Beiträge von Coach1976

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    Das Problem haben ja nicht nur die Torhüter, sondern alle Spieler im Leistungsbereich oberhalb der U14 (zumindest in Bayern).

    Ich gehe sogar soweit, dass es die Torhüter vergleichsweise einfach haben können.

    Ich kenne es aus der U15 Bayernliga so, dass jeder Torwart 2 Spiele bekommt und anschließend gewechselt wird.

    Da die Leistungsunterschiede meist nicht so exorbitant groß sind, funktioniert das auch Ergebnistechnisch immer noch ganz gut. Außerdem hat der Trainer ja die Option den stärkeren für die "wichtigeren" Spiele und den schwächeren für die weniger wichtigen vorzusehen. Womit wir bei Begriff "wichtige" Spiele schon beim Kern des Problems wären, aber dazu später mehr.

    Bei den Feldspielern hat man ja auch dem Niveau in der Regel auch 22 Spieler (jede Position doppelt besetzt). Da sind die Leistungsunterschiede inkl. Auswirkungen aufs Endergebnis, wenn der schwächere spielt aber meist stärker spürbar als bei den Torhütern. Was dazu führ, dass Rotation tatsächlich nur stattfindet, wenn der Stammspieler verletzt oder erkrankt ausfällt.

    Wechsel finden in vielen Fällen auch eher spät statt, um Zeit von der Uhr zu nehmen bzw. werden möglichst lange aufgeschoben, um noch jemand in der Hinterhand zu haben, für den Fall, dass sich jemand verletzt.

    In Bayern kommen die Spieler aus der Förderliga mit 3x30 Minuten, in denen jeder im Kader mindestens 30 Minuten zum Einsatz kommen muss. Die Jungs wissen am Ende ganz genau, ob sie nur 30 Minuten, oder 60 Minuten+ gespielt haben und können sich dementsprechend im internen Konkurrenzkampf gut einsortieren. ABER: sie haben mindestens 30 Minuten gespielt.

    Zur U15 geht es in die U15 Regional- oder Bayernliga mit einer Spieldauer von 2x40 bzw. 2x35 Minuten. 5 Wechsel sind möglich ohne Rückwechsel.

    Außerdem kann man Auf- und Absteigen. Die Liga bzw. das Niveau auf dem man sich messen kann ist für die Gesamtausbildung im Verein schon wichtig, deshalb kann man Trainern, die innerhalb dieses Systems ergebnisorientiert spielen und aufstellen gar keinen Vorwurf machen. Schuld ist nicht der Trainer, der versucht in dem System möglichst erfolgreich zu sein, sondern das System an sich ist Schuld.

    Es wäre wahrscheinlich sehr leicht umsetzbar, im Leistungsbereich von U12 bis U19 Förderligen einzuführen.

    Spielzeit: U12/13: 3x25, U14/U15 3x30, U16/17: 3x40, U19: 3x45

    Jede Mannschaft, die teilnehmen möchte bekennt sich zu festgelegten Ausbildungsrichtlinien, hat einen Kader, in dem jede Position doppelt besetzt ist (ab U14 also 22 Feldspieler (geringfügige Abweichung nach unten erlaubt) und 2 Torhüter)

    Selbst Wettkämpfe mit Auf- und Abstieg wären möglich. Dann gilt eben das Ergebnis nach den ersten beiden Dritteln und das dritte Drittel ist ein Bonusspiel um den Ergänzungsspielern Spielzeit zu geben. Die wissen natürlich dann auch, wo sie in der Hierarchie stehen, wenn sie nur im letzte Drittel ran dürfen.

    Aber heute wissen sie wo sie stehen ohne eine Minute gespielt zu haben.

    Die Frage was für die Entwicklung und die Psyche der Spieler besser ist beantwortet sich hoffentlich von selbst.

    Ich kann den beiden Vorrednern nur zustimmen.

    Bessere Förderung ist eigentlich kein Grund für einen Wechsel innerhalb der Saison.

    Zusätzlich stellt sich ja auch die Frage welcher vernünftig geführte Leistungsverein mitten in der Saison gezielt neue Spieler sucht und aufnimmt. In der Regel steht der Kader zum Saisonstart und bleibt, sofern nicht ungeplante Abgänge oder Schwerwiegende Verletzungen eintreten für eine Saison bestehen.

    Wenn es Euer Kind im aktuellen Verein in den Stützpunkt und in die Landesauswahl geschafft hat, dann scheint es dort ja nicht so schlecht zu sein und normalerweise sollte ein Wechsel zur kommenden Saison vollkommen ausreichend sein.

    Sprecht mit den Stützpunkt- und LAW-Trainern. Eigentlich sollten die das genauso sehen und ggf. noch Tipps parat haben, welche Möglichkeiten es gibt sich zusätzliche Impulse zur Weiterentwicklung zu verschaffen (Einzeltraining, 1x Pro Woche / Monat schon mal als Gastspieler im potentiellen neuen Verein mitmachen, vielleicht auch schon bei Freundschaftsspielen).

