Spiel ohne Grenzen

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    Hallo zusammen
    Ich möchte mich erst mal kurz vorstellen. Also ich heiße Joachim und trainiere bei uns im Verein eine D-2 Jgd. Ich bin seit 5 Jahren Trainer und bin wahrscheinlich wie viele zu diesem Amt gekommen, weil der Sohnemann mit diesem Sport begonnen hatte. Ich hatte das Glück, daß ich von Anfang an einen Partner (ich sage bewußt nicht Co-Trainer) an meiner Seite hatte, der meine Ansichten von Fußball teilte. Wir legten von Anfang an viel Wert auf eine allgemeine sportliche Ausbildung der Kinder und unser Training gestaltete sich in der F-Jgd. nicht nur Fußballspezifisch.Wir hatten unser Konzept und bauten danach unser Training bis zum heutigen Zeitpunkt auf. wir sind beide Freunde desr 4er-Kette und des gepflegten Fußballs. Für dieses Ziel stellten wir kurzfristige Erfolge und Turniersiege hinten an. Trotzdem hatten wir enormen Erfolg und gewannen zahlreiche Turniere und wurden in der E-Jgd. auch Meister Nun haben wir die Mannschaft seit 5 Jahren, was ich eigentlich für zulange halte. Ich würde die Mannschaft gerne abgeben, aber es findet sich halt kein geeigneter Nachfolger. Ich muß aber noch dazu sagen, daß ich dann nicht als Trainer aufhören werde, sondern gerne eine andere Mannschaft übernehmen würde. Wichtig ist auch noch das wir bei uns im Verein bis zur C-Jgd. die Mannschaften nicht nach Spielstärke sonder nach Altersklasse einteilen. Also haben wir im Moment den jungen D-Jgd. Jahrgang(1997).
    Soviel mal zur Vorgeschichte. Mein eigentliches Problem ist folgendes.
    Ich hatte diese Woche ein Punktspiel gegen eine D-Jgd. älterer Jahrgang. Diese Mannschaft war der meinen körperlich um Längen überlegen, konnte ihr aber spielerisch nicht das Wasser reichen. Unser Pech aber war, daß wir im besagten Spiel einen extrem schwachen Schiedsrichter hatten. Die gegnerische Mannschaft ging durch drei Standards ziemlich schnell mit 3:0 in Führung. Aber in diesem Spiel wurden meine Jungs die ganze Zeit von den gegnerischen Spielern auf übelste beschimpft, gefoult usw. Wiederholt wurden Spieler von mir umgekrätscht, mit den Händen zu Boden gezogen. Als ich den Schiedsrichter darauf hinwieß das der Gegner immer nur von hinten in die Beine meiner Spieler ging, meinte dieser nur, es wurde ja der Ball gespielt. Trotzdem kammen wir noch auf 3:2 heran (das war auch der Endstand). Das Ende vom Lied war das ein generischer Spieler mit 5 Meter Anlauf; und das gestreckte Bein in 50 cm Höhe einen meiner Spieller umgrätschte, so das dieser mit einer klaffenden Platzwunde am Knie, vom Platz getragen wurde. Der Schieri pfiff nicht mal Freistoss. Meine Jungs blieben aber die ganze Zeit während des Spiels ruhig und beschwerten sich nicht. Ich habe sie dann am Tag darauf auch sehr gelobt und ihnen gesagt wie stolz ich auf sie wäre.
    Wie kann man aber, einer Mannschaft erklären, die aufs übelste zusammen getreten wurde, daß ein Schiedsrichter da ist um sie zu schützen.
    Ich muß dazu sagen das der generische Trainer alle Aktionen seiner Spieler bejubelte und sie auch noch ständig aufforderte überhart ihn die Zweikämpfe zu gehen. Dem Spieler, der meinen Spieler umgrätschte, versprach er zum Beispiel einen Döner.
    Soll ich das nächst mal meine Mannschaft vom Platz holen, um sie zu schützen, oder wie hättet ihr reagiert.
    Das war jetzt ein halber Roman, aber ich verspreche mich zu bessern und meine weiteren Kommentare kürzer zu halten

  • War das ein vom Verband gestellter amtlicher Schiedsrichter oder war der Spielleiter ein Trainer/Vater?

