Beiträge von Lindmann

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    Ja, ich meinte der blaue Spieler wird nur dem gelben Spieler im Quadrat verfolgen. Er kann sich also gar nicht effektiv freilaufen

    Achso ja, jetzt versteh ich.
    Ja stimmt schon, das wäre dann weniger aus-dem-Deckungsschatten-bewegen und eher vom-Gegner-lösen.

    Aber für den Anfang will ich eigentlich nur bewirken, dass sie anfangen, sich ohne Ball mehr zu bewegen. Wenn sie dazu dann noch erkennen, dass sie sich in der Tiefe oder aber auch kurz anbieten können, wäre ich erstmal zufrieden. Hauptsache nicht mehr neben dem Gegenspieler stehen bleiben und auf den Pass warten.

    Problem: Spätestens nach dem 3. Durchgang wird der blaue Spieler nur noch dem blauen Spieler ohne Ball im Quadrat verfolgen. Er kann sich also gar nicht sinnvoll freilaufen.
    Ich würde es dahingehen abändern, dass der Spieler mit dem Ball ins Feld eindribbeln muss, und beide gelbe Spieler den Ball ins nächste Feld spielen dürfen.
    So ist der blaue Spieler gezwungen, den ballführenden anzugreifen. Der Spieler im Quadrat muss jedoch sich dann entsprechend im Rücken des Gegners lösen.

    Den ersten Teil deines Posts habe ich leider nicht so recht verstanden. Blau soll sich ja gar nicht freilaufen. Hast du evtl einmal irgednwo "blau"geschrieben, obwohl du "gelb" meintest? Vielleicht habe ich die Übung auch etwas dusselig erklärt.

    Ansonsten finde ich deine Anregung aber ganz interessant. Das werde ich mal durchdenken. Vielleicht ja auch noch mal als Variation.

    Zitat von CoachT

    leicht offtopic: ich persönlich wüsste nicht, ob ich das bereits in der E-Jugend trainieren würde. E-Jugend ist ehrlicherweise für mich persönlich noch viel mit Fokus auf 1v1 Situationen.

    Wobei es abhängig ist, ob jung oder altJahrgang und wie leistungstark

    Das sind alles technisch ziemlich gute Spieler und sehr gute Dribbler, denen es eher an anderen Stellen magelt (wie z.B.) das Spiel ohne Ball.
    Die haben letztes bzw. vorletztes Jahr noch Funino gespielt (da war ich nicht Trainer) und dort war meine Beobachtung, dass die ab einem gewissen Punkt so stark im 1gg1 waren, dass sie quasi alles erfolgreich alleine gelöst hatten. Deswegen wurden ab da dann andere Skills kaum noch weiterentwickelt. Ist vielleicht nicht schlimm, ich kann die Defizite ja jetzt nach und nach versuchen, aufzuholen.

    Ihr kennt das vielleicht auch. In meiner E-Jugend Mannschaft verbessert sich das Spiel ohne Ball nur schleppend.

    Während die spielintelligenteren Spieler es inzwischen schon ganz gut hinbekommen tut der Rest sich wirklich schwer und im Spiel stehen sie statisch im Deckungsschatten. Egal wie stoisch ich in den letzten Monaten das Freilaufen gecoacht habe und die Notwendigkeit dafür erklärt habe.


    Die Übungen, die wir bislang gemacht haben, liefen so isoliert ganz gut und ich dachte, sie hätten es verstanden. Aber im anschließenden Trainingsspiel war davon wieder nichts mehr zu sehen. Ich habe mir Gedanken gemacht, woran das liegen könnte und bin zur Ansicht gelangt, dass sie die isolierte Übung wohl gedanklich noch nicht auf die Spielsituation übertragen bekommen.


    Ich habe mir jetzt eine Übung überlegt, die auf dem tatsächlichen Spielfeld stattfindet und vom Ablauf her auch viel mehr an eine Spielsituation erinnern soll:



    Das ist die Übung 2 mal aufgebaut, also insgesamt 12 Kinder+TW

    Gelb spielt gegen Blau.

    In einem abgesteckten Quadrat stehen ein Angreifer und ein Verteidiger

    Der Angreifer muss sich freilaufen und wird vom Einspiekler angespielt. Dann muss er den Pass aus dem Quadrat zum nächsten Einspieler passen.
    Im zweiten Quadrat das gleiche noch mal, nur dass es mit einem Torschuss endet.


