Alles anzeigenHallo, das was du hier beschreibst ist sicher alles andere als gutes und Kindergerechtes Training und sicher auch nicht von DFB so gewollt, glaub da sind wir uns einig. Das "Problem" liegt hier beim Verein oder den "Trainern". Der DFB bietet genug, meiner Meinung nach, verschiedene Fortbildungskurse, viele davon sind kostenlos, es gibt Konzepte / Angebote, dass Stützpunkt-Trainer in die Vereine kommen und Schulungen für die Trainer machen, in NRW gibt es den "DFB Mobil", die Trainer können auch den Kindertrainerschein oder C Lizenz erwerben, viele Vereine übernehmen 100% der Kosten dafür, wen man in dem Verein weiter Trainer bleibt. Was ich damit sagen will es sind Angebote von DFB vorhanden, man muss es nur annehmen wollen und sich die Zet dafür nehmen. DFB kann hier keinen Zwingen nur die Angebote schaffen. Leider wird es auch solche "Trainer" wie von dir beschrieben geben, die gab es auch früher... hier hilft nur das Gespräch mit dem Verein oder den Verantwortlichen, oder es selber besser zu machen, oder wenn nichts hilft, Verein wechseln. Wie gesagt, uns wäre allen lieber, dass es solche "Trainer" und Trainings nicht gebe. Aber ich sage auch, bevor es gar keine Mannschaft gibt, nur weil es keine "Trainer" und Betreuer finden, die die Kids "trainieren", dann zumindest solches "Training" als gar keins.....
„Vielen Dank für diesen sehr sachlichen und reflektierten Beitrag! Es freut mich ehrlich, dass wir uns beim Kernproblem – dass dieses gezeigte Training absolut kinderfeindlich ist – völlig einig sind.
Du sprichst jedoch einen Punkt an, der in der Theorie wunderbar klingt, an der harten Realität der Basis aber krachend scheitert: Die angeblichen DFB-Angebote wie das ‚DFB-Mobil‘, Kurzschulungen oder Vereinsangebote.
Machen wir uns ehrlich: Das DFB-Mobil ist reine Schaufensterpolitik für das gute Gewissen des Verbandes. Da kommen alle zwei Jahre mal zwei nette Stützpunkttrainer für 90 Minuten ins Dorf gefahren, zeigen eine tolle Mustereinheit mit 15 Hütchen, verteilen Flyer und fahren wieder nach Hause. Und was passiert am nächsten Dienstag? Der ehrenamtliche Vater steht wieder völlig allein im strömenden Regen vor 14 Kindern und greift aus Überforderung wieder zum Zombieball. Einmalige PR-Aktionen lösen kein strukturelles Qualifikationsproblem!
Und zu den Kosten der C-Lizenz: Dass manche Vereine die Kosten erstatten, ist löblich – aber die Hürde ist doch nicht nur das Geld. Der zeitliche Aufwand von bis zu 160 Lerneinheiten, gekoppelt mit starren Präsenzzeiten in weit entfernten Sportschulen, ist für voll berufstätige Mütter und Väter, die das im Ehrenamt nebenbei machen, schlichtweg unmöglich zu bewältigen! Solange der DFB diese Ausbildung nicht volldigitalisiert als zeitunabhängiges Online-Modell anbietet und die Praxis dezentral vor Ort prüft, bleiben diese Angebote für die Masse ein theoretisches Konstrukt.
Deinem letzten Satz muss ich aus sportlicher Sicht vehement widersprechen: Die Einstellung ‚Lieber ein schlechtes Training als gar kein Training‘ ist die absolute Urkatastrophe für unsere Kinder und die Wurzel unseres Talent-Kollapses!
Ein schlechtes, unstrukturiertes Training, bei dem 8-Jährige 35 Minuten in der Warteschlange stehen, durch Zombieball die Lust am Fußballdribbling verlieren und vom Übungsleiter im Abschlussspiel eiskalt umgedribbelt werden, fördert die Kinder nicht – es verbrennt sie! Ein solches Training sorgt dafür, dass die talentierten und motivierten Jungs nach einem Jahr frustriert die Segel streichen und zum Handball oder Tennis abwandern. Wenn wir den Anspruch an Qualität komplett aufgeben, nur damit überhaupt eine Truppe gemeldet ist, verwalten wir an der Basis nur noch den kollektiven Niedergang. Wir brauchen keine Hütchenaufsteller, wir brauchen qualifizierte Begleiter für unsere Kinder!“
Hier habe ich andere Erfahrungen gemacht. Zu DFB Mobil, war bei uns im "Dorf-Verein" schon 3 Mal in den letzten 2 Jahren, wenn wir ihn öfters bräuchten, könnten wir auch öfters "buchen" man muss sich nur rechtzeitig dafür kümmern. Die Inhalte die die beiden Trainer vermittelt haben, waren sehr praxis nah, verständlich und sehr gut und relativ einfach mit wenig Aufwand im Trainingsalltag umsetzbar. Alle Trainer die dabei waren haben für ihre Trainings und die jeweilige Fragen, Antworten und Tipps bekommen, wie gesagt die haben sich wirklich Zeit genommen und sind auf die Fragen eingegangen und haben Lösungsansätze und Tipps an die Hand gegeben. Die beiden Trainer waren sehr "Bodenständig" und haben ganz genau gewusst mit welchen "Alltagsproblemen" wir zutun haben und wie gesagt waren sehr nah an der Basis! Vielleicht haben wir nur Glück gehabt und wo anders läuft es anders ab, kann nur aus meinen Erfahrungen berichten. Bei meinen C-Schein, habe ihn 2022 gemacht, da war noch die "Corona Zeit" gerade vorbei, da habe ich sowohl online wie auch Präsenz Tage gehabt, ist bis heute so bei uns im Kreis. Ja war etwas Zeitintensive aber durchaus machbar, wenn man es den will. Dei Lehrinhalte waren super, hatte wohl auch hier Glück mit dem Dozenten, er hat es wirklich sehr gut gemacht und ich als Ehemaliger Kreisligaspieler in den späten 90er Anfang 2000er und dann als "Papa Trainer" konnte viel für mich mitnehmen und lernen, was ich dann in meinen Trainings anwende. Die Kurzschulungen sind unterschiedlich manche sind gut manche weniger, aber das sind dann auch Kurzschulungen. Aber wie erwähnt, das ganze hängt sicher sehr von den jeweiligen "Dozenten" die die Schulungen, Weiterbildungen, Kurse leiten und von denen die diese Angebote wahrnehmen. Die Frage ist wie kommen wir dahin dass wir an der Basis die engagierten "Elterntrainer" Jugendliche, Rentner usw.. dazu bekommen diesen Trainer Job zu machen, dass sie sich weiterbilden und wir dann in jeder Dorfmannschaft, genug gute Trainer haben die gutes und Kindegerechtes Training anbieten. Und ich bleibe dabei lieber etwas unprofessionelles Training, als gar keins! Kinder brauchen Bewegung, Sport und wenn der Ball dabei ist dann um so schöner und besser! Bleibt sportlich! ![]()
