Mannschaft mit vielen jugendlichen Ausländern

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  • Mein Statement dazu ist nach wie vor einfach: Ich will Leute, die in die Gruppe passen und sich benehmen können. Dabei ist mir egal ob sie aus Deutschland, der Türkei oder vom Mars kommen.

    Klingt erst mal positiv. Die Kehrseite der Medaille ist halt, dass ich festgestellt habe, dass Leute mit einem bestimmten ausländischen Background überproportional problematisch sind. Das liegt natürlich nicht an einem inhärent bösen Gen oder ähnlichem, sondern natürlich an äußeren Umständen. Diese zu ändern steht aber kaum in unserer Macht.

    Einmal editiert, zuletzt von Chris ()

  • Zitat:


    sanja1302 schrieb am 28.08.2008 22:54
    Hab selbst nich so die Erfahrungen damit gemacht, weil es hier nich allzuviele Ausländer gibt. Muss mich prinzipiell aber am ehesten Andre anschließen. Klar sind wir keine Sozialarbeiter, aber jeden einfach wegzuschicken, weil man schon zu viele Ausländer hat, ist ja wohl überhaupt nicht differenziert und viel zu einfach.

    Hab ne Frage zu dem Thema:
    Denkt ihr es sollten nicht zu viele Ausländer sein oder nicht zu viele aus einer Gruppe? Hab von einem Trainerkollegen gehört, dass Ausländer für ihn okay wären (auch ruhig die halbe Mannschaft oder so). Er hat es aber ungern, wenn 4-5 Spieler derselben (nichtdeutschen) Nation bei ihm spielen.
    Denn dann gibt es nur die Probleme.

    Wie seht ihr das Ganze? Was habt ihr diesbezüglich für Erfahrungen gemacht?
    Meint ihr nicht, das es gut geht, wenn man nur 1-2 Spieler aus einer Nation hat?
    z.B. 1 Polen, 1 Russen, 1 Italiener, 2 Türken und einen Vietnamesen und den Rest Deutsche oder so..





    dann würde die hälfte der mannschaften in köln keine mannschaft haben wenn diese begrenzung wäre.
    solange sozialverhalten stimmt und ethnische klicken sich nicht bilden ist es uns auch schei**egal wer woher kommt.

  • Hallo.
    Ich habe in meinem Verein sehr unterschiedliche Erfahrung gemacht.
    In der von mir trainierten E-Jugend hatten wir 2 Russen, 1 Polen, 1 Griechen, 2 Aramäer, 6 Deutsche, einen mit jugoslawischer Herkunft und einen Engländer, der am Anfang kein Wort deutsch sprach. Ergebnis: Die schönste Saison meiner Trainerkarriere.
    Es war jederzeit Teamgeist spürbar.

    Aber!!!
    In unserer A-Jugend gab's das Gegenteil: mehrere Nationalitäten aber eine Gruppenbildung. 4-5 Spieler sorgten permanent für Unruhe und spielten nur untereinander. Problem: Kadergröße von 13 Spielern, also hatte jeder praktisch eine Stammplatzgarantie, konnte sich also alles erlauben.
    Lösung: Der Trainer ist das Risiko eingegangen und hat sich von den 4 Spielern zur Rückrunde getrennt.
    Ergebnis: Nach 2 Wochen hatte die A-Jugend einen Kader von 24 Spielern. Es wurde ein wenig Werbung gemacht und durch die neue Ruhe sind einige Karteileichen zurückgekehrt. Nach drei Spielen Anlaufzeit hatten sie sogar noch vom letzten den achten Platz erreicht.

    Fazit: Ich habe als Trainer mit "Ausländern" sehr gute Erfahrung gemacht, weiß aber auch, dass Grüppchenbildung echte Probleme bringen kann.

    VG Euer kleinfeldborusse

  • @kickandrush: Seh ich prinzipiell genauso.
    Um Gottes Willen ich möchte eine solche Begrenzung ja gar nicht fordern.

    Wollt die Frage nur mal stellen, weil hier darüber geredet wird, dass zu viele Ausländer im Team Probleme bereiten könnten. Bei oben genannter Konstellation stellt sich mir die Frage warum?

    Bei einer ausländischen Gruppe, die sich nicht in die Mannschaft integrieren möchte, okay, da kann ich mir schon Probleme vorstellen. Aber bei einem gemixten Team? Find man sollte da differenzieren.