    Soll also spielnah sein, aber mit staken Pass- und Freilauf Fokus.

    Und nicht allzu kompliziert, damit die Übung leicht verstanden wird.


    Haltet ihr das für sinnvoll?
    Oder habt ihr noch andere Übungen, die in diese Richtung gehen?

    ungefähr 4 spielstärkere Spieler in der E2 belassen wollen

    Das wirst Du niemandem nachvollziehbar erklären können.

    Kleines Update:


    Weil auch noch weitere Stimmen (unter anderem auch Trainerkollegen im Verein) es so wie ihr gesehen haben, nämlich dass die Idee, ein paar etwas spielstärkere Spieler in der E2 zu belassen, für Zündstoff sorgen könnte, habe ich mich davon wieder verabschiedet. Jetzt haben wir klassisch nach Stärke unterschieden und zwei gleichgroße Mannschaften bilden können.


    Es gab zum Glück nur ein zwei Einzelfälle von E2 Spielern, die gedacht hatten, dass sie alleine aufrund ihres Alters in die E1 kommen würden und daher im ersten Moment etwas enttäuscht waren. Die haben aber schnell gemerkt, dass sie jetzt in der E2 zu den Besseren gehören und eine entsprechend größere Rolle im Team spielen. Mein Eindruck war, dass denen das Auftrieb gegeben hat. Der eine von denen hat beim letzten Training gesagt, dass er gerne der neue Abwehrchef werden würde. Sehr schön. In der niedrigeren Staffel traue ich ihm das auch zu.


    Ansonsten freue ich mich, dass es endlich sinnvoll diversifiziertes Training gibt. Während die E2 nochmal bei den Basics (Ballannahme, Passpiel, Freilaufen, Dribbling) neu beginnt und viel Funino spielt, ist die E1 gerade dabei zu lernen, wie man ballorientiert verteidigt und sinnvoll im Team spielt (mit und gegen den Ball). Ich bin überzeugt davon, dass jetzt alle Spieler mehr lernen, als zuvor.

    Gestern haben wir wieder ein Spiel (5er Feld / 4+1) gehabt, an dem ich wieder schön sehen konnte, welche Vorteile Leistungshomogenität bringt.


    Zu Anpfiff haben wir 3 starke Spieler und eine mittelmäßige Spielerin auf dem Feld. Auf der Bank noch einen Starken Spieler und zwei Anfängerinnen.


    Die ersten 10 Minuten zeigt der Gegner sich stark, selbst die mittemäßige Spielerin wirkt etwas verloren. Dann wechseln wir den vierten starken Spieler ein, das Spiel kippt zu unseren Gunsten, wir führen 4:0. Der Gegner hält aber noch energisch dagegen. 10 Minuten Ende der ersten Halbzweit wechsel ich erst die eine Anfängerin, dann 5 später dann auch die andere Anfängerin ein. Beide noch verunsichert und wenig Teilhabe am Spiel.


    Zweite Halbzeit starten wir wieder genau so wie bei Anpfiff der ersten Halbzeit.
    Mitte zweiter Halbzeit fällt das 7:1 (oder so) für uns und der gegnerische Trainer wechselt die Gesamte Mannschaft aus. Ich gehe davon aus, dass sie das Spiel ohnehin verloren glauben und nun den schwächeren Spielzeit geben wollen. Ich reagiere und wechsel auch meine beiden Anfängerinnen ein, die nun mit einem starken Spieler und der mittelmäßigen Spielerin zusammen auf dem Platz stehen. So spielen wir die letzten 15 Minuten bis zum Abpfiff. Der starke Spieler übernimmt die Defensivrolle und bringt Ruhe ins Spiel. Er weiß dass das Spiel gewonnen ist und ist gar nicht mehr darauf aus, selber Tore zu schießen. Er setzt die 3 Mädchen immer wieder toll ein, die zwar kein Tor mehr schießen, aber immer wieder Ballaktionen und auch Torchanchen haben.


    Das war dann in der zweiten Halbzeit genau das, was ich mir von dem E2 Konzept der kommenden Saison verspreche. Schwächere Spieler spielen gleichstarke Gegner und ein stabilisierender stärkerer Spieler sorgt dafür, dass kein wilder Hühnerhaufen entsteht, sondern Fußball gespielt wird. In wieweit das klappt, hängt natürlich immer von den Gegnern bzw. deren Spielstärke in der Staffel ab.

