Beiträge von SG-Nr8

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    Goodie


    Jetzt kann man sich natürlich darüber streiten wo das eigentliche Problem liegt:

    Zahlen Vereinsmitglieder nur niedrige Beiträge, weil die Vereine nur wenig bieten

    oder

    bieten Vereine nur so wenig weil die Vereinsmitglieder bereit sind so wenig zu zahlen.

    Um aus dieser Spirale auszubrechen, muss eine der Parteien bereit sein den ersten Schritt zu machen.


    Die PSG Academy hat den Schritt gewagt und erneut gezeigt, dass Eltern bereit sind für eine (vermeintlich) höhere Ausbildungsqualität tiefer in die Tasche zugreifen. Die DFA und andere Anbieter bestätigen dies seit Jahren.

    Die Vereine verschlafen diese Entwicklung jedoch vollständig aus Angst ihre Mitglieder mit höheren Beiträgen zu vergrauen.

    Bis irgendwann das böse erwachen kommt und keine Mitglieder mehr da sind die sich mit schlechten Ausbildern und schlechten Bedingungen zufrieden geben möchten. Egel wie günstig (billig) es auch ist.

    Stell es Dir mal umgekehrt vor:
    Spieler wird bei einer Einteilung nach Leistungsgesichtspunkten in die zweite oder dritte eingeteilt, will aber in die erste. Sollte man dem Spieler nachgeben?

    Ich stimme dir zu, das man in den Fällen unnachgiebig sein sollte. Jedoch halte ich beide Ausgangslagen nicht für vergleichbar.

    Und das ist ganz klar gegen Vereinsinteresse,

    Meiner Meinung nach existiert ein Verein nur durch seine Mitglieder, somit sollten die Interessen der einzelnen Mitglieder auch berücksichtigt und nicht immer nur dem "großen Ganzen" untergeordnet werden.

    Das dies natürlich ein Drahtseilakt ist, bleibt unbestritten.


    ...weil sie ein Riesenproblem mit dem neuen Trainer haben und die Chemie absolut nicht stimmt. Obwohl er das weiß, besteht er darauf.

    Das verstehe ich in keinster weise. Wieso beharrt er so darauf das sie bei ihm spielen.

    Es wäre mir nie in den Sinn gekommen ein Kind gegen seinen Willen bei uns oder irgendwo anders einzusetzen.

    Wenn unsere Spieler nicht in einer anderen Mannschaft aushelfen wollten, dann habe ich das akzeptiert und der andere Trainer hat dies auch zu tun. Genauso wie ich akzeptieren musste, das manche Spieler auch bei uns nicht aushelfen wollten.


    Wie bereits geschrieben wurde, kann man als Außenstehender die Situation nicht adäquat beurteilen, somit fällt es schwer dir eine konkreten Lösungsansatz vorzuschlagen.

    Es würde sicherlich helfen alle Beteiligten an einen Tisch zu bekommen und zu klären warum die Chemie nicht stimmt.

    Dabei solltest auch du dich hinterfragen ob du, aufgrund von eigenen Interessen, nicht zu sehr Partei für deine Spieler ergreifst.

    TrainerBernd


    Ich kann deinen Frust gut nachvollziehen. Die Entscheidung alles hinzuschmeißen kann dir keiner abnehmen.

    Letztlich kann man nur das Positive gegen das Negative abwägen.

    Bei mir hat in letzer Zeit das Negative den eindeutig höheren Anteil ausgemacht, so dass ich meine Tätigkeit beim aktuellen Verein beendet habe.

    Es kommt drauf welchen Anspruch man an diesen Lehrgang hat.

    Wenn es um die reine Wissensvermittlung geht, so kann man sich den größten Teil sicherlich auch über frei erhältliche Literatur aneignen.

    Sicherlich wird man nicht alleine durch das Lesen von Büchern zu einem (guten) Trainer. Es benötigt vor allem Erfahrung um das gewonnene Wissen auch richtig umzusetzen.


