Beiträge von Coach1976

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    Je nachdem in welchem Bereich man sich befindet und wieviel Trainingszeit zur Verfügung steht, kann man ein breiteres Spektrum trainieren oder muss eben Priorisieren.

    Bei einer Profimannschaft, die im Trainingslager 2-3 Einheiten absolviert ist ein solches Einwurftraining sicher sinnvoll und ggf. sogar eine gut einzubauende Regenerationseinheit.

    Im Breitensport v.a. bis inkl. D-Jugend sollten die Jungs natürlich wissen wie ein richtiger Einwurf funktioniert und das Thema schnelle Spielfortsetzung sollte sowieso immer auf der Tagesordnung stehen. Aber statt durch Verbesserung der Einwurftechnik weite zu gewinnen, kann ich mir bei 2 Trainingseinheiten pro Woche sinnvolleres vorstellen.

    Das System ist ab D-Jugend aufwärts gut.
    In der F und meiner Meinung nach auch in der E hat ein Ligensystem einfach nichts verloren.

    Hier müssten meiner Meinung nach zwingend Turniere / Festivals mit mehreren Teams in unterschiedlichen Spielformen angeboten werden. Da kann von 3:3 über 5+1 und wenn´s sein muss meinetwegen auch mal ein 7+1 alles dabei sein. Wichtig ist, dass alle beteiligten das Ziel haben spannende, knappe Spiele zu haben und die Spielformen und Regeln entsprechend untereinander abstimmen.

    Besser alle 2-3 Wochen eine Veranstaltung dieser Art als jede Woche 2*20 Minuten die Hucke vollzubekommen, oder jeden Gegner gnadenlos abzuschießen.

    Zu 4.

    Torschützen im Spielbericht in der F Jugend eintragen?

    Ja wird bei uns explizit gefordert.

    Zusammen mit Deinen Posts zum Thema "Staffeleinteilung" ergibt sich ein wirklich katastrophales Bild von den Gegebenheiten in deinem Verband. Wäre mal interessant zu wissen, ob es sich da um einen extrem rückwärtsgewandten Kreisspielleiter handelt, oder ob der komplette Landesverband so hinterwäldlerisch tickt.

    Warum wird das Schulfach Sport benotet?

    Wichtiger Punkt! Ich vertrete schon seit längerem den Standpunkt, dass die "kreativen Fächer" (Sport, Musik, Kunst, Religion/Ethik etc.) besser ohne Leistungsbeurteilung stattfinden sollten. Die Kinder, die eine Affinität dafür haben Performen in diesen Fächern egal ob sie eine 1 bekommen oder nicht. Diejenigen, die sich damit schwerer tun, werden durch schlechte oder mittelmäßige Noten eher demotiviert.

    Bezogen auf Sport: keine Noten bis inkl. 8. Klasse. Ab 9. Klasse können die Schüler Sport als Leistungsfach belegen und erhalten dann auch Noten darauf. Alle anderen dürfen/müssen weiterhin als "Breitensportler" am Unterricht teilnehmen, erhalten aber keine Noten, sondern tun lediglich etwas für Ihre Gesundheit.

    Die Punkte würde ich so komplett unterschreiben.

    Bei Punkt 2.) war wohl eher Ausbildung schlägt Scouting gemeint, oder?


    Besonders den Aspekt Sport-/Bewegungskindergarten finde ich interessant. Bei entsprechendem Wetter bieten die meisten Kitas (zumindest auf dem Land) durch große Freiflächen ja genug Möglichkeiten zum Toben und Bewegen, wobei der sportliche Aspekt unterstützt durch Fachkräfte da sicher nicht zum Tragen kommt.

    Schwieriger wird es, wenn wetterbedingt die Zeit drinnen verbracht wird. Mir sind wenige Kindergärten mit ausreichend großer Sporthalle oder Indoor-Klettergerüst bekannt.

    Ich würde eher sagen, in den Schulen und Kindergärten müssen deutlich mehr Bewegungserfahrungen für die Kinder angeboten werden.

