Beiträge von let1612

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    zu 1. das Training sollte nicht auf dich zugeschnitten sein, sondern auf die Kinder. Sei froh, dass du 16 hast, ansonsten könntest du sie nicht in homogenen Gruppen spielen lassen (z.B. 3 gegen 3 oder 4 gegen 4 - die Wahrscheinlichkeit für leistungshomogene Gruppen steigt bei einem Breitensportverein mit der Kinderanzahl).


    zu 2. die meisten Verbände und Kreise lassen Nachmeldungen im Winter zu. Melde nach.


    zu 3. bilde leistungshomogene Teams im Training. Verkleinere die Spielform (notfalls 2 gegen 2 oder sogar 1 gegen 1)


    zu 4. auch hier leistungshomogene Teams bilden. Der Trainer im Breitensportverein sollte alle Spieler aufstellen (spätestens in der B-Jugend muss er, sonst bekommt er keine Mannschaft mehr zusammen ;-))


    zu 5. verlasse die WhatsApp-Gruppe oder frage nach Trainingsfestivals


    Was sind denn eure Ansprüche?

    nach der TPD ist das

    Freude, Intensität und Wiederholungen - bietet ihr das, seid ihr TOP!

    Zum Thema Tore - hier mal ein Beispiel: Endrunde bei uns

    E-Jugend: 2 Gruppen a 5 Teams -> 10 Spiele; Gruppe 1: 20 Tore; Gruppe 2: 21 Tore

    D-Jugend: 2 Gruppen a 5 Teams -> 10 Spiele; Gruppe 1: 17 Tore; Gruppe 2: 21 Tore

    C-Jugend: 2 Gruppen a 5 Teams -> 10 Spiele; Gruppe 1: 18 Tore; Gruppe 2: 21 Tore

    B-Jugend: 2 Gruppen a 5 Teams -> 10 Spiele; Gruppe 1: 31 Tore; Gruppe 2: 27 Tore

    A-Jugend: 2 Gruppen a 5 Teams -> 10 Spiele; Gruppe 1: 25 Tore; Gruppe 2: 26 Tore

    gespielt wurde Futsal - hätte ich so nicht erwartet ;) - wäre mal interessant, ob es dazu schon Statistiken gibt.

    "Die Teilnahme ist freiwillig, bis 15. Juni, so der Plan, sollen die Klubs ihre Teams für die erste Saisonhälfte anmelden. Bis 15. Januar soll dann die Meldung für eine zweite Halbserie erfolgen. Wichtig: Es handelt sich um einen Zusatzwettbewerb für mehr Spielzeit bei terminlich größtmöglicher Flexibilität, bestehende U-21-Teams sollen weiter wie gehabt in ihren "regulären" Ligen antreten."

    siehe kicker.de


    Da haben die Traditionsklubs bestimmt Lust drauf ;) . Und "Herrenfußball" ist das dann wohl auch nicht. Das wird eine interessante Diskussion.

    Latinl : ja, Bayernliga ist die 2. höchste Klasse in der C-Jugend. Und ja, höhere Ligen bedeuten auch Zulauf von Außen. Wenn ich allerdings keinen einzigen von der U8 in die U15 bringe, dann mache ich entweder etwas falsch oder ich kann mir die U8 gleich "schenken". Wenn ich mir dann ansehe, was zur U11 und U13 geholt wird und zur U14/15 findet wieder ein Kaderaustausch statt, dann ist das nicht ausbildungsorientiert (für mich nachhaltig), sondern ergebnisorientiert. Und das zieht sich dann bis in den Kinderfußball - zumindest der Denkansatz bei den Trainern. Das hilft nur leider den Kindern nicht.

    Nachhaltigkeit kann ich da nirgends finden - außer vielleicht beim Ligaerhalt.