    Das Feedback und die Kritik die man von den Ausbildern bekommt ist natürlich ein wichtiges Argument, das für die Teilnahme am Lehrgang spricht. Es ist jedoch abhängig von der Qualität und Ideologie der Ausbilder.


    Was für mich, im nachhinein, am meisten für den Lehrgang spricht, ist die Möglichkeit sich mit anderen Teilnehmern auszutauschen und sich auch das ein oder andere von Ihnen abzuschauen.

    Dafür muss es eigentlich den Jugendvorstand/Jugendleiter geben, der die Marschrichtung vorgibt.

    Unschön wird es nur wenn gerade diese Personen eine Lösung wählen in der, ganz bewusst, einige Spieler hinten rüber fallen.

    Da kann man sich nicht einmal als Trainer gegen wehren. Als Elternteil noch weniger.


    Wieviele D-Jugendliche gibts denn nächste Saison insgesamt?

    Das ist die entscheidende Frage. Sobald die geklärt ist muss man eine Einteilung vornehmen, die ermöglicht, dass ALLE Kinder in Zukunft genügend Aufmerksamkeit und Spielzeit bekommen.

    Sollte der Trainer nicht zu seiner Ausage stehn

    Ja, sollte er. Wenn er diese nicht einhalten kann, so sollte er keine Zusagen geben.


    Da die Kündigungsfrist abläuft

    Falls damit die Wechselfrist gemeint ist, bis zum 30.06. habt ihr genügend Zeit einen Wechsel anzustoßen.

    Ist es richtig das der Verein über den Kopf des Trainers entscheidet wo hin ein Spieler geht oder hat der Trainer auch ein Mitspracherecht

    Kommt sicherlich auf den Verein an. Nur wenige Trainer haben die Entscheidungsgewalt darüber zu entscheiden mit welchen Spielern sie in die nächste Saison gehen.

    Dennis Ga

    Zuerst einmal möchte ich dir meine Hochachtung für deine Ideologie aussprechen. Ich bin der Meinung, dass deine Herangehensweise der Maßstab für alle Trainer sein sollte.


    Leider ist auch bei mir die Realität eine Andere und gleicht sich etwa mit der von luibo .

    Ich bin ebenfalls kein Pädagoge, das einzige was ich in dem Bereich vorweisen kann ist Empathie. Auf Hilfe vom Verein brauche ich nicht hoffen. An gelernten Pädagogen oder Sozialarbeiter mangelt es so wie beinahe überall.

    Ich war froh einen engagierten, wenn auch unerfahren, jungen Co-Trainer zu bekommen, nachdem ich eine Saison lang 15 Kinder alleine betreut habe.

    So wie luibo wurde auch ich über 2 Jahr von einem Spieler vor große Herausforderungen gestellt und auch er hat sehr viel meiner Aufmerksamkeit, die allen gelten sollte, für sich beansprucht.

    Es endete damit das er irgendwann nicht mehr wiederkam. Keine Erklärung warum, keine Verabschiedung. Nichts.

    Von einem Tag auf den blieb er dem Training fern. Die Erziehungsberechtigten verließen, ohne ein Wort zu schreiben die Whatsapp Gruppe.


    Es hat nicht lange gedauert und es kam ein neues Kind zu unserer Mannschaft welches sehr viel Aufmerksamkeit für sich beanspruchte.

    6 Monate lang habe ich mein Möglichstes getan um ihn zu integrieren, bin aber auch mit diesem Jungen nicht zurecht gekommen.

    Diesmal habe ich den Schlussstrich gezogen. Ich habe mich mit der Familie zusammengesetzt und erklärt das er in Zukunft bei uns nicht mehr willkommen ist. Die waren alles andere als begeistert müssten jedoch meine Entscheidung akzeptieren.


    Die Stimmung in der Mannschaft hat sich seitdem deutlich verbessert. Mein Sohn und auch andere Spieler fühlen sich wieder deutlich wohler in der Mannschaft. Wir haben zwei neue, tolle Jungs als Verstärkung hinzubekommen. Ich selbst komme nach einem Training auch deutlich entspannter nach Hause.


