Ich habe ein ganz ähnliches Problem, aber aus der anderen Richtung: Den Druck mache ich mir (ungewollt und unterbewusst) selbst.
Von Vereinsseite gibt es keinen Erfolgsdruck, von den Eltern auch nicht, selbst die Kinder haben (größtenteils) eine gesunde Einstellung zu Siegen und Niederlagen. Niemand nörgelt, wenn mal ein Spiel verloren geht. Niemals wurde mein Training oder meine Aufstellung/Einwechslungen bei Spielen kritisiert. Also eigentlich alles perfekt. Eigentlich.
Aber irgendwie hat es sich bei mir irgendwann so eingeschlichen, dass ich direkt vor Spieltagen so ne merkwürdige Nervosität verspüre. So ein unterbewusster Drang, dass das anstehende Spiel erfolgreich bestritten werden müsste. Ist natürlich Quatsch, aber abstellen kann ich es nicht.
Inzwischen glaube ich, dass der Grund ist, dass wir bisher überpreformt haben. Letzte Saison Staffelsieg, diese Saison im Pokal viel weiter gekommen, als erwartet. Das war nicht mein Verdienst, sondern eher dass wir guten Zulauf von neuen, talentierten Spielern bekommen haben. Aber dennoch scheint es die Psyche beeinflusst zu haben. Dass das Unterbewusstsein mun meint, die gute Serie halten zu müssen.
Richtig nervig das Ganze.
Zwar macht es mir irre Spaß, die Trainingspläne immer wieder zu optimieren und der Mannschaft die (mir) bestmögliche Entwicklung zu ermöglichen, aber diesen selbst-gemachten Erfolgsdruck muss ich irgendwie aus dem Kopf bekommen.