    Das sehe ich auch so.


    Ein paar Spieler sind einfach Sportler durch und durch und würden vermutlich auch ohne jegliches Training locker 2x25 Minuten durchhalten.

    Andere wiederum sind vielleicht nicht ganz so ausdauernd aber sind so fußballverrückt und ehrgeizig, dass sie eher über die Schmerzgrenze hinausgehen, als sich auswechseln zu lassen.


    Naja und dann sind da eben noch die, die weder das einen, noch das andere sind. Manche davon sind übergewichtig, andere bewegen sich generell im Alltag nicht so viel und manche wiederum haben einfach keine Lust, nahe an die Blastungsgrenze zu gehen oder sich zu völlig verausgaben. Da glaube ich auch nicht, dass zwei Trainings pro Woche groß was dran ändern. Verbessern lässt sich das durch intensives Training schon, aber das reicht nicht um auf Aufwechselspieler verzichten zu können. Alleine schon weil manche von denen sich auch immer wieder auswecheln lassen wollen wenn sie sich weggetan haben.

    ungefähr 4 spielstärkere Spieler in der E2 belassen wollen

    Das wirst Du niemandem nachvollziehbar erklären können.

    Doch, ich glaube schon.

    Diese 4 Spielstärkeren sind nicht die spielstärksten der gesamten E-Jugend, sondern eher so Grenzfälle. In der E1 wäre sie eher bei den schwächeren und in der E2 die besten. Ich denke, wenn man es ihnen damit erklärt, dass sie diejenigen sein werden, die das Spiel machen und die Tore schießen werden, kann man durchaus damit Zustimmung erlangen.


    Von den 4 Spielstärkeren sind 2 derzeit noch in der F-Jungend und die anderen beiden in der E2 (ein techisch ganz okayer Spieler, aber sehr zierlicher Körper, sehr wehleidig und eine gute Spielerin, die sowieso bei den anderen Mädchen in der E2 spielen will. Die E1 hat keine Mädchen).


    Training wäre aber weiterhin gemeinsam mit der gesamten E Jugend und je nach Übung nur teilweise in Trainingsgruppen getrennt.

    Das heißt, dass sich das Niveau im Training nicht verändert. Man wird Dir deshalb vorwerfen, nur eine starke E1 haben zu wollen, um möglichst viele Spiele zu gewinnen. Für eine bessere Entwicklung der Spieler sind getrennte Trainingsgruppen besser.

    Doch. Im Training wird größtenteils in Trainingsgruppen entsprechend der Entwicklungsstufe getrennt trainiert. Aber halt alle zur gleichen Trainingszeit, auf dem gleichen Trainingsgelände. Und Abschlussspiel (zum Beispiel) öfter mal gemischt. Und immer gemeinsames Warm-Up.


    Wenn ich es unbedingt so durchsetzen will, dann könnte ich das für die E-Jugend schon so entscheiden.

    Also nur eine Saison in einer Altersklasse? Das bringt Euch nichts.

    Auf Vereinssicht ist das natürlich nicht konsequent durchgezogen. Das ist klar. Da aber ab der D-Jugend eh nur ein Team gemeldet wird (bislang), auch irgendwie irrelevant.

    Aber ich glaube dennoch, dass es zumindest innerhalb der E-Jugend was bringt. Siehe Argumentation im ersten Post. Alleine dadurch, dass Anfänger dann nicht mehr auf dem 7er Feld von starken Gegenspielern wie Hütchen umdribbelt werden und nicht mehr von Mitspielern ignoriert werden, verspreche ich mir eine verbesserte Entwicklung.

    Man kann nur versuchen, dass in der zweiten Mannschaft die Intensität hoch bleibt. Gerade bei schwächeren Mannschaften sind viele Spieler nicht bei der Sache.

    Das ist in er E-Jugend vermutlich noch viel schlimmer, als inder D oder C.

    Manche unserer Spieler sind geistig noch nicht so weit, dass sie sich auf ein Fußballspiel oder eine Trainingseinheit konzentrieren können (oder wollen).

    Ich weiß nicht, ob es Zufall ist, aber bei uns sind die spielstärkeren Kinder auch oft diejenigen, die in der Schule gut sind. Könnte mir aber einen Zusamenhang zusammenreimen.


