Beiträge von ScuBac

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    Genauso mussten wir in der E und D Jugend melden.

    Ist das bei Euch anders?

    Teilweise anders.


    E-Jugend (178 Mannschaften) wird im erster Linie nach E1 und "Rest" unterschieden. Für die 5 Spiele im Herbst gelten dabei nur regionale Aspekte.

    Für die 5 Spiele im Frühjahr werden dann zusätzlich die Ergebnisse (Tabellen ) der Herbstrunde berücksichtigt.

    Es bereinigt sich somit selbst.



    D-Jugend wird nach Meldung in Kreisliga (8 Mannschaften), Kreisklasse (37) und Kreisgruppe (69) eingeteilt. Was im Endeffekt eine Einschätzung der Stärke widerspiegelt. Wobei die schwächste Einstufung den höchsten Anteil hat und dadurch als normal gilt

    Erstaunt bin ich darüber, dass die F-Jugend mehrere 2017er an die G abgeben kann, und dies im Verein niemand zu stören scheint.


    Andersrum, also die 2017er zurück zu geben, scheint es nicht möglich.



    Mit den wenigen vorliegenden Informationen wirkt es auf mich, als ob ihr kein Verein seid, sondern jede Mannschaft ein kleiner Verein für sich.



    Wenn der Co-Trainer ein Vater eines der 2017er ist, kann er doch mit den 2017ern eine F2-Jugend gründen.


    Wenn die 2017 er Kinder 20 Minuten zu spät zum Training kommen, war da der Vater-Co auch zu spät? Wenn ja, wird's irgendwie zusätzlich bescheuert...

    Bei unserer D2 ist es genau andersrum.


    Diejenigen, die (fast) immer da sind, sind überwiegend Neueinsteiger oder schwächere Kinder, die zum Teil einfache Dinge nicht umsetzen können.


    Wir tun uns schwer mit den Ergebnissen, da ich sowohl die stärkeren Spieler einsetzen muss, um überhaupt einen Hauch einer Chance zu haben. Und das obwohl diese zum Teil eine Trainingsbeteiligung von <60% haben.

    Gleichzeitig möchte ich auch den Einsatz der wirklich schwachen Kinder im Training mit viel Einsatzzeiten honorieren.


    Und das ist bei uns in der Gegend für eine D2 nicht unüblich.

    Die guten Kinder, die immer im Training sind, sind bei der D1.

    In der D2 sind die guten "Wenigtrainierer" und die schwachen "Vieltrainierer".


    Die meisten Vereine um uns herum haben allerdings gar keine D2 und damit auch das beschriebene Problem nicht.

    Die Ideen werden in den Verbänden diskutiert und kommen teilweise vom DFB. Die Frage für mich ist, ob sie in den Bezirken und Kreisen Mehrheiten finden - und ganz entscheidend: es ist eine "Entmachtung der Trainer" - lassen die sich darauf ein?

    Bei uns im Kreis eher schwierig bis unmöglich.


    Die letzte Jugendleitertagung (zur Einführung neuer Spielformen im Kinderfußball) ist schon eskaliert...


    Aktuell spielen einige F-Jugenden eigene Spielrunden im 7:7 mit Tabellen und feiern Meisterschaften - "Die Kinder wollen das so!"

    Mein Kind spielt aktuell in der F und ein Freund aus dem Nachbarort hatte ein F-Jugend-Meister-Shirt an. Sein Team spielt in einer der privaten Ligen. Mein Kind war sehr irritiert, dass sein Team laut dem Freund "keinen richtigen Fußball" spielt.



    E-Jugenden lassen schwächere Kinder gar nicht spielen, da sie sonst aufgrund Rotation das Ergebnis und damit den Tabellenplatz gefährden. "Die sind noch nicht so weit!"



    Kurz: ich glaube nicht, dass sich hier schnell und großflächig was ändert.

    In der D wird bei uns nur das Ergebnis gemeldet, keine Ein- und Auswechslungen.

    Was sollen die Trainer denn noch alles notieren.


    Sollte ein Schiedsrichter da sein, ist es natürlich anders, aber im Herbst hatten wir in 7 Spielen exakt 0 Schiedsrichter.

    Aber selbst mit Schiedsrichter wird keine Rückwechslung dokumentiert.


    Alleine daran scheitert die Idee bereits in der Umsetzung .



