sowas kenne ich auch zugenüge......so ein Schwachsinn, in dem Alter /Stadium...... bei diesen Aussagen könnte ich die Wände hochgehen
Ich will so ein Verhalten in keinster Weise gut heißen, dennoch möchte ich es auch etwas relativieren:
Selbst wenn für den Trainer die Entwicklung im Vordergrund steht, so erwartet jeder Außenstehende auf die Frage "Wie habt ihr gespielt?" nicht ein Adjektiv, sondern ein Ergebnis. Es ist ein langer Prozess, auch den Kindern einzutrichtern, dass die Ergebnisse im Jugendbereich zweitrangig sind. Bis das aber angekommen ist, wird sich jeder besonders toll fühlen und eventuell überheblich sein, der ein Siegtor geschossen hat und jeder, der vielleicht ein Tor zur Niederlage verschuldet hat besonders schlecht. Ich habe auch Sieger-Mannschaften erlebt, die die Verlierer ausbuhen oder beleidigen => Verlieren will man aus solchen Gründen nicht.
Habe ich nun ein Kind im Team, dem ich nicht zutraue, gegen die Gegenspieler in diesem Spiel mitzuhalten und bei dem quasi vorprogrammiert ist, dass es am Ende von Mitspielern für eine eventuelle Niederlage verantwortlich gemacht wird, dann ist es sicher sinnvoller, das Kind NICHT in einer heißen Schlussphase einzuwechseln. Natürlich sollte es so ein Verhalten in einer Mannschaft nicht geben, aber Kinder können wirklich fies sein.
Hier ist es allerdings Aufgabe des Trainers, Lösungen für so eine Situation zu finden:
- weiß ich schon vorher, wie gut der Gegner ist und kann den Kader dementsprechend planen?
- lasse ich die "schwächeren" Kinder vielleicht schon die erste Halbzeit spielen, sodass am Ende nicht alles auf DEN Fehler zurückgeführt werden kann?
- lebe ich der Mannschaft durch einen schwächenden Wechsel vielleicht den NICHT-Ergebnisfussball vor, wenn ich es mit den richtigen Worten erkläre?
- kann ich den Rest der Mannschaft mit ins Boot holen und von den anderen einfach mehr Unterstützung und Coaching für den Spieler fordern?
Was ich mit dem Beitrag sagen will: Die Lösung, die der Trainer in diesem Beispiel gefunden hat, ist mit Sicherheit die allerschlechteste. Dennoch kann er rationale und sinnvolle Gründe (zum Schutz der Spieler) dafür gehabt haben, mit denen sich auch andere Trainer oft konfrontiert sehen - allerdings finden diese vielleicht bessere Lösungen (siehe oben) dafür.