L.M.
Nun werden wir doch noch Freunde. Danke für deinen Beitrag, ...genau da wollte ich hin.
Zitat: Es stellt sich doch nur die Frage wo außer in Auswahlmannschaften ist dies wohl der Fall
Ich bin halt der Meinung, dass viele Trainer bewußt oder unterbewußt, ob Ahnung, keine Ahnung oder viel Ahnung und falsche Einstellung hier in diese Richtung trainieren und das manchmal schon ab den Bambinis. Mit diesem Satz glaube ich nicht zu übertreiben. Das ist nicht irgendein Thema, sondern es könnte das Thema sein, denn diejenigen Trainer die von den Alterszielen abweichen, verfolgen aus genannten Gründen dieses Ziel.
Sie haben erst Erfolg, wenn dieses Ziel erreicht wird. Auf dem Weg zum Ziel versündigen sie sich, weil sie beispielsweise viele Trainingsformen durchziehen, die für ihre Altersgruppe nicht passen, sie Dinge abverlangen, die die Spieler auf Grund ihres Alters, ihrer Entwickling, ihres mangelnden Talents usw. nicht in der Lage sind, jemals umzusetzen. Ferner schreien sie, weil sie -die Trainer- ja unzufrieden sind (dauerhaft), weil ihre Koten das nicht umsetzen. Hierbei vergreifen sie sich im Ton und anderes. Oftmals von allem ein wenig oder in schlimmen Fällen nutzen sie das voll Programm.
Das ist doch schade, uneffektiv und unnötig und mir fallen da noch ein paar andere schlimme Worte schon am Morgen ein.
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ok, da gehe ich mit: onetouch als teamtaktik, die gespielt werden kann, situationsabhängig, aber nicht zwingend muss.
dribblings im mittelfeld, einzelaktionen über die flügel usw. wollen wir ebenfalls alle sehen, oder. aber wenn man dies so betrachtet gibt es keine mannschaft, die auf diese "einzelaktionen" verzichtet.
folglich, one touch oder, ich bleibe dabei, direktspiel bleibt ein werkzeug von vielen, die ein team besser machen kann.dropout? kommt immer auf den trainer und sein team an und kann nicht verallgemeinert werden. dies ist bei allen teamtaktiken so, vom konsequenten pressing oder schnellen flügelspiel.
du brauchst die entsprechenden leute auf den passenden positionen. wenn du einen langsamen flügelspieler hast und ihn immer wieder diagonal vor der abwehr anspielen lässt, wird er irgendwann auch keine lust mehr haben. es liegt am trainer diesen spieler anders zu integrieren oder das spiel umzustellen, macht er dies nicht, hat er bald einen spieler weniger...
und so wird es auch beim one touch sein oder direktspiel sein. in einer "normal" begabten manschaft wird es jungs geben, die das können und andere nicht. lasst sie das spielen was sie können, und durch die trainingseinheiten wissen sie ja dann selbst mit welchen mitspielern das geht oder nicht.ich gebe meinen spielern mittlerweile die größtmögliche freiheit beim spiel und habe am letzten samstag nur einmal in 70 minuten etwas reingerufen:
unser schneller linksaussen wurde verletzt ausgewechselt und ein langsamerer spieler ersetzte ihn. die position wurde allerdings weiterhin die nächsten 15 minuten so extrem angespielt, als wäre es noch der schnelle spieler, mit dem man direkt und schnell spielen konnte. irgednwann erinnerte ich die mittelfeldspieler daran und das ganze wurde verändert.
so sehe ich es zwar weiterhin nicht gerne, wenn der ball zuviel "getragen" wird, aber die jungs merken selbst, wann sie es können und wann nicht. die entwicklung ist super, in der tat.
und ich freue mich, den jungs zuschauen zu dürfen, auch nach rückständen wird aus dem team heraus reagiert.
ich frag mich manchmal ob ich noch trainer oder übungsleiter bin
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Zitat L.M.
