Beiträge von Chris

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    Bei uns sind die Ämter und Behörden ohne Publikumsverkehr... Meine Frau ist zb beim Jobcenter. Pro Büro 1 Mitarbeiterplatz. Bei Bewegung über die Flure mit Maske. Direkter Kundenkontakt so gut wie gar nicht mehr. Ich in der Industrie... Direkt am Arbeitsplatz ohne Maske... Kann man den Abstand nicht einhalten sofort Maske auf. Bewegung durch die Halle nur mit Maske.... Innen Stadt.. Wochenmarkt nur mit Maske... Dann brauchen wir nicht über 2 Kinder und Trainer auf dem sportplatz zu reden... Das ist in meinen Augen grob fahrlässig

    Das kann man diskutieren. Vielleicht nicht in diesem Thread.


    Wie siehst du den in dem Zusammenhang die Tatsache, dass NLZs ganz normales Mannschaftstraining abhalten können (U15 und älter)?

    Ich war sowohl im NLZ (auch wenn es länger her ist) als auch im Breitensportverein und kann das, was Sir Alex schreibt, fast komplett bestätigen.


    Grundsätzlich liegst du auch nicht falsch, aber Dir fehlt einfach ein bisschen der Einblick in Details, oft spielt z.B. auch die U12 als U13 und wird auch in fussball.de so gelistet, während die U13 gar nicht gelistet wird oder als C3 o.ä.


    Die Aussage, dass die NLZ-Trainer nicht so oft kritisiert werden, wie die Trainer im Breitensportverein, ist leider auch sehr falsch. Da ist die Kritik oft noch viel größer, das läuft halt oft aber hinter dem Rücken ab und nicht so offen.


    Dass der Ergebnisdruck nicht so groß ist im NLZ und die Sportlichen Leiter ja nicht so eindimensional denken würden, ist leider zu 80-90 Prozent auch falsch. Man sagt es anders, man verkauft es anders, aber wenn die Ergebnisse nicht stimmen, musst du dich sofort erklären. Wenn du angesehen bist, überstehst du ein Jahr ohne gute Ergebnisse. Ein zweites aber in der Regel nicht. Absteigen, wie Sir Alex schon meinte, ist ein absolutes No Go.


    Umgekehrt ist es aber eben auch nicht so, wie Sir Alex meinte, dass im Breitensportverein es so viel leichter sei, die schwachen Spieler mitlaufen zu lassen - denn die zerstören dir in der Tat auch die Ergebnisse sehr einfach (siehe Ausführungen von Don Quijote) - mal dahingestellt, wie schlimm das nun ist.


    Ich würde es daher relativ einfach zusammenfassen: Schwache Spieler ziehen dich ergebnistechnisch runter, egal ob NLZ, ambitionierter Breitensport oder normaler Breitensport.

    Generell möchte ich dir was die SP Trainer betrifft nicht widersprechen, die Qualität ist nicht so, wie sie vielleicht sein sollte, das weiß man aber auch beim DFB.


    Angebot und Nachfrage eben...


    Was die NLZ betrifft muss ich dir aber widersprechen - es gibt kaum Mannschaften, die so sehr den RAE im Negativen fördern, wie die NLZ... Deren Kader bestehen oft zu 80 oder mehr Prozent aus Spielern der ersten Jahreshälfte, oft sogar des ersten Quartals.

    Lieblinge gibt es auf jeden Fall. Da sollte man sich als Trainer selber auch immer wieder kritisch hinterfragen. Ich weiß, dass ich welche habe. Das lässt sich schwer vermeiden denke ich. Die wissbegierigen, fleißigen Spieler, die schnell Dinge kapieren, sich selber ausprobieren, mitziehen, usw.

    Ich denke jeder Mensch "klickt" mit anderen Menschen.

    Ich versuche oft, mich zu hinterfragen: "Wenn Spieler X ("Liebling") das jetzt gemacht hätte - würde ich genauso reagieren wie bei Spieler Y?" Das hat schon einige Male dazu geführt, dass ich Entscheidungen überarbeitet habe.


    Aber: Eltern denken sehr oft, dass Entscheidungen fallen, weil Trainer Lieblinge haben. Oft stecken da auch ganz andere Gründe dahinter. Häufig auch mangelndes Wissen (z.B. taktische Überlegungen, taktische Stärken etc.) oder Fokus nur auf das eigene Kind, während ein Trainer Fokus auf alle legt.

    Stützpunkttrainer und Vereinstrainer zusammen, auch noch in derselben Altersstufe, ist eine Katastrophe. Sollte verboten sein, ist verboten (?), ist wieder nicht verboten - ich weiß es nicht. Da ging es die letzten Jahre hin und her, wohl auch je nach Bundesland. Allgemein ist es so, dass sie auch teilweise ein wenig verzweifelt nach SP-Trainern suchen und nehmen, was sie kriegen können/sowas dann auch tolerieren. Für mich gehört das kategorisch verboten, einfach um die Integrität der SP zu schützen, zumal da wirklich jede Menge Mauschelei stattfindet.


