Beiträge von let1612

    Trainer91 : das ist meistens so, dass der Jungjahrgang weniger Spielzeiten bekommt als der Altjahrgang (RAE) - egal in welcher Altersklasse


    Constantin : in Bezug auf das Studium spielt auch G8/G9 eine Rolle. Und bei den Auszubildenden ist das auch oftmals der Übergang von der Ausbildung in die Festanstellung.


    Bei mir im Umkreis spielen meistens auch die besseren bei den Herren schon mit und es hat sich zum Jungjahrgang verschoben. Deshalb befürworten das auch viele Vereine.

    Ich bin immer wieder überrascht, was NLZs so treiben.

    Warum muss man beim Wechsel von der Grundschule auf die weiterführenden Schulen bei der Anmeldung zum Sichtungstraining eine Spielposition (Tor, Abwehr, Mittelfeld, Sturm) des Kindes angeben?

    Basketball: U20, U18, U16, U14, U12, U10

    Handball: U19, U17, U15, U13, U11, U9

    Hockey: U21, U18, U16, U14, U12, U10, U8

    Volleyball: U20, U18, U16, U14, U13, U12 (mit unterschiedlicher Anzahl der Spieler und Netzhöhe)

    Das ist doch eine gute Gelegenheit die interessierten Profivereine zu testen. Die haben meist gute Ärzte und man bekommt raus, wer wirkliches Interesse an deinem Sohn und dessen Begabung hat. Wer sich um ihn kümmert, bekommt den Zuschlag.

    Als Revolutionär hätte ich gerne, wenn schon angepasst wird, dann richtig:

    für U6 und Jünger -> kein fußballspezifisches Angebot des Verbandes -> Spielenachmittage werden nur genehmigt, wenn mehrere Sportarten (Bewegungserfahrung) betroffen sind

    F-Jugend: U7/U8 -> Fußball 3 bzw. FUNino

    E-Jugend: U9/U10 -> Fußball 5

    D-Jugend: U11/U12 -> Fußball 7

    C-Jugend: U13/U14 -> Fußball 9

    B-Jugend: U15/U16 -> Fußball 11

    A-Jugend: U17/U18 -> Fußball 11

    Für Vereine (unterklassige; Kreisebene) würde ich dann die Möglichkeit der Flex-Liga ab der B-Jugend lassen - dann kann man die Jugend auch mit 9 fertig spielen.


    Für mich ist die Ausbildung übrigens auch heute nicht nach der U19 beendet - auch wenn manche Herrentrainer das so sehen.

    Trainer müssten diesen Kindern mehr Erfolgserlebnisse schaffen

    Wenn du damit kleinere Spielformen, wie z.B. 3 gegen 3 anstatt 7 gegen 7, meinst, bin ich bei dir. Ansonsten sehe ich das anders. Die Kinder müssen sich Erfolgserlebnisse "erarbeiten" bzw. "verdienen" - und zwar für sich selbst und nicht für den Trainer oder sonst eine Person. Erfolgserlebnisse "verschenken" ist aus meiner Sicht entwicklungstechnisch (du sprichst von 9 Jährigen) das falsche Zeichen.


    Was macht denn dein Kind, wenn es den Trainingsplatz betritt? Nimmt es sich einen Ball und spielt mit ihm?

    Stefan : Rondo habe ich auch schon gemacht ;) - allerdings ohne Angriffsrecht für die 6 (schöne Idee: würde da aber auch zu Ballkontakten tendieren - kommen bestimmt viele Schüsse nach Drehung bei den 6 vor, weil die 3 Verteidiger eher zentral positioniert sein werden)


    Trainer E : das Rondo wird ohne Spielrichtung gespielt; Spielfeldbegrenzung ist das FUNino-Feld; Tore sind die des FUNinos - Thema ist Überzahlspiel (nicht aber verschieben oder kontern)

    Was meinst du mit Laufwege erkennen?


    Mir gefällt z.B. 3 gegen 0 auf dem FUNino-Feld und jeder Spieler muss den Ball vor dem Torabschluss berühren mit zwingendem Positionswechsel (keiner darf auf seiner Position bei Torschuss sein - Rechts-Mitte-Links) - da kann man viel herausarbeiten (z.B. Hinterlaufen; Ball nachgehen)


    Allerdings finde ich Laufwege in der E-Jugend schon anspruchsvoll - mir würde da schon reichen, wenn sie Passwege erkennen würden (wie kommt der Ball zu mir und was müsste ich dann machen? Stehe ich hinter einem Mann, kann der Pass nur über den Spieler zu mir kommen -> Ballan- und -mitnahme ist schwieriger => stehe ich seitlich, kann ich den Ball auch flach bekommen -> Ballan- und -mitnahme ist einfacher).


    Dazu ein Auszug aus dem Interview von Benjamin Auer bei 11freunde:

    "Dazu kommt, dass ich in der Bun­des­liga Mit­spieler hatte, die tech­nisch und spie­le­risch ein­fach stärker waren. Das ist hier in Pir­ma­sens anders. Es läuft nach dem Motto 50:50: Mal kommt der Ball dorthin, wo ich hin­laufe, mal kommt der Ball dorthin, wo ich vor zehn Sekunden noch stand."

    Und das ist Regionalliga der Herren.

