Beiträge von Lindmann

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Naja...allem, was kurzfristig funktioniert zu unterstellen, dass es langfristig nichts nützen würde, ist ja irgendwie ein Totschlagargument. Es gibt sicher viele Beispiele, bei denen das auch zutrifft, aber ich sehe da keine Gesetzmäßigkeit dass sich das gegenseitig immer per se ausschließt.


    Wie schon gesagt...meine Philisophie dabei ist: Wenn augenscheinlich Vorgaben nötig sind, um den Stein überhaupt erstmal ins Rollen zu bringen, dann sei es so. Die Vorgaben kann man später ja immer noch wieder zurückfahren. Erstmal den Grundgedanken implementieren, dann Wege zur Erreichung selber finden lassen.

    Ich glaube, das ist bei jedem Kind etwas unterschiedlich und dass daher mal das eine und mal das andere sinnvoll sein dürfte.


    Ein paar in meiner Mannschaft sind super darin, selber Lösungen zu finden und aus gemachten Fehlern zu lernen. Die probieren andere Wege und testen, was erfolgreich ist und was nicht. Aber die sind deutlich in der Minderzahl.


    Das andere Extrem sind jene Kinder, die von sich aus überhaupt keine Ideen entwickeln, was sie auf dem Platz machen sollen. Die stehen so lange an einer Stelle, bis ihnen der Ball mal zufällig vor die Füße rollt. Das machen die so, seit ich sie kenne und ich konnte trotz moderner Trainingsmethoden ihrer damaligen Trainer (also wenig Vorgaben, fast nur Provokationsregeln) keine nennenswerte Änderung erkennen. Oder andere machen immer und immer wieder die gleichen Fehler mit den immergleichen Konsequenzen und ändern von sich aus gar nichts (sowas wie: Wenn der Tortwart den Ball hat, 50cm neben dem Torwart zu stehen...manche kommen nie von alleine darauf, dass das keine gute Idee ist).


    Ich denke, die letzteren brauchen am Anfang noch viel Anleitung und für den Start erstmal gewisse Vorgaben. Einen Impuls. Damit die überhaupt erstmal einen Fuß in die Tür kriegen. Wenn das geschafft ist, kann mann die Vorgaben ja weiter zurückfahren und von dort an die eigene Lösungsfindung zu fördern.


    Kleine Anekdote: Als wir von 5er Feld aufs 7er Feld gewechselt sind, war einer meiner Spieler längere Zeit unglücklich und er spielte viel schlechter, als ich das von ihm kannte. Ich hab ihn mal gefragt, wo der Schuh drückt. Er sagte, er wisse gar nicht, was er als rechter Mittelfeldspieler/Flügelspieler zu tun hätte. Zu dem Zeitpunkt hatte ich nur die Grundformation erklärt und ansonsten nur sehr wenige Vorgaben zum Verhalten im Spiel gemacht. Und er war echt geknickt deswegen. Ich hab ihm dann erklärt, was so die typischen Laufwege sind und in welchen Zonen sich diese Position meistens bewegt. In etwa so, wie Thomas0815 hier beschrieben hat. Danach war er komplett gelöst und war wieder so stark wie eh und je. Anderen Spielern, wie zum Beispiel meinem zentralen Mittelfeldspieler brauchte ich überhaupt gar nichts sagen. Der findet die Rolle ganz von alleine und macht das super.

    Ich will einmal kurz rückmelden:

    Wegen sehr schlechtem Wetter hatten wir gestern beim Training viele Abasagen. Musste das Training daher kurzfristig umplanen. Mit der gebliebenen Splittergruppe konnte ich die eingangs beschriebene Übung (mit der Modifikation dass der Ballführende auch ins Quadrat eindribbeln darf) daher mal kurz austesten.


    Fazit: naja...

    Es klappte ganz gut, wenn im Quadrat ein starker Anfgreifer war und ein eher schwacher Verteidiger.