    Wir sind einer dieser "bösen" Zwischenvereine zwischen NLZ und Dorfvereinen, daher kenne ich eben auch diese Perspektive ganz gut. Es ist tatsächlich so, dass die meisten Spieler von sich aus zu uns kommen, inwiefern Elterngesteuert oder von sich aus ist nicht immer einfach zu sagen, aber so ab 10, 11, 12 Jahren entwickeln die Jungs schon von sich aus den Wunsch, irgendwo "höher" zu spielen, denn dann kriegen sie mit, dass das möglich ist. Oft stoßen sie dann auch die Eltern an, sich umzuschauen. Oft gibt es natürlich auch diese Ich-AG-Eltern, die ihren künftigen Star fördern wollen...


    Es ist halt nicht das Ziel aller Spieler, in der Kreisliga zu spielen, und wie es schon gesagt wurde, ist der Ligaspielbetrieb manchmal den Turnieren und attraktiven Testspielen untergeordnet.


    Die Debatte, ob es besser ist, in seiner schwächeren Mannschaft Führungsspieler zu sein oder in einer stärkeren Mannschaft einer von vielen, ist sicher sehr spannend. Ich kann aber auch sicher sagen: Es bringt einen Spieler nicht entscheidend weiter, in einer zu schwachen Liga und Mannschaft der herausragende Spieler zu sein. Wenn man im Alter U15, U16, U17 diese Spieler zu uns in den Verein bekommt, stellt man schnell fest, dass ihnen viel zu oft Handlungsschnelligkeit, taktische Ausbildung etc. fehlen, die andere in den letzten Jahren in Spielen gegen NLZ oder ähnliche Vereine erlernt haben.

    Für die talentiertesten Spieler auf Kreisebene macht es schon Sinn, sich in einem Team zusammenzuschließen. Dort fordern sie sich gegenseitig im Training dann (normalerweise) mind. 3x die Woche intensiver und besser, als das im Heimatverein/SP der Fall sein kann und kriegen (hoffentlich) auch ein besseres Training.


    Allerdings macht es dann wenig Sinn, wenn man im heimischen Kreis alles abschießt. Das ist keine Leistung, weder von Trainern (die sich oft aber gerade dafür gerne feiern) oder Spielern. Dazu sollte es dann in höhere Spielklassen gehen. Solange es diese noch nicht gibt, sollten diese "Auswahlteams" überkreisliche Freundschaftsspiele gegen ähnliche Teams bestreiten.


    Das Argument, dass manche Vereine dann keine Mannschaften mehr stellen können, verstehe ich nicht ganz - es dürften ja nie mehr als 1-3 Spieler aus einem spezifischen anderen Verein kommen.

    Das Problem war mir seit letztem Jahr bekannt, ich habe zu Beginn dieses Jahres in mehren Einzelgesprächen mit den anderen Trainern des Jahrgangs 2009 und mit der Jugendleitung darauf hingewiesen, letztere hat das zum damaligen Zeitpunkt aber nicht interessiert. Dann kam Corona und wir haben danach wieder Mitte Juni drüber gesprochen.


    Was ich mir vorwerfe ist, zu wenig politisch gehandelt zu haben. Ich hätte von Anfang an sagen müssen: Ich mache nur als Trainer weiter, wenn ich einen hinreichend großen Kader habe. Wenn ich das jetzt mache, drücke ich mich vor der Verantwortung und lasse meine restlichen Spieler im Stich.

    Ich finde, dass andersherum ein Schuh draus wird.


    Du lässt deine Mannschaft nicht im Stich, wenn du gehst/damit drohst.


    Du lässt sie im Stich, wenn du sie durch diese völlig undurchdachte Nummer mitschleifst und das mitmachst. Gerade für deine Spieler solltest du darum kämpfen, dass es nicht so läuft!

    Das ist hier einfach nicht so üblich. Nach dem, was ich so höre, bin ich nicht sicher, ob ich verpflichtende Genehmigungen zum Training in einem anderen Verein für einen guten Weg halte. Ich habe schon öfter gehört, dass der alte Verein das dann teilweise einfach aus Prinzip verweigert.


    Ich weise immer jeden Spieler, der bei uns mittrainiert, darauf hin, dass er bitte mit seinem alten Trainer redet. Ich würde (und will) das als Trainer wissen, wenn mein Spieler woanders mittrainiert, da bin ich ganz bei dir. Ich habe aber auch schon einige Geschichten erlebt, wo Spieler erzählt haben, dass sie Druck bekommen/rausfliegen, wenn sie bei uns mittrainieren. Da bestehe ich dann nicht darauf, dass der alte Verein informiert wird.


    Versichern kann man die Probetrainingsspieler auch anders.