    Habe im letzten Training in der E-Jugend wieder mit der Torstellung gearbeitet. Mit der Zeit wurde der linke Fuß immer mehr eingesetzt und der Höhepunkt war, dass ein Spieler zu mir sagte: "Mit dem linken Fuß ist das ja einfacher als mit dem rechten." Nachdem er zuvor sich 1-2x "verrenkte" um seinen rechten Fuß einzusetzen und kein Tor erzielte.

    "Die Individualisierung an den Stützpunkten – aber auch im Profibereich – ist der Schlüssel zum sportlichen Erfolg. Sie sorgt dafür, dass sich der einzelne Spieler und dadurch auch die gesamte Mannschaft und letztlich der ganze Klub verbessern"


    "Individualisierung ist für mich das Stichwort der Zukunft in der Talentförderung. Wir müssen kognitive Prozesse vorantreiben und die Spieler anhalten, selbst Lösungen und Handlungsoptionen zu finden. Als Trainer müssen wir dazu weniger befehlen, sondern mehr begleiten. Das erfordert womöglich eine andere Denkweise, zahlt sich aber auf jeden Fall aus – davon bin ich überzeugt."


    "Ich denke, dass die Individualisierung ein großes Thema im deutschen Fußball werden wird. Es geht darum, sich wieder mehr auf die Spieler zu konzentrieren und sie dadurch auch zu spezialisieren. Ganz wichtig dabei ist, die Spieler in ihrem freien Denken nicht einzuschränken, sondern ihre Kreativität zu fördern und sie diese auch ausleben zu lassen."


    3 unterschiedliche Trainer -> eine Tendenz

    Quelle und Auflösung

    Sir Alex : das sind berechtigte Fragen, aber mir ging es nur um die Unterscheidung Spiel- und Übungsform - und bei der Mittellinie kommt es auch darauf an, wie groß das Feld ist (und ja, ich nutze die ganze Breite des Feldes und nicht nur den Mittelpunkt) und ich habe auch nicht geschrieben, dass der Verteidiger kein Tor erzielen darf (zwar nicht spielnah mit einem Tor, aber so haben wir früher auf die Garage gespielt);) - ähnlich den Basketballregeln auf einen Korb.

    Taktiker_95 : ich habe das vor 2,5 Jahren mal so für mich definiert. Auf dein Beispiel zum 1 gegen 1 würde ich allerdings zwischen Spiel- und Übungsform folgendermaßen unterscheiden.

    Übungsform: Spieler läuft mit Ball von der Mittellinie auf den anderen zu und versucht ihn zu überdribbeln mit abschließendem Torschuß. Danach wechselt das Angriffsrecht (es können die gleichen 2 sein, müssen es aber nicht)

    Spielform: wie in der Übung, aber das Angriffsrecht wechselt nicht bei Torerfolg (es sind immer die gleichen 2 die für ein Spiel gegeneinander spielen). Spiel auf Zeit oder Torerfolge.

    Ich konkretisiere meine Aussage zu Coerver: ich mache meistens Ballmastery und hin und wieder etwas 1 gegen 1 (überschneidet sich meiner Ansicht nach auch sehr viel mit Horst Wein) - das ist ja nur ein Teil von Coerver (siehe Pyramide). Ich sehe das ähnlich wie Kala : da kann ich den Kindern Bewegungsmuster und Technikvarianten schneller zeigen und nachmachen lassen - und ja, ich würde das auch nicht nur auf die G- und F-Jugend beschränken. Die Bewegungserfahrungen dienen dann wieder für neue (eigene) Bewegungserfahrungen.

    Bei Technik "spielnah" zu vermitteln, unterhalten sich immer mein "Teufelchen und Engelchen", ob das noch "spielnah" ist (z.B. der Ball darf nur nach hinten gespielt werden, um mehr (Vorwärts)Dribblings zu bekommen oder Spiel nur mit dem linken Fuß, um mehr Ballkontakte für diesen zu bekommen -> das führt auch zu Verhaltensweisen, die nicht "spielnah" sind).

    Gut gefällt mir z.B. FUNino mit umgedrehten Toren an der Schusslinie um einen Rückpass oder seitlichen Pass zu provozieren. Dort hat man auch die Möglichkeit mit Tore verschieben (eines an die Seitenlinie und eines mehr in die Mitte) die Passhäufigkeit des rechten oder linken Fuß zu erhöhen (je nachdem welche Seitenlinie man nimmt).


    Trainer E : der kreative und mutige Spieler wendet auch neue Bewegungsmuster in den Spielformen an. Andere bleiben bei ihren Bewegungsmustern - v.a. wenn sie einmal erfolgreich waren. Mir gefallen Spielformen auch besser, weil sie ganzheitlicher sind - nur dadurch bekommt teilweise der Schwerpunkt weniger Aufmerksamkeit. Aber vielleicht muss ich auch nur meine Sichtweise ändern ;) - über Vorschläge, wie man Außen-, Innenseite, Sohle, Drehungen in alle Richtungen (Technik - Tricks) usw. durch die Spielform beeinflussen kann, bin ich dankbar (und ich denke da jetzt nicht an "ein Tor nach einem Übersteiger zählt doppelt", sondern eher an ein rundes Spielfeld oder andere Anregungen. Danke.

    Kala : "einen „Trick“ nur anwenden kann, wenn ich ihn auch kenne" - wie entwickelt sich denn dann ein neuer Trick? Den kannte man zuvor ja nicht (z.B. wie kam Zidane zu seinem Zidane Trick oder noch früher Hannes Bongartz (Übersteiger) oder Rivelino zu ihren?)