    Aber wenn der Verteidiger auf Zack war, dann hat er den Angreifer so eng gedeckt (viel enger als im echten Spiel) dass ein Freilaufen nicht mehr möglich war. Also wie von CoachT prophezeit.
    Habe dann noch als Modifikation erlaubt, dass der eindribbelnde auch direkt auf den nächsten passen darf, daber ab da wurde dann nur noch diese Option gewählt und der eigentliche Sinn der Übung wurde verfehlt.

    Habe dann an der Stelle abgebrochen, um nicht noch weiter Trainingszeit für eine suboptimale Übung zu verschwenden.


    Werde diese Übung dann doch verwerfen und stattdessen normale Überzahlspiele oder Spiele mit Provokationsregeln spielen lassen.

    Aber einen Test war's mir immerhin wert gewesen.

    Unterschiedlich.

    Funino, 4+1, 5+1..alles kommt mal vor.


    Auch Regeln variieren. Mal ohne besondere Regeln (außer das Tore aus der eigenen Hälfte nicht zählen), mal mit Anspieler der angespielt werden muss, damit das Tor zählt, mal muss jeder den Ball berührt haben.


    Aber das war eigentlich gar nicht meine Frage.

    Meiner Beobachtung nach funktioniert das "einfach spielen lassen" nur bedingt.

    Oft führt das dazu, dass manche recht verloren auf dem Feld rumstehen, keine Bälle bekommen und recht unbeteiligt sind.
    Wenn dann gecoached wird, dass sie sich freilaufen sollen, dann traben sie 2 Meter weiter und gucken verunsichert.

    Und falls sie dann doch mal angespielt werden, ist der Ball sofort weg, weil sie halt gar nicht frei standen.

    Oder die Ballführenden dribbeln sich fest, weil es einfach keine Anspiel-Optionen gibt und die gedeckt-rumstehenden Mitspieler motzen "jetzt pass doch mal!!"


    Am Ende sind die frustriert dass das Spiel an ihnen vorbei läuft und die anderen, dass sie fürs Dribbeln angemeckert werden.

    So habe ich das jedenfalls öfter miterlebt.


    Ich denke, für den Anfang müssen sie mehr bei der Hand genommen werden und in kleinen Übungen gezeigt bekommen -bzw. gemeinsam erarbeitet werden- wie sie sich idealerweise auf dem Feld verhalten. Und das Ganze dann im Anschluss in kleinen Spielen anzuwenden versuchen. Ich denke, wenn die Grundidee erstmal verstanden ist, dann entwickelt sich das auch von alleine (so war es jedenfalls auch bei meinen spielintelligenteren Spielern, die das inzwischen ziemlich gut machen).

    Ich spiele das meist im 2v2+2 auf ein einzelnes recht großes Feld, dann hast du mehr Freilauf- aber auch Anspielstationen für die Außen, kannst von beiden Seiten die Bälle erhalten, plus du hast auch innerhalb vom Feld Kombinationen und Freilaufbewegungen, plus du kannst dann jedes Team mal Außenspieler spielen lassen.

    Das ist der Übung recht ähnlich, die wir bislang schon gemacht haben. Da war ich mir aber nicht sicher, ob sie entweder die Transferleistung, das Gelernte auf ein Spiel zu übertragen, noch nicht schaffen oder ob wir das noch nicht genug trainiert haben.


    Zitat von SamS

    Ansonsten würde ich gerade in der E-Jugend eher noch auf 2v1 Formen setzen, ggf. danach mit Übergang vom 2v1 zu 2v2 (z.B. Nachrücker oder zweite Ebene mit weiterem Verteidiger.

    Geht bisschen in die Richtung von CoachT und die Änderung, die er vorgeschlagen hat.

    Werde ich erwägen.


    Vieleicht anfangs wie vorgeschlagen, dass der gelbe Ballführer mit ins Quadrat dribbeln darf.


