Beiträge von Charles De Goal

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    Also sorry, aber wer sich nicht mal 2 Minuten Zeit nimmt seine Rechtschreibung zu überprüfen, muss auch mal sowas aushalten können :D

    Es ist dem Empfänger einfach unglaublich unhöflich gegenüber, weder auf Rechtschreibung noch auf Inhalt zu achten. Klingt ja schon fast wie der Prinz aus Nigeria der eine Überweisung von mir will :D

    Anbei eine dieser E-Mails:


    "Hallo nach ...,


    wir möchten euch hiermit, auf fromellen Weg, darüber informieren das wir mit den D-Jugendspielern:


    *falsch-geschriebener Spielername*

    *falscher Spielername*


    in Kontrakt treten werden.


    mit sportliche Grüßen"


    Ich glaube, dass sich so mancher nigerianischer Prinz mehr Mühe gibt, man möchte ja zumindest glaubhaft wirken. Ich finde es ebenso respektlos, einen Namen falsch zu schreiben, aber im persönlichen Gespräch wahrscheinlich zu erzählen, dass man den Spieler seit Jahren beobachtet.

    Gleichzeitig zeugt es von geringer Wichtigkeit, wenn solche Flüchtigkeitsfehler in einer eigentlich schon wichtigen Mail zu finden sind.


    Insgesamt wirft es einfach ein sehr schlechtes Bild auf einen Verein. Diesen Satzbau und die Rechtschreibfehler kann man sich echt nicht ausdenken. :D

    Wie sieht's denn bei euch mit dem Aufstieg in den Bezirk aus?

    In der Rückrunde spielen bei uns im Kreis die Top-6 gegeneinander den Kreismeister aus, der dann an der Bezirksliga-Relegation teilnimmt. Wir haben in der Hinrunde bereits die stärkste Liga gewonnen und gehen als Favorit in die Meisterrunde.

    Blöd ist natürlich, dass wir, wenn wir aufsteigen sollten, ab 19/20 in der C-Jugend spielen und wieder in der Kreisliga "festsitzen". Wir haben leider keinen entsprechend guten Jahrgang über uns.


    Ich werde eure Antworten beherzigen, die treffen eigentlich genau meinen Geschmack. Süffisante Antwort-Mails werden den anderen Verein vielleicht nicht unbedingt interessieren, aber sie geben mir doch ein besseres Gefühl bei der Sache. Die letztlich richtige Antwort ist dann aber die der Spieler/Eltern, die kein Interesse an einem Probetraining/Wechsel haben.

    Hallo zusammen,


    ich trainiere eine ziemlich gute Kreisliga-U13. Wir gehören seit Jahren zu den besten im Kreis, messen uns alle paar Wochen mit Bezirks- und Regionalligisten und können dort mithalten. Natürlich wächst die Mannschaft auch seit Jahren, sodass wir inzwischen einen 21er Kader haben und nach und nach alle Kids auch auf ein gutes Niveau bringen.


    Was natürlich dabei immer ein Thema ist: Vereine aus der Umgebung sind scharf auf unsere Leistungsträger. Im letzten Jahr wechselten 3 Spieler zu Bezirksligisten, vor 2 und vor 3 Jahren jeweils ein Spieler in nahegelegene NLZs von Zweitligisten. Und auch in den letzten Wochen kamen wieder Anfragen von liga-höheren Vereinen.

    Leider sind diese Anfragen absolut lächerlich und peinlich, einem Bezirksligisten absolut unwürdig. So sind die E-Mails, in denen die Kontaktaufnahme angekündigt wird voller Rechtschreibfehler. Die Namen der Kids sind falsch geschrieben und die Höhe war, dass ein Verein einfach einen Spieler nach einem Spiel angesprochen hat und nach seiner Adresse fragte. Es stellte sich heraus, dass der Verein allerdings sehr wohl eine Anfrage gestellt hat, aber diese an einen ganz anderen Verein geschickt hat.

    Heute kam eine Mail, in der die Kontaktaufnahme zu einem Spieler angekündigt wird. Der Name des Spielers ist aber niemandem in unserem Verein bekannt. Wahrscheinlich hat hier jemand einfach eine Liste abgearbeitet und ist in der Zeile verrutscht.