    Das Ergebnis sehen die Vereine in 5-10 Jahren (nur das interessiert heute noch keinen ;) )

    U15 Bayernliga - kein Spieler, der in der U8 bereits im Verein war. U15 ist der Jahrgang 2011. Da war bei uns Minifußball leider noch nicht im Spielbetrieb im Einsatz. D.h. es wurde in der F-Jugend schon Fußball 7 gespielt. Und kein Spieler des Vereins schaffte es von der U8 in die U15 - da haben aus meiner Sicht die NLZs bessere Quoten. Und die sehen ein, dass man im Kinderfußball zu kleineren Spielformen übergeht. Angesprochener Verein meldet jetzt die U8 von Fußball 3 auf Fußball 5 - warum? Bin mal gespannt, wie viele eigene Spieler in 7 Jahren in der U15 spielen - meine Prognose: keine 4.

    Intensität, Wiederholung und Freude (Spaß) findest du auch in der Trainingsphilosophie Deutschland - sogar ganz kostenlos ;)


    In einem Fußballspiel gibt es jede Situation nur 1x. Ein Fußballspiel hat jede Sekunde eine andere Aktion. Warum soll ich da nicht abwechslungsreich trainieren?

    Haben sich die Kinder auf dem Bolzplatz Gedanken zu den Schwerpunkten gemacht?


    Diskussionen zum Differenzielles Lehren und Lernen hatten wir hier im Forum auch schon :) (evtl. hilft das auch weiter)

    golfstrom : Jürgen Kohler wurde in der B-Jugend Abwehrspieler (ähnlich wie Niklas Süle) - der Podcast des Deutschen Fußballmuseum lohnt sich aus meiner Sicht (v.a. ab 9:30 min.) - im Podcast kommt auch M. Gaudino zu Wort (den kann ich mir nicht als Innenverteidiger vorstellen ;) )

    dass man aus den allermeisten Spielern zumindest für den Kreisbereich und unteren Landesspielbetrieb sehr passable Spieler ausbilden kann, die die Grundlagen beherrschen.

    Das habe ich auch immer behauptet - heute bezweifel ich das. Die Breitensportvereine bringen meistens nicht viel mehr Kinder durch als die Bundesligavereine. Jetzt kann man sich die Frage stellen, ob das an den Ausbildern, den Auszubildenden oder der Ausbildungsstruktur liegt.

    Dirk Coerverfan : Deine Nachfrage hat mich in den alten Unterlagen forschen lassen ;) - und du hattest Recht :), da war ein Fehler drin (aber bei den ganzen Umbenennungen kann man auch durcheinander kommen)


    Ich lasse euch mal an meinem Weg teilhaben, weil ich auch die Namen und Preise für den Lehrgang mit notiert habe (war für mich selbst Geschichtsunterricht):

    06.02. – 10.02.1989: WFV Jugendtrainer – Ausbildungslehrgang – Thomas Albeck – 30 DM

    08.05. – 12.05.1989: WFV Jugendtrainer – Aufbaulehrgang – Thomas Albeck – 30 DM

    17.04. – 20.04.1990: WFV Jugendtrainer – Prüfungslehrgang – Thomas Albeck – 60 DM


    30.03. - 03.04.1992: Aufbaulehrgang WFV-Trainer-B-Lizenz (WFV – Ruit) – Wolfgang Kopp - 50 DM

    06.12. – 10.12.1993: Prüfungslehrgang WFV-Trainer-B-Lizenz (WFV – Ruit) – Thomas Albeck – 100 DM Prüfung / 75 DM Lehrgang


    06.05. – 08.05.1996: Trainer B Fortbildung (WFV – Ruit) – 60 DM

    14.06. – 16.06.1999: Fortbildungslehrgang für Trainer mit B-Lizenz (WFV – Ruit) – Wolfgang Kopp – 75 DM

    14.08. – 16.08.2002: Fortbildungslehrgang für Trainer mit B-Lizenz und Jugendtrainerlizenz (WFV – Ruit) – Wolfgang Kopp - 37,50 €