    Und später dann irgendwann mal, wenn das Team soweit ist, darf der blaue Verteidiger aus dem Quadrat ab dem Zeitpunkt wo der Ball aus dem Quadrat heraus gepasst wird dem Ball hinter laufen und den Ballführer unter Druck setzen. Ist für die E-Jugend derzeit vielleicht noch zu schwierig.

    Ja, ich meinte der blaue Spieler wird nur dem gelben Spieler im Quadrat verfolgen. Er kann sich also gar nicht effektiv freilaufen

    Achso ja, jetzt versteh ich.
    Ja stimmt schon, das wäre dann weniger aus-dem-Deckungsschatten-bewegen und eher vom-Gegner-lösen.

    Aber für den Anfang will ich eigentlich nur bewirken, dass sie anfangen, sich ohne Ball mehr zu bewegen. Wenn sie dazu dann noch erkennen, dass sie sich in der Tiefe oder aber auch kurz anbieten können, wäre ich erstmal zufrieden. Hauptsache nicht mehr neben dem Gegenspieler stehen bleiben und auf den Pass warten.

    Problem: Spätestens nach dem 3. Durchgang wird der blaue Spieler nur noch dem blauen Spieler ohne Ball im Quadrat verfolgen. Er kann sich also gar nicht sinnvoll freilaufen.
    Ich würde es dahingehen abändern, dass der Spieler mit dem Ball ins Feld eindribbeln muss, und beide gelbe Spieler den Ball ins nächste Feld spielen dürfen.
    So ist der blaue Spieler gezwungen, den ballführenden anzugreifen. Der Spieler im Quadrat muss jedoch sich dann entsprechend im Rücken des Gegners lösen.

    Den ersten Teil deines Posts habe ich leider nicht so recht verstanden. Blau soll sich ja gar nicht freilaufen. Hast du evtl einmal irgednwo "blau"geschrieben, obwohl du "gelb" meintest? Vielleicht habe ich die Übung auch etwas dusselig erklärt.

    Ansonsten finde ich deine Anregung aber ganz interessant. Das werde ich mal durchdenken. Vielleicht ja auch noch mal als Variation.

    Zitat von CoachT

    leicht offtopic: ich persönlich wüsste nicht, ob ich das bereits in der E-Jugend trainieren würde. E-Jugend ist ehrlicherweise für mich persönlich noch viel mit Fokus auf 1v1 Situationen.

    Wobei es abhängig ist, ob jung oder altJahrgang und wie leistungstark

    Das sind alles technisch ziemlich gute Spieler und sehr gute Dribbler, denen es eher an anderen Stellen magelt (wie z.B.) das Spiel ohne Ball.
    Die haben letztes bzw. vorletztes Jahr noch Funino gespielt (da war ich nicht Trainer) und dort war meine Beobachtung, dass die ab einem gewissen Punkt so stark im 1gg1 waren, dass sie quasi alles erfolgreich alleine gelöst hatten. Deswegen wurden ab da dann andere Skills kaum noch weiterentwickelt. Ist vielleicht nicht schlimm, ich kann die Defizite ja jetzt nach und nach versuchen, aufzuholen.

    Ihr kennt das vielleicht auch. In meiner E-Jugend Mannschaft verbessert sich das Spiel ohne Ball nur schleppend.

    Während die spielintelligenteren Spieler es inzwischen schon ganz gut hinbekommen tut der Rest sich wirklich schwer und im Spiel stehen sie statisch im Deckungsschatten. Egal wie stoisch ich in den letzten Monaten das Freilaufen gecoacht habe und die Notwendigkeit dafür erklärt habe.


    Die Übungen, die wir bislang gemacht haben, liefen so isoliert ganz gut und ich dachte, sie hätten es verstanden. Aber im anschließenden Trainingsspiel war davon wieder nichts mehr zu sehen. Ich habe mir Gedanken gemacht, woran das liegen könnte und bin zur Ansicht gelangt, dass sie die isolierte Übung wohl gedanklich noch nicht auf die Spielsituation übertragen bekommen.