    Wie werden wir solchen Anfragen gerecht? Können wir den Verband bei besonders dreisten Abwerbeversuchen einschalten?


    Was Wechsel angeht, haben zumindest die Jungs aus der U13 kein Interesse - sie wissen, dass sie (dreimal in der Woche) gutes Training bekommen (Ich habe die B-Lizenz, mein Co-Trainer macht die C-Lizenz), wirklich gute Mitspieler haben, sich mit guten Teams messen können und in jedem Jahr zur Spitze des Fussballkreises gehören.


    Dennoch finde ich diese stümperhaften Anfragen einfach nervig und möchte den Vereinen eigentlich jedes mal sagen, dass es so nicht geht.

    es sollte eben immer möglichst unaufgeregt und hilfreich sein, sprich eine andere Handlungsoption/Alternative muss schon aufgezeigt werden.

    Eben! Was man mit gutem Ingame-Coaching und Hilfestellungen alles in den Jugendbereichen erreichen kann. Erfahrungen und andere Sichtweisen zurufen, das hilft den Kindern ungemein. Selbst im Erwachsenenbereich ist es sinnvoll, wenn die Spieler auf Hinweise hören und sie umsetzen.

    Als Trainer kann ich meine Erfahrungen und mein Wissen durch kurze prägnante Tipps weitergeben.


    Vor einigen Monaten erlebte ich einen Trainer, der seinen Kindern Liegestützen androhte, wenn sie Fehler machen. Als seine Mannschaft dann hinten lag, rief er nach jedem "Fehler" nurnoch "Und nochmal 10 dazu"...

    Hat den Kindern bestimmt geholfen, diese Fehler abzustellen, als sie beim nächsten Training dann 200 Liegestützen gemacht haben. 8o

    ist es so tragisch wenn sich ein Thread weiterentwickelt wenn ja das Thema eh schon abgehackt ist?

    Nein.


    Aber um die Übersicht zu wahren, sollte das vielleicht in einem Thread namens "Vergleich Futsal & Hallenfussball" diskutiert werden. Hier ging es ausschließlich um Trainingsmethoden und Trainingsgestaltung in der Wintersaison.

    https://www.dfb.de/fileadmin/_…IFA_2014-2015_Deutsch.pdf


    Dieses Regelheft hat aber nichts mit dem Kinder- und Jugend-Futsal zur Überbrückung des Winters zu tun, bitte nicht verwechseln.

    Ich rede auch nicht vom Regelheft des DFBs, sondern wie gesagt vom Regelwerk meines Fussballverbandes.


    Nachzulesen Hier (XII. - 12.) und Hier (Seite 24).


    Da ich den Thread erstellt habe und auch ganz bewusst geschrieben habe, dass es hier um Jugendfutsal geht, weiß ich nicht, warum sich das ganze hier in Richtung "Futsalregeln vs. Hallenfussball" entwickeln muss.


    Dass es um Jugendfutsal (also Futsal Light) geht, ist doch klar ersichtlich.

    Übrigens ist das Grätschen schon seit Jahren beim Futsal wieder erlaubt.

    Mit solchen totalen Aussagen wäre ich vorsichtig. In meinem Fussballverband steht es in sämtlichen Regelwerken als verboten drin.


    Aber wo wir schon über Regelkunde beim Futsal reden: Hält der Torwart einen Ball aus dem Spiel heraus, darf er ihn auch schießen, oder? Werfen/rollen MUSS er ihn nur, wenn er im Toraus war?!

    das ist keine Futsal Eigenheit das Problem zieht sich durch den ganzen Fußball..

    aber es gibt keine

    Direktabnahme
    alle Tore werden mit dem Innenrist gemacht

    beim Futsal?

    Wo habe ich das denn geschrieben? In vielen Situationen ist es sinnvoll, den Ball mit der Sohle zu kontrollieren, da man ihn sofort unter Kontrolle hat - anstatt dass er auf dem glatten und harten Hallenboden verspringt. Auch der sogenannte "First Touch" wird oft mit der Sohle ausgeführt. Ich habe nicht gesagt, dass Direktabnahmen und Innenristannahmen verboten oder verpönt sind, aber in vielen Situationen, in denen sie draußen angewendet werden, führen sie in der Halle zu Fehlern (Ball verspringt), besonders bei Jugendmannschaften.


    ist auch keine Besonderheit wenn ich den Ball abstoppe. Ob der Ball mit der Sohle gestoppt wird hängt eher von der Situation ab.