    Bewegungserfahrungen ist das entscheidende. Egal, ob Schule, Kindergarten, Elternhaus etc. Alle müssten hier ihren Beitrag leisten. Das käme nicht nur dem Fußball, sondern allen Sportarten zugute. Langfristig profitiert die Gesellschaft im Gesundheitssektor und am allermeisten natürlich die Kinder.

    Wenn ich allerdings den Zeitaufwand, den meine Kinder heute am Nachmittag allein für die Grundschule aufbringen müssen / mussten (an der Weiterführenden wird´s nicht besser) mit meiner Kindheit vergleiche und dann fragt man sich leider immer wieder, wo und wann sie diese Erfahrungen sammeln sollen

    Dass Eltern während dem Spiel Einfluss nehmen oder gar den Trainer kritisieren, darf definitiv nicht passieren.

    Trotzdem muss es natürlich erlaubt sein, dass Eltern nachher gegenüber Ihren Kindern auch einmal eine andere Meinung vertreten als der Trainer. Das muss ja nicht unbedingt bedeuten, dass alle Eltern der Meinung sind, die Bälle müssen nach vorne oder ins ausgeschlagen werden.

    Es muss aber möglich sein, als Elternteil (v.a. wenn man fachlich ebenfalls einigermaßen qualifiziert ist) sein Kind z.B. gegen negative Kritik vom Trainer zu bestärken und ihn bei der Diskussion darüber auch mal (selbstverständlich sachlich) zu zu unterstützen.

    Dabei sollte aber immer das Kind als Einzelperson im Fokus stehen und nicht die Mannschaft als ganzes, die Taktik oder Mitspieler.

    Das alles geht Eltern nämlich wirklich gar nichts an.

    Charles De Goal
    das System, das ihr vor Corona hattet klingt ja Nahe am Optimum, wenn man Wettbewerbe mit Meisterschaftscharakter beibehalten will. Meldung nach stärke in ausreichender Detaillierung, kurze Findungsrunde und anschließend hoffentlich Endrunden mit möglichst ausgeglichenem Niveau.

    Aus welchem Grund wurde denn die Findungsrunde abgeschafft? Die ist doch das ideale Mittel um die subjektive Einschätzung noch einmal zu objektivieren.

    So wie Du die Situation und dein Vorgehen beschreibst, gibt es an Deiner Vorgehensweise eigentlich nichts zu verbessern.

    Die Nachfragen und den Wunsch immer zu spielen musst Du wahrscheinlich einfach aushalten und hinnehmen. Prinzipiell ist es ja positiv, dass alle spielen wollen. In älteren Jahrgängen würdest Du Dir die Situation wieder herbeiwünschen...


    Am meisten hilft vermutlich einfach mehr Spiele / Turniere (am besten Funino) auszumachen um möglichst viel Spielzeit anzubieten.

    Wenn die anderen Vereine nur eine Mannschaft zusammenbekommen, warum treffen sich nicht drei Vereine? Ihr mit 2 Teams und die anderen mit jeweils einem? Ihr könntet 2 Spiele parallel laufen lassen oder verkürzte Spielzeit und dafür ein kurzes Turnier mit jeder gegen jeden.
    Das Problem dabei ist halt, dass mehr Spiele + Termine für Spiele auch Dein Zeitbudget belasten. Da kommt es darauf an, wie gut Euer Trainerteam aufgestellt ist und wie gut die Aufgabenteilung funktioniert.


    Mit der Aussage: "wer nicht richtig beim Training mitmacht spielt am Wochenende nicht" tue ich mir etwas schwer. Es geht um 5-6 jährige...

    Besser finde ich da das was Goodie weiter oben anspricht:


    Was ich akzeptabel finde ist, dass die Kinder erst dann einen Spielerpass erhalten, wenn sie die Grundzüge der Spielregeln verstanden haben: in welches Tor wird geschossen, welches wird verteidigt und aus/Einwurf.

