Im Eingangspost wird gefragt, wie man lernen kann ein Spiel zu lesen.
Dazu ist es sicher sinnvoll viele Spiele anderer Mannschaften als Außenstehender zu analysieren und zu beobachten.
Der isolierte Fokus auf die reine Spielbeobachtung ohne als Coach eingreifen zu müssen, ohne emotionale Bindung zum Spiel, ohne sich zu ärgern, welche falschen Annahmen man im Vorfeld hatte und zu welchem Spielverlauf diese nun geführt haben führt dazu, dass ich mich auf das konzentrieren kann was ich sehe und meine Schlüsse daraus ziehen kann.
Das Ganze dann „unter Druck“ im Spiel der eigenen Mannschaft umzusetzen ist ein Lern- und Erfahrungsprozess, für den ich aber meine Werkzeuge benötige.
Die Spieler lernen Finten, Passen etc. auch zuerst mal isoliert und anschließend mit immer höherem Zeit- und Gegnerdruck. Warum soll das für den Trainer nicht gelten.
Somit gebe ich Coach31 dahingehend recht, dass Erfahrung eine große Rolle spielt.
Trotzdem bin ich überzeugt:
ein Trainer, der viele Spiele auf verschiedenen Leistungsniveaus beobachtet und dabei vielleicht auch noch seine Lehren aus dem Verhalten der Trainerkollegen dort zieht kommt schneller und qualitativ besser zum Ziel, als wenn er darauf hofft, dass die Weisheit im Lauf der Jahre die er mit seinen eigenen Teams verbringt über ihn kommt.