    Außerdem erlebe ich derzeit in der E-Jugend, dass bei uns im Kreis durch die Einführung von verpflichtender Rotation in dieser Saison vermehrt zu beobachten ist, dass einige Teams, die bisher mit 11 Kindern zum 7:7 gefahren sind, jetzt nur mit 8 kommen. Die schwächsten Kinder hatten in diesen Teams bisher, je nach Spielverlauf, manchmal 25 manchmal 5 Minuten Spielzeit. Jetzt haben sie 0 Minuten Spielzeit.



    Ich möchte damit nicht sagen, dass die Idee nicht gut ist. Ich befürchte jedoch, dass eine Verpflichtung von Spielzeit ziemlich schnell "umgangen" wird, oder entsprechend als zusätzliche Bürokratie bei den Trainern landet.

    Meiner Erfahrung nach kann ein richtig gutes Kind in der F schon einen Unterschied ausmachen.


    Wenn in einem Team dann 2, 3 oder mehr gute Kinder zusammenkommen, dann wird's manchmal deutlich. Da kann der Trainer in der F aber häufig überhaupt nichts dafür. Weder bei den Siegern, noch den Verlierern.


    Wenn die guten Kinder dann auch auf ihren Lieblingspositionen durchspielen, dann kann es noch deutlicher werden.


    Die normalen Kinder werden von den guten Kindern ständig unter Druck gesetzt, verlieren den Ball und schon gibt's ein erneutes Gegentor.

    Weder die guten, noch die normalen Kinder lernen an diesem Tag irgendwas, das ihrer fußballerischen Entwicklung hilft.



    Da kann ich aus eigener Erfahrung nur empfehlen, sich gerade für Freundschaftsspiele immer Gegner auf ähnlichem Niveau auszusuchen.

    Und im Vorfeld würde ich mit dem anderen Trainer trotzdem eine Exit-Strategie für unerwartet deutliche Ergebnisse vereinbaren. Z.B. Anzahl der Spieler verändern, Teams mischen, Regeln für die besseren Spieler etc.



    Ansonsten sollte in der F-Jugend eigentlich niemandem ein 4+1 besonders beigebracht werden, sondern die individuelle Ausbildung sollte im Vordergrund stehen. 1:1, Ballkontrolle etc.





    Übrigens:

    Bei den Erwachsenen würde wahrscheinlich niemand auf die Idee kommen, nach einem Spiel zwischen einem Bundesligisten und einem Dorfverein den Trainer des Dorfvereins in Frage zu stellen, egal wie das Spiel ausgegangen ist.

    Bei manchen Aufgaben mussten wir z.B. auch das Video kommentieren, wenn ich mich richtig erinnere. Oder die eigene Motivation beschreiben.


    Z.B. was sagst du zu XY? Was bedeutet für dich XY?


    Allerdings gibt es da kein richtig oder falsch. Evtl weißt dich der Ausbilder auf eine bessere Alternative hin.

    Danke :)

    Bei uns im Württenbergischen Fussballverband WFV gibts 2 Präsenzblöcke und 3 Onlineblöcke. Sind wohl 40 Lerneinheiten. Nur was das zeitlich bedeutet (die 40 Lerneinheiten) weiß ich nicht.

    Daher würde mich eben interessieren, ob jemand weiß, wieviel Zeit man für die Onlineblöcke investieren muss.

    Ist das relativ locker neben Beruf, Familie, Haus etc. machbar oder kosten die Blöcke jede Minute an Freizeit… ;)

    Natürlich kostet es einen gewissen Zeitinvest. So wie jedes Hobby.

    Kommt eben sehr auf die individuellen Möglichkeiten und Prioritäten an.


    Ich fand den Aufwand zumindest für mich nicht besonders belastend.



    Eine der Aufgaben war z.B. einen Podcast zu hören. Oder ein DFB-Lehrvideo zu schauen. Oder ein Training vorzubereiten.

    Das habe ich dann in der S-Bahn auf dem Arbeitsweg tatsächlich "nebenbei" erledigt. Die Zeit nutze ich ohnehin tendenziell für "Fußball-Sachen".

    Oder halt abends, wenn die Kinder im Bett und die Frau beim Sport ist, könnte ich mich auch oft an den Online-Teil setzten.


    Wenn jemand jedoch keinerlei Zeitfenster mehr hat, dann hat man natürlich auch keine Zeit dafür.

    Wir sind in der Regel zu zweit.


    Ein Trainer holt sich ab und zu einen einzeln Spieler aus der Übung und gibt direkt Tips, wenn es ein Kind gar nicht kann, oder es wesentlich besser kann und den nächsten Schritt als Impuls braucht.