    Das bedarf einer halbwegs regemäßigen Trainingsteilnahme. Das würde ich an deiner Stelle auch protokollieren, so haste immer mal ein paar Fakten an der Hand bei Debatten.

    ...

    "einen Spielerpass" erhalten setzte ich in dem Fall mit "spielen dürfen" gleich...

    Die Trainingsbeteiligung bei der Aufstellung zu berücksichtigen ist grundsätzlich ok und auch richtig.

    Wichtig dabei: es muss trotzdem jeder Chancen auf Einsätze haben, auch die, die zwar regelmäßig, aber nicht immer kommen.

    Beispiel: Du hast einen 14er Kader und nimmst immer 10 Kinder mit zum Spiel.

    Jetzt hast Du 9 Spieler, die im letzten halben Jahr jedes Training da waren und die anderen 5 haben aus welchen Gründen auch immer nur an 60-75% der Einheiten teilgenommen.

    Für mich ist es dann nicht ok an die 9, die immer da sind 9 "Stammplätze" zu verteilen, und die anderen 5 teilen sich den einen freien Platz.

    Klar ist, dass jemand, der nie kommt oder nur alle 4 Wochen auftaucht gar nicht bzw. seltener spielt, wer aber alle 4-5 Wochen einmal fehlt, weil krank, Geburtstage etc., der zählt für mich genauso viel, wie die, die immer da sind. (bezogen auf Bambini bis E-Jugend. später sieht es dann ggf. anders aus).

    Leider führt uns die Diskussion wieder zum traurigen Thema spielformen bei Bambini.

    Mit Funino wäre es viel leichter alle unterzubringen, auch die die nur ganz selten beim Training sind.

    Grundsätzlich würde ich bei Bambini versuchen egal ob Funino oder 6+1, Spielwochenenden im Kalender festzulegen und von den Eltern verbindliche Rückmeldung verlangen wer an welchem Wochenende da sein kann.

    Je nach Rückmeldung würde ich die Anzahl an Mannschaften für den Spieltag festlegen und Gegner suchen.

    CoachT

    da sind wir ja gar nicht soweit auseinander.

    Deshalb war mein Vorschlag die Leistungsvereine einer Region (Bundesland, Verband, mehrere kleine Bundesländer - pragmatisch so, dass die Entfernungen erträglich bleiben und trotzdem ein vernünftiges Niveau garantiert wird) in 2-3 Ebenen einzustufen.

    Das aber nicht je Jahrgang, sondern den Verein an sich mit allen Mannschaften ab U15 (ggf. auch schon ab U14) aufwärts.

    Auf-/Abstiege gibt es nicht. Meisterschaften halte ich nicht für zwingend nötig, damit könnte ich mich aber noch anfreunden, gerne am Ende dann auch im Bundesweiten vergleich, so wie es heute ja auch die Endspielserien in der U17 und U19 gibt.

    Grundlage für die Einstufung sind Kriterien in Sachen Infrastruktur, Regionale Notwendigkeit eines LZ (oder einer LZ-artigen Jugendabteilung), Qualität der Ausbildung (Durchlässigkeit der Spieler in den Aktivenbereich), Ergebnisse der Teams über alle Altersklassen über mehrere Jahre

    Sportlicher Auf-/Abstieg innerhalb einer Saison in einer Altersklasse ist ausgeschlossen.

    Die Kriterien für "Auf-/Abstieg" sind stets mittel- bis langfristig (ca. 3 Jahre) zu bewerten und umfassen die oben genannten Grundlagen über alle betroffenen Jugendmannschaften.

    In meinen Augen wäre das System dann "teiloffen" so dass sich niemand auf seinem Staus als Ebene1-Verein (Bundesligist) ausruhen kann, aber auch nicht Gefahr läuft mit einem schlechten Jahr bestraft zu werden bzw seine Spielweise dauerhaft dem Ziel Klassenerhalt anpasst. Langfristige positive wie negative Entwicklungen würden sich trotzdem bemerkbar machen durch Hoch- oder Abstufung.

