Beiträge von Charles De Goal

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    @Charles De Goal


    Also in der West NLZ-U13 Liga ist Paderborn mit riesigem Abstand letzter. Die höchste Niederlage war ein 0:9 gegen Bochum, im Schnitt verlieren sie mit vier Toren Unterschied. Und in Paderborn ist sicher jedem klar, daß die Mannschaft nicht das Niveau von Gladbach, Bochum, Schalke etc. hat.. Also kann ich mir nicht vorstellen, daß da die Kinder zur Sau gemacht werden, wenn sie ne Klatsche kriegen. Nur mal so als Beispiel.

    Von "zur Sau gemacht" war nirgendwo auch nur ansatzweise die Rede. Ich bin überhaupt nicht auf den Umgang des Trainerteams mit Niederlangen eingegangen. Ich habe lediglich geschrieben, dass ein Junge niedergeschlagen nach Hause kommen kann und eventuelle (sogar konstruktive) Kritik des Trainers als beleidigend interpretieren könnte. Wer Im D-/C-Jugendbereich trainiert, wird wissen, wie unterschiedliche die Reaktionen sein können. Und Woche für Woche solche Niederlagen zu verdauen wird nicht jedes Kind einfach so wegstecken.


    Mein Beispiel hier bezog sich allerdings auf den 07er-Jahrgang, denn es geht hier ja offensichtlich um einen Spieler aus dem Jahr. Dort ist die U12 des gleichen Vereins Letzter mit 8:170 Toren in 14 Spielen (0,5:12 Tore im Schnitt). Zufällig kenne ich das NLZ recht gut (einige ehemalige Spieler aus meinem Team spielen dort), natürlich wird dort niemand zur Sau gemacht. Aber niederschmetternd kann so ein 0:22 schon sein und da passiert es schnell, dass ein 12-Jähriger mal Kritik missinterpretiert.

    Charles De Goal

    inhaltlich mag vieles von dem was Du schreibst zutreffen, aber damit dieses Verhalten eines Erwachsenen Dorftrainers gegenüber einem 11-jährigen zu rechtfertigen ist schon sehr weit hergeholt.

    Wenn sich Kind und Eltern beim Vollzug und der Ankündigung des Wechsels korrekt verhalten haben, dann hätte ein Trainer null Berechtigung das Kind zu benachrichtigen.

    Speziell den hier schon mehrfach genannten Weg zurück sollten sich unterklassige Vereine nicht verbauen.

    Später kann sich die Gute Ausbildung, die ein talentierter Spieler woanders genossen hat in älteren Jugendteams oder bei den Senioren auszahlen.

    Du hast absolut recht, ich habe mich hier ein wenig in die falsche Richtung vergaloppiert.


    Natürlich geht es im Kern um das Trainerverhalten. Aber auch wenn hier jetzt millionen User schreiben, dass das Verhalten nicht in Ordnung ist - ändert es was? Wir könnten ihm wahrscheinlich den Thread in Din A1 ausdrucken und das Haus vom Trainer damit tapezieren und es würde sich nichts ändern. Vielleicht muss er auch gar nichts ändern, weil der Spieler die Aussagen und das Verhalten des Trainers total dramatisiert (Vermutung, kein Fakt).


    In zweiter Instanz gehe ich aber auf den Jungen ein, der diese Situation jetzt wohl oder übel akzeptieren muss. Und offenbar scheint das sehr schwierig für ihn zu sein, deshalb meine Ausführungen.


    Wenn ich das Trainerverhalten nicht ändern oder beeinflussen kann, muss ich damit klarkommen und das "Beste" daraus machen. Und wenn der Weg ins NLZ vorgezeichnet ist, dann darf mich sowas nicht aus der Bahn werfen!!

    Also ich kann aus dem ursprünglichen Post nicht erkennen, daß das Kind mit irgendwelchem Druck nicht umgehen kann... Und in der U13 Regionalliga West gibt es eher auch keine 20:0 Ergebnisse (ohne das jetzt nachgeschaut zu haben).

    Gut, Druck ist das falsche Wort. Der Junge wird in seinem Verein vor Probleme gestellt und diese scheint er nicht bewältigen zu können. In NLZs können aber dann noch viel schwerwiegendere Probleme auftreten, für die er dann auch nicht geschaffen ist.