  • Schwierig, da stößt man als Trainer leider an seine Grenzen.
    mehr als ein "ernstes Wörtchen" mit dem gegnerischen Trainer und auch dem Schiri fällt mir da nicht ein.



    Meine Mannschaft vom Feld holen, wäre für mich wirklich nur in absoluten Ausnahmefällen eine Lösung, aber wenn das der einzige Weg ist, die Gesundheit der Spieler zu schützen...

  • Im Grunde habt Ihr alles richtig gemacht. Mit Trainer und Schiedsrichter (nur in der Pause oder nach dem Spiel) reden ist sicher angeraten.



    Sollte es sich so zugetragen, wie geschildert, hätte ich als Trainer im Spielberichtsbogen a) die Verletzung und vor allem die Umstände geschildert. Hat u.U. keine sofortigen Konsequenzen, aber wenn es mehr Mannschaften gibt, die gleiche Erfahrungen sammeln, ergibt sich vielleicht doch etwas.

  • Ich würde einfach mal den Staffelleiter anrufen und ihm erzählen, wie das Spiel abgelaufen ist. Vielleicht kann er das nächste Spiel der besagten Mannschaft mal anschauen, bzw. dafür sorgen, dass erfahrene Schiris deren Spiele pfeifen. Das hilft euch jetzt auch nichts mehr, aber vielleicht hilft es etwas "für die Zukunft".

  • ich denke man sollte das nicht so einfach hinnehmen, sonst ändert sich nichts am vom Ehrgeiz zerfressenen Fußball.
    Ich hab mir vorgenommen den Trainer der anderen Mannschaft darauf anzusprechen die Schärfe aus dem Spiel zu nehmen, besonders dann wenn Fouls auch noch beklatscht werden. Bleibt der Ton von der Trainerbank gleich, wird die aus meiner Sicht einzig mögliche Konsequenz, dann spielt Ihr alleine weiter! angedroht.
    Natürlich muß man sich dann auch die Mühe machen, den Verein der das alles zu verantworten hat in Kenntnis zu setzen.
    Gleich mit der Ansage dass die Angelegenheit weiter gegeben wird wenn keine vernünftige Rückantwort kommt.
    Besonders da der DFB mit seiner Aktion "fair ist mehr" praktisch ein verantwortliches Verhalten von uns Trainern fordert.


    Ich trainiere eine F-Jugend seit 2 Jahren und kann immern noch nicht glauben was da teilweise abgeht.
    Ein Spieler 8 Jahre zu seinem Mannschaftskameraden: Hau ihn doch um! Passend der Trainer dazu der männliches Spiel fordert von 8 jährigen!!
    Verteidiger die regelmäßig Gegenspieler samt Ball weggrätschen und Trainer die das gut finden!
    Betreuer die höhnisch Beifall klatschen wenn der fällige Elfmeter nach üblem Fout verschossen wird!
    Trainer Betreuer und Eltern die den Kindern nach Fouls unterstellen sie hätten sich absichtlich fallen lassen,
    Ganz zu schweigen von denen die lauthals kundtun das sie alles besser wissen als die Schiedsrichter .....
    Trainer die ganz offen sagen daß der Tabellenplatz wichtiger ist als die Fairplay Wertung ............


    Nee Sportsfreunde, das ewige Schweigen bringt uns nicht mehr weiter............
    Manchmal denke ich das nur geschiegen wird weil den Betroffenen das gewinnen auch wichtiger ist als Fairplay.


    Gruß
    von Thom
    der am Wochenende innerhalb von 10min 3 angeschlagene Kinder hatte, und Kinder die zur 2ten Hälfte nicht mehr antreten wollten ......F-Jugend!!
    der aber auch in seiner Mittagspause eine Beschwerdebrief an den JugendFußball Abteilungsleiter schreiben wird.