    Ansonsten frag ich mich grad was die Aufgaben eines Fußballvereins sind. Klar sind wir keine Sozialarbeiter, aber ich denke im Breitensportbereich sollte man sich schon auch sozialen Aufgaben widmen. Integration ist ein wichtiger Punkt! Deshalb verstehe ich nicht warum manche Vereine solchen Spielern nicht einmal eine Chance geben...

  • Von mir mal eine andere Erfahrung zu dem Thema. Unsere C-Jugend letzten Saison hatte eine ziemlich schwierige Saison, die vom ständigen Abstiegskampf geprägt war. Teilweise sah es recht aussichstlos aus. Dadurch kam es auch zu Reibereien zwischen Spielern und Trainern - dabei schienen sich einige 2-3 türkische Spieler, die schon lange im Verein sind, besondere Querulanten zu sein. Mit den Worten "Mache es wenn du es besser kannst" hat mein Trainerkollege einen von ihnen versucht als Kapitän in die Verantwortung zu nehmen. Aber im Laufe der Winterpause gab es immer wieder kleinere Situationen, als wir dachten: Nur ohne diese(n) Spieler kann sich ein Teamgeist entwickeln. Tja, es lief ganz anders. Diese Jungs entwickelten sich im Laufe der Rückrunde zu DEN Führungsspielern, die alles für die Mannschaft getan haben. Nach dem enstcheidenden "Abstiegskrimi", den wir gewinnen konnten, sagte mir unser Kapitän, dass er seit 3 Tagen nur noch an dieses Spiel denkt!! Seine kämpferische Leistung war entsprechend herausragend. Bei den meisten unserer deutschen Spieler mussten wir erkennen, dass für unser Ziel nicht viel mehr Herzblut investiert haben als für ne Runde Counterstrike Zocken. Aber auch sie haben ihr Spiel gemacht. Die große menschliche Enttäuschung der Saison war auch ein ausländischer Spieler, der im Winter zu uns gewechselt ist.


    Bei uns im Verein würde ich sagen, dass mindestens die Hälfte der ausländischen Spieler gut bis sehr gut integriert ist. Trotzdem gibt es das Problem der Grüppchenbildung.
    Aus meiner Erfahrung möchte ich noch ein Statement aus anderer Sichtweise bringen:
    Die Integration der Ausländer ist eine der großen Aufgaben des Jugendfußballs!! Die Bedeutung des Jugendfußballs was Integration angeht, wird ENORM unterschätzt. Jede multinationale Fußballmannschaft spart unserem Staat große Beträge, die sonst in der Jugendhilfe ausgegeben werden müssten! Die Jugendlichen sind weg von der Straße und machen etwas SINNVOLLES.
    Was oft bei rein türkischen, albanischen, kroatischen (und deutschen?) Mannschaften abgeht, sollte Grund genug für gemischte Teams sein.
    (Danke Sanja, für den letzten Absatz in deinem Beitrag :) )

    Einmal editiert, zuletzt von koeppchen ()

    • Offizieller Beitrag

    Viele Trainer und in Vereine sind mit diesem Thema verständlicherweise völlig überfordert. Wer damit nicht klar kommt, kann entweder aufgeben (Spieler rauswerfen, Trainertätigkeit aufgeben, Mannschaftswechsel) oder muss, wenn er das Problem wirklich lösen will, professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Eine andere Möglichkeit wäre, sich mit dem Thema Migration oder/und Gewaltprävention im Fußball intensiv zu beschäftigen. Was das bedeutet steht weiter unten im ersten Zitat.

    Bei einem anderen Thema hier im Forum (Gewalt auf dem Platz) hatte ich professionelle Hilfe eingeholt. Es gab auch Hilfe und es wurde gleichzeitig darauf hingewiesen, dass es in den Fußballverbänden dafür Beauftragte gibt, die man ansprechen kann.

    Ich zitiere hier aus einer Untersuchung der sportwissentschaftliche Univisertät Hannover. Die Zitate habe ich teilweise verkürzt wiedergegeben. Der Link zum gesamten Text lässt sich hier nicht posten. Wer den Text komplett lesen will kann nach "Rote Karten statt Integration" googeln.

    Eine Untersuchung über Fußball und ethnische Konflikte
    Prof. Dr. Gunter A. Pilz

    "Integration passiert nicht naturwüchsig, sondern ist Arbeit."

    "Da bei der Lösung dieser Probleme der Fußball allein überfordert ist, gilt es vor
    allem sich verstärkt der Netzwerke der Gewaltprävention zu bedienen, enger mit
    der kommunalen Jugendhilfe, den unterschiedlichen Institutionen der Gewalt-
    prävention zusammenzuarbeiten."