    Ich habe mir jetzt eine Übung überlegt, die auf dem tatsächlichen Spielfeld stattfindet und vom Ablauf her auch viel mehr an eine Spielsituation erinnern soll:



    Das ist die Übung 2 mal aufgebaut, also insgesamt 12 Kinder+TW

    Gelb spielt gegen Blau.

    In einem abgesteckten Quadrat stehen ein Angreifer und ein Verteidiger

    Der Angreifer muss sich freilaufen und wird vom Einspiekler angespielt. Dann muss er den Pass aus dem Quadrat zum nächsten Einspieler passen.
    Im zweiten Quadrat das gleiche noch mal, nur dass es mit einem Torschuss endet.


    Soll also spielnah sein, aber mit staken Pass- und Freilauf Fokus.

    Und nicht allzu kompliziert, damit die Übung leicht verstanden wird.


    Haltet ihr das für sinnvoll?
    Oder habt ihr noch andere Übungen, die in diese Richtung gehen?

    ungefähr 4 spielstärkere Spieler in der E2 belassen wollen

    Das wirst Du niemandem nachvollziehbar erklären können.

    Kleines Update:


    Weil auch noch weitere Stimmen (unter anderem auch Trainerkollegen im Verein) es so wie ihr gesehen haben, nämlich dass die Idee, ein paar etwas spielstärkere Spieler in der E2 zu belassen, für Zündstoff sorgen könnte, habe ich mich davon wieder verabschiedet. Jetzt haben wir klassisch nach Stärke unterschieden und zwei gleichgroße Mannschaften bilden können.


    Es gab zum Glück nur ein zwei Einzelfälle von E2 Spielern, die gedacht hatten, dass sie alleine aufrund ihres Alters in die E1 kommen würden und daher im ersten Moment etwas enttäuscht waren. Die haben aber schnell gemerkt, dass sie jetzt in der E2 zu den Besseren gehören und eine entsprechend größere Rolle im Team spielen. Mein Eindruck war, dass denen das Auftrieb gegeben hat. Der eine von denen hat beim letzten Training gesagt, dass er gerne der neue Abwehrchef werden würde. Sehr schön. In der niedrigeren Staffel traue ich ihm das auch zu.


    Ansonsten freue ich mich, dass es endlich sinnvoll diversifiziertes Training gibt. Während die E2 nochmal bei den Basics (Ballannahme, Passpiel, Freilaufen, Dribbling) neu beginnt und viel Funino spielt, ist die E1 gerade dabei zu lernen, wie man ballorientiert verteidigt und sinnvoll im Team spielt (mit und gegen den Ball). Ich bin überzeugt davon, dass jetzt alle Spieler mehr lernen, als zuvor.

    Gestern haben wir wieder ein Spiel (5er Feld / 4+1) gehabt, an dem ich wieder schön sehen konnte, welche Vorteile Leistungshomogenität bringt.


    Zu Anpfiff haben wir 3 starke Spieler und eine mittelmäßige Spielerin auf dem Feld. Auf der Bank noch einen Starken Spieler und zwei Anfängerinnen.


    Die ersten 10 Minuten zeigt der Gegner sich stark, selbst die mittemäßige Spielerin wirkt etwas verloren. Dann wechseln wir den vierten starken Spieler ein, das Spiel kippt zu unseren Gunsten, wir führen 4:0. Der Gegner hält aber noch energisch dagegen. 10 Minuten Ende der ersten Halbzweit wechsel ich erst die eine Anfängerin, dann 5 später dann auch die andere Anfängerin ein. Beide noch verunsichert und wenig Teilhabe am Spiel.