    01.01.2003: Trainer B-Lizenz und Jugendtrainerlizenz wird zur C-Lizenz bzw. Fachübungsleiter C „Kinder- und Jugendtraining“


    21.02. – 23.02.2005: Fortbildungslehrgang für Trainer (Bayern – Oberhaching) – 130 €

    02.01. – 04.01.2008: Fortbildungslehrgang für Trainer (Bayern – Oberhaching) – 160 € / Ausweis 16 €


    September 2008: DFB B-Lizenz (Thüringen - Bad Blankenburg) – 3. Tag verletzt

    20.04. – 24.04.2009: DFB B-Lizenz (Bayern – Oberhaching) – Michael Müller & Lars Isicke

    27.04. – 01.05.2009: DFB B-Lizenz (Bayern – Oberhaching) – Michael Müller & Lars Isicke

    04.05. – 06.05.2009: DFB B-Lizenz (Bayern – Oberhaching) – Michael Müller & Lars Isicke – gesamt 330 €


    17.04. – 19.04.2012: DFB-B-Lizenzfortbildung (Bayern – Oberhaching)


    01.01.2015: Umbenennung DFB-Elite-Jugend Lizenz


    28.04. – 30.04.2015: DFB-Elite-Jugend-Lizenzfortbildung (Hessen – Grünberg) – Dirk Reimöller – 150 €

    21.09. – 23.09.2018: DFB-Elite-Jugend-Trainer Fortbildungsworkshop (Hessen – Grünberg) – Thomas Roy und Markus Nadler

    16.05. – 20.05.2021: DFB-Elite-Jugend-Trainer Online-Kongress 1

    08.10. – 12.11.2024: B+ Trainer*innen Online-Kongress 2 – 175 €

    Ein Artikel des FC Augsburg von heute: Halbjahresfazit U11, U10 & U9: Viele Highlights und Erfahrungen


    Nachdem es hier im Thread um Leistung geht:

    - ist das eine Leistung? Den Artikel würden wahrscheinlich viele Breitensportvereine auch unterschreiben (statt Bayern oder Nürnberg steht dann halt der Stadtverein oder Leistungsverein).

    - ist das beschriebene "außergewöhnlich"? Nein, es ist die kindliche Entwicklung.

    - was ist jetzt wichtiger? oder ist das eine nicht eine Folge des anderen?

    Zitate: "Beide Spiele konnten wir dank einer geschlossenen Teamleistung mit sehr viel Emotionalität am Ende gewinnen." oder "Die Mannschaft ist als Team zusammengewachsen, übernimmt Verantwortung auf und neben dem Platz und ist allgemein mutiger geworden" (Team/Mannschaft)

    oder "Durch gute individuelle Entwicklungskurven unserer Spieler hat sich die gesamte Leistungsfähigkeit des Teams spürbar gesteigert." oder "Wir wollen die Individualisierung unserer Spieler weiter vorantreiben und die Kinder noch stärker in die Eigenverantwortung führen." (Individualität)

    - was nun?

    „Vor allem freuen wir uns auf die Entwicklung der Jungs – mit all ihren Ups and Downs“, erläutert Kiourkas. Gelingt das, könnte aus der Achterbahnfahrt der Hinrunde eine stabilere, aber weiterhin aufregende Entwicklungskurve im Frühjahr werden.

    Freut ihr euch an den Hochs und Tiefs oder wollt ihr sie "glätten" - sind die nicht völlig normal? Und ist es auch nicht völlig normal, dass sie sich von selbst "glätten" werden?