""Spieler die so schnell es geht den Ball wieder loswerden wollen sehe ich jeden Sonntag in der Kreisliga""
Genau so ist es ! Und dieser "Antifussball" wird schon in F - Jugenden von einigen "Möchtegerntrainern" gefördert, indem jede Einzelaktion sofort unterbunden wird und schon da sofortiges Passspiel nach Ballannahme verlangt! wird. Die haben zum Grossteil ihre "Erfahrungen" vorm Fernseher gemacht und versuchen dies nun umzusetzen. Selber treffen sie keinen Ball und können einfachste technische Sachen nicht vorzeigen.
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Klare Sache: One-Touch in unteren Ligen bzw. Nachwuchsfußball geht gar nicht - weder von der Philosophie her, noch vom Leistungsvermögen der Spieler!
One-Touch im Fußball ist auch für mich das Allerhöchste...der perfekte Fußball...Fußball in Vollendung...etc. Nehme ich diese Superlative, erübrigt sich eigentlich jede weitere Diskussion: One-Touch kann demnach nur von den Allerbesten (Barca, Spanien, teils Arsenal) umgesetzt werden...von hochklassigen Profis, deren Trainer dieses Spielsystem bevorzugen. Der One-Touch unterliegt also zwei Kriterien: Der fußballerischen (Top)Ausbildung UND der individuellen (Vereins/Trainer)Philosophie. Ich könnte mir vorstellen, dass man beispielsweise im "Pott"...beim S04...diese Spielweise gar nicht sehen will! Der perfekte Fußball ist dort, meine ich, von Lauf- und Kampfeinsatz geprägt...von "ehrlichem" Fußball. Insofern unterliegt die Philosophie des One-Touch ggf. auch äußeren Einflüssen (Vereinsgeschichte, Umfeld etc.). Das führt jetzt aber vielleicht schon zu weit...
Zurück zum Breitensport...dorthin, wo "normale" Menschen Fußball spielen: Ich glaube, dass kein Team eines Breitensportvereins den One-Touch in Perfektion beherrscht...nicht mal ansatzweise! Es sein denn - Günter hat dies angedeutet (Fussball macht dann Spass, wenn du eine Klasse tiefer spielst, als du spielen könntest) - man ist unterfordert und spielt nicht in der Klasse, wo man hingehört! Ich selber habe jahrelang geglaubt, dass der One-Touch oder das "stetige direkte Passspiel" von mir aus, das Beste für mein Team (damals F oder E) ist. Ich habe versucht, denen das beizubringen, weil ich's nicht besser wusste! Weil wir (u.a. dadurch) fast allen anderen Teams hochüberlegen waren, hatte das in der älteren E schon den "Hauch" von One-Touch...in vielen Situationen. Das ging aber nur gegen die schwächeren Teams...wo meines stark unterfordert war!
Fazit: One-Touch ist die "Königsdiziplin" des Fußballs (aus meiner Sicht!). Dazu benötigt man perfekt ausgebildete Spieler...Ausnahmetalente. Sollte im Breitensport ein Team One-Touch praktizieren, spielt es in der falschen Liga bzw. hat der zuständige KiFu-Trainer einen an der Pfanne! Im Ausbildungsbereich sollte/darf One-Touch nur in den Ausbildungszentren thematisiert werden (ab einer B vielleicht). One-Touch erfordert m.E. die perfekte Beherrschung aller fußballerischen Fähigkeiten (Ballgefühl, Dibbling, Zweikampfbeherrschung, Passspiel, taktisches Verhalten etc.) - deshalb darf diese Art des Fußballspielens aus meiner Sicht niemals im KiFu-Bereich angesiedelt werden, weil es der vierte Schritt vor dem Ersten wäre.
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bitte gebt mir mal die definition von one touch!
hier werden immer wieder barca oder arsenal genannt, aber wann spielen die den sog. "one touch" fußball?
drei vier ballstationen dann abschluss oder 20 mal im mittelfld ohne raumgewinn nur ballkontrolle.
dann kommt einer wie messi und macht ein fass auf, aber mit ball am fuss! früher bei arsenal waren es die läufe eines henry über links, aber kein one touch, der zum erfolg führte.
aber ist es nicht das, was wir auch im pott seid menschengedenken bei 5 gegen 2 üben?vielleicht habe ich hier eine andere sichtweise, deshalb helft mir mal weiter.
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hallo siebener
schliesse mich dir an, dachte schon ich wäre der einzige der bei diesem Thema nicht mitkommt, hab mich deshalb draussengehalten.
wird hier eigendlich über 2-3 Weltspitzenmannschaften oder über den Jugendbereich diskutiert? oder verbindet man gar beides?