    "Patentrezepte der Gewaltprävention und Integration erweisen sich schnell als Wunschträume und Luftblasen.
    Geflügelte Worte wie „Sport verbindet, „spricht alle Sprachen“, „Sport integriert problemlos Randgruppen und ausländische Mitbürger“, suggerieren, dass Sport an sich schon integrativ wirke.
    Und wo dies nicht funktioniert, wird sowohl hinsichtlich der nicht ins Bild passenden Deutschen, sowie Ausländer in der Regel mit wenig konstruktiven Erklärungsmustern operiert."

  • Hallo,

    das Problem kenn ich auch bei uns ist es nicht anderst, habe aber sofort eingegriffen, meine Manschaft besteht aus Deutsche ( minderzahl ), Italiener, Türken & Libanesen.

    Von Anfang an habe ich unterbunden das die Spieler untereinander sich in Ihrer Sprache unterhalten und Gruppen bilden und habe gleich klargemacht das das nicht fair währe gegenüber den anderen Spieler.

    Im Trainingsbetrieb ( Trainingseinheiten ) teile ich die Spieler untereinander so gut es nunmal geht auf.

    Erwische ich einen mahne ich Ihn an nochmal kann er Duschen gehen und das betrifft alle ich unterbind das sofort.



    Wer den Schaden hat, braucht für den Spot nicht zu sorgen

  • Tromentor66, Du bestätigst meine Meinung.

    1. Du hast eine Gruppe, von der Mann sagen kann, dass sie eigentlich eine Problemgruppe sein müßte, ...ist sie aber nicht, ....warum nicht?

    2. Weil Du wenige sinnvolle Regeln aufgestellt hast und

    3. Den Regelverstoß konsequent und mutig verfolgst.

    4. Du mit ihnen zwischenmenschlich sprichst und darauf hinweist, dass es unhöflich ist, wenn man in einer Gruppe eine Sprache spricht, die die anderen nicht verstehen können.

    Fazit: SUPER Arbeit und weiter so!!!

  • Bei einem Verein in der Umgebung ist die B-Jugend Bestenstaffel gerade aufgrund der vielen ausländischen Jugendlichen der Problemfall. Dieser Verein hat von der F bis zur A-Jugend rauf höchstens einmal 1 ausländischen Jugendlichen in der Mannschaft, weil dieser Ortsteil vom Umfeld her eher eine hervorgehobene Wohngegend ist.

    Alle Mannschaften spielen in der höchsten Jugendklasse. Die B-Jugend hat nur 14 Spieler, davon 6 ausländische Jugendliche. Ohne diese hätte der Verein keine B-Jugend. Die Mannschaft besteht eigentlich aus guten Fussballern, aber steht trotzdem nach 4 Spieltagen ohne Punkte an letzter Stelle.

    Warum, weil dort 3 Kurden nur als Solisten glänzen und keinen Ball abspielen. Ich habe schon 2x eine Besprechung vor einem Spieltag bei dieser Mannschaft miterlebt und wüßte jetzt nicht, wie eindringlicher der Trainer diese 3 Spieler noch auf dieses Thema hinweisen sollte. Auch vor jedem Training wird dies besprochen. Schon öfters habe ich dann auch beobachtet, dass diese 3 sich dann in ihrer Heimatsprache unterhalten.

    Fouls wie Nachtreten, Spucken oder verbaler Art sind auch bei jedem Spiel eine Selbstverständlichkeit.

    Wirft der Trainer diese 3 aber raus, hat er keine Mannschaft mehr. Ich werde nie eine Mannschaft mit mehr als 1 ausländischen Jugendlichen trainieren. Das habe ich bisher so gehalten und werde das auch in Zukunft so machen. Diese Gruppe ist resistent gegen alle Integrationsversuche und dazu noch völlig respektlos.

  • Zitat:


    SimonHuk schrieb am 16.09.2008 17:29
    Bei einem Verein in der Umgebung ist die B-Jugend Bestenstaffel gerade aufgrund der vielen ausländischen Jugendlichen der Problemfall. Dieser Verein hat von der F bis zur A-Jugend rauf höchstens einmal 1 ausländischen Jugendlichen in der Mannschaft, weil dieser Ortsteil vom Umfeld her eher eine hervorgehobene Wohngegend ist.

    Alle Mannschaften spielen in der höchsten Jugendklasse. Die B-Jugend hat nur 14 Spieler, davon 6 ausländische Jugendliche. Ohne diese hätte der Verein keine B-Jugend. Die Mannschaft besteht eigentlich aus guten Fussballern, aber steht trotzdem nach 4 Spieltagen ohne Punkte an letzter Stelle.