    Innenrist wird in erster Linie bei der Ballmitnahme (Offene Stellung) angewandt. Kommt das nicht bei Futsal vor oder wird hier jeder Ball Tot-gestoppt?

    Gibt es keinen First Touch im Lauf?

    Vielleicht solltest du dir mal ein professionelles Futsal-Spiel anschauen (oder Einheiten auf Youtube). Hier wirst du schnell merken, was für einen Sinn und was für einen Vorteil die Sohlenannahme hat und warum diese (vor allem im Futsal-Training bei mir) in so gut wie jeder Situation gefordert wird.

    Das mit dem 4+1 ist bei uns in AUT nicht schlagend weil wir in meinem und fast allen anderen Bundesländern mittlerweile seit Jahren 4+1 spielen (U6-U8), auch die meisten Hallenturniere werden bei uns so gespielt. Bevorzuge das 1-2-1 wegen der Dreiecke. Somit sind die Argumente eher Fußballspezifisch für mich und nicht speziell.

    Bis auf den Torwart und die 4 Sekunden Regel ist alles gleich. Wobei diese 4 Sekunden Regel wende ich schon immer bei allen Teams an.

    Ball ja aber Technik finde ich jetzt nicht das sie so massiv abweicht um sie jetzt speziell zu nennen.

    Findest du - ist in Ordnung. Finde ich nicht. Ich habe ausführlich erklärt, was für mich die Unterschiede sind und worauf man technisch achten sollte. Das sind sicher keine Fakten, aber das werden dir sicher Futsal-Trainer bestätigen. Ich habe übrigens mehrere Einheiten zusammen mit einem Trainer eines Top-4-Vereins in Deutschland vorbereitet und durchgeführt, so falsch kann ich mit meiner Einschätzung nicht liegen.

    Du kannst natürlich gerne das machen, was du willst. Da hier in Deutschland die bereits genannten Futsal-Regeln gelten, steht nicht zur Diskussion, was besser oder schlechter ist.

    Dass Futsal-Training mit Futsal-Ball und den Ansätzen der Futsal-Regeln als Vorbereitung für Futsal-Turniere am sinnvollsten sind, steht außer Frage. Deshalb meine Eingangsfrage: Ist es sinnvoll, das Training speziell auf Futsal zuzuschneiden? Meine Antwort ist inzwischen übrigens Ja, der Thread kann theoretisch zu, wenn es jetzt nurnoch darum gehen soll, was besser oder schlechter ist!

    Hab ich eigentlich hier im Thread schon öfters geschrieben, kann es aber für dich nochmal erklären:

    Die Eigenarten des Futsal-Balls erfordern eine andere Technik als beim Hallenfussball mit einem "normalen" Ball. Besonders beim Anstoppen (Sohle statt Innenseite), Schießen, Dribbeln und Passen verhält sich der Ball ganz anders. Ich habe genug Teams gesehen, die technisch nicht in der Lage waren, aus 5 Metern das Tor zu treffen, weil sie direkt geschossen haben oder mit Vollspann schießen wollten - sie haben die Technik für einen normalen Fussball an einem Futsal angewendet. Meine U13 macht das eben nicht mehr, sondern nimmt sich die Ballkontrolle mit einer Sohlenannahme und kann präzise abschließen. Es gibt genug Übungen, mit denen man diese technischen Fertigkeiten erlernen kann. Und diese erlernt man nicht beim klassischen Hallenfussball.


    Dann haben wir taktische Aspekte: Natürlich sind diese beim 4+1-Spiel bei beiden "Sportarten" ähnlich. Doch da beim Futsal teilweise ohne Bande gespielt wird, die 4-Sekunden-Regel gilt (auch für den TW) und technisch manche Sachen möglicher, andere unmöglicher werden, sind auch hier Dinge anders. Spiele ich ein 1-2-1, ein 3-1, ein 2-2 oder ein 4-0? Binde ich den TW ein (eventuell sogar fliegender Torwart)? Allein dadurch, dass der TW mitspielt, hat man eine Person mehr. Auf die Idee würde ich beim klassischen Hallenfussball nie kommen, da mit einem normalen Ball jeder aus 30 Metern das Tor treffen kann. Mit einem Futsal-Ball ist das technisch viel schwieriger.