    Im Training oder im Spiel versuche ich öfter, die Aufmerksamkeit der verträumten Kinder auf das Spiel zu lenken, aber das klappt nur bedingt. Die haben dann auch immer diese verunsicherte Körpersprache, weswegen ich dann auch nicht weiter auf sie ein-nörgeln will. Manche machen ja auch komplett dicht, wenn man zu viel auf sie einredet..wobei das auf die spielstarken genauso zutreffen kann.


    Von der Vorstellung dass man auch die schwachen Spieler im Laufe ihrer Jugend alle zu höherklassigen Spielern trainieren kann, habe ich mich recht schnell verabschiedet. Mir geht es hier hauptsächlich darum, im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Entwicklung zu fördern, ohne den Spaß an dem Sport zu vernachlässigen.

    Ja, bislang gab es immer nur eine D-Jugend.

    Und C-Jugend auch nur als SG.

    B und A Jugend gab es in der Vergangenheit deswegen gar nicht.

    Das will der Verein verändern, weshalb die "jeder darf mitmachen" Strategie gefahren wird.


    Unter anderem auch deswegen war mein Ansinnen, die Mannschaften nach Spielstärke zu unterteilen, damit die Schwächeren auf gleichstarke Gegner und Mitspieler treffen. Die Hoffnung ist, dass es ihnen mehr Spaß macht und sie somit das Fußballspielen nicht wieder aufgeben.


    Das mit der Elternerziehung sehe ich ein. Man merkt schon recht stark, welche Eltern Wert auf Fußball legen und welche nicht.

    Manche Eltern sind bei jedem Spiel, ob nun heim oder auswärts, als Zuschauer dabei. Andere wiederum nur bei Heimspielen und selbst dann gucken sie noch nicht einmal zu sondern schnattern mit anderen Eltern über dies und jenes. Und manche habe ich noch nie gesehen, die steigen noch nicht mal aus dem Auto aus, wenn sie ihr Kind abliefern. Das symbolisiert das eigentlich ganz gut.

    Mit so vielen Wackelkandidaten möchte ich kein drittes Team melden. Jedes Wochenende Eltern anschrieben, Spieler hin und her schieben um die 3 Kader voll zu kriegen, Kinder zu Hause abholen müssen weil die Eltern keine Zeit haben, etc.. Und wenn dann in 2 Monaten ein paar der Kinder überlegen, ab jetzt doch kein Fußball mehr spielen zu wollen, kriegen wir die Dritte dann gar nicht mehr voll. Zumal demnächst manche von denen auf die weiterführenden Schulen kommen...wer weiß, welcher Elternteil dann auf die Idee kommt, dass das Kind sich ab jetzt auf die Schule konzentrieren muss.

    Annahme es wurden 3 Teams gemeldet und in E1 und E2 sind jeweils 7 Kinder...

    Dann finden sich von den restlichen nicht 7 Kinder für die E3?

    7 Kinder pro Team genügen ja nicht. Zum einen weil ich Auswechselspieler braucht, zum anderen weil nicht jedes Kind an jedem Wochenende Zeit hat.


    Beim 7er Feld möchte ich mit 9 bis 10 Spieler zum Spiel fahren

    Beim 5er Feld idealerweise 7 bis 8

    Also mit den zwei Teams schon mal 16 Kinder, die mitfahren. Wenn ich pro Team noch 3 Absagen einplane, komme ich auf ingesamt 24 Kinder.

    Vielleicht ist bei euch die Absage-Quote geringer. Aber die ich schon beschrieben hatte, gerade die schwächeren Kinder sind auch in Sachen Spielteilnehme nicht verlässlich.

    Wir sind 2 Trainer/Coaches, ggf. hilft auch mal ein Elternteil.

    Der zweite Trainer (also nicht ich) ist zudem auch Torwartrainer.

    Ist natürlich zu wenig, aber so ist die Situation.


    Wieviel Kinder pro Trainer hängt ein wenig von den jeweiligen Trainingsgruppen ab.

    In den meisten Trainings wird es wohl auf 3 Trainingsgruppen hinauslaufen TG stark, TG schwach (etwa 40/60 verteilt) und TG Torwart.

    Aber aufgrund dessen, dass wir nur 2 Trainer sind, müssen wir Kompromisse machen.