    Die KI fragte mich dann noch:

    Wenn du möchtest, kann ich das auch

    ... oder mit Bezug auf DFB-Leitlinien oder Pädagogik ausarbeiten. (Mit einem "oder" gebe ich mich nicht zufrieden ;) )


    Hier ist eine **dialektische Diskussion zum Thema „Leistung im Kinderfußball“ mit konkretem Bezug zu den DFB-Richtlinien und pädagogischen Gesichtspunkten:

    🧠 1. These: Leistung im Kinderfußball sollte gefördert werden

    Bezug zu DFB-Richtlinien pädagogisch interpretiert:

    • Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die neuen Spielformen im Kinderfußball (U6–U11) eingeführt, die darauf abzielen, jedem Kind möglichst viele Ballkontakte und aktive Beteiligung zu ermöglichen – eine Grundlage für Entwicklung und Leistungsfähigkeit. DFB

    • Durch kleinere Teams, mehr Spielsituationen und variierende Spielformen sollen Kinder spielerisch lernen, sich fußballerisch zu verbessern – also Leistung durch spielerisches Lernen statt Ergebnisdruck. DFB

    • “Gewinnen und Verlieren” existiert weiterhin, aber der Fokus liegt auf Lernen, Erleben und eigener Entwicklung, nicht auf fixen Rankings oder Tabellen. DFB

    Pädagogisch gesehen: Leistung ist ein Prozess der Kompetenzentwicklung, nicht bloß ein Ergebnis. Kinder lernen durch Erfolgserlebnisse, aber erst recht durch wiederholte Übung und spielerische Herausforderungen.

    🛟 2. Antithese: Leistung darf im Kinderfußball nicht im Vordergrund stehen

    Bezug zu DFB-Leitgedanken:

    • Die Reform des Kinderfußballs will Leistungsdruck reduzieren, indem in den jüngsten Altersklassen keine klassischen Meisterschaften mehr stattfinden und stattdessen festivalartige Spiele mit Rotationssystemen vorgezogen werden. DFB

    • Das DFB-Konzept zielt darauf ab, Spaß am Spiel, optimale Grundlagenausbildung und Inklusion aller Kinder zu fördern – ungeachtet ihres aktuellen Leistungsstandes. DFB

    • Pädagogisch bedeutet dies: Kinder sollen ohne Angst vor Bewertung oder sozialem Ausschluss spielen können – ein zentraler Punkt in der Entwicklung der Persönlichkeit und sozialer Fähigkeiten.

    Pädagogisch gesehen: Wenn das Streben nach Leistung überwiegt, kann dies Druck, Leistungsangst und frühzeitigen Ausstieg aus dem Sport fördern – genau das verhindert der DFB bewusst durch seine Spielformen.

    🤝 3. Synthese: Leistung kindgerecht und entwicklungsorientiert integrieren

    Verbindung von DFB-Richtlinien und pädagogischer Sicht:

    • Leistung sollte im Kinderfußball nicht am Ergebnis gemessen werden, sondern an Prozessen wie:

      • Häufige Ballkontakte und -aktionen

      • Entwicklung technischer Fertigkeiten

      • Sozial-emotionale Kompetenzen (Zusammenarbeit, Fair Play) DFB

    • Die Spielformen des DFB unterstützen diese entwicklungsorientierte Leistungsdefinition, indem sie den Spielspaß und die individuelle Beteiligung in den Mittelpunkt stellen. DFB

    • Trainierende und Vereine sind angehalten, den Kindern Verantwortung, Entscheidungsfreiheit und Selbstorganisation im Spiel zuzugestehen – Fähigkeiten, die auch pädagogisch wertvoll sind und Leistungsentwicklung positiv beeinflussen. DFB

    Pädagogische Leitidee: Leistung = Fortschritt im eigenen Entwickeln, nicht Sieg um jeden Preis.