    Und um nun auf deine Frage zurückzukommen: Spezielles Futsal-Training bedeutet, sich mit den Eigenarten des Balles und der dazugehörigen Technik vertraut zu machen. Sohlenannahme fordern, Abschlüsse mit Innenseite oder Picke, Passspiel nur in den Fuß. Taktisch bedeutet es, immer in Bewegung zu sein, in Überzahl sichere Pässe zu spielen, Räume abzusichern oder zu besetzen, die ein Mitspieler freimacht, da der Gegner mit dem Futsal auf engstem Raum Bälle verarbeiten kann und ohne Gegnerdruck einen großen Raumgewinn erzielen kann. Aufgrund der 4-Sekunden-Regel gehören Standards wie der Einkick, TW-Abwurf oder Freistöße am Strafraum ebenfalls zur Taktik, die (weil ständig solche Situationen vorkommen) wichtig ist.


    Unter Hallenfussballtraining verstehe ich, dass man mit einem normalen Ball die gleichen Übungen macht, die man auch draußen macht. Kann man machen, ist legitim. Man wird nur in Wettbewerben (und die werden nunmal im Futsal ausgetragen) in entscheidenden Situationen den Kürzeren ziehen, weil man mit dem Sport Futsal nicht so vertraut ist. Meiner Meinung nach schadet es aber der Entwicklung, da man von den gleichen Gegebenheiten wie draußen ausgeht (gleicher Ball, gleiche Technik), obwohl sich der Ball auf dem Boden komplett anders verhält.


    Ich hoffe, das ist für dich eine hinreichende Erklärung.

    - das Torwartspiel ist nicht eingeschränkt,

    - keine Nettospielzeit,

    - eine Schiedsrichter reicht (bei nichtoffiziellen Spielen/Turnieren),

    - jüngere Jahrgänge können mit einem gewichtsreduzierten Futsal-Ball spielen,

    - es gilt (im Regelfall) ein absolutes Grätschverbot.

    Dazu möchte ich sagen, dass "Futsal Light" die einfache Version vom Futsal ist. Einige Elemente sind übernommen, andere sind aus dem Hallenfußball geblieben.

    Weitere wichtige Regeln sind:

    - es kann mit Rundumbande, einer Bande oder keiner Bande gespielt werden

    - es kann auf 5m-Tore oder 3m-Tore gespielt werden

    - die Letzte Minute ist Nettospielzeit (um extremes Zeitspiel kurz vor dem Ende zu unterbinden)

    - beim Einschuss, Freistoß oder Abwurf hat man nur 4 Sekunden Zeit zur Ausführung

    - der Torwart darf den Ball in seiner eigenen Hälfte nur 4 Sekunden kontrollieren

    - ALLE Standards bis auf die Ecke (welche allerdings fast unmöglich zu treffen ist) sind indirekt

    - es gibt 2-Minuten-Strafen, Gelbe und Rote Karten


    Da Futsal (Light) in vielen Verbänden PFLICHT ist, erübrigt sich eine Diskussion, was ihr bevorzugt. Im Eingangspost war die Fragestellung, ob ihr explizit auf den Futsal eingeht. Ich wollte dabei eigentlich nicht die Diskussion anregen, wer was schlechter oder besser findet.

    Meine Eingangsfrage war, ob ihr in der Halle bolzt oder ob ihr spezielle Eigenarten (taktisch, körperlich und technisch) des Futsals in euer Trainingsprogramm aufnehmt. Ich habe dies getan und war damit mit meiner Mannschaft vielen anderen Teams in der Halle total überlegen.


    Aber da hier der ein oder andere wohl gerne über die Unterschiede diskutieren möchte, habe ich eine Frage dazu: Ist es gut, wenn man in der Hallensaison monoton nah am Draußenfußball und den Draußen-Trainingsmethoden bleibt oder ist es für die Kids besser, wenn man Abwechslung ins Spiel bringt und sich damit noch speziell auf Wettkämpfe in der Halle vorbereitet?