    Der andere Trainer erarbeitet mit der Gruppe eher generelle Verhaltensweisen in der jeweiligen Übung.



    Meine Lieblingsspielform fürs 1:1 frontal ist z.B. 3vs3 auf Dribbel-Linie, mit Ruby-Regel, also Pässe nur nach hinten.

    Funktioniert in der jungen D nach kurzer Eingewöhnung ganz gut, dass sie häufig ins offensive Dribbling gehen.

    Wenn ich die Defensive trainieren möchte, dann Coache ich eben ausschließlich die und lasse im Anschluss entsprechend auch das 1:1 in einer Übung laufen und versuchen es zu verbessern.


    Natürlich gibt es wahrscheinlich hunderte bessere Ideen und Varianten. Aber da ist bei uns zumindest Zug drin und ich habe zwangsläufig viele 1:1- Situationen.

    Zum einzelnen Individuen Coaching machen wir das entsprechend mit Rotationsspielern und holen die Jungs und Mädels einzeln raus.


    Wie gesagt: für uns (schwache D) ist das okay und die Kids werden auch besser. Aber es ist ein langer Weg, den nicht jedes Kind im gleichen Tempo mitgehen kann.

    Und manche laufen im Spiel trotzdem noch immer kopflos auf den ballführenden Gegenspieler...



    Für die Offensive fehlt bei euch entweder das Auge für den freien Raum oder die Lust/Aktivität in diesen Raum zu laufen.


    Gibt wahrscheinlich auch 1000 Möglichkeiten das zu verbessern.

    Am Anfang genügt vielleicht erstmal jedes Überzahlspiel um die Räume zu verdeutlichen und leichter erkennbar zu machen.

    Z.B. Dreifarbenspiel 2:2:2. Dann sind es immer 4:2 in der Überzahl und die Kinder sollten die freien Räume deutlich einfacher erkennen können, als z.B. beim 5vs5.

    Oder du fängst bei 2vs1 offensiv an. Dann kann dem Ballempfänger relativ schnell ganz gut gezeigt werden, wo er nicht Anspielbar ist, und wo er eine Hilfe für den ballführenden ist. Abstand zum Ballführenden, Deckungsschatten etc. kann man als wesentliche Voraussetzung super erleben lassen.

    In der D-Jugend im niederklassigen Bereich ist es häufig so, dass der Verteidiger relativ ungestüm auf den Angreifer zu rennt, dieser dann einfach den Ball vorbei legt und der V dann nur noch hinterher schauen kann.


    Mir stellt sich jetzt die Frage wie man das 1vs1 defensiv jetzt speziell schulen kann. Welche Coachinghinweise gebt ihr? Wie forciert ihr bspw das nach außen drängen usw.?

    Lass sie die Vorteile in der Übung und der Spielform im Training erleben, und: Coache nicht zwischendrin plötzlich den Angreifer. Fokus auf den einen bestimmten Teil des defensiven 1:1.

    Verzettel dich am Anfang nicht in allen möglichen Einflussfaktoren.


    Wer am Anfang noch breitbeinig frontal auf der Angreifer zu rennt, für den ist es vielleicht zuerst wichtig, rechtzeitig vorher den rückwärtsgang einzulegen und das Tempo des Angreifers zu verzögern.


    Wer schon eine Seite anbietet, der muss vielleicht lernen, den Abstand zum Angreifer zu verbessern.


    Wer den richtigen Abstand hat, kann schon lernen, wie man den Körper zwischen Ball und den Angreifer bekommt, um den Ball letztendlich zu erobern. Wer noch breitbeinig auf den Angreifer zuläuft, dem bringt das Coaching der Balleroberung eher nicht so viel.



    Was ich sagen möchte: arbeite heraus, was genau euch bei den meisten Kindern fehlt, und an welchem Punkt ihr in dem Ablauf der guten Verteidigung steht .Und dann mach mit den Kindern einen Schritt nach dem anderen.




    Genauso in der Spieleröffnung:

    Fehlt es beim Außenverteidiger an der Vororientierung oder an der Ballmitnahme (mit dem richtigen Fuß) in den richtigen Raum, bringt sich damit häufig in eine Drucksituation und kann gar keine Anspielstation mehr haben.

    ScuBac Bin ich komplett bei dir. Ich finde die Formation nicht uninteressant, aber das was du ansprichst, spielt natürlich alles in die Welt 'Wie spiele ich die Formation aus?' Wenn ich ein total schlechtes defensives 1:1 habe und das nicht erkenne, stelle ich womöglich noch auf Viererkette um. Dann fehlt weiter vorne noch ein Kind und wenn sie einfach ein schlechtes Stellungsspiel haben, ist bei 4 Abwehrspielern die mittlere Schnittstelle womöglich erst so richtig offen und man kassiert noch mehr Gegentore.