    Zweite Halbzeit starten wir wieder genau so wie bei Anpfiff der ersten Halbzeit.
    Mitte zweiter Halbzeit fällt das 7:1 (oder so) für uns und der gegnerische Trainer wechselt die Gesamte Mannschaft aus. Ich gehe davon aus, dass sie das Spiel ohnehin verloren glauben und nun den schwächeren Spielzeit geben wollen. Ich reagiere und wechsel auch meine beiden Anfängerinnen ein, die nun mit einem starken Spieler und der mittelmäßigen Spielerin zusammen auf dem Platz stehen. So spielen wir die letzten 15 Minuten bis zum Abpfiff. Der starke Spieler übernimmt die Defensivrolle und bringt Ruhe ins Spiel. Er weiß dass das Spiel gewonnen ist und ist gar nicht mehr darauf aus, selber Tore zu schießen. Er setzt die 3 Mädchen immer wieder toll ein, die zwar kein Tor mehr schießen, aber immer wieder Ballaktionen und auch Torchanchen haben.


    Das war dann in der zweiten Halbzeit genau das, was ich mir von dem E2 Konzept der kommenden Saison verspreche. Schwächere Spieler spielen gleichstarke Gegner und ein stabilisierender stärkerer Spieler sorgt dafür, dass kein wilder Hühnerhaufen entsteht, sondern Fußball gespielt wird. In wieweit das klappt, hängt natürlich immer von den Gegnern bzw. deren Spielstärke in der Staffel ab.

    Das sehe ich auch so.


    Ein paar Spieler sind einfach Sportler durch und durch und würden vermutlich auch ohne jegliches Training locker 2x25 Minuten durchhalten.

    Andere wiederum sind vielleicht nicht ganz so ausdauernd aber sind so fußballverrückt und ehrgeizig, dass sie eher über die Schmerzgrenze hinausgehen, als sich auswechseln zu lassen.


    Naja und dann sind da eben noch die, die weder das einen, noch das andere sind. Manche davon sind übergewichtig, andere bewegen sich generell im Alltag nicht so viel und manche wiederum haben einfach keine Lust, nahe an die Blastungsgrenze zu gehen oder sich zu völlig verausgaben. Da glaube ich auch nicht, dass zwei Trainings pro Woche groß was dran ändern. Verbessern lässt sich das durch intensives Training schon, aber das reicht nicht um auf Aufwechselspieler verzichten zu können. Alleine schon weil manche von denen sich auch immer wieder auswecheln lassen wollen wenn sie sich weggetan haben.

    ungefähr 4 spielstärkere Spieler in der E2 belassen wollen

    Das wirst Du niemandem nachvollziehbar erklären können.

    Doch, ich glaube schon.

    Diese 4 Spielstärkeren sind nicht die spielstärksten der gesamten E-Jugend, sondern eher so Grenzfälle. In der E1 wäre sie eher bei den schwächeren und in der E2 die besten. Ich denke, wenn man es ihnen damit erklärt, dass sie diejenigen sein werden, die das Spiel machen und die Tore schießen werden, kann man durchaus damit Zustimmung erlangen.


    Von den 4 Spielstärkeren sind 2 derzeit noch in der F-Jungend und die anderen beiden in der E2 (ein techisch ganz okayer Spieler, aber sehr zierlicher Körper, sehr wehleidig und eine gute Spielerin, die sowieso bei den anderen Mädchen in der E2 spielen will. Die E1 hat keine Mädchen).


    Training wäre aber weiterhin gemeinsam mit der gesamten E Jugend und je nach Übung nur teilweise in Trainingsgruppen getrennt.

    Das heißt, dass sich das Niveau im Training nicht verändert. Man wird Dir deshalb vorwerfen, nur eine starke E1 haben zu wollen, um möglichst viele Spiele zu gewinnen. Für eine bessere Entwicklung der Spieler sind getrennte Trainingsgruppen besser.

    Doch. Im Training wird größtenteils in Trainingsgruppen entsprechend der Entwicklungsstufe getrennt trainiert. Aber halt alle zur gleichen Trainingszeit, auf dem gleichen Trainingsgelände. Und Abschlussspiel (zum Beispiel) öfter mal gemischt. Und immer gemeinsames Warm-Up.


    Wenn ich es unbedingt so durchsetzen will, dann könnte ich das für die E-Jugend schon so entscheiden.