    Bundestrainer 8) Fernseh - Lizenz

  • Vielen Dank erstmal für die Antworten. Also ich habe mir vorgenommen die Trainer, der zukünftigen Gegner dieser Mannschaft zu warnen. Ich hatte schon am Samstag ein vernünftiges Gespräch mit einem Trainer, der auch noch gegen dieses Team antreten muß. Was mich halt am meisten ärgert das eine Mannschaft ohne jegliche spielerische Klasse damit durchkommt und so ein Spiel auch noch gewinnt. Was für Argumente hat man den dann noch als Trainer seinen Spielern gegenüber, wenn man ihnen erklärt, wenn der Schiri pfeift ist Fouel, sonst nicht. Niemand wird angemeckert, weder der Schiri,noch der Gegner, spielt fair, Fouls passieren, aber entschuldigt euch danach,der Kapitän geht nach jedem Spiel zum Schiri und bedankt sich usw. Dann sehe ich zuhause meinen Sohnemann der auch noch 2 Stunden nach dem Spiel zittert und erklärt er werde mit dem Fußball aufhören. Gut nachdem sich der Pulverdampf verzogen hat, ist seine Meinung wieder einen andere, aber ich möchte nicht wissen wieviele Talente deutschlandweit durch solche Mannschaften und vorallen Dingen Trainer verloren gehen.

  • Leider müssen wir im Kinder- und Jugendfussball offensichtlich damit leben, dass vielen Idioten Ergebnisse wichtiger sind als die Vermittlung von Fairness sowie altersgerechte fussballerische Ausbildung. Man kann nur versuchen, bei konkreten Anlässen auf die Verantwortlichen der kick-and-rush-Bolzertruppen sowie die Schiris einzuwirken (was zumeist ergebnislos ist) oder sich in Extremfällen beim Staffelleiter bzw. Verband beschweren.



    Hatte am Wochenende auch einmal wieder ein "schönes" Erlebnis. Wir waren zum Landesliga-Derby bei einem benachbarten Verein zu Gast, dem unser Verein in der Jugend inzwischen den Rang als "sportlicher Platzhirsch" streitig macht bzw. z.T. schon weggenommen hat. Auch andere Vereine berichten laufend über massive Unsportlichkeiten und Schiedsrichterfehlentscheidungen bei Heimspielen unseres Gegners.



    In der Hinrunde haben wir den Gegner aufgrund deutlicher spielerischer Überlegenheit locker mit 6:1 geschlagen (zweistellig wäre ohne umfangreiches durchwechseln in der 2. HZ drin gewesen) und der damalige Schiri hat erfreulicherweise mit klaren Ansagen und Entscheidungen bei zu ruppigem Spiel durchgegriffen.



    Das Rückspiel wollte unser Gegner offensichtlich um jeden Preis gewinnen und hat sich dabei leider auch sehr unfairer Spielweise bedient. In der ersten Halbzeit ging das noch, da meine Kids noch nicht richtig wach waren und in einem recht ausgeglichenen Spiel nur 1:0 führten. Nach der Halbzeitansprache haben sie aber mächtig aufgedreht und den Gegner in Grund und Boden gespielt, nur die Chancenverwertung war nicht so gut, weil sie den Ball ins Tor tragen wollten und der sehr gute Keeper des Gastgebers mit zahlreichen Glanzparaden vieles vereitelte. Mit zunehmder Feldüberlegenheit unsererseits agierte der Gegner aber immer unfairer und der vom Gastgeber gestellte Schiri griff überhaupt nicht durch. Zumeist wurden nicht einmal sehr grobe Fouls mit einem Freitsoß geahndet, auch von den Erziehungsmaßnahmen Zeitstrafe und gelbe/rote Karten wurde selbstverständlich kein Gebrauch gemacht. ;(