    Für mich hat das auch etwas mit Anstand und Respekt dem aktuellen Verein gegenüber zu tun, sofern sich dort immer vernünftig um Euer Kind und Euch gekümmert wurde. Letztendlich geht es ja auch um Werte im Umgang mit anderen, die Ihr Eurem Kind durch einen plötzlichen Wechsel vermittelt. Was wäre die Konsequenz, wenn es im neuen Verein nicht liefe wie gewünscht? Nach 4 Wochen wieder die Sachen packen und woanders hin wechseln?

    Warum überhaupt die Abmeldung, wenn Ihr noch keinen neuen Verein habt?

    Am sinnvollsten (und vor allem fairsten und ehrlichsten!) ist es doch, wenn er heute abgemeldet wird und ihr sucht Euch erst mal in Ruhe einen neuen Verein. Das alleine nimmt doch schon etwas Zeit in Anspruch (Schnuppertraining, Gespräche, Kennenlernen etc.).

    Trainings und Freundschaftsspiele kann er ja schon mitmachen. Außerdem ist er als 2016er ja immer noch F-Jugend (U9), da sind die "Punktspiele" sofern es die da in Eurem Verband überhaupt schon gibt eh nicht wichtig.

    Überleg Dir mal welches Signal Du an Deinen Sohn sendest, wenn seine "Fußballkarriere" gleich zu Beginn schon mit Mauscheleien und Wechseltheater startet.

    Ihr habt den Zeitpunkt zum Wechsel verpasst. Also lebt mit den Konsequenzen, sofern es in dem Alter überhaupt gravierende gibt.

    Wenn die Offensive tatsächlich so überragend ist, d.h. über qualitativ sehr gute Spieler verfügt, wäre es ja vielleicht auch denkbar, die Balance in der Mannschaft dadurch auszugleichen, indem man den ein oder anderen offensiven nach hinten zieht.

    In der Bezirksliga sollte ein überdurchschnittlicher Spieler auf jeder Position gut performen können.

    Und auch wenn der einzelne Spieler vielleicht um Vergleich zu seiner angestammten Position etwas abfällt, könnte es für das Gleichgewicht in der Mannschaft positiv sein.

    Ansonsten schließe ich mich meinen Vorrednern an:

    individuelles Verhalten im 1:1 trainieren und Kettenverhalten (v.a. Abstände, richtiges Verschieben, gegenseitige Absicherung)

    let1612 Den Punkt fand ich schwer zu formulieren. Es geht mir darum, dass durch die emotionale Bindung zu den Spielern meiner Meinung nach bei einem Wechsel schon erstmal das Gefühl beim Trainer eintritt, dass die Eltern/das Kind sich gegen eine weitere gemeinsame Zukunft mit ihm als Trainer als Person entschieden haben. Das Gefühl verstärkt sich noch, wenn der Trainer sogar erst hintenherum erfährt, dass sich das Kind woanders vorstellt. Ich unterstelle dabei auch gar nicht pauschal jedem Kind/Eltern böswillige Absicht bei dem Vorgehen (nach dem Motto: Der Trainer soll davon bloß nichts mitbekommen). Umso wichtiger fände ich es halt, dass insbesondere in den Fällen, wo es auf den ersten Blick wirklich nichts mit dem Trainer selbst zu tun hat, ihn auch mindestens darüber zu informieren, gerne halt auch etwas erläutern. Dann lässt sich so eine Situation bestimmt auch für den Trainer besser verarbeiten, weil er aus erster Hand die Infos bekommt und ggf. auch nochmal nachfragen kann. Und der Wechselprozess läuft auch für die Kinder/Eltern geschmeidiger ab.

    Und mal auf dem zweiten Blick: Freunde, Zusammensetzung der Mannschaft, Fahrtwege, Zusammenschlüsse. Das sind alles Argumente aus dem nicht sportlichen Bereich, die man als Trainer selten oder nur indirekt beeinflussen kann und die ich natürlich grundsätzlich nachvollziehen kann. Trotzdem versuchen denke ich zumindest manche Trainer sportlich gute/interessante Angebote zu machen. Und wenn dann als Wechselargument auf einmal 'Fahrtwege' kommt, dann befürchte ich zumindest, dass das nicht unbedingt immer mit dem sportlichen Angebot abgewogen wurde und für das es sich dann ggf. doch lohnt, die Fahrtwege in Kauf zu nehmen. Und insbesondere dann hilft es ja auch, diese Punkte im Vorfeld mit dem Trainer zu besprechen. Vielleicht tun sich ja im gemeinsamen Austausch auch Möglichkeiten auf, die die Situation verbessern. z.B. etwas später mit dem Training beginnen, da dann einfachere Fahrgemeinschaften möglich sind oder ähnliches.

    Letztendlich kann es nur über offene und ehrliche Kommunikation erfolgen.

    Die Basis dazu muss im ersten Schritt der Verein und der Trainer legen.