    Altersverteilung ist ungefähr 50/50

    Aber bei 27 Kindern sollte man tatsächlich auf drei Teams kommen. Es ist dann vielleicht mal der Fall, dass ein Team knapp bemessen ist, aber dann merken ggf. die Eltern, dass ihre Kinder nicht einfach wegbleiben können, sondern gebraucht werden.

    Ja, möchte man meinen, dass das für 3 Mannschaften reichen sollte.


    Vielleicht ist das auch so eine Sache, die bei uns im Verein besonders ausgeprägt ist. Wir haben einige Spieler, die in der Ausprobierphase sind, ob Fußball deren Sport wird, oder nicht. Manche spielen nebenbei auch in unserer Handballsparte. Entsprechend haben die Spiele bei deren Wochenendplanung nicht ganz so die hohe Priorisierung, wie bei den richtig Fußballverrückten.

    Man könnte natürlich auch nach ein paar Wochen die "entweder oder" Frage stellen (wäre mir auch ganz recht), aber damit würde ich gegen die Vorstellungen des Vereins verstoßen. Der Verein sagt, jeder soll mitmachen dürfen, wir schließen niemanden aus. Vielleicht kann ich die Frage ja etwas geschickter formulieren, dass es nicht wie die Pistole auf der Brust klingt. Ich denk mal drüber nach.


    Dazu kommt, dass wir mehrere Scheidungskinder im Team haben. Die stehen dann nur jedes zweite Wochenende zur Verfügung. Entweder weil der Papa weiter weg wohnt, oder weil das Papawochenende nicht mit Fußball "vergeudet" werden soll.


    Mit so vielen Wackelkandidaten möchte ich kein drittes Team melden. Jedes Wochenende Eltern anschrieben, Spieler hin und her schieben um die 3 Kader voll zu kriegen, Kinder zu Hause abholen müssen weil die Eltern keine Zeit haben, etc.. Und wenn dann in 2 Monaten ein paar der Kinder überlegen, ab jetzt doch kein Fußball mehr spielen zu wollen, kriegen wir die Dritte dann gar nicht mehr voll. Zumal demnächst manche von denen auf die weiterführenden Schulen kommen...wer weiß, welcher Elternteil dann auf die Idee kommt, dass das Kind sich ab jetzt auf die Schule konzentrieren muss.

    Gestern Abend haben wir zu dem Thema jetzt noch mal eine informelle Trainersitzung abgehalten.

    Der Verein macht keine Vorgaben, die Trainer können das eigenverantwortlich entscheiden.

    Da ich mir mit meinem Co-Trainer im Grundsatz einig bin, werde ich das wohl so machen, wie beschrieben.


    Ich denke für eure Sichtweisen!

    Die E1 spielt Fußball 7 - dort nimmt ihr 9 Kinder mit, die gut sind.

    Die E2 spielt Fußball 5 - dort spielen 4 spielstarke Jungs + 1 TW + 1 schlechterer Spieler als Rotationsspieler (es stehen ja nur 15 am Wochenende zur Verfügung)


    Sorry, bei den Annahmen würde sich für mich die Frage gar nicht stellen. Und 16 von 27 sind ca. 60%, die überhaupt Spielpraxis bekommen - und das in einer E-Jugend. Da läuft für mich etwas falsch.

    Und wenn es dir um "leistungshomogen" gehen würde, würdest du 3x Fußball 5 melden, dann könnten alle 15 Spieler durchspielen und es wäre "noch" mehr leistungshomogen.

    Also die Zahl "15" ist natürlich ein Durschnittswert. Das kennt ihr doch bestimmt auch, oder? Dass an einem Wochenende die eine hälfte krank ist und die andere Hälfte bei einem Geburtstag und das Wochenende drauf muss man eine Hälfte zu Hause lassen weil der Spieltagskader schon voll ist.


    3x 5er Feld Mannschaften zu melden wäre ja noch gewagter weil ich nominell dann ja mehr Spieler brauche als 1x7er und 1x5er.

    Auf dem 5er Feld brauch ich ja genauso Auswechselspieler, wie auf dem 7er.

    Zwar haben wir eine Hand voll Kinder, die die 2x25 Minuten locker durchspielen können, aber der überwiegende Teil schafft das nicht. Schon oft erlebt, dass die Kinder von sich aus um Auswechslung bitten.

