Beiträge von let1612

    Mal sehen, was danach passiert. Der kicker hat dazu ein Interview mit dem NLZ-Leiter der Mainzer Kersting geführt.

    "Klar, die fehlenden Teamtrainings hemmen die Talente in der Entwicklung. Dennoch denkt Kersting, dass aufgrund geringerer finanzieller Mittel möglicherweise mehr Spielzeit für die Hochbegabten bei den Profis drin sein könnte."

    Antwort des FCA: "Hi Markus! Danke für Deine Rückmeldung! Bei dem Trainingsprinzip gibt es keine direkte Verbindung zum Fußballspiel an sich. Die kurzen intensiven Einheiten trainieren das gesamte Herz-Kreislauf-System. Sie verbessern die aerobe und anaerobe Leistungsfähigkeit beim Ausdauersport." Quelle


    Da hätte ich ein bisschen mehr erwartet.

    Ich habe gerade das Video des FC Augsburg kommentiert:

    "Hallo FCA, zuerst einmal Danke für das Angebot aus der Region mit dem sich die Kinder mehr identifizieren können als Angebote von anderen Bundesligisten. Ich habe allerdings eine Frage: warum werden die Übungen 30 sec. aktiv und mit 15 sec. Pause durchgeführt? Das sind 2/3 Übung und 1/3 Pause → das wäre bei einem 90 min. Training – 60 min. Training und 30 min. Pause. Gibt es dafür einen Grund? Orientiert sich das an der ca. 60 min. Nettospielzeit der Fußball-Bundesliga (90 min. pro Spiel)? Wäre es da nicht effizienter eine aktive Pause (z.B. jonglieren, Koordinationsaufgabe u.a.) anzubieten? Sind die 30/15 spielnah oder sind im Spiel die Belastungs-/Erholungszeiten nicht eher niedriger z.B. 20/10, wenn ich beim 2/3 zu 1/3 bleibe. Im Voraus schon mal vielen Dank für die Antwort. Markus"


    Mich würde allerdings auch eure Meinung interessieren. Was macht ihr in den Pausen? Welche Belastungs- und Erholungszeiten wählt ihr? Danke.

    HansMcMans : Handballfeld: 40x20=800m² -> 5 (4+1) + 5 = 10 Spieler -> 80m² pro Spieler; kleinste Maße eines Fußballfeldes: 90m lang und 45m breit -> eine Hälfte 45x45 -> ich nutze sie nicht ganz und spiele nur auf 40x35=1400m² -> 7 (6+1) gegen 7 = 14 Spieler -> 100m² pro Spieler. Auf dem Kleinfeld ist mehr Platz pro Spieler als in der Halle - zumindest aus meiner Sicht.

    Charles De Goal : da haben wir eine unterschiedliche Auffassung. Wenn ich jetzt im Goldenen Lernalter bin und es nicht genutzt werden kann, weil Sportverbot exisiert, dann ist das Goldene Lernalter vorbei und ich kann es nicht mehr aufholen. Das ist einfach verloren. Pech - genauso wie bei einer Verletzung. Noch dazu müsste ich wissen, welchen Entwicklungsstand hätte der Einzelne erreicht, dass ich diesen Stand einholen könnte - nachdem Entwicklung aber nicht linear verläuft, weiß ich das auch nicht.


    Wir diskutieren hier so viel z.B. über Positionsfixierung oder Ergebnisorientierung, die wahrscheinlich auch nicht entwicklungsfördernd sind und da will auch keiner anschließend etwas aufholen (vorbei, weg, Chance verpasst). Weiterhin stellen wir fest, dass die Trainer nur einen geringen Einfluß auf ihre Spieler haben, jetzt haben sie halt fast gar keinen. Die guten, motivierten spielen ohne youtube Video den Ball an die Wand und holen sich Ballkontakte.


    Ich verstehe was du meinst und die Corona Krise wird wahrscheinlich gesamtgesellschaftlich die sportlichen Aktivitäten negativ beeinflussen (weniger Bewegung, mehr Alkoholkonsum usw.), aber Zeit aufholen in der die eine oder andere Entwicklung besser geht, werden wir aus meiner Sicht nicht.

    Goodie : man kann das auch anders sehen. Lass die 2009er länger auf dem E-Feld im 7 gegen 7 anstatt 9 gegen 9, da haben sie mehr Ballkontakte und entwickeln sich individuell besser (U13 NLZ Nordcup spielen z.B. auch 7 gegen 7).

    Und ja, auch die 2009er werden gesichtet, sobald es möglich ist. Genauso wird auch in den Verbänden die Nachnominierung und der Rückzug von Mannschaften diskutiert (teilweise ist ja schon bekannt, dass sich JFGs zum 30.06. auflösen). Auch Wechselfristen sind bei den Verbänden Thema und jedem ist bewusst, dass geänderte Rahmenbedingungen auch zu flexiblem Handeln führen muss. Und ich bin froh, dass in den Verbänden es nicht nur schwarz oder weiß gibt, sondern mittlerweile auch Grautöne ;)

    Aus meiner Sicht ist die Entscheidung der bayerischen Vereine die einzig richtige und diejenige, die eine sportliche Entscheidung anstatt einer gerichtlichen oder gewürfelten gewährt und den Vereinen Planungssicherheit gibt. Und das bei höchster Flexibilität und Rechtssicherheit.