Günter
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Günter, siebener, ich gebe euch recht, dass dies hier problematisch ist! Wo fängt One-Touch in der Praxis an bzw. welche Kriterien "befügen" dazu, von One-Touch reden zu können?!
Ich persönlich habe das aus meiner Sicht versucht und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass dies halt nur von ganz wenigen mir bekannten Teams in Perfektion beherrscht wird. Aber das schließt andere Sichtweisen natürlich nicht aus...je nachdem, wie man die individuellen Maßstäbe ansetzt! Aber ich meine erkannt zu haben, was Andre mit diesem Thread bezwecken will.

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Was?
manchmal steht man vorm Baum und sieht den Wald nicht mehr, so geht es mir im Moment bei diesem Theme. Klär mich mal auf.
Günter
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Wie: "Was"...du siehst den Wald vor Bäumen nicht?!
Ich habe meine Meinung zum Thema gesagt: One-Touch - so, wie ich diesen interpretiere - sollte man im Breitensport nicht unbedingt, im KiFu gar nicht trainieren...weil dies zu Ungunsten anderer (vorderer) ausbildungstechnischer Ziele geht. Weil diese Ziele m.E. Grundlagen sind für ein ideales One-Touch oder anders: Aus meiner Sicht kann ich One-Touch nur praktizieren, wenn ich alles andere Fußballerische beherrsche. Da die meisten Fußballer dieser Welt eben nicht alle fußballerischen Grundlagen beherrschen, schließe ich daraus, dass One-Touch eher was für "hochklassige" Teams/Akteure/Talente ist.
Nach deinen und siebeners Anmerkungen hinsichtlich der Auslegung von One-Touch (Definitionen gibt es, behaupte ich mal) habe ich euch zugestimmt und angemerkt, dass dies wohl auch Ansichtssache ist...je nachdem, wie man das interpretiert. Eine Allgemeinaussage zu formulieren ist also sicherlich schwierig bzw. kaum möglich. Aber ich persönlich sehe One-Touch halt auf dem Niveau von z.B. Barca angesiedelt - alles andere ist m.E. maximal "bevorzugtes direktes Passspiel".
Da ich (wir) aber Andres Philosophie (u.a. altersgerechte Ausbildung) sowie dessen Geschichte (ehemals ergebnisorientiert) kennen, meinte ich zu wissen, warum er diesen Thread eröffnet hat.
Ich hoffe, der Baum vor dir ist weg und du siehst den Wald...zumindest hinsichtlich meiner Anmerkungen?!
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danke ,
ich hatte den Wald dann doch gesehen, war mir bei dieser diskussion nicht sicher. soll ja mal vorkommen
günter
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Trainer2005 hat das zu 100 Prozent erkannt. Ich finde das Thema ist auf den Jugendfußball recht groß: Ich zitiere mich mal selber:
Ich bin halt der Meinung, dass viele Trainer bewußt oder unterbewußt, ob Ahnung, keine Ahnung oder viel Ahnung und falsche Einstellung hier in diese Richtung trainieren und das manchmal schon ab den Bambinis. Mit diesem Satz glaube ich nicht zu übertreiben. Das ist nicht irgendein Thema, sondern es könnte das Thema sein, denn diejenigen Trainer die von den Alterszielen abweichen, verfolgen aus genannten Gründen dieses Ziel.
Sie haben erst Erfolg, wenn dieses Ziel erreicht wird. Auf dem Weg zum Ziel versündigen sie sich, weil sie beispielsweise viele Trainingsformen durchziehen, die für ihre Altersgruppe nicht passen, sie Dinge abverlangen, die die Spieler auf Grund ihres Alters, ihrer Entwickling, ihres mangelnden Talents usw. nicht in der Lage sind, jemals umzusetzen. Ferner schreien sie, weil sie -die Trainer- ja unzufrieden sind (dauerhaft), weil ihre Koten das nicht umsetzen. Hierbei vergreifen sie sich im Ton und anderes. Oftmals von allem ein wenig oder in schlimmen Fällen nutzen sie das voll Programm.
