Beiträge von golfstrom

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    IM Breitensportbereich funktioniert die Querfinanzierung genau umgegehrt. Dort wird in der Jugend eingenommen , damit die aktiven Herren auch mal eine Tor-Prämie bekommen und ddas Trainerteam r ordentlich bezahlt werden für den gleichen Aufwand wie ein Jugendtrainer. 2 x Training und Spiel am WE.

    Auch in den NLZ zahlen die Eltern Beiträge und die Mannschaftskasse und es wird auch gut eingenommen bei den Heimspielen und eine Kasse geführt. Hier sind die Eltern natürlich nicht kleinlich und zu den Spielen kommen auch genug Zuschauer, da wird nebenbei mal 100-200 EUR eingenommen durch den Verkauf von Brezeln, Kuchen, Kaffee usw....man sollte das nicht unterschätzen. Ist auch natürlich eine Art Querfinanzierung durch die Eltern der Spieler. Be

    i ca. 20 Heimspielen kommt da auch was zusammen.

    So sieht es meist aus.


    Mittelgroße Fussballvereine haben in der Regel zwischen 10 und 15 Nachwuchsteams mit jeweils 10-20 Spieler/Spielerinnen. Da kommen also um die 300 Mitglieder insgesamt zusammen mit jeweils Mitgliedsbeiträgen von 100-150€ jährlich. Also zwischen 30.000 und 45.000 € spielen diese Teams ein für den Verein. Die Ausgaben für die Nachwuchsteams sind aber normalerweise deutlich geringer. Trikotsätze werden häufig gesponsort, Trainer sind oft Väter und machen dies komplett unentgeldlich oder bekommen maximal Kilometergeld für Auswärtsfahrten. Ausflüge/Events werden häufig aus Mannschaftskassen bezahlt etc.

    Diese Teams haben häufig Ausgaben von unter 10.000 €jährlich.


    Der Rest wird sehr häufig für die Herrenteams genommen, um dort "Aufwandsentschädigungen" für Trainer und Spieler zu bezahlen, Prämien zu bezahlen, Vereinsbusse anzuschaffen, die in 90% der Fälle nur durch die Erwachsenenteams genutzt werden, weil bei den Nachwuchsteams die Eltern fahren, und weiteres zu bezahlen.

    Deine Spielweise geht nur auf wenn du schnelle Innenverteidiger hast, die in der Lage sind schnell zurück zu eilen und die Situation zu entschärfen.


    Ansonsten sollte dein Fokus auf eine ausgewogene taktische Aufstellung liegen.

    Kick & Rush ist eigentlich relativ einfach zu verteidigen.

    Ich denke, dass die Wettkampfform "Ligaform" nicht der ausschlaggebene Punkt ist, weswegen wir in bestimmten Bereichen Probleme haben.

    Das wird mir zu sehr überschätzt.


    Aus meiner Sicht, sollten im G- bis E-Bereich Funinospielformen im Turniermodus jeweils gespielt werden, wobei es wichtig ist, dass von der G- aufsteigend bis zur E-Jugend die Spielfelder größer werden und die Anzahl der Mitspieler auch größer wird.

    Könnte mir vorstellen im G-Bereich 3 gegen 3, F-Bereich 4 gegen 4 und im E-Bereich 5 gegen 5.


    Im D-Jugendbereich sollte das Kleinfeld mit Torwart als Spielfeld genutzt werden im 7 gegen 7 und in der Wettkampform Ligamodus.

    Ab der der C-Jugend dann nach wie vor das Großfeld mit der Wettkampfform Ligamodus.


    Dies hätte den Vorteil, dass in den Altersklassen G- bis E-Bereich wirklich die individuelle Entwicklung der Kids im Vordergrund steht, wenig Taktik, viele 1 gegen 1 und viele Ballkontakte, ohne dass aber die schwächeren Spieler ausgeschlossen werden. Durch den Turniermodus wird nicht ständig auf Tabellen geschaut und Ergebnisse/Resultate werden trotzdem erzielt.

    Aber der D-Jugend kann dann auch positionsspezifisch und taktischer gearbeitet werden.

    Uruguay 3,4 Mio Einwohner.
    Tunesien 11 Mio Einwohner
    Serbien 6,5 Mio Einwohner
    Alle zusammen haben mal bissl mehr Einwohner als NRW.

    Eine taugliche Nationalmannschaft zusammenzustellen hat wenig mit der Anzahl der Einwohner zu tun, sondern es dreht sich alles um die Förderung der Eliten, also der Spitzentalente. Nationalmannschaften aus Ländern wie Dänemark, Uruguay, Schweden, Kroatien oder Portugal hatten bereits große Erfolge feiern können, obwohl diese Länder maximal 10 Mio Einwohner haben und teilweise keine internationalen Topligen besitzen.