    Ich möchte meine Entscheidung, den Spieler auszuschließen, damit nicht rechtfertigen.

    Anhand des Resultats kann ich zumindest erahnen das es nicht völlig falsch wahr diese Wahl zu Treffen.


    Manche Herausforderungen sind für uns nun mal zu groß.

    Ich bitte um Verständnis wenn ich sage: "Ich bin gescheitert, es möge sich bitte ein anderer dieser Herausforderung stellen."

    Goodie

    Sehr gut argumentiert. Eine Anmerkung habe ich dennoch.

    Ich bin mir nicht sicher ob du die Zahl der Kinder in der F-Jugend (35.000) aus der Luft gegriffen hast, jedoch dürften es bei über 24.000 Vereinen die sich im DFB organisiert haben wohl eher 10 mal so viele sein, wenn nicht gar mehr.

    Somit würde der Anteil der Kinder die einen Platz in einem der NLZ bekommen könnten bei unter einem Prozent liegen.

    Steuerlich relevant wird es eigentlich nur wenn:

    1. deine Einnahmen aus der Übungsleitertätigkeit den Übungsleiterfreibetrag übersteigen, oder

    2. die Summe deiner Werbungskosten den Gesamtbetrag der Einnahmen aus dieser Tätigkeit übersteigt

    Goodie

    Ich kann nicht für alle hier anwesenden Männer sprechen, jedoch verzichte ich darauf in der Öffentlichkeit zu singen um meine Mitmenschen zu schützen.

    Wurde mir auch so von meiner Frau empfohlen. ^^

    Ziel des Themas "Wettkampfstrukturreform im Kinder- und Jugendfußball" ist es aus erster Hand Fragen zum Thema zu sammeln und zu beantworten. Ich möchte Sie/Euch daher bitten hier Fragen zu posten, die ich zunächst sammeln werde, um Sie dann blockweise zu beantworten.


    hinkebein

    Fechter

    Trainer91


    Ich sehe in keinem eurer letzten Postings eine Frage an Matthias Lochmann.


    Es verbietet euch niemand eure Meinung Pro oder Contra Funino zu verkünden. Macht dies aber in dem bereits verlinkten Thread.

    Hier gehört es definitiv nicht hin.

    Es ist einfach eine logische Tatsache und keine Einzelerfahrung, dass Kinder in den Verein kommen um klassisch Fußball zu spielen.

    Nur weil du etwas immer und immer wiederholst wird es sicherlich nicht zu einer Tatsache.


    Für jedes Kind fängt Fußball ab dem Moment an, in dem es einen Ball (oder ballähnlichen Gegenstand) mit dem Fuß in Bewegung bringt.

    Das ist eine Tatsache.


    Die Rahmenbedingungen um diese Aktion herum sind dann entscheidend dafür wie lange das Kind Spaß an dieser Handlung hat.

    Die Idee eines Leitfadens für ein Konzept, und welche Inhalte darin enthalten sein sollten, finde ich ansprechend.

    Es bleibt die Frage wie detailliert man auf einzelne Inhalte eingeht und die eigene Sichtweise dort wiedergibt.

    Weicht die von der Meinung der Vereinsleitung, auch nur in kleinen Teilen ab, so fährt man schnell vor die Wand und das ganze Konzept wird in Frage gestellt oder gar verworfen.

    Du bist also der Meinung das die Punkte E+F Nur individuelle Erfahrungen sind die nur EnterTrainer gemacht hat?

    Kurz und knapp: Ja. Die Schlüsse die er zieht beruhen auf seinen Erfahrungen.


    Ich bin der Überzeugung das nahezu alle Trainer von Jugendmannschaften genau diese Punkte bestätigen können

    Sichtweisen und Argumente die dagegensprechen wurden alleine hier im Forum schon unzählige male niedergeschrieben.

    Wenn der Diskussionspartner sie nicht anerkennen möchte, dann kann man sich auch sparen diese erneut zu verfassen.