    Gerade die Betrachtung mehrerer Jahrgangsstufen gemeinsam hilft dem System zu mehr Nachhaltigkeit, weil dann der eingeschlagene Weg fortgeführt werden kann, auch wenn man mal ein schwächeres Jahr in einer Jahrgangsstufe hat.

    Wenn ein Jugend-Bundesliga Team absteigt, dann ist es auch ein indikator, dass in dem Jahr schlecht gearbeitet wurde, sei es, weil man selber keine Fortschritte gemacht hat oder durch schlechte Arbeit drum herum nicht den besten kader bekommen konnte.

    Oder einfach ein Jahr in dem es mal schlecht gelaufen ist, und man Pech mit Verletzungen, Spielglück oder einfach einem schwächeren Jahrgang hatte, obwohl die Grundsätzlich Ausrichtung und Nachhaltigkeit in der Nachwuchsausbildung passt.

    Mir steckt in Deiner Sichtweise zu viel Profi-/Erwachsenendenken und zu wenig Ausbildungsorientierung...


    Beispiel U19/U17 Bundesliga Süd:
    Fürth hat den Klassenerhalt mit der U19 verpasst. Die U17 hat die Klasse in der U17 Bundesliga mit deutlichem Abstand gehalten.

    Die Spieler, die aus der U17 in die U19 wechseln, müssen im nächsten Jahr Bayernliga spielen oder den Verein wechseln, wenn sie auf höchstem Niveau bleiben wollen. Grundsätzlich wenn man die letzten Jahre und auch die Durchlässigkeit aus der Jugend zu den Profis und Amateuren verfolgt, macht Fürth in der Nachwuchsarbeit wirklich einen guten Job und trotzdem werden Spieler mit dem Abstieg des Jahrgangs über ihnen bestraft.

    Ingolstadt und Heidenheim haben mit der U19 gerade so die Klasse gehalten mit der U17 steigen beide ab.
    3x darfst Du raten, wer im nächsten Jahr aus der U19 BuLi absteigt bzw. wohin vielleicht Spieler aus Fürth wechseln um weiter Ihr Spielniveau zu halten oder im Fokus zu bleiben.
    Die U19 ist das wichtigste Jahr im Übergang. Ist es wirklich gerecht, wenn Spieler, die mit seine Mannschaft eine richtig gute U17 Saison gespielt haben dieses "verlieren" weil sie eine Klasse tiefer antreten müssen.
    Ich gebe Dir recht, dass es keine Exklusivveranstaltung für Profi-Vereine sein darf, ohne dass die eine Gegenleistung bringen, aber ein "geschlossenes" System, für das man sich nach messbaren qualitativen Kriterien Qualifizieren kann macht in meinen Augen deutlich mehr Sinn. Je nach Situation im Bundesland könnten sie die Vereine von Regionalliga bis Bundesliga für das System bewerben und werden dann je nach Voraussetzungen in Leistungsklassen eingeteilt in denen sie gegeneinander Spielen.
    Dazu kann es immer wieder auch Vergleiche zwischen Teams gleicher Klassen aus unterschiedlichen Ländern geben bzw. auch mit welchen aus einer höheren oder niedrigeren Klasse.

    Also eigentlich ähnlich wie bisher, nur ohne Abstieg. Wenn ein Verein allerdings 3 Jahre lang immer abgeschlagen letzter ist und das über alle Altersklassen gesehen, sollte man eine "Versetzung" in eine niedrigere "Liga" diskutieren. Gleiches gilt im umgekehrten Fall.

    Der Unterschied dabei ist, dass eben nicht eine erfolgreiche oder schwache Saison in einer Altersklasse über auch oder Abstieg entscheidet, sondern die Mittelfristige Entwicklung über alle Altersklassen.