    Was viel wichtiger ist, ist der Aufbau der Fussballsysteme in den jeweiligen Ländern und die Systematik der Talentförderung. Deutschland ist das Land weltweit mit den meisten aktiven Fussballern und dem größten Vereinsligensystem. Hier wird in jedem Dorf quasi aktiv Fußball in Vereinen gespielt und das ist in dieser Form maximal noch in England präsent. Daraus hat Deutschland in der Vergangenheit gut profitiert und zahlreiche Erfolge herausgeholt - nicht umsonst gehört unsere Nationalmannschaft zu den Top3 der erfolgreichsten Nationalteams in der Geschichte des Fussballs.


    Und wir produzieren nach wie vor zahlreiche gute Fussballer - was wir derzeit hinterfragen müssen ist, ob wir unsere Spitzentalente im Alter zwischen 13 und 18 Jahren richtig fördern. Aus meiner Sicht trainieren wir in diesen Altersklassen zu wenig spezifisch. Die Talente werden eher rundum trainiert und weniger für bestimmte Aufgaben auf dem Feld trainiert. Deswegen haben wir kaum noch starke Stürmer, kaum noch starke Torhüter, kaum noch starke Dribbler oder Außenverteidiger. Wir besitzen kaum noch Spieler, die wirklich herausragende spezifische Fähigkeiten besitzen aber allesamt relativ gut allgemein trainiert sind. Also gut passen können

    Du musst dir anschauen wie weit dein Team in der Entwicklung generell schon ist. Wenn es dem Alter entsprechend auch gegenüber der Konkurrenz schon sehr weit fortschgeschritten ist in der technischen Entwicklung und so schon sehr detaillierte taktische Details in Übungsformen trainieren kannst, dann würde ich das Training auch mehr in taktische Richtung lenken.

    Ich denke hier vor allem an Spielformen - 3-Farbenspiel um Über- und Unterzahlsituationen zu trainieren.

    Verschiedene Rondoübungen um gruppentaktische Verhaltensweisen zu trainieren, Spielaufbau, Anlaufverhalten etc.


    Wenn dein Team sich eher im Kreisklasseniveau befindet, sollte der Fokus im Training die weitere technische Ausbildung sein.

    Alles Taktische steht und fällt mit der technischen Ausbildung der Spieler. Ist der erste Kontakt schlecht, wird kein Spiel auf engem Raum möglich sein, ist die Passtechnik unsauber wirst du keine Über- oder Unterzahlsituationen sauber ausspielen können.

    Was der Fußball am ehesten von anderen Sportarten lernen kann ist der Umgang miteinander und Fairness. Ich kenne keine andere Sportart in der die Fankultur dermaßen vom Erniedrigen des Gegners lebt. In der das Anfeuern des eigenen Teams eher im Hintergrund steht und das Erniedrigen des gegnerischen Teams im Vordergrund.


    Dazu Fairness im eigenen Spiel.

    Dazu mal hier ein paar Schlagworte, die du in der Masse am meisten im Fussball findest:

    Theatralik, Provozieren, Trash Talk, Schinden, Schiedsrichterbashing.


    Natürlich geht es im Fußball um deutlich mehr Geld als in vielen anderes Sportarten. Aber die von mir vorher genannten Schlagwörter sind auch im Amateurfussball und oftmals im Nachwuchsfussball gängig.

    Und Geld kann nicht als Entschuldigung herhalten für all diese Sachen.


    Ich wäre für die Einführung eines Ehrenkodex im Fussball, deren Nichteinhaltung auch massiv sanktioniert wird.

    Die Einführung bestimmter Regeln auch aus anderen Sportarten könnten unterstützen den Fussball fairer zu machen.

    Hier mal ein paar Beispiele:

    1. Mit dem Schiedsrichter reden nur die Kapitäne

    2. Die Diskussionen der Schiedsrichter untereinander sind im Stadion und TV zu hören

    3. Nettospielzeit 60 Minuten und stoppen der Uhr bei jeder Unterbrechung

    4. Zeitstrafen von 5min während des Spiels beim Brechen des Ehrenkodex und gelbe Karte

    5. Massives Sanktionieren der Vereine bei Fehlverhalten der Fananhänge

    Wir rekrutieren die Trainer in aller Regel in der G-Jugend aus der Elternschaft. Also wir haben in der G-Jugend seit Jahren einen festen Trainer und eine Betreuerin, welche die Kinder betreuen und mittels Events etc. versuchen aus der Elternschaft die Trainer dieses Jahrgangs zu rekrutieren. Das gelingt in der Regel bei uns sehr gut.

    Hey,

    ich sehe es wie einige meiner Vorredner. Im G-E-Bereich ist es nicht zwingend erforderlich, dass die Trainer selbst gespielt haben.

    Aber es ist definitiv vom Vorteil und ich empfehle jedem hier ganz klar Leute zu suchen, die selbst auch halbwegs passabel spielen können.

    Wenn absolute Antifussballer die Kinder trainieren, wird das Training mehr eine Betreuung darstellen. Es werden keine Korrekturen durchgeführt werden können, es wird nicht richtig gezeigt werden können usw. Gerade jüngere Kinder lernen viel durch vorzeigen. Also im G- bis E-Bereich muss auch viel einfach mal richtig gezeigt werden.