    Chris : hat schon einige Punkte angesprochen: wer kann sagen, wann es weitergeht? gibt es eine 2. Welle? Lieber eine lange Saison als 2 abgebrochene/halbe oder am grünen Tisch entschiedene.


    Bisher wird nur die Saison bis 31.08. unterbrochen, d.h. nicht, dass es keine Spielangebote dazwischen geben kann. Das hängt aber von der Staatsregierung und den Kommunen ab. Was wird hier entschieden? Das Positionspapier des DSOB hat diese 10 Leitplanken:

    - Distanzregeln einhalten
    - Körperkontakte auf das Minimum reduzieren
    - Freiluftaktivitäten präferieren
    - Hygieneregeln einhalten
    - Umkleiden und Duschen zu Hause
    - Fahrgemeinschaften vorübergehend aussetzen
    - Veranstaltungen wie Mitgliederversammlungen und Feste unterlassen
    - Trainingsgruppen verkleinern
    - Angehörige von Risikogruppen besonders schützen
    - Risiken in allen Bereichen minimierenQuelle:

    sportschau.de

    Ich kann mir da keinen Fußball vorstellen (Distanzregel und Körperkontakt)


    Hat einer schon mal eine Zahl gelesen, was unter Großveranstaltungen bis 31.08. zu verstehen ist? Ich habe noch keine Teilnehmerzahl gefunden.


    Und auch das Argument von Goodie kann ich nicht verstehen - wenn die kleinen Spielefeste machen wollen und es erlaubt ist, können sie diese machen (dann gibt es eben ein FUNino Festival). Und wenn die 2015er dazu kommen, kommen sie halt dazu. Wie man sich das im Verein aufteilt, ist jedem selbst überlassen - je nachdem was die Trainer machen wollen und die Vereinsphilosophie ist.

    Charles De Goal : ich verstehe das nicht. Warum muss im Fußball etwas aufgeholt werden? Alle spielen gerade nicht - im Verhältnis zu wem muss ich etwas aufholen? Bei dem einen geht die Zeit im Goldenen Lernalter verloren, bei den anderen in der Phase des Kraftaufbaus. Warum muss ich da etwas aufholen? Keiner kann sich gerade "eine Führung ausbauen", somit muss auch niemand etwas aufholen (auch keine Spielminuten, weil die gehen den anderen auch verloren).


    Ich höre die Argumentation auch aus den NLZs, die sich überlegen, wenn es wieder normal läuft mit Zusatztrainings (z.B. Sonntags) das aufzuholen. Es gibt nichts aufzuholen - die Jungs werden dann wahrscheinlich überlastet. Und wenn ich diese Einstellung zugrunde legen würde, könnte eine längere Verletzung gar nicht aufgeholt werden, weil die anderen in der Zeit ja weiter arbeiten und immer dieses Viertel- oder Halbjahr voraus sind.

    Ich gehe mittlerweile nicht mehr davon aus, dass eine Schulöffnung auch zur Öffnung der Sportanlagen führt. Das hat zum einen mit der Kabinensituation zu tun und zum anderen mit den Duschen (dort findet die Hauptansteckung statt - und der Regierung wird es egal sein, ob eure Kinder duschen oder nicht). Und ihr müsst bedenken, es ist ja nicht nur eure Mannschaft, die dann trainieren will. Wie viele Mannschaften trainieren bei euch zeitweise nebeneinander und wo und wie ziehen die sich um. Wenn ich davon ausgehe, dass 2 Mannschaften vor mir, eine mit mir und 2 Mannschaften nach mir trainieren, sind das bei 10 Teilnehmern schon 60 Personen mit denen man Kontakt hat.

    Ich stelle mich bereits gedanklich darauf ein, dass es frühestens im September/Oktober weitergeht, wenn nicht sogar erst im nächsten Jahr. Sollte es früher der Fall sein, freue ich mich.

    Ich gehe davon aus, dass es Larius um das Sensibilisieren geht. Hier mal ein Artikel von der Verbraucherzentrale von 2017 - dürfte aber immer noch ziemlich aktuell sein. Und da geht es nicht um den gewollten Adressaten, sondern den ungewollten.


    Was mich dabei beschäftigt:

    a) intrinsische Motivation wird durch extrinsische Motivation nicht gefördert - ich habe meine Bedenken, dass die vielen Aufgaben zwar dazu führen, dass die Kinder etwas machen, dass sie dann aber zukünftig immer mehr dieser Anstöße von außen brauchen um etwas zu machen.

    b) wie in der Schule, werden mit den meisten Maßnahmen die Kinder gleich gemacht - und das sind sie nicht. Wenn man schon solche individuellen Trainingsmaßnahmen macht, sollte man sie auch individualisieren.

    c) Ergebnisdokumentation: im "normalen" Training wird ein Jonglierwettbewerb gemacht. Wer weiß das Ergebnis 2 Stunden später noch? Zum einen nur die Teilnehmer/Trainer und evtl. Eltern denen etwas erzählt wird. In der WhatsApp Gruppe steht das ewig und ich werde öfters damit konfrontiert. Es führt automatisch zum Vergleichen.