    Zum Beispiel indem man jährlich beim Elternabend das Thema Vereinswechsel und Probetraining bei anderen Vereinen anspricht.

    z.B.: "Wir wollen natürlich am liebsten alle Spieler so lange wie möglich bei uns im Verein / der Mannschaft haben. Sollte jemand sich mit dem Gedanken auseinandersetzen, den Verein wechseln zu wollen, egal ob zu einem höherklassigeren, niederklassigeren oder einfach einem anderen Verein, dann werden wir das aber nicht verhindern oder verbieten. Trotzdem ist es uns wichtig Bescheid zu wissen, ob und wann ein externes Probetraining ansteht und wir würden uns freuen, wenn wir den Termin dann auch gemeinsam anhand des Spiel- und Trainingsplanes abstimmen können, sofern das möglich ist."

    Außerdem sollte es für den Verein selbstverständlich sein, dass man Spieler die selbst zum Probetraining kommen wollen diese darauf hinzuweisen, dass sie ihren eigenen Verein darüber informieren sollen.

    Die meisten Spieler / Eltern, die ein "heimliches" Probetraining machen, tun dies doch in der Regel deshalb, weil sie Angst vor der negativen Reaktion und Konsequenzen durch den Heimatverein / Trainer haben.

    Signalisiert man als Verein, dass man damit vernünftig umgehen wird und tut das dann auch, dann werden zumindest die vernünftigen Eltern / Spieler genauso offen und ehrlich damit umgehen. Die restlichen, die selbst dann noch hintenrum agieren, machen das so oder so und bei denen ist dann der Abgang auch zu verschmerzen...


    Zu Deiner Rolle als Trainer kann ich Dir nur empfehlen, emotional nur in Jahres- / Saisonzyklen zu denken.

    Wenn Du jedes Jahr 1-2 Spieler verlierst, dann ist das ganz normal. Gehen sie zu höherklassigen Teams, nimm es als Auszeichnung für Deine Ausbildungsleistung. Gehen sie nach unten, dann hast Du den Rest deines Teams eben so stark entwickelt, dass die nicht mehr mitkommen. Wenn sie wegen der Freunde zum Nachbarverein gehen ist Dein Einfluss ohnehin gering.

    Für jeden der geht kommt hoffentlich ein neuer nach, den man weiterentwickeln kann.

    Konzentriere dich auf die, die da sind und nicht auf die, die es nicht mehr sind.

    Wenn natürlich jedes Jahr die Hälfte der Mannschaft oder mehr woanders hin wechseln will, dann sollten sich sowohl Verein als auch der Trainer überlegen, welchen Anteil man selbst daran hat.

    Wenn es in diese Richtung geht, dann spricht ja auch nichts dagegen, dass der Spieler nicht berücksichtigt wird.

    Dann ist die Ursache für die Nichtberücksichtigung ja das mangelnde Engagement.

    Ich glaube trotzdem, dass gerade im Fall von Wechseln zu höherklassigen Teams der Spieler in der Regel so Ehrgeizig und motiviert ist, dass er bis zum Ende vollen Einsatz zeigen wird und jede Minute Spielzeit und Entwicklungsmöglichkeiten mitnimmt.

    Die Fälle, dass Eitelkeiten bei Trainern oder Jugendleitern dazu führen, dass Spieler die den Verein verlassen wollen mit "Strafmaßnahmen" reagieren passieren meiner Meinung nach häufiger, als dass die Kinder sich was vorwerfen lassen müssen.

    Zumindest im Alter U15 abwärts.

    Der Fehler lag meiner Meinung nach schon darin, dass der Verein, bei dem das Probetraining stattgefunden hat nicht einfordert, dass der aktuelle Verein informiert ist.

    Wäre das im Vorfeld geklärt gewesen, hätte es doch gar kein Problem gegeben.

    Vielen Eltern und Spielern ist doch oft gar nicht bewusst, dass es solche unausgesprochenen Regeln gibt.

    Grundsätzlich empfinde ich dieses Besitzdenken vollkommen unnötig und überzogen.

    Natürlich verliert niemand gerne Spieler an andere Vereine. Jeder Verein hat es aber ja auch in der Hand alle Spieler so zu behandeln und einzubinden, dass der Gedanke sich anders zu orientieren gar nicht erst aufkommt.

    Im hier diskutieren Fall haben Vater und Spieler zwischenmenschlich sicher nicht alles richtig gemacht. Auf der anderen Seite scheint sich der Verein ja auch nicht sonderlich darum gekümmert zu haben, dass der Spieler gefördert wird und sich Spieler und Eltern "gewollt" fühlen.

    Wenn ein Fußballer ein Schnuppertraining beim Handball, Basketball, Tennis etc. macht , kräht doch anschließend auch kein Hahn danach, wenn er die Sportart oder den Verein wechselt, dass vorher nicht über das Probetraining informiert wurde.

    Die Auswirkungen auf die Kaderplanung und Mannschaftszusammenstellung sind die gleichen, wie wenn der Spieler zu einem anderen Verein geht.