    Ich habe meine Jungs bewundert, dass diese sich nicht haben provozieren lassen sondern einfach toll weitergespielt haben. Gegen Mitte der 2. HZ gab es dann wenigstens noch eine ausgleichende Gerechtigkeit, als einer unserer Stürmer den Torwart (letzter Mann) umspielte und von diesem übel von hinten umgehauen wurde, als er den Ball ins leere Tor schieben wollte. Unfassbarerweise wurde weder gepfiffen noch zumindest eine Ermahnung ausgesprochen - im Gegenteil, der Schiri winkte ab und ließ weiterspielen. Zum Glück hatte unser 2. Stürmer aufgepasst und den Ball nach einigen Querschlägern noch im Tor untergebracht. Kurz darauf sprang ein gegnerischer Spieler einem meiner Jungs mit gestrecktem Bein derart in die Parade, dass er ausgewechselt werden musste. Als ich daraufhin auch vom gegnerischen Trainer anmahnte, seine Jungs zu weniger gesundheitsgefährdender Spielweise aufzufordern, durfte ich mir anhören: "Was willst Du Penner denn, ihr führt doch". :O



    Immerhin verteilte der Schiri dann doch noch eine gelbe Karte, als ein gegnerischer Abwehrspieler (letzter Mann) meinen Stürmer, der wieder einmal durch war, einmal mehr grob von hinten von den Beinen holte. Nach dem Spiel bekam ich aber mit, dass eine Spielermutter den Vater des Übeltäters ansprach, dass sein Sohn sich nichts aus der gelben Karte machen sollte, da er ja schließlich nur eine Torchance vereitelt habe. Man könne ja nichts dafür, dass der gegnerische Stürmer so schnell sei und daher nur die Beine statt des Balls getroffen wurden. Echt krass, oder?



    Solange sogenannte Trainer und Eltern ihre Kids in dieser Auffassung auch noch bestärken und Schiedsrichter nicht eingreifen, ist es natürlich sehr schwer, ein Umdenken bei den Kids zu erreichen. Bei uns wird im übrigen ein Spieler schon unsererseits sanktioniert, wenn er im Eifer des Gefechts zu grob einsteigt (was erfreulicherweise sehr selten ist).

  • Moin,


    wie Thom sagte: das darf man auf keinen Fall hinnehmen. Nur was sinnvolles tun?


    Die Kids der Tretermannschaft können einem eigentlich nur leid tun. "Schuld" ist eigentlich nur der "Trainer".


    Solche Sachen erlebt man wirklich wöchentlich auf den Fussballplätzen Deutschlands und das immer häufiger schon bei den Allerkleinsten. Das bestärkt meine Meinung, das man mindestens 50% aller "Trainer", die mit kleine Kids trainieren, überhaupt nicht auf Kinder loslassen dürfte. Aber der Trainermangel macht so einiges möglich. Die Kleinfeldmannschaften sollten aber erst mal abwarten, was dann auf Grossfeld los ist. Da kann man wunderschön jeden Angriff durch einen sinnlosen Abseitspfiff unterbinden. Da braucht man gar nicht mehr zu treten, um das gegnerische Spiel zu unterbinden....


    Es war früher schon so: gute Spieler/Mannschaften kann man nur durch zusammentreten stoppen...


    Was aber tun?
    - Staffelleiter ansprechen --> bringt nichts, der interessiert sich dafür überhaupt nicht
    - andere Trainer ansprechen --> sinnvoll, aber was bringt einem das für die frustrierte Mannschaft?
    - Verband schreiben --> geht leider auch unter, da es niemanden interessiert. Was soll denn auch passieren?
    - Gegnerischem Vorstand/Jugendleiter schreiben --> sehr sinnvoll, gibt aber Ärger zwischen den Vereinen
    - sonstiges???