    Und das mit dem 20:0 hätte ich ja nicht geschrieben, wenn ich es nicht ganz genau wüsste! ;) Gut, es war im U12-Nachwuchscup, dafür aber ein 22:0. Von mir aus können wir uns auch im Extremfall auf Niederlagen von 0:8 einigen, die in einem NLZ-Verein andere Wirkungen haben als in einem Kreisliga-Hobby-Breitensport-Kinder-Team.


    Was will der Vater machen, wenn der Junge gegen Köln oder Schalke eine so deftige Klatsche (z.B. 10:0) bekommt und vollkommen niedergeschlagen und desillusioniert nach hause kommt? Sein Gegenspieler hat 6 Tore geschossen. Und dann erzählt er noch, der Trainer hätte vor der Mannschaft gesagt, dass er schlecht gespielt hätte? Und dann steht zur Debatte, dass er nach einem Jahr wieder im NLZ aussortiert wird?

    => Das sind Probleme und die erzeugen Druck.

    Da wünscht man sich aber ganz schnell den Heimatverein aus der Kreisliga zurück, in dem der Trainer vielleicht mal wegen einem Wechsel eingeschnappt war, aber man als Leistungsträger mit der B-Truppe nur 2:3 gegen den Ortsnachbarn verloren hat.

    => Das ist im Gegensatz zu der NLZ-Geschichte "Pille-Palle".


    Meiner Meinung nach wäre das im NLZ allgemein viel zu viel zu verarbeiten für einen 12/13-Jährigen. Aber so läuft der Jugendfussball in den Klassen nunmal. Und aus dem Startbeitrag erkenne ich nicht, dass der Junge dem gewachsen wäre.

    Sollte es so geschehen sein, dann finde ich das Verhalten des Trainers keinesfalls Pille-Palle sondern komplett verwerflich.

    Ich habe nirgendwo geschrieben, dass das Pille-Palle ist.


    Ich sagte, dass der Junge in ein paar Monaten gegen die besten Nachwuchsteams aus Deutschland spielen soll und dort ganz andere Dinge passieren können. Da kriegt man vielleicht mal eine 20:0-Klatsche und wird vom Trainer hören, dass man gegen seinen Gegenspieler keine Schnitte hatte. Im Gegensatz zu sowas ist das, was da geschildert wird, einfach Pille-Palle.


    Natürlich ist das Verhalten vom Trainer, falls es denn tatsächlich so ist, nicht in Ordnung. Aber soll man tatsächlich ein Kind, was bei sowas offenbar schon Probleme bekommt, dann in eine deutlich bessere Mannschaft wechseln lassen und viel höherem Druck aussetzen?


    Meine Kernaussage war: Wenn man in einem Dorfverein (wo Fussball Hobby ist und für 99% der Spieler bleibt) schon Probleme hat und sich dort nicht wegen sowas durchsetzen kann/will, dann sollte man keine Stufe höher gehen und es im NLZ versuchen. Wenn der Kopf nicht passt, ist man den Anforderungen in der U13-Regionalliga sicher nicht gewachsen.

    Gestern Abend noch einen Link für die Rute zum Auswärtsspiel in die Gruppe gesetzt , Plötzlich werden zwei Spielerinnen mit den Worten " ..... Kommt morgen nicht " abgemeldet ohne Erklärung der Gründe. Da wir sowieso schon zu wenige sind und durch Jungs verstärkt werden müssen ist sowas mehr als Ärgerlich. Ich hatte schon einen Text an die Eltern fertig , in dem ich sie gebeten habe sich zu erklären. Habe diesen dann aber nicht gesendet. Bei manchen Eltern scheint es einfach keinen Sinn zu haben.

    Bei einem kleinen Kader hat man leider nicht die Möglichkeit, Unzuverlässigkeit oder Dreistheit zu "bestrafen".


    Haben die Spielerinnen abgesagt, weil der Weg zu weit war? Oder hast du das Gefühl, sie hätten so oder so abgesagt und haben es nur herausgezögert?


    Im Mannschaftssport muss man sich an Regeln halten, "Benimmregeln" kannst du mit der Mannschaft aufstellen. Dort müssen dann alle versprechen, dass sie sich daran halten. Das schützt dich und die Mannschaft zwar nicht davor, dass es wieder passiert, aber dann hast du zumindest in der Hand, dass die Spielerinnen gegen Regeln, die für die ganze Mannschaft gelten, verstoßen haben.