    Ich bin grundsätzlich ein Freund davon, das Spiele und Eltern offen damit umgehen, wenn sie woanders Probetrainings machen, egal ob es dabei um den Nachbarverein geht, weil man mit neuen Freunden spielen will, einen höherklassigen Leistungsverein, oder einen niederklassigeren Verein, weil der Spieler im Leistungsverein zu wenig Spielzeit hat.

    Aber es ist Aufgabe des aktuellen Vereins offen mit Eltern und Spielern zu kommunizieren, dass man mit ihnen plant solange sie da sind, dass man es respektiert, wenn man sich anderweitig umschauen möchte (egal ob andere Verein oder andere Sportart), man sich aus Gründen der Planung und Transparenz aber wünscht im Vorfeld darüber informiert zu werden. Wichtig ist aber auch, dass man dazu im Nachhinein steht und der Spieler keine Nachteile im Training und Spiel hat.

    Genauso sollte der potentiell aufnehmende Verein darauf hinweisen, dass der aktuelle Verein über das Probetraining informiert sein sollte.

    Wenn alle dementsprechend offen kommunizieren, wird es natürlich weiterhin Heimlichtuer geben, die es auf Ihre Art und Weise machen. Dann dürfen die sich aber auch nicht beschweren, wenn sie entsprechende Reaktionen in Sachen Spielzeit erhalten.

    Die Heatmap von A. Rüdiger (Innenverteidiger) gegen Dänemark:

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    Für alle Trainer, die ihre Abwehrspieler am Strafraum positionieren und nicht über die Mittellinie lassen ;)

    Sehr interessant. Aber natürlich war Deutschland im Ballbesitz deutlich überlegen, so dass wir immer hoch standen.

    Gegen Spanien dürfte die Heatmap schon etwas defensiver ausfallen.

    Gut möglich....

    Ändert aber nichts an der Aussage, dass es falsch ist, Abwehrspieler am Strafraum zu positionieren und nicht über die Mittellinie zu lassen. Sonst hätte Rüdigers Heatmap gegen Dänemark ungefähr so ausgesehen, wie die von John Stones bei England gegen die Slowakei... ;)

    Es ist alles richtig was Du sagst, bei der richtigen Mannschaftsgröße bin ich mir unschlüssig.


    Zu viele Spieler sind gut für den Trainer, da er nicht auf jeden angewiesen und die unzuverlässigen nicht ins Gewicht fallen.

    Zu wenig Spieler sind gut für jeden einzelnen Spieler, da er fast immer spielt, egal was er macht bzw. nicht macht.

    Er wird ja gebraucht :)

    Das hängt aber auch von der Motivation der Spieler ab.

    Wenn ich 15 oder 16 Spieler habe, die immer spielen wollen und den Spiel und Trainingsterminen alles andere unterordnen.

    d.h. Familienfeiern notfalls absagen, andere Hobbies hinter dem Fußball anstehen lassen, ihren Lernplan für die Schule so takten, dass dafür keine Trainings und Spiele ausfallen und sich maximal 1-2 gleichzeitig verletzen oder krank sind, dann kommst Du mit einem kleinen Kader super durch die Saison und es ist für Spieler und Trainer optimal. Aber dieser Fall existiert vermutlich nirgends und ist selbst wenn wir das Thema Verletzungen und Krankheit mal ausklammern absolute Theorie.

    Man kann sich dem eigentlich nur durch offene Gespräche vor der Saison und vor Kaderzusammenstellung nähern.

    Welche Ziele und Vorstellungen haben Spieler und Trainer in Sachen Einsatzzeiten, Leistungsorientierung, Zuverlässigkeit, Gesundheitsvorsorge und Verletzungsprofilaxe ...

    Vielleicht hat man einen gesunden mix aus denen, die immer da sind und auch immer spielen wollen und denen, denen es reicht alle 2 Wochen eingesetzt zu werden.

    Wenn man das dann gut sortiert und synchronisiert, dann ist wahrscheinlich der Kader mit 20-22 Spielern perfekt.

    Wenn man nur unzuverlässige hat, sind selbst 23 zu wenig und wenn man nur zuverlässige hat sind 20 mit Sicherheit zu viel.

    Danke Dir. Spannende Gedanken die ich da lese. Allerdings wird da empirisch nichts belegt. Weder pro spielbasiert noch pro Iso Training. Es wird hier ausschließlich Meinung geäußert, welche wiederum auf anderen Studien und/oder Erkenntnissen basiert. Das ist erstmal ok. Reicht mir aber noch nicht um von "empirisch belegt" zu schreiben.

    Empirisch belegt ist z.B. das Kids beim Funino mehr Ballaktionen jeglicher Art haben, ggü Spielen 7 vs 7 oder ggü z.b. klassischen Torschusstraining oder oder ...

    Aber empirisch belegt ist da ja erstmal "nur" die Quantität. Ob daraus dann auch gesteigerte Qualität hervorgeht ist auch empirisch Belegt? Wenn ja, prima. Gibt es dazu eine Studie?

    Na ja, die Zusammenfassung im Anhang ist ja schonmal recht wissenschaftlich fundiert, mit diversen Quellenangaben und Verweis auf weiterführende Literatur. Außerdem ist die Argumentation absolut schlüssig.