    🎯 4. Pädagogische Leitprinzipien, die aus den DFB-Richtlinien folgen

    ➡️ Partizipation: Kinder erleben Spielregelwissen und Verantwortung im Spiel selbst (z. B. Selbstentscheidungen zur Spielführung) – das stärkt Autonomie. DFB

    ➡️ Inklusion: Durch feste Einsatzzeiten und Rotationsprinzipien werden alle Kinder einbezogen, unabhängig vom Leistungsstand. DFB

    ➡️ Motivation durch Erfahrung: Mehr Ballkontakte und Aktionen führen zu positiven Lernerfahrungen. DFB

    ➡️ Entwicklungslogik statt Ergebnislogik: Ergebnisdruck wird bewusst reduziert, um die langfristigen Lernprozesse zu fördern. DFB

    🧾 Fazit

    In einer dialektischen Auseinandersetzung zeigt sich, dass Leistung im Kinderfußball sinnvoll sein kann, wenn sie kindgerecht, pädagogisch fundiert und entwicklungsorientiert definiert wird – wie es die aktuellen DFB-Richtlinien im Kinderfußball vorsehen. Sie verschieben die Leistungsmessung weg von Ergebnissen hin zu spielerischer Entwicklung, Freude und sozialer Teilhabe. DFB


    Auch das würden wohl alle unterschreiben, aber halt unterschiedlich auslegen ;)

    Für den einen sind kleinere Spielformen in der U9 ein Fußball 7, für den anderen ein Fußball 5 und für Julian Nagelsmann ein Fußball 3: "Ziel muss es sein, mehr Individualisten auszubilden, technisch starke Spieler. Weniger Konzeptspieler – mehr freche Straßenkicker. Dabei halte ich das Drei-gegen-drei auf Minitore für alternativlos, um mehr Ballaktionen zu haben, Eins-gegen-eins-Situationen, Abschlüsse. Auch körperlich schwächere Spieler kommen so häufiger an den Ball." (Quelle)

    Und wenn ich dann die Leistung der Kinder (kognitive, physische und psychische) dazu nehme, dann wird das ganze noch komplexer - nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Trainer und Eltern.


    Und in Bezug auf Leistungseinschätzungen (teilweise vielleicht sogar auf Leistungsfaktoren) könnt ihr gerne mal bei den Stützpunkt- und NLZ-Trainern nachfragen, die können euch da viele Geschichten erzählen, wer wie (falsch) eingeschätzt wurde - und haben selbst keine gute Quote, wie die Wissenschaft belegt.

    Mal ein Beispiel: U15 Nationalmannschaftskader 2019

    Bundesliga: 3x; 1x England; 1x Türkei (23%)

    2. Bundesliga: 3x; 2x Niederlande (23%)

    3. Bundesliga: 1x ; 1x Italien (9%)

    Regionalliga: 2x; 1x Österreich (14%)

    Verbandsliga: 3x (14%)

    Collage: 2x (9%)

    vereinslos: 2x (9%)

    Gesamt: 22 Spieler

    Thomas0815-2 : Danke für deine Anregung im anderen Thread (RE: Euch besucht der Fußballweihnachtsmann, was wünscht ihr euch ?)


    Ich war neugierig und habe mal chatgpt gefragt :)


    Eine dialektische Diskussion stellt ein Thema aus These – Antithese – Synthese gegenüber. Zum Thema „Leistung im Kinderfußball“ könnte sie z. B. so aufgebaut sein:

    1. These: Leistung ist wichtig im Kinderfußball

    Argumente:

    • Kinder lernen früh, sich Ziele zu setzen und auf etwas hinzuarbeiten.

    • Leistungsorientierung fördert Motivation, Disziplin und Durchhaltevermögen.

    • Talentierte Kinder brauchen Herausforderungen, um sich weiterzuentwickeln.

    • Wettkämpfe und Leistungsvergleiche gehören zum Sport und bereiten auf spätere Leistungsstufen vor.

    Beispielaussage:

    „Kinderfußball ohne Leistungsanspruch nimmt den Kindern die Chance, Ehrgeiz zu entwickeln und Erfolgserlebnisse bewusst zu erleben.“

    2. Antithese: Leistung sollte im Kinderfußball keine zentrale Rolle spielen

    Argumente:

    • Zu früher Leistungsdruck kann Spaß, Kreativität und Spielfreude zerstören.