    Ich sehe da keinen sinnvollen Ansatz. Die einzige sinnvolle Lösung für solche Probleme wären nur duch die Verbände zu realisieren. D.h. Abschaffung sämtlicher Tabellen, Abschaffung von Abseits bei Spielen ohne angesetzten Schiedsrichtereassistenten.


    ciao
    BB

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  • Leider müssen wir im Kinder- und Jugendfussball offensichtlich damit leben, dass vielen Idioten Ergebnisse wichtiger sind als die Vermittlung von Fairness sowie altersgerechte fussballerische Ausbildung. Man kann nur versuchen, bei konkreten Anlässen auf die Verantwortlichen der kick-and-rush-Bolzertruppen sowie die Schiris einzuwirken (was zumeist ergebnislos ist) oder sich in Extremfällen beim Staffelleiter bzw. Verband beschweren.


    Ich weiß nicht, warum die Ergebnisse *unwichtig* sind? Wer eine Mannschaft für einen Liga-Spielbetrieb anmeldet, öffnet sich auch dem Wettkampf. Da gehören für uns auch Siege/Niederlagen dazu. Und wir trainieren auch Zweikampfverhalten in Spielformen. Fußball ist nunmal auch ein Wettbewerb.


    Zu den Schiedsrichtern: Mein höchster Respekt vor 13-16jährigen, die D-Jugendspiele pfeifen und sich ärgern über eigene Fehler. Ich spreche hier von den angesetzten Schiedsrichtern der untersten Stadtklasse in Dresden.


    Von Schreiben oder Beschwerden bei Verbänden halte ich nichts. Was man als Trainer/Übungslieter nicht während/nach einem Spiel mit dem *gegnerischen* Trainer bespricht, das kann auch nicht nachträglich *korrigiert* werden. Denn was sollte dann geschehen? Was erwarte ich von einem Verband, wenn der trainer des Gegners so ein *Idiot* ist? Fußball wird nie ohne Blessuren, blaue Flecke, Siege, Niederlagen gehen. Und eigentlich ist es doch genau das, was wir brauchen, oder? Wichtig ist, dass NACH dem Spiel ein shakehands stattfindet, das gemeinsame Elfmeterschießen/Auslaufen praktiziert wird und sich die Jungs fair verabschieden, auch wenn sie sich vielleicht vorher *bekämpft* haben.


    Threaderöffner: Ich möchte deinen Frust nicht ins Lächerliche ziehen, hast du den Beitrag sofort geschrieben oder dich nach dem Ereignis auch mal mit beteiligten unterhalten können? Ich sage ganz offen, dass ich selbst sehr impulsiv reagiere und mich immer wieder zwingen muss, eigene Emotionen dann *runterzufahren*. Meist gelingt das auch ;)

    Einmal editiert, zuletzt von eisloewe62 ()

  • Was kann man da machen,.....war die Frage!


    Im Nachhinein ist man immer klüger, kann man darüber diskutieren. Leider sind die Emotionen bei solchen Spielen immer sehr hoch und deshalb passieren diese unschönen Szenen bei Spielen immer wieder, wo sich Trainer anschreien, wo die Eltern sich den Speichel von der Backe putzen müssen, wo Schiedsrichter um ihr Leben rennen, wo sich Spieler kloppen oder sich auch alle zusammen in die Fres.... hauen. Ist die Aktion vorbei, kommen die Fingerzeiger und Besserwisser hervor, ...ist ja auch normal so.


    Am sympathischten ist mir BigBoppers Statement, muß ich ehrlich sagen, das trifft den präventiven Teil den man machen könnte, um die üblichen Streitpunkte von vornherein auszumerzen.


    Eine Andre-Like Version für coolgebliebene, also für diejenigen, die es schaffen, bei solchen Spielen sachlich zu bleiben wäre für mich, den Schiedsrichter spätestens zur Pause und wenn er für sein schwaches Pfeifen bekannt ist, schon vor dem Spiel davon nüchtern in Kenntnis zu setzen, dass


    beispielsweise ..... eine Kamera mitläuft, (Datenschutz/Recht am eigenen Bild???? ?(8) ) .....ihn davon informiert, dass irgendwo jemand vom Verband anwesend ist, auch wenn das garnicht stimmt. :whistling: Ich könnte mir nach so einer psychologischen Aktion vorstellen, dass er sich plötzlich krank meldet und man hat ein Problem, denn der Schiri ist fort oder er pfeift nach bestem Gewissen, das könnte auch passieren. :rolleyes::)