    Da ich aktuell einmal in der Halle und einmal draußen trainiere, merke ich, wie sich auch das Kurzpassspiel und die Kombinationen draußen verbessern. Die Technik hat bei vielen in den wenigen Wochen einen großen Sprung gemacht. Und da wir nun offenbar auch einige gute Entwicklungsschritte aus dem Futsal-Training mitnehmen, weiß ich, dass ich mich mit speziellem Futsal-Training richtig entschieden habe!

    Also entweder willst du uns veräppeln oder der Typ hat nen veritablen Dachschaden.

    Sehe auch nurnoch die beiden Optionen... Bei einer F-Jugend (!!) nur bestimmtes Obst zulassen, weil manches zu zuckerhaltig ist? :D Ja gut, das könnten die entscheidenden 0,1% sein, die am Ende fehlen. Dass in der F-Jugend aber leider die anderen 99,9% von ganz anderen Dingen abhängen (u.A. die Konzentration, die darunter leidet, wenn jemand Hunger hat), ist wohl völlig außer Acht gelassen worden!

    Wortlaut des chatverlaufs war, dass der Trainer beklagt hat, dass die Kinder zum Nachmittag hin immer schlapper wurden. Die Mutter meinte ja wie du gerade sagtest, die Kinder wurden immer müder usw, weil ihnen der Hunger im Weg war. Wir können die Kinder nicht wie Leistungssportler behandeln und sie plötzlich auf solch eine Fastenkur setzen. Er daraufhin: benutz meine Worte nicht für deine Logik!

    Sie wurde sauer hat ihm dann ganz deutlich gesagt, dass es ihr um das Bedürfnis ihres Kindes ginge und der Rest interessiert sie in diesem Moment nicht und wenn ein Kind sagt, ich habe Bauchschmerzen und kann nicht mehr, ist da eine Grenze überschritten und er soll da eine Lösung finden damit das nicht nochmal vorkommt.

    Das hat ihn sauer gemacht und seitdem wird sie ignoriert bei allem auch wenn sie ihn persönlich anschreibt

    Als souveräner Trainer sollte man solche Diskussionen nicht in einer Whatsapp-Gruppe zulassen. Wenn sowoas im Anflug ist, dann sollte er die Mutter anrufen und das unter 4 Augen/Ohren klären und nicht vor der versammelten Elternschaft, die wahrscheinlich mit Popcorn am Handy sitzt oder sich im schlimmsten Fall noch eine Meinung gegen den Trainer bildet.


    Wir hatten das im Verein, da haben sich ein Trainer und sein Co-Trainer in einer Whatsapp-Gruppe vor den Eltern gestritten. Peinlicher gehts echt nicht mehr, die haben natürlich massiv an Ansehen verloren.


    Vor allem, weil dabei unheimliche Missverständnisse entstehen können.

    War es denn wirklich nötig das Turnier so zu gewinnen? Ich verstehe dein verhalten nicht, lass die Jungs doch einfach spielen und kümmer dich nicht um Dinge wie den "stärksten Konkurrenten" , dann kommt auch dieses "Problem" nie wieder vor.

    Meine Reaktion gegenüber der Mannschaft, die am Ende gegen uns so hoch verloren hat, zeigt ja, dass es in sportlicher Hinsicht unnötig war. Auf der anderen Seite stand aber die unfaire Mannschaft auf der Tribüne (die im Turnierverlauf auch durch Handgreiflichkeiten und Unfairness aufgefallen ist), denen wir den Turniersieg nun mal nicht gönnen wollten.

    Und ich weiß nicht, warum du dich an der Aussage "stärkster Konkurrent" aufhängst: Es ist jawohl das gute Recht jeder Mannschaft, zu einem relativ gut besetzten Turnier zu fahren mit der Absicht, es zu gewinnen. In der D-Jugend, wo es zumindest in meinem Umfeld bereits leistungsorientiert zugeht, ist das sicher nichts unmenschliches.

    ganz einfach: am Anfang des Turnieres fragen. Dann gibts das Theater nicht.

    Ja, das habe ich daraus gelernt. Aber normalerweise geht man doch davon aus, dass die Regeln des Turniers denen vom Verband entsprechen und wenn sie davon abweichen, es vom Turnierausrichter mitgeteilt wird.

