Schwankungen bei der Beteiligung

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  • Wo ist der Unterschied zwischen einer schwachen Truppe, die nur das Training nach Lust und Laune mitmacht und keine Spiele bestreitet und einer 2.ten, für den Spielbetrieb gemeldeten Mannschaft, die halt sehr schwach ist, weil sie nur nach Lust und Laune trainiert und am Wochenende nur auf den Sack bekommt?


    Bei beiden Konstellationen besteht die Gefahr, dass die Jugendlichen früher oder später aufhören.


    Wenn die natürliche Motivation des Menschen darin besteht sich gegen andere zu messen, verstehe ich nicht warum die Jugendlichen nicht regelmäßig zum Training kommen und für diesen Wettbewerb trainieren. Weil eins muss denen ja auch klar sein: ohne Training kann nicht erwartet werden, dass Spiele gewonnen werden.


    Und um das nochmal klarzustellen: eine 1. Mannschaft mit ausreichender Anzahl an Spielern, die regelmäßig zum Training kommen und auch im Spielbetrieb sind, gibt es ja bei mir. Es geht nur um die Kinder, die das alles nicht ernst nehmen.

  • Eigentlich ist der Unterschied klar.


    Stecke ich im Staffelbetrieb, muss ich alle Pflichtspiele bestreiten und das sind nicht wenige. Fallen Spiele aus, freuen sich alle Beteiligten. Staffelleiter, Gegner... Bis zum Rückzug...


    Stecke ich im Freizeitbetrieb, kann ich Testpiele nach Lust, Laune und Anzahl Spieler ansetzen, oder auch nicht. Der Druck unbedingt gegen andere zu spielen und Verbandsvorgaben zu erfüllen ist weg.


    Und das mit der "natürlichen Motivation sich zu messen" ist ja auch nicht bei jedem gleich stark und verlässlich ausgeprägt.

  • Freizeitliga hat aber einen zusätzlichen Stress. Die Plätze sind immer noch belegt. Die Freizeitkicker wollen vielleicht primär unter der woche kicken, da ist aber meist Training. Wollen Sie am Wochenende , will vielleicht die andere Mannschaft nicht oder kriegen auch keine Mannschaft zusammen. Auch in der Freizeitliga ist es doch immer mal was verbindliches. Ist wie AH - Freundschaftsspiele. Da sind 40 Leute in der Gruppe und man kriegt mit hauen und stechen 11 mann zusammen

  • Klar sind die Plätze belegt, es wäre dann ja ein ganz normales Team vom Verein, das natürlich einen Trainingsslot benötigt, ansonsten geht es nicht.

    Bei Testspielen ist man einfach viel flexibler. Ein Spiel kommt zustande, wenn beide Gegner im Vorfeld sicher sind, dass genügend Spieler da sind. Je nach Spielerzuverlässigkeit benötigt man dann halt vielleicht mehr Zusagen, um sicher zu sein.

    Falls es nicht klappt, kann ein Testspiel viel einfacher abgesagt werden. Je nach Altersklasse ist nicht mal ein offizieller Schiri notwendig.

  • Hat man eigentlich mal ermittelt, wie sich die wöchtentlichen Spieltage auf die Motivation der Eltern bis sagen wir mal E-Jugend auswirkt?

    Ich finde das nämlich auch wirklich viel, wenn man davon ausgeht, dass die Eltern nicht so wirklich dahinter stehen.

    In vielen anderen Sportarten gibt es Wettkampfformen aber nicht zwingend jedes Wochenende. (Schwimmen, Tennis, Volleyball)


    Vielleicht wären hier spielformen denkbar, die eine Reduktion der Spieltage nach sich zieht: "drei Teams, jeder gegen jeden mit verkürzter Spielzeit, das freie Team pfeift" wäre zum Beispiel denkbar (so machen es die Volleyballer).

    Oder die Spiele sind während der Trainingszeit. Dass die Wochenenden frei bleiben, ist bei den Hobbyspielern häufig ein Argument.

    Mit den Besten zu siegen kann jeder. Du musst es mit allen können!

  • Goodie : interessante Gedanken


    Reduktion der Spieltage: wir bekommen gerade im Minifußball 6 (Herbst) + 8 (Frühjahr) = 14 Wochenenden von 52 unter (ca. 27% der Wochenenden). Das ist knapp über 1x im Monat auf das Jahr bezogen.


    Spieltage unter der Woche: meistens werden Fahrer hierzu und Fahrtzeit benötigt (arbeitende Bevölkerung). Durch die Arbeitszeit drängen schon die Trainingszeiten auf den Abend. Spieltage könnten auch nur dort stattfinden. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sogar der Freitagabend schwierig ist - auch aufgrund der Schlafzeiten der Kinder. Bei C-A-Jugend kommt der Freitagabend gut an.

  • Spiele/Miniturniere in der Woche als Trainingsersatz kommen bei uns bis zur F-Jugend gut an. In der E-Jugend ist das Feedback eher gemischt. Ab der D-Jugend kaum noch möglich. Die Gründe wurden schon genannt. Freitagabendspiele sind super, allerdings sind da nur max. zwei pro Woche möglich und da müsste die Herren an manchen Tagen das Training aussetzen.