    Bei sehr großen Unterschieden spielen die guten Spieler ihr Spiel, die schwachen Spieler sind nur zufällig auf dem gleichen Spielfeld, aber gar nicht beteiligt.

    Bzw. im Worst-Case fallen sie negativ auf. Das meine ich nicht aus Trainersicht, sondern eher, dass die Mitspieler genervt sind und dieses auch zeigen.

    Genau das. So oft haben wir die spielstarken ermahnt, sie sollen auch die schwächeren mit einbeziehen und sie anspielen. Als Antwort kam dann, dass dann der Ball ja auch jeden Fall verloren geht. Und ja...die Realität gibt ihnen recht. Ein Pass zu denen ist ein Instant-Ballverlust. Deswegen (zumindest meine ich das als einen Grund ausgemacht zu haben) ist es in der vergangenen Saison auch nie so richtig gelungen, ein richtiges Passspiel aufzuziehen. Weil die Spieler ja merken, dass Alleingänge erfolgsversprechender sind, als den Ball zirkulieren zu lassen.


    Ich habe vor ein paar Wochen ein Freundschaftsspiel gegen einen anderen Verein gemacht, bei denen beiden Vereine nur nur mit ihren schwächsten Spielern angereist sind. Das war richtig gut. Alle hatten mal den Ball, alle waren in Zweikämpfe verwickelt und niemand stand unbeteiligt rum. Das war für mich der Moment, wo ich den Gewinn bei der Leistungsunterteilung erkannt hatte.


    Bei 27 Spielern würde ich übrigens auch überlegen, ob man nicht irgendwie auf 3 Teams kommt?

    Das wird nicht klappen. Zum einen würde uns dafür ein Trainer fehlen. Zum anderen sind viele von den 27 Spielern solche, die sich nur hin und wieder zu den Spielen anmelden (nicht ganz zufällig die schwächeren Spieler des Teams...ich schätze die sehen sich eh nicht zum Kernteam zugehörig, sondern sehen sich selber sogar als Beiwerk). Manche machen nebenbei noch andere Sportarten und Fußball hat da oft keine Priorität bei Terminkonflikten. Also stehen pro Spieltag meistens eh nur etwa 15 Spieler zur Verfügung.

    Was man als Nachteil evtl. noch nennen könnte, wäre, dass die Mannschaften in ihrer Gesamtheit dann jeweils nur eine Saison bestehen, weil ja die älteren in die D gehen und die jüngeren noch mal E spielen.

    Viele wollen ja als Team zusammen bleiben.

    Das mit dem "zusammenbleiben wollen" wäre bei uns vermutlich nicht so das Thema, weil viele Spieler auch mit Spielern aus der F oder der D Jugend befreundet sind bzw. mit denen zur Schule gehen. In Einizelfällen mag das aber auch anders sein.

    Für die fußballerische Entwicklung sehe ich eher Vorteile für die einzelnen Spieler darin, immer wieder mal in unterschiedlichen Konstellationen zu spielen. Mit anderen Mitspielern und selber auch in unterschiedlichen Rollen.


    Ohne auf deine Frage explizit einzugehen würde mich erstmal interessieren, ob du das als Trainer entscheidest oder ob ihr da entweder "betriebliche Übung" habt oder gar ein Konzept. Was ist bisher üblich?

    Es gibt keine Vorgabe, aber bislang war die Trennung nach Jahrgang üblich. Wenn ich es unbedingt so durchsetzen will, dann könnte ich das für die E-Jugend schon so entscheiden. Aber gegen Widerstände etwas durchsetzen will und werde ich nicht machen. Wenn ich den Rest des Vereins (vor allem den Jugendwart) davon nicht überzeugt bekomme, dann werde ich es (leider) so lassen wie es war.


    So gut es gemeint und von deiner Seite durchdacht ist, spätestens beim Punkt „ich lasse einige spielstarke Jungs in der E2“ wirst du Probleme mit den Eltern bekommen „Warum mein Sohn und nicht ….“. Das Problem bekommst du immer im Breitensport wenn du nach Leistung einteilst. Mit der Jahrgangseinteilung sparst du dir ne Menge Stress.

    Ja, das ist vorstellbar. Ich dachte eigentlich, dass falls es zu sowas kommt, ich damit überzeugen könnte, dass der Sohn/die Tochter dann auch mal zum Topspieler im Team gehören würde mit mehr Spielzeit und regelmäßig Tore schießen kann, statt wie bisher als Mitläufer nur hier und da mal einen persönlichen Erfolg verbucht

    Hi,


    in der jetzt auflaufenden Saison war ich Co-Trainer einer E-Jugend und habe die E2 bei ihren Spielen gecoacht.