Das ist doch schade, uneffektiv und unnötig und mir fallen da noch ein paar andere schlimme Worte schon am Morgen ein. -
Eigentlich wurde alles zum Thema geschrieben. Aber eines nicht - oder ich habe es überlesen.
One-Touch-Football ist vor allem Kopfsache. Natürlich benötige ich die erforderliche Technik, aber wenn der Kopf nicht entsprechend mitspielt ist alles Essig. Ich muss verdammt schnell sein. Zuerst mit dem Kopf und dann mit den Beinen.
Und ich sehe den One-Touch-Football auch nicht als Königsdisziplin. Zumindest nicht, was den Erfolg angeht. Da nehme ich die Ausbildung und den somit den Jugendfussball jetzt mal raus. Da halte ich es eh für überflüssig, solange alle anderen Ausbildungsziele nicht völlig erreicht sind. Und wann sind sie das im Breitenfussball schon?
One-Touch-Football ist eine Art Fussball zu spielen. Letztlich nicht mehr und nicht weniger. Dass ich damit jedem Gegner überlegen bin glaube ich nicht.
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Hallo!
Ich finde die Entwicklung, die dieses Thema genommen hat, sehr interessant, weshalb ich auch nur Leser war. Nur aber möchte ich auch gerne etwas dazu sagen.
Zunächst einmal sollte jeder Trainer sich sicher sein, welche Ansprüche er an sein Team und an sich stellen möchte. Dann kann man sich eine Spielphilosopie überlegen, die da lauten könnte:
1. Bei eigenem Ballbesitz Zweikämpfe in Abwehr und Mittelfeld vermeiden und nur die notwendigen Duelle zum Torabschluß
versuchen zu gewinnen
2. Bei gegnerischem Ballbesitz rasch in die wichtigen Zwiekämpfe kommen. Wichtig ist es dann, wenn die gegnerische Abwehr
noch keine Grundordnung hat.
Nicht die optische Dominanz auf dem gesamten Spielfeld, sondern die Dominanz in den entscheidenden Situationen mit unmitelbarem Torerfolg oder -verhinderung sind wichtig. (vgl. Bayern München ./. Mainz = Ballbesitz für Bayern 67 %; aber Mainz gewinnt 2 : 1)
Aus der Spielphilosophie (es mag andere geben, die für das eigene Team geeigneter sind) kann man dann ableiten, wo und wann man den Ball gern zirkulieren und/oder Zweikämpfe bevorzugt.
Der gute Fussball, egal auf welchem Niveau, braucht aber beides: das Passspiel (Onetouch) und das Dribbling und Laufduell, sonst würde das "Salz in der Suppe fehlen". Eines zugunsten des anderen nicht zu erlauben, nur weils es einige nicht so gut können, halte ich nicht für ungeeignet. Es ist dann eher eine Sache, wie man mit den Schwächen einzelner Spieler umgeht. Fussball ist eine Mannschaftssport, bei der man die Gesamtheit des Team Priorität haben sollte.
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Spieler die so schnell es geht den Ball wieder loswerden wollen sehe ich jeden Sonntag in der Kreisliga

Für mich das Zitat des Jahres.
Außerdem zum Thema:
In Bezug auf One-touch-Fussball wird hier oft Barcelona genannt. Aber in meinen Augen spielen, die eben keinen One-touch, die haben viel Passspiel, aber in den seltensten Fällen direktes Passspiel. Gerade Barcelona lebt doch von zahlreichen 1gg1 bzw 1gg2 Duellen, aus denen heraus durch Passspiel andere frei gewordene Räume genutzt werden. Gerade Barca steht für individuelle STärke im 1gg1 (Messi, Iniesta, Villa, Pedro, etc.)
Arsenal passt da mehr zum One-touch.Tw-Trainer:
Warum sollte man in der AUSBILDUNG vor allem in jungen Jahren Zweikämpfe vermeiden (du sprichst von Mittelfeld und Abwehr)?
Dass würde ja eigentlich bedeuten, dass nur die Stürmer diese Kompetenz erwerben, alle anderen erlernen das 1gg1 ja so nicht.Meine Meinung: Je jünger desto mehr 1gg1 und in jungen Jahren in der Ausbildung ist One-touch kontraproduktiv. Wer dies aber von seinen Mannschaften einfordert, der hat entweder keine Ahnung von Ausbildung oder/und dem geht es darum viele Schulterklopfer zu erhaschen ala "toll wie deine Kinder schon zusammenspielen" oder "sieht aus wie bei Arsenal" genauso, wie es diesem Trainer eigentlich ausschließlich um Ergebnisse geht.