    Also nur eine Saison in einer Altersklasse? Das bringt Euch nichts.

    Auf Vereinssicht ist das natürlich nicht konsequent durchgezogen. Das ist klar. Da aber ab der D-Jugend eh nur ein Team gemeldet wird (bislang), auch irgendwie irrelevant.

    Aber ich glaube dennoch, dass es zumindest innerhalb der E-Jugend was bringt. Siehe Argumentation im ersten Post. Alleine dadurch, dass Anfänger dann nicht mehr auf dem 7er Feld von starken Gegenspielern wie Hütchen umdribbelt werden und nicht mehr von Mitspielern ignoriert werden, verspreche ich mir eine verbesserte Entwicklung.

    Man kann nur versuchen, dass in der zweiten Mannschaft die Intensität hoch bleibt. Gerade bei schwächeren Mannschaften sind viele Spieler nicht bei der Sache.

    Das ist in er E-Jugend vermutlich noch viel schlimmer, als inder D oder C.

    Manche unserer Spieler sind geistig noch nicht so weit, dass sie sich auf ein Fußballspiel oder eine Trainingseinheit konzentrieren können (oder wollen).

    Ich weiß nicht, ob es Zufall ist, aber bei uns sind die spielstärkeren Kinder auch oft diejenigen, die in der Schule gut sind. Könnte mir aber einen Zusamenhang zusammenreimen.


    Im Training oder im Spiel versuche ich öfter, die Aufmerksamkeit der verträumten Kinder auf das Spiel zu lenken, aber das klappt nur bedingt. Die haben dann auch immer diese verunsicherte Körpersprache, weswegen ich dann auch nicht weiter auf sie ein-nörgeln will. Manche machen ja auch komplett dicht, wenn man zu viel auf sie einredet..wobei das auf die spielstarken genauso zutreffen kann.


    Von der Vorstellung dass man auch die schwachen Spieler im Laufe ihrer Jugend alle zu höherklassigen Spielern trainieren kann, habe ich mich recht schnell verabschiedet. Mir geht es hier hauptsächlich darum, im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Entwicklung zu fördern, ohne den Spaß an dem Sport zu vernachlässigen.

    Ja, bislang gab es immer nur eine D-Jugend.

    Und C-Jugend auch nur als SG.

    B und A Jugend gab es in der Vergangenheit deswegen gar nicht.

    Das will der Verein verändern, weshalb die "jeder darf mitmachen" Strategie gefahren wird.


    Unter anderem auch deswegen war mein Ansinnen, die Mannschaften nach Spielstärke zu unterteilen, damit die Schwächeren auf gleichstarke Gegner und Mitspieler treffen. Die Hoffnung ist, dass es ihnen mehr Spaß macht und sie somit das Fußballspielen nicht wieder aufgeben.


    Das mit der Elternerziehung sehe ich ein. Man merkt schon recht stark, welche Eltern Wert auf Fußball legen und welche nicht.

    Manche Eltern sind bei jedem Spiel, ob nun heim oder auswärts, als Zuschauer dabei. Andere wiederum nur bei Heimspielen und selbst dann gucken sie noch nicht einmal zu sondern schnattern mit anderen Eltern über dies und jenes. Und manche habe ich noch nie gesehen, die steigen noch nicht mal aus dem Auto aus, wenn sie ihr Kind abliefern. Das symbolisiert das eigentlich ganz gut.

    Mit so vielen Wackelkandidaten möchte ich kein drittes Team melden. Jedes Wochenende Eltern anschrieben, Spieler hin und her schieben um die 3 Kader voll zu kriegen, Kinder zu Hause abholen müssen weil die Eltern keine Zeit haben, etc.. Und wenn dann in 2 Monaten ein paar der Kinder überlegen, ab jetzt doch kein Fußball mehr spielen zu wollen, kriegen wir die Dritte dann gar nicht mehr voll. Zumal demnächst manche von denen auf die weiterführenden Schulen kommen...wer weiß, welcher Elternteil dann auf die Idee kommt, dass das Kind sich ab jetzt auf die Schule konzentrieren muss.