    Um nochmal den TV Elmsbüttel zu bemühen, der mit Sicherheit regional hervorragende und vorbildliche Jugendarbeit leistet. Trotzdem ist er von seinem Selbstverständnis mittel-/langfristig kein Junioren Bundesligist und in der Regio sicher gut aufgehoben.

    Bei 25 Kindern und 6+1 (über Sinn und Unsinn des Spielmodus wurde ja hier schon oft genug eingehend diskutiert, das spare ich mir jetzt).

    Bleibt nur 2 Mannschaften zu bilden und notfalls auch Kinder mitzunehmen, die nicht beim Training waren.

    Ich bin auch kein Freund davon zu viele Spieler im Kader für das Spiel zu haben, aber 10 Kids statt 9 würde schon noch funktionieren...


    Ansonsten einfach regelmäßige Rotation mit gleicher Verteilung der Einsätze je Kind.

    d.h. am Besten von vornherein festlegen, wer an welchem Spieltag dabei ist. Das gibt den Eltern Planungssicherheit. Bei der Anzahl von Kindern kannst Du kurzfristige Ausfälle ja locker ausgleichen.

    Ich möchte mich jetzt nicht am Beispiel Elmsbüttel / Holstein festbeißen, aber daran zeigt sich der Konflikt zwischen nachhaltiger Ausbildung und Wettbewerb ganz gut.

    Holstein Kiel ist in der Saison 17/18 mit der U19 aus der Bundesliga abgestiegen und wurde im Folgejahr mit 14 Punkten Vorsprung Meister in der Regionalliga. Seitdem sind sie wieder in der Bundesliga.

    Elmsbüttel ist 19/20 aufgestiegen, 20/21 wegen Saisonabbruch Corona dringeblieben und 21/22 mit 8 Punkten Rückstand abgestiegen.


    Ich unterstelle mal ohne es zu wissen, dass die U19 Trainer und Spieler des TV Elmsbüttel in der vergangen Saison in erster Linie damit beschäftigt waren das eigene Tor gegen tendenziell überlegene Gegner zu verteidigen.
    Was hat es dem Verein und der Mannschaft gebracht eine Saison und eine abgebrochene in der BuLi zu spielen außer das Erlebnis?
    Genauso war es für Holstein Kiel in der Saison 18/19 entwicklungstechnisch sinnvoll relativ widerstandslos durch die Liga zu marschieren.

    Natürlich gibt es immer wieder die klassischen Fahrstuhlmannschaften, die zwischen den Ligen pendeln. Für den Ausbildungsbereich ist das aber Gift. Ein Jahr in einer höheren Liga mit Spielausrichtung auf den Abstiegskampf macht doch keinen Jugendlichen besser.


    Wäre es für Elmsbüttel nicht besser dauerhaft in einem auf Regionalliganiveau angesiedelten Wettbewerb gute Spieler auszubilden und sich keine Gedanken um Auf- und Abstieg machen zu müssen.

    Und würden die Teams, die heute in der Bundesliga hinten stehen nicht trotzdem versuchen Fußball zu spielen und dagegenzuhalten wenn es gegen die Topmannschaften geht als ein 0:0 zu ermauern?
    Meine Erfahrungen mit den Förderligen für U12-U14 in Bayern (natürlich andere Altersklasse) zeigen genau das.


    Die Einteilung welcher Verein in welches "Regal" gehört ist natürlich nicht einfach und vielleicht braucht es auch alle paar Jahre objektive Kriterien mit denen diese hinsichtlich Ausbildungsqualität und Ausbildungsergebnis bewertet werden um eine Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Ebenen zu ermöglichen.

    Reduzierung auf 3 Trainer. Bei fünf denken doch drei, dass man selbst heute mal aussetzen kann, da es ja noch vier sind.

    Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht festzulegen, wie viele Trainer man mindestens pro Training braucht.

    Bei 27 Spielern mindestens 3 (4 wäre schöner, kommt aber auch darauf an, ob Du noch weitere regelmäßige Helfer aus der Elternschaft hast.) Ausgehend von Mindestbedarf 3 legt man einen rollierenden Terminplan fest, wer wann Anwesenheitspflicht hat.