    In Fällen wo Schwierigkeiten voraus zu sehen sind wird vom Trainer meines Sohnes (C Jugend) ein Schiri angefordert. Er begründet das dann bei der Geschäftsstelle. Wenn die dann das o.k. geben, bezahlt er den Schiri in Vorkasse und holt sich die Kohle später wieder. Begründet ist die Geschichte dann, wenn die Gründe ausreichend sind, weil z.B. in der Hinrunde gewisse Dinge nachweislich vorgekommen sind.

  • Ich habe diesen Thread am Freitag geschrieben, das Spiel war am Mittwoch.
    Eines ist auch klar. Natürlich stehen wir im Wettbewerb und natürlich wollen wir auch gewinnen. Aber der Zweck heiligt nicht die Mittel. Gegen blaue Flecke oder Fouls im Fußball ist nichts einzuwenden, das kann passieren. Aber es hört dann auf, wenn diese Dinge vorsätzlich geschehen und Spieler aufgrund von fehlender Klasse zusammen getreten werden. Nichts für ungut eisloewe 62 aber wenn du denn Sieg um jeden Preis willst, hast du nicht kapiert um was es im Jugendfußball geht. Man muß auch mit Anstand verlieren können und einen Trainer, wie ich ihn an eben diesem Mittwoch erlebt habe, da gibt es mit Sicherheit kein Shake Hand. Wäre auch nicht gegeangen selbst wenn ich es gewollt hätte, weil ich einen Spieler von mir in die Kabine tragen mußte.

  • Also wenn es wirklich zu/so extrem gewesen ist, dann muß ich ehrlich sagen, dann hätte ich die Partie beendet! Ich würde mir bei so einem extremen Fall meine Kinder nicht zusammentreten lassen. Ich weiss nicht genau was dann passiert wäre, zwischen Rauswurf, einer Verhandlung, einer Strafzahlung, ...mir wäre es egal. Da hätte ich das volle Programm gefahren. Einen schönen sachlichen Bericht nach bestem Gewissen hätte ich geschrieben, Zeugen benannt, Verletzungen dokumentiert mit der Digikam. So arbeitet auch die Polizei. Auch den Eltern hätte ich den Hinweis gegeben, dass hier auch ein Strafantrag wegen Körperverletzung in Betracht kommt.


    Ob der Trainer der gegnerischen Mannschaft für den Fall, dass der nachweislich (Zeugen und Beweise vorhanden) die Jungs -also seine "Schutzbefohlenen"- animiert hat, Straftaten zu begehen einer strafrechtlichen Prüfung stand hält, waage ich stark zu bezweifeln. Ich spreche von einem extremen Fall, der diese Prüfung fast schon als unerlässlich erscheinen ließe.


    Meine Erfahrung lehrt mich, dass eine Partei vor der Spruchkammer immer stark lügt, ...sprich die Wahrheit verzerrt oder das Zeugen dort einfach nicht erscheinen. Das Ergebnis bei derartigen Verhandlungen ist meist, dass das Spiel unterm Strich wiederholt wurde und zwar mit angesetztem Schiedsrichter, ...jedenfalls war das hier in einem ähnlichen Fall bei einer D Jugend vor wenigen Monaten so.