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Das hast du mißverstanden. Ich meine, wenn ich Trainer von Mainz wäre, dann würde es mich nicht stören, wenn der Gegner (Bayern München) eine Taktik pflegt, die auf Balldominanz aus ist, weil das eh nicht die Stärken meines Teams sind. Ich würde mich vielmehr auf torentscheidenden Duelle konzentrieren . Dabei würde ich es dem Gegner gestatten, den Ball im Mittelfeld hin- und her zu schieben. Denn solange meine Abwehr gut gestaffelt, kompakt und stabil gegen den Ball kämpft, habe ich die Sache im Griff und kann agieren, wenn sich der Gegner näher an mein Tor traut. Und weil ja die Bayern nach dem Fehlen von Robben und Ribberi jetzt wieder ihre Außenverteidiger für den Angriff einbinden, ist bei raschem Umschalten von Abwehr auf Sturm deren Abwehr noch in Unordnung und läßt gute Konterchancen zu.
Aber ich bin ja nicht Thomas Tuchel und muß mir auch nicht seinen Kopf zerbrechen!
Deshalb habe ich auch geschrieben: es gibt durchaus andere, geeigente Spielphilosophien. Sie sollten den Ansprüchen des Trainers und seines Teams gerecht werden. Was für Mainz richtig sein kann, ist mit ziemlicher Sicherheit für F3 eines Dorfvereins falsch.
Wenn ein Spieler den Ball schnellstmöglich loswerden will, dann will er kein "Onetouch" spielen, sondern ihm fehlt das Selbstvertrauen mit der runden Kugel etwas kreatives anzufangen. Dieses Selbstvertrauen gilt es mit den Mitteln und der Geduld eines Trainers zu fördern.
Wichtig am Beitrag war mir, dass es im Fussball beides geben sollte. Denn dieser Sport lebt von seinen vielfältigen, gestalterischen Möglichkeiten (vom "Rasenschach bis hin zum "offenen Schlagabtausch"). Wieviel es von jedem sein soll, das liegt in den Händen des Trainers und den Anforderungen der Spieler (Alter, Ausbildungsstand, Spielklasse, usw.) seinesTeams!
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Meine Meinung: Je jünger desto mehr 1gg1 und in jungen Jahren in der Ausbildung ist One-touch kontraproduktiv. Wer dies aber von seinen Mannschaften einfordert, der hat entweder keine Ahnung von Ausbildung oder/und dem geht es darum viele Schulterklopfer zu erhaschen ala "toll wie deine Kinder schon zusammenspielen" oder "sieht aus wie bei Arsenal" genauso, wie es diesem Trainer eigentlich ausschließlich um Ergebnisse geht.
Das trifft das, was ich mit diesem Thread als Kernaussage sagen wollte Punktgenau, Danke dem Schreiber.
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Da muss ich mich wehren.
Ich bin der festen Ueberzeugung, dass die Spieler Ihren Stil pflegen.
In der letzten Saison trainierte ich eine sehr starke C - Mannschaft. Die haben zwischendurch auch schönen "One-Touch-Fussball" gespielt. Da kamen Eltern und Zuschauer regelmässig und gratulierten "mir" für das schöne Spiel. Ich konnte nicht mehr, als die Gratulation am Team weiter zu geben... der Grund; Trainiert haben wir es eigentlich nicht gezielt. Wir haben eher folgendes trainiert:- 1:1 Angriff/ Defensiv
- 2:1 und 2:2 Angriff (Hinterlaufen, Doppelpass, Virgola)... da sind erste Elemente für "One-Touch"
- Raumdeckung 4er Kette + Abwehr und Mittelfeld in Zusammenarbeit
- Laufkoordination
- und viel viel Grundlagentechnik mit Koordination integriertEs ist jetzt nicht so, dass wir da mega gute Arbeit leisteten in der letzten Saison. Die grösste Arbeit war eher psychologisch. Das Team blühte aber, sie spielten zum Teil wirklich schnelle Pässe. Hohe Ballzirkulation war zum Teil übertrieben... die Jungs versuchten sogar auf Ballbesitzt zu spielen, wenn Sie in der Tiefe 400 m (ironisch übertrieben) Platz für Steilpässe hatten. Sie liebten einfach diese Ballschieberei. Da regte ich mich sogar öfter auf, weil ich vom Team verlange, dass ich der Spielsituationentsprechend spielen. Dh. wenn der Gegner weit vorne steht = Steilpass zum schnellen Stürmer... aber Nein... lieber Breitwandfussball.