    Aber so viele Wochenenden sind es nicht unser B-Jugend hatte diese Saison 18 Spiele, die D-Jugend 22 Spiele, die E-Jugend 12 Spiele, die F-Jugend 8 Spiele. Das ist in etwa jedes dritte, jedes zweite, jedes vierte und jedes sechste Wochenende. Die Zuverlässigkeit korreliert übrigens negativ der Anzahl der Spiele

  • In der E- und D-Jugend haben wir nur eine Herbst und eine Frühjahrsrunde mit je 10 Spielen.

    Das sind 20 Spiele im Jahr. Dazu von mir aus 3 Sportfeste und 4 Testspiele sind rund 50% der Wochenenden im Jahr.

    Und es ist ja nicht so dass das ganze WE "hinüber" ist. Bei Heimspielen sind es 2 Stunden, bei weiten Auswärtsfahrten 3,5 Stunden.

    Klar kann ich das

    Ich versuche auch schon die Spiele auf Freitagabend und Sonntagvormittag zu legen damit der Samstag für Unternehmungen, Besorgungen und Erledigungen zur Verfügung steht. So dass dieser Grund für Abwesenheit weitestgehend wegfällt.

    Aber ich merke immer mehr das diese "Verpflichtung" Mannschaftssport von den Eltern einfach nicht mehr wirklich ernst genommen wird. Die Kinder würden gerne zum Spiel aber für die Eltern ist, überspitzt formuliert, das gemeinsame, chillige Eisessen in der stylischen Eisdiele drei Orte weiter an dem Tag wichtiger.

    Dieses Verbindliche wollen viele einfach nicht mehr. Aber so funktioniert kein Mannschaftssport.

  • Ja, ich bin inzwischen ziemlich B-Jugend-verseucht: 75 min vor Anpfiff vor Ort, 80 Min Spielzeit plus Pausen und Duschen sind bei mir drei Stunden. Dazu Anfahrten von zum Teil 45 Min einfach...
    Also ich hatte nur an vier Wochenenden dieses Jahr keinen Termin zu verwalten. Davon waren zwei Wochenenden Osterferien. Und es sind 20 Wochen rum. Ich fahre auch nicht mehr zu jedem Spiel mit aber wir sind auch nicht die die jede Woche schreiben: xy muss mitgenommen werden.

    Aber wenn wir diskutieren ob man ganz drauf verzichtet, unzuverlässige Teams zu melden, vielleicht wäre ein Spielbetrieb mit drei Teams und reduzierter Anzahl an Spieltagen ein Lösungsansatz.
    Hier brechen die untersten Ligen gerne in der Saison endgültig auseinander. So wurden im Winter dieses Jahr 4 Teams ohne Wertung eine Liga hoch gepackt. Die haben dann durchgängig zweistellig verloren.

    Mit den Besten zu siegen kann jeder. Du musst es mit allen können!

  • Es klingt so naheliegend, die Anzahl der Spiele bei den Teams mit unzuverlässigen Spielern/Eltern zu reduzieren. Aber auch das führt bei uns komischerweise dazu, dass die Zuverlässugkeit noch weiter abnimmt.


    Die Vorschläge, die hier gamacht wurden, klingen immer sinnvoll und logisch. Leider halten sie in der Realität selten stand. Es hilft m.M.n. nur, die eigenen Ansprüche etwas herunterzuschrauben oder wirklich ein so gutes Mannschaftsklima zu schaffen, dass es den Spielern schwer fällt, mal nicht dabei zu sein -bei den gewachsenen Ansprüchen ist das aber nicht einfach. Und das hat auch nichts mit der aktuellen Generation zu tun, sondern mit der heutign Zeit an sich. Die Zuverlässigkeit ist uch bei den Seniore und Altsenioren zu beobachten.

  • Es klingt so naheliegend, die Anzahl der Spiele bei den Teams mit unzuverlässigen Spielern/Eltern zu reduzieren. Aber auch das führt bei uns komischerweise dazu, dass die Zuverlässugkeit noch weiter abnimmt.


    Die Vorschläge, die hier gamacht wurden, klingen immer sinnvoll und logisch. Leider halten sie in der Realität selten stand. Es hilft m.M.n. nur, die eigenen Ansprüche etwas herunterzuschrauben oder wirklich ein so gutes Mannschaftsklima zu schaffen, dass es den Spielern schwer fällt, mal nicht dabei zu sein -bei den gewachsenen Ansprüchen ist das aber nicht einfach. Und das hat auch nichts mit der aktuellen Generation zu tun, sondern mit der heutign Zeit an sich. Die Zuverlässigkeit ist uch bei den Seniore und Altsenioren zu beobachten.

    Liegt aber vielleicht auch daran das es früher mehr Jungs gab. Wechsel kamen erst ab C oder B Jugend zustande. So hatte man auch gefühlt länger eine kompakte MAnnschaft zusammen. Heute wechseln manche bis zu älteren d Jugend 3 mal den Verein