    Warst du dabei, als die Aufstellung und die Nachbesprechung gemacht wurden? Ich möchte deinen Sohn nicht als unglaubhaft darstellen, aber auch ich habe Kinder in der U13, die später Dinge ihren Eltern ganz falsch erzählen. Da fallen Zitate, die es nicht gab und plötzlich sind ganz andere Dinge passiert. Wie gesagt: ich möchte nichts unterstellen, aber wenn ein Kind frustriert ist, weil der Trainer in einem Nebensatz erwähnt "von dir hätte ich als Führungsspieler mehr erwartet", dann wird daraus im Kopf des Kindes schnell mal "Du bist Schuld, dass wir verloren haben".

    Wenn es allerdings noch andere Aktionen gab, dann kann es natürlich sein, dass der Trainer jetzt etwas gegen den Jungen hat (was sehr unprofessionell wäre). Du hast das alles kommuniziert und warst offen, das ist eigentlich der Weg, den Talente in ihren Heimatvereinen gehen sollten, wenn ein größerer Verein anklopft.


    Allerdings finde ich, dass du das positiv sehen solltest. Wenn dein Sohn nächstes Jahr U13-Nachwuchscup spielen soll, dann wird er noch ganz andere Formen von Druck erleben. Da ist das jetzt harmlos. Und je älter er wird (und hoffentlich nicht aussortiert wird), wird der Druck an manchen Stellen größer, er ist dem Druck dann aber gewachsener.

    Das jetzt ist wirklich Pille-Palle, wenn dein Sohn nächstes Jahr gegen Dortmund, Schalke und Köln spielen soll. Seh es vielleicht als mentale Vorbereitung: Wenn ihr da gut durchkommt und er sich trotz Schikanen vom Trainer durchbeißt, wird er viel gestandener zum NLZ gehen.

    Ich hätte das so kommunizieren können, hätten Sohn und Vater das nicht selbst den anderen Eltern und Kindern schon gesagt.


    Da kommen Kinder zum Training und fragen ""Hat XYZ uns wirklich verlassen, weil er uns zu schlecht findet? Hat er nämlich in der Schule gesagt".


    Und in der Schule sagt das kein Vater, sondern das Kind selbst.


    Ich weiß schon, dass das vom Vater ausging, aber der Sohn hat es mindestens mitgetragen, wenn nicht sogar den Ausschlag gegeben.


    Und ich brauchte da gar nichts zu beitragen oder der Mannschaft erklären, dass hat die entsprechende Familie schon selbst getan.

    Was sind denn egoistische Gründe für einen Wechsel?

    Mir würden da spontan keine einfallen!

    Ich habe mal von einem Spieler und seinem Vater gehört, dass die Mannschaft ihm zu schlecht sei und er besser wäre, somit wechseln würde.


    Es ist im Prinzip einzig und allein die Formulierung. Sagt diese Familie "Wir sehen bei einem höherklassigen Verein bessere Entwicklungschancen", dann ist das total nachvollziehbar, wenn der Junge das Talent hat.

    Aber heißt es (wie in diesem Fall) "der Spieler und der Spieler sind zu schlecht, mein Junge geht woandershin, weil ihm die bisherige Mannschaft zu schwach ist", dann ist das absolut egoistisch und auch ziemlich frech. Das ist nämlich eine Beleidigung für das eigene Team, mit dem man (in diesem Fall) 5 Jahre durch Dick und Dünn gegangen ist.


    Nochmal: Ein wechsel ist nicht verwerflich. Aber die Art und Weise steuert, ob ein Wechsel als egoistisch aufgenommen wird oder nicht. Dieser genannte Spieler braucht eben in der Mannschaft nicht mehr aufzutauchen, da sind sie die ehemaligen Mitspieler einig.


    Anders geht es auch: Wenn ein Spieler es so formuliert, dass er die Chance wahrnehmen möchte, in einem größeren Verein zu spielen und dann sagt, dass er beim Scheitern sofort wieder bei uns aufschlägt, sich sogar ab und zu Spiele anschaut - dann wird es eben nicht als egoistisch interpretiert sondern mit einer Träne verabschiedet und mit offenen Armen wieder empfangen.


    Beide Beispiele sind innerhalb von 2 Jahren in meiner aktuellen D-Jugend aufgetreten und zeigen, wie unterschiedlich der Umgang bei unterschiedlicher Kommunikation ist.

