach ja, da gingen dann ja sie Falschen zur Abstimmung.


    wo waren aber die anderen, um die es letztendlich gehen sollte, die hat das ganze gar nicht interessiert, weil ihnen das eh egal ist.
    ob mit oder ohne Änderung des Schulsystems wird da keine andere Einstellung kommen.


    Fantasie statt Ideologie ist aber von den Verantwortlichen zuviel verlangt.


    Günter

  • @günther


    was würde dir deine fantasie sagen, wie man die misäre in den griff bekommt :?: ?(


    bekommt man überhaupt irgendwas hin, wenn man nicht das ganze system grundlegend ändert und nicht mal wieder nur die nächste kleine baustelle eröffnet?

  • selbstverständlich habe auch ich keine ideale Lösungsvorschläge.


    aber trotdem mal einen Gedankengang:


    viele Probleme der Kinder und Jugendlichen haben ihren Ursprung ime Elternhaus. das ist ja nichts neues.


    du kennst ja die Familienberaterin Nanni, aus der gleichnamigen Fernsehsereie.


    diese Nannis gibt es, wenn auch nicht alles so abläuft wie im Fersehen.


    diese Kinder und Famielienberater, die in die Familie reingehen, verzeichnen sehr gute Erfolge.


    leider gibt es viel zu wenige.


    ich stelle mir nun mal vor, dass viele Nannis ausgebildet werden, vor allem solche mit Migrationshintergrund, verschiedene Glaubensrichtungen usw


    und dann direkt vor Ort arbeiten. das kostet natürlich Geld, vermutlich viel Geld, deshalb geschieht das auch nicht, obwohl die Erfolge nachweisbar sind.


    statt Ganztagsschule Internate für bestimmte Personengruppen, natürlich nicht wie bisher, sondern mit neuen Konzepten.


    echte Nachhilfestunden, bei die Nachhilfslehrer nach Erfolg bezahlt werden.



    mit Sicherheit jetzt keine durchdachte Konzepte, aber mal Fantasie.


    Günter


    übrigens: in Frankreich ist die Ganztagsschule schon sehr lange Tradition, dort funktioniert es auch, soviel ich weiss haben die aber eine andere Konzeption,
    bin aber nicht auf dem heutigen Stand
    trotzdem haben sie nicht mehr Unterrichtsstunden als bei uns, da sie wesentlich längere Ferienzeiten haben.


    die Probleme mit Teilen der Bevölkerung (man muss sich ja vorsichtig ausdrücken) sind als ähnlich unsereren zu bezeichnen
    hat dann ja wohl doch nichts oder nur sehr wenig mit dem Schulkonzept zu tun.

  • wäre es da nicht einfacher die lehrer pädagogisch besser auszubilden und ihnen mehr "macht", oder besser gesagt "erziehungsspielraum" bei den kids zu geben, an statt zusätzlich familienhelferinnen einzusetzen? in den schulen hast du ja die kinder meist alle beisammen.
    also weg von den reinen wissensvermittlern, hin zu echten pädagogen? wenn schon das elternhaus nicht funktioniert, so sollte doch die schule/der staat dann mehr möglichkeiten der einflußnahme haben und das nicht erst, wenn das kind schon in den brunnen gefallen ist.


  • Wenn ich mir die unterschiedlichen Äußerungen in dem faden hier so durchlese scheint es sich tatsächlich um ein Föderalismusproblem zu handeln, die Verhältnisse sind offenbar zu unterschiedlich, um absolut sagen zu können, dass die Ganztagsschule kontraproduktiv für den Vereinssport ist.


    DSV, bei uns im Ort gehen so gut wie alle Kinder der Grundschule noch in den Hort. Die Hausaufgabenbertreuung klappt prima. Ab 16 Uhr gehts dann zum Vereinssport oder was auch sonst. Auf dem Gymi gibts auch die sogenannte Ganztagsschule. Mein Großer kann das sehr gute Angebot dort aber nicht wahrnehmen, da zu viel Zeit für das Busfahren nach Hause draufgeht. Dann Hausaufgaben und weiter zum Fußball. Früh halb 7 aus dem Haus bis abends halb 8. Das mit 11 Jahren an drei Tagen in der Woche, eigentlich sollten es 4 sein, weil der Stützpunkt ihn zwei Mal sehen will, was wir aber nicht mitmachen.


    Also die Verhältnisse sind einfach zu unterschiedlich für eine einheitliche Aussage, grundsätzlich finde ich die Angebote aber nicht schlecht. Wenn man sich auf die erledigten Hausaufgaben allerdings nicht verlassen kann ist das wiederum eine Qualitätsfrage des Angebots, PISA lässt grüßen.

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    „Wer Jogginghosen trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“
    Karl Lagerfeld

  • @ violet


    mit 11jahren mehrfach in der woche einen 13stundentag zu haben, das finde ich sehr bedauerlich und ganz schön daneben, sowas ist doch nicht kindgerecht :( kann mir vorstellen, das dein junge da ganz schön platt ist.


    ;) die leute, die die rahmenbedingungen so planen und herbeiführen laufen in ihrer freizeit sonst sicher mit einem "fairtrade-sticker gegen kinderarbeit" rum ;)


    kann man ja eltern, die sagen, "ich schicke mein kind nach der schule nirgends mehr hin" fast verstehen.


    gruß