    Das finde ich schwierig, als "neuer Verein". Ich gebe dir völlig recht, wenn der Verein den Spieler anspricht.


    Aber umgekehrt? Das ist doch einfach Sache der Eltern, oder soll der neue Verein da jedes Mal nachhaken und noch Kommunikation betreiben, die in diesem Fall definitiv von den Eltern kommen müsste.


    Wir haben pro Sommer im Verein sicher zwischen 100 und 200 Spieler im Probetraining, davon 80-90 %, die von sich aus sich vorstellen. Da müssten wir einen Kommunikationsberater abstellen, um all das zu managen.

    Die Einteilung ist hanebüchen.


    Sauber wäre:

    Die 3 2008er aus der C2 bleiben bei euch, damit habt ihr 12 Spieler.


    Dazu kommen 3-4 2009er aus den anderen Mannschaften. Welche das sind, da kann man verschiedene Modelle fahren, alle haben vor und Nachteile.


    Aber dann hättet ihr:


    C2: 19-22
    D1: 15-16
    D2/D3: jeweils ca. 16

    Ein Verband ist ja normalerweise wesentlich größer als ein Landkreis.


    3-4 Spieler pro Verband in über 40 Jahren sind absolut unrealistisch niedrig.


    Pro Landkreis ist das auch schon zu wenig, klingt nicht realistisch.


    Mir sind zahlreiche Spieler bekannt, aus unserem Landkreis, und auch schon mehrere aus unserem Verein und vielen anderen Vereinen.


    Das alles ändert aber nichts an der Tatsache, dass es gemessen an der Zahl derjenigen, die Fußball gespielt haben, ein verschwindend geringer Anteil ist.

    Du magst befangen sein und als ebenfalls Jugendleiter kann ich dir sagen, dass ich das Argument mit "intakte" Mannschaften oft höre, wenn Trainer ihren "Besitzstand" wahren möchten. Mannschaften neu einteilen klappt fast immer, wenn es halbwegs leistungsorientierte Vereine sind.


    In deinem Fall kann ich dir aber auch sagen, dass du mit deiner Analyse völlig recht hast. Die C1 braucht ihre 18-19 Spieler, kann davon maximal 1 oder 2 abgeben, das ist schon fast zu viel. Das hilft aber weder C2 noch B1.


    Insofern würde ich die C1 nicht anrühren und so lassen wie sie ist und ggf. aushelfen lassen bei C2/B1.


    Die anderen Vorschläge sind untauglich.

    Wie machen es denn die NRWler im Moment?


    Laut der Seite des LSB kann fast alles wieder normal gemacht werden (EInschränkung: 10er Gruppen). Laut FLVW ist "kein regulärer Fußball" möglich.


    Wie sieht es in der Praxis aus? Was macht Ihr? Was macht Ihr nicht? Ihr seid schließlich der Vorreiter bundesweit :)

    Ich möchte mich gar nicht damit abfinden, dass das Training komplett ohne Spielformen ablaufen muss. Ich mache z.Zt. Unterzahlspielformen mit Zonenbindung. Selbst, wenn er nicht an seine Zone gebunden wäre, machte es für den/die Defensiven dabei meistens keinen Sinn, in den Zweikampf zu gehen. Ziel dieser Spielformen ist es, immer wieder einen Passweg zu schließen. Passempfänger kann dabei auch Minitor sein.
    Von den letzten drei Trainings hat das 2x ganz gut funktioniert.

    Ja, sowas gibt's bei uns natürlich auch und ist nicht schlecht.


    Trotzdem fehlen "richtige" Spielformen halt.


    Aber eindeutig ist auch eins - und das wird bestätigt durch das, was Charles De Goal schreibt: Wenn der Trainer schon vorlebt, dass es kein richtiger Fußball ist, nehmen die Spieler das auch auf. Trainer, die Bock haben und sich was einfallen lassen, ziehen die Jungs auch ganz gut mit (habe das bei uns beobachtet, bin ja auch JL). Etwas schwieriger wird es in den älteren Jahrgängen (so ab B), da erreichst du manche mit einem Training ohne Zweikämpfe nicht, das war auch deren klare Aussage. Die große Mehrzahl kannst du aber auch in der B und A einfangen.

    Hessen


    Haben recht früh angefangen letzte Woche mit den ältesten Teams, lassen jetzt immer mehr jüngere Teams nachrücken.


    Klappt bisher ganz ok. Die Jungs sind quasi alle wieder da und verhalten sich recht gut. Permanenter Abstand wird nicht eingehalten. Vor dem Training Hände waschen, desinfizieren usw.


    Die Trainingseinheiten sind nicht schlecht, auch wenn Spielformen sehr fehlen. Mit etwas Kreativität kann man aber doch einiges machen.


    100 % Sicherheit gibt es nicht, das muss jedem bewusst sein, der ein Training anbietet und der als Teilnehmer kommt. Wurde klar so kommuniziert.