    Habe ähnliche Abmeldungen schon erlebt. Dann tagelang durchleuchtet und am Ende kommt man zu dem Schluss, der auch die erste Reaktion war: ich hab da nichts falsch gemacht. Wenn eine Reaktion des Gegenübers nicht versteht, hat das auch seinen Grund. Der Gegenüber hat eine nicht-fundierte Entscheidung getroffen.


    Manche Menschen/Eltern sind einfach so. Ist immer leicht, anderen die Schuld zu geben und sich über irgendwas zu beschweren und dann übertriebene Konsequenzen zu ziehen.


    Finde es einfach nur frech, dass sowas dann auf Kosten eines ehrenamtlichen Trainers ausgetragen wird.


    Ich weiß, dass es schwierig ist, das auszublenden: Aber lass dich bei einem 17er Kader nicht von sowas negativem runterziehen. Denk lieber ab die 16 anderen Kinder, die da sind und wollen!

    Was das Sportgericht angeht, habe ich die gleiche "Sorge". Der Spieler hat aber nun schon 3,5 Wochen "abgesessen", sodass die Sperre eigentlich nun vorbei sein sollte. Mildernde Umstände sollte es geben, da der Spieler laut Sonderbericht NICHT der Auslöser war: Der Schiedsrichter wenigstens angegeben hat, dass er ein hartes Foul an diesem Spieler geahndet hat und der danach als Reaktion getreten hätte und dann Rot bekommen hat. Im Regelwerk finde ich eben, dass Spieler, die nicht die erste unsportliche Aktion begangen haben, mit einer Reduzierung der Strafe rechnen können. Wie erwähnt ist außerdem im Sonderbericht das Wort "rücksichtslos" zu finden, was ZWINGEND Gelb ist und nicht Rot!!


    Ich habe insgesamt 9 Zeugen (Zuschauer, Abteilungsleiter, Spieler) gesammelt, die mir ihre Infos zukommen lassen haben. Diese habe ich zusammengefasst und im zeitlichen Ablauf mit Spielernummern niedergeschrieben. Eigentlich die perfekte Vorarbeit für die Justiz. Wir werden das angehen und auf jeden Fall vor dem Sportgericht erwähnen, dass diese Strafanzeige läuft.

    Die Frage ist: Wo liegt das Problem? Stört dich das Ergebnis oder die Leistung? Wo möchtest du ansetzen? Man kann auch mit einer guten Leistung verlieren, aber auch mit einer schlechten Leistung gewinnen. Wenn ihr einen Torwart hattet, der jünger ist und auf das große Tor keine Chance hatte, ist ja zumindest die Menge der Gegentore erklärbar.


    Wenn du das Gefühl hast, dass es den Jungs egal war, dann kannst du ruhig mal klare und auch harte Worte finden. Mir als Trainer sind schwache Spiele nicht egal und ich will das immer hinterfragen, weil wir es besser machen sollten. Wenn dann aber Spieler 10 Minuten nach Abpfiff wieder über Fortnite reden und am Handy sitzen, dann fühle ich eine gewisse Gleichgültigkeit. Und das kann ich nicht akzeptieren für die Zeit und Energie, die ich investiere.


    Ich habe auch gute Erfahrungen damit gemacht, so eine Ansprache ruhig und sachlich rüberzubringen (vor allem in Halbzeiten, wenn man zurücklag. Da bringt es ja keinem was, noch gesagt zu bekommen, wie schlecht man gespielt hat). Verständnis zeigen und seine eigene Sicht der Niederlage erklären - da kannst du ruhig Vorwürfe wie das mit den Handys an die Mannschaft anbringen. Aber letztlich ist es am interessantesten, was die Jungs selber dazu sagen und wie sie es erklären: Die (Nicht)-Leistung haben sie ja erbracht, deswegen sollten sie auch wie Goodie schreibt erstmal erklären, warum es so war.

    Also da muss definitiv Anzeige erstattet werden.


    Bei uns im Kreis ist es häufig so, das ein bestimmter Schiedsrichter mit roten Karten nur so um sich schmeißt und dadurch häufig Teams den Platz verlassen oder gar nicht mehr spielfähig sind. Da dreht es sich zwar nicht um Schlägereien oder andere harte Dinge, sondern um Kleinigkeiten wie Foulspiele, Zeitspiel, Pfiff überhören usw. !