    Was mich an diesem 1gegen1-trainieren immer etwas stört, dass das ja sehr vielfältig ist und dass es gar nicht unbedingt in jeder Spielsituation in einem Wettbewerbsspiel darum geht, den Ball auch erobern zu müssen. Es geht ja teilweise auch erstmal darum den Gegenspieler mit dem Ball einfach nicht vorbei zu lassen und in ungefährliche Bereiche abzudrängen. Solche Szenarien kommen aber in den typischen Feld-Wald-und-Wiesen-1gegen1 Übungsformen ja überhaupt nicht vor. Auch ist das Stellungsspiel in den Halbspuren zum Gegenspieler ja auch ein ganz wichtiger Punkt. Im der trivialen Übungsform wird dann manchmal noch gecoacht, den Gegenspieler auf seinen schwachen Fuß zu leiten und ihm etwas die Seite zu öffnen. Macht ein Kind das aber in der Halbspur oder der Außenbahn, macht es dem gegnerischen Kind ja womöglich den kompletten Weg zum Tor auf. Und dann klingelt es ohne Ende.


    Ich denke das ist genau das, was du zurecht ansprichst und thematisierst. Das bekommt man aber meiner Meinung nicht abgestellt, wenn man als Trainer einfach nur stumpf irgendwelche 1gegen1 Übungen macht. Ich will gar keine Werbung speziell oben für die Seminare machen. Vielleicht bieten andere auch sowas an. Vielleicht findet man auch etwas bei youtube oder advance football. Geht mir eher darum, dass das Thema einfach deutlich vielfältiger ist, als es in den typischen Übungsbeispielen immer suggeriert wird.

    Ich bin voll bei dir.


    Gleichzeitig finde ich, dass man auch hier vom einfachen zum schweren gehen kann.

    Mir ging es auch nur um einen möglichen Schwerpunkt.


    Zuerst lerne ich das 1:1 in seinen vielen Facetten.

    Wenn das sitzt, dann kommt der 2. Angreifer oder Verteidiger dazu.


    Als Beispiel:

    Wenn 3/4 der Kinder zu ungestüm ins 1:1 gehen, dann hilft es nicht, wenn der zweite V weiß, in welchem Raum er unterstützen kann, aber auch er zu ungestüm ins folgende 1:1 geht.

    Dann dribbelt der "10er" vom Gegner eben einfach 3 Kinder nacheinander aus und ist eigentlich nie wirklich unter Druck.


    Daher meine Idee, die einzelnen Bausteine so zu lernen, bis es halbwegs gut sitzt. Dann den nächsten Schritt ... usw.


    Aber alles was Du sagst hat natürlich auch seine Berechtigung.

    Auch wenn es in eine andere Kerbe schlägt:


    In der D-Jugend im niederklassigen Bereich ist es häufig so, dass der Verteidiger relativ ungestüm auf den Angreifer zu rennt, dieser dann einfach den Ball vorbei legt und der V dann nur noch hinterher schauen kann.


    Wenn deine Kinder im 1:1 defensiv individuell schwach sind, hilft dir keine Antwort der Formationsfrage weiter.

    Es wird sich immer ein Gegenspieler relativ einfach im 1:1 durchsetzen können. Entweder dann in der Mitte aufs Tor laufen, oder von der Seite einen anderen Spieler in der Mitte bedienen können.



    Zumindest defensiv sehe ich in der D-Jugend als ersten Ansatzpunkt eigentlich immer das bessere individuelle Zweikampfverhalten in den unterschiedlichsten Situationen zu erlernen.

    1:1 frontal, seitlich, hinter dem Gegner, im Zentrum oder außen etc.

    Dann das in Unterzahl 1:2 üben, damit der Spieler lernt, den Angreifer zu isolieren.

    Gerade für die Stabilität in der Defensive gibt es normalerweise in dem Alter so viel individuelles zu lernen, bevor es entscheidend wird, ob man 3-3-1 oder 2-4-1 oder irgendwas anderes spielt.



    Wenn bei euch jeder besser das 1:1 verteidigt und ihr dadurch bereits im Mittelfeld mehr Bälle erobern könnt, ist der Weg nach vorne auch nicht mehr so weit, um sich Chancen herauszuspielen.

    Hatte ich in der G, in der F, in der E...