    • Kinder entwickeln sich unterschiedlich schnell – Leistungsbewertungen sind oft unfair.

    • Fokus auf Ergebnisse fördert Ausgrenzung schwächerer Kinder.

    • Überbetonung von Leistung kann zu Stress, Angst oder frühem Drop-out führen.

    Beispielaussage:

    „Kinderfußball sollte ein geschützter Raum sein, in dem Freude an Bewegung wichtiger ist als Tore, Tabellen und Selektion.“

    3. Synthese: Leistung ja – aber kindgerecht und entwicklungsorientiert

    Vermittlung beider Positionen:

    • Leistung wird nicht an Ergebnissen, sondern an individueller Entwicklung gemessen.

    • Wettkämpfe dienen dem Lernen, nicht der Bewertung.

    • Trainer fördern Anstrengung, Lernbereitschaft und Fairness statt Sieg um jeden Preis.

    • Unterschiedliche Leistungsniveaus werden berücksichtigt (z. B. durch Spielformen, Rotationen, kleine Teams).

    Beispielaussage:

    „Leistung im Kinderfußball sollte bedeuten, sein Bestes zu geben und sich weiterzuentwickeln – nicht, besser zu sein als andere.“

    4. Möglicher Diskussionsabschluss

    Eine dialektische Diskussion könnte zu dem Schluss kommen, dass Leistung im Kinderfußball sinnvoll ist, wenn sie:

    • altersgerecht,

    • individuell,

    • ohne frühzeitige Selektion

    • und mit dem Schwerpunkt auf Freude und Entwicklung umgesetzt wird.

    Von dem Ergebnis war ich so überrascht (positiv), dass ich es hier teile.

    Wenn ich mich in den Kreisen umschaue, dann sind genau diese Vereine erfolgreich, die eine Neugründung bestehend aus 2-3 Altvereinen erfolgreich abgeschlossen haben. Neues Design, modernes Auftreten, keine Altlasten. Ein Verein mit vielen Möglichkeiten, mehreren Standorten und gutem Angebot.

    So sollte es sein und es freut mich, wenn das bei euch ein Erfolgsmodell ist - was sind die Erfolgsfaktoren? Welche Kennziffern spiegeln den Erfolg wieder? Mannschaftszahlen, Mitgliederzahlen, Ligenzugehörigkeit usw.


    In meinem Umkreis machen die neuen Vereine genau die gleichen Fehler wie die alten zuvor auch. Und damit wird aus wenig noch weniger. Und von "gesundschrumpfen" würde ich da auch nicht sprechen.

    Dirk Coerverfan : Thema Sozialkompetenz bei den Lehrgängen

    WFV Jugendtrainer (1990) - Lehrgangsleiter meistens Thomas Albeck - selbst sehr gut in Pädagogik und Didaktik, hat es vermittelt (meine beste Ausbildung)

    B-Lizenz (1993) - sogar Prüfungsinhalt

    DFB-Elite-Jugend-Lizenz (2009) - wenig bis gar nichts. (meine schlechteste Ausbildung - sehen auch andere Beteiligte so)


    Nicht umsonst hat der DFB die Ausbildung auch angepasst - mehr zu Trainerentwicklung als Lehrgangsausbildung.


    Nach der Anekdote von dschibi : Ich habe die 4-er Kette mit einem Seil und 4 Knoten erklärt. Da kamen die Ausbilder zu mir und lobten mich - das hatten sie noch nie gesehen (u.a. Klaus Sammer ;) ).


    Und wenn ihr hier mal die Fragen und Nöte der Trainer analysiert, dann ist die Fachkompetenz (Fußball), das geringste Problem - was für mich im Breitensport und dort v.a. im Jugend- und Kinderbereich auch nachvollziehbar ist.