    Der Schiedsrichter ist allen bekannt und wird bei jeder dieser Verhandlungen als der Schuldige hingestellt (von beiden Teams) und er kommt immer super weg. Ein Schiedsrichter wird nie vor einer Spruchkammer schlecht dargestellt werden. Er wird immer in seiner Handlungsweise unterstützt werden. Von daher wirst du auf dieser Ebene meiner Meinung nach nichts erreichen können. Die Frage ist ja auch, inwieweit es dir oder dem geschädigten Spieler hilft, wenn die Täter nachträglich gesperrt werden?!?!?!

    Mir persönlich würde das nicht helfen, auch dem geschädigten Spieler nicht. Es wäre lediglich Gerechtigkeit und Schutz für die nächsten Gegner des Spielers.


    Und letztlich geht es in unserem Fall ja auch darum, dass unser Spieler nicht weiter gesperrt wird, obwohl er hier das Opfer ist. Die beiden Sachen (also Bestrafung des einen und Aufhebung der Sperre des anderen) hängen sehr weit ineinander.


    Wir haben das heute beim Training bereits gesprochen, das mit der Anzeige werden wir machen, auch wenn es sich extrem lang hinziehen kann und viel Arbeit ist.

    Das ist eine gruselige Geschichte! Meine erste Empfehlung wäre, dass der attackierte Spieler bei der Polizei Anzeige erstattet, das würde ich nicht der Sportgerichtsbarkeit überlassen.

    Ja, gruselig vor allen Dingen. Das war ja sogar ein "Freundschaftsspiel" zwischen zwei C-Ligisten!!


    Das mit der Anzeige bei der Polizei haben wir auch schon überlegt, wollen diesbezüglich aber zunächst diese Verhandlung abwarten. Glücklicherweise ist einer der 4, die von uns hinfahren, Polizist und Fachmann für sowas. Wird a) für Glaubwürdigkeit sorgen und b) kann er die nächsten Schritte einleiten, wenn sich das beim Sportgericht in eine "komische" Richtung entwickelt.

    Ich habe diese Woche eine Verhandlung beim Sportgericht:

    In einem Freundschaftsspiel meiner Herrenmannschaft wurde ein Spieler meiner Mannschaft erst gefoult, auf dem Boden liegend ins Gesicht getreten, dann von mehreren Gegenspielern festgehalten und zweimal mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Nebenbei wurde er rassistisch beleidigt (er hat einen Migrationshintergrund).

    Daraufhin zeigte der völlig überforderte Schiedsrichter UNSEREM Spieler die Rote Karte (obwohl er das Opfer war), die Gewalt der Gegner ließ er unbestraft und wollte weiterspielen lassen. Seine Erklärung war: Unser Spieler war für die Rudelbildung verantwortlich und trat einen Gegner "rücksichtslos" (was natürlich nicht mit Rot, sondern in jedem Fall mit Gelb zu ahnden wäre). Ich nahm jedoch meine Mannschaft vom Feld und erwirkte einen Spielabbruch, da ich unter solchen Voraussetzungen meine Mannschaft nicht spielen lassen kann und will.

    So, nun ist unser Spieler für unbestimmte Zeit gesperrt, die Verhandlung soll zeigen, wie lange. Die Spieler des Gegners haben seitdem schon 2 Meisterschaftsspiele bestritten und haben offenbar nichts zu befürchten, weil der Schiedsrichter es entweder nicht gesehen hat oder es nicht sehen wollte. Wir haben allerdings 9 Zeugen (Zuschauer und Spieler), die die Vorgänge unabhängig voneinander bestätigt haben.


    Wie verhalte ich mich bei der Verhandlung? Wir fahren zu viert dorthin (der genannte Spieler, der Kapitän, ich als Trainer und ein weiterer Spieler, der in der Situation geschlichtet hat). Sollen wir uns nur auf unseren Spieler und dessen unberechtigte Sperre konzentrieren? Sollen wir die Unfähigkeit des Schiedsrichters ansprechen? Sollen wir ganz offensiv die brutalen Gegenspieler an den Pranger stellen? Ich habe leider keinerlei Erfahrung damit.

    Also sorry, da nimmt man sich selber wieder viel zu ernst.