    Um nicht wieder die Grundsatzdiskussion aufflammen zu lassen:

    Spielformen sind definitiv wichtiger und besser als ISO.

    Es spricht nichts dagegen Techniken zum Start mit ISO vorzustellen und einzuüben. Aber der ISO-Anteil im Training sollte möglichst gering gehalten werden.

    Wenn ich mich entscheiden müsste zwischen 100% Spielform und 50:50 Spielform:ISO würde ich ersteres wählen.

    Wo ich ISO für eine absolute Ergänzung und Alternative halte ist, wenn ein Spieler zusätzlich was machen will, aber keine Bolzplatzkumpels greifbar sind.

    Bevor das Kind vor der Konsole gammelt, besser Youtube anschalten, Tricks und Finten einüben, Corver-Drills abarbeiten, an der Wand oder am Rebounder ersten Kontakt und Direktspiel verbessern.

    Am Ende sind natürlich die Kinder besser, die Spielformenbasiertes Mannschaftstraining und nebenher noch selbständig ISO-Übungen machen. Für das Vereinstraining sind zu viele ISO-Übungen aber definitiv Zeitverschwendung.

    Bei deiner Kritik an der dogmatischen Einstellung der MFS und dem Beharren auf das Eintrichtern von Techniken und Choreographie-artigen Übungsabläufen per Drill stimme ich absolut zu.

    Trotzdem schadet es in meinen Augen nicht, wenn man per Demonstration und Übungen aufzeigt, mit denen man bestimmte Situation gut lösen kann. Welches Tool aus dem Werkzeugkasten für dem einzelnen Spieler in einer bestimmten Situation am besten passt, muss dieser, wie von Dir schön beschrieben durch das erleben vieler Situationen für sich selbst herausfinden.

    Ein Spieler, der Pässe und Schüsse mit Innen-, Außenseite und Spann erklärt bekommen und geübt hat, reagiert auf den Coaching-Hinweis das nächste mal besser Innenseite statt der Pike nach einem missglückten Pass vermutlich schneller und mit mehr Verständnis, als einer, den man einfach so ins kalte Wasser schmeißt.

    Trotzdem erkennt man bei der MFS ganz klar, dass sie gerade ein bisschen die Panik bekommen, weil Ihr "Geschäftsfeld" aktuell abgegraben wird und durch die neuen Spiel- und Trainingsformen hoffentlich viel mehr Vereinstrainer in der Lage sind Kinder so zu entwickeln, dass man als Eltern nicht mehr das Gefühl hat "ohne Fußballschule wird das ja eh nix..."!

    Statt aber gegen etwas sinnvolles zu wettern könnte man ja auch versuchen, sich selbst neu zu erfinden und sein Konzept weiterzuentwickeln.

    Letztendlich war das große Plus der MFS ja, dass sie etwas konnten, was viele Elterntrainer im "normalen" Verein vor unlösbare Aufgaben stellte: Tricks erklären, vormachen und den Kindern beibringen.

    Das Thema ist ja grundsätzlich nicht verboten und Kinder, die im Verein gutes Spielformenbasiertes Training haben und zusätzlich in der Fußballschule Tricks und Technik lernen, die dann vielleicht auch noch sinnvoll in Spielformen integriert werden, werden denen gegenüber, die nur 1mal oder 2mal pro Woche trainieren immer noch im Vorteil sein.

    So wirkt das "Geschwurbel" der Kollegen aber eher wie beleidigtes Gezicke alter weißer Männer...

    „Der Übergangsbereich hat eine enorm wichtige Bedeutung“ – SV Darmstadt 1898 e.V. (sv98.de)


    Ein Effekt, den die neuen Nachwuchsligen mit sich bringen, wird wohl die Auflösung der U16 Teams und eine Wiedereinführung von 2. Mannschaften nach dem Modell von Darmstadt 98 sein.


    Aus Sicht der Vereine sicher sinnvoll, ich sehe aber schon die Gefahr, dass das ein oder andere U16-Talent verloren geht, wenn die Kader für U16 und U17 langfristig zusammengelegt werden, so wie es heute schon U18 Spieler erwischt, die auf dem Weg von U17 zu U19 den Anschluss verpassen.
    Mir ist schon klar, dass es am Ende immer eine Sache des Geldes ist, aber am Besten wäre es, Jahrgangsmannschaften von U12 bis U19 zu haben und on Top eine U21-U23, in der die ersten Erfahrungen im Männersport gemacht werden.

    Im Idealfall sind die Teams alle nach oben und unten Durchlässig und Spieler können angepasst an die biologische Entwicklung ein bis zwei Jahrgänge höher oder niedriger spielen. Dabei ist ganz entscheidend, dass es keine Tabellen und keine Auf- Abstiege gibt, damit diese Möglichkeit nicht Missbraucht wird.

    Finden scheint das neue Fördern zu sein. :S

    Das sind auch solche Geschichten, die kann ich einfach nicht verstehen. Wir haben so viele tolle Talente und es wird teilweise so viel aus dem Ausland geholt.