    Da käme einem "Vergleich" nahe. Macht aber nichts, denn es setzt auf jeden Fall Akzente und das finde ich gut. Nur sollten solche Schritte nicht für jeden Ärger gegangen werden, ich spreche von einem wirklich extremen Fall. Gruß Andre

  • im endeffekt kannst du gar nichts machen.
    hatte letzte woche ein übles foul an meinem eigenen spieler hinzunehmen (mit etwas pech wäre ein knöchelbruch + 3 bänderrisse herausgekommen) und zwar nur aus dem grund, da der gegenspieler über seinen ballverlust frustriert war. es war ein klares revanchefoul.
    in solchen situatuíonen bist du als trainer verpflichtet, deine spieler zu schützen!!
    in deinem fall hätte ich die mannschaft vom platz genommen, denn das klingt doch schon sehr extrem.
    ich hab mir damals den gegnerischen spieler, sowie den trainer vorgeknöpft, dass sie doch die fair play regeln bitte einhalten möchten. meistens wirkt das schon, den heute möchten eigtl. die wenigsten als unsportlich gelten (vorallem wenn du es laut sagst). gefahr bei solchen aktionen sind die gegnerisehchen spielereltern, die meistens nicht viel besser sind und dann anfangen auf dich los zu gehen...
    mir gefallen aber auch die psychologischen tricks, von einem der vorredner sehr gut
    werd ich mal ausprobieren ob das was nützt... :)

  • Im Stadtverband Dresden wird selbst in der untersten Stadtklasse der Schiedsrichter zu Punkt/Pokalspielen vom Stadtverband angesetzt. Und diese werden bewertet. Die Schiedsrichter in der D-Jugend sind meist nur 2-3 Jahre älter, extrem ehrgeizig und selbstkritisch. Es ist üblich, dass man sich als Trainer zur HZ kurz mit dem Schiedsrichter unterhält und ihm die eigene Sicht darlegt.



    Und die von dir, Uwe, geschilderte Situation ist so extrem, dass ich dann als Trainer


    1. ausflippen würde


    2. mit dem Co-Trainer/eigene Eltern mich abgestimmt hätte und das Spiel abgebrochen hätte, d.h. di eMannschaft vom Feld genommen.


    Oder aber (bitte nicht als Beleidigung auffassen) war dir das Ergebnis doch so wichtig, dass du das 2:3 noch in einen Sieg wenden woltest und du die Gefahr für die Gesundheit deiner Jungs unterschätzt hast? Das ist doch für uns immer die Frage, ist es noch *normaler* Kampf und einsatz oder bereits BEWUSSTES *Spiel ohne Grenzen*? Wenn der gegnerishce trainer seine Jungs bei Fouls nicht mal ermahnt, dann kann man nicht mehr von Einsatz sprechen.


    ---


    Aber in diesem Spiel wurden meine Jungs die ganze Zeit von den gegnerischen Spielern auf übelste beschimpft, gefoult usw. Wiederholt wurden Spieler von mir umgekrätscht, mit den Händen zu Boden gezogen. Als ich den Schiedsrichter darauf hinwieß das der Gegner immer nur von hinten in die Beine meiner Spieler ging, meinte dieser nur, es wurde ja der Ball gespielt. Trotzdem kammen wir noch auf 3:2 heran (das war auch der Endstand).


    ---


    Wie oft muss das denn *wiederholt* werden, bis man als Trainer sagt: Es reicht, scheißegal, wie das Ergebnis aussieht? Das brutale Foul konntest du nicht ahnen, oder doch?

  • In so einer Situation bist du als Trainer nicht zu beneiden.
    Wenn es gar nicht anders geht würde ich folgendes machen (natürlich nicht ohne es vorher mit dem Schiri und dem gegn. Trainer im Guten versucht zu haben):


    1. Meine Jungs sofort vom Platz nehmen (als Schutzmaßnahme)
    2. Grund im Spielbericht vermerken (wichtig, so geht hinterher gar nichts)
    3. Beschwerde beim Kreis einreichen (damit erreiche ich, dass der Staffelleiter auf diese Mannschaft aufmerksam wird)
    4. Andere, befreundete Teams aus dem Kreis warnen (das bin ich den Kollegen schuldig)


    Mit ziemlicher Sicherheit muss mein Verein für den von mir verschuldeten Spielabbruch zahlen. Aber das wäre es mir wert.

    Das einzige, was wirklich gerecht verteilt ist, ist die Intelligenz.
    Ich habe noch nie jemanden sagen hören, er hätte zu wenig davon.