    Dies gilt aber für beide Seiten dieser Diskussion. Die Funino-Befürworter und die Funino-Kritiker sind sich zumindest in diesem Punkt sehr ähnlich.

    Es ist wirklich unfassbar schwer "neues" in die Fußballwelt zu bringen.

    Es ist ein Kampf gegen Windmühlen. :(



    Dies ist auch einer der Gründe, warum es dieses Konzept nie in den Verein geschafft hat. Allein die Präsentation vor einem kleinen Kreis dauerte bereits 2 Stunden, da musste ich mich teilweise schon bezogen auf den Inhalt zurückhalten. Dies allen vorzustellen, würde Tage dauern.

    Habe es leider gestern nicht geschafft alles zu lesen.

    Vieles was du Thematisiert hast ist sehr gut und es wäre schade wenn es keine Anwendung findet.


    Ich hoffe du bist mir nicht böse wenn ich auch etwas Kritik äußere.

    Ich bin der Meinung du hast dich etwas verrannt.

    Du hast sehr vieles innerhalb des Konzepts thematisieren wollen, was ich absolut nachvollziehen kann, da man möglichst viele Veränderungen/Verbesserungen hervorbringen möchte.

    Jedoch erschlägt es den Leser. Gerade diejenigen die es vielleicht nicht mit der gleichen Begeisterung lesen wie die Personen hier aus dem Forum.

    Die, meiner Ansicht nach, wichtigsten Inhalte, könnte man sicherlich auf 20 bis 25 Seiten komprimieren.

    Dies hast du auch schon größtenteils am Anfang bereits getan.


    Musterübungseinheiten würde ich als gesonderten Anhang behandeln. Bspw. in einer Form ähnlich zu den Broschüren der DFB-Info Abende.



    was haltet ihr davon ein gemeinsames Ausbildungskonzept auszuarbeiten?

    Ich halte viel von diesem Vorschlag.

    Die Frage ist nur für wen man dies macht?

    Breitensportvereine die tatsächlich ein solches Konzept "leben würden" und selbst noch kein eigenes ausgearbeitet haben kann man fast schon an den Fingern abzählen.

    EnterTrainer

    Bei den nachfolgenden Punkten würde ich dir mit Einschränkungen zustimmen:


    - Funino-Wettkämpfeerfordern einen erhöhten Aufbau-Aufwand und Organisationsbedarf

    Es ist unbestritten, dass ein größerer materieller Aufwand betrieben werden muss. Der Aufbau-Aufwand ist, mit einer gewissen Routine, nicht wesentlich größer als bei einem 7vs7 Turnier.


    - Funino Wettkämpfeerfordern einen erhöhten Betreuungsbedarf durch die Eltern oder durchzusätzliche Trainer

    Das kommt immer drauf an wie die Turnierform organisiert ist.

    Wie viele meiner Mannschaften spielen parallel?

    Auf welchen Feldern? Kann ich diese gleichzeitig überblicken?


    Bei einigen Trainern die im KiFu unterwegs sind, sehe ich es als einen ganz großen Vorteil an, dass diese nicht permanent an der Seitenlinie stehen können.


    Auf die weiteren Punkte gehe ich gar nicht erst ein. Wenn dies deine gemachten Erfahrungen sind EnterTrainer, dann ist es nun mal so.

    Die werden nur entkräftet werden können in dem du positive Erfahrungen auf Funino-Turnieren sammelst, sofern du diese überhaupt sammeln möchtest.

    Für mich haben deine verbleibenden Gegenargumente eher mit gefühlter Wahrheit zu tun als mit der Wirklichkeit.

    Matthias Lochmann

    Vielen Dank das sie an dieser Stelle rede und Antwort stehen.


    Ich habe eine Frage bzw. eher eine Anmerkung.

    In Ihrer Tabelle zur vertikalen Periodisierung haben Sie für die U12/U13 eine Torgröße von 6 x 2 gewählt.

    Ist dies eine bewusste Entscheidung?

    Ich frage deshalb, da mir in unseren Kreis kein Verein bekannt ist der diese Torgröße vorhält.