    Bei älteren Kindern und Jugendlichen ist es definitiv vom Vorteil, wenn die Trainer auch selbst zumindest kurz mal was zeigen können. Das wird die Akzeptanz des Trainers und dessen Autorität massiv stärken.


    Deswegen ganz klar meine Empfehlung, wenn ihr keine Fussballer oder ehemaligen Fussballer habt, und das sieht man in der Regel bei einer Runde Eltern-/Kind-Fussball, dann wird euch sicherlich nichts anderes übrig bleiben als Antifussballer als Trainer zu nehmen. Aber erwartet dann nicht allzuviel von den Trainern. Rein mit der Theorie werden die Kinder keine richtig guten Fussballer.

    Mit Fussballern oder ehemaligen Fussballern wird die Wahrscheinlichkeit deutlich steigen, dass sie Kinder auch trainieren können, ihnen die Dinge richtig zeigen können und Fehlverhalten auch korrigieren können.

    Interessante Diskussion:

    Ich kenne die Thematik aus 10 Jahren Trainer im E- und D-Bereich. Es hängt aus meiner Sicht viel von dem Kind selber ab. Wie ist die Motivation, wie beweglich ist das Kind und wie regelmäßig nimmt das Kind am Training teil. Wenn es möglich ist, dann teile ich die Gruppe in den Übungen auf und teile das Team nach Stärke ein. Dann gibt es leichtere und schwerere Übungen.

    Viel macht die Agilität eines Kindes aus. Wenn das neue Kind schnell und beweglich ist, wird es durch entsprechende Einsatzfreude auch schnell mithalten können. Das Technische kann man auch durch Einzelübungen schnell aufholen - Passen gegen eine Wand als Bsp.

    Ansonsten gefällt mir die Idee mit einer Auffangmannschaft gut

    Die rekrutierten Trainer*innen

    Was für Trainer sind es denn? Dass würde mich mal interessieren. Aus den Vereinen aus meiner Umgebung weiß ich auch, dass man immer wieder mal Trainer findet, in der Regel sind es aber welche, dessen Kinder in der Mannschaft spielen. Vereinzelt kommen dann auch Trainer dazu, die einfach schon seit zig Jahren dabei sind und nie aufgehört haben
    Und klar gibt es auch die, die einfach bock drauf haben, engariert sind, was für Gründe auch immer dahinter stecken, völlig egal.

    Nur muss man ja solche erstmal dazu bekommen, überhaupt anzufangen und da scheinen ja einige Vereine Probleme zuhaben. Und da wird es bei jedem Verein unterschiedliche Probleme geben, aber ein Problem ist nun mal auch oft die Aufwandsentschädigung.
    Am Ende ist es auch eine Frage danach, auf was für eine Qualität an Trainer man setzt

    Die Trainer, welche in der G-Jugend bei uns trainieren, sind Vereinsurgesteine. Die dann rekrutierten Kinder sind natürlich Väter der G-Kids, die dann mitgehen mit ihren Kids.

    Man sollte sich von zweistelligen Niederlagen im Nachwuchsfußball nicht blenden lassen. Kinder/Jugendliche lassen meist nach Rückständen von 4-5 Toren gewaltig den Kopf hängen und zeigen deutlich weniger Einsatz, während die führende Mannschaft meist euphorisiert weiter nach vorne spielt und teilweise besser spielt als anfangs des Spiels.


    Ich bin auch der Meinung, dass die Diskussion um Dreier- und Viererkette überbewertet wird.

    Es geht meist darum, wie man als Team verteidigt! Es muss also beobachtet werden, ob ALLE mit verteidigen oder nur gewisse Spieler oder Mannschaftsteile. Geschieht die Abwehrarbeit in Abstimmung oder verteidigt jeder für sich.

    Mit welcher Intensität wird verteidigt und auf welcher Höhe wird verteidigt.

    Da ist es erstmal egal ob wir von 4er-Kette oder 3er-Kette sprechen. Das sind elementare Dinge, die in allen Formationen eine Rolle spielen.


    Bei deiner Schilderung der zweistelligen Niederlage gehe ich von viel zu hoher Abwehrarbeit bei gleichzeitig nicht geschlossener Abwehrarbeit aus. Also jeder hat quasi für sich verteidigt und als Ganzes viel zu hoch

    Wir haben im G-Bereich seit Jahren einen festen Trainer und eine feste Betreuerin, die diese Jahrgänge trainieren und dabei vor allem auch Trainer*innen und Betreuer*innen rekrutieren. Das klappt bei uns ganz hervorragend ohne, dass wir unsere Trainer extra bezahlen. Die rekrutierten Trainer*innen laufen dann nach der G-Jugend mit ihren Teams meist bis zum Großfeld (C-Jugend) weiter. Erst dort fangen bei uns relativ feste Trainer an.