    Hoffen wir, dass die neue Reform fruchtet und unsere Kicker sich wieder mehr in den Vordergrund spielen!

    Ich bin ja ein totaler Befürworter der Reform. Die Reform hilft Talenten Spielpraxis zu bekommen und Trainern, diese ihnen einfacher zu geben.

    Allerdings habe ich wenig Hoffnung, dass solch Schwachsinnige Aktionen wie oben beschrieben dadurch verhindert werden können.

    Letztendlich sind hier doch die Vereine in der Verantwortung, dass man mehr ausbildet, gerne auch die Talente in die Pflicht nimmt und ihnen erklärt, dass sie nur weil sie im NLZ sind noch nichts erreicht haben und keine Stars sind.

    Der 16 jährige aus Ecuador wird mit der gleichen Wahrscheinlichkeit im Bundesliga-Kader vom BVB landen wie die 16 jährigen, die sich im Moment schon im BVB-NLZ tummeln. Vielleicht sind seine Chancen um 1,5% höher, weil er aufgrund seiner Herkunft etwas mehr Aufmerksamkeit bekommt. Man darf dabei außerdem nicht vergessen, dass dieser Transfer auf den digitalen Kanälen des BVB in ganz Süd- und Mittelamerika klicks ohne Ende produziert und der Junge egal wie weit er es bei Dortmund schafft, dem Unternehmen Borussia Dortmund so oder so mehr Geld einbringen wird als er kostet.

    Wollte nicht gegen Deine Ausführungen schreiben, sondern nur ergänzen. Hier wurde kürzlich an anderer Stelle schon mal diskutiert, dass der DFB bei Reformen oftmals gar nicht das eigentliche Problem ist, sondern eher die Landesverbände. Da ist der Föderalismus tatsächlich nicht selten Bremsklotz, den es in einer zentralisierten Organisation so nicht gibt.

    Ich bin absolut deiner Meinung, dass der Föderalismus im DFB ein absoluter Bremsklotz in der Ausbildung ist und dass ein Zentral vom DFB vorgegebenes System, das zusätzlich regionale Besonderheiten wie Bevölkerungsdichte, Infrastruktur, Anzahl an Profivereinen / NLZ vor Ort, berücksichtigt wesentlich besser wäre, als das was wir heute haben.

    Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass Kooperationsnetzwerke von Profivereinen im regionalen Umfeld noch erfolgreicher wären, weil sie schneller für eine gute Ausbildungsbasis in ihrem Umfeld sorgen könnten und, weil man vermutlich auf Vorgaben des lokalen Topvereins eher hört als auf das was der DFB da gerade postet (geht nicht gegen den DFB sondern die Beratungsresistenz vieler Vereine und Trainer).

    Dort wo die Abdeckung mit professioneller Ausbildung durch Profivereine nicht so gut ist müsste ohnehin der DFB als "Kooperationspartner" einspringen und lokale / regionale Talentpools zusammenbringen.

    Was man bei der ganzen Diskussion nicht vergessen darf ist, dass in Deutschland die "Risikobereitschaft" , die der Weg von Kindern und Jugendlichen in den Leistungsfußball bedeutet, vermutlich wesentlich geringer ist als in Spanien oder Frankreich.

    Der Aufwand für zeitintensives Fußballtraining, geht nun mal zu Lasten der Zeit für Schule und andere Dinge. Ich bin mir ziemlich sicher, dass bei uns die Zahl der Eltern, die ihren Kindern von diesem "Risiko" abraten oder bei ersten Misserfolgen zur Aufgabe raten deutlich geringer ist als in den beiden angesprochenen Ländern.

    Damit reduziert sich die Zahl der Talente, die wirklich alles in den Traum investieren schon einmal deutlich und das spiegelt sich am Ende auch in der Zahl derer die übrig bleiben wieder.

    Zentralisiert stimmt in Spanien allerdings nur indirekt.

    Um die Talentförderung kümmern sich die Vereine. Diese haben in der Regel das Ziel die besten Talente Ihrer Region zu bekommen.

    Dazu kooperieren sie sehr eng mit vielen Vereinen in der Region. (s. anderer Thread, wo das sicher extreme Modell im Baskenland beschrieben wird.)

    Durch die regionalen Vereinskooperationen ist das Trainings- und Trainerniveau höher und damit werden viel mehr Spieler viel früher gut ausgebildet, als z.B. bei uns. Der Focus liegt viel stärker auf finden und ausbilden der lokalen bzw. regionalen Talente, als bei uns, wo man in jungen Jahren relativ halbherzig Junge Talente ausbildet, in Wirklichkeit aber nur darauf wartet, bis man später den Scoutingradius erweitern kann und dann bundesweit mit den anderen Vereinen um die Toptalente konkurriert, oder sogar internationale Talente verpflichtet.

    Ich glaube, dass speziell das regionale Kooperationsnetzwerk ein wesentlicher Faktor ist, dass immer wieder Talente nachschieben, die noch nicht direkt im Verein sind, aber trotzdem eine gute Basis haben um weiter ausgebildet zu werden.