    Die anderen zwei können an dem Tag entweder frei machen, oder wenn sie nichts besseres zu tun haben ;) trotzdem zum Training kommen. Kann jemand an einem Tag an dem er eigentlich fix dran ist nicht, muss er sich rechtzeitig um Ersatz kümmern...

    Die Verlässlichkeit steigt aber wie von Nils angedeutet wenn man nicht das Gefühl hat, dass man ruhig mal wegbleiben kann, weil es die anderen schon richten werden.

    Das Beispiel von konschi mit der U15 Regionalliga (lässt sich auch auf U19 und U17 Bundesligen übertragen) zeigt doch eigentlich schon ganz gut wo es krankt.

    Selbstverständlich muss ein junger Sportler, der weiterkommen will sehr viel in seinen Sport investieren. Das gilt für Fußballer genauso wie für alle anderen Leistungssportler. Mit ca. 4 Einheiten pro Woche in der C-Jugend-Regionalliga + Spiel + Hausaufgaben für individuelles Athletik- oder Techniktraining investieren die Spieler aber wirklich immens viel und gehen ja nebenher auch noch ein bisschen zur Schule.

    Die größte Entfernung zwischen zwei Mannschaften in der C-Jugend-Regionalliga Bayern beträgt über 400 km! d.h. man ist für ein Spiel über 12 Stunden unterwegs ggf. auch mit Übernachtung. Für mich ist es da nicht akzeptabel (egal ob U15 oder U19), dass Spieler dabei sind, die gar nicht zum Einsatz kommen.

    Man versetze sich mal in die Spieler, die 90 Minuten auf der Bank saßen und jetzt die 4-5 Stündige Heimfahrt im Mannschaftsbus genießen dürfen... Klar wird das irgendwann im Profibereich zur Normalität. Aber solange es sich noch um Jugendliche in ihrer sowohl fußballerischen als auch schulischen Ausbildung handelt, gibt es bessere Methoden ihnen Motivation und "Wettkampfhärte" zu vermitteln, als sie in eine Pseudoprofiwelt zu pressen. Ich weiß nicht, wie sich die Spielzeiten in der englischen Academy League verteilen, aber es wird keiner bestreiten, dass die mindestens genauso viele und gute Talente hervorbringt wie unser System mit den Bundesligen.
    Ich bin grundsätzlich ein Freund davon, dass junge Talente bestmöglich auf hohem Niveau ausgebildet werden, finde es auch richtig und wichtig, dass ihnen regelmäßig ein ehrliches Feedback über ihren Leistungsstand und ihre Entwicklung gegeben wird, und dass dieses Feedback jährlich oder alle 2 Jahre dazu führen kann, dass man sich trennt, weil andere besser sind oder die Entwicklung stagniert.

    Aber das Verhältnis zwischen NLZ und Spieler sollte Unabhängig von der Alters- und Spielklasse für den Verlauf einer Saison beidseitig fair sein. Der Spieler sichert von Anfang bis Ende der Saison seinen vollen Einsatz, Disziplin, Loyalität, angemessenes Auftreten und Verhalten zu, und der Verein sorgt von Anfang bis Ende der Saison für hochwertiges entwicklungsförderndes Training, medizinische Versorgung, Unterstützung bei der Bewältigung der schulischen Aufgaben und genügend Einsatzzeiten im Spielbetrieb.

    Im aktuellen Wettbewerbssystem ist das in meinen Augen nicht umsetzbar, deshalb benötigt es neue Ansätze.

    Neue Ansätze garantieren natürlich nicht, dass plötzlich alle Spieler eines U19 Kaders Profis werden, trotzdem bin ich der vollen Überzeugung, dass mehr Spielzeit und weniger Druck sowohl in der Breite als auch in der Spitze bessere Quoten erzeugen werden.

    Sicher ist aktuell in den bekannten Wettbewerbsformen die Motivation durch den Wettbewerb von außen schon vorgegeben.