    Ich richte ja auch kein Turnier aus und entscheide dann vor dem letzten Spiel, dass Handspiel erlaubt ist und Fouls nicht mehr abgepfiffen werden, damit ich es doch noch irgendwie gewinnen kann!

    Heute war ich auf einem D-Jugend-Turnier eines Nachbarvereins:


    Im ersten Spiel gewannen wir gegen den wohl stärkste Konkurrenten, verloren das zweite Spiel sehr unglücklich und gewannen dann die nächsten beiden Spiele.

    Da der "größte Konkurrent" vor dem letzten Spiel nun punktgleich war, kam die Frage auf, ob der direkte Vergleich oder das Torverhältnis zählen würde. Die Turnierleitung wusste es nicht. Ich wies sie darauf hin, dass in unserem Landesverband in allen Jugendmannschaften IMMER zuerst der direkte Vergleich zählt. Ich zeigte ihnen auch den entsprechenden Teil der Durchführungsbestimmungen. Trotzdem entschied die Turnierleitung darauf, dass zuerst das Torverhältnis zählen würde! Das ist auch ihr gutes Recht, aber das kann man doch nicht erst 2 Spiele vor dem Ende des Turniers durchsprechen und dann willkürlich entgegen aller offiziellen Regeln festlegen. Entweder wird das in vereinseigenen Regeln festgelegt, die den Gastmannschaften offenliegen, oder es sind die Verbandsregeln.


    Nun das letzte Spiel: Wir hatten ein Torverhältnis von 13:3, der Konkurrent hatte 21:3. Ich hatte die Turnierleitung außerdem darauf hingewiesen, dass eine Entscheidung durch das Torverhältnis dazu führen würde, dass der letzte Gegner (eine sehr schwache D2-Truppe) absolut keinen Spaß am Spiel haben würde, wenn wir hoch gewinnen "müssen" - war ihnen egal.

    Während die konkurrierende Mannschaft auf der Tribüne ziemlich unsportlich jede vergeben Chance von uns bejubelte und uns auch noch beleidigte, gewannen wir in der Schlusssekunde mit 8:0. Somit war das Torverhältnis gleich und es zählte dann in zweiter Instanz doch der direkte Vergleich - den wir gewonnen hatten. Also unser Turniersieg und es war erstmal Ruhe in der Halle.


    Trotzdem hat das einen ziemlich faden Beigeschmack und ich habe mich beim letzten Gegner entschuldigt, dass wir so hoch und deutlich gewonnen haben (weil wir es für den Turniersieg in diesem Modus mussten). Der Trainer war zwar glücklich, dass wir gewonnen haben und nicht der unsportliche Gegner, aber die Kinder taten mir echt leid.


    Habt ihr mit sowas schon Erfahrungen gemacht und wie würdet ihr damit umgehen? Es muss doch eine klare Regelung herrschen und die muss doch mit der des Verbandes übereinstimmen!

    Das sind natürlich alles subjektive Eindrücke. Wenn Bennoah das aus Sicht eines G-Jugend-Trainers schildert, wird er damit sicherlich gute Passstafetten (interessantes Wort) auf diesem Niveau meinen. Wenn das natürlich ein Senioren-Trainer liest, hat dieser ganz andere Bilder im Kopf und wundert sich, wie denn 6-Jährige den Ball besser laufen lassen können als so mancher Kreisligist.


    Was mit den Worten genau gemeint ist, ist vollkommen egal, weil es da um Spitzwindigkeiten geht. Was zählt ist, dass Bennoah glücklich und zufrieden mit den Spielen, den Spielern und der Leistung war, denn die kann er am besten einordnen und es ging ja nun auch nur um sein persönliches Befinden und nicht darum, dass er hier prahlen wollte. Und ein gutes persönliches Befinden hat er sich bei dieser komplizierten Zusammenarbeit wirklich verdient! :thumbup:

    In den letzten 2 Monaten ging es eigentlich ganz human beim Training zu, ab und zu ist der Junge dann aber durch überhartes Einsteigen (allerdings keine Fouls, nur heftiger Körpereinsatz) und durch Diskussionen über Unsinn (Trainingsspiel zu früh abgepfiffen oder andere foulen ständig) aufgefallen.