Dies ist in meinen Augen von Team zu Team unterschiedlich. Muss aber schon sagen, dass meine Teams mit der Zeit eher gepflegt spielen.... obwohl ich es nicht trainiere.
Gruss
TRPietro -
TRPiertro,
kann sein das ich da etwas missverstehe, möchte dich aber darauf hinweisen, dass Sir Alex ganz bewußt vom unteren Jugendbereich spricht, ich gehe von F und E aus.
Er sagte, ...je Jünger, desto mehr 1:1, ...heißt für mich....F Jugend sehr viel 1:1.
Du sprichst von einer C, ...also nicht mehr ganz so jung, ....also anderes Schlachtfeld. Gruß Andre -
TRPiertro,
kann sein das ich da etwas missverstehe, möchte dich aber darauf hinweisen, dass Sir Alex ganz bewußt vom unteren Jugendbereich spricht, ich gehe von F und E aus.
Er sagte, ...je Jünger, desto mehr 1:1, ...heißt für mich....F Jugend sehr viel 1:1.
Du sprichst von einer C, ...also nicht mehr ganz so jung, ....also anderes Schlachtfeld. Gruß AndreF+ E Jugend? Da sehe ich es wie Du.
Da habe ich noch nie erlebt, dass die Kids überhaupt fertig brachen, denn Ball über mehrere Stationen zu passen, schweige davon von "One Touch". Hatte im Bereich der E - Jugend lediglich eine E4 und einmal eine E2 trainiert. Hatte also eher die weniger guten Spieler des resp. Vereins. Da war ich doch froh, wenn die Junioren richtig Ballführen konnten und 1 - 2 Finten konnten. Zum Passspiel kam ich auch schon, da ein E - Junior ziemlich schnell lernt. Aber One Touch? Wohl eher nicht. Schöne Ballzirkulation im E - Bereich konnnte ich lediglich vom FC St. Gallen sehen... die haben aber eine andere Auswahl an Spieler als wir im Dorf.Drop Out
Ich muss wirklich sagen, dass ich den Drop Out ab C - Jugend Aufwärts beobachten konnte. Im KIFU sah ich eher Zuläufe... kenne Vereine die soger Neuanmeldungen stoppen mussten, weil die Trainer zu viele Spieler hatten und der Verein komplett überfordert war.
Spieler die im KIFU aufhörten blieben dem Sport meistens erhalten, so dass man als Trainer zumindest einen plausiblen Grund hat. Ich als KIFU - Trainer empfinde es als schade, wenn ein Kind, nichts machen will. Kenne aber kein Junior, der in diesem Alter gar nichts macht. Ob Sport oder Musik, hier machen die Meisten schon etwas. Das Problem beginnt eher so ab 14 - 15 Jahren.Gruss
TRPietro -
wir trainieren ebenfalls sehr viel zweikämpfe 2 : 2, 3 : 2, usw. mit torabschluß.
aber was kommt dabei raus? schnell mit druck auf den abwehrspieler, dann pass (oder selbst gehen und danach pass) und einen direkten pass zurück in die gasse.
dies wird alles vorm strafraum recht eng, also musst du schnell spielen und du spielst es direkt. diese trainingsformen werden so gefordert, sh. soccerdrills abwehrkette etc.
und je nachdem wie du diese übungen aufziehst, auf 16er breite zb, mit abseitslinie, startenden aussen und abwehrspielern von hinten, die ebenfalls druck machen, spielst du schnell und direkt.
natürlich trainieren wir das, wie fast jede c-jugend der welt, aber ist das direktspiel dann onetouch? wie gesagt, mit fehlt immer noch die definition...