    Dort wurde -bis auf eine Ausnahme- streng nach Jahrgang getrennt. Aber nur in den Spielen. Trainiert wurde zusammen.

    E1 auf dem 7er Feld Kreisklasse B, E2 auf dem 5er Feld Kreisklasse C.


    In der kommenden Saison werde ich Cheftrainer der E-Jugend sein und würde aufgrund meiner Beobachtungen gerne nicht mehr nach Jahrgang aufstellen. Ich glaube, im Verein müsste ich dafür aber Überzeugungsarbeit leisten. Ich will hier mal meine Beweggründe darlegen. Ihr könnt ja mal sagen, ob ihr das genauso seht, oder ob ich falsch liege.


    Wir sind ein Breitensport Dorfverein. Die E-Jungend hat 27 Kinder. Das Leistungsgefälle ist sehr groß. Neben ein paar DFB-Stützpunktspieler-Anwärtern haben wir ein solides Mittelfeld aus ganz-okayen Spielern, aber auch eine Menge Anfänger die keine F-Jugend gespielt haben und damit auch die Funino-Phase nicht mitgemacht haben. Technische Basics sind nur ansatzweise vorhanden (gerade mal das Passen/Schießen mit der Pike abgewöhnt). So sieht man es öfters, dass Spieler mit Übersteiger an Gegenspielern vorbeigehen, als wären es Hütchen und man es nicht wirklich "Zweikampf" nennen kann.


    Meine Bobachtung der vergangen Saison (jahrgangsgetrennt) war:

    E1

    Da bei uns jeder Spielzeit bekommt -ungeachtet der Spielstärke- stehen immer wieder überforderte Anfänger auf dem Feld. Sie wissen nicht, wie sie sich verhalten sollen und wenn sie mal den Ball haben, dann haben sie ihn maximal 2 Sekunden später schon gleich wieder verloren. Ängstliche Körpersprache, wenig Selbstvertrauen. Die Mannschaft hat das Spiel verloren und die starken Spieler sind gefrustet.


    E2 Alles gut soweit, aber Mannschaft eigentlich zu stark. Sehr viele Spiele zweistellig gewonnen.


    Ich hatte jetzt angedacht, größtenteils auf Einteilung nach Spielstärke vorzunehmen." Größtenteils" deshalb, weil ich die E2 nicht vollständig den ballstarken Spieler berauben will. Die Mannschaft soll keine Restemannschaft sein und konkurrenzfähig bleiben. Deshalb würde ich ungefähr 4 spielstärkere Spieler in der E2 belassen wollen, die das Spiel stabilisieren und den Anfängern ein geordnetes Spiel ermöglichen sollen.


    Training wäre aber weiterhin gemeinsam mit der gesamten E Jugend und je nach Übung nur teilweise in Trainingsgruppen getrennt.


    Von einer Umstellung verspreche ich mir folgende Vorteile:

    - Geringeres Leistungsgefälle innerhalb einer Mannschaft. Sowohl Mitspieler als auch Gegner eines Spielers sind eher auf Augenhöhe. Schwächere Spieler werden eher mal angespielt. So werden schwächere Spieler besser am Spiel beteiligt und besser gefördert.

    - schwächere Spieler sind nicht so überfordert und treffen auch eher auf schwächere Gegner. Dazu auch das kleinere 5er Spielfeld.

    - bisherige "Mitläuferspieler" die in der E2 verbleiben, können eine Saison lang in der Rolle als Führungsspieler spielen

    - sehr starke Spieler, die jetzt noch in der F sind und direkt in die E1 springen, wären in der kommenden Saison dann "nur noch" auf Augenhöhe mit Teamkameraden und Gegnern und könnten dann in der darauffolgenden Saison wieder Führungsspieler sein.

    - Starke Spieler werden nicht mehr so durch das "schwache" Team demotiviert (aktuell ein Problem, womöglich wechseln zwei deswegen den Verein)


    Als Nachteil sehe ich bislang nur, dass manche der "etwas" stärkeren Spieler es als Kränkung empfinden könnten, in die E2 eingeteilt zu werden.