    Heute allerdings folgendes:

    Zunächst schrieb er mir bei Whatsapp, dass er später kommt. Er kam dann aber doch pünktlich und sagte mir, dass er nicht wusste, wie schnell er mit Fortnite fertig wird (könnte für den späteren Teil der Geschichte noch wichtig werden).

    Beim Abschlussspiel (Turnierform) war er im Zweikampf mit einem zweikampfstarken Spieler (spielt Kreisauswahl). Den Zweikampf gewann der Kreisauswahlspieler, mein "Problemspieler" sagte dann "hör doch auf zu foulen". Als Antwort bekam er "ich hab nicht gefoult, ich hab doch den Ball gespielt". Ein anderer Spieler kam auf die beiden zu und sagte mit einer schlichtenden Geste "Lass ihn doch in Ruhe und spiel weiter". Diesem Spieler wurden dann die Beine weggetreten und er landete auf dem Boden.

    Ich schickte den Problemspieler sofort in die Kabine, ließ das Spiel zu Ende laufen und ging mit den beiden anderen Beteiligten in die Kabine, um das unter 8 Augen zu klären.

    Ich ließ zuerst den Problemspieler erklären, dann die beiden anderen. Die Geschichte wurde von allen Seiten ungefähr gleich wiedergegeben. Der Kreisauswahlspieler sagte auch noch (zur Verteidigung des Problemspielers) "Ja, vielleicht hab ich ihn auch am Fuß getroffen, aber das war keine Absicht".

    Alle drei gaben sich die Hand und sagten, dass sie alt genug sind, das zukünftig vernünftig zu klären.

    Im letzten Turnierspiel war der Problemspieler aber nochmal auf dem Feld, wollte ins Tor gehen und setzte sich dann auch lautstark durch. Er hielt einen Ball, legte ihn sich vor die Füße und rannte los. Natürlich klar, dass er den Ball beim ersten Gegenspieler verlor und das Gegentor fiel. Seine ganze Mannschaft erklärte ihm, dass er als Torwart im Tor bleiben soll, wenn er dort schon unbedingt spielen will. Aber seine Antwort war, dass er ja bei dem Ballverlust gefoult wurde. Dann ging er aus dem Tor raus und stellte sich in den Sturm, wo er auch stehen blieb und nur auf lange Bälle wartete. Als seine Mannschaft dann verlor, wollte er wutentbrannt das Spielfeld verlassen und meckerte gegen alles und jeden, weil sie ja verloren haben.


    Ich rege mich tierisch auf, dass ich das ganze habe durchgehen lassen, weil wir uns in der Kabine "versöhnt" haben. Im Nachhinein hätte ich den Jungen für den restlichen Januar nach Hause schicken sollen, weil ich es mir für den nächsten Fehltritt auch so vorgenommen hatte. Wenn aber dann 2 Spieler daneben sitzen und ihn "entlasten", obwohl sie quasi die Opposition sind, dann fällt es schwer.

    Ich habe außerdem das Gefühl, dass Fortnite vor dem Training dafür sorgt, dass Kinder aggressiv oder leicht reizbar sind.


    Was soll ich tun? Mein Co-Trainer war leider nicht da, ich habe ihm die Situation aber schon geschildert und er wird sich auch eine mögliche Lösung überlegen.

    Aus dem Bauch heraus würde ich dem Jungen am liebsten morgen mitteilen, dass er die nächsten 3 Wochen zu Hause bleiben kann. Damit würde er die Endrunde unserer Hallenkreismeisterschaften und ein Freundschaftsspiel gegen die U13 eines Zweitliga-Vereins verpassen. Das wäre schon eine harte aber gute Strafe, die vielleicht etwas bewirken kann.


    Er ist nun in den Jahren, in denen ich sein Trainer bin, mit so vielen anderen Kindern aneinandergeraten und immer sind die anderen Schuld. Komischerweise lebt der Rest der Mannschaft in Harmonie und nur, wenn er dabei ist, gibt es Probleme. Deshalb reizt es mich echt, dem ganzen Treiben ein Ende (oder eine 3-wöchige Pause) zu setzen.

    Wow, das ist eine verzwickte Situation.


    Ich würde hier ansetzen: War die Kündigung überhaupt gerechtfertigt? Soweit ich weiß, können Vereine nicht einfach Mitglieder "rausschmeißen". Hier muss entweder die Satzung etwas beinhalten oder es muss wirklich was krasses vorgefallen sein (was bei einer 6 Spiele-Sperre ja durchaus möglich ist).