    Annahme es wurden 3 Teams gemeldet und in E1 und E2 sind jeweils 7 Kinder...

    Dann finden sich von den restlichen nicht 7 Kinder für die E3?

    7 Kinder pro Team genügen ja nicht. Zum einen weil ich Auswechselspieler braucht, zum anderen weil nicht jedes Kind an jedem Wochenende Zeit hat.


    Beim 7er Feld möchte ich mit 9 bis 10 Spieler zum Spiel fahren

    Beim 5er Feld idealerweise 7 bis 8

    Also mit den zwei Teams schon mal 16 Kinder, die mitfahren. Wenn ich pro Team noch 3 Absagen einplane, komme ich auf ingesamt 24 Kinder.

    Vielleicht ist bei euch die Absage-Quote geringer. Aber die ich schon beschrieben hatte, gerade die schwächeren Kinder sind auch in Sachen Spielteilnehme nicht verlässlich.

    Wir sind 2 Trainer/Coaches, ggf. hilft auch mal ein Elternteil.

    Der zweite Trainer (also nicht ich) ist zudem auch Torwartrainer.

    Ist natürlich zu wenig, aber so ist die Situation.


    Wieviel Kinder pro Trainer hängt ein wenig von den jeweiligen Trainingsgruppen ab.

    In den meisten Trainings wird es wohl auf 3 Trainingsgruppen hinauslaufen TG stark, TG schwach (etwa 40/60 verteilt) und TG Torwart.

    Aber aufgrund dessen, dass wir nur 2 Trainer sind, müssen wir Kompromisse machen.


    Altersverteilung ist ungefähr 50/50

    Aber bei 27 Kindern sollte man tatsächlich auf drei Teams kommen. Es ist dann vielleicht mal der Fall, dass ein Team knapp bemessen ist, aber dann merken ggf. die Eltern, dass ihre Kinder nicht einfach wegbleiben können, sondern gebraucht werden.

    Ja, möchte man meinen, dass das für 3 Mannschaften reichen sollte.


    Vielleicht ist das auch so eine Sache, die bei uns im Verein besonders ausgeprägt ist. Wir haben einige Spieler, die in der Ausprobierphase sind, ob Fußball deren Sport wird, oder nicht. Manche spielen nebenbei auch in unserer Handballsparte. Entsprechend haben die Spiele bei deren Wochenendplanung nicht ganz so die hohe Priorisierung, wie bei den richtig Fußballverrückten.

    Man könnte natürlich auch nach ein paar Wochen die "entweder oder" Frage stellen (wäre mir auch ganz recht), aber damit würde ich gegen die Vorstellungen des Vereins verstoßen. Der Verein sagt, jeder soll mitmachen dürfen, wir schließen niemanden aus. Vielleicht kann ich die Frage ja etwas geschickter formulieren, dass es nicht wie die Pistole auf der Brust klingt. Ich denk mal drüber nach.


    Dazu kommt, dass wir mehrere Scheidungskinder im Team haben. Die stehen dann nur jedes zweite Wochenende zur Verfügung. Entweder weil der Papa weiter weg wohnt, oder weil das Papawochenende nicht mit Fußball "vergeudet" werden soll.


    Mit so vielen Wackelkandidaten möchte ich kein drittes Team melden. Jedes Wochenende Eltern anschrieben, Spieler hin und her schieben um die 3 Kader voll zu kriegen, Kinder zu Hause abholen müssen weil die Eltern keine Zeit haben, etc.. Und wenn dann in 2 Monaten ein paar der Kinder überlegen, ab jetzt doch kein Fußball mehr spielen zu wollen, kriegen wir die Dritte dann gar nicht mehr voll. Zumal demnächst manche von denen auf die weiterführenden Schulen kommen...wer weiß, welcher Elternteil dann auf die Idee kommt, dass das Kind sich ab jetzt auf die Schule konzentrieren muss.