    Ich gehe davon aus, dass es auch bei dir um Amateursport geht und da entscheiden einfach die Kinder bzw. Eltern wo sie im nächsten Jahr spielen wollen.

    Es geht weder um Verträge, noch um Geld, noch um irgendwelche relevanten Wettbewerbe...

    Richtig, aber auch im Amateursport gehört es zum guten Ton, dass man mit offenen Karten spielt.

    Da hast du mich missverstanden. Ich bin dann niemandem böse und werfe auch niemandem was vor. Ich möchte in diesem Fall nur die Info bekommen wegen der Planungssicherheit und weil es sich einfach gehört, dass man Bescheid sagt, wenn man sich trotz Versprechen umentscheidet. Wenn das Angebot attraktiv ist, dann kann man niemandem verdenken, wenn man es annimmt.

    Die Sichtung von Spielern in der Halle macht auch deshalb Sinn, weil es viele Umschaltmomente gibt.

    Ja, dagegen sagt niemand was.


    Aber Sichtung um jeden Preis, als 10-12 Mannschaften an einem Nachmittag durchboxen (bei uns waren es in der E2 noch 16 Teams) und auf das Wohl der Kids pfeifen kann auch nicht die Lösung sein.


    Und das nur, weil manche Auswahltrainer zu faul sind, sich einfach zwei Turniere anzuschauen anstatt nur eins.

    Also ich möchte als Trainer Planungssicherheit haben und plane in der Winterpause bereits die Mannschaft für die kommende Saison. Da kommt es ungelegen, wenn Stützen der Mannschaft im März irgendwo eingeladen werden und eventuell wegbrechen.

    Da ist es das Mindeste, wenn man darüber informiert wird. Natürlich kann sich auch im Sommer jemand entscheiden, mit dem Fussball aufzuhören.


    Aber eine grundlegende Sache für mich ist folgende: Fussball ist ein Mannschaftssport und wenn ich mich dazu entschließe, in einer Mannschaft oder in einem Verein Sport zu treiben, dann habe auch ich selbst eine Verantwortung gegenüber der Mannschaft. Und wenn ich im Winter sage, dass ich in der nächsten Saison zur Verfügung stehe, dann habe ich das auch zu tun (unabhängig vom Alter). Und als Trainer möchte ich einfach informiert sein, wenn sich da etwas ändert oder sich vielleicht neue Möglichkeiten ergeben.


    Und würde es diese Information vom suchenden Verein nicht geben und würden Spieler/Eltern den Trainer nicht informieren, dann sind im Sommer vielleicht ohne Vorwarnung mehrere (wichtige) Spieler weg. Das sollte so nicht sein!

    Für mich ist die Hallenrunde mit der unnötigste Wettbewerb innerhalb einer Saison. Meist zu wenig Platz für zu viele Teams. Wartezeiten von bis zu 40 Minuten zwischen den Spielen ist hier leider bei den normalen Hallen die Regel. Dann hast du mit etwas Pech dein letztes Spiel als drittletztes Spiel des Turnier, wartest als höflicher Gast bis zur obligatorischen Siegerehrung, die mitgereisten Eltern drängeln, dass sie nach Hause wollen, die Kids wollen Bewegung. In durchschnittlich 3 Stunden Turnierdauer kommt das eigene Team auf ca. 30 Minuten Spielzeit.

    Den Verband interessiert leider nicht, wie die Umstände für die Mannschaften sind. Die Kreishallenmeisterschaft ist nunmal die einfachste Möglichkeit, innerhalb von kurzer Zeit die "besten" Spieler im Kreis zu sehen und zu sichten.


    Um was anderes geht es doch dabei nicht. Und da hab ich mich schon öfter bei uns im Kreis beschwert, interessiert niemanden. Wir hatten in der D1 4 Vorrundenspiele verteilt auf 4 Stunden (einmal 60 Minuten Wartezeit) und dann 2 KO-Spiele nacheinander gegen einen Bezirksligisten und einen Regionalligisten. Uns wurde nur gesagt "Ihr seid doch weit gekommen" und "ihr habt tolle Spieler".


    Und wozu gibts das ganze dann? Kreisauswahl-Trainer und Stützpunkttrainer wollen einfach die besten sehen und für ihre Auswahlmannschaften rauspicken. Und nebenbei scouten die höherklassigen Vereine mit und suchen sich gleichzeitig Spieler raus. Traurig aber wahr.