    Wenn ihr zu dem Schluss kommt, dass der "Rauswurf" nicht rechtens war, dann ist weiterhin die Frage, ob die Abmeldung vom Spielbetrieb rechtens ist.


    Aber das hier könnte eure Rettung sein:

    In unserem Verband (Westfalen) ist es folgendermaßen: Eine 6 Spiele-Sperre würde bedeuten, dass der Spieler für 6 Wochen, aber maximal für 6 Spiele gesperrt ist. Habt ihr den Spieler theoretisch am 1.1.2019 angemeldet, sitzt er dann 6 Wochen draußen und kann dann eingreifen (bis Mitte Februar gibt es eh keine Pflichtspiele).

    Einer meiner Seniorenspieler hat vor einem spielfreien Wochenende eine Gelb-Rote-Karte bekommen, war dann am spielfreien Wochenende gesperrt und konnte danach wieder spielen.

    Ein anderer Spieler bekam Anfang Dezember eine Rote Karte im letzten Hinrundenspiel, wurde für 4 Wochen gesperrt: Er ist seit dem 31.12.2018 wieder spielberechtigt, weil er die 4 Wochen abgesessen hat.

    Ob die Regelung so gut oder schlecht ist, möchte ich nicht beurteilen. Aber wenn du Glück hast, dann ist es in deinem Landesverband auch so in der Spielordnung und der Spieler hat seine Wochen schon abgesessen.


    PS: Das waren die einzigen Platzverweise meiner Mannschaft und beide waren ABSOLUT ungerechtfertigt!! 8o

    Wieviel Zeit hast du? =)


    Wenn sie bei dir auf den Bäumen wächst, dann könntest du erstmal die C-Lizenz machen, um dich tiefer mit dem Thema so auseinanderzusetzen, wie es der Verband von Trainern erwartet. Quasi als "Schnupperkurs", um in die Denkweisen eingeführt zu werden und die Grundlagen zu lernen.

    Danach könntest du dann die B-Lizenz angehen.

    Ich habe es so gemacht (bzw. habe die C-Lizenz vor einem Jahr gemacht und mache nun die B-Lizenz) und finde ganz sinnvoll, dass es ich mir vorher die Grundlage vom Verbandsdenken angeeignet habe.


    Falls du diese Zeit nicht aufbringen kannst und von dir als Trainer schon sehr überzeugt bist, dann kannst du auch mit der B-Lizenz starten. Auch dort wird man dich nicht überfordern. Bedenke aber, dass du bei Bestehen der B-Lizenz theoretisch Mannschaften bis zur Oberliga trainieren darfst - entsprechend sind auch die Anforderungen.


    Dennoch würde ich erst mit der C die Grundlagen schaffen, sie sacken lassen und dann mit der B durchstarten.

    Da bin ich absolut deiner Meinung. Selbst als Trainer wird man nie alles richtig machen - man lernt in dieser Tätigkeit genauso bei jedem Training etwas dazu wie als Spieler bzw. Kind.


    Gute Spieler haben und mit denen gewinnen kann jeder. Aber irgendwelche Ergebnisse an Wochenenden sind nur im Profifussball der Maßstab für gute Trainerarbeit (und selbst da ist es kein guter Maßstab). Jugendfussball (zumindest im mittleren Kreisliga-Bereich oder G- bis E-Jugend) wird von manchen Trainern leider so interpretiert wie Profifussball. Dabei sollten diese Trainer dankbar sein, dass sie mit Kindern arbeiten können, die besser als andere sind.

    Viel schöner ist es doch, wenn ich nach 6 Monaten einen kompletten Anfänger ohne Qualitätsverlust in einem Ligaspiel einsetzen kann - für den Jungen und den Trainer. Dann weiß ich, dass ich ihm diese Entwicklung ermöglicht habe!!


    Offenbar hat der hier erwähnte Trainer eher ein Auge auf den schnellen Erfolg und Siege bei Turnieren geworfen. Das ist nicht verwerflich. Verwerflich ist aber, dass er offenbar gar kein Interesse daran hat, die weiterzubringen, die nicht so einfach gewinnen können.