    In Deutschland wird die Kluft zwischen LZ-Spielern und nicht-LZ-Spielern in einer Region oft sehr schnell so groß, dass ein Nachschub von Spielern aus der Region kaum noch möglich ist. Deshalb wandern in höheren Jahrgängen viele Spieler von NLZ zu NLZ oder werden durch internationaler ersetzt.

    Stützpunkte sind an sich keine schlechte Einrichtung, erfüllen meiner Meinung nach aber selten das, was sie eigentlich erreichen möchten und ihre Wirkung hängt sehr stark vom restlichen fußballerischen Umfeld in der Region ab.

    In meinen Augen ist der DFB-Stützpunkt (der gerne schon zum letzten E-Jugend-Jahr, also ein Jahr früher starten könnte) eher dazu geeignet, Spielern, die noch nicht weit genug für leistungsorientierten Fußball im LZ sind eine Möglichkeit zu geben sich neben dem Vereinstraining auf ambitionierterem Niveau zu messen. Was den Stützpunktspielern aber leider fehlt ist die Spielpraxis mit starken mit und Gegenspielern auf hohem Niveau. Bei uns sind am Stützpunkt Spieler aller Klassen -von Gruppe bis Bayern- bzw. Förderliga- da ist die Spreizung schon extrem.

    Speziell in Bayern finde ich es z.B. unglücklich gelöst, dass die Spieler der BFV-NLZ (im Gegensatz zu denen der BuLi-NLZ) Montags am Stützpunkt trainieren müssen und damit ein Mannschaftstraining auf hohem Niveau verpassen und stattdessen das gemischte Niveau am Stützpunkt haben. Natürlich bekommt man durch die anderen Trainer und Mit-/ Gegenspieler auch den ein oder anderen Impuls, aber grundsätzlich halte ich es im Leistungsniveau besser öfter im Mannschaftsverbund zu trainieren.


    Im Leistungsbereich würde ich komplett auf Förderligen / Förderturniere setzen.

    Bezogen auf Bayern wäre eine engere Verzahnung zwischen Bundesliga und BFV-NLZ denkbar, so dass immer wieder vergleiche zwischen den beiden "Ebenen" möglich sind.

    Das Thema Zweitspielrecht funktioniert im Basketball ganz gut, allerdings spielen die Talente im Basketball dann normalerweise in älteren Mannschaften des Heimatvereins (mit 14/15 z.T. schon bei den Herren), was da aufgrund der geringeren Körperlichkeit funktioniert, im Fußball vermutlich schwieriger ist. Die Idee ist aber natürlich sehr gut geeignet um Spielzeit für die Talente zu generieren, funktioniert aber nur dann, wenn dadurch im Heimatverein andere dafür keine Spielzeit einbüßen.

    Auf Kreis-/Bezirksebene finde ich Deine Idee der Auswahl-/Allstar-Teams interessant.

    Zur Sichtung: der eine Talentsichtungstag ist sicher nicht die beste Möglichkeit möglichst viele Talente abzugreifen. Tatsächlich ist es nach wie vor so, dass viele gar nicht mitbekommen, dass und wann dieses Event stattfindet. Außerdem ist eine zeitpunktbezogene Betrachtung immer schwer, besonders wenn die Kinder wissen, dass sie "gescoutet" werden. Man kann 10/11-jährigen eine gewisse Nervosität, in solchen Situationen nicht verübeln. Deutlich besser wäre es, wenn man ausreichend Verbandstrainer hat, die regelmäßig Spiele und Trainings in Vereinen beobachten. Im Prinzip könnte auch jeder Vereinstrainer nach jedem Spiel eine Einschätzung zur den potentiellen Talenten im gegnerischen Kader abgeben.

    Das könnte relativ einfach über die Spielplus-App erfolgen indem ein Trainer dort markiert welche Spieler des gegnerischen Teams besonders auffällig waren. Dies ließe sich auswerten und wer regelmäßig markiert wurde, dessen Spiele werden von Stützpunkttrainern, Verbandssichtern, NLZ-Trainern besucht um sich ein Bild zu machen.

    Wichtig und gleichzeitig schwierig ist natürlich die entsprechende Neutralität aller beteiligten. Aber das Problem besteht leider auf allen Ebenen, dass subjektive Faktoren immer wieder eine Rolle spielen (Elterneinfluss, Vereinsbrille, regionale Brille, ... Trainer mag Verein A nicht als wird da aus Prinzip keine Spieler als Talent markiert...). Selbst auf Verbandsebene bei Auswahlmannschaften ergibt sich sehr oft ein regionales Ungleichgewicht aufgrund regionaler Präferenzen.

    In Bayern wird z.B. eine Auswahlmannschaft vom Stützpunktkoordinator einer Region betreut. Deshalb kommen auch 75% der Auswahl aus dieser Region Das sorgt zum einen dafür, dass ein Großteil der Auswahl-Maßnahmen in dieser Region stattfinden, bringt einen entsprechenden Mehraufwand für die Spieler aus anderen Regionen mit sich und lässt Spieler aus anderen Regionen, die keinesfalls schwächer sind bei der Förderung außen vor.