    Warum, weil dort 3 Kurden nur als Solisten glänzen und keinen Ball abspielen. Ich habe schon 2x eine Besprechung vor einem Spieltag bei dieser Mannschaft miterlebt und wüßte jetzt nicht, wie eindringlicher der Trainer diese 3 Spieler noch auf dieses Thema hinweisen sollte. Auch vor jedem Training wird dies besprochen. Schon öfters habe ich dann auch beobachtet, dass diese 3 sich dann in ihrer Heimatsprache unterhalten.

    Fouls wie Nachtreten, Spucken oder verbaler Art sind auch bei jedem Spiel eine Selbstverständlichkeit.

    Wirft der Trainer diese 3 aber raus, hat er keine Mannschaft mehr. Ich werde nie eine Mannschaft mit mehr als 1 ausländischen Jugendlichen trainieren. Das habe ich bisher so gehalten und werde das auch in Zukunft so machen. Diese Gruppe ist resistent gegen alle Integrationsversuche und dazu noch völlig respektlos.




    =)=) Keine Ahnung was Ihr da bei Euch für Probleme habt.
    Ich habe fast jedes Jahr, die halbe Mannschaft mit Ausländern besetzt. Kein Problemm!!

    Nur ein Ausländer?? Tja... jeder fängt mal klein an!

  • Zitat:


    Ich habe fast jedes Jahr, die halbe Mannschaft mit Ausländern besetzt. Kein Problemm!!




    Du hast vermutlich deutsche als Ausländer, gell? :D

  • Zitat:


    clubfan schrieb am 16.09.2008 18:48

    Zitat:


    Ich habe fast jedes Jahr, die halbe Mannschaft mit Ausländern besetzt. Kein Problemm!!




    Du hast vermutlich deutsche als Ausländer, gell? :D




    Da ich in der Schweiz lebe, ist die Wahrscheinlichkeit vorhanden, dass hier deutsche Staatsbürger, Ausländer sind. :D:D:D


  • Entscheidend ist doch nur ob sich jemand in die vorhandene Gruppe integrieren möchte, oder nicht.

    Dabei spielt es im Prinzip keine Rolle ob es Deutsch, Schweizer, Österreicher, Chinesen oder welche aus dem Weltall sind.

    Wer nicht wirklich integriert werden will, wird nicht integriert und fertig. Hochklassig spielende Teams haben wichtigere Dinge als sich um eigentlich selbstverständliche Umgangsformen zu kümmern.

    Wer kämpft kann verlieren - wer nicht kämpft hat bereits verloren

  • Zitat:


    bcefferen schrieb am 18.09.2008 10:23
    Hochklassig spielende Teams haben wichtigere Dinge als sich um eigentlich selbstverständliche Umgangsformen zu kümmern.




    Das hat nichts damit zu tun, ob ich hochklassig spiele oder nicht. Komischerweise gibt es derzeit Sperren wegen rassistischer Beleidigungen. Natürlcih sehen das die Jungs, wird ja von der Presse breitgetratscht.
    Ein afrikaner wird dann schon mal im Jugendbereich als *Kohle* beschimpft, ohne dass der Schiedsrichter eingreift. Der Trainer wechselt nicht etwa aus, sondern grinst sich einen. Die vielen, kleinen Dinge im Alltag setzen sich im Fußball fort.
    Umgangsformen sind immer und überall ein Thema. Leider eben nicht selbstverständlich, weil zu selten vorgelebt von den *Stars*. Denkmäler wie Kahn mit seinen Ausrastern, oder Stinkefinger wie Effenberg, mediale Auswüchse bis hin zu Beleidigungen ganzer Mannschaften (Stichwort deutsch eRumpelfußballer), brutale Fouls, unsportliches Verhalten, die ganze Palette sehen die Jungs Tag für Tag. Und dann sollen sie Umgangsformen beherzigen?
    Trainierst du ein katholisches Mädchenpensionat ;)

    Ich denke, wir Übungsleiter können nicht die Defizite der Erziehung beheben, aber wir können versuchen, den Jungs paar wichtige Dinge vorzuleben.
    Übrigens sehr schön auf dieser Seite beschrieben.
    Ordnung, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Fairness, Freundlichkeit, ...
    Gehört doch irgendwie dazu, denn wirklich große Fußballer zeichnen sich später auch durch bestimmte charakterliche Eigenschaften aus, nicht nur, dass sie einen Ball 10m geradeaus spielen können.