    Vielleicht erkenne ich aber die richtigen Talente genau daran, dass sie unabhängig vom Namen des Wettbewerbs ausreichend intrinsische Motivation mitbringen, um Top-Leistungen abzurufen.

    Mal angenommen es gäbe die Junioren Bundesligen mit der Gefahr abzusteigen nicht und (siehe Projekt Zukunft des DFB).

    eine wie auch immer organisierte Wettbewerbsform garantiert den Teams wöchentlich Leistungsvergleiche auf höchstem Niveau, so dass in einem 23er U19-NLZ-Kader sichergestellt ist, dass jeder Spieler auf 60-90 Minuten Spielzeit kommen kann,

    egal, ob das in einer Art Turnierform oder in längeren Spielen mit entsprechend ausgelegten Dritteln oder vierteln passiert.

    Nach meiner Überzeugung ist die Wahrscheinlichkeit mehr gut ausgebildete Spieler zu erhalten deutlich höher als wenn wie heute in einem normalen U19 BuLi-Kader nur ca. 50% der Spieler auf eine 2-stellige Anzahl von Einsätzen pro Saison kommt. Von den anderen 50% kommt die Hälfte auf eine 2-stellige Anzahl an Kadernominierungen, aber nur auf eine 1-stellige Zahl Einsätze und der Rest ist froh, wenn er überhaupt mal auf der Bank sitzen durfte.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sein muss, dass es in einer U19 schon zugeht wie bei den Profis und bin mir sicher, dass mehr Fairness bei den Spielzeiten in Summe mehr Talente nach oben bringt.

    Das trifft dann zu, wenn Du davon ausgehst, dass der wichtigste Aspekt in den älteren NLZ-Jahrgängen nur noch daraus besteht die psychologische Komponente des internen Konkurrenzkampfes bzw. des Wettkampfdrucks zu vermitteln.

    Das ist definitiv ein wichtiger Aspekt auf dem genannten Niveau.

    Wettkampfdruck und Konkurrenzkampf entstehen früh genug. Die Spieler lernen das schnell genug, sobald sie dem tatsächlich ausgesetzt sind. Ich bin der Meinung es gibt in der U17/U19 (auch auf Bundesliga-Niveau) wertvollere Dinge an denen es zu arbeiten gilt als daran.


    Das ist definitiv ein wichtiger Aspekt auf dem genannten Niveau.


    Also sollen in der U19-Bundesliga 4 Viertel gespielt werden und im nächsten Jahr sollen die Jungs dann in der Herren-Bundesliga unter völlig anderer Belastung performen?

    Ja genau!

    Weil diese rein konditionellen und belastungstechnischen Aspekte viel schneller aufzubauen und zu kompensieren sind als fehlende Spielpraxis (z.B. durch intensive Vorbereitung). Vielleicht ist es für die Qualität und Entwicklung der Spieler ja sogar besser, wenn sie in kurzen Intervallen höher Performen als wenn sie sich die Kraft für 90 Minuten einteilen um bis zum Ende durchhalten zu können.

    Wer es bis in die Herren-Bundesliga schafft, hat dann als Vollprofi ja ganz andere Voraussetzungen dadurch, dass er sich auf nichts anderes als Fußball und den Aufbau und die Pflege seines Körpers konzentrieren muss. Hinzu kommen die noch bessere und individuellere Betreuung als in der U19.

    Von daher kann es kein Maßstab oder Aufgabe einer U19 Bundesliga-Mannschaft sein Spieler an die Belastung der Herren-Bundesliga zu gewöhnen. Wichtiger ist das schnelle Spiel, viele Sprints und agieren unter Raum-, Zeit- und Gegnerdruck ... Das lernen die Jungs vielleicht in kürzeren Sequenzen sogar besser, weil es ihnen leichter fällt diese Distanzen mit Vollgas zu gehen-

    Dass die Freundschaftsspiele dann auch tatsächlich in Wettkampfintensität durchgeführt werden ist natürlich Sache der Spieler und Trainer

    Da kann man als Trainer oder Spieler im Dreieck springen. Freundschaftsspiel ist einfach nicht Wettkampf. Alleine der Erfolgs- und Ergebnisdruck ist einfach viel geringer.

