Nachdem ich mich u. A. im Frustabbau-Thread und in fast jedem zweiten Beitrag der letzten Jahre über meinen Jugendverein aufregen musste, in de ich fast 30 Jahre Mitglied/Spieler war und auch über ein Jahrzehnt mindestens zwei Teams gleichzeitig trainiert habe, habe ich den Verein im März verlassen.
Seitdem haben meine engsten Freunde (die in dem Zuge auch den Verein verlassen haben) und ich einige Probetrainings gemacht und einen neuen Verein gefunden. Allgemein habe ich in allen Vereinen, die ich gesehen habe, vernünftige Strukturen gesehen und man konnte überall nur über das, was ich von meinem ehemaligen Verein berichten konnte, den Kopf schütteln.
Wir können jetzt als Anfang- und Mitt-dreißiger nochmal Kreisliga A spielen und sind super im neuen Verein aufgenommen worden. Dazu haben sich - als bekannt wurde, dass ich meinen langjährigen Trainerjob aufgegeben habe - etliche Vereine aus der Umgebung bis hoch zur Landesliga gemeldet, um mich für sich zu gewinnen. Allerdings habe ich mich dazu entschlossen, bei meinem neuen Verein den spielenden Co-Trainer zu machen, wobei der sehr erfahrene Trainer (hat Regionalliga gespielt) mich unbedingt auf Grund meiner fachlichen Kompetenz/Ausbildung im Trainerteam haben möchte.
Habe schon richtig Bock auf die Aufgabe und habe mit dem Ende der Saison jetzt auch meine Favoriten bei Fussball.de aufgeräumt. Meine ehemaligen Teams hatten leider ergebnistechnisch einen kompletten Bruch, nachdem ich weg war. Tut mir Leid für die Spieler, für den Verein und die Nachfolgetrainer (die an allen Stuhlbeinen gleichzeitig gesägt haben) aber nicht. Meine U19 habe ich als Tabellendritten und fairste Mannschaft übergeben, in den letzten 6 Spielen zur unfairsten Mannschaft geworden und nach Niederlagen gegen die letzten Teams der Liga gerade noch Platz vier gerettet. Meine D-Jugend war ungeschlagen auf Meisterschaftskurs, mit meinem Ausscheiden ging die Beteiligung runter und nach vier Niederlagen geht es am kommenden Samstag nur noch um Platz 2. Meine Herrenmannschaft hat quasi die beste Startelf, die der Verein in den letzten 10 Jahren aufbieten konnte, verloren und hat dann die Hälfte der restlichen Spiele verloren. Schade, denn wenn die Spiele gewonnen worden wären, wäre das Team aufgestiegen und das wäre komplett realistisch gewesen, wenn man die Truppe und das Trainerteam behalten hätte.
Aber wer es verfolgt hat: der Verein wollte es ja so, die Gründe für die Trennung waren, dass man mit leistungsorientiertem Denken und Erfolgshunger im Verein falsch ist. ![]()