    Hier die Torjägerlisten der U17 Bundesligen. Ich bin mal gespannt, wer es nach oben schafft und wer sich dann für Deutschland entscheidet.

    fupa.net

    Interessant finde ich hier die Preßler-Zwillinge aus der BuLi-West.

    Mit 13 sind beide gemeinsam zum VFL-Bochum gewechselt.

    Beim Übergang zur U17 blieb einer beim VFL, der andere wechselte zu Rot-Weiß Essen. Ob der, der nach Essen gewechselt ist in Bochum nicht übernommen wurde, oder dem Konkurrenzkampf mit dem eigenen Bruder aus dem Weg gehen wollte, weiß man natürlich nicht.

    Jedenfalls war Mats in Essen der erfolgreichere Torjäger.

    Zur neuen Saison wechseln beide gemeinsam in die U19 von Mainz 05.

    Wenn er in der F regelmäßig spielt und trainiert und das Training (meinetwegen auch Spiel) in der E on Top kommt, ist das doch eine gute Lösung, sofern er es körperlich und auch vom Kopf her mitmacht. Das Spiel gegen körperlich stärkere Spieler, die ihm andere Eigenschaften und Lösungen abverlangen als in seiner Gewichtsklasse bringt ihm auf jeden Fall zusätzliche Erfahrungen.
    Was Ihr auf keinen Fall machen solltet ist ihn komplett nach oben zu schieben, weil er dort mehr gefordert wird...

    Die Entscheidung zwischen E-Jugend und Individualtraining musst Du eigentlich ja gar nicht treffen, solange die E-Jugend nur eine "Bonusveranstaltung" ist. Dann besteht ja auch die Möglichkeit dieses Zusatztraining im Wechsel (1* E-Jugend, 1* Individualtraining) wahrzunehmen.

    Wichtig ist vor allem, dass Du beachtest, dass Dein Sohn Spaß hat und sich auf jedes Training bzw. Spiel freut. Sollte er den Eindruck erwecken mal eine Pause zu brauchen (selbst wenn er es nicht selbst ausspricht), dann lasst die ein oder andere Einheit auch mal wegfallen.

    Mein Sohn hatte in beiden F-Jahren genau die selbe Konstellation.

    2x Training in der F , zusätzlich 1x in der E und wenn es terminlich gepasst hat zwei Spiele am Wochenende (Freitag F, Samstag E).

    Beide Erfahrungen haben ihn weitergebracht und er hat in den beiden Jahren die größten Entwicklungssprünge gemacht. (ob es genau daran lag, oder ohnehin so eingetreten wäre kann ich allerdings nicht beurteilen.).

    Individualtraining / Fußballschule gab es bei ihm dann erst in der E. Zu Beginn als Ersatz für die weggefallene dritte Trainingseinheit, später war Corona-bedingt gezwungenermaßen lange Zeit nur Individualtraining möglich.

    Die Diskussion driftet jetzt echt ab und macht nicht mehr viel Sinn.

    Traurig ist aber, was für einen Raum so ein Thema wie duschen nach dem Sport einnimmt, und wie kompliziert in unserer Gesellschaft das Aufwachsen der Kinder mittlerweile ist.

    Ich hab damals in der E-Jugend angefangen. Duschen war für alle Spieler normal. Mal hat einer das Handtuch oder die frische Unterhose vergessen. Der hat dann das Handtuch vom Kollegen genommen oder es lagen ein paar Reservehandtücher im Sportheim herum, die man dann beim nächsten mal halt wieder gewaschen zurückbringen musste.

    Die Trainer haben, wenn sie hinterher nicht zufällig selbst noch mit der Ersten Training hatten meistens auch mit geduscht (so war das Warme Wasser zu Hause schon gespart ;) ).

    Der hat dabei weder jemandem was weggekuckt, geschweige denn jemanden angefasst. Das Schamgefühl war nach dreimal Duschen überwunden und kam vielleicht in der Pubertät nochmal, wenn die ersten Entwicklungsunterschiede sichtbar wurden.

    Am Ende hat der Trainer dann noch dafür gesorgt, dass niemand mit nassen Haaren aus der Kabine geht.

    Ein Großteil der Spieler ist zu Fuß oder mit dem Fahrrad nach Hause gefahren. Der Sportplatz lag 1-2 Kilometer außerhalb hinter einem Wald. Im Herbst / Winter haben die Eltern Fahrgemeinschaften gebildet um die Kids abzuholen. Der Weg zum Training wurde aber auch da normalerweise immer zu Fuß erledigt, weil die Väter mir dem Auto auf der Arbeit waren und bei den meisten nur ein Auto pro Familie vorhanden war.


    Vergleicht man das mit den heutigen "Herausforderungen", die Eltern, Trainer etc. mit Nachwuchsfußballern haben, wundert es einen, dass wir überhaupt noch herausragende Fußballer und allgemein selbständig handelnde Kinder und Jugendliche hervorbringen.