    Sorry, aber wer als U19-NLZ-Spieler unbedingt den Rahmen Bundesliga benötigt um Höchstleistung bringen zu wollen, der sollte seine Träume und Ziele überdenken.

    Wenn die U19 von Dortmund gegen Schalke spielt oder von Augsburg gegen Berlin, dann muss es vollkommen egal sein, ob ich ein Halbfinale um die deutsche Meisterschaft spiele, oder einen Leistungsvergleich, bei dem ich mir und meinen Trainern und sämtlichen anwesenden Scouts Woche für Woche beweisen will, dass ich das Zeug habe irgendwann auf der großen Fußballbühne zu spielen.
    Entscheidend ist einen Wettkampf mit einer möglichst starken Mannschaft gegen einen möglichst starken Gegner zu bestreiten. Wie der Pokal den es hinterher zu gewinnen gibt (oder eben auch nicht) heißt muss auf dem Level völlig egal sein.

    Auch hier sehe ich das selbe Problem. Die werden ja bei dem ersten Spiel sich bewegt haben. Auch dann wäre bei der Intensität in der höheren Ligen das Risiko einer Verletzung zu groß.
    Der Körper ist bereits ermüdet und soll dann nochmal von der Bank Leistung bringen? Im Amateurbereich mag das irgendwo funktionieren, aber nicht in dem Leistungsbereich der Jugend Regionalligen und Bundesligen.

    Auch bei den 4 Vierteln liegt das selbe Problem vor. Was passiert, wenn im letzten Viertel sich einer verletzt? Soll dann einer vom ersten Viertel spielen? Selbes Problem: bereits ermüdet, soll dann wieder in die Intensität -> enormer Verletzungsrisiko.


    Klar, ich stimme euch voll zu, Spielzeit ist Key in dem Alter, aber auf Biegen und Brechen nicht zu erreichen, da muss es andere Lösungen geben.

    Wenn sich im "normalen" Spiel einer verletzt, und das Wechselkontingent erschöpft ist, dann muss man das Spiel auch mit 1 Mann weniger zu Ende bringen. Das führt dann ja oft dazu, dass man sein Wechselkontingent so spät wie möglich aufbraucht, um genau dieser Gefahr zu entgehen. (wieder so eine Unart der Wettbewerbssystematik im Jugendbereich, bei der das Ergebnis die Entwicklung der Spieler blockiert).

    Klar erheben meine Vorschläge keinen Anspruch darauf die perfekte Lösung darzustellen.

    Aber 16-19 jährige Leistungssportler wollen Spielen. Die haben auch noch nicht die Intensität und Menge an Einsätzen wie Profis, dass man mit Belastungssteuerung kommen müsste.

    Ich glaube die schlechteste Form von Belastungssteuerung in dieser Entwicklungsphase ist gar keine Belastung wegen 90 Minuten Bank oder Tribüne.

    Das sind ja teilweise schöne Ansätze, ich sehe nur das Problem bei der Belastungssteuerung.

    Wenn man ein Spiel hat, würde man in diesem ja auch gerne vernünftig wechseln wollen, sprich es verletzt sich jemand und ich bringe einen von der Bank, ist es Verletzungspräventiv am besten wenn dieser Spieler halt "frisch" ist.
    Welche Lösung gäbe es dafür?

    Bei einer Spielzeit von 4 Vierteln, bei der der ganze Kader zum Einsatz kommen muss, wäre das ja schonmal kein Problem. Alternativ könnte wie im Amateurbereich die "Zweite" das Vorspiel zur ersten machen. Spieler, die bei der "Zweiten" ausgewechselt wurden, kommen dann zur "Ersten" und sitzen dort auf der Bank.