    Immer mit durchgezogen und regelmäßig versucht irgendwie zu triggern.

    Beim Training halte ich es seit längerem wie Goodie : eher an den mittleren orientieren. Der Junge ist sozusagen unauffällig mit durchgelaufen.

    Wenn er auf dem Platz steht, sind wir trotzdem sozusagen in Unterzahl.


    Inzwischen ist es so, dass der Junge in der D zumindest im Spiel immer wieder mal aktiv ist. Rein technisch ist er ja nicht schlecht. Er ist einfach überwiegend zu passiv und zurückhaltend.


    Ich hoffe, das wird in den nächsten Jahren noch mal besser mit der Aktivität, dann wird's für unser Niveau ein brauchbarer Kicker.


    Und wenn er nicht aktiver wird, hört er vielleicht auch auf.

    Hallo, findet ihr es normal das man in der C-Jugend älterer Jahrgang keine Hallenturniere spielt?

    Wen meinst du mit "man"?


    Das ein Trainer keine Hallenturniere spielen möchte?

    Das ein Spieler keine Hallenturniere spielen möchte?

    Dass es in eurer Gegend keine Hallenturniere für C-Jugend gibt?

    Es ist immer so leicht sofort mit der Welle mitzuschwimmen und eine spielform zu verteufeln, mit der wir Jungs rausgebracht haben, die 3 mal Weltmeister geworden sind.

    Eines vorweg: wieviel Kinder auf dem Spielfeld stehen ist m.E. nach egal.

    Es geht lediglich darum, die Anzahl der nicht aktiven ballfernen Spieler zu reduzieren.

    Die könnten in der Zeit auch was mit Ball machen.


    Nun zu der Aussage mit den Weltmeistern:

    Falsch. Es war 1 mal. Sofern du auf die ersten drei deutschen Weltmeisterschaften anspielst.


    Die eine Generation war mit 8 oder 9 Jahren während der Kriegsjahre überwiegend in zufälligen Mannschaftsgrößen unangeleitet auf Hinterhöfen unterwegs.

    Die andere hat Anfang der 60er Jahre, sofern sie mit 8 oder 9 überhaupt organisiert Fußball gespielt haben, in weiten Teilen Deutschlands 11:11 gespielt.


    Unabhängig davon spielen die F-Linge unseres Vereins in der Schule im Pausenhof teilweise im 13:14 gemischt mit Bambinis und E-Jugendlichen auf einem 15*25m-Feld auf 1,2x2m-Tore. Also ungefähr so, wie die Weltmeistergeneration '54.

    Es macht ihnen Spaß. Sie machen es jeden Tag wieder.


    Soll man 11:11 spielen, weil es die Weltmeister '74 gemacht haben?

    Soll man den Pausenhof auf den Spielbetrieb übertragen, weil es den Kindern Spaß macht?

    Wären die Spieler 2002 oder 2006 Weltmeister geworden, wenn sie Anfang der 90er in der F-Jugend schon 3:3 und 5:5 gespielt hätten?

    Die Frage, warum er nicht im NLZ trainiert und spielt, bleibt komischerweise unbeantwortet, bzw. wird umschifft.



    Natürlich kann jedes Elternteil mit seinem Kind machen was es möchte. Und wenn es 8h wöchentlich im Auto zu diversen Trainings oder nur noch Familienurlaub im Fußballcamp bedeutet, dann ist das so.


    Es gibt Weltmeister, die erst mit 24 mit ihrem Sport anfangen (Laura Philipp) und Olympiasieger, die mit 12 schon ins Sportinternat ziehen (Darja Varfolomeev).


    Es gibt weder hier noch da eine Garantie, dass das Ziel damit erreicht wird.

    Nicht jeder, der mit 24 Schwimmen lernt wird Ironman Weltmeister und nicht jeder, der mit 12 im Internat sitzt wird Olympiasieger.


    Ob ein 10-jähriger den Aufwand drumherum richtig einschätzen kann, bzw. ob die Eltern, wenn er mit 16 plötzlich doch z.B. E-Sportler werden möchte, dass einfach abnicken und sagen: okay, super, es war eine tolle Zeit im Auto 👍, weiß ich nicht

    Wenn die Sperre gültig ist und ohnehin nichts mehr geändert werden kann, dann nehmt es hin.

    Mit dem alten Verein möchtet ihr eh nichts mehr zu tun haben.


    Andernfalls:

    Lass den neuen Verein die Kommunikation mit dem alten Verein führen. Dann werdet ihr sehen, ob es erfolgreich ist.