  • Kann die Probleme nicht teilen. Immer schon in Berlin tätig gewesen und das ist bei uns einfach völlig normal. Während deutsche Kids mit deutschen Eltern größtenteils die Könige der Playstation sind, jagen halt wahrscheinlich proportional mehr deutsche Kids mit ausländischen Eltern oder Großeltern dem Ball im Verein nach.
    Disziplin ist da nie das Problem gewesen. Ich habe die Erfahrung gemacht, was auch oben beschrieben wurde, dass mehr Autorität gefragt ist. Wenn man dies auch umsetzt, dann bekommt man den Respekt. Einmal den Respekt aufgebaut, dann bekommst du gerade von diesen Spielern aber alles und man (gerade diese Spieler) sorgt auch intern für die Disziplin im Team.

    Was in der Tat wirklich hilft, ist der Kontakt zum Vater. Da wird manch ein Großmaul aber ganz schnell ganz klein, wenn Papa hört, dass der Sohn nicht ordentlich trainiert.

    Da darf man natürlich auch nicht beim Vater auftreten, wie der Sozialpädagoge, der ins Innere des Jungen blicken möchte und dabei eine Gefühlsebene aufbauen möchte, welche die Eltern einbezieht. :)

    Unterschiedliche Kulturen und unterschiedliche Männerbilder. Gerade bei türkischen und arabischen Kids ist es häufig, dass ein "ihr Sohn glaubt, dass er ein Superstar ist und macht hier den Clown. Hab ihn einmal gewarnt, er zieht nicht mit. Noch eine Ansage und dann fliegt der hier raus. Wir spielen hier Fussball und sind eine Mannschaft. Für so etwas haben wir keine Zeit.", völlig ausreichend ist. Dann ist der Herr Papa gar paar Mal beim Training und Sohnemann ist gaaaaaaanz, ganz lieb.

    Reichte bisher immer.

    Fussballerisch will ich die Jungs aber eh niemals missen, da sie einen komplett anderen Geist ins Spiel bringen.

    Einmal editiert, zuletzt von Label ()

  • @ eisloewe62

    mein katholisches Mädchenpensionat besteht u.a. aus einer Afrikanerin (Senegal), zwei Italienerinnen, eine Weißrussin, einer Kroatin und zwei türkischen Spielerinnen. Auch einige Deutsche müssen aufgrund ihrer auffälligen Art integriert werden ;) .

    Es ist immer schade wenn Antworten aus den Zusammenhang gerissen werden, so wie du es bewusst oder unbewusst gemacht hast . Wir beide verfolgen letztlich die gleichen Vorstellungen. Fakt ist allerdings das wir nicht pauschal hingehen und Hürden für Ausländer aufstellen.

    Jeder der mitzieht und sich in das Team integriert, ist herzlich willkommen. Dabei spielt es keine Rolle ob Deutsche oder irgend etwas anderes. Wer negativ auffällt bekommt eine zweite Chance, und danach heißt es auf nimmer Wiedersehen.

    Ich kann mit Fug und Recht behaupten das wir, obwohl wir 7 Neueinsteigerinnen in die Saison gegangen sind, als echtes Team auf dem Platz auftreten. Beleidigungen, schlechte Einstellungen, bewusstes Foulspiel etc., wird niemand von uns sehen. Falls ja, wird sofort ausgewechselt und die Sache später in einem 4-Augen-Gespräch geklärt. Das wichtigste ist das ich/wir darauf achten das alle, egal welcher Nationalität, ausschließlich mit positiven Fußball und einer kämpferische Einstellung auffallen.

    Wer das nicht erfüllen kann oder nicht erfüllen will, egal ob Deutsche oder Ausländerin, muss sich einen anderen Verein bzw. ein anderes Hobby suchen. Wir jedenfalls lassen uns von niemandem (Deutsche oder Ausländer) das Team von innen kaputt machen.

    Und falls Zuschauer, Trainer, oder andere unsere dunkelhäutige Perle (ist wirklich eine ganz nette) beleidigen, greife ich sofort, konsequent ein, in dem ich auf diese Menschen zugehe und das Thema bespreche. Falls erforderlich drohe ich mit Eintragung in den Spielbericht. Das war aber bis zu heutigen Tag noch nicht erforderlich.
    Welcher Verein will sich schon öffentlich nachsagen lassen das er rassistisch denkt bzw. handelt.

    Wer kämpft kann verlieren - wer nicht kämpft hat bereits verloren